Antrag auf Einrichtung einer Gemeinschaftsschule zum Schuljahr 2013/14 an der Drais-Realschule
| Vorlage: | 30627 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 12.11.2012 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Grötzingen, Mühlburg |
Beratungen
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Extrahierter Text
BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: 40. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 20.11.2012 1242 10 öffentlich Dez. 3 Antrag auf Einrichtung einer Gemeinschaftsschule zum Schuljahr 2013/14 an der Drais- Realschule Beratungsfolge dieser Vorlage am TOP ö nö Ergebnis Schulbeirat 24.10.2012 3 vorberaten (Zustimmung) Gemeinderat 20.11.2012 10 Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Der Gemeinderat beschließt, nach Vorberatung im Schulbeirat, die Drais-Realschule in eine zweizügige Gemeinschaftsschule umzuwandeln und diese zum Schuljahr 2013/14 einzurich- ten. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Personalkosten für Durchführung Mittag- essen pro Jahr im Endausbau und Zusatzkosten für Sekretariat pro Jahr: 24.000,-- € Sachaufwendungen für das Mittagessen 2013: 64.950,-- € 2014: 102.900,-- € Erträge aus Elternentgelten 2013 64.950 € 2014 102.900 € 24.000 € 24.000 € Haushaltsmittel stehen in voller Höhe zur Verfügung Kontierungsobjekt: Kostenstelle: Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: Die Kosten für die baulichen Maßnahmen können derzeit noch nicht beziffert werden. Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: 4 Miteinander Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Nach der Grundschule Grötzingen wird aufgrund des bei der Anmeldung zur Ge- meinschaftsschule (GMS) in Grötzingen sichtbar gewordenen Bedarfs in Karlsruhe die Drais-Realschule als zweite Schule in eine GMS umgewandelt. Auf dem Areal der „Draisschulen“ in Mühlburg befinden sich die Drais-Real- und die Drais-Grund- und Hauptschule. Beide Schulen haben ihre Schulkonzeptionen weiter entwickelt und müssen künftig bei einzelnen Fragestellungen, wie z. B. der Raumsi- tuation, gemeinsam betrachtet werden. Die Drais-Realschule hat kurzfristig eine Konzeption für eine GMS entsprechend den Eckpunkten des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport entwickelt. Für das Sys- tem der GMS ist es wichtig, dass auch eine Realschule sich zur Gemeinschaftsschu- le weiterentwickelt. Der Start der GMS soll zum Schuljahr 2013/14 erfolgen. Sie wird zweizügig geführt und umfasst die Klassenstufen 5 - 10. Die GMS wird den gesetzli- chen Vorgaben entsprechend als gebundene, inklusive Ganztagsschule eingerichtet. Die Konzeption der Drais-GMS setzt die Schwerpunkte in folgenden Bereichen: individuelles Lernen individuelle und soziale Förderung voneinander und miteinander Lernen Wechsel von Lehr- und Lernformen Die konkretisierte Konzeption, z. B. mit den Details zur Unterrichtsgestaltung, wird allen interessierten Eltern rechtzeitig vorgestellt. Neben der Einführung der GMS an der jetzigen Drais-Realschule beabsichtigt die Drais-Grund- und Hauptschule ab dem Schuljahr 2013/14 die Ganztagsgrundschule in offener Form einzuführen (s. TOP 9). Die konzeptionellen Änderungen auf dem Campus der Drais-Schulen haben u. a. Auswirkungen auf den Raumbedarf. Das HGW ist beauftragt eine Planung zu erstellen, inwieweit die Bedarfe einer zwei- zügigen GMS und einer einzügigen Ganztagsgrundschule im Gebäudebestand bei- der Schulen untergebracht werden können. Für den Bereich Speisesaal sowie Kü- Ergänzende Erläuterungen Seite 3 che/Ausgabe ist von einer gemeinsamen Nutzung beider Schulen im Schichtbetrieb auszugehen. Bei den Planungen ist zu berücksichtigen, dass die Hauptschule der Drais- Grund und Hauptschule ab dem Schuljahr 2013/14 sukzessive auslaufen wird, da mit der Einrichtung der Drais-GMS die Schülerinnen und Schüler, die bisher eine Hauptschule besuchten, an die GMS oder eine Werkrealschule wechseln wer- den. Die verbleibenden Schülerinnen und Schüler können dort noch ihren Abschluss machen. Insgesamt stehen nach dem Auslaufen der Hauptschule 5 Klassenräume sowie 5 Fachräume zusätzlich zur Verfügung. Bis zur Umgestaltung bzw. bis zur Schaffung der benötigten Räume müssen Über- gangslösungen gefunden werden. Diese sind realisierbar, da sowohl die Ganztags- grundschule als auch die GMS schrittweise ab Klasse 1 bzw. Klasse 5 eingeführt werden. Es ist absehbar, dass für den Gesamtbereich des „Mittagessens“ beider Schulen zusätzliche Raumkapazitäten geschaffen werden müssen. Um eine geordnete Essenausgabe zu gewährleisten, fallen für die Stadt Karlsruhe Personalkosten (18.300 € pro Jahr im Endausbau) und Sachaufwendungen (im Jahr 2013 in Höhe von 64.950 € und im Jahr 2014 in Höhe von 102.900 €) an. Diese Sachkosten werden von den Eltern getragen. Daneben muss die Arbeitszeit des Sekretariats erhöht werden, was zu Zusatzkosten in Höhe von 5.700 € pro Jahr führt. Zur Ergänzung des lehrenden Personals einer GMS ist der Einsatz von Schulsozial- arbeit erforderlich. Hier ist keine Stellenschaffung notwendig, da an der Drais- Realschule bereits Schulsozialarbeit besteht. Über die eventuelle Einrichtung von weiteren Gemeinschaftsschulen wird die Stadt Karlsruhe in enger Abstimmung mit dem Staatlichen Schulamt und den Schulen, die bereits Interesse an der GMS bekundet haben oder dies noch bekunden werden, beraten. Ergänzende Erläuterungen Seite 4 Beschluss: Antrag an den Schulbeirat Der Gemeinderat beschließt, nach Vorberatung im Schulbeirat, die Drais-Realschule in eine zweizügige Gemeinschaftsschule umzuwandeln und diese zum Schuljahr 2013/14 einzurichten. Hauptamt – Ratsangelegenheiten – 9. November 2012