Sonnenfächer - Anlegen weiterer Strahlen nach der Waldstraße - Antrag CDU-Fraktion
| Vorlage: | 31239 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 07.12.2017 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag CDU-Gemeinderatsfraktion vom: 19.11.2012 eingegangen: 19.11.2012 Gremium: 46. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 19.02.2013 1338 8 öffentlich Dez. 6 Sonnenfächer - Anlegen weiterer Strahlen nach der Waldstraße - Kurzfassung - Die Verwaltung empfiehlt, entgegen dem Beschluss des Planungsausschusses vom 25. Oktober 2006 und der Empfehlung der Kunstkommission unter bestimmten Be- dingungen weitere Fächerstraßen zur Verlegung der gelben Fliesen anzubieten. Da- zu sollen auf Grund der bisherigen Erfahrungen mit dem Verein Sonnenfächer ge- meinsam Kriterien festgelegt werden, um weitere Fächerstraßen zur Verlegung der gelben Fliesen anbieten zu können. Finanzielle Auswirkungen des Antrages nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Ergänzende Erläuterungen: ISEK Karlsruhe 2020 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit : Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Hintergrund Die Idee, den Karlsruher Fächergrundriss im Straßenpflaster der Fächerstraßen sichtbar zu machen, entstand im Rahmen des Ende 2001 bis September 2002 durchgeführten Bürger- beteiligungsverfahrens „City 2015 – Anschluss Zukunft“. Danach sollen alle Karlsruher Fä- cherstraßen bis zum 300. Stadtgeburtstag im Jahre 2015 von einem sonnengelben, gepflas- terten Mittelstrahl aus individuell gestalteten und in der Majolika gebrannten Fliesen durch- zogen sein. Zur Umsetzung wurde im August 2002 der Verein Sonnenfächer gegründet. Über den Verein konnten Interessenten Fliesen in unterschiedlicher Ausführung bestellen. Die Besteller legten die Gestaltung fest, die sie selbst vornahmen oder die von der Majolika vorgenommen wurde. Gremien Der Kulturausschuss, die Kunstkommission und der Planungsausschuss befassten sich mit der dem Sonnenfächer zugrunde liegenden Gestaltungsidee. Die gemeinderätlichen Gremi- en würdigten das Engagement des Vereins und der Initiatoren des Sonnenfächers, be- schränkten jedoch die Verlegung der gelben Majolika-Fliesen auf die Waldstraße und spra- chen sich für die Hervorhebung des Fächergrundrisses mit Lichtelementen aus. In dieser Form fanden Fächergrundriss und der Sonnenstrahl auch Eingang in den Masterplan 2015 (S. 86). Die gemeinderätliche Kunstkommission empfahl am 17. Dezember 2009 ausdrücklich, die Verlegung der gelben Kacheln auf die Waldstraße südlich der Kaiserstraße zu beschränken und nicht auf andere Fächerstraßen auszuweiten. Der Planungsausschuss hat in seiner Sitzung vom 25. Oktober 2006 über die weitere Ent- wicklung des Karlsruher Sonnenfächers beraten und entschieden, die optische Kennzeich- nung des Fächergrundrisses auf den historischen Straßenfächer zu beschränken. Die gel- ben Majolika-Fliesen sollten auch zukünftig ausschließlich nur in der Waldstraße im Ab- schnitt südlich der Kaiserstraße eingelassen werden. Die neun Strahlenstraßen der Grün- dungsstadt zwischen Schloss und Kaiserstraße seien bevorzugt mit Lichtelementen hervor- zuheben. Die Verwaltung ist bereit, diese restriktive Haltung aufzugeben und dem Wunsch aus dem Bürgerbeteiligungsverfahren für weitere Fächerstraßen südlich der Kaiserstraße entgegen- zukommen. Dabei möchte die Verwaltung klare Kriterien vorgeben, die in der Umsetzung zwingend ein- zuhalten sind. Kriterien für die Verlegung der gelben Fliesen Die bisher benutzten Fliesen verschmutzen auf Grund ihrer rauen Oberfläche sehr schnell, das Gelb vergraut. Daneben stellt sich die Frage der gestalterischen Qualität. Manche der realisierten Beispiele verdeutlichen, dass die Fliese als Werbemittel eingesetzt wird. Wieder andere haben einen zu großen – schwarzen – bemalten Bereich, so dass die ursprünglich gewollte Erscheinung als „goldener Strahl“ beeinträchtigt wird. Es ist unstrittig, dass der öffentliche Raum eine in sich stimmige Formensprache besitzen muss, damit er eine angenehme Wirkung entfalten kann. Dies gilt für die architektonischen Elemente eben- so wie für das Detail auf der Sonnenfächer-Fliese. Leider ist es dem Verein bisher nicht gelungen, eine gestalterische Grundqualität durchgän- gig durchzusetzen. Ebenso sind die technischen Probleme (Bruchfestigkeit, Verschmutzung) bisher noch nicht befriedigend gelöst. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Voraussetzung für die Freigabe weiterer Straßen wäre daher ein klares gestalterisches Kon- zept des Vereins - woran auch die Majolika im Sinne eines positiven Images interessiert ist - sowie eine befriedigende Lösung der technischen Probleme, woran die Majolika derzeit ar- beitet. Voraussetzung wäre darüber hinaus, dass die Straßen Zug um Zug belegt werden, so dass kein Stückwerk entsteht. Die Straßen sollten dann nach Möglichkeit „spiegelbildlich“ in An- griff genommen werden, so dass als zweite Straße die Adlerstraße näher in Betracht zu zie- hen wäre. Die Verwaltung wird auf Grund der oben genannten Erfahrungen mit dem Verein in Ver- handlungen gemeinsam Kriterien festlegen und danach weitere Fächerstraßen zur Verle- gung der gelben Fliesen anbieten.
-
Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) Stadtrat Dr. Albert Käuflein (CDU) Stadtrat Sven Maier (CDU) Stadtrat Tilman Pfannkuch (CDU) Stadtrat Rainer Weinbrecht (CDU) CDU-Gemeinderatsfraktion vom 19. November 2012 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 46. Plenarsitzung Gemeinderat 19.02.2013 1338 8 öffentlich Sonnenfächer - Anlegen weiterer Strahlen nach der Waldstraße Die CDU-Fraktion beantragt: Die Stadtverwaltung prüft die Möglichkeit, in Kooperation mit der Majolika Manufaktur einen "Sonnenstrahl" aus Kacheln nach der Waldstraße in weiteren Fächerstraßen anzubringen. Sachverhalt/Begründung: Der Sonnenstrahl aus Majolika-Kacheln in der Waldstraße ist fertig gestellt und findet in der Bevölkerung und bei Besuchern eine sehr gute Resonanz. Er macht die Besonderheit Karlsruhes als Fächerstadt erlebbar. Er ergänzt die beabsichtige Sichtbarmachung des Stadtgrundrisses durch eine spezifische Beleuchtung. Die Kacheln werden wie bisher von Spendern finanziert, die darauf individuelle Eintragungen vornehmen können. Dies fördert die Identifikation mit der Stadt. In einigen Fächerstraßen ist die Einbringung des Sonnenstrahls schon im Bodenbelag vorgesehen. Aus Kostengründen wird mit der Einbringung der Fliesen dort begonnen. Die Anbringung weiterer Kacheln geschieht unter Beteiligung des Vereins Sonnenfächer. Die Aufschriften der Fliesen bewegen sich im Rahmen eines von der Stadtverwaltung zu erstellenden inhaltlichen Kriterienkatalogs. Seite 2 __________________________________________________________________________________________ unterzeichnet von: Gabriele Luczak-Schwarz Dr. Albert Käuflein Sven Maier Tilman Pfannkuch Rainer Weinbrecht Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 8. Februar 2012