Abschlussbericht des Programms "STÄRKEN vor Ort"
| Vorlage: | 29108 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 13.03.2012 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Innenstadt-West, Mühlburg, Oststadt |
Beratungen
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Extrahierter Text
BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: Sozialausschuss Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 21.03.2012 1 öffentlich Dez. 3 Abschlussbericht des Programms „STÄRKEN vor Ort“ Beratungsfolge Sitzung am TOP ö nö Ergebnis Sozialausschuss 21.03.2012 1 Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Der Sozialausschuss nimmt den Abschlussbericht des Programms „STÄRKEN vor Ort“ zur Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung Karlsruher Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Ausgangslage Die Stadt Karlsruhe war von September 2009 bis Dezember 2011 Programmgebiet des För- derprogramms „STÄRKEN vor Ort“, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgelegt wurde. Das Programm wurde aus dem Europäischen Sozial- fonds der Europäischen Union (ESF) kofinanziert; eine weitere Kofinanzierung erfolgte durch die Stadt Karlsruhe in Form der Personalkosten der im Programm tätigen Mitarbeiter (1,5 Mitarbeiter). Mit dem Programm konnten in benachteiligten Stadtteilen Projekte finanziert werden, um junge Menschen mit schlechteren Startchancen sowie Frauen, die Probleme beim Einstieg und Wiedereinstieg in das Erwerbsleben haben, zu unterstützen. Ziel war die erfolgreiche soziale, schulische bzw. berufliche Integration von Jugendlichen und/oder Frau- en und somit die Verbesserung ihrer Chancen auf Bildung und gesellschaftliche Teilhabe. Die Umsetzung des Programms erfolgte in den (teils ehemaligen) Soziale-Stadt-Gebieten Innenstadt-West, Mühlburg und Oststadt mit Erweiterung Rintheimer Feld. Pro Jahr standen für jedes Fördergebiet 100.000,00 Euro zur Verfügung, wovon die Lokale Koordinierungs- stelle der Sozial- und Jugendbehörde 14.000,00 Euro für Sachausgaben verwenden konnte. Ein Projekt wurde mit max. 10.000,00 Euro gefördert, die Laufzeit war auf ein Jahr be- schränkt. Auswahl der Projekte In allen Fördergebieten wurde ein Begleitausschuss gegründet, der neben städtischen Mit- arbeiterinnen und Mitarbeitern (Sozial- und Jugendamt, Sozialer Dienst, Gemeinsame Ein- richtung Jobcenter, Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanungsamt, Integrationsbeauftragter und Gleichstellungsbeauftragte) aus Vertreterinnen und Vertretern der Schulen, der Bürger- vereine, der Jugendhäuser und engagierten Bürgerinnen und Bürgern bestand. Alle Anträge wurden in den Begleitausschüssen beraten und ausgewählt. Als Grundlage diente ein loka- ler Aktionsplan, der für jeden Stadtteil ausgearbeitet wurde und Bestandteil der Antragstel- lung war. Ergebnisse In den Jahren 2009 bis 2011 wurden insgesamt 63 Projekte mit einem Fördervolumen von über 0,5 Millionen Euro umgesetzt. Stadtteil Anzahl Projekte Projekte für Jugendliche Projekte für Frauen Summe Innenstadt-West 21 1) 13 8 191.662,53 € Mühlburg 20 12 8 169.542,08 € Oststadt/Rintheimer Feld 22 1) 15 9 196.332,98 € GESAMT 63 40 25 557.537,59 € 1) davon ein Projekt für Jugendliche und Frauen In den Jahren 2009/2010 konnten in allen drei Fördergebieten insgesamt 379 Jugendliche und 247 Frauen erreicht werden. (Für 2011 liegen die Zahlen noch nicht vollständig vor.) Die Projekte für Jugendliche zielten schwerpunktmäßig auf eine berufliche Orientierung durch das Kennen lernen verschiedener Berufsfelder sowie auf die Berufsvorbereitung ab. Hierzu zählt insbesondere das Trainieren von Schlüsselqualifikationen und der Sozialkom- petenz durch unterschiedliche Herangehensweisen wie z. B. durch künstlerische oder thea- terpädagogische Tätigkeiten. Darüber hinaus gab es schulische Unterstützungsangebote, um die Anzahl der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss zu verringern. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Die Projekte für Frauen konzentrierten sich zum einen auf die Berufsvorbereitung, um bspw. Frauen nach einer Elternzeit auf einen konkreten Wiedereinstieg ins Berufsleben vorzuberei- ten. Zum anderen war das Ziel, Frauen, die bereits längere Zeit aus dem Beruf ausgeschie- den sind, mit unterschiedlichen Ansätzen zu aktivieren. Außerdem wurden Sprachförderpro- jekte angeboten, um sprachliche Barrieren zu beseitigen. Drei Projekte dienten dem Aufbau von Netzwerken, die sich für soziale Belange einsetzen. Die Verteilung der Projektarten ist in der folgenden Grafik veranschaulicht. 15 2 5 2 5 15 10 6 3 0 2 4 6 8 10 12 14 16 Berufs- orientierung Schulische Unterstützung Sprach- förderung Berufsvor- bereitung AktivierungNetzwerke Projektarten 2009-2011 Jugendliche Frauen Die im gesamten Förderzeitraum bewilligten 63 Projekte wurden von 40 verschiedenen Trä- gern beantragt und durchgeführt. Hierzu zählen 14 Einzelpersonen, 12 Vereine, vier gewerb- liche Träger, drei Bildungsträger, je zwei Netzwerke, Wohlfahrtsverbände und Stiftungen sowie eine Kirchengemeinde. Somit wurde dem Ziel des Programms Rechnung getragen, eine vielfältige Trägerlandschaft zu erreichen und insbesondere kleinere Vereine, Initiativen und Einzelpersonen zu unterstützen. Ebenso vielfältig waren die Ansätze und Ausrichtungen der Projektträger, um ihre Ziele zu erreichen. Diese reichen von Film-, Tanz- und Theaterprojekten, über Bastel- und Nähstu- ben bis hin zu Gesundheitsförderung, Medienkompetenztraining und Abwicklung von kleinen Firmenaufträgen durch Schülerinnen und Schüler. In den Jahren 2009/2010 konnten dadurch 20 Praktikumsplätze akquiriert werden, 10 Beschäftigungs- und 2 Ausbildungsver- hältnisse aufgenommen und 16 Personen in weiterführende Maßnahmen vermittelt werden. Erfolge sind darüber hinaus in der sprachlichen Verbesserung, der Stärkung des Selbstbe- wusstseins und dem sicheren Auftreten in Bewerbungsgesprächen zu sehen. Außerdem konnten wichtige berufliche Kompetenzen vermittelt werden sowie Hilfsangebote und Bera- tungsstellen in Karlsruhe der Zielgruppe bekannt und näher gebracht werden. Ausblick Das Förderprogramm endete zum 31.12.2011 und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem ESF nicht weiter finanziert. Inwiefern das Programm in der neuen ESF-Förderperiode 2014 - 2020 berücksichtigt wird, ist zum heutigen Zeitpunkt nicht absehbar. N=63 Ergänzende Erläuterungen Seite 4 Beschluss: I. Antrag an den Sozialausschuss: Der Sozialausschuss nimmt den Abschlussbericht des Programms „STÄRKEN vor Ort“ zur Kenntnis. II. Auf die Tagesordnung der Sitzung des Sozialausschusses am 21.03.2012. III. Aufnahme ins Ratsinformationssystem und Übersendung der Vorlage an die Mitglieder des Sozialausschusses. IV. Kopie des Beschlusses an Sozial- und Jugendbehörde zur Ablage in Akte 416.134. V. z. d. A. (Hauptregistratur) Dez. 1 Dez. 2 Dez. 3 Dez. 6 SJB Sachbearbeiterin: Frau Smolik, Tel.: 133-5410
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