Antrag CDU: Mobilitätsmuseum

Vorlage: 27937
Art: Beschlussvorlage
Datum: 12.09.2011
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 20.09.2011

    TOP: 10

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • CDU-Mobilitätsmuseum
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) Stadträtin Bettina Meier-Augenstein (CDU) Stadtrat Thorsten Ehlgötz (CDU) CDU-Gemeinderatsfraktion vom 5. Juli 2011 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 27. Plenarsitzung Gemeinderat 20.09.2011 828 10 öffentlich Mobilitätsmuseum Die CDU-Fraktion beantragt: 1. Die Verwaltung wird gebeten, einen Standort für ein Mobilitätsmuseum zu ermitteln, in dem insbesondere das Wirken der Erfinder Carl Benz und Karl Freiherr von Drais gewürdigt wird. Dabei soll dieses Museum ein touristischer Anziehungspunkt sein. 2. Die Verwaltung erstellt eine überschlägige Kostenschätzung der Grundstücks- und Baukosten für eine solche Einrichtung, die für die genannten Zwecke attraktive Gebäude besitzen soll. 3. Die Verwaltung erstellt eine grobe Kostenschätzung für eine den genannten Ansprüchen entsprechende Ausstattung und für die laufenden Unterhaltskosten. 4. Das derzeit bestehende Verkehrsmuseum Karlsruhe ist von der Verwaltung in die Überlegungen einzubeziehen und an den Planungen zu beteiligen. Sachverhalt/Begründung: Karlsruhe ist die Wiege von Carl Benz und Karl Freiherr von Drais - zweier Erfinder, die die Welt auf Räder gestellt und Mobilität in einer für die Menschheit nie gekannten Form ermöglicht haben. Automobile und Fahrräder prägen in all ihren Weiterentwicklungen den Individualverkehr. Global sind rasant steigenden Zuwachsraten dieser Verkehrsträger zu verzeichnen, so dass auch in den kommenden Jahren diese Formen der Mobilität dominieren werden. Die Technologieregion Karlsruhe prägt aber auch in vielen weiteren Mobilitätsbereichen entscheidend die Zukunft: Das „Karlsruher Modell“ ist weltweit anerkanntes Vorbild des schienengebundenen ÖPNV, ansässige Unternehmen sind Weltmarktführer in der Verkehrssteuerungslogistik, das KIT entwickelt herausragende Innovationen für Antriebssystemtechnologien, und Mercedes-Benz hat hier seinen weltgrößten Produktionsstandort für Nutzfahrzeuge. Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Deshalb ist es an der Zeit, ein Mobilitätsmuseum ins Leben zu rufen, um das große Wirken und Schaffen von Carl Benz und Karl Freiherr von Drais angemessen zu würdigen, die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung ihrer Innovationen aufzuzeigen und den Menschen zu zeigen, was Karlsruhe ist: Wiege und Zukunft der Mobilität. Der Bedeutung der Erfinder entsprechend sollte ein Mobilitätsmuseum gut ausgestattet sein und an einem touristisch attraktiven Standort entstehen. Erste Kostenschätzungen sollen hierzu einen Überblick verschaffen. Sinnvoll erscheint es auch, das thematisch nahe Verkehrsmuseum Karlsruhe nicht nur in die Überlegungen einzubeziehen, sondern auch sein Fachwissen bei den Planungen zu nutzen. unterzeichnet von: Gabriele Luczak-Schwarz Bettina Meier-Augenstein Thorsten Ehlgötz Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 9. September 2011

  • TOP 10
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag CDU-Gemeinderatsfraktion vom: 05.07.2011 eingegangen: 05.07.2011 Gremium: 27. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 20.09.2011 828 10 öffentlich Dez. 2 Mobilitätsmuseum - Kurzfassung - Die CDU-Fraktion beantragt, einen touristisch attraktiv gelegenen Standort für ein gut ausgestattetes Mobilitätsmuseum zu ermitteln, in dem insbesondere das Wirken der Erfinder Carl Benz und Karl Freiherr von Drais gewürdigt wird. Die Verwaltung sieht die Bedeutung der beiden Erfinder und des Themas Mobilität für Karlsruhe. In dem derzeit erarbeiteten Konzept für ein neues Stadtmuseum spielt die Mobilität deshalb eine zentrale Rolle. Die Verwaltung schlägt vor, den Antrag zur weiteren Behandlung an den Kulturausschuss zu verweisen. Finanzielle Auswirkungen des Antrages nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) kann derzeit nicht beziffert werden Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Kontierungsobjekt: PSP-Element: Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: 3 - Kultur Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Aufgrund ihrer historischen Bedeutung für Karlsruhe und als Ergebnis einer Klausur- tagung des Kulturausschusses sowie eines breit angelegten Workshops mit bürger- schaftlicher Beteiligung wird die Mobilität eines von vier Schwerpunktthemen in der neuen Dauerausstellung des Stadtmuseums. Das Kulturamt - Stadtarchiv & Histori- sche Museen - erarbeitet derzeit die in den Masterplan 2015 aufgenommene Neu- konzeption des Stadtmuseums im Prinz-Max-Palais. Eine Einbindung des Ver- kehrsmuseums wird geprüft. Sie hängt unter anderem von der im Areal des Prinz-Max-Palais zur Verfügung stehenden Ausstellungsfläche ab. Zu beachten ist dabei, dass Karlsruhe in einem Umkreis von 100 km umgeben ist von sechs hochkarätigen Mobilitätsmuseen oder Museen, in denen die Mobilität eine zentrale Rolle spielt: das Mercedes-Benz-Museum und das Porsche-Museum in Stuttgart, die Verkehrsmuseen in Sinsheim und Speyer, das Automuseum Dr. Carl Benz in Ladenburg und das Technoseum in Mannheim thematisieren die Mobilität in einer solchen Qualität, dass es kaum möglich bzw. finanzierbar ist, mit einem sieb- ten Mobilitätsmuseum in Karlsruhe eine überregionale Aufmerksamkeit zu erzielen. Dies kann aber gelingen, wenn das Thema Mobilität anschaulich und originell in die Stadtgeschichte eingebunden wird. Außerdem ist hier eine Verbindung mit dem Thema „virtuelle Mobilität“ möglich, das die „physische Mobilität“ ergänzt. Denn dies ist ein weiterer Bereich, in dem Karlsruhe Eckpunkte gesetzt hat, sei es der Versand des ersten deutschen Telegramms vom Turmberg nach Karlsruhe mittels optischer Telegraphie im Jahr 1794, die Entdeckung der elektromagnetischen Wellen durch Heinrich Hertz an der Karlsruher Universität oder 1984 die erste in Deutschland empfangene E-Mail - verschickt aus den USA an einen Mitarbeiter der Universität Karlsruhe. Dieser Ansatz ermöglicht es, die Karlsruher Erfinder angemessen zu würdigen und die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung ihrer Innovationen aufzu- zeigen. Aktuelle Themen zur Mobilität können und sollen im Stadtmuseum ebenfalls disku- tiert werden, wenn künftig ein Veranstaltungsraum zur Verfügung steht, der dies räumlich ermöglicht. Mit der Gegenwart und Zukunft der Mobilität wird sich auch das eMobilitätszentrum Karlsruhe, Weinweg 22, befassen, das Elektromobilität erlebbar macht. Ab dem 24. September kann man dort eFahrzeuge Probe fahren, mieten und Ergänzende Erläuterungen Seite 3 kaufen und ganz allgemein erleben, wie sich eMobilität schon jetzt „anfühlt“ und was die Zukunft in diesem Bereich noch bringen wird. Mit dem eMobilitätszentrum ist eine enge Abstimmung und ein Austausch vorgesehen. Das Kulturamt wird die Neukonzeption des Stadtmuseums dem Kulturausschuss und der Öffentlichkeit im ersten Quartal 2012 vorstellen. Mit dem Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft und der Stabsstelle Projektcontrolling wird der Kostenrah- men für das Stadtmuseum erarbeitet, welches die Mobilität attraktiv in die Stadtge- schichte einbindet und so an einem touristisch attraktiven Standort präsentiert. Die Verwaltung schlägt vor, den Antrag zur weiteren Behandlung an den Kulturaus- schuss zu verweisen.