Beirat für Menschen mit Behinderungen - Jahresbericht 2011
| Vorlage: | 29223 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 30.03.2012 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Durlach, Grötzingen, Hohenwettersbach, Neureut, Rintheim, Südstadt, Wolfartsweier |
Beratungen
Zusätzliche Dateien
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BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: 20. Sitzung Hauptausschuss Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 17.04.2012 227 2 öffentlich Dez. 3 Beirat für Menschen mit Behinderungen - Jahresbericht 2011 Beratungsfolge dieser Vorlage am TOP ö nö Ergebnis Sozialausschuss 21.03.2012 4 Hauptausschuss 17.04.2012 2 Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Der Hauptausschuss nimmt - nach Vorberatung im Sozialausschuss - den Jahresbe- richt 2011 des Beirats für Menschen mit Behinderungen zur Kenntnis und bedankt sich bei den Mitgliedern für ihre engagierte Arbeit. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Miteinander Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Beschluss: Antrag an den Hauptausschuss: Der Hauptausschuss nimmt - nach Vorberatung im Sozialausschuss - den Jahresbe- richt 2011 des Beirats für Menschen mit Behinderungen zur Kenntnis und bedankt sich bei den Mitgliedern für ihre engagierte Arbeit. Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 30. März 2012
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Stadt Karlsruhe Beirat für Menschen mit Behinderungen Jahresbericht 2011 Jahresbericht 2011 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 2 - Impressum Herausgeber Beirat für Menschen mit Behinderungen der Stadt Karlsruhe Bearbeitung Stefanie Ritzmann, Vorsitzende des Beirats Manfred Weber, Stellvertreter Gabriele Becker, Stellvertreterin unter Mitwirkung weiterer Mitglieder des Beirats sowie der Behindertenkoordinatorin der Stadt Karlsruhe Martina Warth-Loos Layout/Titel Cindy Streeck, SJB-ÖA Druck Rathausdruckerei Jahresbericht 2011 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 3 - Inhaltsverzeichnis Teil 1 Der Beirat für Menschen mit Behinderungen Seite 4-8 Arbeitsweise im Berichtsjahr 2011 Seite 4-6 Beteiligung des Beirats in den städtischen Ausschüssen Seite 6-8 Teil 2 Tätigkeitsbericht 2011 Seite 9-16 Themenschwerpunkte des Jahres Seite 9-16 Teil 3 Arbeitsgruppen Seite 17-20 Teil 4 Einschätzungen der Erfolge und Hemmnisse Zusammenfassender Ausblick Seite 21 Teil 5 Anlagen Seite 22 Pressespiegel 2011 Aktualisierte Mitgliederliste Jahresbericht 2011 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 4 - Teil 1 Der Beirat für Menschen mit Behinderungen Der Beirat für Menschen mit Behinderungen hat im Jahr 2011 aktiv die Kontakte zur Verwaltung, zu den Bürgermeistern und wichtigen Kooperationspartnerinnen und -partnern gepflegt. Die Delegierten waren in den Ausschüssen bei wichtigen Themen dabei und konnten ergänzende Anregungen einbringen. Arbeitsweise im Berichtsjahr 2011 Zahl der Sitzungen Der Beirat für Menschen mit Behinderungen traf sich im Berichtsjahr 2011 in vier Sit- zungen mit dem gesamten Gremium. Die einzelnen Arbeitsgruppen trafen sich mehr- fach zwischen den Sitzungen. Gespräch mit dem Sozialbürgermeister Halbjahresgespräch mit Herrn Bürgermeister Dr. Lenz Der Vorstand traf sich mit Herrn Bürgermeister Dr. Lenz zu einem gemeinsamen Halbjahresgespräch. Es war ein intensives und lockeres Gespräch. Themen wie z. B.: Inklusion Schule – Resolution an SSA, Darstellungsmöglichkeit der Arbeit des Beirats, wenn der Bericht nicht mehr im Gemeinderat vorgestellt wird, Hauptbahnhof – Leitlinien für Blinde, Stellen für Eingliederungshilfe, Barrierefreie Toiletten, Haus- haltsplan und Bäderkonzept wurden angesprochen. Es wurde vereinbart, das bishe- rige System der halbjährlichen Kontaktgespräche fortzusetzen. Gespräche mit den Fraktionen Im Jahr 2011 hat der Vorstand mit den Fraktionen von CDU, SPD, FDP und GRÜ- NEN Gespräche über folgende Themen geführt: Öffentliche Behindertentoiletten in Karlsruhe Inklusion in Schulen Stellen beim Fachbereich Eingliederungshilfe Jahresbericht Doppelhaushalt Barrierefreie Geschäfte Bei allen Fraktionen war eine große Unterstützung der Anliegen des Beirats erkenn- bar. An dieser Stelle bedankt sich der Beirat für Menschen mit Behinderungen bei allen Fraktionen für die gute und konstruktive Zusammenarbeit und für ihre Unter- stützung. Jahresbericht 2011 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 5 - Zusammenarbeit Stadtseniorenrat, Forum Ehrenamt und Fahrgastbeirat Stadtseniorenrat Herr Weber, stellvertretender Vorsitzender des Beirats, nimmt unser Gastmandat im Stadtseniorenrat wahr. Auch im Jahr 2011 waren alle Bürgermeister und die Erste Bürgermeisterin bei min- destens einer Sitzung des Stadtseniorenrats anwesend. Auch in diesem Jahr wurden behindertenrelevante Fragen angesprochen. Der Stadtseniorenrat vergibt bekannterweise an Karlsruher Handels- und Dienstleis- tungs-Betriebe das Zertifikat „Seniorenfreundlicher Service“. In einigen Fällen sind die hiermit ausgezeichneten Betriebe leider nicht barrierefrei zugänglich. Darauf hat- te der Behindertenbeirat in einem Schreiben den Stadtseniorenrat hingewiesen. Die- ser teilte uns mit, dass die Frage des barrierefreien Zugangs zu den abgefragten Kri- terien gehört, es allerdings andere Kriterien gibt, die für den seniorenfreundlichen Service dominierender sind, z. B. Beratung. Der Vergabeausschuss des Stadtsenio- renrats möchte bei seiner bisherigen Praxis bleiben, was von uns bedauert wird. Forum Ehrenamt Frau Becker, stellvertretende Vorsitzende des Beirats, vertritt diesen auch im Forum Ehrenamt. Das Gremium tagte erstmals in neu besetzter Form am 6. April 2011 unter dem Vorsitz von Bürgermeister Jäger im Haus Solms. Das Forum Ehrenamt will sich auf politischer Ebene für den Abbau bürokratischer Hürden einsetzen. Denn diese erschwerten zunehmend die tägliche Arbeit der Vereine. Ein zu kompliziertes Steuer- system schreckt viele Menschen ab, sich bürgerschaftlich zu engagieren. Bei der Be- seitigung dieser Hemmnisse ist jedoch in erster Linie die Politik gefragt, deshalb will das Gremium demnächst an einem Runden Tisch das Gespräch mit Elvira Menzer- Haasis suchen, die Leiterin des Landesbüros Ehrenamt in Stuttgart ist. Das „Forum Ehrenamt“ ist ein Gremium von Vertreterinnen und Vertretern verschie- dener Sparten des bürgerschaftlichen Engagements. Es berät den Gemeinderat bei bestehenden Fragen über die Möglichkeiten, wie das ehrenamtliche Engagement in Karlsruhe unterstützt und gefördert werden kann. Zum ersten Mal dabei waren auch Vertreterinnen und Vertreter der Sparten Gartenfreunde, Fördervereine und Stiftun- gen sowie engagierter Unternehmen. Somit gehören dem Forum nun 38 Bürgerinnen und Bürger aus 19 Sparten an. Große Zweifel äußerten viele Mitglieder des Gremi- ums, ob der nach dem Wegfall von Wehrpflicht und Zivildienst ins Leben gerufene Freiwilligendienst ein Erfolgsmodell werden könne. Kontrovers diskutiert wurde dar- über, wie man ehrenamtliches Engagement stärker würdigen könne. Dabei erteilte das Plenum einem mit Geld dotierten Ehrenamtspreis eine Absage. Vielmehr sei es notwendig, ehrenamtliches Engagement stärker im öffentlichen Bewusstsein zu posi- tionieren und dessen Vorbildcharakter herauszustreichen. Um Ehrenamtliche bei ih- rem Engagement weiter zu unterstützen, bietet das städtische Aktivbüro auch in die- sem Jahr über 20 Fortbildungsveranstaltungen an. Auch der Beirat für Menschen mit Behinderungen, der von Frau Becker vertreten wird, hatte die Möglichkeit, über die Strukturen, die Arbeitsweise und über die Schwer- punktthemen zu berichten. Jahresbericht 2011 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 6 - Fahrgastbeirat Manfred Pirk vertritt die Interessen des Behindertenbeirats im Fahrgastbeirat der Verkehrsbetriebe. Er berichtete dem Beirat über die nachfolgenden Veränderungen: Verlegung und Neubau der Haltestelle Gottesauer Platz Im Zuge der Kombilösung musste die bisherige Haltestelle Gottesauer Platz zu- rückgebaut werden, da an dieser Stelle die künftige Rampe in den Tunnel be- ginnt. Die Haltestelle wurde nach Osten in Richtung BGV/Badische Versicherun- gen verlegt. Hier haben die VBK eine erste neue barrierefreie Haltestelle im Stadtgebiet Karlsruhe eingerichtet, die sowohl für Niederflurstraßenbahnen und Mittelflur-, Zweisystemstadtbahnen benutzt werden könne. Der barrierefreie Zu- stieg in den Stadtbahnen ist immer nur an den ersten beiden Türen gegeben. Hierzu wurde im vorderen Bereich des 85 Meter langen und 34 Zentimeter hohen Bahnsteigs, ein etwa zehn Meter langer und 55 Zentimeter hoher Bahnsteig ein- schließlich Rampen gebaut. Neue barrierefreie Haltestelle in der Tullastraße Die Tullastraße wurde in der Straßenmitte zweigleisig ausgebaut, sowie auch neu gestaltet. Nach dem Umbau haben die VBK hier eine neue barrierefreie Haltestel- le erstellt. Diese befindet sich in einem neuen 200 Meter langen Rasengleis, ist 75 Meter lang, 34 cm hoch und barrierefrei gestaltet. Haltestelle Europaplatz An den beiden barrierefreien Haltepunkten der neuen Haltestelle Europaplatz hat der Beirat schon mehrfach auf fehlende Markierungen hingewiesen, sowie ein fehlendes Geländer an der Haltestelle Richtung Marktplatz angemahnt. Es gab hier sehr lange Verzögerungen, bis eine Reaktion seitens der VBK erfolgte. Im November wurden dann die notwendigen Maßnahmen in die Wege geleitet. Nur das Geländer muss angefertigt werden und wird nachgeliefert. Beteiligung des Beirats in den städtischen Ausschüssen Planungsausschuss Mehrfachbeauftragung „Wohnen am Lindenplatz“ Die bestehenden Bebauungen Lindenplatz 8 und 9 aus den 50iger Jahren sollen ab- gerissen und durch eine Blockrandbebauung ersetzt werden. Sieger einer Mehrfach- beauftragung der VOLKSWOHNUNG ist das Büro Fabrinsky aus Karlsruhe. Bei der Vorstellung der Grundrisse wurde auf Nachfrage nicht eindeutig die Barriere- freiheit von einigen Wohnungen bestätigt, vermutlich sind sie, wie in der Landesbau- ordnung vorgeschrieben, nur barrierefrei erreichbar. Eine Einsicht in die genauen Grundrisse wurde zunächst verwehrt, es soll in Kürze ein neuer Anlauf genommen und dann berichtet werden. Jahresbericht 2011 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 7 - Mehrfachbeauftragung „Neues Wohnen in Rintheim“ Auch hier versucht die VOLKSWOHNUNG eine Durchmischung der Mieterschaft hin- sichtlich der Alters- und Sozialstruktur. Inwieweit die zum Teil angebotenen barrierefreien Wohnungen dies auch wirklich sind, wird, wie auch bei dem Neubau am Lindenplatz, durch eine intensive Befragung und Planeinsicht direkt bei der VOLKSWOHNUNG geklärt werden müssen. Damit, wie auch allgemein mit barrierefreien Wohnungen in Karlsruhe, wird sich der Arbeits- kreis „Barrierefreies Bauen und Wohnen“ in Kürze beschäftigen. Sozialausschuss In der ersten Sitzung des Sozialausschusses fand die Beratung des Doppelhaushal- tes 2011/2012 statt. Frau Becker stellte in der zweiten Sitzung des Sozialausschusses, stellvertretend für Frau Ritzmann, den Jahresbericht des Beirates für Menschen mit Behinderungen vor. Sie äußerte sich zu einigen Schwerpunkten aus dem Bericht näher: 1. Öffentliche Behindertentoiletten – diese fehlen leider in hohem Maße in der Innen- stadt. Es ist zum jetzigen Zeitpunkt immer noch keine deutliche Verbindlichkeit bzgl. der Umsetzung zu erkennen. Auch fehlt die aus der letzten Sozialausschusssitzung vom Dezember 2010 bemängelte Zeitschiene, wann und wo mit der Umsetzung des Behindertentoilettenkonzepts begonnen wird. 2. Inklusion in Schulen – zu dieser Thematik hatte der Behindertenbeirat eine Resolu- tion an das Staatliche Schulamt gesandt und erhielt leider keine Antwort. 3. Barrierefrei zugängliche Ladengeschäfte in der Karlsruher Innenstadt – hier ist es wünschenswert, noch mehr Geschäfte in der Innenstadt zur Auseinandersetzung mit der Thematik Barrierefreiheit und behinderte Menschen als Kunden zu gewinnen. 4. Bewilligte Stellen für die Eingliederungshilfe – dem Beirat war es hierbei wichtig, dass diese Stellen für die Hilfeplanung eingesetzt werden und bis Jahresende 2011 tatsächlich mit entsprechendem Fachpersonal besetzt werden. Alle politischen Vertreterinnen und Vertreter sowie Herr Bürgermeister Dr. Lenz äu- ßerten sich durchweg positiv zur Arbeit des Beirates für Menschen mit Behinderungen und bedankten sich für die gute Arbeit und konstruktive Zusammenarbeit. In der dritten Sitzung des Sozialausschusses gab Frau Warth-Loos einen kurzen Ab- riss zum Nationalen Aktionsplan: „einfach machen“ - Unser Weg in eine inklusive Ge- sellschaft der Bundesregierung zur Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Aus den vielfältigen Handlungsfeldern des Aktionsplanes werden sich für den Beirat für Menschen mit Be- hinderung durchaus weitere inhaltliche Arbeitspakete für das Jahr 2012 ergeben kön- nen. Jahresbericht 2011 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 8 - Jugendhilfeausschuss Am 8. Juni 2011 fand die gemeinsame Sitzung des Jugendhilfeausschusses und des Sozialausschusses statt. Für den Beirat waren folgende Tagesordnungspunkte von Bedeutung: Der Ausbaubedarf der Hortplätze für das Jahr 2011. Die Stadt schafft in nahezu allen Stadtteilen 305 neue Hortplätze, davon 190 in städtischen Horten und 115 in Einrich- tungen freier Träger. Herr Frisch vom Schul- und Sportamt verwies darauf, dass hierbei die behinderten Kinder, die inklusiv beschult werden, auch einen Hortplatz benötigen werden. Die Gemeinderäte verwiesen auf den Rechtsanspruch. Wie wird das Problem der Raumnot bewerkstelligt, woher kommen die Fachleute und welche Voraussetzungen sind notwendig? Es wird ein Forum mit Eltern stattfinden. Es fand eine Befragung zum Betreuungsbedarf der Grundschüler der 1. Klasse für das Schuljahr 2011/2012 statt. Der Bedarf ist vorhanden. 21 % aller Befragten wün- schen sich eine Ganztagesschule. 40 % würden sich für einen Hortplatz entscheiden. Der Sozialamtsleiter, Herr Dietz, informierte über das Bildungs- und Teilhabepaket. 8.000 Bürgerinnen und Bürger erfüllen die Voraussetzungen, bisher liegen aber nur 200 Anträge vor. Frau Dr. Zahradnik, die Leiterin des Kinderbüros, informierte über die Erweiterung des Jugendhilfeplanes Frühe Hilfen. Die niedrigschwelligen Angebote (z. B. Elternca- fé) wurden sehr gut angenommen. Diese sind auch offen für Eltern mit behinderten Kindern. Bei Bedarf werden sie an die zuständigen Fachleute verwiesen. Am 29. November 2011 fand die letzte Sitzung des Jugendhilfeausschusses statt. Für den Beirat war die Vorstellung des Konzeptes zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Karlsruhe von Bedeutung. Es beabsichtigt, die Partizipation mög- lichst umfassend, nachhaltig und verbindlich in den kommunalen Strukturen zu ver- ankern. Wer sich näher für dieses Thema interessiert, kann sich unter www.karlsruhe-beteiligt.de informieren. Unter der Leitung des Stadtjugendausschus- ses wurde eine Steuerungsgruppe geschaffen, der Vertreterinnen und Vertreter des Kinderbüros, der Schülermitverantwortung, des Jugendamtes, des Schul- und Sport- amtes und des allgemeinen Sozialen Dienstes angehören. Leider sind behinderte Kinder und Jugendliche in diesen Prozess bisher nicht einbezogen. Auf Nachfrage wurde dies bestätigt. Der Beirat wird sich in Zukunft über den Sachstand informieren und sich für eine Gleichstellung einsetzen. Jahresbericht 2011 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 9 - Teil 2 Tätigkeitsbericht 2011 Der Beirat für Menschen mit Behinderungen hat sich auch im Jahr 2011 mit einer Vielzahl an Themen beschäftigt und intensiv gearbeitet. Themenschwerpunkte des Jahres Barrierefreier Hauptbahnhof Karlsruhe Der barrierefreie Umbau des Hauptbahnhofs Karlsruhe war auch im Jahre 2011 ei- nes der wichtigsten Ziele des Behindertenbeirats. Im Mittelpunkt steht dabei der bar- rierefreie Zugang zu den Bahnsteigen 101-102, 11-12 und 13-14. Dazu werden Mittel aus dem Konjunkturprogramm des Bundes in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro ein- gesetzt. Nach Mitteilung der Deutschen Bahn AG war ursprünglich geplant die Arbei- ten bis Herbst 2011 abzuschließen. Dieser Zeitplan konnte nicht ganz eingehalten werden. Die technische Fertigstellung der Aufzüge sollte zuletzt im Dezember 2011 erfolgt sein. Die Inbetriebnahmegenehmigung wird voraussichtlich im Februar 2012 erfolgen. Im November 2011 erhielten wir die Mitteilung, dass derzeit überlegt wird an der Nordseite des Bahnhofs die ganze rechte Tür barrierefrei umzugestalten. Ne- ben dem Bau der Fahrstühle wird diese Maßnahme als Anliegen von uns schon seit längerer Zeit verfolgt. Käme es dazu, wären im Hauptbahnhof sämtliche Bahnsteige von beiden Ein- und Ausgängen her barrierefrei erreichbar. Für einen barrierefreien Hauptbahnhof setzt sich der Behindertenbeirat seit dem Jah- re 2006 ein. Wir hatten dabei die Unterstützung der Kommunalpolitik und der Land- tagsabgeordneten aus Karlsruhe. Nach Abschluss der erwähnten Maßnahmen wäre der Hauptbahnhof Karlsruhe ein ganzes Stück mehr barrierefrei. Zwischenzeitlich konnten auch auf unseren Antrag hin die Leitlinien für Sehbehinderte im Eingang Süd richtig platziert werden. Sie führten vorher direkt an die Scheibe des Eingangs. Nach dem Umbau erreichen Sehgeschädigte direkt die Eingangstür. Für das Reisezentrum im Hauptbahnhof stehen barrierefreie Maßnahmen an, mit deren Planungen 2011 begonnen werden sollte. Es handelt sich hierbei um ein barri- erefreies Aufrufsystem, welches von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen genutzt werden kann. An einer speziellen Stelle sind für die unterschiedlichen Behin- derungsgruppen ergänzende Informationen abrufbar, z. B. auch in Brailleschrift und Prismenschrift, und es gibt spezielle Anforderungstaster für blinde und sehbehinderte Menschen einerseits und für hörgeschädigte und körperbehinderte Menschen ande- rerseits. Ergänzung eines Akustikmodells für Blinde und Sehbehinderte, höhenver- stellbarer Schalter für Kleinwüchsige und Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer und eine induktive Höranlage für Hörgeräteträger sind ebenfalls vorgesehen. Dieses barrierefreie Aufrufsystem ist für 32 Bahnhöfe, darunter auch Karlsruhe, vorgesehen. Wir stehen in Kontakt mit der Leiterin des Reisezentrums und werden die Installation der Stelle und des Schalters mit verfolgen. Jahresbericht 2011 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 10 - Dem Beirat wurden unterschiedliche Informationen zugetragen, wann der Bahnhofs- vorplatz umgebaut werden sollte. Hierzu schrieb der Vorstand des Beirats einen Brief an den Oberbürgermeister mit der Bitte um Klarstellung, und dem Wunsch, auf jeden Fall eine vorübergehende Lösung am Bahnhofsvorplatz zu erhalten. Barrierefreie öffentliche Gebäude – Sachstand Ende 2011 Auf Vorschlag des Behindertenbeirats hat der Gemeinderat nach Vorberatung im Sozialausschuss in seiner Sitzung am 27. April 2010 eine Vorlage zum barrierefreien Ausbau weiterer öffentlichen Gebäude verabschiedet und die Stadtverwaltung aufge- fordert, die entsprechenden Vorarbeiten, z. B. Kostenkontrolle, vorzunehmen, um die Entscheidungen im Rahmen des Doppelhaushalt 2011/2012 vorzunehmen. Aus die- ser Vorlage sind der Jugendtreff Neureut, das Jugendheim West, der Jugendtreff Südstadt und das Verwaltungsgebäude des Personalamts in der Zähringerstraße barrierefrei umgerüstet. Im Begegnungszentrum Wolfartsweier ist der Einbau einer Behindertentoilette für 2012 vorgesehen. Die weiteren barrierefreien Maßnahmen für das Begegnungszentrum sind erst im Rahmen des nächsten Doppelhaushalts vor- gesehen. Der Behindertenbeirat bedauert dies. Im Verwaltungsgebäude der Sozial- und Jugendbehörde in der Kochstraße wurde durch den Einbau eines neuen Aufzugs und eines Behinderten-WCs die Barrierefrei- heit wesentlich verbessert. In der Lustgartenhalle Hohenwettersbach wurde ein Be- hinderten-WC eingebaut. Bei den Schulen erhielten in 2011 die Europäische Schule und das Otto-Hahn- Gymnasium ein Behinderten-WC. Durch den 2011 eröffneten Erweiterungsbau am Fichtegymnasium konnte eine barrierefreie Erweiterung des Altbaus erzielt werden. Die Stadt prüft derzeit, ob am Otto-Hahn-Gymnasium bei der vorgesehenen Erweite- rung im naturwissenschaftlichen Bereich im mehrgeschossigen Klassentrakt ein Auf- zug eingebaut wird. Der barrierefreie Umbau des Haus Solms ist jetzt für die ersten Monate des Jahres 2012 vorgesehen. In der Gemeinderatsvorlage vom 27. April 2010 waren auch einige Bäder aufgelistet, bei denen barrierefreie Umrüstungen anstehen. Hiermit ist im Zeitrahmen des derzei- tigen Doppelhaushalts jedoch nicht zu rechnen. Solche Maßnahmen plant die Stadt erst ab dem Jahr 2014, beginnend mit barrierefreien Umkleiden im Weiherhofbad. Zwei erfreuliche barrierefreie Maßnahmen, die der Behindertenbeirat beantragt hatte, möchten wir jedoch besonders hervorheben. Im September 2011 wurde der Behindertenaufzug im Rathaus Neureut seiner Be- stimmung übergeben. Ortsvorsteher Jürgen Stober durchschnitt gemeinsam mit der Vorsitzenden des Behindertenbeirats Frau Ritzmann, in Anwesenheit weiterer Mit- glieder des Beirats sowie mehrerer Ortschaftsrätinnen und Ortschaftsräte und Vertre- terinnen und Vertreter der beteiligten Fachämter, ein rot-gelbes Band und unternahm mit ihr die erste Fahrt im Aufzug. Jahresbericht 2011 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 11 - Im November 2011 wurde im Rathaus-West das erste Leit- und Orientierungssystem für Sehbehinderte seiner Bestimmung übergeben. Unser Vorstandsmitglied Frau Becker erläuterte dabei der Presse in Anwesenheit der Amtsleiter Frau Sick und Herr Seekircher ausführlich, welche Hilfe dieses System für die blinden und sehgeschä- digten Behinderten bietet. Das Rathaus-West ist jetzt durch den Fahrstuhl, die Behinderten-WCs und das Leit- und Orientierungssystem das erste komplett barrierefreie Gebäude der Stadt. Wir streben die Anbringung dieses Orientierungssystem in weiteren publikumsstar- ken öffentlichen Ämtern an. Besuch von Herrn Oberbürgermeister Fenrich In unserer Sitzung am 15. Juni 2011 hatten wir erstmals Herrn Oberbürgermeister Fenrich zu Gast. Die Sitzung fand in Anwesenheit der Presse statt. In seiner Begrüßung stellte der Oberbürgermeister fest, dass der Behindertenbeirat es wie kein anderes Gremium vorher geschafft hat, sich Gehör und Stimme zu ver- schaffen. Der Behindertenbeirat sei sowohl der Verwaltung als auch ihm als Ober- bürgermeister und den Gemeinderatsfraktionen ein engagierter und kritischer Beglei- ter. Als erstes sprach er die UN-Behindertenrechtskonvention an, die den Beirat vor al- lem im Hinblick auf die Schritte, die in Karlsruhe noch erforderlich sind, intensiv um- treibt. Er sprach den Doppelhaushalt 2011/2012, die notwendigen Investitionen, den ÖPNV (auch mit Blick auf die Barrierefreiheit) und den Masterplan 2015 und den Stadtgeburtstag an. Dem Gemeinderat und der Verwaltung sei die Arbeit des Behin- dertenbeirats wichtig und er bat darum, in diesem Engagement nicht nachzulassen. Diesem Vortrag des Oberbürgermeisters schloss sich eine intensive Diskussion an. Dabei wurden von den Mitgliedern des Beirats u. a. die Themen barrierefreier Bahn- hofsvorplatz, Barrierefreiheit im Einzelhandel, Kosten der Eingliederungshilfe, Inklu- sion und Integration in Schulen und Kitas, Behindertentoiletten, Kurzzeitpflegeplätze, Wohnraum für Behinderte und Begleitservice für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhl- fahrer angesprochen. Nach dieser Diskussion sagte Oberbürgermeister Fenrich die Unterstützung unserer Arbeit auch für die Zukunft zu. Planungsstellen für die Eingliederungshilfe Die Einrichtung von zwei neuen Stellen für die Eingliederungshilfe beschäftigte den Beirat erneut in diesem Jahr. Wie im Jahresbericht 2010 vermerkt und bei Vorstel- lung des Berichtes im Sozialausschuss nochmals betont, war es für den Beirat wich- tig, dass diese Stellen auch für die Hilfeplanung eingesetzt werden. Ziel war es zu erreichen, dass diese Stellen bis Jahresende 2011 tatsächlich mit entsprechendem Fachpersonal besetzt werden. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass die im Haus- haltsplan beantragten und genehmigten Stellen eingerichtet wurden. Allerdings gab es hier letztendlich nur eine Verschiebung von Verwaltungsstellen, da aus bereits vorhandenen überplanmäßigen Stellen planmäßige Stellen wurden und die notwen- dige qualitative Verbesserung in Bezug auf die Beratung in der Hilfe somit nicht er- reicht wurde. Dies wurde vom Behindertenbeirat sehr kritisiert. Jahresbericht 2011 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 12 - Begehung im zoologischen Stadtgarten Im Juli 2011 fand auf Einladung der Zoofreunde Karlsruhe e. V. eine Zoobegehung statt, an der seitens des Beirats für Menschen mit Behinderungen der Vorstand teil- nahm. Die Vorsitzende der Zoofreunde, Frau Fischer, übernahm die Führung. Bei der Begehung im zoologischen Stadtgarten wurde festgestellt, dass für die Geh- behinderten die Zugänge zu den Gehegen bis auf die Gehege am Lauterberg alle gut zugänglich, aber teilweise leider zu steil sind. Die Türen zu den Tierhäusern sind für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer nur mit fremder Hilfe zu öffnen. Die Behin- dertentoiletten sind gut erreichbar, allerdings fehlt ein Notruf und bei den Toilettenan- lagen wäre es zur Orientierung wünschenswert, dass direkt an den Türen ein taktiles „D“ oder „H“ angebracht würde. Für sehbehinderte und blinde Menschen fehlt eine Beschilderung im Zoobereich gänzlich. Für diese Zielgruppe wurden verschiedene Wünsche und Vorschläge formuliert, beispielsweise wäre der Tiername in Großdruck (klare Schriftart und Kontrastgebung, wie z. B. dunkler Hintergrund und weiße Schrift) und für Blinde die Pyramidenschrift eine wünschenswerte Ergänzung. Bei Treppen (z. B. Eisbärengehege) sollte die erste und letzte Stufe mit Kontraststreifen markiert werden, damit der Sehbehinderte insbesondere beim Treppenabgang die Stufen besser wahrnehmen kann. Im Stadtgarten ist der speziell für Sehbehinderte und Blinde eingerichtete Duft- und Kräutergarten nur teilweise zugänglich, da der Weg zum großen Teil durch Bänke verstellt ist. Hinzu kommt, dass die in Blinden- schrift gestalteten Hinweisschilder zugewachsen sind. Der Duft- und Kräutergarten sollte aus Sicht der Blindenvertreter im Beirat neu konzipiert werden. Eine Tafel könnte als Legende aufgestellt und die Blindenschrift in Vollschrift als Erläuterung dargestellt werden. Die einzelnen Schilder direkt bei den Kräutern sollten gut auffind- bar sein, also direkt vor den entsprechenden Kräutern und nicht zu niedrig ange- bracht werden, damit der Blinde sich nicht zu arg bücken muss. Auch sollten nur Kräuter gepflanzt werden, welche nicht giftig sind, da der Blinde diese mit den Hän- den betastet. Die Vorsitzende der Zoofreunde in Karlsruhe hat am 22. Oktober 2011 einen Brief an Herrn Bürgermeister Obert vom Dezernat 6 gesandt mit der Bitte, die Ergebnisse der Zoobegehung in Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeirat an die entsprechenden Stellen wie Gartenbauamt und Zoologischer Stadtgarten weiterzuleiten. Wir sind ge- spannt, ob unsere Vorschläge aufgegriffen und umgesetzt werden. Jahresbericht 2011 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 13 - Orientierung im öffentlichen Raum für Menschen mit einer geistigen Behinderung In einer Sitzung des Beirats für Menschen mit Behinderung berichtete Herr Kurzen- berger vom Landesverband der Lebenshilfe Baden-Württemberg von einem Projekt, welches er im Rahmen seiner Tätigkeit bei der Lebenshilfe mit Unterstützung des Bundeskompetenzzentrums Barrierefreiheit und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales durchgeführt hat. Es ging dabei darum, das Thema Barrierefreiheit speziell für Menschen mit kognitiven Einschränkungen näher zu betrachten. Bisher gibt es für diesen Bereich keine klaren Vorgaben und es ist auch schwierig, da die Barrierefreiheit für diese Zielgruppe nicht in DIN-Normen gefasst werden kann. Das Projekt sollte Hinweise geben, wie Menschen mit geistiger Behinderung ohne Assistenz in fremder Umgebung zurechtkommen. Das Projekt hatte gezeigt, dass behinderte Menschen unbedingt an der Entwicklung von einheitlicher Beschilderung im Öffentlichen Raum beteiligt werden müssen. Das Ziel des Beirats ist, konkrete Verbesserungen in der Stadt Karlsruhe sowie am Hauptbahnhof für Menschen mit geistiger Behinderung einzubringen und nicht abzu- warten, bis bundesweit irgendwann einmal etwas in diese Richtung entwickelt wird. Hierzu ist der Beirat auf die Mitwirkung von Experten angewiesen. In diesem Zu- sammenhang führte der Beirat ein Gespräch mit der Lebenshilfe, der HWK und dem Landesverband der Lebenshilfe Baden-Württemberg. Die Experten gaben wichtige Anregungen für die Entwicklung der Beschilderung für Menschen mit einer geistigen Behinderung. Dabei wäre eine Beschilderung, welche mit unterschiedlichen Sinnen wahrgenommen werden kann, ideal. Wichtig dabei sind die Farbe, die Form, die Größe und die Platzierung. Einigkeit bestand darin, dass Besucherinnen und Besucher, die in Karlsruhe am Bahnhof ankommen, durch gut sichtbare Beschilderungen in jedem Fall zum Ser- vicepoint, zum Fahrkartenverkauf, zu den Toiletten und zum Ausgang sowie am Bahnhofsvorplatz zur Stadtinformation geleitet werden. Bei der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes soll mit berücksichtigt werden, dass der Bereich des ÖPNV auch mit einer Neubeschilderung bedacht wird. Hierbei könnte beispielsweise eine Pyra- mide an einem Schild angebracht werden, wodurch angezeigt wird, dass diese Stra- ßenbahnen zum Marktplatz fahren. Der Beirat versucht die Hochschule für Gestaltung im Rahmen eines Studien- programmes zur Mitwirkung zu gewinnen. Die Studenten könnten dann in Kooperati- on mit dem Landesverband der Lebenshilfe e. V. Vorschläge erarbeiten, welche zu gegebener Zeit der Bahn AG vorgelegt werden sollen. Der Vorstand des Behinder- tenbeirates hat die Hochschule für Gestaltung angeschrieben. Es wird noch auf Rückmeldung gewartet. Sollte der Behindertenbeirat eine Absage von der Hochschu- le für Gestaltung erhalten, wird versucht, in einem kleinen Rahmen dieses Projekt auf die Beine zu stellen. Jahresbericht 2011 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 14 - UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen Der Beirat befasste sich in einer der Sitzungen 2011, ausführlich mit der UN- Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung und hatte hierzu Herrn Dr. Mück als Experten und Referenten eingeladen. Dieser berichtet, dass aus seiner Sicht die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen eines der wichtigsten Dokumente ist, die die UN bisher beschlossen hat. Allerdings ist es auch noch ein weiter Weg bis zur Umsetzung ins alltägliche Leben der betroffenen Menschen. Er betonte, dass es wichtig sei, dass die behinderten Menschen selbst aktiv werden und ihre Rechte einfordern. Jede Verzögerung der Umsetzung geht auf Kosten der Lebensqualität und Lebenszeit der Betroffenen. Deshalb ist es auch wich- tig, gerade bei Kostenträgern eine Bewusstseinsveränderung herbeizuführen. Man muss sich bewusst darüber werden und dies auch nach außen deutlich machen, dass berechtigte Bedarfe nicht verhandelbar sind und nicht immer neu hinterfragt werden müssen. Es geht darum, eine volle und wirksame Teilhabe zu ermöglichen. Dies muss von den Kostenträgern auch akzeptiert werden. Die UN-Konvention sagt, dass sofortige und wirksame Maßnahmen zur Umsetzung getroffen werden müssen, da ist aus seiner Sicht ein Nationaler Aktionsplan, in welchem die Bundesregierung sich zehn Jahre Zeit gibt auch fragwürdig. Herr Dr. Mück wies den Beirat darauf hin, dass das Forum behinderter Juristinnen und Juristen einen Gesetzesvorschlag zur Umsetzung der UN-Konvention vorgelegt hat, als Gesetz zur Sozialen Teilhabe. 15 wichtige Thesen können auf der Internetseite von ForseA (www.forsea.de) nachgele- sen werden. Der Bundesbehindertenbeauftragte und die Landesbehindertenbeauf- tragten haben eine Initiative auf den Weg gebracht für eine einkommensunabhängige Gewährung der Hilfe. Jemand, der auf dauerhafte Assistenz angewiesen ist, hat bis- her keine Chance eine Familie zu gründen, da die Ehepartnerin oder der Ehepartner im Rahmen der Eingliederungshilfe immer mit einbezogen wird und die Familie sich auf diesem Weg nichts aufbauen kann, was über der Vermögensgrenze der Sozial- hilfe liegt. Es ist sogar nicht einmal möglich, von seinem zustehenden Einkommen Geld anzusparen. Diese Ungerechtigkeit müsste dringend geändert werden. Der Vortrag von Dr. Mück machte nochmals deutlich: Nur in der Gemeinschaft zu- sammen wird man von der Politik gehört und hat bessere Chancen, seine Ziele zu verwirklichen. Dies ist ja auch erklärtes Ziel unseres Beirats. Rheinschifffahrt Zu einer Fahrt des gebraucht gekauften Schiffes „Karlsruhe“ waren Mitglieder des Beirats im April eingeladen, als Dank für die Beratung bei der Renovierung des Schif- fes. Herr Direktor Hildebrand begrüßte die Gäste vom Beirat und hatte während der Fahrt interessante Details vom Hafen und vom Umschlag der Güter berichtet. Aus der Sicht des Beirats war die barrierefreie Toilette in den Abmessungen sehr knapp aber noch nutzbar (es war nicht mehr Platz vorhanden). Einen Aufzug auf das Son- nendeck gab es nicht (wie ursprünglich bei dem neuen Schiff geplant). Der Lan- dungssteg gestattete eine barrierefreie Zufahrt zum Schiff, wenngleich auch die Stei- gung, je nach Wasserstand des Rheins, sehr steil war. Jahresbericht 2011 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 15 - Jahresbericht Hauptausschuss Erstmals ist der letzte Jahresbericht des Beirats nicht im Gemeinderat sondern im Hauptausschuss vorgestellt worden. Frau Ritzmann durfte ein Statement vor dem Ausschuss halten. Alle Fraktionsmitglieder in diesem Ausschuss bedankten sich für die gute Arbeit des Beirats für Menschen mit Behinderungen. Für den Beirat ist dies kein befriedigender Zustand, denn im Gemeinderat war mehr Transparenz und Öffentlichkeit gegeben. Auch für die Presse war diese Art nicht op- timal. Dahinter steht vom Oberbürgermeister die Absicht, den Gemeinderat von wie- derkehrenden Berichten zu entlasten. Initiative Inklusion Das Thema Inklusion aller Kinder von klein auf über Kindergarten, Schule und Beruf ist ein wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit des Behindertenbeirats. Zur Information über aktuelle Entwicklungen in Schule, beruflicher Bildung und im Arbeitsleben wur- den deshalb der Leiter des Integrationsamtes Herr Ernst, Frau Eichkorn vom Regie- rungspräsidium und Herr Reuter von der Albschule zu einer Sitzung eingeladen. Herr Ernst berichtete über das Programm „Initiative Inklusion“ des Bundesarbeitsmi- nisteriums, für welches bundesweit 100 Millionen Euro bereitgestellt wurden. Diese Gelder können in Baden-Württemberg für die Fortsetzung des eingeschlagenen We- ges verwandt werden. Dabei soll ein neuer Ansatz mit Zielgruppenerweiterung ver- folgt werden. Im Bereich der Förderung der beruflichen Orientierung soll es nun Pro- jekte geben im Bereich Autismus, Epilepsie, Gehörlose und Sehbehinderte. Außer- dem soll es Fördergelder für betriebliche Ausbildungsplätze geben und zur Beschäf- tigung älterer arbeitsloser behinderter Menschen. Finanzmittel erhalten auch die Kammern zur Schaffung von Beratungsangeboten der Mitgliedsunternehmen. In Karlsruhe werden an der Schule am Weinweg, an der Körperbehindertenschule Langensteinbach und im Bereich Autismus Projekte entstehen. Ziel dabei ist es, jun- gen Menschen, die bisher durch die Raster gefallen sind, bessere berufliche Mög- lichkeiten zu eröffnen. Frau Eichkorn und Herr Reuter stellten die beiden Modelle BVE (Berufsvorbereitende Einrichtung) und KoBV (Kooperative berufliche Vorbereitung und Bildung) ausführlich vor. Beides sind derzeit noch Schulversuche bzw. Modelle, die bis 2013 in die Fläche gehen sollen. In Karlsruhe läuft das BVE nun im 4. Jahr. Die Albschule ist federfüh- rende Schule aber es gibt eine enge Vernetzung mit den verschiedenen Sonderschu- len. BVE ist ein regionales Angebot, an dem Schülerinnen und Schüler der Sonder- schulen für Geistigbehinderte, Körperbehinderte aber auch für Lernbehinderte teil- nehmen. In Karlsruhe wurde das Modell schnell umgesetzt, da es bereits die ersten Schülerinnen und Schüler aus den Integrativen Schulentwicklungsprojekten (ISEP) gab, die die Schule verlassen haben und eine weitergehende Perspektive benötig- ten. Jahresbericht 2011 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 16 - Das BVE versteht sich als Ergänzung der Berufsschulstufe der Schule für geis- tig/körperlich Behinderte. Damit soll der Automatismus aus der Schule in die Werk- statt unterbrochen werden und die Ressourcen jedes Einzelnen besser genutzt wer- den. Neu ist, dass auch Förderschülerinnen und -schüler in ein solches Projekt ein- bezogen werden. Bisher handelt es sich noch um eine relativ kleine Gruppe von 14 Schülerinnen und Schülern. Die Jugendlichen lernen, nicht mehr im Klassenverband zu arbeiten und verlassen mit dem Wechsel des Standortes auch die angestammte Schule. Im BVE arbeiten Sonderschullehrkräfte und Berufsschullehrkräfte gemein- sam. Der Standort des BVE ist bisher an der GHS Grötzingen. Dort ist auch eine Au- ßenklasse der Albschule. Dies ermöglicht auch einen Wechsel innerhalb des laufen- den Schuljahres und bietet inhaltlich eine gute Verzahnung. Bestandteil des BVE ist ein hoher Anteil an Praktika, Erprobung, Orientierung und Kennenlernen von Arbei- ten. Es gibt ein großes Netz an Betrieben, bei denen Praktika durchgeführt werden können und eine Verzahnung mit vielen Partnerinnen und Partnern. Der Unterricht ist weniger Theorie bezogen, sondern stark praxisorientiert. Jedes Jahr wird nach der individuellen Zusammensetzung geprüft, was an Lerninhalten die einzelnen Schüle- rinnen und Schüler benötigen. Das BVE soll nun unter dem Gesichtspunkt der Inklusion weiterentwickelt werden. Der Standort Grötzingen war ein guter Einstieg, ist aber von der Örtlichkeit her aus verschiedenen Gründen nicht so gut geeignet. Es liegt am äußersten östlichen Ende des Einzugsgebietes, was für manche Schülerinnen und Schüler lange Fahrzeiten bedeutet. Und es passt eigentlich vom Alter der Jugendlichen nicht mehr an eine Grund- und Hauptschule, sondern muss an einer Berufsschule angedockt werden. Aktuell gehen die Planungen in die Richtung, das BVE an der Berufsschule in Dur- lach anzusiedeln. Ziel dabei ist, mit gemeinsamen Unterrichtseinheiten beispielswei- se mit dem BVJ und dem BVE auch wirkliche Inklusion zu verwirklichen. Das BVE soll dann auch nicht nur Gast an einer Schule sein, sondern dazugehören. Die Diskussionsrunde zeigte, dass es mit der Umsetzung der Projekte noch einige Schwierigkeiten gab, sei es, dass die Fahrzeuge fehlten, um zu den Schülerinnen und Schülern in inklusiven Klassen zu fahren, oder dass Lehrerwochenstunden nicht bewilligt wurden. Beklagt wurde außerdem, dass sich die Praktikumssuche im BVE schwierig gestalte und es auch noch diverse Schnittstellenprobleme gab. Sehr begrüßt wurde, dass in Grötzingen die erste inklusive Gemeinschaftsschule entstehen soll. Behindertenparkplätze Der Beirat für Menschen mit Behinderungen setzte sich für folgende neu eingerichte- te Behindertenparkplätze ein: Durlacher Allee 4/Ecke Ostendstraße Herrenstraße/Ecke Zirkel Kaiserstraße 190/Ecke Leopoldstraße Reichardtstraße 31/Aussichtsterrasse Turmberg (Durlach) Jahresbericht 2011 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 17 - Teil 3 Arbeitsgruppen Arbeitsgruppe „ÖPNV“ Die Arbeitsgruppe „ÖPNV“ beschäftigte sich in diesem Jahr insbesondere mit zwei Themen. Zum Einen wurde das Gespräch mit den Verkehrsbetrieben Karlsruhe vorbereitet und intensiv die Ausstattung der neuen Bahnen diskutiert. Die Mitglieder der AG wie- sen mehrmals darauf hin, dass bei der Bestellung von neuen S- und Niederflurfahr- zeugen die Anliegen von geheingeschränkten und speziell auch sehbehinderten Menschen berücksichtigt werden müssen. Bei den neuen S-Bahnen fiel auf, dass die kontrastreiche Gestaltung der Haltestangen im Innenbereich der Fahrzeuge nicht wie gewünscht umgesetzt wurde. Schließlich konnte der Behindertenbeirat nur noch eine Kompromisslösung erzielen, bei der die Haltestangen mit einem 30 cm breiten kon- trastreichen Ring versehen werden. Allerdings werden die neuen S-Bahnen im kom- menden Frühjahr geliefert, sodass der Behindertenbeirat erst dann wissen wird, ob die Umsetzung für die Belange der sehbehinderten Menschen tatsächlich wie zuletzt mit den Verkehrsbetrieben besprochen durchgeführt wurde. Bei den neuen Nieder- flurfahrzeugen, die ab 2013 eingesetzt werden, sollen die Haltestangen komplett mit einer kontrastreichen Farbgebung gestaltet sein. Allerdings ist der Beirat für Men- schen mit Behinderung sehr skeptisch, ob es seitens der VBK auch tatsächlich be- rücksichtigt wird. Zumal bei dem jährlichen Gespräch mit dem VBK sich die Begeiste- rung für dieses Anliegen sehr in Grenzen hielt. Zum anderen wurde in Kooperation mit der Fraktion „Die Grünen“ ein Konzept über bessere Informationen über Baustellen in Karlsruhe für Menschen mit Behinderun- gen erarbeitet. In einem Antrag forderte die GRÜNE-Gemeinderatsfraktion deshalb ein besseres, auf die Bedürfnisse blinder, gehbehinderter und älterer ÖPNV-Nutzerinnen und -Nutzer zugeschnittenes Informationsangebot. Der Antrag wurde bei der Gemeinde- ratssitzung am 22. November 2011 beraten. Ob Telefonberatung, SMS-Infodienst oder Webseite – alle Möglichkeiten sollten genutzt werden, um Klarheit über „ständig sich ändernde Lagen und Größen der Baustellen zu schaffen“, heißt es in der Vorla- ge. Falls alles nicht fruchte, solle notfalls ein Begleitservice eingerichtet werden. Die Anliegen des Antrages wurden von den Sprecherinnen und Sprechern von CDU, SPD, FDP, KAL und den Freien Wählern gut geheißen. Sie begrüßten die Zusage von KASIG, Karlsruher Verkehrsbetrieben und städtischen Ämtern, die Belange be- hinderter Menschen bei ihrer Informationspolitik gezielt zu berücksichtigen und ge- meinsam mit der Sozial- und Jugendbehörde zu prüfen, ob bei Bedarf ehrenamtliche Helferinnen und Helfer als Lotsen durch das Baustellen-Chaos eingesetzt werden könnten. Jahresbericht 2011 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 18 - Die Arbeitsgruppe „ÖPNV“ möchte an dieser Stelle auch nochmals darauf hinweisen, dass Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer beachten müssen, dass sie nur in eine Stadtbahn einsteigen, wenn ihnen genau bekannt ist, wo sie wieder barrierefrei aus- steigen können. Dieses sollte man auch bei der Nutzung der Niederflurwagen beach- ten. Die VBK haben im Stadtgebiet ca. 150 Haltestellen, davon sind leider nur 37 barrie- refrei ausgebaut. Auskunft über barrierefreie Haltestellen bekommt man bei den VBK unter der Service-Nummer 0721 61075885. Es gibt auch die Möglichkeit, sich im Kundencenter am Marktplatz einen Liniennetzplan für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste kostenfrei abzuholen. Arbeitsgruppe „Bildung, Arbeit, gesellschaftliche Teilhabe“ Zwei Themenkomplexe durchzogen diesmal die vier Treffen der AG: Das war zum einen der „Dauerbrenner“ schulische Inklusion und zum anderen die Ausbildungs- bzw. Arbeitssituation behinderter Menschen in Karlsruhe. Die schulische Inklusion: Durch Rückmeldungen von Eltern mit behinderten Kindern konnten im Frühjahr 2011 zwei Tendenzen beobachtet werden: Einerseits die Bemühungen der Stadt Karlsru- he, vertreten durch den Sozialbürgermeister Herrn Dr. Lenz und die Behindertenko- ordinatorin Frau Warth-Loos, die schulische Inklusion in Karlsruhe öffentlich positiv zu thematisieren. Wie zum Beispiel geschehen beim BNN-Forum Schule am 19. Ja- nuar 2011, an dem einige AG-Mitglieder teilnahmen. Andererseits das als uneindeu- tig empfundene Verhalten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Staatlichen Schulamtes gegenüber betroffenen Eltern, die für ihr Kind eine inklusive Beschulung einforderten. Deshalb regte die AG in der Sitzung des Behindertenbeirates am 4. März 2011 an, eine Resolution zu formulieren. Die im April veröffentlichte Resolu- tion enthielt die Forderung, Eltern von behinderten Kindern weiterhin die Wahlfreiheit zwischen Förderschule und inklusiver Beschulung einzuräumen. Zugleich wurden die verantwortlichen Institutionen nachdrücklich dazu aufgerufen, diejenigen Eltern, die für ihr Kind den inklusiven Bildungsweg wünschten, aktiv zu unterstützen. Hierbei sollte auch die Suche nach Schulen vorangetrieben werden, die zu einem inklusiven Unterricht bereit sind. Die Ausbildungs- und Arbeitssituation behinderter Menschen In den ersten beiden Treffen beschäftigten sich die AG-Mitglieder mit den Unterla- gen, die von der Arbeitsagentur, dem Integrationsfachdienst und der Stadt Karlsruhe bereitgestellt worden waren. Dabei wurde der Eindruck bestätigt, welchen die Mit- glieder durch ihre eigenen Erfahrungen bereits gewonnen hatten: Es ist für behinder- te Menschen schwieriger geworden, einen Arbeitsplatz zu finden. Die Bereitschaft der Arbeitgeber zur Einstellung von Behinderten hat abgenommen. Obwohl die all- gemeine Arbeitslosigkeit auch in Karlsruhe zurückgegangen ist, stieg die Arbeitslo- sigkeit bei den Schwerbehinderten. Jahresbericht 2011 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 19 - Im Bereich Ausbildung behinderter junger Menschen ist es nach wie vor schwierig, neue Wege zu beschreiten mit dem Ziel, einen Ausbildungsplatz zu gestalten, der den Neigungen der jeweiligen Person entspricht. Zwar wurde die Ausbildungssituati- on durch die Instrumente der BVE (Berufsvorbereitende Einrichtung) und KoBV (ko- operative berufliche Vorbereitung) verbessert, doch hängt es leider oft immer noch am Engagement der Eltern, ob ein adäquater Ausbildungsplatz für ihr Kind gefunden wird. Durch das vom Bundesministerium für Arbeit aufgelegte Programm „Initiative Inklusi- on“ ergab sich in der Sitzung des Behindertenbeirats am 25. November 2011 die Ge- legenheit, über die Ausbildungssituation behinderter junger Menschen in Karlsruhe zu diskutieren. Der Leiter des Integrationsamtes Herr Ernst, die für Sonderschulen zuständige Referentin des Regierungspräsidiums Frau Eichkorn und der Konrektor der Albschule bzw. BVE-Koordinator Herr Reuter stellten ihr Konzept vor, wie durch die Mittel aus der „Initiative Inklusion“ das Instrumentarium der BVE und der KoBV in die Region ausgeweitet werden soll. Dabei soll es zur Förderung der beruflichen Ori- entierung Projekte im Bereich Autismus, Epilepsie, Gehörlose und Sehbehinderte geben. Die BVE soll unter dem Gesichtspunkt der Inklusion in die Berufsschule Dur- lach eingegliedert werden. In der Diskussionsrunde – die AG-Mitglieder hatten im Vorhinein einen Fragenkatalog erarbeitet – wurde darauf hingewiesen, dass im BVE die Suche eines Praktikums- bzw. Ausbildungsplatzes schwierig sei und auch das Job-Coaching verbessert werden müsse. Deutlich wurde auch, dass junge Men- schen mit intensiverem Unterstützungsbedarf aus BVE und KoBV herausfallen und doch wieder in den Werkstätten landen. Die Übertragung eines unvollkommenen Modells in die Region wurde daher mit Skepsis betrachtet. Am Jahresende nahmen Vertreterinnen und Vertreter der AG gemeinsam mit Frau Becker vom Beiratsvorstand an einer Veranstaltung der Arbeitsagentur Karlsruhe teil. Die Zusammenkunft sollte der Kommunikation und dem Austausch mit den Koopera- tionspartnerinnen und -partnern der Agentur im Bereich Arbeitsvermittlung und Wei- terbildung behinderter Menschen dienen. In seiner Begrüßung wies der Agentur- Leiter Herr Zenkner auf das „stille Potential“ schwerbehinderter Arbeitssuchender hin. Angesichts der demografischen Entwicklung und des Fachkräftemangels wolle die Arbeitsagentur zunehmend bei den Arbeitgebenden um die Einstellung behinder- ter Menschen werben. Man sehe durch den Inklusionsauftrag der UN-Behinderten- konvention gute Möglichkeiten hierzu. In den Gesprächen mit einzelnen Mitarbeite- rinnen und Mitarbeitern wurde jedoch deutlich, dass man noch kein wirkliches Kon- zept zur Umsetzung der anvisierten Bestrebungen hat. Es liegt in der Natur der Dinge, dass beide Themenkomplexe auch im Jahr 2012 auf der Tagesordnung der AG Bildung, Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe stehen werden. Eine Aufgabe wird sein, mit der Arbeitsagentur Karlsruhe und anderen Insti- tutionen über die konkreten Möglichkeiten zur Förderung der Erwerbstätigkeit von behinderten Menschen zu sprechen. Die Umsetzung der Projekte zur „Initiative In- klusion“ muss dabei im Auge behalten werden. Jahresbericht 2011 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 20 - Arbeitsgruppe „Gesundheitswesen“ Die Gespräche zum Thema Barrierefreiheit, welche im letzten Jahr mit dem Städti- schen Klinikum begonnen wurden, konnten leider im Jahr 2011 nicht weiter fortge- führt werden. Jedoch hat das Klinikum einige Anregungen aus den Treffen des Jah- res zuvor bereits umsetzen können. Es gab hierzu einige Telefonate mit der Bauab- teilung des Klinikum, die sehr konstruktiv waren. Mit der neuen Schwerbehinderten- vertreterin des Klinikums gestaltet sich der Kontakt noch sehr zögerlich. Parallel hierzu gab es eine Arbeitsgruppe, die sich mit dem Thema Aufnahme, Be- treuung und Pflege während des Klinikaufenthaltes sowie Entlassung von Menschen mit geistiger und schwerstmehrfacher Behinderung beschäftigt. Ziel ist eine reibungs- lose stationäre Behandlung von schwerst- und mehrfach behinderten Patientinnen und Patienten im Städtischen Klinikum Karlsruhe. Hierzu gab es einige Treffen mit der Pflegedienstleitung des Klinikums, die durchweg als sehr konstruktiv zu bezeich- nen sind. So wurde z. B. der Pflegeüberleitungsbogen um die besonderen Belange von Menschen mit Behinderungen ergänzt. Jahresbericht 2011 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 21 - Teil 4 Einschätzungen der Erfolge und Hemmnisse Zusammenfassender Ausblick Auch im 3. Jahr unserer zweiten Amtszeit wurde unsere Arbeit von der Öffentlichkeit und von der Stadtpolitik zunehmend anerkannt. Einen Höhepunkt der Anerkennung sehen wir in dem Besuch des Herrn Oberbür- germeisters Fenrich bei der Sitzung des Behindertenbeirats im Juli 2011. Wir führten wieder Gespräche mit den Gemeinderatsfraktionen und dem Sozialbür- germeister Dr. Lenz. Wir begrüßen es sehr, dass unsere Vorschläge für barrierefreie Maßnahmen im Rahmen des Doppelhaushalts 2011/2012 mit Ausnahme des Begegnungszentrums Wolfahrtsweier bereits im Jahr 2011 umgesetzt wurden. Wir begrüßen den Einbau des Behindertenfahrstuhls im Rathaus Neureut. Dasselbe gilt für den Einbau eines Fahrstuhls und des Behinderten-WCs im Gebäude der So- zial- und Jugendbehörde in der Kochstraße. Mit der Einrichtung des Leit- und Orientierungssystems im Rathaus-West ist dieses Gebäude völlig barrierefrei. Dies ist das herausragende Ergebnis unser Initiativen im Jahr 2011. Außerdem freuen wir uns darüber, dass das Thema Inklusion in der Schule durch Einrichtung einer Gemeinschaftsschule in Grötzingen voranschreitet. Für das Jahr 2012 streben wir u. a. an: Einen barrierefreieren Hauptbahnhof Karlsruhe, durch die geplanten Fahrstühle, barrierefreien Eingang an der Nordseite und den barrierefreien Umbau des Reisezentrums. Weitere barrierefreie Maßnahmen am Klinikum. Weitere barrierefreie Maßnahmen bei den Verkehrsbetrieben. Fortschritte im Bereich der Inklusion. Mehr barrierefrei zugängliche Ladengeschäfte. Mehr barrierefreie Wahllokale. Aufnahme der Vorschläge des Behindertenbeirats in den Doppelhaushalt 2013/2014, dessen Vorberatungen im Herbst 2012 anstehen. Jahresbericht 2011 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 22 - Teil 5 Anlagen Pressespiegel 2011 Die Veröffentlichung der Presseauszüge erfolgt mit Zustimmung der Redaktionen Badische Neueste Nachrichten für die Artikel „Behindertenbeirat für schulische Inklusion“ „Inklusion ohne Barrieren“ „Giraffenhaustür sperrt Rollstuhlfahrer aus“ „Der richtige Weg wird gesehen oder erfühlt“ „Es ist noch ein langer Weg“ StadtZeitung für die Artikel „Gemeinsam für mehr Teilhabe“ „Taktiles Leitsystem“ „Rechte Behinderter stärker einfordern“ „Lotsen durch das Chaos“ Neureuter Nachrichten für den Artikel „Weitere Barrieren im Neureuter Rathaus abgebaut“ ka-news.de für den Artikel „Behindertenbeirat will behinderte Schüler in allgemeinen Schulen integrieren“ Aktualisierte Mitgliederliste
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Extrahierter Text
Karlsruhe,diemitAußenklassen ananderenSchulendasThema auchwirklichumsetzt.Leiderist festzustellen,dasseshäufigan denRahmenbedingungenschei- tert.Sosindlängstnichtalle Schulenbarrierefreigestaltet.Da fehlenvorallemdiefinanziellen Mittel,umWünschenswertes umzusetzen.Leideristesnoch einlangerWeg,biswirzufrieden seinkönnen.EinanderesThe- makonntenwirvorkurzemab- schließen:Alserstesöffentliches GebäudeistdasRathaus-west komplettbarrierefrei- endlich. • VoneinerbarrierefreienIn- nenstadtistKarlsruheauch weitentfernt.Geradedievie- lenBaustelleninderInnen- stadterschwerenauchMen- sehenohneBehinderungdas Fortkommen.Wiebewertet derBeiratdieSituationin derInnenstadt? Ritzmann:Natürlichbringendie BaustellenauchzahlreicheBe- hinderungenmitsieh,geradefür blindeMenschen.Gleichzeitig wirdabereinigesgetan,wiebei- spielsweisedieAnbringungvon BlindenleilstreifenanderHalte- stelleDurlacherTor.Insgesamt fot."jedochsteheichderU-Strab sehrpositiv.gegenüber:_Damit werdenendlichßlle'Haltestelien •FrauRitzman'~;:dasJahr,gehtimlnnenstadtbereichbarriere-.--- \ zu .EndeundderBelratarbel-frei.. ;d'.," q tet-geradean seinemBericht• Wiebewerten.Siedenn-diei fürdaszurückliegende'Jahr,.Zusammeriarbelt__mit.'derI Waswarenvo,'allemfür-SieStadtverwaltung7.C__ ,1 1 . die)liemen',diesie2011Ritzmann:'WlrSindsehr.zutrie-~ beschäftigten?,-,",,",denuber'dils:Mltelnamder'mit~ Ritzm~'ln:Nachwievorsetztder.verwaltung:Wlthaben'uns1 SichderBeiratInSachenInklus-mittlerweileetabliertundwerden'~ Ionein,alsodemgemeinsamenalsGesprächspartnerauchernst-} LernenundLeben,vomKlnder-genommenDurch'einenSitzIn0 gartenbeginnendbishinzum-' den-AusschüssenturJugendhll- ArbeitsplatzDieStadtKarlsruhefe,SOZialesundPlanungSind isthierbemüht,nuristdieAlb-w~gui'elog.bundenindasHao= • schul~eeinzigeEinri<:htllngin.deln·derVerwaltung.Auch'sind "Esist noch ein langerWeg" MITBESTIMMUNG:In Karlsruhevertrittein GremiumdieInteressenbehinderterMenschen A ls'ersteStadtinBaden-Würt- tembergschufdieStadtver- waltungKarlsruhemitdemBei- ratfürMenschenmitBehinde- rungeinGremium,dasdieInte- ressenderBetroffenenundde- renAngehörigenbündeltund konzentriert.UnserRedakteur HolgerKellersprachmitderVor- sitzendenStefanieRitzmann überdieEntwicklungenimver- gangenenJahr,besondereProb- lematikenundüberdas,was sichderBeiratvomkommenden Jahrerhofft. StefanieRitzmann dieFraktionendesGemeinde- ratsinSitzungendesBeiratsan- wesend.. '.TrotzdemärgertsichderRat immernochOberdiegeringe Anzahlbehindertengerechter ToiletteninderInnenstadt, richtig? Ritzmann:Dasstimmt.Wirhat- tendasbereitsinunseremBe- richt2010kritisiert.Undnach wievorist dieSituationunverän- dertschlecht.Esmusssichdrin- gendetwasändern. •Daskönntesichjavielleicht 2012ändern.Wasmussim kommendenJahr·IhrerAn- sichtnachnochangepackt werden? Ritzmann:DieWohnsituationin KarlsruheisteinechtesProb- lem.DerBehindertenbeiratfor- dertmehrbarrierelreienWohn- raum,derauchbezahlbarist. ProblematischistunsererAn- sichtnachauchdieSituation'aufI demBahnhofsvorplatz,woder Zugangzum,OPNVnochnicht barrierefreiist.Darüberhinaus erhoffenwirunsauchimkom- mendenJahrmehrbarrierefreie GeschäfteundGastronomiebe- triebeinderInnenstadt- auch wennwirwissen,dassderzeitI wegenderU-Strab-Baustellen nurungerninvestiertwird.! -e\.. ka-news.de ~, Fensterschließen Oruckdatum:6.4.201118:38uhr- URL:http://www.ka-news.de/regiOn/karlsruhe/Behlndertenbeirat-wili-behinderte- Schueler-in-allgemelne-Schulen-lntegrleren;art6066,596703 BehindertenbeiratwillbehinderteSchülerinallgemeine Schulenintegrieren Karlsruhe(mil)- AngesichtsderbevorstehendenGesetzesreformhinzu einerinklusivenSchulbildunginBaden-Württemberg,woalleKinderund Jugendlichengemeinsamlernenkönnen,sprichtsichderKarlsruher BehindertenbeiratfürdasVorantreibenderIntegrationbehinderterSchüler : inKarlsruheaus.' (SymbolbIld) Foto:corniclous SofordertdasGremium,dassauchsolcheEltern, diefüritJrbehindertesKindstatteinerFörderschule dieEinschulunganeinerallgemeinenSchule wOnschen,vondenSchulbehördenunterstatzt werden.DurcheinegemeinsameSchulefürallesolle mittelhistigeineBewusstseinsänderungstattfinden. DieInklusion,alsoEinbeziehungbehinderter MenscheninderGesellschaftundimArbeitsleben solldamit-zurSelbstverständlichkeitwerden- wie~s indervorzweiJahreninKraftgetretenenUN, Konvention,fürdieRechtederMenschenmit GiraffenhaustürsperrtRollstiililfalireraus' DieSpitzenvonZoofreundenundBehindertenbeiratüberprüfenBarrierefreiheitimZoo .VonunseremRedaktionsmitglied Rl,JpertHustede SiebenParkplätzefürSchwerbehinderte weistdieStadtimUmfelddesZoosaus.Istdas genug?ZweiBehindertentoiletten-tgibtes im StaatgartennebendenPinguinenamLauter- bergundanderSeebühne.Dochwiezugäng-. liehsinddieTierhäuser?KommteinRollstuhl- fahrerohnefremdeHilfeinsGiraffen-oderins Raubtierhaus;kannersichamEisbärgehege aufallenBeobachtungsebenengutbewegen? ""Ja,alle.Häusersindebenerdigundbequem erreichbar.EsgibtkeinenHandlungsbedarf"; sagtGIemensBecker,derstellvertretendeZoo- chef,, . DieSpitzenderZoofreundeunddesBehin- dertenbeiratsderStadttrafensichgestern zumMeinungsaustauschüberdenerreichten GradderBarrierefreiheitimZoo,UmderSa- cheaufdenprundzugehen.Undsiegelangten zueineretwasanderenEinschätzung.Beialler AnerkennungfürdieAnstrengungenhinzuei- nerkomplettenBarrierefreiheitbeidieser Karlsruher~ttraktion,dievieleBehinderte besuchen,wurdendabeiauchMängelseitens derBehindertenvertreterangesprochen. "BeideBehindertentoilettenhabenkeinen Notruf",kritisiertStefanieRitzmann,dieVor- sitzendedesBehindertenbeiratsderStadt.Zu- demschränkeeinalterHeizkörperimWC-, RaumanderSeebühnedieBewegungsfreiheit derRollstuhlfahrerein.DieTierhäuserseien zwarstufenloserreichbar,"aberdieTürenge- hensoschwerauf,dasseinRollstuhlfahreral- leinenichthineinkommt",erklärtsie.Auchsei mancheRampe,etwabeimEisbärgehege,für dasFortkommenmiteinemmechanischen Rollstuhlzusteil."ImGroßenundGanzen aberistder.ZoofürdieBehindertenWunder- bar- dieWegesindasphaltiertundbreit",un- terstreichtRitzmanndenhohenGradanBar- rierefreiheitunterhalbdesLauterbergs. "BeidenToilettenim StadtgartenfehltderNotruf" GabrieleBecker,einederstellvertretenden ;VorsitzendenimBeiratderBehinderten,be- mängelt,dassalsOrientierungshilfefürSeh- behinderteundBlindeandenWegenbeiden Eisbären"Kontraststreifen'aufdererstenund letztenStufefehlen". GiselaFischer,dieVorsitzendedesVereins derZoofreunde,freutsichüberdenErtragder gemeinsamenTourdurchdenStadtgarten.Im- merhinseienbeiallemLobebenauchwichtige Detailskritischangesprochenworden.Die VertreterinnenderBehindertenhättenihrda- bei"denBlickfürihreBelangegeschärft".Die INSPEKTK)N4MZOb:AuchbelinJ~is6ärgehege'gingesumdieBarri'Eirefreiheit)lihksStetanieRitzmann' undrechtsManfiedWebervomBehindertenbeüat;dazwischen(vonlif1ks),GiselaFischerundttseWadi€! voridenZoofreanden:1;".-'-'..,.~.-""f\"~~"'''''~~~"""1'·'1•• ~:q· ..r~~~'r:fi"'·"·--Fot6.~jo'do -;;..::.>;..•• ,tl.~'$l:'",''I.''L1.!ö(.~~...,., ..•..~..•. Lotsen.durchdas'Chaos BarrierefreiheitgiltheutealseinzentralesZiel derStadtpolitik.DiePflicht,Chancengleich- heitfürBehinderteherzustellen,wirdnicht nurimPrinzipvomGemeinderatundder Stadtverwaltunghochgehalten.Auchinder PraxishatsichvielinderFächerstadtgetan, wasdieBarrierenanöffentlichenEinrtchtun- genbetrifft.' DabeiwerdeninAbhängigkeitvondenfi- nanzielldafürgesehenenMöglichkeitendie HindernissefürdieKörperbehindertennach undnachausdemWeggeräumt.Au'chdieses FeldgehörtzumMasterplanderAufgabenbis 2015mitdem300.Stadtgeburtstag. VorallemdieInformationüberbarrierefreie Einrichtungen,überParkplätzeundToiletten fürBehinderteistleichtunterderAdresse www.karlsruhe.deimInternetabzurufen.Dort gibteseine"barrierefreieDatenbank"über dieZugänglichkeitvonEinrichtungen."Wir habeneinmitEuropa-Schlüsselzuöffnendes WCfürBehinderte.MankanndenSchlüssel auchanderKasseausleihen",berichtetBe- cker. BeidenBehörden,beiDeutscherBahn,bei derStraßenbahnundbeiderPolizeisowieEin- richtungenwieKlinikumoderParkgaragen sindBarrierenweggeräumt.DieserProzess wirdallerseitsauchdemEngageinentdesBe- hindertebeiratsunterFiihrungvon'Stefanie Ritzmannzugesprochen. Baustellen:BehinderteMenschengezieltinformieren AufdirektemWegkommtmanderzeit .inderInnenstadtkaumansZiel.Baustel- lensorqenfürBehinderungen,Busseund Bahnenfahrenanders.WasselbstOrts- kundigeundroutinierteFahrgästever- wirrt,lässtMenschenmit Behinderungen erstrechtratloszurück,DieGRÜNE- Fraktionfordertdeshalbeinbesseres,auf Bedürfnisseblinder,gehbehinderterund ältererÖPNV-NutzerzugeschnittenesIn- fonnationsangebot.ObTelefonberatung, SMS-lniodienstoderWebseite- alleMög- lichkeitensolltenihrerMeinungnachge- nutztwerden,umKlarheitüber.• ständig sichänderndeLagenundGrößender Baustellenzuschaffen",heißtesin der Vorlage.Fallsallesnichtfruchte,solle notfallseinBeqleitserviceeingerichtet werden,Anliegen,dieSprechervonCDU, SPD,FDP,KALundFreienWählerngut hießen.SiebegrüßtendieZusagevon KASIG,Verkehrsbetriebenundstädti- schenÄmtern,dieBelangebehinderter MenschenbeiihrerInformationspolitik gezieltzuberücksichtigenundgemein- sammitderSozial-undJugendbehörde zuprüfen,obbeiBedarfehrenamtliche HeUerinnenundHeUernalsLotsendurch dasBaustellen-Chaoseingesetztwerden könnten... Wirbemühenunssehrumei- nenbehindertenfreundlichenNahver- kehr"verwiesErsteBürgermeisterin MargretMergenaufdieAnschaffung neuerNiederflurwagenunddieAnpas- sunqvonBahnsteigen,umeinenebener- digenEinstiegzuermöglichen.-mal- MENSCHENmitBehinderungenste~~,(' BaustellenundUmwegevorganzbe,$/lll'< dereHerausforderungen.f..tr ,/i /Dienstag,29.November2011 Blindefindensichnun imBehördenbauzurecht garnichtsoleichtgewesensei,sichindieSi- tuationderSehbehindertenundBlindenhi- neinzuversetzenundeingeeignetesSystemzu entwickeln. HilfreichwardabeischließlichdieUnter- stützungdesBehindertenbeiratsunddesPla- nungsbürosCoerdts."Unswares wichtig,den blindenMenschenge- rechtzuwerden,aber auchdieAnsprüche derSehendenzube- denken",erklärt VolkmarCoerdts. "Schließlichsolltenja getrenntenOrientierungssysteme '\l ORIENTIERUNGSINSELNweisendenWeg:ManfredWeber,GabrieleBacker,AnneSiekundJos« Seekireher(vonlinks)testet:dieNeuerungimRathausWest.Foto:jode DerrichtigeWeg wirdgesehenodererfühlt DasRathausWestist fürBlindebarrierefreizugänglich me.DiegrauenTafelngibteserstseitkur- zemimRathausWest:Aufihnenfindensich gelbeingezeichneteundauchplastischdarge- stellteFlure,darauf- in Schwarz- diejeweili- .genZimrnernummern.Auchsiekönnennicht nurgelesen,sondernaucherfühltwerden.Die- se so genanntenOrientierungsinseln,diees auf jederEtagegibt,sind I TeildesneuenLeit- I undOrientierungssys- tems,dasesblinden undsehbehinderten Menschenerleichtert, sichimRathausWest zurechtzufinden."MitdiesemneuenSystem istdasRathausWestnundasersteöffentliche Gebäudein Karlsruhe,daskomplettbarriere- freiist",sagtJosefSeekireher,Direktorder Sozial-undJugendbehörde. , Undererklärtauchgleich,warumdasso wichtigist:"Wirsindhierzuständigfürdie EingliederungshilfefürBehinderteundzwar auchspeziellfürdieBlindenhilfe", sagter. ,,vieleBehinderte;auchSehbehindertekom- meninsRathausWest."AnneSiek,Leiterin desAmtesfürHochbauundGebäudewirt- schaft,gesteht,dassmanbeiBarrierefreiheit bisherhauptsächlichangehbehinderteMen- schengedachthabe."NunmüssenwirdenFo- kusaberauchaufMenschenmitanderenHan- dicapsrichten",findetsie.Wobeiesanfangs keinezwei entstehen." AlsExpertinbeteiligtesichGabrieleBecker andenPlanungen.SieistMitgliedimBehin- dertenbeiratundblind."GrößeundArtder Schriftwarenentscheidend,umvondenSeh- behindertennochgelesenwerdenzukönnen. BlindemüssenaberinderLagesein,die Schriftzuertasten",erklärtExpertinBecker. Undnatürlichkommees auchaufdiePositio- nierungan,meintsie."BlindeundSehbehin- dertemüssennaheandieTafelnherantreten können." Mit'demErgebnisistsiezufrieden."Wir könnenunsjetztselbstständigimGebäudezu- rechtfinden",sagtBecker.Dazuträgtauchder Aufzugbei,derschon2008instailiertwurde. ErhatTastenmitfühlbarenZahlenundsagt jeweilsdieEtagean,aufderer geradehält.Vor demAufzugstehteineOrientierungsinsel.Sie weistdenWegzudenBüros.AndenZimmer- türenhelfenschließlichSchildermitgelben Streifenundschwarzen,erfühlbarenNum- mernweiter. "DasisteineweiterewichtigeMaßnahm zurBarrierefreiheitin derStadt",findetMan fredWeber,VorstandsmitgliedimBehinder tenbeirat.DasLeit-undOrientierungssysterr fürdasRathausWesthatrund48000Euroge kostet.EsgiltinseinenGrundzügenauchau andereGebäudealsübertragbar. StadtZeitung BeiratfürMenschenmitBehinderungen:, Gemeinsamfür-mehr:;Feilhatie,.'":, ,>•\IV.''~'''''y,'~\ .OBF~ntiChstandRede'urid_AntworiI'Jahr~_~bericht201.0·iVo-~~~ele,g,~. ...\''-.~"....~....~...\.~]."l..... WasderBeiratfürMenschenmitBehinderungenfordert,IstTeilhabeundalltäglicheNormalität.DasImJahre2003ge- eigentÜchselbstVerständlich:MehrbarrieielreleGebäude,gründeteGremiumvei~phaUe"nichtnur.Behinderten.Gehör FreizeiteinrichtungenundGeschälte,,ebenerdige"EinstiegeInundStimme",vonde~nArbe"Itprl,lHtiertenauch.älte~eMen- BahnenoderauchbehtndertenqerechteToiletten,dieollensehenundFamilienmil~dem"dankteOberbürgermelster sind,wennGeschäfteundRestaurantsgeschlossenhaben- al-fürdessenEngagemen.t~auchwennsiederVerwaltungaulzei- lesVoraussetzungen'fürgleichberechtigte,gesellschaftlichelien,welcheHa.usaulgab~nwirnoch.erledigenmüssen." DieBeteiligungderBürgerinnenund BürgerbeiwichtigenAngelegenheiten seiihm~einHerzensanlieqenUbe.tonte Fenrtch,derdemBeiratamverl/angenen FreitagRedeundAntwortstand.Er schät- zesehr,dassdiesermit\oI(eitblickagierte und"nIchisUnln9gliches"'verlange.. Was trotzdemdrinqendansteht,ist.regeln,läßig imJahresberichtdesBehindertenbeirats nachzulesen.Aktuellerwartendessen MitgliederumVorsitzendeStefanieRitz- rd,anndiebarrierefreieUmrüstunqver~ schiedenerBäder,JugendtreifsundBe. gegnungsstättenunddes.Haus~olpls". .sowieR.0rtschrittebeiderIn14usidp;an' "Schulen.DerfürletztesJahrgeplanteBau !,."• dreierAufzügefürBahnsteigeimKarlsru> herHauptbahnhofhatsichvenögert..0 die,notwendige"Gelder'ausdemKon junkturprogrammdes-Bundesdennmitt- letweilegeflossenseien;wollteBeirats- iIl\\gl!edManlredWeberwissenundbat Fenrich,in<;liesemPunktn:a!;hzuhaken,, Für'Rosernerie-Zelchbedeuteteder- . spruch,aufInklusionmehralsinklusive K,indergärt~l/.Daz,;,.zähl~nl\irsieauch' Arbeitsplätze',deren"AnspruchundBl\fid,; breiteüberTätigkeiteninklassischen, WerkstättenfürBehindertehinausgingen' ( oderauchdie.freieEntscheidungeines MenschenmitHandicap'~wieer wohnen willundwelcheAssistenzerdazu braucht".Plätzein lfurzzeitpflegeseien - inKerlsruheMangelware,lenkte.IlQna Kl~indenSlick:aufausqebrannteEl!em schwerbehinderterKinder,,d,iesind Ende,diekönnennicht-mehr".. Fenrichnotiertesichdie''~ineoderan dereAnregungundbatumVerständnis dassnichtallesWünscbenswertemach- barsei,.aberwirbemühenl1l'ls.unglaub- lieh:',Wich\:igwarihrrhmtep'anderem,'die. Infrastrukturanden,Bedürfnissenebehin-c derterMenschen'auszurichten,Diesbe- treffein besonderemMaßedenÖftentli- ', ehenNahverkelir,~'d!'J"imMomentfür· Rollstiihlfahrerlnnenund,'-fahrernoch nichtflächendeckendnutzbarist,"Hier vollzögensichirr-dennächstenJahren .entscheidendeSchritte".MitderUmset- zungder-Kombilösunqwürden,so derOB, ,nichtnurdieunterirdischenHaitesteUen barrierefrei,sondernauch'oberirdtsch deutlich~Ver~esserungen·erZ1elt."-mat- ZEn:FÜRGESPRÄCHE:OBHeinzFenrich[teclüs}nahmbeiderSitzungdes BehindertenbeiratseWge.Hausaufgabentür,dJeVerwaJt~ngmit..Foto:Fränkle- Nummer38 Donnerstag,22,SeptemberJahrgang2011 WeitereBarriereim NeureuterRathausabgebaut MitderEinweihungdesAufzugesimNeureuterRathausam MittwochisteinweitererSchrittin RichtungBarrierefreiheit unternommenworden. OrtsvorsteherJürgenStoberdurchschnittgemeinsammitder VorsitzendendesBehindertenbeiratesStefanieRitzmannund imBeiseinweitererMitgliederdesGremiumssowieNeureu- terOrtschaftsräteundVertreterderbeteiligtenFachämter , symbolischeinrot-gelbesBandundunternahmmitStefanie RitzmanndieersteFahrtimAufzug, DiesisteinweitererMosaiksteinfürdenbehindertenfreundli- chenAusbaudesRathauses,Dennbereitsin derVergangen- heitistimErdgeschosseineBehindertentoiletteeingerichtet wordenundauchderebenerdigeZugangvonderKirchfeld- straßeistüberdenFahrradhofbereitsseitlängereninstalliert. ZuvorhatteOrtsvorsteherJ ürgenStoberdaranerinnert:"Vor etwasmehralszweieinhalbJahrenhabenwirunshierim OrtschaftsratundimBenehmenmitdemBehindertenbeirat fürdenEinbaueinesPersonenaufzugesvomKellerbiszum 1. Obergeschossausgesprochen,EinweitererAbschnittder, barrierefreienErschließungöffentlicherGebäudewurdeda- mitangegangen,Ichfreuemich,dassdieInitiativefürdiese wirklichtoUeEinrichtungausdemBehindertenbeiratselbst kamundvonunseigentlichnurnochumgesetztwerden musste!", BittelesenSieim Innenteilweiter! '~j~,e~ht~"B~hindeitei .stärker'einfOrde'rn 'f..'~..•.•l~.".....~i,t.· ~. 0::.1 , Dievon140StaatenunterzeichneteUN- KonventionüberdieRechtevonMenschen' mitBehinderunqen.istsert2009deutsches Recht-Überdereri'.lnhaJtintOmnierte-.Dr" -Klaus-Mück(Vois~an'1:i~~tgfled:kies!!.BUli~,:j desverbendesSelbstbestimmteAssistanz) 'je!zt.die!p.~'Nitg)ied~rAes.~!~1ti~F.)J.e!l~er;9 hindertenbelratsiZweckdiesesUbkrein-,, einkommens:ist~~',lM~n§ch~lri'riii~'~.eb,i:n.:.. ~ derungendieglelchberechhgte'Teilhabe' anderGesellschaftzuermöglichen,Wich, tigwardem'Gremiumßabeiaktuelldas gemeinsameLemen'behinderterund-nicht behmderterKinder- etri,Thema,d!'sGe-: genstandeinerResolutionandasstädti- scheunddasstaatlicheSchulamt-werden soll,AufderTaqesordnunqstand,überdies der.vom'Landesvetbandder.Lebenshilfe erstellte',Krit~rienkätalögIm'l:>iiI1\eI;elre1e'", ,öffentlicheBeschilderung",vor'ä:lier!tg,e\s,,' , tig'pehinderteMenschen:Witten,rtufif~xtßl;i" aufSchtldernSch)l'jerigkeiten:,w,arb":;te-' ph~?~urzEHiber~er~Gm.~~ndesv~rb~~. d~lw",rnemalsblsh~nmtillgem'l:'!"yer" 'ständlichenSymbolen-zulu1.>eiten,"-' at·1 .,.._;•••••-','b,i!1".. 7~hiJidei1:enbeiiat':" r :fqr~chWische.ink.lu.sion' .,..~....:'i BNN- DerBeiratfür'Meiisch'enmitBehin~ derurigenjlat'_,sich0- ein,:"R,e'~o~utionfi\tcl!!'; Vorantreiben' der,schullsGhen'InkluslOnl,Ul Karlsruheausgesprochen,IndemSchreiben, dasderBeiratan'dasStaatlicheSchulamtso·' wie'denSozialbürgermeister-MarttnLenz übergab,fordertdasGremium,dassdiejenigen Eltern,diefürihrbehindertesKindeine'Ein- schulurigan'eine,allgemeinenSchulewün-t sehen,-" vondenSchulbehördenunterstützt, werden".Inklusionmü~seRel;!l.itätwerdem-so derBehindertenbeirat...,.., Da~Elt,ernv.:~hirechimü~s;beider\ViiliJ.de;' SchuleimVordergrunds ..heißtes weiter' .-')ri,pe,~R~~ol~~OD:~.t,~,~,. ~~'}.;:\~ TAKTILESTABLEAU:DieblindeGabrieteBecker(Zweitevonlinks)erklärtMan!red Weber,AnneSiekundJoseiSeekirchet,wiesieanInformationenkommt. TaktilesLeitsyste:m DasRathausWestistnunkomplettbarrierefrei DasRathausWestgehörtfürbehinderte MenschenzudenwichtigstenAdressen. In derBehördeinderKaiserallee11sind nichtnurJugend-undSozialamt.sondern auchEingliederungs-undBlindenhilfe untergebracht.DasseinsolchesZielbar- rierefreiangesteuertwerdenkann,istei- gentlichselbstverständlich.Trotzdemhat esfünfJahregedauertbisdasdenkmal- geschützteGebäudekomplettbarrierefrei war.WährendbehindertengerechteToi- lettenundgläsernerFahrstuhlseiteiniger ZeitvorallemRollstuhlfahrerdenWeger- leichterten,findensichjetztauchBlinde undSehbehindertemittelseinesneuen Leitsystemszurecht.In jedemStockwerk lassensichdieGrundstrukturdesHauses undwesentlicheInformationenzudenBe- reichenaufTableausvonOrientierungsin- selnertasten.WessenSehvermögenstark eingeschränktist,derfindetin Augenhö- hekontrastreicheHinweiseingroßer SchriftoderauchtaktileTürschilder. Ersei"ziemlichstolzUaufdasErgebnis, dasallenzugutekomme,dankteSJB- ChefJosefSeekireherdemBehinderten- beiratfürdessenUnterstützung.Speziell dieblindeGabrieleBeckerhattedenPla- nembuchstäblichdieAugengeöffnet undgesagt"woraufesankommt", Was -------- Sehbehinderungkonkretbedeutetund wieessichanfühlt,dieWeltnurnoch schemenhaftwahrzunehmen,demonst- riertesieanbandeinerSimuIationsbrille. Beckerjedenfallsist"totalbegeistertU vonderLösung,damitseiein"großer Schrittgetan"."Fürunswardaseinneu- esThema"gabdieLeiterindesstädti- schenAmtsfürHochbauundGebäude- wirtschaft,AnneSiek,unumwundenzu, dassihrFokusbislangeheraufdenBe- dürfnissenmobileingeschränkterMen- schen,dennaufjenenmitanderenHan- dicapslag.In diesemFallseidieHeraus- forderunggewesen,ein"integratives System"zufinden,daskomplexeInfor- mationenvereinfacheunddasbehinder- tenundnichtbehindertenNutzerinnen undNutzemtrotzdemeinesichereund umfassendeOrientierungbiete.Dasist für48000EuroausMittelnderlaufenden Bauunterhaltunggelungen.Eine"Lösung vonderStange"gebeesindiesenFällen nicht,jederBauerfordereeigeneHeran- gehensweisen,meintedieBehinderten- koordinatorinMartinaWarth-Loos.Die Barrierefreiheitsämtlicheröffentlicher GebäudeistdashehreZiel-alsnächstes solldasBürgerbüroimRathausamMarkt- platzinsAugegefasstwerden.-maf-
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Extrahierter Text
Zusammensetzung des Beirates für Menschen mit Behinderung der Stadt Karlsruhe Stimmberechtigte Mitglieder Gruppe der körperbehinderten Menschen Pirk, Manfred Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e. V. Telefon/Fax: 0721 686382 E-Mail: ma.pirk@t-online.de Stellvertrender Delegierter im Sozialausschuss und Planungsausschuss Mitglied im Fahrgastbeirat Ullrich, Ronny – INTAKT – Integrative Arbeit mit Körperbehinderten u. Nichtbehinderten Telefon: 0721 9175-446 E-Mail: steinronny@web.de Strunck, Ute Amsel Kontaktgruppe Karlsruhe Telefon: 0721 7837788 E-Mail: ute.strunck@web.de Wicht, Helga Conterganverband Karlsruhe e. V. Telefon: 0721 373858 E-Mail: helga.wicht@t-online.de Gruppe der Frauen mit Behinderung Ritzmann, Stefanie Aktionsbündnis Frauen mit und ohne Handicap Telefon: 0721 376418 E-Mail: stefanie.ritzmann@web.de Vorsitzende des Beirats Gruppe der aufgrund chronischer Krankheit behinderten Menschen Braun, Hannelore Deutsche Parkinson Vereinigung Regionalgruppe Karlsruhe Telefon/Fax: 0721 681289 Viehbacher, Susanne Selbsthilfegruppe für Epileptiker Karlsruhe gem. e. V. Telefon: 0721 694544 Fax: 0721 9664267 E-Mail: susanne.viehbacher@t-online.de E-Mail: (shg-epi-ka@t-online.de) Gruppe der sehbehinderten Menschen Dr. Wagner, Elke Verein zur Förderung Sehbehinderter e. V. Telefon: 0711 6564131 oder 0162 2547147 E-Mail: elke.wagner@nikolauspflege.de Delegierte im Sozialausschuss Gruppe der gehörlosen Menschen Burkart, Christiane Stadt- und Kreisverband der Hörgeschädigten Karlsruhe E-Mail: christiane.burkart@gl-stadtverband.de Gruppe der psychisch behinderten Menschen Die Vertretung der psychisch behinderten Menschen im Beirat, kann bei der Behindertenkoordination erfragt werden unter Telefon: 0721 133-5022. Gruppe der blinden Menschen Becker, Gabriele Blickpunkt – Selbsthilfegruppe für Blinde, Sehbehinderte und deren Freunde in Karlsruhe Telefon: 0721 50859 E-Mail: kontakt@blickpunkt-karlsruhe.de Stellvertretende Vorsitzende Mitglied im Forum Ehrenamt Gruppe der Kinder und Jugendlichen mit Behinderung Zelch, Rosemarie Eltern und Freunde für Integration e. V. Karlsruhe Telefon: 0721-686494 Fax: 0721 938633 E-Mail: zelch.rosi@web.de Gruppe der Schwerhörigen Menschen Weber, Manfred Verein der Schwerhörigen und Spätertaubten Karlsruhe e. V. Telefon/Fax: 0721 862448 E-Mail: manfred.mw.weber@web.de Stellvertretender Vorsitzender Mitglied im Stadtseniorenrat Gruppe der geistig- und mehrfachbehinderten Menschen Baron, Ursula Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung e. V. Telefon: 0721 811715 E-Mail: u-h-baron@web.de Stellvertretende Delegierte im Jugendhilfeausschuss Beratendes Mitglied der Liga der freien Wohlfahrtspflege Fischer, Günter mark, Mobile ambulante Rehabilitation Karlsruhe Telefon und Fax: 07244 9758 E-Mail: guenfis@web.de Delegierter im Planungsausschuss Stellvertretungen Heupel-Streit, Gudrun Aktionsbündnis von Frauen mit und ohne Handicap Stellvertreterin für die Gruppe der Frauen mit Behinderung Telefon: 0721 884837 E-Mail: uffix@gmx.de Delegierte im Jugendhilfeausschuss Herold, Barbara Stotterer Selbsthilfegruppe Stellvertreterin der Gruppe der aufgrund chronischer Krankheit behinderter Menschen Herzog, Gisela Verein zur Förderung Sehbehinderter e. V. Stellvertreterin für die Gruppe der sehbehinderten Menschen Telefon: 0721 492869 E-Mail: gisi.herzog@gmx.de Von Malottki, Beate Badischer Blinden- und Sehbehindertenverein v. m. K. Stellvertreterin für die Gruppe der blinden Menschen Telefon: 0721 856030 E-Mail: beatevonmalottki@arcor.de Klein, Ilona Förderverein der Schule für Körperbehinderte Stellvertreterin für die Gruppe der Kinder mit Behinderung Telefon: 0721 752421 Fax: 0721 752421 E-Mail: ilona.klein@t-online.de Patz, Norman Verein der Schwerhörigen und Spätertaubten Karlsruhe e. V. Stellvertreter für die Gruppe der schwerhörigen Menschen Telefon: 0721 854157 Bayer, Andreas Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung e. V. Stellvertreter für die Gruppe der Geistig und Mehrfachbehinderten Menschen Telefon: 0721 62080 Fax: 0721 6208150