Plätze für P+M (Antrag der FDP-OR-Fraktion)

Vorlage: 30097
Art: Beschlussvorlage
Datum: 03.09.2012
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Durlach

Beratungen

  • Ortschaftsrat Durlach

    Datum: 12.09.2012

    TOP: 4

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • TOP 4, Antrag
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Stadtamt Durlach ANTRAG FDP-Fraktion vom 20.06.12 eingegangen am 21.06.12 Gremium: Termin: TOP: Verantwortlich: Ortschaftsrat Durlach 12.09.12 4 öffentlich Stadtplanungsamt Plätze für P+M Nicht immer ist es möglich, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen oder mit dem Kollegen von zu Hause zur Arbeit zu fahren. Deshalb ist es dringend notwendig, Parkplätze für P+M (Parken und Mitfahren) einzurichten. Es müssen diese Plätze bei den Straßenbahnhaltestellen in den Außenbezirken und an den Autobahnzufahrten geschaffen werden. Es kann nicht sein, dass wertvoller Parkplatz in Durlach dauerhaft blockiert wird. Wir stellen den Antrag, die Verwaltung möge die Straßenbahnhaltestellen überprüfen, ob nicht in deren Nähe P+M-Plätze geschaffen werden können, z .B. beim Zündhütle. Ebenso soll bei den Autobahnzufahrten nach Abstellflächen für P+M gesucht werden, z. B. im Bereich „Karlsruhe-Mitte“ und in den Kleeblättern „Ka- Durlach“. Weiterhin interessiert die Frage, wann die B 10 von 4 auf 2 Spuren zurückgebaut wird, um damit ohne großen Aufwand am Bahnhof Durlach P+M-Plätze zu bekommen. Unterzeichnet von: Dipl.- Ing. Günther Malisius, Dr. Horst Dilger, Dr. Angelika Fink-Sontag, Dr. Jan Kowalski,

  • TOP 4, STELLUNGNAHME
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zum Antrag FDP-OR-Fraktion vom: 20.06.12 eingegangen: 21.06.12 Gremium: Ortschaftsrat Durlach Termin: TOP: Verantwortlich: 12.09.12 4 öffentlich Stadtplanungsamt Plätze für P+M - Kurzfassung - P+M ist aus verkehrsplanerischen Gründen zu begrüßen, sollte allerdings nicht in Konkurrenz zu P+R, öffentlichen Verkehrsmitteln und bewirtschafteten Stellplätzen treten. Standorte an Straßenbahnhaltestellen sind daher kritisch zu sehen. Die An- schlussstellen der Bundesautobahnen bieten sich als Standorte an, allerdings er- scheint es hier schwierig, weitere Flächen zu finden. Besonders geeignet erscheint der nördliche Verlauf der alten B10, hier könnten mittelfristig in sehr verkehrsgünsti- ger Lage Flächen in P+M-Plätze umgewidmet werden. Eine weitere Planung kann erfolgen, sobald über die barrierefreie Anbindung des Bahnhofs Durlach entschieden ist. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch: Städtischen Haushalt Investitionspauschale Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Abhängig von Ort und Umfang der Maßnah- me Abhängig von Ort und Umfang der Maßnahme Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit VBK Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Bei dem genannten Parken und Mitnehmen (P+M) reisen privat organisierte Fahr- gemeinschaften mit mehreren Pkws zu einem Sammelpunkt, um von diesem ge- meinsam in einem Fahrzeug die Fahrt fortzusetzen. Auf diese Weise kann der durchschnittliche Besetzungsgrad der Pkws erhöht werden, was sowohl ökologisch als auch im Sinne des Verkehrsflusses zu begrüßen ist. Für die Nutzer von P+M er- geben sich außerdem Kostenvorteile. Da sämtliche Teilwege bei P+M mit dem Pkw stattfinden, ist eine Anbindung an den öffentlichen Verkehr nicht erforderlich, oft sogar nachteilig: Ansonsten kann das P+M-Angebot in direkte Konkurrenz zu P+R (Park and Ride/Rail), zu bewirtschafte- ten Parkplätzen sowie dem öffentlichen Verkehr treten. Geeignete Standorte für P+M sollten daher bevorzugt an Hauptachsen des Kraftverkehrs gesucht werden. Das Land Baden-Württemberg weist in der Nähe von Karlsruhe zwei P+M-Standorte im Zuge der Bundesautobahnen aus, bei den Anschlussstellen Karlsruhe-Süd und Karlsbad. Grundsätzlich wären Standorte an weiteren Karlsruher Anschlussstellen zu begrüßen, sind aber auf Grund des Flächenbedarfs schwer zu realisieren. Mög- licherweise wäre eine praktikable Lösung nahe der Anschlussstelle Durlach in der angrenzenden Untermühlsiedlung denkbar. Sollte dies gewünscht werden, ist eine nähere Prüfung erforderlich. Besonders geeignet erscheint die in dem Antrag ebenfalls genannte alte B 10. Durch die Eröffnung der BAB-Anschlussstelle Karlsruhe-Nord ist die Nachfrage auf der al- ten B 10 massiv gesunken, so dass die gegenwärtigen vier Fahrspuren auf zwei Fahrspuren rückgebaut und die verbleibenden Spuren in Parkraum umgewidmet werden könnten. Im Umfeld des Bahnhofs Durlach könnte dieser Parkraum von P+R-Kunden sowie Besuchern und Bewohnern Durlachs genutzt werden. Im weite- ren Verlauf nach Norden wären die Fußwege zum Bahnhof und dem Durlacher Stadtkern jedoch recht weit, so dass sich dieser Abschnitt hervorragend für P+M- Nutzer anbieten würde. Dies würde sich auch gut mit bereits diskutierten Sportstät- ten im Gelände der „Unteren Hub“ ergänzen, da diese Sportstätten vornehmlich in den Abendstunden und am Wochenende frequentiert würden, während P+M-Nutzer zumeist tagsüber an Werktagen Parkraum benötigen. Da die rückgebaute alte B 10 direkt angrenzen würde, wären eine sehr gute Erschließung sowie eine soziale Kon- trolle des Parkraums gewährleistet. Der Rückbau der alten B 10 ist grundsätzlich bereits jetzt möglich. Gegenwärtig prü- fen die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) eine barrierefreie Anbindung des Bahn- hofs Durlach an die Untermühlsiedlung. Sobald hier eine Variantenentscheidung ge- troffen ist, kann in die konkrete Planung der Neugestaltung der alten B 10 eingestie- gen werden.