Sachstandsbericht Karlsruhe Masterplan 2015 - Fortschreibung zu einem Integrierten Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2020

Vorlage: 28480
Art: Beschlussvorlage
Datum: 28.11.2011
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Hauptausschuss

    Datum: 06.12.2011

    TOP: 3

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • Sachstandsbericht Masterplan
    Extrahierter Text

    BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: 18. Sitzung Hauptausschuss Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 06.12.2011 204 3 öffentlich Dez. 2 Sachstandsbericht Karlsruhe Masterplan 2015 - Fortschreibung zu einem Integrierten Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2020 Beratungsfolge dieser Vorlage am TOP ö nö Ergebnis Hauptausschuss 06.12.2011 3 Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Der Hauptausschuss nimmt den vorliegenden Sachstand zur Fortschreibung des „Karlsruhe Masterplan 2015“ zu einem „Integrierten Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2020“ zur Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) --- --- --- --- Haushaltsmittel stehen in voller Höhe zur Verfügung Kontierungsobjekt: PSP-Element: Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: alle Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Der Hauptausschuss hat in seiner Sitzung am 7. Juni 2011 die Verwaltung beauftragt, bis zum Sommer 2012 den „Karlsruhe Masterplan 2015“ zu einem „Integrierten Stadtentwick- lungskonzept Karlsruhe 2020“ unter Beteiligung der gemeinderätlichen Gremien und der Bürgerschaft fortzuschreiben. Die folgenden Ausführungen informieren über den aktuellen Sachstand der Fortschreibung. Grundlage für die Fortschreibung bilden die 12 Handlungsfelder des „Karlsruhe Masterplan 2015“ und die darin formulierten Ziele. Seit dem Startpunkt der Erarbeitung des „Karlsruhe Masterplan 2015“ Ende 2005 haben sich in nur sechs Jahren zum Teil durchgreifende neue Herausforderungen abgezeichnet, wie zum Beispiel neue Erwartungen an Partizipation und lokale Demokratie, steigende Konkurrenz um Unternehmen, Arbeitsplätze und Fachkräfte, neue Mobilitätsanforderungen, Trend zurück in die Stadt, soziale Integration, sehr hohe Nachfrage nach Krippenplätzen und Schulkindbetreuung, Klimawandel und Energiewende. Um diesen künftigen Herausforderungen unter Beachtung begrenzter Finanzressourcen angemessen zu begegnen, ist es notwendig, für die Stadtentwicklung in Karlsruhe wegwei- sende Strategien und einen ressortübergreifenden Orientierungsrahmen bis 2020 zu erar- beiten. Dabei sollen insbesondere Zielkonzepte und Strategien in das Integrierte Stadtent- wicklungskonzept neu aufgenommen werden, die dazu beitragen, die mit den Bürgerinnen und Bürgern erarbeiteten übergeordneten Ziele in den Handlungsfeldern des „Karlsruhe Masterplan 2015“ für die Zukunft bis 2020 weiter zu entwickeln. Das Bemühen um integrierte Handlungsprioritäten durch die fachübergreifende Perspektive erfordert es, dass die kommunal relevanten Bereiche Soziales, Integration, Kultur, Wirt- schaft, Bildung, Sport, Grünflächen, Umwelt, Wohnen, Verkehr, Nahversorgung, Sicherheit, Sauberkeit, Städtebau, Stadtmarketing u.a.m. mit ihren Fachzielen und -strategien ausge- wogen einbezogen werden. Viele Strategien sind bereits in den gemeinderätlichen Gremien vorgestellt worden, wie zum Beispiel das Klimaschutzkonzept, die Strategie der Wirtschaftsförderung oder die Leitlinien zur Bekämpfung der Kinderarmut. Einige werden derzeit unter Einbeziehung der gemeinde- rätlichen Gremien erarbeitet, wie bspw. das Flächenmanagement, die Bildungsplanung, das Kulturkonzept, die Strategie für das Wohnen in der Stadt oder der Sportentwicklungsplan. Des Weiteren befinden sich im aktuellen „Karlsruhe Masterplan 2015“ Leitprojekte, die eher eine Strategie darstellen als ein konkretes Projekt, wie zum Beispiel der Verkehrsentwick- lungsplan. Diese Leitprojekte werden als Strategie übernommen. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Ergänzende Erläuterungen Seite 4 Begleitung durch das Beratungsbüro „scheuvens + wachten“ Das Büro „scheuvens + wachten“ aus Dortmund begleitet den Fortschreibungsprozess in enger Abstimmung mit dem Innovationsteam, das mit den Leitungen folgender Dienststellen und Gesellschaften besetzt ist: Amt für Stadtentwicklung, Dezernat 1, Gartenbauamt, Karls- ruher Messe- und Kongress-GmbH, Kulturamt, Presse- und Informationsamt, Schul- und Sportamt, Sozial- und Jugendbehörde, Stadtmarketing, Stadtplanungsamt, Umweltamt und Wirtschaftsförderung. Es berät das Innovationsteam inhaltlich, unterstützt die Dienststellen und Gesellschaften bei der Ausarbeitung der Strategien und Leitprojekte, moderiert die Zu- kunftsforen, berät Verwaltung und Gemeinderat bei der Ausarbeitung der Zielkonflikte und macht Vorschläge für die Auswahl der Strategien, Leitprojekte sowie der räumlichen Ent- wicklungsschwerpunkte. Die auszuwählenden Leitprojekte setzen Akzente und Handlungs- prioritäten in der Umsetzung der Fachstrategien. Das Beratungsbüro „scheuvens + wachten“ erarbeitet derzeit zusammen mit den Strategieverantwortlichen der städtischen Dienststellen und Gesellschaften eine prägnante Zusammenfassung der jeweiligen Fachstrategien und die Auswahl und Zuordnung der Projekte und Leitprojekte auf Basis folgender Fragestellun- gen: Ausgangslage/Trends Wie lässt sich die Ausgangslage in Karlsruhe beschreiben? Wie stellt sich die Situation in Karlsruhe in absehbarer Zukunft dar? Welche Bedeutung hat die Strategie für die Karlsruher Stadtentwicklung? Ziele Welche übergeordneten Ziele verfolgt die Strategie? Strategische Handlungsansätze Welche Handlungsansätze gilt es in Karlsruhe zu verfolgen, um die genannten Ziele zu erreichen? Wie sollte sich die Stadt auf die künftigen Herausforderungen einstellen? Auswahl der Leitprojekte: Was ist ein Leitprojekt? Ein Leitprojekt ist ein Projekt mit gesamtstädtischer Bedeutung, das vorbildlich konzipiert, kommuniziert und umgesetzt wird. Es besitzt Modellcharakter und dient im Idealfall auch anderen Städten als Vorbild. Damit ist ein gewisser Anspruch auf „Einzigartigkeit“ verbun- den, der auch über die Stadtgrenzen hinaus Impulse geben kann. Dennoch sollte der Aspekt der Realisierbarkeit nicht aus dem Blick geraten. Schließlich geht es nicht um das Bauen von „Luftschlössern“, sondern um das Identifizieren von Projektideen, die für die Entwicklung der Stadt Karlsruhe von besonderer Bedeutung sein können und zu denen bereits konkrete Realisierungsabsichten formuliert wurden. Folgenden Fragen wird dabei nachgegangen: Projekte zur Umsetzung der Strategie Leitprojekte aus dem Masterplan Welche Leitprojekte aus dem Masterplan werden innerhalb der Strategie weiterverfolgt und warum? Inwiefern unterstützen diese die Umsetzung der Strategie? Neue Leitprojekte Welche Leitprojekte könnten die bereits bestehenden ergänzen und warum? Inwiefern unterstützen diese die Umsetzung der Strategie? Weitere (prioritäre) Projekte Gibt es weitere Projekte, die innerhalb der Strategie verfolgt werden, ohne unmittelbaren Leitpro- jektcharakter zu besitzen, aber dennoch von zentraler Bedeutung sind? Ergänzende Erläuterungen Seite 5 Ein Leitprojekt hat demnach einen repräsentativen und symbolischen Charakter für die Stadt. Dies unterscheidet das Leitprojekt von einem „normalen“ Projekt, das für die einzelne Strategie zwar wichtig ist, von dem jedoch keine gesamtstädtische Impulswirkung zu erwar- ten ist. Auswahl der räumlichen Entwicklungsschwerpunkte Um den Anspruch eines Integrierten Stadtentwicklungskonzepts zu erfüllen, ist es notwen- dig, sich dem Versuch einer fachübergreifenden Integration von Entwicklungszielen und Strategien zu stellen. Handlungsstrategien und Leitprojekte werden dazu im Abschlusskapi- tel zu Schwerpunkträumen der Stadtentwicklung gebündelt. Dies können Räume sein, in denen besondere Chancen für eine Entwicklung liegen oder in denen sich verschiedene Herausforderungen in besonderer Weise stellen. Dabei soll die ökonomische, die ökologi- sche, die soziale und die kulturelle Dimension in gleicher Weise in den Blick genommen und ein tragfähiges Gleichgewicht in diesen Entwicklungsräumen geschaffen werden. Prozess umfassender Bürgerbeteiligung gestartet Bei der Erarbeitung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts werden die Bürgerinnen und Bürger sowie die Fachöffentlichkeit umfassend beteiligt. Dazu wurden öffentliche Zukunftsfo- ren eingerichtet, um der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, Ideen und Anregungen in den Prozess einzubringen. Jeweils drei fachlich verwandte Handlungsfelder werden in den vier fachlichen Zukunftsforen mit der Bürgerschaft diskutiert. Auftaktveranstaltung im Juli Mit einer stadtinternen Auftaktveranstaltung am 6. Juli 2011 startete der Fortschreibungs- prozess. Eingeladen waren Bürgerinnen und Bürger aus dem Masterplanprozess, Vertrete- rinnen und Vertreter des Gemeinderats, die Amtsleitungen und Geschäftsführungen der städtischen Gesellschaften sowie die Projektverantwortlichen der Leitprojekte des „Karls- ruhe Masterplan 2015“. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Vorstellung des Fort- schreibungsprozesses durch den Oberbürgermeister und der Vortrag von Herrn Dr. Stein- müller, Referent bei der Zukunftsinstitut GmbH – Internationale Gesellschaft für Zukunfts- und Trendberatung. Unter dem Titel „Die Stadt im 21. Jahrhundert – Herausforderungen und Chancen für Karlsruhe“ referierte Herr Dr. Steinmüller über den demografischen Wan- del, das digitale Leben, den Klimawandel, die erneuerbaren Energien und die künftigen Formen der Mobilität. Im Ergebnis stellte er fest, dass Karlsruhe derzeit gut aufgestellt ist, aber für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen und Veränderungen längerfristi- ge Lösungsansätze erarbeiten sollte. Daher betonte er die Wichtigkeit der Aufstellung ei- nes Integrierten Stadtentwicklungskonzepts bis zum Jahr 2020. Der Zeithorizont sei richtig gewählt, da zu weit in die Zukunft reichende Konzepte Gefahr laufen, zu unkonkret und beliebig angelegt zu werden. Votum zu Zukunftsaufgaben durch Bürgerschaft im Sommer Im Sommer 2011 hatten repräsentativ ausgewählte Karlsruherinnen und Karlsruher in einer Online-Bürgerbefragung die Möglichkeit, verschiedene vorgegebene Vorhaben und Ziele der Stadt in Bezug auf ihre Wichtigkeit zu bewerten. Aus den Antworten lässt sich eine gewisse Priorisierung der zukünftigen Aufgabenbereiche aus Sicht der Bürgerschaft ableiten. Die Frage lautete: „Ziel der Stadt Karlsruhe ist es, die Zukunftsperspektiven der Stadt und die Lebensqualität stetig zu verbessern. Dazu wurde vor fünf Jahren mit zahlreichen engagier- Ergänzende Erläuterungen Seite 6 ten Bürgerinnen und Bürgern der „Karlsruhe Masterplan 2015“ erarbeitet. Um neue Impulse für die Zukunft aufzunehmen, wird der Masterplan derzeit zu einem Integrierten Stadtent- wicklungskonzept 2020 weiterentwickelt. Wie wichtig sind in den nächsten Jahren bis 2020 Ihrer Meinung nach die folgenden Vorhaben und Ziele?“ Die größte Wichtigkeit (0 gar nicht wichtig bis 100 sehr wichtig) messen die Befragten dem Schuldenabbau der Stadt Karlsruhe bei (Bewertungsziffer 79) – möglicherweise auch ein Ergebnis der gegenwärtigen Finanz- und Schuldenkrise. Dennoch wird auch kostenintensi- ven Vorhaben wie dem Ausbau der Ganztagsbetreuung in Kitas und Schulen (78) und der Instandhaltung und Sanierung von Straßen (76) eine sehr hohe Bedeutung zugemessen. Damit bestätigen die Befragten die hohe Priorität, die von Politik und Verwaltung aber auch in der gesamtgesellschaftlichen Diskussion auf Bildung und Betreuung gelegt wird. Ergänzt wird dies durch die hohen Bewertungen für die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und allgemein bildenden Schulen (76) sowie für die Stärkung der Stadt als Forschungsstandort (76). Wichtig sind den Befragten auch die Sauberkeit (76), die öffentliche Sicherheit (75), die Unterstützung von Unternehmen in Karlsruhe (75) und eine attraktive Innenstadtgestaltung (75). Diese und weitere Bewertungen sind dem Ergebnis- band der Bürgerumfrage 2011, der dem Hauptausschuss in dieser Sitzung vorliegt, zu ent- nehmen. Offene Bürgerbeteiligung begann mit „1. Zukunftsforum Karlsruhe 2020“ Der Gesamtprozess wird von offenen Zukunftsforen zum „Integrierten Stadtentwicklungs- konzept Karlsruhe 2020“ begleitet, an denen sich Bürgerinnen und Bürger, Vertreterinnen und Vertreter des Gemeinderats, der Institutionen, Vereine, Verbände, Fachkreise und Initia- tiven beteiligen können. Zu den Zukunftsforen werden weiterhin die im Masterplanprozess repräsentativ ausgewählten und an der Fortschreibung interessierten Bürgerinnen und Bür- ger eingeladen. Zur Erhöhung der einzubeziehenden Bürgerschaft, insbesondere der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 30 Jahren, werden zusätzlich weitere repräsentativ ausge- wählte Bürgerinnen und Bürger eingeladen sowie die Jugendverbände. Darüber hinaus wird zu den öffentlichen Foren auch über die Presse und über www.karlsruhe.de eingeladen. Hier können Interessierte sich anmelden und auch einen Newsletter bestellen, der über den Pro- zess und die Beteiligungsmöglichkeiten informiert. 1. Zukunftsforum Karlsruhe 2020: Integriertes Stadtentwicklungskonzept Mittwoch, 28. September 2011, 18:00 Uhr  Überblick über den Gesamtprozess,  Informationsgespräche zu allen zwölf Handlungsfeldern. Rund 150 Bürgerinnen und Bürger, darunter viele aus dem damaligen Beteiligungsprozess des „Karlsruhe Mas- terplan 2015“, sowie Vertreterinnen und Vertreter von Institutionen, Vereinen und Verbänden nahmen am 1. Zukunftsforum Karlsruhe 2020 in der Industrie- und Han- delskammer teil. Frau Erste Bürgermeisterin Mergen er- läuterte, dass die Leitprojekte des „Karlsruhe Masterplan 2015“ Zug um Zug umgesetzt wurden und dass einige Projekte bereits einen fortgeschrittenen Projektstand erreicht haben, wie zum Beispiel die Ergänzende Erläuterungen Seite 7 „Aufwertung des Schlosses mit Schlossplatz und Schlossgarten“, der „Landschaftspark Rhein“, der Kreativpark „Alter Schlachthof“, der „Zoologischer Stadtgarten“, der Ausbau der Kinderbetreuung oder der Aufbau von wirtschaftlichen Netzwerken. Der Zuhörerschaft wurde aber auch dargelegt, dass aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen nicht alle Leitpro- jekte mit der gleichen Intensität vorangetrieben werden können und zudem einige auch aus inhaltlichen Gründen nicht weiter verfolgt werden, wie z.B. die Kuppel auf dem Naturkunde- museum, die Nebenstelle der Eremitage St. Petersburg oder ein Science Center. Obwohl noch nicht alle Projekte des „Karlsruhe Masterplan 2015“ bis 2015 abgeschlossen sind, wurde deutlich gemacht, dass die Stadtverwaltung dennoch den Blick über das Jubilä- umsjahr 2015 hinaus richten möchte. Was können wir dafür tun, den sozialen Zusammen- halt zu sichern und optimale Bildungschancen für alle zu schaffen? Was kann die Stadt zur Stärkung der hiesigen Forschungslandschaft beitragen und wie können wir die Potenziale unserer herausragenden Forschungseinrichtungen optimal für die wirtschaftliche Entwick- lung und für die Stadtentwicklung nutzbar machen? Wie kann sich Karlsruhe international als attraktiver Standort zum Leben und Arbeiten positionieren? Auf welche künftigen Wohn- wünsche müssen wir uns einstellen? Was können wir zum Klimaschutz beitragen? Diese und weitere Fragen wurden an 12 Thementischen diskutiert. Hier hatten die Teilnehmenden anschließend die Möglichkeit, mit Fachleuten aus den städtischen Dienststellen und Gesell- schaften über die geplanten Strategien und Leitprojekte zu diskutieren. Diese Gelegenheit wurde rege genutzt und 240 Anregungen und Ideen zu den 12 Handlungsfeldern abgege- ben. 2. Zukunftsforum Karlsruhe 2020: Sozialer Zusammenhalt, Bildung und Kultur Donnerstag, 27. Oktober 2011, 18:00 Uhr  Sozialer Zusammenhalt,  Bildung,  Kultur. Rund 80 Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter von Institutionen, Vereinen und Verbänden zeigten reges Interesse am „2. Zukunftsforum Karlsruhe 2020“. Im Mittelpunkt standen die Themen „Soziales“, „Bildung“ und „Kultur“. Frau Erste Bürgermeisterin Mergen begrüßte die Gäste im Südwerk – Bürgerzentrum Süd- stadt. Im Anschluss daran informierten Herr Seekircher (Sozial- und Jugendbehörde), Herr Frisch (Schul- und Sportamt) und Frau Dr. Asche (Kulturamt) über den Realisierungsstand der Leitprojekte aus dem „Karlsruhe Masterplan 2015“ in den Bereichen Soziales, Bildung und Sport sowie Kul- tur. Darüber hinaus gaben sie einen Einblick in die neuen Ziele und Vorhaben der nächsten Jahre in diesen Handlungsfeldern. Danach teilten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in drei Arbeitsgruppen auf. Dort wurde über die zukünftige Ausrichtung der Stadt Karlsruhe in den Bereichen „Sozialer Zusammenhalt und Bildung“ sowie „Kultur“ vertieft diskutiert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Arbeitsgruppen arbeiteten vielfältige Aspekte her- aus, von denen hier nur einige exemplarisch genannt werden. Im kulturellen Bereich bei- Ergänzende Erläuterungen Seite 8 spielsweise werden Kooperationen zwischen der Stadt und der Hochschule gewünscht. Noch ist die Hochschule eine von der Stadt abgeschottete Campus-Uni, die es aber in den städtischen Kontext einzubinden gilt. Gleichzeitig war der Tenor, dass auch die kulturellen Veranstaltungen, die seitens der Stadt stattfinden, vernetzt werden müssen, um einen über- greifenden Überblick für alle Stadtbewohner schaffen zu können. Ein weiterer Fokus wurde auf die Bildungseinrichtungen gesetzt. Damit verknüpft sind viele weitere Themen wie z.B. Freiraumplanung, kulturelle Bildung sowie Lehrerausbildung. Auch Strategien und Projekte zur besseren Integration von Migrantinnen und Migranten wurden thematisiert. Den Teil- nehmerinnen und Teilnehmern war außerdem wichtig, dass sich die Bürger mit der Stadt identifizieren können und sich hier „zu Hause fühlen“. 3. Zukunftsforum Karlsruhe 2020: Freizeit, Stadtgrün und Umwelt Donnerstag, 24. November 2011, 18:00 Uhr  Handlungsfeld Sport, Freizeit und Gesundheit,  Handlungsfeld Umwelt, Klimaschutz und Stadtgrün,  Handlungsfeld Stadt am Rhein. Am Donnerstag, 24. November 2011, fand in der Industrie- und Handelskammer das „3. Zukunftsforum Karlsruhe 2020“ zu den Themen „Freizeit, Stadtgrün und Umwelt“ statt. Nach der Begrüßung durch Herrn Bürgermeister Jäger gaben Herr Frisch (Schul- und Sportamt), Herr Kern (Gartenbauamt) und Herr Hacker (Umweltamt) einen Überblick über den in den Handlungsfeldern „Sport, Freizeit und Gesundheit“, „Umwelt, Klimaschutz und Stadtgrün“ sowie „Stadt am Rhein“ erreichten Umsetzungsstand der im „Karlsruhe Masterplan 2015“ angedachten Leitprojekte und die skizzierten Strategien und Vorhaben für die nächsten zehn Jahre. Anschließend hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, in Arbeitsgruppen die Zukunft dieser Handlungsfelder vertieft mit der Verwaltung zu diskutie- ren. 4. Zukunftsforum Karlsruhe 2020: Städtebau, öffentlicher Raum und Verkehr Mittwoch, 25. Januar 2012, 18:00 Uhr  Handlungsfeld Städtebau,  Handlungsfeld Zukunft Innenstadt und öffentlicher Raum,  Handlungsfeld Mobilität. 5. Zukunftsforum Karlsruhe 2020: Wirtschaft, Wissenschaft, Image und regionale Kooperation Mittwoch, 15. Februar 2012, 18:00 Uhr  Handlungsfeld Image der Stadt Karlsruhe,  Handlungsfeld Hochschulen, Wissenschaft, Forschung und Innovative Technologien,  Handlungsfeld Wirtschaft und Arbeit,  Handlungsfeld Regionale und Überregionale Kooperation. 6. Zukunftsforum Karlsruhe 2020: Abschlussforum zum „Integrierten Ergänzende Erläuterungen Seite 9 Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2020“ Mittwoch, 26. September 2012, 18:00 Uhr Internetbeteiligung startet Im Anschluss an die Zukunftsforen können die Bürgerinnen und Bürger jeweils über einen Zeitraum von drei Wochen auf www.karlsruhe.de über eine Kommentarfunktion weitere An- regungen, Ideen und Kritik zu den einzelnen Zukunftsforen eingeben. Die Vorträge und Er- gebnisprotokolle zu den Foren werden hierzu auf www.karlsruhe.de ebenfalls eingestellt. Am Montag, 14. November 2011, startete die Internetbeteiligung zum „2. Zukunftsforum Karlsruhe 2020“ unter www.karlsruhe.de/b4/buergerengagement/karlsruhe2020 /mitmachen.de. Die Stadtverwaltung prüft im Laufe des Fortschreibungsprozesses alle Anregungen und Ideen. Sie wägt ab, ob und in welcher Form die Ideen in das „Integrierte Stadtentwicklungs- konzept Karlsruhe 2020“ aufgenommen werden. Im Frühjahr 2012 wird auf www.karlsruhe.de eine erste Übersicht mit Ideen und Anregungen veröffentlicht. Klausurtagung am 4. und 5. Mai 2012 Bei einer Klausurtagung des Gemeinderats am 4. und 5. Mai 2012 wird die Verwaltung mit dem Gemeinderat einen ersten Entwurf des „Integrierten Stadtentwicklungskonzepts Karls- ruhe 2020“ diskutieren. Bei der Klausurtagung sollen Synergien bzw. Konflikte zwischen den Strategien (Schnittstellenanalyse) herausgearbeitet, integrierende Lösungsmöglichkeiten besprochen sowie Leitprojekte und Entwicklungsschwerpunkte im Stadtgebiet daraus abge- leitet werden. Diese Leitprojekte sollten gesamtstädtische Bedeutung und Modellcharakter haben und in den Jahren bis 2020 möglichst realisierbar sein. Die Strategien und ausge- wählten Leitprojekte bilden die wesentliche Grundlage und Orientierung für die Arbeit und die inhaltlichen Schwerpunkte von Gemeinderat und Verwaltung in den folgenden fünf bis zehn Jahren. Das „Integrierte Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2020“ wird im Sommer 2012 dem Ge- meinderat vorgelegt. Beschluss: Antrag an den Hauptausschuss Der Hauptausschuss nimmt den vorliegenden Sachstand zur Fortschreibung des „Karlsruhe Masterplan 2015“ zu einem „Integrierten Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2020“ zur Kenntnis. Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 25. November 2011