Anfrage StR Honné, Manfred Schubnell, StRn Lisbach, StRn Dr. Ute Leidig (GRÜNE): Fahrrad-Abstellanlagen

Vorlage: 29284
Art: Beschlussvorlage
Datum: 17.04.2012
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 24.04.2012

    TOP: 15

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • GRÜNE-Fahrrad-Abstellanlagen
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadtrat Johannes Honné (GRÜNE) Stadtrat Manfred Schubnell (GRÜNE) Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) Stadträtin Dr. Ute Leidig (GRÜNE) vom 22. März 2012 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 34. Plenarsitzung Gemeinderat 24.04.2012 1060 15 öffentlich Fahrrad-Abstellanlagen 1. a) Wie viele Fahrrad-Stellplätze wurden im Jahr 2011 abgebaut und aus welchem Grund? b) Wie viele wurden neu angelegt, wie viele davon überdacht? c) Wie viele sind 2012 geplant und wie viele davon überdacht? d) Inwieweit wird dabei darauf geachtet, dass auch Platz für Fahrräder mit Anhänger vorhanden ist? 2. Inwieweit nutzt die Stadtverwaltung das Sonderprogramm des Landes, das für 2012 ein Extra-Budget für Fahrrad-Abstellanlagen an Verknüpfungspunkten zum öffentlichen Verkehr eingerichtet hat? Können dadurch zusätzliche Ständer eingerichtet werden? Wie soll der Mangel an der Vorder- und Rückseite des Hauptbahnhofs beseitigt werden? 3. Wie ist die bessere Versorgung der öffentlichen Einrichtungen in Karlsruhe mit Fahrradständern geplant? Karlsruhe ist eine Hochburg der Fahrrad-Diebstähle, 2011 mit 2.265 als gestohlen gemeldeten Fahrrädern bei unbekannter Dunkelziffer. Das kommt einer- seits daher, dass hier der Radverkehrs-Anteil sehr hoch ist und somit viele Fahrräder als potenzielle Diebstahlobjekte vorhanden sind. Aber es kommt auch daher, dass die Fahrräder oft nicht an einen Fahrrad-Ständer angeschlossen werden können und dadurch bei Diebstahl leicht abtransportierbar sind. In vergleichenden Untersuchungen wird beim Punkt Fahrradabstellanlagen im- mer wieder für Karlsruhe Handlungsbedarf signalisiert. Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Insbesondere an größeren Haltestellen ist die Ansammlung von Fahrrädern ein Ziel für Diebe. Die Landesregierung hat deshalb ein Sonderprogramm aufgelegt, das wir auch in Karlsruhe nutzen sollten. Gerade hier ist durch die langen Standzeiten der Fahrräder auch bei Regen eine Überdachung wichtig. Hinter dem Hauptbahnhof sind ja neue Ständer angekündigt. Aber auch im Bereich des Haupteingangs fehlen wei- terhin Stellplätze. Am Albtalbahnhof sind immer noch die veralteten "Felgenkiller" im Einsatz, bei denen es obendrein nicht möglich ist, die Fahrradrahmen anzuschließen. Vor öffentlichen Einrichtungen mit Publikumsverkehr sammeln sich oft Pulks von Fahrrädern an. Auch hier ist ein geregeltes Abstellen mit der Möglichkeit zum Anschließen der Räder wichtig. Ein Negativbeispiel ist der Zoo, der an allen Eingängen zusammen nur 6 Fahrrädern einen Stellplatz bietet. Auch rund um den Marktplatz und bei der Euro- pahalle stehen viel weniger Fahrrad-Ständer zur Verfügung, als nötig wären. Bei der Volkshochschule gibt es nur veraltete "Felgenkiller". unterzeichnet von: Johannes Honné Manfred Schubnell Bettina Lisbach Dr. Ute Leidig Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 13. April 2012

  • TOP 15
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) Stadträtin Dr. Ute Leidig (GRÜNE) Stadtrat Johannes Honné (GRÜNE) Stadtrat Manfred Schubnell (GRÜNE) vom: 22.03.2012 eingegangen: 22.03.2012 Gremium: 34. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 24.04.2012 1060 15 öffentlich Dez. 6 Fahrrad-Abstellanlagen 1. a) Wie viele Fahrrad-Stellplätze wurden im Jahr 2011 abgebaut und aus wel- chem Grund? Im Jahr 2011 ist die genaue Anzahl der abgebauten Anlagen im Stadtgebiet nicht bekannt. In den meisten Fällen erfolgte ein Abbau der Anlagen aufgrund von Baustelleneinrichtungen im Rahmen der Kombilösung. Es wurde darauf geachtet, diese Anlagen direkt im näheren Umfeld nach Möglichkeit zu ersetzen. b) Wie viele wurden neu angelegt, wie viele davon überdacht? Im Jahr 2011 wurden ca. 800 neue Fahrradabstellanlagen angelegt. Hiervon entfal- len ca. 240 neue Radabstellanlagen auf den Bereich Bahnhofplatz und näheres Um- feld. Überdachte Anlagen sind keine angelegt worden. c) Wie viele sind 2012 geplant und wie viele davon überdacht? Direkt geplante Anlagen für das Jahr 2012 gibt es bisher nur für den Bereich südli- cher Ausgang des Hauptbahnhofes. Hier sind ca. 175 neue Radabstellanlagen ge- plant und werden bis zum Mai 2012 installiert. Weitere Fahrradabstellanlagen wur- den dieses Jahr zum Beispiel bereits am Durlacher Tor oder in der Kreuzstraße in- stalliert. Ausstehend für dieses Jahr sind noch Konzepte für den Bedarf an Fahr- radabstellanlagen für den Zoo sowie für den Bereich Innenstadt. Konkrete Planun- gen liegen hier noch nicht vor. Überdachte Anlagen wurden außerhalb der Park-and- Ride-Stellplätze des KVV für dieses Jahr nicht geplant. d) Inwieweit wird dabei darauf geachtet, dass auch Platz für Fahrräder mit An- hänger vorhanden ist? Der Platz für Fahrräder mit Anhänger war bisher kein Schwerpunkt bei der Suche und Ausbildung der Fahrradabstellanlagen. Generell ist eine Benutzung von Bügeln auch mit Fahrrädern mit Anhängern möglich. Im innerstädtischen Bereich gibt es je- doch bisher keine expliziten Anlagen. 2. Inwieweit nutzt die Stadtverwaltung das Sonderprogramm des Landes, das für 2012 ein Extra-Budget für Fahrrad-Abstellanlagen an Verknüpfungspunkten zum öffentlichen Verkehr eingerichtet hat? Können dadurch zusätzliche Ständer eingerichtet werden? Wie soll der Mangel an der Vorder- und Rückseite des Hauptbahnhofs besei- tigt werden? Die Stadtverwaltung nutzt das Sonderprogramm des Landes, für 2012 ein Extra- budget für Fahrradabstellanlagen an Verknüpfungspunkten zum öffentlichen Verkehr einzurichten, bisher nicht. Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH ermitteln derzeit, inwieweit Bedarf besteht, eine kurzfristige Umsetzung möglich ist, und prüfen die Fi- nanzierung des Komplementäranteils. Seite 2 ___________________________________________________________________________________________ Im Bereich der Vorder- und Rückseite des Hauptbahnhofs wurde letztes Jahr ein Konzept zur Reduzierung des Mangels an Fahrradabstellanlagen erstellt. Dies hat einen Bedarf an ca. 1.000 zusätzlichen Fahrradabstellanlagen ergeben. Im Rahmen des Konzeptes wurden letztes Jahr 240 Fahrradabstellanlagen im Bahnhofvorplatz- bereich umgesetzt. Vorhandene Anlagen wurden optimiert. Im Mai dieses Jahres er- folgt dann die weitere Installation von ca. 175 Fahrradabstellanlagen im Bereich der Rückseite des Hauptbahnhofs. Weitere Standorte werden gesucht und nach Mög- lichkeit ausgebaut. 3. Wie ist die bessere Versorgung der öffentlichen Einrichtungen in Karlsruhe mit Fahrradständern geplant? Bei Neubauten durch die HGW ergibt sich die Anzahl der Fahrradabstellanlagen entsprechend der Orientierungswerte des Bauordnungsamtes. Wobei angestrebt wird, ein Drittel dieser Fahrradabstellanlagen überdacht herzustellen. Bei vorhandenen Einrichtungen wird seitens HGW und Stadtverwaltung nur auf ei- nen entsprechenden Bedarf reagiert. Bei der KMK gibt es bei der Europahalle Fahr- radständer vor dem Haupteingang und zwischen dem Veranstaltungseingang sowie dem Europabad. Nach Möglichkeit sollten hier vor dem Haupteingang zusätzliche Fahrradabstellmöglichkeiten eingerichtet werden. An allen Standorten der KMK wer- den veranstaltungsbezogen mobile Fahrradständer angemietet. Sollten im Bereich von öffentlichen Einrichtungen Flächen außerhalb des jeweiligen Grundstücks benötigt werden, um den Bedarf der jeweiligen Einrichtung zu decken, sind das Stadtplanungsamt, das Tiefbauamt sowie das Bürger- und Ordnungsamt mit einbezogen und suchen vor Ort nach Lösungen. Im Rahmen des Projektes „Investitionsprogramm für touristische Infrastrukturmaß- nahmen in Karlsruhe“ beschäftigt sich ein Teilbereich auch mit dem Radtourismus in Karlsruhe. Hierbei ist es erklärtes Ziel, Karlsruhe als „Kulturstopp“ zu etablieren, um besonders die Radferntouristen zu einem Übernachtungsstopp in Karlsruhe einzula- den. Hierfür dringend erforderlich sind zentral gelegene, abschließbare Fahrradbo- xen für das meist teure Equipment und Gepäck sowie Infotafeln an mindestens drei Punkten der Überleitung der Radfernwege in die Innenstadt. Geprüft wird derzeit die Unterbringung dieser Abstellplätze im Fahrradabstellplatz am Bahnhof. Ein entspre- chender Antrag für den Doppelhaushalt 2013/14 wird hierbei ins Auge gefasst.