Unfälle von Straßenbahnen unter Beteiligung anderer Verkehrsarten - Anfrage StRn Lisbach, StRn Dr. Leidig, StR Honné (GRÜNE)
| Vorlage: | 31244 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 09.03.2016 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) Stadträtin Dr. Ute Leidig (GRÜNE) Stadtrat Johannes Honné (GRÜNE) vom 13. Dezember 2012 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 46. Plenarsitzung Gemeinderat 19.02.2013 1343 13 öffentlich Unfälle von Straßenbahnen unter Beteiligung anderer Verkehrsarten 1. Wie haben sich die Unfallzahlen von Straßenbahnen unter Beteiligung anderer Verkehrsarten (Auto, Fahrrad, Fußverkehr – jeweils ohne Bagatellunfälle) im Ver- lauf der letzten zehn Jahren entwickelt? 2. An welchen Stellen traten solche Unfälle gehäuft auf? 3. Welche Unfallursachen sind besonders häufig? 4. Wie ist insbesondere die Entwicklung der Unfälle mit verbotswidrig oder unauf- merksam abbiegenden oder wendenden Kraftfahrzeugen? 5. Gibt es (grobe) Einschätzungen, wie oft Autofahrer/-innen an verbotenen Stellen abbiegen oder wenden, ohne dass es zu Unfällen mit Bahnen kommt? 6. An welchen Stellen und wie oft werden Kraftfahrzeuge in das Gleisbett der Stra- ßenbahnen gelenkt und bleiben dort stecken? 7. Bei Rad- und Fußverkehr: Gibt es Unterschiede zwischen signalgesicherten Übergängen, solchen mit Umlaufsperren und völlig freien Übergängen? 8. Wie könnten Unfälle der oben beschriebenen Arten vermindert werden? Unfälle mit Straßenbahnen verursachen oft hohe Sach- und schwere Personenschä- den. Darüber hinaus führen sie regelmäßig zu großen Verspätungen bis hin zu Aus- fällen und zu Umleitungen anderer Bahnen, die angesichts der bestehenden Baustel- lenlage immer schwieriger werden. Darunter leidet die Zuverlässigkeit des Fahrplanes stark und das führt zu geringerer Attraktivität des öffentlichen Verkehrs. Der Schienenverkehr ist ein besonders sicheres Verkehrsmittel. Anscheinend kamen aber bestimmte Unfallsituationen mit anderen Verkehrsarten in den letzten Jahren besonders häufig vor. Insbesondere sind einige Stellen in Karlsruhe bekannt für Un- Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ fälle zwischen Bahnen und verbotswidrig oder unachtsam abbiegenden oder wen- denden Kraftfahrzeugen. Zum Beispiel ist die Möglichkeit des Linksabbiegens aus Richtung Karlstor über die Herrenstraße in die Amalienstraße offenbar nicht deutlich genug ausgeschildert. Hier würde die seit langem vorgeschlagene Sperrung der Karlstraße in Höhe Kaiserstraße neben vielen anderen Vorteilen auch diese Gefahrensituation entschärfen. Als weiteres Beispiel kommt es offenbar in der Mathystraße häufiger vor, dass Auto- fahrer/-innen aus Richtung Osten geradeaus in die Gleisanlage fahren bzw. beim Linksabbiegen nicht auf die Bahn achten. Am Bahnübergang Nürnberger Straße wurde nach schweren Unfällen eine bauliche Lösung gefunden. Sollte es an anderen Stellen Schwerpunkte mit immer ähnlicher Ursache geben, sollte auch dort gehandelt werden, auch wenn die Unfälle weniger dramatisch sind und bisher weniger folgenschwer waren. Von diesen konkreten Schwerpunkten abgesehen, sollte alles für die Sicherheit des Bahnverkehrs getan werden. Daher fragen wir nach genaueren Zahlen, aus denen sich eventuell weiterer Handlungsbedarf ableiten lässt. unterzeichnet von: Bettina Lisbach Dr. Ute Leidig Johannes Honné Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 8. Februar 2013