Anfrage StRn Baitinger, StRn Ernemann (SPD): Bau des "Kaiserkarrees"

Vorlage: 27954
Art: Beschlussvorlage
Datum: 12.09.2011
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 20.09.2011

    TOP: 25

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • SPD-Kaiserkarree
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Elke Ernemann (SPD) Stadtrat Michael Zeh (SPD) vom 1. August 2011 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 27. Plenarsitzung Gemeinderat 20.09.2011 845 26 öffentlich Bau des "Kaiserkarrees" 1. Welche Gründe gaben den Ausschlag beim Bau des "Kaiserkarrees", dass das Wettbewerbsergebnis nicht in den Bauantrag und die Baugenehmigung übernommen wurde? 2. Gibt es derzeit weitere Bauanträge zum Bebauungsplan Kaiserstraße Marktplatz Nord, wie dies von der Verwaltung bei der Verabschiedung des Bebauungsplans vorausgesagt wurde? 3. War die Verwaltung bei der Auswahl der geplanten Geschäftansiedlungen im "Kaiserkarree" eingebunden? 4. Sieht die Verwaltung diese Geschäfte an dieser exponierten Stelle als Aufwertung des Marktplatzes? Sachverhalt/Begründung: Das „Kaiserkarree“ nähert sich der Fertigstellung. Man sieht die Unterschiede zwischen dem Wettbewerbsentwurf und der jetzt realisierten Lösung. Die Symmetrie der Nordseite, die erst mit dem Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg entstand, ist verschwunden. Daher wurde nicht nur der Neubau, sondern die gesamte Nordseite des Marktplatzes über einen Bebauungsplan neu geordnet. Es sollten an dieser zentralen Stelle der Stadt hochwertige Geschäfte einziehen, die die Kaiserstraße positiv beleben. unterzeichnet von: Doris Baitinger Elke Ernemann Michael Zeh Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 9. September 2011

  • TOP 26
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Elke Ernemann (SPD) Stadtrat Michael Zeh (SPD) vom: 01.08.2011 eingegangen: 01.08.2011 Gremium: 27. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 20.09.2011 845 26 öffentlich Dez. 6 Bau des "Kaiserkarrees" 1. Welche Gründe gaben den Ausschlag beim Bau des „Kaiserkarrees“, dass das Wettbe- werbsergebnis nicht in den Bauantrag und die Baugenehmigung übernommen wurde? Der Bauantrag bzw. die Baugenehmigung weichen in zwei wesentlichen Punkten vom Wettbe- werbsergebnis ab. Zum Ersten wurden die im Wettbewerbsentwurf noch vorgesehenen Lichtpunk- te in der Fassade bereits in der Beurteilung der Jury kritisch gesehen und daraufhin vom Architek- ten in der weiteren Entwurfsbearbeitung nicht weitergeführt, sondern durch teiltransparente Wand- felder ersetzt. Zum Zweiten wurde durch das nachträgliche Ausklammern des Gebäudes Kaiser- straße 70 (Nordsee) die Ansichtsbreite zur Kaiserstraße reduziert. Im Nachgang zu einer durch das Stadtplanungsamt beauftragten Studie über eine mögliche Abfolge von Arkadenöffnungen auf der gesamten Ansichtsbreite zwischen Kreuzstraße und Lammstraße unter Berücksichtigung der vorhandenen Grundstücksgrenzen wurde eine neue Vertikalgliederung mit nunmehr neun Arka- denbögen entwickelt. Dass die Kaiserstraße 70 nicht mit einbezogen werden konnte, ist bedauer- lich. Die nunmehr gefundene Lösung garantiert jedoch die Möglichkeit bruchloser Weiterführung der vorhandenen Gestaltungsprinzipien bis zur Kreuzstraße. Abweichend vom Bauantrag wurde seitens des Investors die Fassade mit leicht auskragenden Metallgittern vor den französischen Fenstern ausgestattet. Diese Änderung kann zwar nicht als gestalterischer Gewinn gewertet werden, ein Einschreiten in der laufenden Ausführung wäre je- doch mangels Verhältnismäßigkeit nicht vertretbar gewesen, zumal diese Änderung weder bau- noch planungsrechtlich relevant ist und denkmalrechtlich die Nordseite der Kaiserstraße nach dem Abbruch des Vorgängerbaues nicht mehr als Teil der Sachgesamtheit Via Triumphalis zu sehen ist. Sämtliche wirklich relevanten Merkmale des Wettbewerbsentwurfes wurden, wie der aktuelle Baufortschritt zeigt, realisiert. Im Übrigen ist es nicht ungewöhnlich, dass Wettbewerbsergebnisse in der Entwurfsplanung etwas verändert werden. 2. Gibt es derzeit weitere Bauanträge zum Bebauungsplan Kaiserstraße Marktplatz Nord, wie dies von der Verwaltung bei der Verabschiedung des Bebauungsplans vorausgesagt wurde? Gegenwärtig liegen keine weiteren Bauanträge vor. 3. War die Verwaltung bei der Auswahl der geplanten Geschäftsansiedlungen im „Kaiser- karree“ eingebunden? Die Wirtschaftsförderung steht seit Beginn der Planung in regelmäßigem Kontakt mit dem Eigen- tümer und Projektentwickler Newport. Dabei kann die Verwaltung allerdings nur beratend tätig sein. Einen Einfluss auf die unternehmerischen Entscheidungen der Vermieter kann sie dabei aber letztendlich nicht nehmen. Seite 2 4. Sieht die Verwaltung diese Geschäfte an dieser exponierten Stelle als Aufwertung des Marktplatzes? Ein höherer Anteil an Einzelhandelsnutzung gegenüber der bisher überwiegenden Verwaltungs- und Dienstleistungsnutzung ist generell gesehen sicherlich attraktiv, zumal die Volksbank weiter- hin mit einer Filiale vertreten bleiben wird. Wie sich die Gesamtsituation zukünftig darstellen wird, kann aus Sicht der Verwaltung am ehesten nach dem Betriebsbeginn, und wenn alle Mieter des neuen Gebäudes feststehen, beurteilt werden. Es wird davon ausgegangen, dass ein ähnlich posi- tiver Effekt eintreten wird, wie er jetzt bereits bezüglich der städtebaulich/architektonischen Frage- stellung zu beobachten ist.