Antrag SPD. Entsorgungsstationen für Hundekot

Vorlage: 28362
Art: Beschlussvorlage
Datum: 14.11.2011
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Grünwettersbach, Hohenwettersbach, Palmbach, Südstadt

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 22.11.2011

    TOP: 10

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • SPD-Hundekot
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Elke Ernemann (SPD) Stadtrat Dr. Heinrich Maul (SPD) SPD-Gemeinderatsfraktion vom 10. Oktober 2011 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 29. Plenarsitzung Gemeinderat 22.11.2011 903 9 öffentlich Entsorgungsstationen für Hundekot Die SPD-Fraktion beantragt, in den zentralen Grünanlagen der Innenstadt und in den zentralen Grünanlagen der Stadtteile sowie den stark frequentierten Spazierwegen Entsorgungsstationen für Hundekot aufzustellen. In einer Stadt der Größenordnung Karlsruhes fallen pro Tag ca. 500 - 600 kg Hundekot an (Beispiel: Stadt Augsburg täglich 600 kg). Hundekot birgt ein erhebliches, gesundheitliches Gefährdungspotential. Die Übertragung von Salmonellen, Haken- und Bandwürmern ist möglich. Diese wiederum können verschiedene Leber- und Lungenkrankheiten hervorrufen. Wird dieser gefährliche Hundekot nicht sofort vom Hundehalter beseitigt, besteht die Gefahr, dass Passanten hineintreten und den infektiösen Schmutz zum Teil bis in die Wohnung verbreiten. Hundekot ist eine Infektionsquelle, die selbst nach mehrfachem Wegspülen durch Regen für Krankheiten verantwortlich sein kann. Fast jeder von uns ist schon einmal in einen Hundehaufen getreten und hat sich darüber geärgert. Das muss nicht sein! Durch ein geschickt verteiltes Angebot der Entsorgungsstationen (MIKA, Robidog o. Ä.) ist jede Hundehalterin oder jeder Hundehalter dazu aufgefordert, den Kot ihres Hundes nicht einfach liegen zu lassen. Diese sollten an den bekannten Ausführwegen für Hunde im Stadtbereich und in den Stadtteilen, z. B. im „Lustgarten" und "Am Dreschplatz" in Hohenwettersbach und in der Grünanlage zwischen Grünwettersbach und Palmbach, aufgestellt werden. Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ In Städten und Gemeinden, in den bereits Hundetoiletten oder Entsorgungsstationen aufgestellt wurden, wurde das Problem „Hundekot“ zu deren Zufriedenheit gelöst. unterzeichnet von: Doris Baitinger Elke Ernemann Dr. Heinrich Maul Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 11. November 2011

  • TOP 9
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag SPD-Gemeinderatsfraktion vom: 10.10.2011 eingegangen: 10.10.2011 Gremium: 29. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 22.11.2011 903 9 öffentlich Dez. 6 Entsorgungsstationen für Hundekot Im Rahmen der "Verantwortungsbewussten Hundehaltung in unserer Stadt" hat das GBA viele Verteilstellen für die Weitergabe der Hundetüten organisiert. Dieses Modell hat sich bestens bewährt und soll auch wegen guter Ergebnisse künftig beibehalten werden. Finanzielle Auswirkungen des Antrages nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen in voller Höhe zur Verfügung. Kontierungsobjekt: PSP-Element: Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Bereits 1978 wurden an 3 Stellen im Stadtgebiet Hundetütenautomaten (Dog parat) aufge- stellt. In der Anfangsphase wurden ca. 100 Tüten entnommen. Die Nachfrage ging sehr bald zurück, Ende 1986 wurden die Automaten abgebaut. Im September 1993 wurde erneut ein Versuch mit Hundetütenautomaten gestartet. In sechs zentral gelegenen Grünanlagen, z. B. Grünzug Südstadt, Notthingham-Anlage, Moninger- block, wurden 15 Robidogbehälter aufgestellt. Die in der Folgezeit gemachten Erfahrungen waren ernüchternd. Die Tüten in den Automaten wurden in den Anlagen verteilt und miss- bräuchlich benutzt. Das Nachbestücken der Automaten war sehr kosten- und personalinten- siv. Auch das unmittelbare Umfeld der Stationen war keineswegs frei von Hundekot. Die Automaten trugen auch zu dem Eindruck bei, dass die Aufnahme des Hundekots nur dort notwendig sei, wo auch die Automaten stehen. Im Rahmen des heutigen Konzepts - die ersten Anfänge hierzu gab es ab 1997 - können die Tüten zur Aufnahme des Hundekots aktuell an 69 Ausgabestellen, verteilt über das gan- ze Stadtgebiet, besorgt werden. Rathäuser und Bürgerbüros, Geschäfte verschiedener Art, Wertstoffstationen und Tierarztpraxen halten die kostenlosen Tüten zur Abholung bereit. Für die Entsorgung stehen die nächstgelegenen öffentlichen Abfallbehälter zur Verfügung. Dieses Konzept hat sich seither bewährt. Die Tüten zur Aufnahme des Hundekots werden mit steigender Tendenz nachgefragt. Die gefüllten Tüten finden sich häufig und regelmäßig in den Abfallbehältern. Abweichend von der abschließenden Feststellung im Antrag liegen dem Gartenbauamt aus Städten, die Hundetütenspender und Entsorgungsstationen einsetzen, keine überzeugen- den Ergebnisse vor. Es hat sich viel mehr gezeigt, dass allein durch eine konsequente Ahn- dung von Verunreinigungen Verbesserungen erzielt werden konnten.