Antrag SPD: Gemeinschaftsgärten in Karlsruhe

Vorlage: 28361
Art: Beschlussvorlage
Datum: 14.11.2011
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 22.11.2011

    TOP: 9

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • SPD-Gemeinschaftsgärten
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Gisela Fischer (SPD) Stadträtin Yvette Melchien (SPD) SPD-Gemeinderatsfraktion vom 5. Oktober 2011 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 29. Plenarsitzung Gemeinderat 22.11.2011 902 8 öffentlich Gemeinschaftsgärten in Karlsruhe 1. Die Verwaltung stellt im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen die Konzeption von Gemeinschaftsgärten vor. 2. Die Verwaltung prüft, welche Flächen im Stadtgebiet sich für Gemeinschaftsgärten eignen. In den letzten Jahren hat auch in Deutschland eine neue Gartenbewegung Fuß gefasst. Unter Stichworten wie interkulturelle Gärten, Gemeinschaftsgärten, Nachbarschaftsgärten oder „urban gardening“ finden sich eine Vielzahl von städtischen Initiativen, deren Ziel das Gärtnern im urbanen Umfeld ist. In ihrer Unterschiedlichkeit haben alle Gemeinschaftsgärten das gemeinschaftliche Gärtnern und Bewirtschaften städtischer Freiräume gemeinsam. Die unterschiedlichen sozialen Milieus der städtischen Nachbarschaft treffen hier zusammen und lernen sich gegenseitig kennen. Die Bewohner gestalten ihr Umfeld durch eine bunte Gartenwelt und sorgen damit nebenbei für ein besseres Mikroklima im Quartier. Durch die Gartenwirtschaft entsteht eine Sensibilität für Umweltthemen und gesunde Ernährung. In Baden-Württemberg gibt es inzwischen eine große Anzahl von Gemeinschaftsgärten (Aalen, Ditzingen, Eberbach, Esslingen, Freiburg, Mannheim, Neckargemünd, Stuttgart-Degerloch), und weitere sind bereits in Planung. Insbesondere diese Gemeinschaftsgärten sollten in ihrer Vielfalt schwerpunktmäßig im Ausschuss vorgestellt werden. Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Bei der Suche nach möglichen Standorten sind die Wohnungsbaugesellschaften mit einzubeziehen. Mehr Information: www.stiftung-interkultur.de unterzeichnet von: Doris Baitinger Gisela Fischer Yvette Melchien Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 11. November 2011

  • TOP 8
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag SPD-Gemeinderatsfraktion vom: 05.10.2011 eingegangen: 05.10.2011 Gremium: 29. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 22.11.2011 902 8 öffentlich Dez. 6 Gemeinschaftsgärten in Karlsruhe Die Verwaltung wird eine Auswahl realisierter Projekte im Ausschuss für öffentliche Einrich- tungen vorstellen und entsprechende Garteninitiativen im Rahmen der verfügbaren öffentli- chen Flächen und in Abwägung mit anderen Zielen der Stadtentwicklung unterstützen. Finanzielle Auswirkungen des Antrages nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Kontierungsobjekt: PSP-Element: Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit VOLKSWOHNUNG GmbH Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Die gegenwärtig stark kommunizierte Bewegung unter den Bezeichnungen „urban garde- ning“ oder auch „urban landscaping“ hat ihren Ursprung in Initiativen zur häufig auch nur temporären gemeinschaftlichen gärtnerischen Nutzung von bis dahin ungenutzten, brachlie- genden innerstädtischen Flächen durch die Bewohnerinnen und Bewohner des jeweiligen Stadtquartiers. Das Ziel der Eigenversorgung mit gärtnerischen Produkten in einer aktiven sozialen Gemeinschaft stand im Vordergrund. Inzwischen sind unter dem Begriff „urban gar- dening“ auch Vorschläge zur Produktion von Gemüse auf dem eigenen Balkon oder unter- nehmerische Aktivitäten wie die Berliner Prinzessinnengärten zu finden. Auslöser dieser privaten Initiativen ist überwiegend der auf anderem Wege nicht erfüllbare Gartenwunsch. In Städten, die sowohl über Mietergärten und ein ausreichendes Angebot an wohnungsnahen Kleingärten verfügen, ist eine ausgeprägte „Urban-Gardening“-Bewegung daher seltener zu beobachten. Dies trifft auch für Karlsruhe zu. Dennoch hat sich das Gar- tenbauamt auch über das Thema „Interkulturelle Gärten“ der Aufgabe zugewandt und erste Grundsatzüberlegungen angestellt. Zu den Punkten des Antrages im Einzelnen: 1. Die Verwaltung stellt im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen die Konzeption von Gemeinschaftsgärten vor. Die Verwaltung wird eine Auswahl realisierter Projekte und deren wesentliche Merkmale im Ausschuss mit dem Ziel vorstellen, einen Überblick über das breite Spektrum von „urban gardening“ zu geben. Im Hinblick auf die Situation in Karlsruhe werden auch Ansätze aus vergleichbaren Kommunen in Baden-Württemberg präsentiert. 2. Die Verwaltung prüft, welche Flächen im Stadtgebiet sich für Gemeinschaftsgärten eignen. Die bekannten Beispiele anderer Städte zeigen, dass nicht die Flächenbereitstellung Auslö- ser und Antrieb für der Entstehung und Entwicklung von Gemeinschaftsgärten war, sondern es zunächst der Initiative einer Gruppe handlungswilliger Bewohnerinnen und Bewohner bedurfte, die ein Gartenprojekt auf den Weg bringen wollte. Dabei sind zwei grundsätzliche Entwicklungen zu beobachten. Entweder existierte irgendwo eine Brachfläche, die dann den Anlass zur Gründung einer Initiativgruppe und der Aneignung und Pflege der Fläche ergab, oder eine Initiativgruppe Ergänzende Erläuterungen Seite 3 entwickelte eine auf sie zugeschnittene Projektidee, für die dann im Nachgang eine geeigne- te Fläche gesucht und gefunden werden musste. Dabei waren dann bestimmte gruppenspe- zifische Kriterien wie Erreichbarkeit, Flächenzuschnitt und -größe, Ausstattung etc. zu erfül- len. Eine Angebotsplanung ohne Kenntnis der spezifischen Erwartungen der örtlichen Interes- sengruppen soll daher nicht vorgenommen werden. Die Verwaltung würde jedoch gegebe- nenfalls im Rahmen der verfügbaren öffentlichen Flächen und in Abwägung mit anderen Zielen der Stadtentwicklung entsprechende Initiativen aus der Bürgerschaft unterstützen.