Begleitende Unterstützung für Einzelhandel, Gastronomie und sonstige Gewerbe im gesperrten Bereich der Kaiserstraße: Anfrage GRÜNE-Fraktion, KAL-Fraktion
| Vorlage: | 32615 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 08.03.2016 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
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STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Dr. Ute Leidig (GRÜNE) Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) Stadtrat Dr. Eberhard Fischer (KAL) Stadtrat Lüppo Cramer (KAL) vom 25. Juni 2013 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 52. Plenarsitzung Gemeinderat 23.07.2013 1492 33 öffentlich Begleitende Unterstützung für Einzelhandel, Gastronomie und sonstige Gewerbe im gesperrten Bereich der Kaiserstraße 1. Welche Projekte zur Aufwertung und Belebung der Kaiserstraße im für den ÖPNV gesperrten Bereich zwischen Kronen- und Marktplatz plant die Stadtverwaltung (inkl. Stadtmarketing und Kasig), um die Attraktivität des gesperrten Abschnittes zu erhöhen und Kundenströme in den gesperrten Abschnitt zu lenken? Bis wann sind diese Projekte umgesetzt? 2. Gibt es Überlegungen und Pläne, den gesperrten Bereich für Radverkehr sowie Fußgängerinnen und Fußgänger zugänglicher zu machen oder dort andere Personentransportdienste (Rikscha, Kleinbahn o. Ä.) anzubieten? 3. Wie lief die Entwicklung von geeigneten Unterstützungsmaßnahmen für den gesperrten Bereich der Kaiserstraße ab: Welche Maßnahmen wurden von Seiten der Verwaltung den ansässigen Geschäften und Betrieben vorgeschlagen? Welche Maßnahmen schlugen die ansässigen Geschäfte und Betriebe vor, und welche wurden angenommen? Auf Grundlage welcher Kriterien erfolgte die Auswahl der Maßnahmen, und wer war in welcher Weise in den Entscheidungsprozess einbezogen? 4. Welche besonderen Werbemaßnahmen (Anzeigen-, Online-, Plakatwerbung etc.) plant die Verwaltung für die Geschäfte im gesperrten Bereich? 5. Welche Kosten wird die Stadt Karlsruhe für diese Unterstützungsmaßnahmen aufwenden? In welchem Verhältnis (Prozentsatz) steht dies zu den Einsparungen beim Bau der Kombilösung durch die zeitweilige Sperrung der Kaiserstraße? 6. In welcher Höhe stellt die Verwaltung zusätzliche Mittel für die Maßnahmen bereit? Über welches Budget werden diese zusätzlichen Mittel abrechnet? 7. Wie werden die betroffenen Betriebe für die außergewöhnlichen Umsatzeinbußen entschädigt? Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Wie wird eine sehr zügige Abwicklung und damit zeitnahe Zahlung gesichert? Nach welchen Kriterien erfolgt die eventuelle Entschädigung? Welche Kosten kommen dabei voraussichtlich auf die Kasig zu? 8. Welche Konsequenzen, insbesondere bei der Unterstützung von Einzelhandel, Gastronomie und sonstigen Betrieben, wird die Verwaltung aus den Erkenntnissen im jetzt gesperrten Bereich für zukünftige Sperrungen in anderen Abschnitten, z. B. in der Karl-Friedrich-Straße, ziehen? Laut Medienberichten und den Aussagen betroffener Betriebe müssen verschiedene Geschäfte, etwa Einzelhandel und Gastronomie, seit Beginn der Sperrung der Kaiserstraße zwischen Kronenplatz und Marktplatz massive Umsatzeinbußen hinnehmen. Der Bereich ist nicht nur vom Anschluss an den ÖPNV getrennt, auch für Radverkehr sowie Fußgängerinnen und Fußgänger ist der Bereich nur erschwert zugänglich. Die direkt parallel verlaufenden Straßen (Zähringerstraße, Zirkel) werden bisher ebenfalls nicht für eine verbesserte Zugänglichkeit genutzt. Auch visuell ist der Bereich vom Rest der City abgeschottet. Die Medienberichte erwecken außerdem den Eindruck, dass die Verwaltung den ansässigen Betrieben gegenüber Aussagen (Versprechungen) getroffen hat, die umfangreiche und vielseitige Unterstützungsmaßnahmen erwarten ließen und nun ausbleiben. Stand Stellung der Anfrage konnten wir einige Deko-Maßnahmen und den Aufbau eines kleinen Containerpools mit kleiner Umgebung (aber nicht etwa eines „Strands“) feststellen. Die Anfrage soll klären, welche Aussagen von Verwaltungsseite tatsächlich getroffen wurden, welche Maßnahmen zur Unterstützung und zur erhöhten Zugänglichkeit geplant sind und auch wirklich umgesetzt werden, welche Effekte damit angestrebt werden sowie welche Kosten damit einhergehen. Sachverhalt/Begründung: Seite 3 __________________________________________________________________________________________ Besonders wichtig ist uns, welche Konsequenzen aus den bisherigen Erfahrungen mit dieser Abschnittssperrung für die zukünftige Sperrung weiterer Abschnitte, vor allem zwischen Marktplatz und Ettlinger Tor, abgeleitet werden können. Dort droht ja sogar eine Sperrung während mehrerer Zeiträume des Weihnachtsgeschäfts. unterzeichnet von: Dr. Ute Leidig Bettina Lisbach Dr. Eberhard Fischer Lüppo Cramer Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 12. Juli 2013
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STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadträtin Dr. Ute Leidig (GRÜNE) Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) Stadtrat Dr. Eberhard Fischer (KAL) Stadtrat Lüppo Cramer (KAL) vom: 25.06.2013 eingegangen: 25.06.2013 Gremium: 52. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 23.07.2013 1492 33 öffentlich Dez. 4 Begleitende Unterstützung für Einzelhandel, Gastronomie und sonstiges Gewerbe im gesperrten Bereich der Kaiserstraße 1. Welche Projekte zur Aufwertung und Belebung der Kaiserstraße im für den ÖPNV gesperr- ten Bereich zwischen Kronen- und Marktplatz plant die Stadtverwaltung (inkl. Stadtmarke- ting und KASIG), um die Attraktivität des gesperrten Abschnittes zu erhöhen und Kunden- ströme In den gesperrten Abschnitt zu lenken? Bis wann sind diese Projekte umgesetzt? Planung und Umsetzung der folgenden Maßnahmen erfolgen durch eine Arbeitsgruppe „Koopera- tionsmarketing“ unter Beteiligung von Stadtmarketing Karlsruhe GmbH, City Initiative Karlsruhe e. V. und KASIG. Containerpool Seit dem 21. Juni 2013 steht auf dem gesperrten Abschnitt der Kaiserstraße ein Containerpool. Das Projekt ist in seiner Ausführung als Attraktion in einer Einkaufsstraße einmalig in Deutschland. Der Pool umfasst einen Außenbereich mit Holzterrasse und Sitzgelegenheiten, einen Sandkasten, Umkleidemöglichkeiten mit Toiletten und Duschen. Laufzeit: 21. Juni bis 8. September 2013 Sonderaktion KARLSRUHER Für den Zeitraum des Stadtgeburtstags bzw. des Wissenschaftsfestivals EFFEKTE wurde eine Sonderaktion mit KARLSRUHER-Münzen für die gesamte Innenstadt durchgeführt. Den über 60 Anliegern der östlichen Kaiserstraße wurde das Angebot unterbreitet, 400 KARLSRUHER (Wert: 200 €) kostenlos zu erhalten. Die östliche Kaiserstraße wurde zudem im Rahmen der Sonderakti- on gesondert beworben. Laufzeit: 21. bis 30. Juni 2013 Anliegerbauzaunwerbung Die unmittelbar an die Baustellen angrenzenden Unternehmen erhalten die Möglichkeit, eine eige- ne Bauzaunwerbung zu gestalten. Die KASIG organisiert die Anbringung der Banner in Absprache mit dem Bauordnungsamt und der ARGE, das Kooperationsmarketing bezuschusst die Druckkos- ten für die Bauzaunbanner. Laufzeit: bis 15. November Hinweisbeschilderung Den Anliegern der östlichen Kaiserstraße wird angeboten, mit einem Geschäftslogo kostenfrei auf einem Hinweisbanner abgedruckt zu werden. Die Banner hängen nach Beendigung des erforderli- chen Abstimmungsverfahrens mit den Anliegern, dem Bauordnungsamt und der KASIG bzw. der ARGE an den Baustellen Marktplatz und Kronenplatz. Laufzeit: bis 15. November Seite 2 Begrünung der östlichen Kaiserstraße Das Gartenbauamt hat eine Begrünung der Kaiserstraße durch das Projekt „Urban Gardening“ umgesetzt. In Zusammenarbeit mit den „Fächergärtnern Karlsruhe“ wurden sog. „Big Bags“ aufge- stellt und bepflanzt. Zudem wurde der Prototyp der künftigen Sitzbänke für die Kaiserstraße auf- gestellt. Laufzeit: bis 15. November bzw. bis zum Ende der Vegetationsperiode. Vergrößerung der Außengastronomie Alle Anfragen auf Vergrößerung von Außengastronomieflächen werden durch das Ordnungs- und Bürgeramt bearbeitet und, soweit keine ordnungs- und verkehrsrechtlichen Gründe widerspre- chen, genehmigt. Laufzeit: bis 15. November Weitere Maßnahmen werden derzeit abgestimmt (s. Antwort zu Punkt 3). 2. Gibt es Überlegungen und Pläne, den gesperrten Bereich für Radverkehr sowie Fußgänge- rinnen und Fußgänger zugänglicher zu machen oder dort andere Personentransportdienste (Rikscha, Kleinbahn ö. Ä.) anzubieten? Die anliegenden Unternehmen haben sich deutlich gegen eine Freigabe für Radfahrer und/oder die Einführung eines Personentransportdienstes ausgesprochen (s. Antwort zu Punkt 3 bzw. bei- liegende Projektliste). Dieser Vorschlag wurde daher durch das Kooperationsmarketing nicht wei- ter verfolgt. Derzeit ist laut der Satzung über die Sondernutzung der Fußgängerzone tagsüber das Radfahren verboten. 3. Wie lief die Entwicklung von geeigneten Unterstützungsmaßnahmen für den gesperrten Bereich der Kaiserstraße ab: Welche Maßnahmen wurden von Seiten der Verwaltung den ansässigen Geschäften und Betrieben vorgeschlagen? Welche Maßnahmen schlugen die ansässigen Geschäfte und Betriebe vor und welche wurden angenommen? Auf Grundlage welcher Kriterien erfolgte die Auswahl der Maßnahmen und wer war in welcher Weise In den Entscheidungsprozess einbezogen? Mit der Information der anliegenden Unternehmen über die Sperrung der östlichen Kaiserstraße für Straßenbahnen sowie der Einrichtung zweier Baufelder am Marktplatz und am Kronenplatz durch den Oberbürgermeister am 25.03.2013 hat sich die Arbeitsgruppe des Kooperationsmarke- tings intensiv mit der Planung von gezielten Maßnahmen zur Reduzierung der zu erwartenden Beeinträchtigungen für die anliegenden Unternehmen befasst. Um die Unternehmen der östlichen Kaiserstraße in die Maßnahmenplanung einzubeziehen und über die Sperrung zu informieren, wurden zunächst viele Einzelgespräche mit den Unternehmen vor Ort geführt und Interessensgruppen befragt. Im Anschluss erfolgte die Einladung zu einer An- liegerversammlung am 06.05.2013. Die Unternehmen wurden mit dem Anschreiben dazu aufgeru- fen, ihre Ideen für Maßnahmen beim Stadtmarketing einzureichen. Im Rahmen der Anliegerversammlung wurden alle Projekte dargestellt und diskutiert, die das Stadtmarketing bis dato erhalten hatte. Dazu zählen die Ideen der Unternehmen, die Ideen aus der Anliegerinformation des Oberbürgermeisters, Ideen der Stadtverwaltung sowie die Ideen des Kooperationsmarketings (s. Anlage). Zum Abschluss der Diskussionen wurden die Projekte von den anwesenden Anliegern durch Punktevergabe bewertet, wodurch eine erste Gewichtung der Maßnahmen erzielt werden konnte. In Bezug auf die Umsetzung der Projekte wurde dargelegt, dass zunächst ein weiterer Abstim- mungsprozess unter Beteiligung des Lenkungsausschusses des Kooperationsmarketings und der Stadtverwaltung erfolgen muss. Seite 3 Die abgestimmte Projektliste wurde anschließend im Lenkungsausschuss des Kooperationsmar- ketings beraten und ebenfalls inhaltlich bewertet. Die Bewertung des Lenkungsausschusses be- zog sich dabei insbesondere auf eine möglichst schnelle Umsetzbarkeit sowie ein möglichst aus- gewogenes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Die abgestimmte Liste, unterteilt in drei Kategorien, liegt dieser Antwort als Anlage bei. Aus dieser Liste geht auch hervor, welche Maßnahmen bereits umgesetzt wurden bzw. in Planung sind. Die durch die Anlieger und den Lenkungsausschuss Kooperationsmarketing abgestimmte Projekt- liste ging Mitte Mai der Stadtverwaltung zur weiteren Abstimmung zu. Parallel wurde mit der Um- setzung der Maßnahmen begonnen, die im Rahmen bestehender Projekte der AG Kooperations- marketing möglich waren. Mit der Umsetzung des Containerpools wurde am 17.05.2013 begon- nen. Das Stadtmarketing wurde Mitte Juni um die Entwicklung weiterer Maßnahmen, insbesondere für den Zeitraum nach Beendigung des Projektes Containerpool gebeten. Parallel erfolgte die Zusage für 40.000 € Projektmittel, die aus Marketingmitteln der KASIG bereitgestellt wurden. Die neuen Maßnahmen gingen der Verwaltung am 19.06.2013 zu. Bei diesen Maßnahmen handelt es sich um erste Projektskizzen, die zum einen einer erweiterten Machbarkeits- und Finanzie- rungsprüfung bedürfen und insbesondere sowohl mit den Anliegern als auch mit dem Lenkungs- ausschuss des Kooperationsmarketings und den entsprechenden Fachämtern abgestimmt werden müssen. 4. Welche besonderen Werbemaßnahmen (Anzeigen-, Online-, Plakatwerbung etc.) plant die Verwaltung für die Geschäfte im gesperrten Bereich? Die Projektumsetzung durch die Arbeitsgruppe des Kooperationsmarketings beinhaltet projektbe- zogene Werbemaßnahmen für die östliche Kaiserstraße. Diese umfassen Plakatwerbung, Anzei- gen und Radiospots. 5. Welche Kosten wird die Stadt Karlsruhe für diese Unterstützungsmaßnahmen aufwenden? In welchem Verhältnis (Prozentsatz) steht dies zu den Einsparungen beim Bau der Kom- bilösung durch die zeitweilige Sperrung der Kaiserstraße? 6. In welcher Höhe stellt die Verwaltung zusätzliche Mittel für die Maßnahmen bereit? Über welches Budget werden diese zusätzlichen Mittel abgerechnet? Der Lenkungsausschuss des Kooperationsmarketing hat 45.000 € und die KASIG 40.000 € für Sondermaßnahmen bereitgestellt. Darüber hinaus werden geschätzte 20.000 – 30.000 € durch die besondere Einbeziehung der östlichen Kaiserstraße in Projekte der AG Kooperationsmarketing eingesetzt (Beispiel: Nutzung des Straßenraums als Veranstaltungsfläche beim Stadtfest). Die Mittel werden über die AG Kooperationsmarketing abgerechnet. Über etwaige Kosten bzw. Einsparungen, die durch die Sperrung und die Bauzeitverkürzung ent- stehen, können nach Abstimmung mit der KASIG erst nach Abschluss der Bauarbeiten Aussagen getroffen werden. Seite 4 7. Wie werden die betroffenen Betriebe für die außergewöhnlichen Umsatzeinbußen entschä- digt? Wie wird eine sehr zügige Abwicklung und damit zeitnahe Zahlung gesichert? Nach welchen Kriterien erfolgt die eventuelle Entschädigung? Welche Kosten kommen dabei vo- raussichtlich auf die KASIG zu? Die durch das Baustellengeschehen betroffenen Betriebe (Betriebsstätte befindet sich in einer max. Entfernung von ca. 90 m zum Baufeld, je nach Ausprägung der Baustelle und den örtlichen Gegebenheiten) können auf Antrag am Entschädigungsmanagement der KASIG teilnehmen, so wie es auch bei den bisherig Betroffenen bereits praktiziert wurde. Sollte es zu außergewöhnlich starken Umsatzrückgängen kommen, besteht bei damit einherge- henden Existenznöten auch hier prinzipiell die Möglichkeit, diese der KASIG darzulegen (Auswer- tungen der steuerlich erfassten Buchhaltung), um Existenzsicherungsgelder zu erhalten - welche selbstverständlich mit künftigen Entschädigungszahlungen verrechnet werden. Maßgebend ist stets der baustellenbedingte Rohertragsrückgang abzüglich eines Eigenanteils, dessen Höhe sich nach dem Betroffenheitsgrad richtet (zwischen 20 % und 50 %, je nach Entfer- nung zum Baufeld). Bisher wurden keine Entschädigungsanträge von Betrieben gestellt, die sich im Bereich zwischen Kaiserstraße 52 und der Kronenstraße befinden. Sollten entsprechende Anträge eingehen, wird seitens der KASIG geprüft werden, ob Entschädigungen nach den rechtlichen Vorgaben gewährt werden können. Eine Aussage zum hiesigen voraussichtlichen Entschädigungsvolumen kann nicht getroffen wer- den, da dies von den absoluten Zahlen der Rohertragsrückgänge abhängt. Hier ist das Ertragsvo- lumen des jeweiligen Antragstellers von entscheidender Bedeutung. 8. Welche Konsequenzen, insbesondere bei der Unterstützung von Einzelhandel, Gastrono- mie und sonstigen Betrieben, wird die Verwaltung aus den Erkenntnissen im jetzt gesperr- ten Bereich für zukünftige Sperrungen in anderen Abschnitten, z. B. In der Karl-Friedrich- Straße, ziehen? Für die Umsetzung von wirksamen Maßnahmen bedarf es einer geeigneten Vorlaufzeit vor der angedachten Sperrung. Insbesondere bei Maßnahmen in einem sensiblen Umfeld wie der Kaiser- straße - dies bezieht sich sowohl auf die Situation für die Anlieger als auch auf den öffentlichen Raum als Nutzungsfläche - ist die Vorlaufzeit essenziell. Im Falle der östlichen Kaiserstraße war dieser Vorlauf sehr gering, da die Sperrung des Abschnitts ursprünglich nicht geplant war.
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Finanzielle Entlastung der Anlieger A Verzicht auf Gebühren für Außengastronomie, Warenauslage, Aufsteller Ein Vorschlag der Unternehmen aus der Anliegerversammlung. Die Stadtverwaltung soll während der Bauphase bis zum 15. November auf die Erhebung von Gebühren, die für die Nutzung der öffentlichen Flächen für Außengastronomie, Werbeaufsteller, Warenauslagen etc. anfallen, verzichten. Bereits erhobene Gebühren sollen für die Dauer der Baumaßnahmen erstattet werden. 16 Punkte + Ja Die AG Kopra befürwortet den Gebührenverzicht. Die Anlieger können dadurch schnell und unbürokratisch von laufenden Kosten entlastet werden. Zusätzliche Werbung und Warenaufsteller sowie vergrößerte Außengastronomieflächen können zur Belebung beitragen. A Swimmingpool im Container Auf der Aktionsfläche soll während der Sommermonate ein "Containerpool" zum baden aufgebaut werden. Dieser Swimmingpool in einem umgebauten Seecontainer kann gebrauchsfertig mit allen notwendigen technischen Vorrichtungen gemietet/gekauft werden. Neben den Kosten für Miete/Kauf müssen noch Personalkosten (Bademeister) sowie Kosten für das Umfeld bedacht werden (Umkleide/Duschcontainer). 16 Punkte + Ja Die AG Kopra befürwortet das Projekt. Es hat einen hohen "Neuigkeitsfaktor" sowie ein hohes Social Media Marketing Potential und kann dadurch eine relevante Frequenzsteigerung erzeugen. Zu prüfen ist der Ankauf eines Containers. So könnte das Projekt auch nachhaltig genutzt werden, in dem der Container bspw. an eine Jugendeinrichtung gestiftet wird. A Nutzung der Kaiserstraße bei bestehenden Veranstaltungen des Kooperationsmarketings Die Aktionsfläche soll als Veranstaltungsfläche in die bestehenden Veranstaltungen des Kooperationsmarketings eingebunden werden. Bis November besteht die Option auf die Einbindung als Spielort "Karlsruhe klingt - music to go" und auf die Einbindung beim Karlsruher Stadtfest. 16 Punkte + Ja Das Kooperationsmarketing wird seine Veranstaltungen in jedem Fall auf die östliche Kaiserstraße ausdehnen. Um insbesondere beim Stadtfest zusätzliche Formate zu realisieren und eine reine Verlagerung zu vermeiden, ist ein zusätzliches Budget erforderlich. A Einzelveranstaltungen der Anlieger /Anwohner Durchführung von einzelnen Veranstaltungen, die von/mit den Anliegern organisert werden. Die eigenverantwortlich durchgeführten Veranstaltungen werden finanziell bezuschusst. Von den Anliegern bereits genannte Formate sind Modenschauen, ein "Sommerdorf" und ein Straßenfest für Anlieger und Anwohner. 16 Punkte + Offen Die AG Kopra befürwortet die Durchführung von Einzelveranstaltungen der Anlieger. Durch die Förderung der Maßnahmen kann die Eigenverantwortung, die Kooperation und Kreativität der Anlieger gefördert werden. Voraussetzung einer Förderung ist aus Sicht der AG Kopra insbesondere die Durchführung der Veranstaltung im öffentlichen Raum. Aufwertung des öffentlichen Raums/ der Baustellen A Begrünung der Kaiserstraße/Urban Gardening Der gesperrte Bereich soll stärker begrünt werden. Dafür kommen mehrere Bausteine in Frage. Konkrete Anfragen liegen für die Aufstellung der Oleander-Kübel vor, die normalerweise vor dem Rathaus stehen und für eine "Urban Gardening" Aktion. Bei dieser werden 1x1 m große "Einkaufstaschen" aus Kunststoff bepflanzt. Die Durchführung wird durch die Gruppe "Fächergärtner" geregelt, die in engem Kontakt zum GbA stehen. Weitere denkbare Maßnahmen sind Blumenampeln an den Strommasten etc. 12 Punkte + Ja Die AG Kopra befürwortet die Aufwertung der Aktionsfläche mit zusätzlicher Begrünung sehr. Insbesondere das "Urban Gardening" solllte umgesetzt werden. Hier sprechen alle Faktoren dafür: Freiwillige Akteure, die vor Ort für die Umsetzung sorgen, geringe Investitionskosten und die optische Aufwertung des Umfelds. Zudem ist "Urban Gardening" u.a. durch die Prinzessinengärten in Berlin ein viel beachtetes Thema mit hohem Sponsoring-Potential und hoher Social Media Marketing Affinität. Die angegebenen Kosten beziehen sich daher auf das "Urban Gardening". Das Dezernat 6 hat bereits Interesse bekundet den gesperrten Abschnitt mit weiteren Maßnahmen zu begrünen sowie die Möblierung zu ergänzen. A Hinweisbanner am Kronen- und Marktplatz Die Hinweisbanner sollen an möglichst prägnanten Stellen am Marktplatz und am Kronenplatz aufgehängt werden. Botschaft: "Wir sind weiterhin für Sie da!" Die Montage ist abhängig von vorhandenen Befestigungsmöglichkeiten sowie der Oberleitungen. 11 Punkte + Offen Die AG Kopra befürwortet die Anbringung der Banner. Sie bieten eine kostengünstige Möglichkeit der Hinweisbeschilderung für die östliche Kaiserstraße. A Bauzaunwerbung Auf den Bauzäunen der Baustellen am Marktplatz und am Kronenplatz können zwei Formate der Bauzaunwerbung realisiert werden: Anliegerbauzaunwerbung für Geschäfte die einen Bauzaun unmittelbar vor dem Ladenlokal haben und eine Hinweisbeschilderung, wie sie bereits an anderen Baustellen praktiziert wird. 10 Punkte + Ja Die AG Kopra befürwortet die Bauzaunwerbung. Anlieger, die für die Anliegerbauzaunwerbung in Frage kommen, werden bereits über das entsprechende Projekt des Kooperationsmarketings/ Stadtmarketings eingebunden. Hier geht es um die Produktion der Hinweisbeschilderung, für die ein zusätzliches Budget erforderlich ist. Aktionen/ Veranstaltungen vor Ort A Verlegung Wochenmarkt Die Markthändler des Wochenmarktes bzw. Blumenmarktes am Kronenplatz und am Marktplatz sollen das Angebot bekommen ihre Stände auf die Aktionsfläche der Kaiserstraße zu verlegen. Das Marktamt unterstützt die Verlegung. 7 Punkte + Nein Die AG Kopra begrüßt die Überlegungen des Marktamtes, den Marktbeschickern eine Verlagerung der Marktstände auf die Kaiserstraße anzubieten. Sollte dies möglich sein, ohne in Konflikt mit den anderen geplanten Maßnahmen zu kommen, könnte dies zumindest an den Markttagen zusätzliche Frequenz erzeugen. Kundenbindungs- maßnahmen A KARLSRUHER 5:1 Aktion Eine Sonderaktion mit KARLSRUHER-Münzen für alle Anlieger. Während der Bauphase können die Anlieger die Münzen im Verhältnis 5:1 über das Kooperationsmarketing erwerben und an Ihre Kunden weitergeben. Somit können Kosten für Parkgebühren oder KVV-Tickets im Gegenwert von bis zu 2,50 € erstattet werden. Der Eigenanteil der Unternehmen liegt bei 0,50€. 5 Punkte + Ja Die AG Kopra befürwortet die Durchführung einer Sonderaktion des KARLSRUHER. Hier kann schnell und unbürokratisch ein Anreiz für Kunden geschaffen werden. Kategorie A: Positive Bewertung der anliegenden Unternehmerschaft und Empfehlung des Kooperationsmarketings Aktionen/ Veranstaltungen vor Ort Marketing- maßnahmen KategorieProjektbezeichnungProjekterläuterung Bewertung Anlieger Priorisierung AG Kopra Bewertung durch Lenkungsausschuss AG Kooperationsmarketing (AG Kopra) Umgesetzt/in Planung Stadtmarketing Karlsruhe GmbH Projektliste " östliche Kaiserstraße" -Stand: 15.05.2013 KategorieProjektbezeichnungProjekterläuterungBewertung durch Lenkungsausschuss AG Kooperationsmarketing (AG Kopra) B Kinderattraktionen Ein Vorschlag der Unternehmen aus der Anliegerversammlung. Der öffentliche Raum soll für die Einrichtung von Kinderattraktionen genutzt werden. Beispielsweise für einen Spielbereich mit Sandkasten etc. 2 Punkte + Nein Die AG Kopra befürwortet die Einrichtung von Kinderattraktionen. Derzeit gibt es im Innenstadtbereich lediglich am Platz St. Stephan einen Spielplatz. Allerding sollten die Attraktionen mit weiteren Maßnahmen (Begrünung, Containerpool) räumlich in Bezug stehen. B "Ampel"-Kennzeichnung der Baufelder zum Baufortschritt und zwei "Bauphasen-Uhren" an den Baustellen. Visualisierung des Baufortschritts für Kunden und Anlieger. Darstellung des Fortgangs der Arbeiten durch die farbliche Kennzeichnung der Baustellenbereiche (rot, gelb, grün) bzw. durch die Aufstellung einer Uhr, um den Baufortschritt anzuzeigen. Hierbei ist die Darstellung des 15. November 2013 als Datum der Fertigstellung wichtig. 0 Punkte + Nein Die AG Kopra befürwortet die Visualisierung des Baufortschritts auf den Baustellen sehr. Die vor Ort tätige Baufirma hat bereits eine Kooperation signalisiert. Sie würde zwei Bildschirme installieren, auf denen der Baufortschritt an Hand der Darstellung der Bauphasen abzulesen ist. Dafür sollten entsprechende Mittel bereitgestellt werden. B Werbekostenzuschuss für Anliegergemeinschaften Für die Durchführung von Werbemaßnahmen (Anzeigen, Radiowerbung), die von anliegenden Unternehmen in Kooperation durchgefüht werden, wird ein Zuschuss gezahlt. Die Kooperation muss dabei keinen formalen Charakter haben. Es können auch zweckgebundene Kooperationen, bspw. von Unternehmen der gleichen Branche, gefördert werden. 0 Punkte + Nein Die AG Kopra wird die bestehenden Maßnahme des Kooperationsmarketings zur Förderung von Werbeaktionen für von Baustellen betroffenen Anliegern auf die östliche Kaiserstraße erweitern. Die bisherige Praxis, das nur unmittelbar betroffene Unternehmen die Förderung erhalten, wird auf die gesamte östliche Kaiserstraße ausgeweitet. Dafür sind zusätzliche Mittel notwendig, die das bestehende Budget des Koperationsmarketings ergänzen. B Pendelverkehr mit Rikschas Zwischen den Haltestellen Kronenplatz und Marktplatz wird an den Wochenenden (Fr.&Sa.) ein Pendelverkehr angeboten, der den Fußweg zwischen den Plätzen überbrücken soll. Wichtig ist, dass die Rikschas die engen Baustellenbereiche umfahren (bspw. auf der Zähringerstraße). 0 Punkte + Nein Die AG Kopra befürwortet die Einrichtung eines Pendelverkehrs mit Rikschas. Die Maßnahme verspricht ein hohes Werbepotential. Die Fahrten müssen kostenfrei angeboten werden und sollten mindestens an jedem Freitag und Samstag während der Geschäftszeiten laufen. B Werbekampagne für die östliche Kaiserstraße Dieser Vorschlag aus der Anliegersitzung sieht vor, eine Kampagne zu entwickeln, die die östliche Kaiserstraße insgesamt und die ansässigen Unternehmen individuell berücksichtigen soll. Als konkrete Maßnahmen wurde die Straßenbahnwerbung, Kinowerbung und Anzeigen genannt. 12 Punkte - Nein Die AG Kopra hält diesen Vorschlag für nicht zielführend. Die östliche Kaiserstraße hat aufgrund ihres Besatzes an Einzelhandelsgeschäften, Dienstleistern und Gastronomen keine ausreichende Qualität, um eine umfangreiche und kostspielige Werbekampagne zur Frequenzsteigerung realisieren zu können. Die werblichen Maßnahmen sollten sich vielmehr auf die Aktionen fokussieren, die dort bis November stattfinden. B Bühne für Konzerte (Band-Contest, Open Stage etc.), Musikgruppen (Walking Acts) Durch den regelmäßigen Einsatz von Walking Acts oder einer Bühne, die regelmäßig von Musikern bespielt wird, soll die Atmosphäre in der Kaiserstraße positiv beeinflusst und die Kundenfrequenz erhöht werden. Hinweis: Für die Durchführung eines Programms von bis zu einer Woche, liegt ein Kooperationsangebot von Musik Schlaile vor. 4 Punkte - Offen Die AG Kopra sieht den regelmäßigen Einsatz von Musikgruppen etc. kritisch. Wie auch bereits seitens des Ordnungsamtes auf der Anligerversammlung erwähnt, haben diese Maßnahmen hohes Konfliktpotential mit den weiteren Anliegern der Kaiserstraße (Wohnen/Büros), die sich durch die Musik gestört fühlen könnten. Zudem ist nicht zu erwarten, dass es zu einer signifikanten Steigerung der Frequenz kommt. Das vorliegende Angebot von Musikhaus Schlaile sollte aber berücksichtigt werden. Es kann bspw. beim Stadtfest zum Einsatz kommen. Kategorie B: Positive Bewertung der anliegenden Unternehmerschaft oder Empfehlungen des Kooperationsmarketings Bewertung Anlieger Priorisierung AG Kopra Umgesetzt/ in Planung Stadtmarketing Karlsruhe GmbH Projektliste "östliche Kaiserstraße" Stand: 15.05.2013 C Internet-Infoseite mit kostenloser Werbung seitens der betroffenen Firmen Für die anliegenden Unternehmen soll eine eigene Website eingerichtet werden, die kostenfrei für Werbemaßnahmen genutzt werden kann. 1 Punkt - Nein Die AG Kopra hält die Einrichtung einer Werbe-Website für nicht zielführend. Das Aufsetzten einer Website ohne weitere Inhalte, hat keinen nachhaltigen Werbewert. Vielmehr müssen für die geplanten Aktionen die bestehenden Online-Kanäle der anliegenden Unternehmen sowie insbesondere von Stadtmarketing, KASIG und City Inititaive intensiv genutzt werden. C Teststrecke für E-Bikes Auf der Aktionsfläche soll eine Teststrecke für E-Bikes eingerichtet werden. Als Kooperationspartner hat sich OrangeBikeConcept (Partner des e-Mobilitätszentrums) angeboten. Die Teststrecke kann über einen längeren Zeitraum betrieben werden, wofür beim Partner Personalkosten anfallen würden. 0 Punkte - Nein Die AG Kopra hält diesen Vorschlag für nicht zielführend. Die Argumentation der Anlieger hinsichtlich des Konfliktpotentials mit den Passanten ist nachvollziehbar. Zudem bietet das Projekt wenig Werbepotential zur Steigerung der Kundenfrequenz. Zu überlegen ist aber die Einbindung des Partners in sonstige Veranstaltungen auf der Kaiserstraße (Stadtfest). C Biergarten Auf der Aktionsfläche soll ein Biergarten eingerichtet werden, der über die Dauer der Baumaßnahme betrieben werden soll. Für die Einrichtung und den Betrieb muss ein Gastronom/eine Brauerei gewonnen werden. 0 Punkte - Nein Die AG Kopra schließt sich der Bewertung der Anlieger an. Der Aufwand für den Betrieb eines Biergartens in Relation zur Betriebsdauer ist enorm hoch. Des Weiteren ist der Flächenbedarf ist sehr hoch. Zudem wird eine zusätzliche Konkurrenzsituation für die anliegenden Gastronomen geschaffen. C Tagesveranstaltungen für die Bespielung der gesamten Aktionsfläche Auf der Aktionsfläche sollen mehrere größere Einzelveranstaltungen durchgeführt werden, die für eine Frequenzsteigerung auf der Kaiserstraße sorgen sollen. Für eine wirkungsvolle Vermarktung wäre es vorteilhaft, eine Veranstaltungsreihe zu organisieren (mind. eine Veranstaltung pro Monat). 0 Punkte - Nein Die AG Kopra sieht die Durchführung größerer Einzelveranstaltungen kritisch. Sie bieten zwar ein hohes Potential zur Frequenzsteigerung, aufgrund der Größe der Aktionsfläche sowie dem Aufwand für Marketingmaßnahmen, müsste aber ein erhebliches Budget bereitgestellt werden. Weiterer Kostenfaktor ist die Einbindung externer Agenturen, ohne die eine Veranstaltungsreihe nicht realisierbar ist. Die hohen Kosten stehen in schlechter Relation zur temporären Wirkung von Werbeleistung und Frequenzsteigerung. Kategorie C: Negative Bewertung der anliegenden Unternehmerschaft und Ablehnung des Kooperationsmarketings Bewertung durch Lenkungsausschuss AG Kooperationsmarketing (AG Kopra)KategorieProjektbezeichnungProjekterläuterung Bewertung Anlieger Priorisierung AG Kopra Umgsetzt/in Planung Stadtmarketing Karlsruhe GmbH Projektliste "östliche Kaiserstraße" Stand: 15.05.2013