Biomassenkonzept: Realisierung einer Trockenvergärungsanlage zur stofflichen und energetischen Verwertung der städt. Bioabfälle am Standort des Anlagenverbunds Ost hierzu Sachstand der Reklultivierung der Durlacher Mülldeponie (Anfrage d
| Vorlage: | 30095 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 03.09.2012 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Durlach |
Beratungen
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STADT KARLSRUHE Stadtamt Durlach ANFRAGE FDP-Fraktion vom 31.7.2012 Gremium: Termin: TOP: Verantwortlich: Ortschaftsrat Durlach 12.09.12 2 öffentlich Amt für Abfallwirtschaft Sachstand der Rekultivierung der Durlacher Mülldeponie Die Durlacher Mülldeponie wurde geschlossen, nachdem nun der Müll entweder verbrannt oder vergärt werden muss und nicht brennbarer Müll anderweitig entsorgt wird. Vor Jahren wurde uns vom zuständigen Karlsruher Bürgermeister gesagt, dass in den Müllgebühren ein gewisser Anteil enthalten ist, der für die Rekultivierung der Müllkippe benötigt wird. Deshalb nun unsere Fragen, neben einem Bericht über den Sachstand der Rekultivierung, wie es zukünftig mit den Anlagen auf der Durlacher Mülldeponie weiter geht. * Wieviel Geld wurde bis jetzt für die Rekultivierung zurückgelegt? * Welche Rekultivierungsmaßnahmen werden nun ergriffen? * Wie sieht der Terminplan für die Rekultivierung aus? * Was passiert mit der Holzhackschnitzelanlage auf der Deponie, die seit Jahren still steht? * Wieviel Strom wird mit dem Generator momentan erzeugt, der mit dem aus der Deponie abgesaugten Gas betrieben wird? * Mit welchen Voraussetzungen wurde die Stromgewinnungsanlage gebaut und was wurde über die bisherige Laufzeit wirklich erzielt? * Was passiert momentan mit dem Deponie-Sickerwasser? Unterzeichnet von: Dipl.- Ing. Günther Malisius, Dr. Horst Dilger, Dr. Angelika Fink-Sontag, Dr. Jan Kowalski,
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STELLUNGNAHME zur Anfrage FDP-OR-Fraktion vom: 31.07.12 eingegangen: 31.07.12 Gremium: Ortschaftsrat Durlach Termin: TOP: Verantwortlich: 12.09.12 2 öffentlich Amt für Abfallwirtschaft Sachstand der Rekultivierung der Durlacher Mülldeponie - Kurzfassung - Sachstand: ca. 51.000 m² begrünte Deponieböschungen mit Bodenabdeckung ca. 43.100 m² Deponieflächen mit temporärer KDB- Abdeckung ca. 6.800 m² befestigte Verkehrsflächen und Betriebsstraßen Z.Zt. wird ein Warmwasserholzkessel gebaut. Die Bionassvergärungsanlage soll durch eine Trockenvergärungsanlage ersetzt werden. Rücklagen für Rekultivierung: Über die Müllgebühren wurde eine Rücklage von 15.763.895,77 € gebildet. Weiteres Vorgehen - Termine: 2013: Sanierung Entwässerung West- und Nordhang 2014-2017: Oberflächenabdichtung in zwei Bauabschnitten Holzhackschnitzelanlage: Die Holzhackschnitzelanlage wurde 2007 stillgelegt und 2011, 2012 zurückgebaut. Stromerzeugung: Aktuell im Jahr 2012 bis 31.07.2012 - 773.066 kWh Strom und 278 MWh Wärme erzeugt. Effizienz des Gasmotors: 01.07.2009 - 31.07.2012: Strom: 5.015.792 kWh Wärme: 1222,20 MWh Erlös: 619.267,56 € Sickerwasser: Seit September 2007 wird das Sickerwasser mit Tankwagen auf die Dep. West gefahren. Finanzielle Auswirkungen nein X ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch: Städtischen Haushalt Investitionspauschale Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein X ja Handlungsfeld: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Sachstand: im Zuge der letzten Profilierungsarbeiten wurde der Kuppen- und östliche Bö- schungsbereich zur Minimierung der Sickerwasserbildung und der Deponiegasemis- sionen mit einer sog. Kunststoffdichtungsbahn (KDB), Stärke 1 mm temporär abge- deckt. Die nördlichen und westlichen Böschungsflächen weisen eine geschlossene begrün- te Bodenabdeckung auf. Die geordnete Entwässerung der „abgedeckten“ Deponieflächen (Ableitung der Ab- flüsse aus Niederschlag) wird durch ein temporäres Entwässerungssystems gewähr- leistet. die Oberflächensituation der Deponie stellt sich wie folgt dar: ca. 51.000 m² begrünte Deponieböschungen mit Bodenabdeckung ca. 43.100 m² Deponieflächen mit temporärer KDB- Abdeckung ca. 6.800 m² befestigte Verkehrsflächen und Betriebsstraßen Die gesamte Oberfläche, ca. 101.000 m² ist nach Abklingen der Setzungen noch herzustellen. Im Rahmen der Stilllegungsphase sind sämtliche aus der Betreiberpflicht begründete genehmigungsrechtliche und anlagenspezifische Betriebs- Wartungs- und Unterhal- tungsarbeiten weiterzuführen. Dies sind insbesondere: Betrieb Deponiegasanlage (Behandlung und Verwertung) Wartung und Unterhaltung Deponiegassystem (Zustands-, Sicherheitskontrolle, Sanierungsarbeiten etc.) Wartung und Unterhaltung Entwässerungssysteme (Reinigung, Zustandskon- trolle, Reparaturarbeiten etc.) Wartung und Unterhaltung der bestehenden Verkehrsflächen und Betriebsstra- ßen Unterhaltung und Pflege der begrünten Deponieböschungen Z.Zt. wird unter Federführung der Stadtwerke ein Warmwasserholzkessel zur Ver- sorgung des Gewanns 50 Morgen mit Warmwasser gebaut. Die bestehende Bionassvergärungsanlage soll durch eine Trockenvergärungsanlage ersetzt werden. Die Planungen zur Leistungsphase 3 = Entwurfsplanung sind Anfang September abgeschlossen. Über das weitere Vorgehen entscheidet der Gemeinde- rat. Rücklagen für Rekultivierung: Über die Müllgebühren wurde eine Rücklage von 15.763.895,77 € gebildet. Diese reicht aus um die bis zum voraussichtlichen Ende der Stilllegungsphase im Jahre 2048 anfallenden Kosten für Rekultivierung und Betrieb zu decken. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Weiteres Vorgehen - Termine: 2013: Bereich Westhang: Bau einer Abfangdrainage entlang des Böschungsfußes im Eisenhafengrund zur Fassung von Sickerwasseraustritten und als Ersatz für die defekte Tiefendrainage. Sanierung, bzw. Neubau der alten nicht Sickerwasserresistenten Betonschächte. Bereich Nordhang: Rückbau der ehemaligen Sickerwasserleitung und Bau einer neuen Abfangdrainage am Böschungsfuß. 2014: Beginn Oberflächenabdichtung in zwei Bauabschnitten 1. Bauabschnitt: Gesamter nördlicher und westlicher Böschungsbereich bis Betriebsstraße, ca. 43.800 m²; Ausführung: 2014 - 2015. 2. Bauabschnitt: Gesamter Kuppenbereich, ca. 57.200 m²; Ausführung: 2016-2017. 2018: Beginn Stilllegungsphase. Dauer: 30 Jahre. Holzhackschnitzelanlage: Die Holzhackschnitzelanlage wurde 2007 stillgelegt und 2011, 2012 zurückgebaut. Ersatz s. oben Stromerzeugung: Der Gasmotor wird mit dem gewonnenen Gas aus der bestehenden Nassvergä- rungsanlage und dem abgesaugten Deponiegas betrieben. Hierbei ist der Anteil aus dem Deponiegas mit max. 10 % zu bewerten. Aktuell wurde im Jahr 2012 bis 31.07.2012 - 773.066 kWh Strom und 278 MWh Wärme erzeugt. Effizienz des Gasmotors: Inbetriebnahme 01.07.2009 2009: 1.105.474 kWh Strom; 20,90 MWh Wärme; Erlös: 137.699,68 € 2010: 2.021.404 kWh Strom; 81,00 MWh Wärme Erlös: 203.353,90 € 2011: 1.811.808 kWh Strom; 842,30 MWh Wärme Erlös: 195.139,72 € 2012: 77.106 kWh Strom; 278,00 MWh Wärme Erlös: 83.074,26 € Summe: Strom:5.015.792 kWh Wärme: 1222,20 MWh Erlös: 619.267,56 € Die erzeugte Leistung entspricht den Erwartungen. Sickerwasser: Seit September 2007 wird das Sickerwasser mit Tankwagen zur Behandlungsanlage auf der Deponie West gefahren.