Künstlerhaus Niddastr. 6

Vorlage: 30448
Art: Beschlussvorlage
Datum: 15.10.2012
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Grötzingen

Beratungen

  • Ortschaftsrat Grötzingen

    Datum: 17.10.2012

    TOP: 2

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • TOP 2 OSR-Vorlage Nr. 224 Künstlerhaus Niddastr. 6
    Extrahierter Text

    Ergänzende Erläuterungen Seite 1 BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Ortsverwaltung Grötzingen Gremium: Ortschaftsrat Grötzingen Termin: Vorlage Nr.: TOP: 17.10.2012 224 2 öffentlich Künstlerhaus Niddastr. 6 Grötzingen erhielt seinen Beinamen „Badisches Malerdorf“, als sich Maler der Großher- zoglichen Kunstschule Karlsruhe Ende des 19. Jahrhunderts hier niedergelassen hat- ten, um in idyllischer Umgebung zu leben und zu arbeiten. Es entwickelte sich eine der bedeutenden Künstlerkolonien Deutschlands, die in der Fachwelt in einem Atemzug mit Worpswede und Murnau genannt wird. Der Reiz des Ortes, seit 1974 ein Karlsruher Stadtteil, ist bis heute ungebrochen. Noch immer leben viele Maler und Bildhauer hier. Mit dem Künstlerhaus in der Niddastraße 6 entsteht in der Ortsmitte ein Kunst- und Kul- turzentrum. Dieses Haus bietet - Galerieräume für Ausstellungen qualitativ hochwertiger aktueller Kunst, des Bil- derbestandes der Ortsverwaltung sowie privater Sammler, der Werke der Gröt- zinger Künstlerkolonisten und der Werke von Künstlern, die in Grötzingen lebten und arbeiteten bis in die Gegenwart, - Wohnräume für junge Künstler, um zeitgenössische Kunst im Malerdorf entste- hen zu lassen, - Räumlichkeiten für begleitende kulturelle Angebote, so dass alle Kunstinteres- sierten hier eine Heimat finden, und - Archivräume für den Bilderbestand der Ortsverwaltung und von Vereinen. Insgesamt dient dieses Haus dazu, die künstlerische Tradition Grötzingens zu bewah- ren und in Zukunft fortzuschreiben. Darüber hinaus stellt es einen touristischen Anzie- hungspunkt dar. In der Ortschaftsratsitzung vom 12.09.2012 wurde die Umnutzung vom bisherigen Wohngebäude in „Künstlerhaus“ vorberaten. Die Ortsverwaltung wurde beauftragt, die Planung und die Kostenermittlung für die Umnutzung der Niddastraße 6 voranzutrei- ben. Um den Gebäudezustand und die Nutzungsmöglichkeiten zu untersuchen, fanden im Juli und August verschiedene Ortstermine mit Statiker, Denkmalschutz sowie dem Freundeskreis Badisches Malerdorf und den Heimatfreunden statt. Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Grundsätzlich sind die Überlegungen der Ortsverwaltung mit denen der Vereine de- ckungsgleich: im Erdgeschoss sollen Galerieräume für Ausstellungen mit WC sowie im ersten Obergeschoss zwei Wohn-Ateliers (mit jeweils zwei Zimmer und gemeinsamer Küchen- und Badnutzung) für junge Künstler oder Kunststudenten entstehen. Hierzu sind Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Die Elektroinstallation muss erneuert und an die Bedürfnisse von Ausstellungsräumen und Ateliers bzw. dem Stand der Technik angepasst werden. Ebenso sind die Sanitär- und Heizungsanlagen anzupas- sen und zu ergänzen. Die Fenster sind größtenteils auszutauschen und die Wand-, Decken und Bodenflächen zu überarbeiten bzw. zu erneuern. Durch das Entfernen der Fensterbrüstungen auf der Ostseite im Erdgeschoss können die Ausstellungsräume über eine Treppe zum Rathausplatz hin geöffnet und dieser Raum mit einbezogen und genutzt werden. Die geschätzten Kosten für die Sanierungsmaßnahmen im Erdgeschoss u. ersten Obergeschoss belaufen sich auf ca. 150.000 Euro ohne eventuelle Zusatzkosten aus denkmal- bzw. bauordnungsrechtlichen Auflagen. Das Dachgeschoss ist derzeit noch vermietet und steht deshalb für eine künstlerische Nutzung und einen Umbau noch nicht zur Verfügung. Beschlussvorschlag: Der Ortschaftsrat billigt das Konzept eines „Künstlerhauses“ in dem städtischen Ge- bäude Niddastraße 6 (bisheriges Wohnhaus). Er beauftragt die Ortsverwaltung, einen entsprechenden Bauantrag auf Nutzungsänderung einzureichen, die Finanzierung der Baumaßnahmen zu klären und die Planung für die Gebäudeertüchtigung soweit voran- zutreiben, dass eine Ausschreibung der Arbeiten schnellstmöglich erfolgen kann.

  • Präambel KunsthausKünstlerhaus, Stand 13.09.2012
    Extrahierter Text

    Präambel Kunst- und Kulturhaus Badisches Malerdorf Grötzingen erhielt seinen Beinamen „Badisches Malerdorf“, als sich Maler der Großherzoglichen Kunstschule Karlsruhe Ende des 19. Jahrhunderts hier niedergelassen hatten, um in idyllischer Umgebung zu leben und zu arbeiten. Es entwickelte sich eine der bedeutenden Künstlerkolonien Deutschlands, die in der Fachwelt in einem Atemzug mit Worpswede und Murnau genannt wird. Der Reiz des Ortes, seit 1974 ein Karlsruher Stadtteil, ist bis heute ungebrochen. Noch immer leben viele Maler und Bildhauer hier. Mit dem Kunst- und Kulturhaus Badisches Malerdorf (Alternative: Im Fachwerkhaus) in der Niddastr. 6 entsteht in der Ortsmitte ein Kunst- und Kulturzentrum. Dieses Haus bietet - Galerieräume für Ausstellungen qualitativ hochwertiger aktueller Kunst, des Bilderbestandes der Ortsverwaltung sowie privater Sammler, der Werke der Grötzinger Künstlerkolonisten und der Werke von Künstlern, die in Grötzingen lebten und arbeiteten bis in die Gegenwart, - Wohnräume für junge Künstler, um zeitgenössische Kunst im Malerdorf entstehen zu lassen, - Räumlichkeiten für begleitende kulturelle Angebote, so dass alle Kunstinteressierten hier eine Heimat finden, und - Archivräume für den Bilderbestand der Ortsverwaltung und von Vereinen. Insgesamt dient dieses Haus dazu, die künstlerische Tradition Grötzingens zu bewahren und in Zukunft fortzuschreiben. Darüber hinaus stellt es einen touristischen Anziehungspunkt dar.