Ehemalige Schlecker-Filialen: Anfrage StRn Baitinger, StRn Ernemann, StRn Fischer (SPD)
| Vorlage: | 30922 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 10.12.2012 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Elke Ernemann (SPD) Stadträtin Gisela Fischer (SPD) vom 6. November 2012 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 42. Plenarsitzung Gemeinderat 18.12.2012 1297 23 öffentlich Ehemalige Schlecker-Filialen 1.) Wie viele ehemalige Schlecker-Filialen werden zurzeit in Karlsruhe noch nicht anderweitig genutzt? 2.) Wie hat sich die Verwaltung bisher aktiv für eine Weiternutzung der Ladenflächen eingesetzt, um die Nahversorgung zu verbessern? 3.) Steht die Verwaltung in Kontakt mit den Eigentümern der betroffenen Immobilien? Wenn ja, werden gemeinsam mit den Eigentümern andere Nutzungsmöglichkeiten geprüft? Seit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens und dem Beschluss des Gläubigerausschusses über die Zerschlagung der Schlecker-Kette am 1. Juni 2012 stehen auch in Karlsruhe viele ehemalige Schlecker-Filialen leer. Da die Nahversorgungssituation insbesondere in den äußeren Stadtteilen noch immer unbefriedigend ist, wäre ein aktives Engagement der Stadt sinnvoll. unterzeichnet von: Doris Baitinger Elke Ernemann Gisela Fischer Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 7. Dezember 2012 Sachverhalt/Begründung:
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Elke Ernemann (SPD) Stadträtin Gisela Fischer (SPD) vom: 06.11.2012 eingegangen: 07.11.2012 Gremium: 42. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 18.12.2012 1297 23 öffentlich Dez. 4 Ehemalige Schlecker-Filialen 1. Wie viele ehemalige Schlecker-Filialen werden zurzeit in Karlsruhe noch nicht anderweitig genutzt? Aktuell werden 14 von insgesamt 20 ehemaligen Schlecker-Filialen noch nicht anderweitig genutzt. Die Nachnutzungen sind: ein Secondhandladen; ein Glas-, Porzellan- und Tee- laden; ein Lampenstudio; ein Geschenkeladen; ein Obst- und Gemüsehändler und ein Getränkeladen. 2. Wie hat sich die Verwaltung bisher aktiv für eine Weiternutzung der Ladenflächen eingesetzt, um die Nahversorgung zu verbessern? Die Wirtschaftsförderung hat unmittelbar nach Bekanntwerden der Schließungspläne Vermittlungsversuche unternommen. Zudem wurden alle Eigentümer angeschrieben und die Aufnahme in die kostenlose Immobiliendatenbank der Wirtschaftsförderung angeboten. Diese Plattform wird seit Jahren von Maklern und privaten Eigentümern sehr gut angenommen. 8 Eigentümer wurden am 4. April 2012 angeschrieben, die restlichen nach Bekanntwerden der Schließung aller Filialen am 6. Juli 2012. Ladenschließungen im Bereich des Einzelhandels hängen in den meisten Fällen - insbe- sondere beim Beispiel Schlecker - mit einem nicht mehr zeitgemäßen Konzept und Fehlen der Wirtschaftlichkeit des Standorts zusammen. Gründe hierfür liegen auch in einem ge- änderten Kundenverhalten (mit dem PKW gut anfahrbare Standorte mit ausreichend Stell- plätzen und einer großen Sortimentauswahl). Unwirtschaftliche Standorte mit nicht mehr marktkonformen Verkaufsflächen können daher oft nur schwer an einen Nachnutzer vermittelt werden. Die Margen im Lebensmittelbereich liegen bei einzelnen Produkten zumeist nur im Cent-Bereich. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass der Aufbau solcher Lebensmittelläden einer genauen Prüfung bedarf und zum Großteil nicht empfohlen werden kann. Neue Konzepte im Bereich der Nahversorgung werden von der Wirtschaftsförderung ständig auf ihre Umsetzbarkeit in unterversorgten Stadtteilen überprüft. 3. Steht die Verwaltung in Kontakt mit den Eigentümern der betroffenen Immobilien? Wenn ja, werden gemeinsam mit den Eigentümern andere Nutzungsmöglichkeiten geprüft? Von 20 angeschriebenen Immobilieneigentümern haben 7 eine Rückmeldung gegeben und wurden in die kostenlose Immobiliendatenbank der Wirtschaftsförderung aufgenommen. Über diese Plattform werden Interessenten die Angebote zugesendet. Teilweise wurden gemeinsam mit den Eigentümern andere Nutzungsmöglichkeiten geprüft und potenzielle Nachnutzer wie z. B. benachbarte Einzelhändler direkt angefragt.