Fair gehandelte Produkte bei der Stadt Karlsruhe: Anfrage StRn Zürn, StR Fostiropoulos (Die Linke)

Vorlage: 30357
Art: Beschlussvorlage
Datum: 07.12.2017
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 16.10.2012

    TOP: 23

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • Linke-Fair gehandelte Produkte
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Sabine Zürn (Die Linke) Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die Linke) vom 18.09.2012 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 39. Plenarsitzung Gemeinderat 16.10.2012 1224 23 öffentlich Fair gehandelte Produkte bei der Stadt Karlsruhe 1. Welche fair gehandelten Produkte verwendet die Stadt Karlsruhe standardgemäß a) bei ihren Empfängen? b) bei sonstigen Anlässen? 2. Wie hoch ist der Anteil von je Fair-Trade-Kaffee und je Fair-Trade-Tee am Gesamtverbrauch von Kaffee und Tee, der von der Stadtverwaltung ausgegeben bzw. verwandt wird? 3. Wie hoch ist die Menge von Fair-Trade-Kaffee und Fair-Trade-Tee, den die Stadt durchschnittlich pro Jahr bezieht? 4. Kann sich die Stadtverwaltung vorstellen, generell z. B. Kaffee und Tee aus fairem Handel zu verwenden? Wenn nicht, wo liegen die Gründe? 5. Verwendet die Stadt bei Empfängen oder Veranstaltungen Blumen aus fairem Handel? - Wenn nein, warum nicht? 6. Welche Fair-Trade-Projekte unterstützt die Stadt in welcher Weise und mit welchem finanziellen Mittelaufwand? 7. Sieht die Stadtverwaltung angesichts der Bedeutung des fairen Handels für die Produzenten und Produzentinnen und angesichts immer schlechter werdender Lebensbedingungen weltweit von Kleinbauern und Landarbeiterinnen und Landarbeitern eigenen Nachholbedarf beim Bezug von Fair-Trade-Produkten und sonstiger Förderung des fairen Handels? Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Karlsruhe ist seit dem 1. September 2010 Fair-Trade-Stadt. Diese Auszeichnung wurde kürzlich für die nächsten 4 Jahre verlängert. Das ist erfreulich und basiert auf dem Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt. Wie weit die Verwendung von fair gehandelten Produkten und die Unterstützung des fairen Handels bei bzw. in der Stadtverwaltung gediehen sind, soll die Anfrage klären helfen. unterzeichnet von: Sabine Zürn Niko Fostiropoulos Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 5. Oktober 2012 Sachverhalt/Begründung:

  • Stellungnahme TOP 23
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadträtin Sabine Zürn (Die Linke) Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die Linke) vom: 18.09.2012 eingegangen: 18.09.2012 Gremium: 39. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 16.10.2012 1224 23 öffentlich Dezernat 5 Fair gehandelte Produkte bei der Stadt Karlsruhe 1. Welche fair gehandelten Produkte verwendet die Stadt Karlsruhe standard- gemäß a) bei ihren Empfängen? b) bei sonstigen Anlässen? Die Stadt Karlsruhe fördert schon seit langem den fairen Handel. So wurde im Juni 2008 die interne Dienstanweisung geändert, wonach nur noch Produkte, die nicht mit ausbeuterischer Kinderarbeit hergestellt werden, zu beschaffen sind. Im Jahre 2010 wurde Karlsruhe "Fairtrade Stadt". Vor wenigen Wochen wurde die- ses Zertifikat erneuert. Über die ökofaire Beschaffung durch die Stadtverwaltung wird wiederkehrend be- richtet - zuletzt am 09.12.2011 im Ausschuss für Umwelt und Gesundheit. Der Be- richt ist im Internet abrufbar. (http://www.karlsruhe.de/b3/natur_und_umwelt/umweltschutz/oekofaireskarlsruhe/b eschaffung/aktuelles.de) Hieraus kann entnommen werden, dass die Stadtverwaltung neben ökofairem Kaf- fee Blumen und auch andere Produkte wie z. B. Dienstkleidung und Pflastersteine aus fairem Handel verwendet. Bei Empfängen und sonstigen Anlässen (beispielsweise Sitzungen) im Rathaus und im Gästehaus der Stadt verwendet die Stadt Karlsruhe fair gehandelten Kaffee, fair gehandelten Zucker und fair gehandelten Tee. 2. Wie hoch ist der Anteil von je Fair-Trade-Kaffee und je Fair-Trade-Tee am Ge- samtverbrauch von Kaffee und Tee, der von der Stadtverwaltung ausgegeben bzw. verwandt wird? Konkrete Mengenangaben und Anteile können nicht genannt werden, da die Be- schaffungen dezentral erfolgen und hierüber keine Statistiken geführt werden. Aus der o. g. Umfrage des Umwelt- und Arbeitsschutzes kann geschlossen werden, dass mehr als die Hälfte der antwortenden Dienststellen fairen Kaffee verwenden. Seite 2 3. Wie hoch ist die Menge von Fair-Trade-Kaffee und Fair-Trade-Tee, den die Stadt durchschnittlich pro Jahr bezieht? Siehe Antwort zu Frage 2 4. Kann sich die Stadtverwaltung vorstellen, generell z. B. Kaffee und Tee aus fairem Handel zu verwenden? Wenn nicht, wo liegen die Gründe? Siehe Antworten zu Fragen 1 +2 5. Verwendet die Stadt bei Empfängen oder Veranstaltungen Blumen aus fairem Handel? - Wenn nein, warum nicht? Ja, es werden Blumen aus fairem Handel, aus heimischem Anbau oder aus der Produktion der Stadtgärtnerei verwendet. Die Dekorationen für die Empfänge, aber auch Blumenpräsente der Stadtverwaltung werden von der Dekorationsgruppe des Gartenbauamtes erstellt. Bei der Beschaffung des Pflanzenmaterials wird generell darauf geachtet, Produkte aus fairem Handel zu beziehen. Der Einkauf erfolgt auf dem Karlsruher Großmarkt. Dort werden Produkte eingekauft, die unter Labels wie "Fair Trade" oder "Fair Flowers Fair Plants" angeboten werden. Darüber hinaus werden Produkte von heimischen Anbietern verwendet sowie aus der Eigenproduk- tion der Stadtgärtnerei. 6. Welche Fair-Trade-Projekte unterstützt die Stadt in welcher Weise und mit welchem finanziellen Mittelaufwand? Die Stadt Karlsruhe unterstützt Fair-Trade-Projekte durch den Einkauf fair gehan- delter Produkte. 7. Sieht die Stadtverwaltung angesichts der Bedeutung des fairen Handels für die Produzenten und Produzentinnen und angesichts immer schlechter wer- dender Lebensbedingungen weltweit von Kleinbauern und Landarbeiterinnen und Landarbeitern eigenen Nachholbedarf beim Bezug von Fair-Trade- Produkten und sonstiger Förderung des fairen Handels? Grundsätzlich ist die Verwaltung der Auffassung, dass fairer Handel auch weiterhin unterstützt, gefördert und - auch seitens der Stadtverwaltung selbst - ausgeweitet werden sollte. Dies entspricht auch den Millennium-Zielen der Stadt.