Anfrage FDP: Innenentwicklungspotentiale für die Industriegebiete: An der Roßweid, Am Storrenacker und Auf der Breit

Vorlage: 31989
Art: Beschlussvorlage
Datum: 09.04.2013
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Durlach

Beratungen

  • Ortschaftsrat Durlach

    Datum: 10.04.2013

    TOP: 9

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • TOP 9, Antrag
    Extrahierter Text

    ANFRAGE FDP-Fraktion 7.2.2013 Gremium: Termin: TOP: Verantwortlich: Ortschaftsrat Durlach 10.04.13 9 öffentlich Wirtschaftsförderung Innenentwicklungspotentiale für die Industriegebiete: An der Roßweid, Am Storrenacker und Auf der Breit Immer wieder wird von der Stadt Karlsruhe und vom Gemeinderat ( z.B. die Stellungnahme der FDP-Fraktion zum Haushalt 2013/14 ) betont, dass Flächen für Gewerbegebiete fehlen und diese insbesondere im Osten und in der Nähe der Autobahn attraktiv wären. Die dort bestehenden Grünflächen sind aber auch extrem wichtig für die Versorgung mit Frischluft. Erstaunlicherweise stehen ausgerechnet in den an der A5 angesiedelten Gewerbegebieten - Am Storrenacker, An der Roßweid und Auf der Breit - Industriegebäude und Büros leer und sind nach Auskunft der Stadt nur schwer wieder für Unternehmen zu vermarkten. Zudem wurde in den genannten Gebieten ausgesprochen großzügig mit der knappen Ressource Grund und Boden umgegangen und das Gelände nicht befriedigend genutzt. Bevor weiteres Grüngelände als Gewerbegebiet ausgewiesen wird, sollte eine eingehende Untersuchung der Innenentwicklungspotentiale der genannten Gebiete vorgenommen werden. So könnte sich die Möglichkeit eröffnen, dass das bereits bestehende Industriegelände besser genutzt würde und dafür die für den Klimaausgleich wichtige Grünfläche erhalten bliebe. - 2 - Fragen: Wieso stehen in diesem angeblich so attraktiven und autobahnnahen Gebiet Gebäude und Büros leer, obwohl Gewerbeflächen in Karlsruhe dringend gesucht werden? Wie groß sind die Leerstände in den erwähnten Gebieten, seit wann stehen sie leer? Werden entsprechende Innenentwicklungspotentiale untersucht und wie sehen sie aus? Gibt es Konzepte der Stadt, wie eine bessere Vermietung und Vermarktung dieser Gebiete realisiert werden könnte ohne dass zusätzliches Gelände verbraucht wird. gez.: Dr. Angelika Fink-Sontag, Prof. Dr. Jan Kowalski, Dr. Horst Dilger, Dipl.-Ing. Günther Malisius

  • TOP 9, STELLUNGNAHME
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zur Anfrage FDP-OR-Fraktion vom: 07.02.13 eingegangen: 07.02.13 Gremium: Ortschaftsrat Durlach Termin: TOP: Verantwortlich: 10.04.13 9 öffentlich Wirtschaftsförderung Innenentwicklungspotentiale für die Industriegebiete: An der Roßweid, Am Storrenacker und Auf der Breit Wieso stehen in diesem angeblich so attraktiven und autobahnnahen Gebiet Gebäude und Büros leer, obwohl Gewerbeflächen in Karlsruhe dringend gesucht werden? Wie in anderen Gewerbegebieten auch, werden sich auch im gesamten Bereich Nordost Leer- stände nie ganz vermeiden lassen. Dabei handelt es sich größtenteils um dicht bebaute Grundstü- cke, für die aufgrund der speziellen Ausrichtung auf die früheren Nutzer nur schwer ein Käufer zu finden ist. Wie überall stellt sich hier das Problem, dass die bestehenden Gebäude für den Eigen- tümer einen Wert darstellen, den er mit dem Kaufpreis entschädigt bekommen möchte. Für den Käufer jedoch sind die Gebäude meist unbrauchbar und stellen demnach eher eine Wertminde- rung des Grundstücks dar. Die Verhandlungen, sowohl bei bebauten und unbebauten Grundstü- cken, scheitern oft an nur mäßigem Verkaufsinteresse und weit auseinander liegenden Preisvor- stellungen. Hinzu kommt, dass leer stehende Büroflächen oft nicht mehr den Anforderungen der Nutzer z. Bsp. in energetischer Hinsicht, entsprechen. Ein fast vollständig überbautes Objekt Am Storrenacker wurde nach jahrelangem Leerstand nun an eine Firma verkauft, die das Objekt selbst nutzen wird. Diese Firma kann die vorhandenen Gebäude für ihre Zwecke umbauen. Wie groß sind die Leerstände in den erwähnten Gebieten, seit wann stehen sie leer? Die Leerstände bewegen sich nach den vorliegenden Informationen in einem für Gewerbegebiete üblichen Rahmen. Der Leerstand beträgt bei Büroflächen: 11.436 m² (96 % werden aktuell über die Vermittlungsdatei der Wifö angeboten) Hallenflächen: 7.801 m² (6 Objekte, 5 werden über die Vermittlungsdatei der Wifö angeboten) Unbebauten Flächen: 12.526 m² (1 Grundstück mit 11.626 m², dass vom Eigentümer zum Verkauf angeboten, aber zurzeit noch selbst genutzt wird). Werden entsprechende Innenentwicklungspotentiale untersucht und wie sehen sie aus? Innenentwicklungspotenziale wurden anhand des aktuellen Gewerbeflächengutachtens (2012) untersucht, bewertet und Handlungsempfehlungen daraus abgeleitet. Für die angesprochenen Gewerbegebiete wurden grundstücksscharfe "Steckbriefe" erstellt. Betrachtet wurden dabei z.B. Flächenpotentiale, Städtebau, Infrastruktur und Verkehr. Seite 2 Gibt es Konzepte der Stadt, wie eine bessere Vermietung und Vermarktung dieser Gebiete realisiert werden könnte ohne dass zusätzliches Gelände verbraucht wird? Das Gebiet ist nahezu vollständig bebaut. Die Stadt Karlsruhe hat dort keine verfügbaren Flächen mehr. Bei den noch unbebauten Flächen handelt es sich um Erweiterungsflächen ansässiger Fir- men oder sonstige private Grundstücke. Durch intensive liegenschaftliche Bemühungen konnte eine schlecht geschnittene "Restfläche" für die Verlagerung der Fa. Vollack auf der Breit in Wert gesetzt werden. Beispiele für zeitgemäße Grundstücksaktivierungen sind die Firma Barco in der Greschbachstra- ße, die durch den Abriss einer Tennishalle neue Büroräume geschaffen hat und der Neubau des Konzernhauses der Firma Züblin An der Tagweide. Die meisten der leerstehenden Objekte werden über die Vermittlungsdatei, die die Wirtschaftsför- derung seit vielen Jahren führt, angeboten. Auch zu den anderen Grundstückseigentümern hat die Wirtschaftsförderung Kontakt mit Interessenten hergestellt und versucht Interessenten zu vermit- teln. Die Wirtschaftsförderung wird, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, ein Büro beauftragen Kon- zepte zum ressourcenoptimierten Gewerbeflächenmanagement zu erarbeiten. Erste Gespräche hierzu haben bereits stattgefunden.