HHS4_GR46 - Staatstheater Zuschüsse verringern
| Vorlage: | DHH/2025/4161 |
|---|---|
| Art: | Haushalt THH 4100 |
| Datum: | 01.12.2025 |
| Letzte Änderung: | 21.12.2025 |
| Unter Leitung von: | Stadtkämmerei |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Antragsliste DHH 2026/2027 (öffentlich/nichtöffentlich)
Datum: 16.12.2025
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: mehrheitlich abgelehnt
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Einzelstadtrat Friedemann Kalmbach, Hebelstraße 21, 76133 Karlsruhe Herrn Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 76124 Karlsruhe 17.11.2025 DOPPELHAUSHALT 2026/2027 ANTRAG DHH/2025/ Staatstheater Zuschüsse verringern Zuordnung im Haushaltsplan Seite im HH-Plan Teilhaushalt Ergebnishaushalt: Produktbereich | Produktgruppe | Schlüsselposition 2610-410 Finanzhaushalt: Investive Maßnahme Änderungen und neue Mittelanmeldungen Art 2026 2027 2028 2029 2030 Stellenschaffung/-reduzierung Erhöhung/Reduzierung Erträge, Aufwendungen, Ein- oder Auszahlungen Entgelte f. öffentl. Leistungen o. Einrichtungen 2.000.000 2.000.000 Bitte aus Liste auswählen Bitte aus Liste auswählen Bitte aus Liste auswählen Bitte aus Liste auswählen Sperrvermerk Verpflichtungsermächtigung davon zahlungswirksam in Sonstige Änderungen Konzeption, Ziele, Maßnahmen, Kennzahlen Die Wählergruppe FÜR Karlsruhe beantragt, dass das Badische Staatstheater ab 2027 zusätzlich 2 Millionen Euro einspart. Dies soll dazu beitragen, die unverhältnismäßigen Belastungen durch Kürzungen bei kleine- ren Kulturinstitutionen und Sportvereinen, wie beispielsweise die Streichung des Jugendzuschusses, auszu- gleichen.. DOPPELHAUSHALT 2026/2027 Staatstheater Zuschüsse verringern Seite - 2 Weitere Angaben bei Leistungen an Zuschussempfänger bitte Zuschussempfänger eintragen Sachverhalt | Begründung Im aktuellen Haushaltsentwurf sollen im Kulturbereich Einsparungen von rund 8,7 % vorgenommen werden. Diese pauschale Kürzung trifft große wie kleine Einrichtungen gleichermaßen. Für kleinere Theater, freie Kul- turträger, besonders aber für die noch stärker reduzierten Zuwendungen an die Sportvereine mit Jugendar- beit, etc., bedeutet eine solche Kürzung jedoch eine existenzielle Gefährdung, da sie kaum über Rücklagen verfügen und deutlich weniger flexibel reagieren können. Das Badische Staatstheater verfügt hingegen über ein wesentlich größeres Budget, vielfältigere interne Struk- turen und deutlich breitere Möglichkeiten zur Kostensenkung, ohne damit seine Existenz oder Grundfunktion zu gefährden. Es erscheint daher sachgerecht, zusätzlich 2 Millionen Euro Einsparungen im Kulturbereich beim Staatstheater vorzunehmen, um kleinere Einrichtungen nicht zu zerstören. Gleichzeitig dient dies der Sicherung der kulturellen Vielfalt und der wichtigen Aufgabe, besonders die Kinder und Jugend an den Sport mit ihren positiven Auswirkungen an ihrer Entwicklung heranzuführen. Für eine Einsparung beim Badischen Staatstheater in dieser Größenordnung kommen verschiedene Optionen in Betracht: 1. Die Reduzierung des Produktionsumfangs (z. B. weniger Premieren pro Spielzeit), 2. Kooperationen mit anderen Häusern wie Stuttgart, Mannheim oder Heidelberg (geteilte Produktionen, Ko- produktionen, gemeinsame Ausstattung), 3. organisatorische Verschlankungen in Verwaltung und Betrieb, 4. Temporäre Aufgabe oder vollständige Aussetzung einer Sparte, 5. räumliche Teilhabe für kleine Theater. Durch eine gezielte Einsparung beim Staatstheater kann verhindert werden, dass kleinere Kulturakteure über- proportional belastet werden. Damit wird die kulturelle Infrastruktur der Stadt in ihrer Breite gesichert und das vielfältige Engagement der Sportvereine erhalten. Unterzeichnet von: Friedemann Kalmbach
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HAUSHALT 2026/2027 STELLUNGNAHME zu Antrag DHH/2025/4161 HHS4_GR46 - Staatstheater Zuschüsse verringern Antrag: SR Kalmbach Seite HH-Plan Produktgruppe Kontierungsobjekt Plankonto/FiPo 216 2610-410 1.410.26.10.01.01.11 44800000 Aufwand (in Euro) 2026 2027 2028 2029 2030 -2.000.000 -2.000.000 -2.000.000 -2.000.000 -2.000.000 Wählen Sie ein Element aus 2026 2027 2028 2029 2030 Bereits die vorgesehene Einsparung von 8,7 Prozent bringt das Badische Staatstheater an seine Grenzen, da Einschnitte dieser Größenordnung aufgrund hoher Personalanteile (weit über 80Prozent an den Gesamtkosten) nur über Stellenabbau und gravierende Programmänderungen umsetzbar sind. Nur durch verschiedene strukturelle - in allen von den Fraktionen vorgeschlagenen Maßnahmen – kann das Badische Staatstheater überhaupt die hohe Einsparsumme erreichen. Vor diesem Hintergrund ist von einer Erhöhung der Kürzungen über 8,7 Prozent hinaus abzusehen. Die Verwaltung empfiehlt, den Antrag abzulehnen.
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