Antrag der FDP: Fahrradweg Tiefentalstraße

Vorlage: 29094
Art: Beschlussvorlage
Datum: 13.03.2012
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Durlach, Hohenwettersbach, Stupferich

Beratungen

  • Ortschaftsrat Durlach

    Datum: 21.03.2012

    TOP: 12

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • TOP 12, Antrag
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Stadtamt Durlach ANTRAG FDP-Fraktion vom 2.2.2012 Gremium: Termin: TOP: Verantwortlich: Ortschaftsrat Durlach 21.03.12 12 öffentlich Stadtplanungsamt Fahrradweg Tiefentalstraße Wenn man stolz auf die Fahrradstadt Karlsruhe – und damit Durlach – sein will, dann muss noch mehr für die Radfahrer unternommen werden. Seitdem die Straßenmitte der Tiefentalstraße aufgrund von Baken von Fahrzeugen nicht mehr überfahren werden kann, ist die Abwärtsfahrt für Radfahrer zu einem Sicherheitsrisiko geworden. Sie fühlen sich zudem „gehetzt“, weil Autos nicht mehr überholen können und hinter ihnen langsam herfahren müssen. Schon mehrmals wurde ein Fahrradweg abwärts der Tiefentalstraße gefordert. Ernsthaft scheint sich noch niemand mit dem Problem auseinander gesetzt zu haben. Wir stellen deshalb folgenden Antrag: Es ist ein Plan und eine grobe Kostenschätzung aufzustellen, wie ein Radweg abwärts der Tiefentalstraße geführt werden könnte. Er sollte an der Einmündung der Straße des Roten Kreuzes in die Tiefentalstraße beim „Scheffelstein“ beginnen und an der Zündhütle-Kreuzung enden. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder rechts der Tiefentalstraße hinunter den Weg anlegen. Dabei ist an vier Stellen etwa jeweils siebzig Meter der ca. ein Meter breite Weg in den Abhang problemlos zu graben. Bei zwei Stellen sind jeweils ein großer Buntsandsteinbrocken abzutragen. Ansonsten ist Platz für den Radweg vorhanden. Die andere Möglichkeit ist zu prüfen, ob der derzeitige Fußgänger- und Fahrradweg bergaufwärts nicht in beiden Richtungen benutzt werden kann. Auch hier gibt es nur zwei Schmalstellen und der Aufwand zur generellen Verbreiterung dieses schon ziemlich breiten Weges ist möglicherweise geringer. Durch einen Mittelstrich könnte man die schnell bergabwärts fahrenden Radler von anderen Benutzern des Weges trennen. Unterzeichnet von: Dipl.- Ing. Günther Malisius, Dr. Horst Dilger, Dr. Angelika Fink-Sontag, Dr. Jan Kowalski,

  • TOP 12, STELLUNGNAHME
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zum Antrag FDP-OR-Fraktion vom: 02.02.2012 eingegangen: 02.02.2012 Gremium: Ortschaftsrat Durlach Termin: TOP: Verantwortlich: 21.03.2012 12 öffentlich Stadtplanungsamt Fahrradweg Tiefentalstraße - Kurzfassung - Die Radwegführung entlang der Tiefentalstraße ist seit Jahren ein Thema: - Der bestehende bergauf führende Geh- und Radweg ist zu schmal für den Be- gegnungsverkehr Rad-Rad. Eine Verbreiterung wäre sehr aufwändig. Ein Zwei- richtungsradweg würde zu erheblichen Gefährdungen durch die sehr schnell tal- wärts fahrenden Radfahrer führen. - Bei einem Eingriff in die seitliche, zum Teil felsige Böschung für den Bau eines Radweges oder Radstreifens bergab ist mit einem Kostenaufwand im mittleren sechsstelligen Bereich zu rechnen. Für den Eingriff in die angrenzende Waldflä- che müsste eine Genehmigung der zuständigen Forstdirektion Freiburg eingeholt werden. Frühere Maßnahmen zeigen, dass eine Genehmigung einen enormen personellen und finanziellen Aufwand mit ungewissem Ausgang bedeutet. Für die Strecke von Hohenwettersbach nach Durlach steht heute ein alternativer Waldweg Richtung Bergwaldstraße zur Verfügung. Eine Realisierung in der Tiefen- talstraße kann nur langfristig weiter verfolgt werden. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch: Städtischen Haushalt Investitionspauschale Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Die Stadtverwaltung hat das Ziel, pro Jahr zwei Radrouten des Hauptnetzes umzu- setzen. Im Bedarfsfall (hohe Radfahrerfrequenz, hohe Unfallgefährdung) werden auch Elemente des Nebennetzes überplant. Die Radverkehrsverbindungen in die Höhenstadtteile sind Teil des Nebennetzes. Die Radwegführung entlang der Tiefentalstraße ist seit Jahren ein Thema. Im Feb- ruar 2009 fand eine eingehende Ortsbesichtigung zusammen mit Mitgliedern des Ortschaftsrates von Hohenwettersbach, Liegenschaftsamt-Forst, Bürgerservice und Sicherheit, Stadtplanungsamt und Tiefbauamt statt. Die Planungsüberlegungen der Stadtverwaltung zur Anbindung der Höhenstadtteile wurden im April 2009 im Ort- schaftsrat Wettersbach und im Ortschaftsrat Hohenwettersbach erläutert. Dem Polizeipräsidium Karlsruhe wurde in den letzten fünf Jahren lediglich ein Al- leinunfall eines Radfahrers in der Tiefentalstraße bekannt, vermutlich aufgrund eines technischen Defekts. Es ist aber davon auszugehen, dass es hier durchaus zu ge- fährlichen Situationen oder nicht gemeldeten Unfällen kommt. Der bestehende bergauf führende Geh- und Radweg ist zu schmal für den Begeg- nungsverkehr Rad-Rad. Eine Verbreiterung des Weges auf 2,50 m - 3,00 m für ei- nen Zweirichtungsradweg wäre bereits sehr aufwändig. Ein Zweirichtungsradweg würde zudem in der Tiefentalstraße zu erheblichen Gefährdungen durch die sehr schnell talwärts fahrenden Radfahrer führen. Legt man die „Empfehlungen für Rad- verkehrsanlagen“ zugrunde, nach denen in Karlsruhe Radverkehrsanlagen geplant werden, müsste der Seitenbereich für einen neuen gemeinsamen Geh- und Radweg eine Breite von 4,25 m aufweisen. Da es sich um eine Außerortslage handelt, wären hohe Sicherheitsabstände zwischen Weg und Fahrbahn nötig. Eine Breite von 4,25 m ist aber nicht realisierbar. Außerdem werden ab Tempo 60 Leiteinrichtungen (Leitplanken) zwischen Fahrbahn und Seitenraum verlangt. Die Stadtverwaltung würde den Einbau von Leiteinrichtungen in der Tiefentalstraße kritisch sehen, da diese nicht nur Schutz bieten, sondern eine zusätzliche Gefährdung für bergab fah- rende Radfahrer darstellen würden. Die einzig sinnvoll verbleibende Möglichkeit wäre, einen neuen Radweg/Radfahr- streifen/Randstreifen bergab neben der derzeitigen Fahrbahn zu bauen. Eine Vermessung der Tiefentalstraße zeigte auf, dass dies aber einen erheblichen Eingriff in die seitliche, zum Teil felsige Böschung bedeuten würde. In diesem Fall ist mit einem Kostenaufwand im mittleren sechsstelligen Bereich zu rechnen. Ein Eingriff in den Seitenbereich hieße außerdem, die angrenzende Waldfläche zu beanspruchen. Die negativen Erfahrungen der Stadt bei dem Versuch, die K9653 (Stupferich - Kleinsteinbach) für den Bau eines Radweges entsprechend zu verbreitern, zeigen, dass die Zustimmung der für diese Genehmigung zuständigen Forstdirektion Frei- burg zur Inanspruchnahme der Waldfläche sehr unwahrscheinlich ist. Im Hinblick auf den enormen personellen und finanziellen Aufwand mit ungewissem Ausgang hinsichtlich des Genehmigungsverfahrens und in Anbetracht dessen, dass für die Strecke von Hohenwettersbach nach Durlach ein alternativer Waldweg Rich- tung Bergwaldstraße zur Verfügung steht, wird die Realisierbarkeit sehr kritisch ge- sehen. Eine Realisierung kann nur langfristig weiter verfolgt werden.