Nachhaltige Konzepte und Qualitätssicherung bei Karlsruher Kindertageseinrichtungen: Interfraktioneller Antrag GRÜNE-Fraktion, SPD-Fraktion, KAL-Fraktion
| Vorlage: | 30638 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 12.11.2012 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister INTERFRAKTIONELLER ANTRAG Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) Stadträtin Dr. Dorothea Polle-Holl (GRÜNE) GRÜNE-Gemeinderatsfraktion Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Yvette Melchien (SPD) SPD-Gemeinderatsfraktion Stadtrat Lüppo Cramer (KAL) Stadträtin Margot Döring (KAL) KAL-Gemeinderatsfraktion vom 17. Oktober 2012 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 40. Plenarsitzung Gemeinderat 20.11.2012 1252 19 öffentlich Nachhaltige Konzepte und Qualitätssicherung bei Karlsruher Kindertageseinrichtungen Die Verwaltung wird gebeten, durch folgende Maßnahmen eine konzeptionelle Qualitätssicherung der Karlsruher Kindertageseinrichtungen zu erzielen: - Die Sozial- und Jugendbehörde führt ein Qualitätsmanagement aller Karlsruher Kindertageseinrichtungen ein. - Die SJB gibt eine externe Auswertung dieser Ergebnisse in Auftrag. - Im Jugendhilfeausschuss wird über die Evaluation berichtet. Die Landschaft der Karlsruher Kindertageseinrichtungen ist sehr bunt und vielfältig. Viele Tageseinrichtungen weisen ein besonderes Profil auf und legen Wert auf individuelle Konzepte. Besonders bei Neuvergaben von Kinderbetreuungshäusern spielen die inhaltlichen Pluspunkte eine besondere Rolle. Aber Papier ist geduldig und die Realität kann anders aussehen. Bisher gibt es keine klaren Qualitätsuntersuchungen für Kindertageseinrichtungen in Karlsruhe. Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Mit unserem Antrag wollen wir die Verwaltung auffordern, die Umsetzung der angegebenen Konzepte zu überprüfen, die Ergebnisse zu evaluieren und dem Jugendausschuss zu berichten. unterzeichnet von: Bettina Lisbach Dr. Dorothea Polle-Holl Doris Baitinger Yvette Melchien Lüppo Cramer Margot Döring Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 9. November 2012
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum interfrak- tionellen Antrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion SPD-Gemeinderatsfraktion KAL-Gemeinderatsfraktion vom: 17.10.2012 eingegangen: 17.10.2012 Gremium: 40. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 20.11.2012 1252 19 öffentlich Dez. 3 Nachhaltige Konzepte und Qualitätssicherung bei Karlsruher Kindertageseinrichtungen - Kurzfassung - Die Anzahl der Träger von Kindertageseinrichtungen hat in den letzten Jahren im- mens zugenommen, und immer mehr Einrichtungen nehmen Kinder unter drei Jah- ren auf. Die Steuerung durch Qualitätssicherung gewinnt deshalb zunehmend an Bedeutung. Hierzu braucht es Instrumente einer systematischen Qualitätsentwicklung und -sicherung. Den Prozess der Entwicklung von einheitlichen Standards für alle Karls- ruher Einrichtungen, die Verpflichtung aller Träger und eine kontinuierliche Weiter- entwicklung durch Evaluation kann die Verwaltung allein nicht steuern. Es wird je- doch für notwendig erachtet, in diesen Prozess der Qualitätsentwicklung einzustei- gen und Segregationstendenzen entgegenzuwirken. Die Verwaltung schlägt deshalb vor, dem Jugendhilfeausschuss ein mögliches Vor- gehen zur Qualitätsentwicklung und -sicherung in Karlsruher Kindertageseinrichtun- gen, das nur in Kooperation mit allen Trägern umgesetzt werden kann, vorzustellen und die konkrete Umsetzung zu diskutieren. Finanzielle Auswirkungen des Antrages nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) ISEK Karlsruhe 2020 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Die Stadt Karlsruhe hat als Träger der öffentlichen Jugendhilfe die Aufgabe, ein be- darfsgerechtes quantitatives und qualitatives Angebot für Kinder im Vorschulalter zu schaffen. Beim Ausbau an Plätzen für Kinder unter drei Jahren geht es deshalb nicht nur um die rein zahlenmäßige Erfüllung des Rechtsanspruchs ab August 2013, sondern um einen quantitativen und qualitativen Ausbau. Die Einführung des „Orientierungs- plans“ des Bildungsplans für Baden-Württemberg für Kinder ab drei Jahren verdeut- licht, weshalb die qualitative Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildung in Kinder- tagseinrichtungen für die Gesellschaft so wichtig ist. Immer mehr Kleinstkinder wer- den in einer prägenden Phase in Kindertageseinrichtungen betreut und in ihrer Ent- wicklung begleitet. Kinder besuchen inzwischen in einem früheren Alter eine Kinder- tageseinrichtung und verbringen auch eine längere Zeit ihres Alltags in einer Einrich- tung. Die Ausschreibungen von Trägerschaften für neue Einrichtungen durch die Stadt waren bisher ein Element der Qualitätssicherung und -steuerung (neben weiteren Elementen wie Trägerkonferenzen und Beratung von Trägern). Aus den eingereich- ten Unterlagen konnte auch auf strukturelle Mängel wie zum Beispiel die fehlende fachliche Unterstützung bei der konzeptionellen Weiterentwicklung geschlossen werden. Gleichzeitig gibt ein klares Konzept eine Ausrichtung für das neue Team, garantiert aber noch keine gelungene Umsetzung. Eine Evaluierung der Umsetzung der eingereichten Konzepte wurde deshalb dem Jugendhilfeausschuss zugesagt. Letztendlich wird die Qualität der frühkindlichen Pädagogik in Einrichtungen über den Erfolg im Sinne von Bildung, Teilhabe und damit Chancengleichheit entschei- den. Dies belegen internationale und aktuelle nationale Studien. Es ist deshalb wich- tig, die qualitative Weiterentwicklung in allen Karlsruher Kindertageseinrichtungen zu sichern. Die Anzahl der Träger von Kindertageseinrichtungen hat in den letzten Jahren im- mens zugenommen, und immer mehr Einrichtungen nehmen Kinder unter drei Jah- ren auf. Die Steuerung durch Qualitätssicherung gewinnt deshalb zunehmend an Bedeutung. Hierzu braucht es Instrumente einer systematischen Qualitätsentwicklung und -sicherung. Den Prozess der Entwicklung von einheitlichen Standards für alle Karls- ruher Einrichtungen, die Verpflichtung aller Träger und eine kontinuierliche Weiter- entwicklung durch Evaluation kann die Verwaltung allein nicht steuern. Es wird je- doch für notwendig erachtet, in diesen Prozess der Qualitätsentwicklung einzustei- gen und Segregationstendenzen entgegenzuwirken. Die Verwaltung schlägt deshalb vor, dem Jugendhilfeausschuss ein mögliches Vor- gehen zur Qualitätsentwicklung und -sicherung in Karlsruher Kindertageseinrichtun- gen, das nur in Kooperation mit allen Trägern umgesetzt werden kann, vorzustellen und die konkrete Umsetzung zu diskutieren.