Anfrage StRn Zürn, StR Fostiropoulos (Die Linke): Jugendliche ohne Ausbildung in Karlsruhe
| Vorlage: | 29697 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 18.06.2012 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Durlach |
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STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Sabine Zürn (Die Linke) Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die Linke) vom 20. April 2012 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 36. Plenarsitzung Gemeinderat 26.06.2012 1113 21 öffentlich Jugendliche ohne Ausbildung in Karlsruhe 1. Wie viele Schülerinnen und Schüler mit Haupt- oder Realschulabschluss haben je in den Schuljahren 2009, 2010 und 2011 in Karlsruhe keine Ausbildung nach dem Schulabschluss aufgenommen bzw. aufnehmen können? Bitte aufschlüsseln nach: a) Haupt- oder Realschule b) mit oder ohne Migrationshintergrund c) weiblich oder männlich 2. Welche Gründe liegen nach Auffassung der Stadtverwaltung diesem Ergebnis zugrunde? 3. Wie viele Jugendliche haben in Karlsruhe je in den Jahren 2009, 2010 und 2011 ihre Ausbildung im ersten Lehrjahr abgebrochen? Bitte aufschlüsseln wie in Frage 1 4. Welche Gründe haben zu den Abbrüchen geführt? 5. Welche Unterstützungsmöglichkeiten kann die Stadt oder die zuständigen Kammern Jugendlichen anbieten, die a) nach dem Schulabschluss keinen Ausbildungsplatz gefunden haben b) ihre Ausbildung abgebrochen haben? 6. Inwieweit verändert der demografische Wandel die Situation von jugendlichen Schulabgängerinnen und Schulabgängern der Karlsruher Haupt- und Realschulen in Bezug auf eine anschließende Ausbildung? Seite 2 __________________________________________________________________________________________ 7. Wie ist die Stadt und wie sind und die zuständigen Kammern darauf vorbereitet? 8. Wie viele Jugendliche, die in den Jahren vor 2010 die Haupt- oder Realschule abgeschlossen und bis heute keine Ausbildung angetreten haben, gibt es in Karlsruhe (Warteschlange)? 9. Welche Hilfsmöglichkeiten können diesen Jugendlichen angeboten, doch noch einen Ausbildungsplatz zu erhalten? 10. Ist die Stadtverwaltung der Auffassung, dass die Datenlage von Schulabgängerinnen und Schulabgängern der Haupt- und Realschulen in Bezug auf ihren weiteren Ausbildungs- und Berufsweg verbessert werden sollte? Wenn ja, wie und in welcher Weise? Nach dem Schulabschluss keinen Ausbildungsplatz zu bekommen oder die Ausbildung abzubrechen, stellt eine schwere Hypothek für die weitere berufliche Karriere von Jugendlichen dar. Wenn durch den demografischen Wandel weniger Jugendliche aus Haupt- und Realschulen in den Arbeitsmarkt kommen, sollte sich deren Situation prinzipiell verbessern. Ob und wie weit das der Fall ist, soll die Anfrage klären helfen. unterzeichnet von: Sabine Zürn Niko Fostiropoulos Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 14. Juni 2012 Sachverhalt/Begründung:
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STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die Linke) Stadträtin Sabine Zürn (Die Linke) vom: 20.04.2012 eingegangen: 20.04.2012 Gremium: 36. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 26.06.2012 1113 21 öffentlich Dez. 3 Jugendliche ohne Ausbildung in Karlsruhe 1. Wie viele Schülerinnen und Schüler mit Haupt- oder Realschulabschluss ha- ben je in den Schuljahren 2009, 2010 und 2011 in Karlsruhe keine Ausbildung nach dem Schulabschluss aufgenommen bzw. aufnehmen können? Bitte aufschlüsseln nach: a) Haupt- und Realschule b) mit und ohne Migrationshintergrund c) weiblich oder männlich Dem Bürgermeisteramt liegen keine entsprechenden Daten vor, da die geforderten Daten nicht zentral unter den genannten Gesichtspunkten erfasst werden. Je nach der persönli- chen Situation bzw. Ambition Betroffener liegen z. B. beim Jobcenter einzelne Daten vor. Die Veröffentlichung dieser Daten stößt im Hinblick auf den Datenschutz an ihre Grenzen. 2. Welche Gründe liegen nach Auffassung der Stadtverwaltung diesem Ergebnis zugrunde? Nach den Auskünften der Handwerkskammer können in einzelnen Berufszweigen nicht mehr alle Ausbildungsplätze besetzt werden, da es keine Bewerberinnen und Bewerber gibt. Alle dem Ausbildungsmarkt zur Verfügung stehenden Jugendlichen werden in speziellen Kursen geschult, damit sie die Ausbildungsreife erlangen. 3. Wie viele Jugendliche haben in Karlsruhe je in den Jahren 2009, 2012 und 2011 Ihre Ausbildung abgebrochen? Bitte aufschlüsseln wie in Frage 1 Dem Bürgermeisteramt liegen keine entsprechenden Daten vor (siehe Frage 1). Seite 2 4. Welche Gründe haben zu den Abbrüchen geführt? Aufgrund des fehlenden Datenmaterials kann hierzu keine Aussage getroffen werden. 5. Welche Unterstützungsmöglichkeiten kann die Stadt oder die zuständigen Kammern Jungendlichen anbieten, die a) nach dem Schulabschluss keine Ausbildungsplatz gefunden haben? b) ihre Ausbildung abgebrochen haben? Es gibt eine Vielzahl von Qualifizierungsangeboten der verschiedenen Träger und Institu- tionen. Beispiele sind: Berufsberatung der Agentur für Arbeit Karlsruhe Schulprojekt „Die 2. Chance“ der AWO Karlsruhe Stadt e. V. Hauptschulabschlusskurse des Vereins für Jugendhilfe Karlsruhe e. V. 6. Inwieweit verändert der demografische Wandel die Situation von jugendli- chen Schulabgängerinnen und Schulabgängern der Karlsruher Haupt- und Realschulen in Bezug auf eine anschließende Ausbildung? Jede Schulabgängerin bzw. Abgänger hat die realistische Chance, einen Ausbildungsplatz zu finden. 7. Wie ist die Stadt und wie sind die zuständigen Kammern darauf vorbereitet? Die Jugendlichen werden durch vielfältige Informationen auf die Ausbildungsplätze bzw. -gänge hingewiesen. Beispiele sind: Berufsbildungsmessen der IHK Karlsruhe Infotour „Azubi gesucht - Nachwuchs gewinnen“ der Handwerkskammer Karlsruhe Azubi-Börse Durlach der Pestalozzischule Durlach 8. Wie viele Jugendliche, die in den Jahren vor 2010 die Haupt- oder Realschule abgeschlossen und bis heute keine Ausbildung angetreten haben, gibt es in Karlsruhe (Warteschlange)? Es liegen keine entsprechenden Daten vor (siehe Frage 1). Seite 3 9. Welche Hilfsmöglichkeiten können diesen Jugendlichen angeboten werden, noch einen Ausbildungsplatz zu erhalten. Es gibt eine Vielzahl von Qualifizierungsangeboten der verschiedenen Träger und Institu- tionen (siehe Frage 5). 10. Ist die Stadtverwaltung der Auffassung, dass die Datenlage von Schulabgän- gerinnen und Schulabgängern der Haupt- und Realschulen in Bezug auf ihren weiteren Ausbildungs- und Berufsweg verbessert werden sollte? Ja - sinnvoll wäre eine zentrale Datenerfassung unter Beachtung der Datenschutzbestim- mungen.