Antrag CDU-FW: Gewerbeflächen in den Höhenstadtteilen
| Vorlage: | 29063 |
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| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 06.03.2012 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Grünwettersbach, Palmbach |
Beratungen
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Ortsverwaltung Wettersbach ANTRAG CDU-FW Ortschaftsratsfraktion Wettersbach vom 14.02.2012 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: Ortschaftsrat Wettersbach 13.03.2012 126 5 öffentlich Gewerbeflächen in den Höhenstadtteilen Die Stadtverwaltung möge prüfen, ob im Bereich der Höhenstadtteile kurzfristig Gewerbeflächen für örtliche Handwerksbetriebe vorgehalten werden, die für diese wirtschaftlich erschwinglich sind. Begründung In Grünwettersbach und Palmbach, sowie im übrigen Bereich der Höhenstadtteile gibt es nach wie vor zahlreiche Handwerksbetriebe und sonstige Kleinunternehmen die Betriebsgrundstücke für ihre Firma suchen. Aufgrund der Besonderheit des Bebauungsplanes und der sich daraus entwickelnden Grundstückspreise sind die vorhandenen Gewerbegrundstücke im Gewerbegebiet Winterrot für solche Betriebe ungeeignet. Den örtlichen Betrieben sollten gleichwohl Erweitungsmöglichkeiten geboten werden, damit diese nicht abwandern. Bei der Untersuchung sollte auch geprüft werden, ob ein Teil des Bedarfes durch die Entwicklung eines „Handwerkerhofes“, der auf einem städtischen Grundstück im Gewerbegebiet „Winterrot“ umgesetzt wird, abgedeckt werden kann. ________________________________________________________ unterzeichnet von: Tilman Pfannkuch, Fraktionsvorsitzender
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Extrahierter Text
STELLUNGNAHME zum Antrag CDU-FW Ortschaftsratsfraktion Wettersbach vom: 14.02.2012 eingegangen: 15.02.2012 Gremium: Ortschaftsrat Wettersbach Termin: Vorlage Nr.: TOP: 13.03.2012 126 5 öffentlich Gewerbeflächen in den Höhenstadtteilen Die Stadt Karlsruhe verfügt im Gewerbegebiet „Winterrot“ aktuell noch über neun Grund- stücke mit insgesamt 24 326 m² und Flächengrößen zwischen 800 m² und 13 449 m². Die Grundstückspreise bewegen sich nach der bisherigen Verkehrswerter- mittlung zwischen 130,00 € bis zu 170,00 €/m² zuzüglich Erschließungskosten in Höhe von 23,20 € bzw. 25,80 €/m². Beim Erwerb eines städtischen Grundstücks muss auch jeweils ein Anteil an der Aus- gleichsfläche von insgesamt 15 975 m² erworben werden. Der Bodenwert für diese Aus- gleichsfläche beträgt 8,00 €/m². Hinzu kommen 10,29 €/m² für die Durchführung der Ausgleichsmaßnahmen, zusammen 18,29 €/m². Durchschnittlich müssen 57 % des Stammgrundstücks als Ausgleichsfläche hinzu erworben werden. Was letztendlich eine Erhöhung der Erschließungskosten für das Stammgrundstück um rund 16,00 € aus- macht. Die Wirtschaftsförderung hat im Zeitraum von Mai 2009 bis Februar 2012 bisher an 26 Unternehmen Flächen im Gewerbegebiet „Winterrot“ angeboten. Die Interessenten für die Flächen kamen zu einer großen Mehrzahl aus dem Stadtgebiet Karlsruhe, zu einem kleineren Anteil aus den Umlandgemeinden und zu einem geringen Anteil aus den Hö- henstadtteilen. Die bisherigen Interessenten haben nach Kenntnis der Verwaltung von der Realisation ihrer Vorhaben Abstand genommen, weil im Jahr 2009/2010 durch die wirtschaftliche Rezession nur wenige Unternehmen tatsächlich eine größere Investition durchführen konnten. Weitere Unternehmen sind wegen der hohen Grundstückspreise, beziehungs- weise der zusätzlichen Kosten für die Ausgleichsflächen, abgesprungen. Ein Unternehmen ist jetzt wiederum auf die Wirtschaftsförderung zugekommen. Konkrete Gespräche werden derzeit geführt. Aus vorgenannten Gründen wird der Bodenpreis für das Gewerbegebiet „Winterrot“ überprüft. Unabhängig von Vorgenanntem liegen der Verwaltung gegenwärtig nur wenige Bewer- bungen von Handwerkern aus den Höhenstadtteilen vor. Diese werden generell, wie alle Unternehmensverkäufe, nach dem im Wirtschaftsförderungsausschuss abgestimmten Kriterien für den Verkauf städtischer Gewerbegrundstücke analysiert und entsprechend bewertet. Die Verwaltung ist bereit, zur Versorgung von Handwerkern aus den Höhen- stadtteilen diesen auch dann ein Grundstück anzubieten und dem Ausschuss zur Ent- scheidung vorzulegen, wenn diese nur eine durchschnittliche oder knapp durchschnittli- che Bewertung erreichen. Eine Änderung der Kriterien insgesamt müssen wir aus Grün- den der Gleichbehandlung mit allen anderen Unternehmen im Stadtgebiet ablehnen. Um gerade auch kleineren Handwerksbetrieben eine Chance zu geben, wird der Vor- schlag für einen Handwerkerhof im Gewerbegebiet „Winterrot“ gerne aufgegriffen. Dabei ist durchaus daran zu denken, diesen Ansatz mit interessierten Unternehmen kreativ weiter zu entwickeln, um die Vergabekriterien zu erfüllen. Um den Bedarf für die Entwick- lung einer solchen Idee zu ermitteln ist die Verwaltung gerne bereit, mit Vertretern der Handwerksbetriebe in den Höhenstadtteilen zu sprechen und auch zu Infoveranstaltun- gen hinzuzukommen. Ein Vertreter des Amtes für Wirtschaftsförderung wird bei der Sitzung weitere Erläute- rungen dazu geben.