Antrag SPD, GRÜNE: Frauenkultur im Netz

Vorlage: 27940
Art: Beschlussvorlage
Datum: 12.09.2011
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 20.09.2011

    TOP: 13

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • SPD-GRÜNE-Frauenkultur
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister INTERFRAKTIONELLER ANTRAG Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Elke Ernemann (SPD) SPD-Gemeinderatsfraktion Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) Stadträtin Anne Segor (GRÜNE) GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom 25. Juli 2011 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 27. Plenarsitzung Gemeinderat 20.09.2011 831 13 öffentlich Frauenkultur im Netz Wir beantragen, dass die Stadtverwaltung ein Projekt „Frauenkultur im Netz“ entwickelt. Inhaltliche Festlegungen, Kosten, Personalbedarf sowie Voraussetzungen und Schritte zur Realisierung werden geprüft und im Kulturausschuss präsentiert. Während des Kongresses „Frauenperspektiven“ zeigte sich in allen Diskussionen, dass für jüngere Frauen Informationen zur Geschichte der Frauenbewegung, aber auch Selbstdarstellung, Kommunikation und Interaktion im Internet von zentraler Bedeutung sind. Karlsruhe hat beginnend mit der Ausstellung “Frauen in der Karlsruher Stadtgeschichte“ zahlreiche Frauenprojekte in allen kulturellen Bereichen zu bieten. Ihre Präsentation im Netz ist der nächste wichtige Schritt zu einer weiten Verbreitung der Frauenkultur in Karlsruhe. Neben diesen historischen Informationen sollte eine attraktiv gestaltete Internetplattform Karlsruher Künstlerinnen die Möglichkeit geben, ihre Produktionen im Netz zu veröffentlichen, zu kommunizieren und auf Events jenseits des kulturellen „Mainstreams“ hinzuweisen. Mit diesem Angebot würden nicht nur neue Interessentinnen erreicht, auch der etablierte Kulturbetrieb könnte durch künstlerische, literarische, musikalische Innovationen und entsprechende Impulse der „freien Szene“ profitieren. unterzeichnet von: Doris Baitinger Elke Ernemann Bettina Lisbach Anne Segor Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 9. September 2011 Sachverhalt/Begründung:

  • TOP 13
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum interfrak- tionellen Antrag SPD-Gemeinderatsfraktion GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom: 25.07.2011 eingegangen: 25.07.2011 Gremium: 27. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 20.09.2011 831 13 öffentlich Dez. 2 Frauenkultur im Netz - Kurzfassung - Die Stadtverwaltung bestätigt die in der Begründung zum o. g. Antrag angeführten Argumente für das Projekt „Frauenkultur im Netz“ und sieht ebenfalls wichtigen Be- darf. Die Verwaltung wird die schon erarbeiteten Darstellungen von Karlsruher Frauen in Kunst, Kultur und Geschichte der Stadt im Netz präsentieren. Ein Konzept für eine interaktive Internetplattform zu dem Bereich „Frauen in Kunst und Kultur“ ist sinnvoll, übersteigt aber derzeit die finanziellen und personellen Kapazitäten der Verwaltung. Der Gemeinderat verweist den Antrag zur weiteren Behandlung in den Kulturaus- schuss. Finanzielle Auswirkungen des Antrages nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) noch zu kalkulieren nein ja abhängig von Umfang und Nutzung des interak- tiven Internetportals Haushaltsmittel stehen teilweise zur Verfügung Kontierungsobjekt: PSP-Element: Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: l Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Die Stadtverwaltung teilt die Auffassung, dass das Projekt „Frauenkultur im Netz“ umgesetzt werden soll, da damit zwei wesentliche Handlungsfelder für den Bereich der Frauenkultur und -geschichte aufgegriffen werden, die auch bei der diesjährigen Konferenz „Frauen - Perspektiven - Wechsel. 20 Jahre Frauenkulturfestival! ... und in Zukunft?“ als vorrangig benannt wurden. Diese Konferenz widmete sich der Frage, wie zukünftig ein Frauenkulturfestival gestaltet sein sollte. Dabei stand der Dialog zwischen den Generationen im Zentrum. Die Notwendigkeit und der Sinn eines Fo- rums für Frauenkultur belegten viele Referate und alle Diskussionsbeiträge. Zudem wurde einhellig betont, dass es ein Bedürfnis nach einer kontinuierlichen Beschäfti- gung mit dem Thema gibt, die durch den 2-Jahres-Rhythmus eines Festivals nicht gewährleistet, durch eine Internetplattform aber ermöglicht würde. Es zeigte sich, dass vor allem für die jüngere Generation von Frauen nicht so sehr Kulturfestivals als vielmehr das Internet und seine Plattformen eine grundlegende Bedeutung haben, um einen Zugang zu dem Thema zu finden. Dabei geht es sowohl um die Vermittlung bzw. Weiterreichung von historischem Wissen als auch um die Notwendigkeit der Selbstpräsentation von Künstlerinnen und Kulturschaffenden sowie um die Selbstverständigung bzw. den Diskurs. In beiden Bereichen nimmt Karlsruhe im Vergleich der Städte im Südwesten eine Vorreiterrolle ein. Schon sehr früh - Anfang der 1990er Jahre wurde die Geschichte der Frauen in Karlsruhe erforscht und vermittelt, in der gleichen Zeit entstand das größte Frauenkulturfestival im Südwesten „Frauenperspektiven“. Um diese Position zu behaupten, müssen neue Wege der Information und Kommu- nikation gesucht werden, die auch die jüngere Generation ansprechen. Es geht darum, Wissen und Informationen zur Verfügung zu stellen, aber auch um die Ermöglichung einer Selbstverständigung, einer künstlerischen Praxis und einer Öffentlichkeit für die Kultur von Frauen. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Während der Konferenz zeigte sich wiederholt, dass ausschließlich in Büchern fest- gehaltenes Wissen wie z. B. über die Geschichte der Frauen oder der Frauenbewe- gung häufig nicht den Weg zu jungen Menschen findet. Das Kulturamt mit seinem Stadtarchiv reagiert darauf schon seit Jahren mit der Digitalisierung der Stadtge- schichte bzw. der Erstellung eines digitalen historischen Stadtlexikons. Vor allem im Bereich der Forschung und Darstellung der Geschichte der Frauen in der Entwicklung der Stadt und in der Bildenden Kunst nimmt Karlsruhe seit den frü- hen 1990er Jahren eine Vorläuferrolle ein. Die Ergebnisse der damaligen For- schungsarbeiten gelten bis heute. Dabei handelt es sich um acht vom Stadtarchiv, der Städtischen Galerie oder vom Büro der Frauenbeauftragten herausgegebene Bücher, deren Digitalisierung (Scans und Redaktion) vom Kulturamt zeitnah vorgenommen und auf die städtische Inter- netseite gestellt werden wird. Dies kann aus dem vorhandenen Budget finanziert werden. Sehr viel aufwendiger und vor allem personalintensiver gestaltet sich die Erstellung einer interaktiven Internetplattform, denn für eine solche Konzeptentwicklung sind umfangreiche Recherchearbeiten notwendig, die die aktuell vorhandenen finanziel- len und personellen Kapazitäten im Kulturamt übersteigen. Darüber hinaus soll die zukünftige Profilierung und Positionierung des Festivals „Frauenperspektiven“ im Rahmen der allgemeinen Festivallandschaft in der Stadt Karlsruhe Gegenstand des derzeit vom Kulturamt zu erarbeitenden Kulturkonzeptes sein. Die Thematik „Frauenkultur im Netz“ wird dort aufgegriffen werden.