Lebensqualität in Karlsruhe aus Bürgersicht 2011, hier: Bericht über die Ergebnisse aus dem Stadtteil Neureut
| Vorlage: | 28662 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 16.12.2011 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Beiertheim-Bulach, Daxlanden, Durlach, Grötzingen, Grünwettersbach, Grünwinkel, Hagsfeld, Hohenwettersbach, Innenstadt-Ost, Innenstadt-West, Knielingen, Mühlburg, Neureut, Nordweststadt, Oberreut, Rintheim, Rüppurr, Stupferich, Südstadt, Südweststadt, Weiherfeld-Dammerstock, Weststadt, Wolfartsweier |
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BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Ortsverwaltung Neureut Gremium: Ortschaftsrat Neureut Termin: Vorlage Nr.: TOP: 20.12.2011 1 öffentlich Lebensqualität in Karlsruhe aus Bürgersicht 2011 hier: Bericht über die Ergebnisse aus dem Stadtteil Neureut Beratungsfolge Sitzung am TOP ö nö Ergebnis Antrag an den Ortschaftsrat Der Neureuter Ortschaftsrat nimmt den vorliegenden Bericht „Lebensqualität in Karlsru- he aus Bürgersicht 2011“ zur Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch: Städtischen Haushalt Investitionspauschale Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Themenschwerpunkte der diesjährigen Bürgerumfrage waren die Lebensqualität in Karlsruhe aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger sowie das Wohnen und Wohnumfeld im Stadtteil. Im Hinblick auf das in Arbeit befindliche Integrierte Stadtentwicklungs- konzept Karlsruhe 2020 wurden darüber hinaus die Wichtigkeit verschiedener Vor- haben und Ziele bis 2020 abgefragt sowie Vorschläge für vorrangige Maßnah- men zur Verbesserung der Lebensqualität erbeten. Nachdem zurückliegend die Karlsruher Bürgerumfragen in der Regel als Tele- fonumfragen durchgeführt wurden, handelte es sich bei der Bürgerumfrage 2011 erstmals um eine Online-Erhebung. Auch eine Teilnahme mit einem Papierfrage- bogen war möglich. Die breite Beteiligung zeigt, dass diese Form der Erhebung sehr gut akzeptiert wird. Die Einschätzungen zur Lebensqualität in Karlsruhe sind noch etwas positiver als in den zurückliegenden Umfragen: Vier von fünf Befragten (82,5 %) bezeich- nen die Lebensqualität als gut (67,1 %) oder sogar sehr gut (15,3 %). In den nächsten Jahren ließe sich die Lebensqualität aus Sicht der Befragten am ehes- ten durch eine Reduzierung bzw. schnellere Abwicklung der Baustellen in der Stadt verbessern. Auch zusätzliche Bemühungen bei den Themen Sauberkeit und Fahrradförderung würden sich aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger positiv auf die Lebensqualität auswirken. Weitere Favoriten sind der Erhalt bzw. Ausbau von Grünflächen, die Verbesserung und der Ausbau der Kinderbetreuung, die Reduzierung bzw. Steuerung des Autoverkehrs und das Unterbinden von Beläs- tigungen durch Lärm und Alkoholkonsum im öffentlichen Raum. Im Hinblick auf das Integrierte Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2020 konnten die Befragten verschiedene Ziele und Vorhaben der Stadt nach ihrer Wichtig- keit bewerten. Alle abgefragten Ziele und Vorhaben sind den Befragten durch- weg eher wichtig als unwichtig. Die höchste Priorität wird dem Schuldenabbau der Stadt Karlsruhe beigemessen. Als ebenfalls sehr bedeutsam werden der Ausbau der Ganztagsbetreuung in Kindergärten und Schulen, die Instandhaltung und Sanierung von Straßen, die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, For- schungseinrichtungen und allgemein bildenden Schulen sowie die Stärkung der Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Stadt als Forschungsstandort eingeschätzt. Weitere wichtige Anliegen sind die Sauberkeit, die öffentliche Sicherheit, die Unterstützung von Unternehmen in Karlsruhe, eine attraktive Innenstadtgestaltung und der Klimaschutz Mit der Wohnqualität im eigenen Stadtteil sind die Karlsruherinnen und Karls- ruher noch etwas zufriedener als mit der Lebensqualität in der Stadt insgesamt. Auch ist gegenüber 2006 eine leichte Verbesserung festzustellen. Dabei über- wiegen in allen Stadtteilen die positiven Stimmen gegenüber den negativen. Be- sonders hoch wird die Wohnqualität in Neureut, Hohenwettersbach, Grötzingen, Rüppurr, Grünwettersbach, Weiherfeld-Dammerstock, Durlach und der Wald- stadt eingeschätzt. Etwas kritischer, aber immer noch überwiegend positiv, sehen die Befragten in Mühlburg, Rintheim, der Südstadt, Oberreut, der Innenstadt-Ost und in Knielingen ihre Wohnqualität. Um das Thema Wohnqualität näher zu untersuchen, wurde die Zufriedenheit mit einer Fülle von Einzelaspekten im Stadtteil abgefragt. Die Zufriedenheit fällt dabei in den einzelnen Stadtteilen durchaus unterschiedlich aus. So ist beispielsweise die Zufriedenheit mit der Verkehrssituation in den Gebie- ten relativ gering, die bekanntermaßen mit Verkehrs- bzw. Lärmproblemen kon- frontiert sind, wie Alt-Hagsfeld, Mühlburg oder Knielingen. Bei der Luftqualität zeigt sich eine deutlich höhere Zufriedenheit im östlichen und äußeren Stadtge- biet als im Westen und in der Innenstadt. Mit dem Parkplatzangebot weniger zufrieden sind vor allem die Befragten in der Innenstadt-Ost, der Südstadt und in der Innenstadt-West, während in Neureut der Nordweststadt, Daxlanden, und Oberreut deutlich geringere Parkprobleme gesehen werden. Die Zufriedenheit mit der Nahversorgung hat sich im gesamtstädtischen Durch- schnitt gegenüber der Bürgerumfrage 2006 deutlich verbessert. Dies gilt insbe- sondere in Stadtteilen, in denen neue Supermärkte eröffnet wurden (Neureut Grünwinkel und). Am höchsten ist die Zufriedenheit mit den Einkaufsmöglichkei- ten in Grünwinkel, der Innenstadt-West, Mühlburg und in der Innenstadt-Ost. Deutlich unterdurchschnittlich ist die Zufriedenheit dagegen weiterhin in Hohen- wettersbach, Stupferich und Weiherfeld-Dammerstock. In Bezug auf die Ausstat- tung der Stadtteile mit Dienstleistungen und Gastronomieangeboten äußern Ergänzende Erläuterungen Seite 4 sich den Bewohnerinnen und Bewohner der zentrumsnahen Stadtteile deutlich zufriedener als im äußeren Stadtgebiet. Besonders zufrieden mit dem Zusammenleben im Stadtteil sind die Befragten in den Höhenstadtteilen Stupferich, Wolfartsweier, Grünwettersbach und Hohen- wettersbach, Rüppurr, Grötzingen und Neureut, insgesamt also in stabilen Nachbarschaften mit hohen Eigentumsanteilen. Unterdurchschnittlich ist die Zu- friedenheit mit dem Zusammenleben dagegen in der Innenstadt-West, Oberreut, Rintheim und in der Innenstadt-Ost. Teilweise sind diese Gebiete durch hohe Mieteranteile, eine hohe Fluktuation und damit einhergehend geringer ausgebil- dete Kontakte im Stadtteil geprägt, teilweise durch das Zusammentreffen unter- schiedlicher sozialer Schichten, Lebensweisen und Kulturen, was möglicherweise die Verständigung erschwert. Erfreulich ist, dass sich die Zufriedenheit mit dem Zusammenleben in nahezu allen Stadtteilen gegenüber 2006 erhöht hat. Mit dem Ansehen ihres Wohngebiets mehr als zufrieden äußern sich die Be- wohnerinnen und Bewohner in Neureut, Rüppurr, Hohenwettersbach, Grünwettersbach, Grötzingen, Weiherfeld-Dammerstock, , Wolfartsweier, Südweststadt, Weststadt, Beiertheim-Bulach und Durlach. Geringer fällt die Zufriedenheit in der Innenstadt-Ost, Rintheim, der Südstadt und in Oberreut aus, also in Stadtteilen, in denen die Bewohnerinnen und Bewohner auch ihre Wohnqualität etwas unter- durchschnittlich einschätzen oder mit dem Zusammenleben weniger zufrieden sind. Neben den hier genannten Aspekten enthält der vorliegende Bericht Er- kenntnisse zu den Themen ÖPNV-Anbindung, Wohnruhe, Betreuungsangebote für Kinder, Angebote für Jugendliche und für ältere Menschen, wohnortnahe Sportmöglichkeiten, soziale Treffpunkte, kulturelle Angebote, soziales Umfeld, Sicherheit, Bürgerbeteiligung im Stadtteil sowie zum Interesse am Stadtteilge- schehen und zum Nachbarschaftsvertrauen. Zusammengefasst ist festzuhalten, dass in den innenstadtnahen Stadtteilen die Zufriedenheit mit der Nahversorgung und mit der Infrastruktur höher ist, während Spielflächen, Verkehrs- und Park- platzsituation hier weniger positiv bewertet werden. Ergänzende Erläuterungen Seite 5 Demgegenüber schätzen die Befragten in den äußeren Stadtteilen tendenziell Umwelt- und Grünflächenaspekte sowie das soziale Miteinander, während es Abstriche bei der Infrastruktur gibt. Die Leiterin des Amtes für Stadtentwicklung, Frau Dr. Wiegelmann-Uhlig wird die Er- gebnisse der Umfrage bezogen auf den Stadtteil Neureut näher erläutern.