Antrag GRÜNE: Geplante Einstellung der Linie 2
| Vorlage: | 31988 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 09.04.2013 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Durlach, Rintheim, Wolfartsweier |
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Stadtamt Durlach ANTRAG B 90/Die Grünen-OR-Fraktion vom 26.03.2013 Gremium: Termin: TOP: Verantwortlich: Ortschaftsrat Durlach 10.04.2013 8 öffentlich KVV Geplante Einstellung der Linie 2 Laut einer Pressemitteilung des KVV soll die Linie 2 während der großen Kaiserstraßenumleitung in den Monaten April bis etwa November im östlichen Abschnitt eingestellt werden. Die Bewohner des südöstlichen Teiles von Durlach und der Stadtteile Durlach-Aue und Wolfartsweier müssen in dieser Zeit auf diese die Innenstadt anbindende Linie verzichten. Ohnehin ist die Vollsperrung der Kaiserstraße trotz aller Begründung nicht unbedingt nachvollziehbar, triff sie doch einseitig die Benutzer des öffentlichen Verkehrs. Dabei wurde vor Beginn der Baumaßnahmen angekündigt, dass die Kaiserstraße während der gesamten Bauzeit für den Straßenbahnverkehr geöffnet bleibt und dass immer nur ein Südabzweig gesperrt wird. Nun müssen die Bewohner der genannten Gebiete, neben diesen Umleitungsverkehren, auch noch zusätzliches Umsteigen in Kauf nehmen, was zu noch längeren Fahrzeiten führen wird. Von den VBK/dem KVV ist geplant, die Linie 2 an der Haltestelle Tivoli enden zu lassen. Dies wird damit begründet, dass Streckenabschnitte während des Umleitungsverkehrs entlastet werden müssen. Wir sehen aber keinen Grund warum die Linie 2 nicht über die Rüppurrer Straße und den Kronenplatz weiter auf ihrem bisherigen Linienweg nach Wolfartsweier geführt werden kann. Die durch den Umleitungsverkehr am meisten belasteten Abschnitte, die Baumeisterstraße mit drei Linien im 10-Min-Takt und einer Linie im 20-Minuten- Takt sowie dem Abschnitt Karl-Friedrich-Str. bis Marktplatz mit fünf und einer halben Linie würden von einer Linie 2 über die Rüppurrer Straße und Fritz-Erler-Str. gar nicht tangiert. Auch die zusätzliche Belastung der Kreuzung am Mendelsohnplatz hält sich in Grenzen. Eine zusätzliche Straßenbahnquerung würde den Autoverkehr auf der Kriegsstraße höchstens um eine halbe Minute verzögern. Demgegenüber bedeutet die Einstellung der Linie 2 eine Verlängerung der Fahrzeit um mehr als zehn Minuten. Es sprechen deshalb viele Gründe gegen die Einstellung. Wir Seite 2 __________________________________________________________________________________________ schlagen deshalb vor diese Linie über die Rüppurrer Straße zum Hauptbahnhof und weiter zum ZKM zu führen. Dabei könnte sogar der gegenwärtige Fahrplan beibehalten werden. Wir stellen deshalb für die kommende Ortschaftsratssitzung folgenden Antrag: Der Ortschaftsrat Durlach lehnt die vorgesehene Einstellung der Linie 2 im Ostabschnitt während der vorgesehenen Umleitung in der Kaiserstraße ab und schlägt stattdessen vor, die Linie 2 nicht an der Haltestelle Tivoli enden zu lassen, sondern über die Rüppurrer Straße, Kronenplatz auf dem bisherigen Linienweg weiter bis Wolfartsweier zu führen. gez. OR Gerhard Stolz Martin Pötzsche Ralf Köster Winnie Kratzmeier-Fürst Dietmar Maier Dr. Heike Puzicha-Martz
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Gremium: Ortschaftsrat Durlach STELLUNGNAHME zum Antrag B 90/Die Grünen-OR-Fraktion vom: 26.03.2013 eingegangen: 26.03.2013 Termin: TOP: Verantwortlich: 10.04.2013 8 öffentlich VBK Geplante Einstellung der Linie 2 Zur Beschleunigung des Bauablaufs der Kombilösung beabsichtigt die KASIG die Sperrung der Kaiserstraße im Abschnitt zwischen Kronenplatz und Marktplatz für den Bahnverkehr im Zeitraum 29.04. bis Mitte November 2013. Der Oberbürgermeister hat dem Vorhaben der KASIG zugestimmt. Zur Sicherstellung der Leistungsfähigkeit der Knotenpunkte auf der Umleitungsstrecke und zur Begrenzung der Belastung betroffener Anwohner muss das Liniennetz in diesem Zeitraum angepasst werden. Dies umfasst auch die Einstellung von Linien im östlichen Stadtgebiet und eine entsprechende Ersatzbedienung durch ande- re Linien. Im Raum Durlach betrifft dies die Linie 2. Diese ist im Abschnitt Hauptbahnhof – Wolfartsweier einge- stellt. Dafür verkehrt die Linie 8 im Anschluss an die Linie 1 im Zeitraum der Umleitung ganztägig zu den Zeiten und in den Takthäufigkeiten der Linie 2. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch: Städtischen Haushalt Investitionspauschale Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Zur Beschleunigung des Bauablaufs der Kombilösung beabsichtigt die KASIG die Sperrung der Kaiserstraße im Abschnitt zwischen Kronenplatz und Marktplatz für den Bahnverkehr im Zeitraum 29.04. bis Mitte November 2013. Der Oberbürgermeister hat dem Konzept zur Be- schleunigung des Bauablaufs samt der damit verbundenen Sperrung zugestimmt. Zur Sicherstellung der Leistungsfähigkeit der Knotenpunkte auf der Umleitungsstrecke und zur Begrenzung der Belastung betroffener Anwohner muss das Liniennetz in diesem Zeit- raum angepasst werden. Während der Dauer der Umleitung müssen alle Linien zwischen der Innenstadt und dem östlichen Stadtgebiet über den Knotenpunkt Rüppurrer Straße/ Baumeisterstraße verkehren. Als maximal mögliche Belastung werden dabei höchstens 5 Linien angesehen, zumal der Knoten auch zusätzliche Belastungen aus verlagertem Indivi- dualverkehr infolge der Baustelle auf der A5 verkraften muss. Auch die Knotenpunkte Kriegsstraße/Fritz-Erler-Straße und Kreisel Wolfartsweierer Straße verkraften in Verbindung mit dem zu erwartenden Verkehrsaufkommen nur eine begrenzte Zahl von Zugfahrten, ohne dass es zu Behinderungen im Bahnverkehr kommt, die die Pünktlichkeit und Stabilität des Bahnverkehrs massiv beeinträchtigen. Auch in der Baumeisterstraße, die als einzige Ost- West-Achse südlich der Kaiserstraße einen wesentlichen Teil der Umleitungsverkehre auf- nehmen muss, sind den Anwohnern nicht unbegrenzt Zusatzbelastungen zumutbar. Im gesperrten Abschnitt der Kaiserstraße verkehren normalerweise 8 Linien (S2, S4/S41, S5, 1, 2, 3, 4 und 5), zusätzlich verkehrt die Linie 6 über Südostbahn – Baumeisterstraße. Um während der Umleitungsphase auch mit nur noch 5 Linien ein Liniennetz anzubieten, dass alle Verkehrsbedürfnisse erfüllt und in Spitzenzeiten ausreichende Kapazitäten bereit- stellt, müssen diejenigen Linien über die Umleitungsstrecke fahren, die ganz oder teilweise im Zugverband verkehren, während die Linien mit kleinerer Fahrzeugkapazität am ehesten in Teilabschnitten eingestellt werden können. Dies betrifft neben der Linie 2 auch die Linien 5 und 6. Im Zuge der Linie 5 wird Rintheim nur mit einem Schienenersatzverkehr bedient, die Linie 6 wird im Abschnitt auf der Südostbahn durch die umgeleitete S2 ersetzt. Im Raum Durlach sind von der Sperrung Kronenplatz – Marktplatz im wesentlichen die Li- nien 1 und 2 betroffen. Die Linie 1 befährt ab Kronenplatz die Umleitungsstrecke Fritz-Erler- Straße – Baumeisterstraße – Ettlinger Straße zum Marktplatz. Die Linie 2 verkehrt in dieser Zeit nur in ihrem westlichen Abschnitt Siemensallee – ZKM – Hauptbahnhof und wendet am Tivoli. Als Ersatz verkehrt die Linie 8 im Anschluss an die Linie 1 im Zeitraum der Umleitung ganztägig zu den Zeiten und in den Takthäufigkeiten der Linie 2, also deutlich ausgeweitet und häufiger gegenüber dem normalen Fahrplan. Der Fahrplan ist so gestaltet, dass an der Friedrichschule Anschluss zwischen den Linien 1 und 8 besteht, so dass mit sehr kurzem Fußweg umgestiegen werden kann. Die Linie 1 wird in den Hauptverkehrszeiten weitestge- hend mit Zugverbänden verkehren. Für Fahrgäste aus Aue bedeutet der Umleitungsfahrweg in Verbindung mit dem Umsteigen an der Friedrichschule einen zusätzlichen Zeitbedarf von 10 Minuten pro Fahrt. Die Buslinien 24, 44 und 47 werden so angepasst, dass am Zündhütle gute Anschlüsse zur Straßenbahn der Linie 8 bestehen. Die Fahrpläne der übrigen Durlacher Buslinien 21, 22, 23, 31 und 42 bleiben unverändert. Für Fahrtwünsche aus dem Bereich Aue in Richtung Innenstadt bzw. umgekehrt besteht außer der Verbindung mit den Linien 8 und 1 auch die zusätzliche Möglichkeit, mit der Tram 8 zum Zündhütle und von dort mit den Buslinien 44 und 47 zum Hauptbahnhof zu fahren. Mit dieser Verbindung benötigt z. B. eine Fahrt Hauptbahnhof – Ostmarkstraße mit Umstieg am Zündhütle nur 17 Minuten.