Antrag KAL: Teilnahme am Diesterweg-Stipendium
| Vorlage: | 29418 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 04.05.2012 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadtrat Lüppo Cramer (KAL) Stadträtin Margot Döring (KAL) KAL-Gemeinderatsfraktion vom 2. April 2012 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 35. Plenarsitzung Gemeinderat 15.05.2012 1083 10 öffentlich Teilnahme am Diesterweg-Stipendium Die Stadt Karlsruhe prüft, am Diesterweg-Stipendium der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt teilzunehmen. Das Diesterweg-Stipendium fördert Schüler und Schülerinnen mit gutem Leistungs- potenzial bei gleichzeitigem sprachlichen Förderbedarf während des Übergangs von der Grundschule auf weiterführende Schulen. Ziel des Diesterweg-Stipendiums ist es: „...den Kindern eine ihren Begabungen entsprechende schulische Laufbahn zu ermöglichen und ihre Eltern in die Lage zu versetzen, sie dabei bestmöglich zu un- terstützen.“ (http://www.sptg.de/1diesterweg-stipendium.aspx) Eine besondere Stärke dieses wissenschaftlich begleiteten Projekts ist die Förderung der ganzen Familie. Damit die Kinder dauerhaft eine erfolgreiche Schullaufbahn durchleben können, muss ihr familiäres Umfeld dies unterstützen. Ziel des zweijähri- gen Stipendiums ist es, Kinder wie Erwachsene in die Angebote einzubinden. Die Eltern sollen zu kompetenten „Bildungsbegleitern“ ihrer Kinder werden. Die meisten Untersuchungen zum demografischen Wandel zeigen, dass unsere Ge- sellschaft auf keinen potentiellen Leistungsträger verzichten kann. Andere Studien zeigen hingegen, dass gerade Kinder mit Migrationshintergrund im deutschen Schul- system zurückbleiben. Meist scheitern sie an sprachlichen Hürden und fehlender fa- miliärer Unterstützung. Zudem ist die Bildungsferne und -nähe der Eltern/Familie immer noch ein stark bestimmender Faktor für die Schulabschlüsse von Kindern. Das Diesterweg-Stipendium will dem entgegenwirken. Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Die Stadt Karlsruhe kann hier auf ein bereits erprobtes und erfolgreiches Konzept zugreifen. Erfahrungen mit dem Diesterweg-Stipendium gibt es bereits in Frankfurt oder Hannover. unterzeichnet von: Lüppo Cramer Margot Döring Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 3. Mai 2012
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag KAL-Gemeinderatsfraktion vom: 02.04.2012 eingegangen: 02.042012 Gremium: 35. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 15.05.2012 1083 10 öffentlich Dezernat 3 Teilnahme am Diensterweg-Stipendium - Kurzfassung - Die Verwaltung prüft im Benehmen mit der Schulaufsicht, inwieweit ein Bedarf für das Diesterweg-Stipendium vorhanden ist und wie gegebenenfalls die Trägerschaft für dieses Konzept aussehen könnte. Die Ergebnisse werden im Schulbeirat vorgestellt. Finanzielle Auswirkungen des Antrages nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen in voller Höhe zur Verfügung. Kontierungsobjekt: PSP-Element: Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Der Pädagoge Adolph Diesterweg gehört zu den Gründern der Polytechnischen Gesell- schaft e. V. Das nach ihm benannte Diesterweg-Stipendium ist das erste Familien-Bildungs- Stipendium in Deutschland. Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft vergibt seit 2008 Sti- pendien für begabte Kinder aus finanzschwachen Familien in Frankfurt. Die Satzung der Stiftung Polytechnische Gesellschaft gibt vor, dass die Stiftungsgelder nur für Projekte in Frankfurt verwendet werden dürfen. Mit der Vorgabe, dass Name und Format des Diesterweg-Stipendiums beibehalten werden, stellt die Stiftung Konzept, Know-how und Logo auch anderen interessierten Trägern zur Verfügung. In Hannover wird das Konzept bereits umgesetzt, und noch in diesem Jahr wird das Stipen- dium auch in Hamburg vergeben werden. Andere Städte wie Darmstadt und Eschborn pla- nen, ein entsprechendes Projekt vor Ort umzusetzen. Die Verwaltung prüft im Benehmen mit der Schulaufsicht, inwieweit ein Bedarf für das Dies- terweg-Stipendium vorhanden ist und wie gegebenenfalls die Trägerschaft für dieses Kon- zept aussehen könnte. Die Ergebnisse werden im Schulbeirat vorgestellt.