KSC - Umbau Stadion: Anfrage StR Kalmbach (GfK)

Vorlage: 30652
Art: Beschlussvorlage
Datum: 12.11.2012
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 20.11.2012

    TOP: 31

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • GfK-KSC Umbau Stadion
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadtrat Friedemann Kalmbach (GfK) vom 15. Oktober 2012 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 40. Plenarsitzung Gemeinderat 20.11.2012 1266 31 öffentlich KSC - Umbau Stadion 1. Hat die Stadt schon geprüft, ob die modulare Bauweise einer Erhöhung der Stadionkapazität von der 1. Aufbaustufe für 25.000 Zuschauer auf eine 2. Aufbaustufe für 35.000 wie in Essen realisierbar ist? 2. Wie sieht die Stadtverwaltung bei Verbleib des Stadions im Wildpark und einem Neubau die sicherheitstechnische Seite? Ist sie nach wie vor der Meinung, dass hier eine befriedigende Lösung möglich sein wird? 3. Wie beurteilt die Stadtverwaltung die gegenüber der hohen Preisgestaltung der Karlsruher Architekten wesentlich günstigeren Kosten der Vergleichsstadien in Augsburg und Mainz? Hat sich die Stadtverwaltung mit den Kosten dieser Stadien schon einmal befasst? 4. Ist der Stadtverwaltung die Dringlichkeit des Anliegens bewusst, u. a. auch, weil die bei der Landesregierung eingeplanten Gelder für ein neues Stadion wohl längerfristig nicht erhalten bleiben? Begründung: Auch in der 3. Liga darf man sich nicht von der augenblicklichen Situation ausgehend orientieren, sondern muss langfristig denken und deswegen zügig die Umgestaltung bzw. den teilweisen Neubau des Stadions angehen. Da im Stadthaushalt die von Speer und Partner geplanten Kosten kaum verfügbar sind, wäre eine modulare Bauweise wie am Modell Essen denkbar, die im Erfolgsfall später weiter ausgebaut wird. Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Sich nur auf eine Renovierung zu beschränken, scheint aus Sicht von GfK nicht sinnvoll, da die sich die Haupttribüne und Fankurven noch an der alten Stadionlaufbahn orientieren und bislang nicht an das Spielfeld herangerückt wurden, so dass das Stadion immer unvollendet und provisorisch wirkt. unterzeichnet von: Friedemann Kalmbach Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 9. November 2012

  • Stellungnahme TOP 31
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadtrat Friedemann Kalmbach (GfK) vom: 15.10.2012 eingegangen: 18.10.2012 Gremium: 40. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 20.11.2012 1266 31 öffentlich Dez. 6 KSC - Umbau Stadion 1. Hat die Stadt schon geprüft, ob die modulare Bauweise einer Erhöhung der Stadionkapazität von der 1. Aufbaustufe für 25.000 Zuschauer auf eine 2. Auf- baustufe für 35.000 wie in Essen realisierbar ist? Die Möglichkeit einer modularen Bauweise wurde grundsätzlich bereits in der Vergan- genheit in die Überlegungen mit einbezogen. Letztlich gab es aber keine vertiefenden Untersuchungen hierzu. Dies lag darin begründet, dass von Anfang an eine Kapazität von 35.000 Sitzplätzen zur Verfügung stehen sollte und zum anderen ein stufenweiser Ausbau kostenintensiver ist. 2. Wie sieht die Stadtverwaltung bei Verbleib des Stadions im Wildpark und einem Neubau die sicherheitstechnische Seite? Ist sie nach wie vor der Meinung, dass hier eine befriedigende Lösung möglich sein wird? Die Stadtverwaltung hat insbesondere für den Standort Wildpark die sicherheitstechni- schen Belange mit den zuständigen Stellen besprochen und auch von unabhängigen Experten beurteilen lassen. Demnach ist im Wildpark eine mehr als nur befriedigende Lösung möglich. 3. Wie beurteilt die Stadtverwaltung die gegenüber der hohen Preisgestaltung der Karlsruher Architekten wesentlich günstigeren Kosten der Vergleichsstadien in Augsburg und Mainz? Hat sich die Stadtverwaltung mit den Kosten dieser Stadi- en schon einmal befasst? Als die Verhandlungen mit dem KSC geführt wurden, gab es auch einen Austausch mit anderen Städten und Investoren über vergleichbare Stadionprojekte. So auch mit der Stadt Mainz über die dortigen Planungen, die fast zeitgleich vorangetrieben wurden. Mainz hat letztlich ein ähnliches Finanzierungsmodell umgesetzt, wie es zunächst in Karlsruhe besprochen wurde. Für 60 Millionen Euro wurde ein Stadion mit einer Ge- samtkapazität von 34.000 Zuschauern (20.000 Sitz- und 14.000 Stehplätze) errichtet. Bauherr war eine städtische Tochtergesellschaft. Mainz 05 bezahlt eine Miete gestaf- felt nach Ligazugehörigkeit. Anders als in Karlsruhe vorgesehen, hat der Verein als Mieter einen einmaligen Beitrag in Höhe von 7,5 Millionen Euro erbracht. Nach Bekunden der Beteiligten wurden die avisierten Baukosten auch eingehalten. Seite 2 Die Baukosten liegen unter den in Karlsruhe verhandelten. Dies liegt unter anderem darin begründet, dass die Mainzer Coface Arena ein Einrang-Stadion ist. Dies wurde vom KSC im Hinblick auf die damit verbundene Kapazitätsgrenze aber abgelehnt. Die Karlsruher Planungen gingen von 40.000 Besuchern aus (30.000 Sitz- und 10.000 Stehplätze, welche in 5.000 Sitzplätze hätten umgewandelt werden können). Damit wären 35.000 Sitzplätze zur Verfügung gestanden, wobei die Erstellung von Sitzplät- zen erheblich teurer ist als die von Stehplätzen (doppelter Raumbedarf). Dies wurde so vom KSC gefordert und mit der "Länderspieltauglichkeit" begründet. Somit waren die Planungen und Finanzierungsmodelle auf ein größeres und teureres Zweirangsta- dion ausgelegt, das, wie in den zuständigen Gremien behandelt, auch diverse Beson- derheiten haben sollte (KSC-Museum, Fanshop, VIP-Parken in der Tribüne, Sportin- ternat, die komplette Infrastruktur für alle Jugend- und Amateurmannschaften, Ge- schäftsstelle und sonstige Büro-, Besprechungs- und Lagerräume, Optionsflächen für weitere Nutzungen des Vereins, usw.), die sich ebenfalls kostensteigernd ausgewirkt haben. Darüber hinaus war die Mainzer Baustelleneinrichtung vergleichsweise günstig. Das Augsburger Stadion wurde insbesondere vom KSC als nicht vergleichbar einge- stuft. Es handelt sich um ein Einrang-Stadion mit 19.000 Sitz- und 10.000 Stehplätzen, damit in internationalen Vergleichen, wie vom KSC damals angestrebt, für höchstens 24.000 Zuschauer zugelassen. Dies lag deutlich unter der damals gewünschten Kapa- zität und würde eine weitere Reduzierung gegenüber dem Ist-Zustand bedeuten. 4. Ist der Stadtverwaltung die Dringlichkeit des Anliegens bewusst, u. a. auch, weil die bei der Landesregierung eingeplanten Gelder für ein neues Stadion wohl längerfristig nicht erhalten bleiben? Der Stadtverwaltung ist dies bewusst. Das Bürgermeisteramt steht deswegen in stän- digem Kontakt mit der Landesregierung. Bislang ist es gelungen, die eingeplanten Mit- tel verfügbar zu halten; ob dies in künftigen Landeshaushalten Berücksichtigung finden wird, ist offen.