Anfrage StRn Zürn, StR Fostiropoulos (Die Linke): Karlsruher Sozialticket für Bus und Bahn

Vorlage: 28372
Art: Beschlussvorlage
Datum: 14.11.2011
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 22.11.2011

    TOP: 19

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • Linke-Sozialticket
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Sabine Zürn (Die Linke) Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die Linke) vom 17.10.2011 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 29. Plenarsitzung Gemeinderat 22.11.2011 912 18 öffentlich Karlsruher Sozialticket für Bus und Bahn 1. Wie viele Karlsruher Sozialtickets für Bus und Bahn sind in den Jahren 2010 und 2011 erworben worden? 2. Ist eine Tendenz (Steigerung oder Nachlassen der Nachfrage) erkennbar? 3. Hat die Stadtverwaltung Hinweise, dass die Nachfrage nach dem Karlsruher Pass durch die Möglichkeit des Erwerbs von Sozialtickets gestiegen ist? 4. Hat die Stadt Erkenntnisse, dass neben dem Sozialticket (auch) ein Interesse an reduzierten Einzelfahrscheinen besteht? 5. Hat die Stadtverwaltung in dieser Richtung Informationen eingeholt oder Erhebungen angestellt, etwa beim Kundencenter des KVV oder der Ausgabestelle für den Karlsruher Pass? 6. Kann sich die Stadtverwaltung vorstellen, um die Hälfte reduzierte Einzelfahrscheine in das Angebot des Karlsruher Passes zu integrieren? Das Karlsruher Sozialticket für Bus und Bahn ist ein sehr gutes Angebot, um einkommensschwachen Haushalten bzw. Bürgern und Bürgerinnen Mobilität zu ermöglichen. Allerdings gibt es Bürger/-innen, deren Nutzungsprofil nicht auf das Sozialticket passt, z. B. weil sie den ÖPNV über die Monate hin nur unregelmäßig oder punktuell nutzen wollen oder können. Der Erwerb eines auf einen Monat begrenzten Sozialtickets ist für diese Fälle finanziell zu aufwendig. Derzeit müssen Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ sie dann für ihre Einzel-Fahrten jedes Mal den vollen Preis bezahlen. Politisches Ziel sollte sein, allen Beziehern und Bezieherinnen des Karlsruher Passes, unabhängig von ihrem Nutzungsprofil, ein Sozialticket auch in Form von (gebündelten) Einzeltickets zu ermöglichen. unterzeichnet von: Sabine Zürn Niko Fostiropoulos Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 11. November 2011

  • TOP 18
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die Linke) Stadträtin Sabine Zürn (Die Linke) vom: 17.10.2011 eingegangen: 17.10.2011 Gremium: 29. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 22.11.2011 912 18 öffentlich Dez. 3 Karlsruher Sozialticket für Bus und Bahn 1. Wie viele Karlsruher Sozialtickets für Bus und Bahn sind in den Jahren 2010 und 2011 erworben worden? Das Karlsruher Sozialticket gibt es in zwei Varianten. Variante 1: Persönliche Monatskarte für das Stadtgebiet Karlsruhe zum Abgabepreis von monatlich 24,00 € (2-Waben-Ticket). Variante 2: Persönliche 9-Uhr-Karte zum Abgabepreis von 20,00 € (3-Waben-Ticket) oder 9-Uhr-Netzkarte zum Abgabepreis von 35,00 €. Die durchschnittliche monatliche Nachfrage hat sich seit dem Jahr 2010 wie folgt ent- wickelt: Jahr Monatskarte Stadtgebiet 9-Uhr-Karte 2010 4.000 Karten 280 Karten 2011 4.500 Karten 540 Karten Steigerung ca. 13 % ca. 92 % 2. Ist eine Tendenz (Steigerung oder Nachlassen der Nachfrage) erkennbar? Bei allen Ticketvarianten ist gegenüber dem Jahr 2010 eine Zunahme zu verzeichnen. Allerdings nutzen nur ca. 12 % der Karteninhaber die 9-Uhr-Karte. Seite 2 3. Hat die Stadtverwaltung Hinweise, dass die Nachfrage nach dem Karlsruher Pass durch die Möglichkeit des Erwerbs von Sozialtickets gestiegen ist? Es gibt Hinweise, dass die Nachfrage nach dem Karlsruher Pass durch die Möglichkeit des Erwerbs von Sozialtickets gestiegen ist. Für viele Anspruchsberechtigte steht der Wunsch, eine Monatskarte zu erwerben, im Vordergrund. 4. Hat die Stadt Erkenntnisse, dass neben dem Sozialticket (auch) ein Interesse an reduzierten Einzelfahrscheinen besteht? Es gibt keine Erkenntnisse, dass neben dem Sozialticket auch ein Interesse an redu- zierten Einzelfahrscheinen besteht. Aus den KVV-Kundenzentren erfolgte die Rück- meldung, dass mit dem vorliegenden Sozialticket für die Nutzer ein zufriedenstellendes Angebot geschaffen werden konnte. 5. Hat die Stadtverwaltung in dieser Richtung Informationen eingeholt oder Erhe- bungen angestellt, etwa beim Kundencenter des KVV oder der Ausgabestelle für den Karlsruher Pass? siehe Ziffer 4. 6. Kann sich die Stadtverwaltung vorstellen, um die Hälfte reduzierte Einzelfahr- scheine in das Angebot des Karlsruher Passes zu integrieren? Die Monatskarten im Rahmen des Sozialtickets sind personengebunden. Hierdurch ist eine missbräuchliche Nutzung durch Verkauf/Weitergabe oder Rückgabe gegen Er- stattung nicht möglich. Bei Einzelkarten müsste sichergestellt werden, dass nur be- rechtigte Nutzer die Karten verwenden können, um Missbrauch auszuschließen. Eine Koppelung an den Karlsruher Pass würde bedingen, dass der Karlsruher Pass bei der Fahrausweiskontrolle mit vorgelegt werden müsste. Hier bestünde die Gefahr einer Stigmatisierung. Insofern empfiehlt die Stadtverwaltung dieses Angebot nicht.