Hortentwicklung 2013

Vorlage: 31454
Art: Beschlussvorlage
Datum: 08.03.2013
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Durlach, Mühlburg, Nordweststadt, Oststadt, Rüppurr, Südstadt, Südweststadt, Waldstadt, Weststadt

Beratungen

  • Jugendhilfeausschuss

    Datum: 13.03.2013

    TOP: 1

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • TOP 1 JHA vorlage_JHA_März 2013_24Jan_20130305
    Extrahierter Text

    BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: Jugendhilfeausschuss Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 13.03.2013 1 öffentlich Dez. 3 Hortentwicklung 2013 Beratungsfolge dieser Vorlage am TOP ö nö Ergebnis Jugendhilfeausschuss 13.03.2013 1 Personalausschuss 30.04.2013 Gemeinderat 14.05.2013 Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Der Gemeinderat nimmt von der Vorlage Kenntnis und beschließt nach Vorberatung im Ju- gendhilfeausschuss die Bereitstellung der unten aufgeführten notwendigen Mittel für: 1. Umbau zur Sicherung des Hortangebotes der Caritas für Kinder der Hebelschule im Umfang von 80 Plätzen. 2. Die Sicherung von 80 Plätzen im Hort an der Schloss-Schule wegen Aufgabe der El- terninitiative durch einen Betriebsübergang nach §613a BGB. Die Verwaltung wird gleichzeitig beauftragt, den für die Horte in städtischer Trägerschaft erforderlichen Stellenbedarf unter Einbeziehung vorangegangener Stellenbeschaffungen zu ermit- teln, und dem Gemeinderat nach Vorberatung im nächsten Personalausschuss zur Genehmigung vorzulegen. Zur Finanzierung sind Mittel im DHH 2013/14 vorgesehen. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Städt. Träger 2013: Ergebnishaushalt: 119.760 € Finanzhaushalt: 70.400 € Freie Träger 2013: Finanzhaushalt: 65.000 € Städt. Träger: 2013: 48.120 € 2014: 153.960 € Freie Träger 2013: 0 € Städt. Träger ab 2014: Ergebnishaushalt: 205.320 € Haushaltsmittel stehen zur Verfügung. Kontierungsobjekte: Städt. Träger: Erträge 2013 PSP 1.500.36.50.03 33.690 €/ 14.430 € Kostenart 33/ 3141; Erträge 2014 PSP 1.500.36.50.03 104.470 €/ 49.490 € Kostenart 33/ 3141; Aufwend. Erg.h.: PSP 1.500.36.50.03, Kostenart 40, Fin.h.: PSP 7.500001.700.821.31 Kostenart: 7831 Freie Träger: PSP-Element 7.500004.740.010 ISEK Karlsruhe 2020 - relevant nein ja Handlungsfeld: Sozialer Zusammenhalt und Bildung Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Die bestehenden, vielfältigen Angebote der Schulkindbetreuung haben sich in der Vergan- genheit aufgrund eines ständig steigenden Bedarfs je nach Standort sehr unterschiedlich entwickelt. Bei dem Ausbau erfolgte kaum eine Abstimmung bzw. Koordination der ver- schiedenen Angebote und Anbieter, da wegen der zugrunde liegenden Gesetze und Richtli- nien unterschiedliche Zuständigkeiten sowohl auf Landesebene als auch in der Kommune bestehen. Dadurch haben sich teilweise Parallelstrukturen und komplizierte und unübersicht- liche Entgeltsysteme entwickelt, die u.a. zu Ungerechtigkeiten bei den Nutzern führen kön- nen. Mit dem Planungsauftrag des Oberbürgermeisters zur Entwicklung eines Konzeptes zu in- tegrativen Ganztagsangeboten für Schulkinder wurde durch die Projektstruktur die Weiter- entwicklung als gemeinsame Aufgabe des Schul- und Sportamtes und der Sozial- und Ju- gendbehörde zusammengeführt. Integrativ bedeutet dabei nicht nur die Berücksichtigung der UN-Behindertenrechtskonvention, sondern vor allem die konzeptionelle Verknüpfung der Angebote aus dem Schulbereich und der Jugendhilfe, was die Voraussetzung ist, um den gesellschaftlichen Anforderungen an Bildung, Betreuung und Erziehung gerecht werden zu können. Dabei ist von einem erweiterten Bildungsbegriff auszugehen: Bildung ist keine exklusive Angelegenheit der Schule. Bildung ist eine Lebensaufgabe, die nicht auf unmittelbar verwertbare Fertigkeiten zu reduzieren ist. Sie beinhaltet die Aneignung reflexiver und sozialer Kompetenzen, die es insbesondere ermöglichen, verantwortlich zu handeln und Gesellschaft mitzugestalten. (AGJ - Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Ju- gendhilfe -, Berlin 2006) Der Ausbau der Ganztagsschulen (GTS) - auch wenn sie bisher noch nicht im Schulgesetz verankert sind - ist als eins der wesentlichen Ziele benannt. Dabei muss ein zukünftiges Ganztagesangebot mehr sein als das, was Ganztagsschulen im Moment bieten. Unter Ein- beziehung der vorhandenen örtlichen und räumlichen Strukturen muss ein verlässliches An- gebot entstehen, das Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht und Kinder in ihrer Entwicklung unterstützt und bestmöglich fördert. Dazu gehört nicht nur die Abde- ckung bestimmter Zeiten inklusive der Ferien, sondern neben entsprechenden Räumen auch für alle geltende Strukturen zur Kommunikation und Kooperation. Der Austausch und die gemeinsame Arbeit dürfen nicht allein abhängig sein von den persönlichen Beziehungen der beteiligten Akteure. Horten kommt aufgrund ihrer personellen und konzeptionellen Ausgestaltung entsprechend ihres gesetzlichen Auftrages und der jahrzehntelangen Erfahrung eine wichtige Rolle zu. Das professionelle Know-how und die von den Eltern sehr geschätzte Arbeit und die Rah- menbedingungen müssen sowohl in der stadtübergreifenden Konzeption als auch in Lösun- gen vor Ort Eingang finden. Eine Verknüpfung der Horte mit der GTS ist unter den aktuellen rechtlichen Rahmenbedin- gungen nicht möglich. Der Besuch der GTS schließt die Teilnahme am Hort aus und umge- kehrt. Auch konzeptionell wurde die Trennung von Schule und Hort bisher als eine Qualität des Hortes benannt. Als Angebot der Jugendhilfe steht hier die Förderung des einzelnen Kindes ohne Leistungsdruck im Vordergrund und folgt damit einem anderen Grundprinzip als die Schule, die ein umfassendes Bildungsangebot anstrebt. Beiden gemeinsam ist aller- dings der Bildungs-, Erziehungs- und Förderauftrag. Eine Einbindung des Hortangebotes unter das Dach der Schule erfordert deshalb ein Um- denken bei allen und muss im Prozess berücksichtigt werden. Im Ganztagskonzept müssen Strukturen geschaffen werden, die einen Transfer des Erziehungspersonals und die Einbrin- gung der qualitativen Arbeit ermöglichen, um das erfahrene Fachpersonal durch einen at- traktiven Arbeitsplatz zu halten. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Aktuelle Lage Im September 2012 startete als vierte Ganztagsschule die Tullaschule in der Oststadt mit einem Ganztagszug. 2013 werden weitere fünf Grundschulen in den Ganztagsbetrieb ein- steigen: Draisschule, Leopoldschule, Hans-Thoma-Schule, Schloss-Schule und die neue Schule in der Südstadt-Ost. Auch für das Schuljahr 2014/15 werden wieder Grundschulen eine Weiterentwicklung zur Ganztagsschule angehen. Einrichtung Anzahl Kinder Betreuungsquote Grund- schülerinnen und Grund- schüler Grundschulen 45 8.306 100% davon Ganztagsgrund- schulen (ab 2013/14 kommen 5 Schu- len dazu) 4 297 3,6% Ergänzende Betreuung 41 davon 4 mit Essen 2.177 26,2% Horte 43 2.483 29,9% Flexible Nachmittagsbe- treuung 8 (Kinderstadtkirche e.V.) 8 („Klever“ Stadtju- gendausschuss e.V.) 533 (davon 198 gan- ze Wo- che) 6,4% Stand: Jan. 2013 Aus- bzw. Umbau Ein Ausbau des Hortangebotes wie in den vergangenen Jahren ist aus räumlichen und per- sonellen Gründen nicht mehr möglich. Mit dem Projektauftrag zur Entwicklung integrativer Ganztagsangebote vorrangig für Grundschulkinder wird gemeinsam mit dem Schul- und Sportamt daran gearbeitet, sowohl ein stadtübergreifendes Konzept zu entwickeln als auch vor Ort Lösungen zu finden. Für den Übergang ist ein begrenzter Aus- und Umbau des Hortangebotes notwendig, um den steigenden Bedarf der Familien zu decken und bestehende Strukturen zu unterstützen, die langfristig in einem künftigen Ganztagsangebot integriert werden. Aktuell sollen 2 Projek- te verwirklicht werden (Anlage 1): 1. Haus Sonnensang Das Haus Sonnensang muss aufgrund seiner Bausubstanz erneuert werden. Ein Neubau mit Kindertagesstätte ist vorgesehen. Im Hinblick auf den Ausbau der GTS werden dort kei- ne Hortgruppen mit eingeplant. Geplant ist, aufgrund der räumlichen Gegebenheiten bei der angrenzenden Hebelschule die schon bisher bestehenden Strukturen der Kooperation struk- turell zu verknüpfen. Im Neubau soll eine Mensa für das Essen der Schulkinder eingeplant werden. Das Hortangebot wird aber erstmal weiterhin erforderlich sein, sodass die Hortgruppen, die sowieso für den Neubau ausziehen müssen, in dem derzeitigen Verwaltungsgebäude der Caritas in der Wörthstraße 4 untergebracht werden sollen. Ergänzende Erläuterungen Seite 4 2. Elterninitiative an der Schloss-Schule e.V. Die Elterninitiative an der Schloss-Schule e.V. wird zum Schuljahresende, im Juli 2013 ihre Tätigkeit beenden. Die Durlacher Schloss-Schule startet zum Schuljahr 2013/14 als GTS in offener Form für den ersten Jahrgang. Damit bleibt vorerst ein weiterer Bedarf für Ganztags- betreuung bestehen, der gedeckt werden muss. Das Stadtamt Durlach wird den Hort der Elterninitiative übernehmen, der organisatorisch dem Schülerhort Weiherhof zugeordnet werden soll, aber in den Räumen der ehemaligen Elterninitiative unterkommt. Es ist davon auszugehen, dass das Inventar der Elterninitiative übernommen werden kann. Im Hinblick auf den Ausbau der GTS soll dieser Hort nur eine Übergangslösung sein. Die aktuellen Fehlbedarfe in den einzelnen Stadtteilen und die entsprechenden Sachstände sind in Anlage 2 dargestellt. Ergänzende Erläuterungen Seite 5 Beschluss: I. Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Der Gemeinderat nimmt von der Vorlage Kenntnis und beschließt nach Vorberatung im Jugendhilfeausschuss die Bereitstellung der unten aufgeführten notwendigen Mittel für: 1. Umbau zur Sicherung des Hortangebotes der Caritas für Kinder der Hebelschule im Umfang von 80 Plätzen. 2. Die Sicherung von 80 Plätzen im Hort an der Schloss-Schule wegen Aufgabe der El- terninitiative durch einen Betriebsübergang nach §613a BGB. Die Verwaltung wird gleichzeitig beauftragt, den für die Horte in städtischer Trägerschaft erforderlichen Stellenbedarf unter Einbeziehung vorangegangener Stellenbeschaffungen zu ermit- teln, und dem Gemeinderat nach Vorberatung im nächsten Personalausschuss zur Genehmigung vorzulegen. Zur Finanzierung sind Mittel im DHH 2013/14 vorgesehen. II. Auf die Tagesordnung der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 13.03.2013. III. Auf die Tagesordnung der Sitzung des Personalausschusses am 30.04.2013. IIIa. Auf die Tagesordnung der Sitzung des Gemeinderats am 14.05.2013 IV. Kopie für Akte 416.334 und 460.30. V. Mehrfertigung für Sammlung bei DirSJB. VI. Aufnahme ins Ratsinformationssystem und Übersendung der Vorlage an die Mitglieder des Gemeinderates/Ausschusses. VII. Z. d. A. (Hauptregistratur im Hauptamt) Dez. 1 Dez. 2 Dez. 3 Dez. 4 Dez. 5 Dez. 6 Stadtkämmerei SPC Ergänzende Erläuterungen Seite 6 SuS StA Durlach HGW POA Dir.SJB Sachbearbeiterin: Frau Litzler Tel.: R-5923 AZ: (nur für die interne Bearbeitung)

  • TOP 1 Anlage 2_Hortplanung_20130313_30130201
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    1 Sachstand Betreuungsengpässe Stadtteile und Einrichtungen Fehlbedarf Sachstand Südstadt Baumeisterstr. 56 40 Plätze Marienstraße 63 80 Plätze  15 - 20 Plätze Neue Schule in der Südstadt -Ost als GTS. Hans-Thoma-Schule wird GTS. Im Rahmen des Planungsauftrages zu integrativen Ganztagsangeboten als Stadtteil mit erhöhtem Handlungsbedarf ausgewiesen. Einrichtung einer lokalen Arbeitsgruppe. Mühlburg Elterninitiative Draisschule 40 Plätze  15 Plätze Draisschule wird zum Schuljahr 2013/14 GTS. Nordweststadt Bienwaldstr. 28 Ev. Diakonissenhaus Bethlehem 40 Plätze  Engpass erwartet wegen niedrigem Platzangebot Im Rahmen des Planungsauftrages zu integrativen Ganztagsangeboten als Stadtteil mit erhöhtem Handlungsbedarf ausgewiesen. Einrichtung einer lokalen Arbeitsgruppe. Südweststadt Elterninitiative Südendschule 80 Plätze  40 Plätze Im Rahmen des Planungsauftrages zu integrativen Ganztagsangeboten als Stadtteil mit erhöhtem Handlungsbedarf ausgewiesen. Einrichtung einer lokalen Arbeitsgruppe. Rüppurr Blütenweg 19 60 Plätze  10 Plätze Aufstockungen auf 70 Plätze nicht möglich. (Schülerhort Riedschule wurde 2012 erweitert) Mühlburg Weinbrennerstr. 69a 80 Plätze  5 - 10 Plätze Draisschule wird GTS. TOP Hortentwicklung 2013 Anlage 2 2 Stadtteile und Einrichtungen Fehlbedarf Sachstand Weststadt Scheffelstr. 37 55 Plätze  10 - 15 Plätze Leopoldschule wird GTS. Waldstadt Tilsiter Str. 15 70 Plätze  10 Plätze Im Rahmen des Planungsauftrages zu integrativen Ganztagsangeboten als Stadtteil mit erhöhtem Handlungsbedarf ausgewiesen. Einrichtung einer lokalen Arbeitsgruppe.

  • TOP 1 Anlage 1_Hortplanung_20130313_20130201
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    1 Aus-/ Umbau Stadtteil/ Horteinrichtung Bedarf Personal- stellen *1 Personal- kostenzuschuss jährlich Personal- kosten- zuschuss anteilig 2013 Erstaus- stattung Inventar Umbau kosten (einmalig) Durlach Elterninitiative in der Schloss-Schule 115 Plätze  Umwandlung auf 80 Plätze  4 Gruppen in städtischer Trägerschaft als Übergang bis sich die GTS für alle Jahrgänge etabliert hat. 4x1,3 =5,2 Stellen Zzgl. 1 Anerkennungs- praktikant/-in, wenn anrechnungsfrei 259.480 € 86.494 € 10.400 € 60.000 € (abzügl. Inventar der Eltern- initiative) Läuft über die GTS Durlach Weiherhof Städtisch 80 Plätze Stellenan- gleichung an den aktuellen Stellenschlüssel 2 99.800 € 33.266 € *1 Die Personalkosten können variieren, wenn die Öffnungszeiten aufgrund des konkreten Bedarfs der Eltern, der erst nach den Anmeldungen festgestellt werden kann, bis 18:00 Uhr verlängert werden müssen Stadtteil/ Horteinrichtung Bedarf Personal- stellen Personal- kostenzuschuss jährlich Personal- kosten- zuschuss anteilig 2013 Erstaus- stattung Inventar Umbau kosten (einmalig) Innenstadt West Caritas Haus Sonnensang Moltkestraße 5 120 Plätze  Überführung des Hortes in die Wörthstr. 4  80 Plätze 4 Gruppen 65.000 € (maximal) TOP Hortentwicklung 2013 Anlage 1