Antrag CDU: Hochhauskonzept
| Vorlage: | 29416 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 04.05.2012 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) Stadtrat Thorsten Ehlgötz (CDU) Stadtrat Tilman Pfannkuch (CDU) CDU-Gemeinderatsfraktion vom 28. März 2012 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 35. Plenarsitzung Gemeinderat 15.05.2012 1081 8 öffentlich Hochhauskonzept Die CDU-Fraktion beantragt: Die Verwaltung wird beauftragt, eine Bedarfsanalyse für Hochhäuser in Karlsruhe der Kategorie I und II zu erstellen und mögliche Standorte für ein Hochhauskonzept zu erkunden. Sachverhalt/Begründung: Karlsruhe ist eine prosperierende Großstadt inmitten von Europa. Nach einhelliger Einschätzung spielt der andernorts negative demografische Wandel hier eine untergeordnete Rolle, wie anhand der Einwohnerzahlen in Karlsruhe sichtbar wird. Für Karlsruhe ist sogar ein kontinuierlicher Bevölkerungszuwachs festzustellen, der die nächsten Jahre anhält. Um hierfür in Zukunft ein zusätzliches Angebot an attraktiven Wohn- und Büroräumen zur Verfügung zu stellen, wäre es sinnvoll, dass die Verwaltung in Karlsruhe Grundstücke ausweist, auf denen es Bauträgern möglich sein wird, Hochhäuser zu planen. Um eine genaue Lage feststellen zu können, ist unserer Meinung nach eine Bedarfsanalyse zu erstellen, in der die Lage der Standorte zu begutachten ist. Damit einhergehend ist es nach unserer Einschätzung sinnvoll, dass die Verwaltung mögliche Standorte für ein Hochhauskonzept untersucht. unterzeichnet von: Gabriele Luczak-Schwarz Thorsten Ehlgötz Tilman Pfannkuch Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 3. Mai 2012
-
Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag CDU-Gemeinderatsfraktion vom: 28.03.2012 eingegangen: 28.03.2012 Gremium: 35. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 15.05.2012 1081 8 öffentlich Dez. 6 Hochhauskonzept - Kurzfassung - Das Teilprojekt „Räumliches Leitbild“ des Konzeptes für eine Stadtausstellung soll im Dop- pelhaushalt 2013/14 ausgeführt werden. Im Räumlichen Leitbild, als städtebauliche Strate- gie des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts Karlsruhe 2020, werden die räumlichen Rahmenbedingungen, Potenzialräume und Zonen des Bewahrens im gesamten Stadtgebiet definiert. Ein wesentlicher Untersuchungsgegenstand ist die Suche nach ungenutzten Flä- chenpotenzialen für Wohnen und Gewerbe. Hierbei fließen auch die bereits 2005 getroffe- nen Vorüberlegungen für mögliche Hochhausstandorte in Karlsruhe ein. Unter Wahrung wichtiger Blickbeziehungen und stadträumlicher Besonderheiten sowie unter Berücksichti- gung des Stadtklimas und der Lufthygiene sollen mögliche Flächen sowie Ausschlussflä- chen für weitere Hochhausstandorte im Rahmen des Räumlichen Leitbildes aufgezeigt wer- den. Finanzielle Auswirkungen des Antrages nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Stadtbild/ Städtebau Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Hervorragende Wirtschaftsstruktur, hohe Attraktivität der Arbeitsplätze und beste Bedingun- gen für schulische, berufliche sowie universitäre Ausbildung und nicht zuletzt der generelle Trend zurück in die Stadt lassen Karlsruhe seit über zehn Jahren zu den wenigen wachsen- den deutschen Großstädten zählen mit aktuell 303.066 Haupt- und Nebenwohnsitzen. Seit über zehn Jahren verbucht Karlsruhe stetige jährliche Wanderungsgewinne von durch- schnittlich über 2.000 meist jungen Erwachsenen. Diese Zuzugsgewinne junger Erwerbsfä- higer sorgen für stabile Geburtenzahlen, überkompensieren die relativ geringen Verluste aus den Sterbeüberschüssen und tragen das Bevölkerungswachstum in Karlsruhe maßgeblich. Die neueste Bevölkerungsprognose geht davon aus, dass sich im prosperierenden Szenario mit weiterhin positiver wirtschaftlicher Entwicklung die Zahl der Wohnberechtigten bis 2020 auf 309.000 Personen erhöhen wird. Hält die Zuzugsfreudigkeit auch in der Dekade zwi- schen 2020 und 2030 an, ist mit weiteren 6.000 Wohnberechtigten in Karlsruhe zu rechnen. Die Zahl der Haupt- und Nebenwohnsitze könnte dann bei rund 315.000 Personen und da- mit um 12.000 Personen über dem heutigen Stand liegen. Neue Konzepte der Nachverdichtung und des sparsamen Umgangs mit Baugrund sind un- abdingbar, wenn der wachsenden Attraktivität der Stadt auch in der notwendig werdenden Bereitstellung von Wohn- und Gewerbeflächen innerhalb der Stadtgrenzen Rechnung getra- gen werden soll. In Zusammenarbeit mit dem KIT ist 2010 ein Konzept für eine "Stadtausstellung Karlsruhe 2015 - Die Stadt neu sehen" entstanden. Aus Gründen der Haushaltskonsolidierung kann dieses Projekt zum 300. Stadtgeburtstag nur in einem sehr beschränkten Umfang durchge- führt werden. Das Stadtplanungsamt wurde beauftragt, das Teilprojekt "Räumliches Leitbild" unter Beteiligung der Öffentlichkeit umzusetzen. Das Räumliche Leitbild, das als tragende Strategie des Handlungsfelds „Städtebau“ im Integrierten Stadtentwicklungskonzept Karls- ruhe 2020 verankert ist, soll richtungweisende Vorgaben für die gewünschte stadträumliche Entwicklung Karlsruhes vor dem Hintergrund des Klimawandels, des demografischen Wan- dels und neuer Wohnwünsche enthalten. Ziel des Räumlichen Leitbildes ist eine Darstellung, in der räumliche Rahmenbedingungen, Potenzialräume und Zonen des Bewahrens definiert werden. Dabei werden aktuelle Vorha- ben und Programme einbezogen. Das Räumliche Leitbild soll als ein Wegweiser und wichti- ges Arbeitsinstrument für die künftige Stadtplanung dienen. Räumliche und thematische Planungen sind zwischen den Maßstäben und Disziplinen zu vernetzen und bestehende Planungen (z. B. Plätzekonzept, Vorentwurf Hochhauskonzept) in Zusammenhang zu stel- len. Ein wesentlicher Untersuchungsgegenstand der zeitnah durchzuführenden Analyse ist die Suche nach ungenutzten Flächenpotenzialen für Wohnen und Gewerbe. Hierbei fließen auch die bereits 2005 getroffenen Vorüberlegungen für mögliche Hochhausstandorte in Karlsruhe ein. Unter Wahrung wichtiger Blickbeziehungen und stadträumlicher Besonderhei- ten sowie unter Berücksichtigung des Stadtklimas und der Lufthygiene sollen mögliche Flä- chen sowie Ausschlussflächen für weitere Hochhausstandorte im Rahmen des Räumlichen Leitbildes aufgezeigt werden. Bei Wohnhochhäusern sind auch soziale Auswirkungen zu prüfen. Der Vorentwurf zur Erarbeitung des Räumlichen Leitbildes wird im Mai dieses Jahres mit der Arbeitsgruppe und Vertretern der Fraktionen diskutiert. Es ist vorgesehen, das abgestimmte Konzept am 18.07.2012 im Planungsausschuss vorzustellen und die zur Umsetzung erfor- derlichen Mittel für den Doppelhaushalt 2013/2014 anzumelden.