Bäderkonzept 2010 - 1. Fortschreibung Bäderkonzept 2000

Vorlage: 27931
Art: Beschlussvorlage
Datum: 13.06.2017
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Daxlanden, Durlach, Grötzingen, Grünwettersbach, Grünwinkel, Hagsfeld, Hohenwettersbach, Knielingen, Mühlburg, Neureut, Nordstadt, Nordweststadt, Oberreut, Rintheim, Rüppurr, Stupferich, Südstadt, Südweststadt, Waldstadt, Weiherfeld-Dammerstock, Wolfartsweier

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 20.09.2011

    TOP: 5

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • Bäderkonzept
    Extrahierter Text

    BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: 27. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 20.09.2011 823 5 öffentlich Dez. 3 Bäderkonzept 2010 - 1. Fortschreibung Bäderkonzept 2000 Beratungsfolge Sitzung am TOP ö nö Ergebnis Ausschuss für öffentliche Einrichtungen 15.12.2010 1 Zustimmende Kenntnisnahme Hauptausschuss 13.09.2011 3 Gemeinderat 20.09.2011 5 Antrag an den Gemeinderat a) Der Gemeinderat beschließt im Sinne der ergänzenden Erläuterungen nach Vorberatungen im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen und im Hauptaus- schuss das Bäderkonzept 2010 - 1. Fortschreibung des Bäderkonzepts 2000 (Anlage). b) Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung, die Planungen und die Kostenbe- rechnungen für die in der 1. Fortschreibung des Bäderkonzepts 2000 für 2013/2014 aufgeführten Baumaßnahmen im Rheinstrandbad Rappenwört und im Vierordtbad in die Wege zu leiten. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Planungskosten geschätzt 50.000 € 50.000 € Haushaltsmittel stehen in voller Höhe zur Verfügung Kontierungsobjekt: PSP-Element: 7.520005.700 Vorplanungsprojekt Kontenart: 7871 0000 Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt mit 7./8./15.12.2010 Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit KBG, FbG Ergänzende Erläuterungen Seite 2 1. Einleitung Am 27.03.2001 hat der Gemeinderat der Stadt Karlsruhe das Bäderkonzept 2000 beschlossen. Das Bäderkonzept 2000 verfolgte das Ziel, ein Erlebnisbad (Europab- ad) als „Magnet“ zu positionieren. In diesem Sinne wurde das Ende der „Philosophie der stadtteilnahen Bäder für die jeweilige Bevölkerung und die dortigen Schwimm- sportvereine“ proklamiert. Die Ziele des Bäderkonzepts 2000 wurden bis auf den Bau eines Außenbeckens und den Bau einer Blockhaussauna im Adolf-Ehrmann- Bad in Neureut umgesetzt. Die 1. Fortschreibung des Bäderkonzepts 2000 stellt die Grundlage hinsichtlich der zukünftigen Weiterentwicklung der Karlsruher Bäderlandschaft dar. Die Fortschrei- bung listet die zu erwartenden Investitionen innerhalb der nächsten 10 Jahre auf, die notwendig sind, um die Karlsruher Bäderlandschaft weiter zielgruppenorientiert aus- zurichten. Der Werterhalt und die Attraktivität der einzelnen Standorte stehen hierbei im Vordergrund. Das Bäderkonzept 2010 - 1. Fortschreibung des Bäderkonzepts 2000 verfolgt das Ziel, ein verbessertes Gesamtergebnis zu erzielen. Der in diesem Kontext zu entwi- ckelnde Maßnahmen- und Prioritätenkatalog soll dazu dienen, nachhaltig einen An- stieg der Defizite zu verhindern. Die erforderlichen Investitionen für Sanierung/Modernisierung/Ersatzbau sind nach Haushaltsjahren gegliedert. Für den Doppelhaushalt 2013/2014 werden das Rheinstrandbad Rappenwört und die Therme Vierordtbad vorgeschlagen. Das Bä- derkonzept wird analog des Haushaltsplanes im 2-Jahres-Rhythmus fortgeschrie- ben. Dadurch können die durch die Investitionen realisierten Veränderungen hin- sichtlich Besucheraufkommen und -struktur (Schul- und Vereinsschwimmen, öffentli- cher Badebetrieb), die Kosten- und Erlössituationen sowie die Haushaltslage zeitnah berücksichtigt werden. Das Bäderkonzept 2010 - 1. Fortschreibung des Bäderkonzepts 2000 ist die Grund- lage zur Entscheidung des Gemeinderates hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der Karlsruher Bäderlandschaft. 2. Präsentation des Bäderkonzepts 2010 - 1. Fortschreibung des Bäderkon- zepts 2000 - Die Fortschreibung des Bäderkonzepts wurde in den nachfolgenden Gremi- en/Veranstaltungen präsentiert: 23.11.2010 den Ortsvorsteherinnen und Ortsvorstehern der betroffenen Stadtteile Ergebnis: Kenntnisnahme, die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher bzw. deren Vertreterinnen und Vertreter verweisen auf die Berücksichtigung der Eingliederungs- verträge und begrüßen die umfassende Bestandsanalyse. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 26.11.2010 Aufsichtsräte KBG/ FbG Ergebnis: Kenntnisnahme; Altgesellschafter des Fächerbades in Organigramm ein- fügen; Forderung nach einem Bädersymposium mit einem Zukunftsforscher; umfas- sende Grundlagenermittlung der gesamten Karlsruher Bäderlandschaft ist erforder- lich und der richtige Ansatz. 07.12.2010 Ortschaftsrat Wolfartsweier Ergebnis: Kenntnisnahme, Forderung nach Betriebskostenzuschuss durch die Stadt. 08.12.2010 Ortschaftsrat Neureut Ergebnis: Kenntnisnahme, Forderung nach Erfüllung des Bäderkonzepts 2000 (Bau Außenbecken und Blockhaussauna); geringfügige Änderung der Definition der Ziel- gruppe Seite 29 und Seite 47 (örtliche Bevölkerung, angrenzende Stadtteile, Fami- lien, Kleinkinder). 15.12.2010 Ausschuss für öffentliche Einrichtungen Ergebnis: Kenntnisnahme, Bestätigung des Fächer- und Europabades als Schwer- punktbäder 15.12.2010 Ortschaftsrat Durlach Ergebnis: Kenntnisnahme 15.12.2010 Ortschaftsrat Grötzingen Ergebnis: Kenntnisnahme 29.03.2011 Workshop Nr. 1 Ergebnis: Zukünftige Weiterentwicklung bedarf weiter einer engen Zusammenarbeit der Beteiligten; Beurteilung der Karlsruher Bäderlandschaft als Gesamtprodukt. Bei Großsanierung ist die Entwicklung hin zu Niedrigenergiebädern zu prüfen. Die In- tegration der städtischen Bäder in die Karlsruher Bäder GmbH soll baldmöglichst abschließend geprüft werden. Der Diskussionsprozess in den Gremien ergab die Notwendigkeit, die - Eingliederungsverträge - Integration der städtischen Bäder in die KBG - Investitionen in den Jahren 2013/14 vertiefend zu betrachten. 3. Eingliederungsverträge Die Karlsruher Bäderlandschaft ist ähnlich wie in den anderen deutschen Großstäd- ten historisch gewachsen. Eine abgestimmte, betriebswirtschaftliche und hinsichtlich den Gesamtbesucheraufkommen optimierte Bäderlandschaft spielte hierbei nur eine untergeordnete Rolle. Diese Historie wird auch durch entsprechende Aussagen in den jeweiligen Eingliederungsverträgen manifestiert. Ergänzende Erläuterungen Seite 4 DURLACH Der Vereinbarung zwischen der Stadt Karlsruhe und dem Ortschaftsrat Durlach vom 01.04.1938 lassen sich keine Regelungen entnehmen, wonach die Umsetzung des vorliegenden Bäderkonzepts eingeschränkt wäre bzw. einer weitergehenden Zu- stimmung des Ortschaftsrats bedarf. Verantwortlich für den Betrieb und die Verwaltung für das Turmbergbad und das Weiherhofbad sind die Bäderbetriebe. GRÖTZINGEN Für Grötzingen sind die nachfolgenden Passagen des Eingliederungsvertrages vom 01.01.1974 zu berücksichtigen: § 7 Zuständigkeit des Ortschaftsrates (1) Der Ortschaftsrat hat die örtliche Verwaltung zu beraten. Er hat ein Vor- schlagsrecht in allen Angelegenheiten, die den Stadtteil Karlsruhe-Grötzingen betreffen. Er ist zu wichtigen Angelegenheiten, die den Stadtteil Karlsruhe- Grötzingen betreffen, vor der Entscheidung durch die zuständigen Organe zu hören. Wichtige Angelegenheiten sind insbesondere: [.....] 2. der Bau und die Ausgestaltung von Schulen und die Einrichtung, wesentli- che Erweiterung und Aufhebung von öffentlichen Einrichtungen in Karlsruhe- Grötzingen. (3) Einvernehmlich zwischen dem Gemeinderat bzw. der Stadtverwaltung und dem Ortschaftsrat erfolgen [.....] b) die Festlegung der Öffnungszeiten für das Hallenbad sowie die Vergabe des Hallenbades, der Schulturnhalle und des Sportzentrums an Sportvereine und sonstige Vereinigungen, wobei in besonderem Maße auf den Schulsport Rücksicht zu nehmen und in Grötzingen ansässigen Sportvereinen und sonstigen Vereinigungen der Vorrang einzuräumen ist, [.....] (Gleichermaßen geregelt in § 18 der Hauptsatzung) § 17 Investitionen in Grötzingen (1) Die Stadt Karlsruhe verpflichtet sich, im Stadtteil Grötzingen unbegrenzt die für ein modernes Gemeinwesen erforderlichen Investitionen vorzunehmen. (2) Insbesondere sollen nach Maßgabe der in Abs. 3 zur Verfügung stehenden Deckungsmittel folgende Investitionen in den nächsten zehn Jahren auf Vor- schlag des Ortschaftsrates nach Beschluss des Gemeinderats der Stadt Karls- ruhe durchgeführt werden: [.....] Schwimmhalle - Restfinanzierung: 2 200 000 DM [.....] Für den Betrieb und die Verwaltung sind die Bäderbetriebe zuständig. Der Betrieb, insbesondere die Bauunterhaltung erfolgt in enger Abstimmung mit der Ortsverwal- tung. Ergänzende Erläuterungen Seite 5 NEUREUT Folgende Vertragspassagen im Eingliederungsvertrag zwischen der Stadt Karlsruhe und der Gemeinde Neureut vom 01.01.1974 sind für das Bäderkonzept zu betrach- ten: § 6 Aufgaben und Zuständigkeiten des Ortschaftsrates (1) Der Ortschaftsrat hat die örtliche Verwaltung zu beraten. Er hat ein Antrags- und Vorschlagsrecht in allen Angelegenheiten, die Karlsruhe-Neureut betreffen. Er ist zu wichtigen Angelegenheiten, die Karlsruhe-Neureut betreffen, vor der Entscheidung durch die zuständigen Organe zu hören. [....] Wichtige Angele- genheiten, zu denen der Ortschaftsrat zu hören ist, sind insbesondere: [.....] 2. der Bau und die Ausgestaltung von Schulen und die Einrichtung, wesentli- che Erweiterung und Aufhebung von öffentlichen Einrichtungen in Karlsruhe- Neureut. (3) Einvernehmlich zwischen dem Gemeinderat bzw. der Stadtverwaltung und dem Ortschaftsrat erfolgen [....] b) die Festlegung der Öffnungszeiten für das Hallenbad sowie die Vergabe des Hallenbades, [....] wobei in Neureut ansässigen Sportvereinen und Ver- einigungen der Vorrang einzuräumen ist; im übrigen obliegt die Verwaltung dieser Einrichtungen dem zuständigen Fachamt. (Gleichermaßen geregelt in § 20 der Hauptsatzung) § 15 Investitionen in Neureut (1) Die Stadt Karlsruhe verpflichtet sich, im Stadtteil Neureut unbegrenzt die für ein modernes Gemeinwesen erforderlichen Investitionen vorzunehmen. (2) Insbesondere sollen nach Maßgabe der in Absatz 3 zur Verfügung stehen- den Deckungsmittel folgende Investitionen in den nächsten 10 Jahren auf Vor- schlag des Ortschaftsrats nach Beschluss des Gemeinderates der Stadt Karls- ruhe durchgeführt werden: [.....] Darüber hinaus ist beabsichtigt, weitere Maß- nahmen im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel durchzuführen, und zwar: [....] Freibad, Sauna und med. Bäder in Verbindung mit dem Hallenbad, gemeinsame Eingangshalle mit Milchbar, [.....] Aufgrund der gemachten Einschränkungen lässt sich somit aus der Eingliederungs- vereinbarung Neureut kein unmittelbarer Anspruch auf Neubau eines Freibades ab- leiten. Das Adolf-Ehrmann-Bad verfügt über eine Sauna (ein Schwitzraum), ein Thera- piebecken, allerdings nicht über medizinische Bäder. Statt einer Milchbar hat es als einziges Bezirkshallenbad in der Stadt eine vollwertige Badgastronomie. Ein Freibad wurde in Neureut nicht gebaut. Im 2001 beschlossenen Bäderkonzept 2000 war als Investitionsmaßnahme ein Außenbecken und die Erweiterung der Sauna um eine Blockhaussauna im Rahmen eines Public-Private-Partnership-Projektes analog der Investition im Weiherhofbad mit dem gleichen Investor vorgesehen. Nachdem der Ergänzende Erläuterungen Seite 6 Investor absagte, wurde diese Maßnahme nicht umgesetzt. Auch das Außenbecken wurde nicht realisiert. In der 1. Fortschreibung des Bäderkonzepts ist das Außenbecken nicht aufgeführt, da in den kommenden 10 Jahren, die diese Fortschreibung umfasst, die erforderli- chen Großinvestitionen im Hallenbadbereich im Vordergrund stehen. Hierbei ist für Neureut sowohl ein Betrieb als Niedrigenergiebad als auch die Größe der Wasser- fläche zu prüfen. Das Hallenbad verfügt als einziges städtisches Bad nicht über 5, sondern nur über 3 Bahnen. Dadurch ist kein nennenswerter gleichzeitiger Betrieb von unterschiedlichen Nutzergruppen (öffentlicher Badebetrieb, Schulen, Vereine, Kurse) möglich. Dies ist eine der wichtigsten Ursachen für die geringe Wirtschaftlich- keit und den niedrigsten Kostendeckungsgrad aller städtischen Hallenbäder. Für den Betrieb und die Verwaltung einschließlich des Personals ist die Ortsverwal- tung zuständig. Die Bäderbetriebe fungieren als technisches Fachamt bei Bauunter- haltung und insbesondere Bädertechnik. WOLFARTSWEIER Der Ortschaftsrat Wolfartsweier ist gemäß Hauptsatzung und dem Eingliederungs- vertrag zu wichtigen, den Stadtteil betreffenden Angelegenheiten zu hören. Eingliederungsvereinbarung der Gemeinde Wolfartsweier mit der Stadt Karlsruhe § 7 Zuständigkeit des Ortschaftsrates (1) Der Ortschaftsrat hat die Aufgaben des § 76 d Abs. 1 GemO zu erfüllen. Wichtige Angelegenheiten im Sinne dieser Bestimmung sind insbesondere: [.....] 2. der Bau von Schulen und die Errichtung, wesentliche Erweiterung und Aufhebung von öffentlichen Einrichtungen in Karlsruhe-Wolfartsweier, [....] 10. die Verwaltung des Schwimmbads in Karlsruhe-Wolfartsweier. [.....] Hauptsatzung der Stadt Karlsruhe § 17 Aufgaben des Ortschaftsrates in den Stadtteilen Stupferich, Hohenwettersbach und Wolfartsweier [....] (2) Der jeweilige Ortschaftsrat ist zu wichtigen, den Stadtteil betreffenden Ange- legenheiten zu hören. Wichtige Angelegenheiten sind insbesondere: [.....] 10. für den Stadtteil Wolfartsweier: die Verwaltung des Schwimmbades. [.....] Am 18.05.2004 hat der Gemeinderat nach vorangegangener Anhörung des Ort- schaftsrates Wolfartsweier am 04.05.2004 beschlossen, das Freibad Wolfartsweier zu schließen: "Das [.....] und das Freibad Wolfartsweier werden spätestens mit Inbe- triebnahme des neuen Freizeitbades geschlossen. Dem Förderverein kann der Wei- terbetrieb auf Wunsch ermöglicht werden, allerdings ohne jeglichen städt. Zuschuss im Investiv- und Betriebsbereich und in völliger eigener Verantwortung. [.....]" Das neue Freizeitbad (Europabad) wurde am 15.03.2008 in Betrieb genommen. Bis einschließlich 2008 wurde der Förderverein Freibad Wolfartsweier e. V. durch finan- zielle Zuschüsse der Stadt unterstützt. Im Jahr 2009 und 2010 wurden dann keine Ergänzende Erläuterungen Seite 7 Zuschüsse mehr bezahlt. Die derzeitige Regelung (ab Haushaltsjahr 2011) sieht vor, dass die Stadt zu jedem Euro den der Förderverein durch Spenden und Mitgliedsbei- träge einnimmt einen Euro bis zu einer maximalen Summe von 25.000 € dazugibt. Fazit: Wie die Eingliederungsverträge somit zeigen, besteht kein unmittelbarer rechtlicher Anspruch auf entsprechende Investitionen hinsichtlich Neubau, Erweiterung o. Ä. Eine Schließung von Bädern ist im Bäderkonzept 2010 nicht vorgesehen. Es gilt vielmehr, die Karlsruher Bäderlandschaft ganzheitlich zu betrachten und hinsichtlich der Bedürfnisse der Karlsruher Bevölkerung nachhaltig wirtschaftlich weiter zu ent- wickeln. 4. Partnerschaftsvereinbarung Am 16.07.2008 wurde zwischen der Stadt Karlsruhe, der KVVH, der Karlsruher Bä- der GmbH, dem SSC Karlsruhe e. V., dem Bürgerverein Waldstadt e. V., dem Poli- zeisportverein e. V. und dem Karlsruher Sportverein Rintheim-Waldstadt e. V. eine Partnerschaftsvereinbarung getroffen. Zweck dieser Vereinbarung ist die Aufnahme der KVVH als Mehrheitsgesellschafterin (60 %) in die "Sportpark Karlsruhe-Nordost GmbH" die seit dem als "Fächerbad Karlsruhe GmbH" firmiert. Das Rechnungswe- sen der Fächerbad Karlsruhe GmbH wird seit 1. Januar 2009 bei der KVVH geführt. Ziel dieser Partnerschaftsvereinbarung ist die Umsetzung des jeweiligen Bäderkon- zepts der Stadt Karlsruhe mit dem Fächerbad als zweitem Schwerpunktbad neben dem Europabad. Im Vordergrund steht die Zielgruppenausrichtung der beiden Schwerpunktbäder ohne konkurrierenden Badbetrieb. Ferner erhält die Fächerbad Karlsruhe GmbH einen jährlichen Zuschuss für die laufenden Betriebskosten und für Investitionen. Die Entwicklungskonzeption für das Fächerbad zielt auf die Positionie- rung als Sportbad für Karlsruhe und die Region sowie als Familienbad für die nord- östlichen Stadtteile einschließlich Umland. Hierfür ist vorgesehen, das Fächerbad als Kombibad weiter zu entwickeln. Dies wird die Wirtschaftlichkeit und die Bedeutung als Schwerpunktbad stärken und zu einem höheren Besucheraufkommen führen. Auch die Stellung als Sportbad sowohl als Trainings- und Veranstaltungsstätte wird deutlich gestärkt. Ein europaweites VOF-Verfahren mit anschließendem Wettbewerb ist ein Vorbereitung. Die Gesamtmaßnahme wird laut Gutachten von Schmidt, Kasi- mir und Partner auf 8,5 Mio. € geschätzt. 5. Integration der Bäderbetriebe in die Karlsruher Bädergesellschaft mbH Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Bäderbetriebe, der Stadtkämmerei, des Zent- ralen Juristischen Dienstes, des Personal- und Organisationsamtes, des Liegen- schaftsamtes und der KVVH GmbH sowie der Stadtwerke Karlsruhe GmbH hat be- reits Ende 2008 ein Integrations-Konzept erstellt. Aus Sicht der Arbeitsgruppe sprechen folgende Aspekte für eine Integration: • Personalwesen (geringerer Verwaltungsaufwand, einheitliche Personalvertretung, einheitliche Prämienregelung usw.) Ergänzende Erläuterungen Seite 8 • Rechnungswesen (Anbindung an konzerneinheitliches KVVH-Rechnungswesen, ein SAP-System, keine aufwändigen Verrechnungen, frühere Jahresabschlüsse usw.) • Vertragswesen (einheitliche Rahmenverträge, einheitliches Sponsoring usw.) • Gremienlauf/interne Kommunikation (schnellere Entscheidungsprozesse durch einheitlichen Gremienlauf usw.) • Externe Kommunikation (einheitliche Außendarstellung und Markenpositionierung der Karlsruher Bäder usw.) • Strategische Steuerung (einheitliche Ausrichtung, einheitliche Kennzahlen) • Steuerliche Vorteile (bei entsprechender positiver Abstimmung mit den Finanzbe- hörden) An dieser Grundausrichtung orientierend wurden die praktischen Umsetzungsbau- steine, wie der Betriebspachtvertrag einschließlich Festlegung des Pachtgegenstan- des, der Personalüberleitungs- und Überlassungsvertrag (Handlungsmaxime „kein Mitarbeiter wird schlechter gestellt“), der Dienstüberlassungsvertrag sowie die Ver- einbarung über die finanzielle Abwicklung erstellt. Darüber hinaus wurden die Vorar- beiten für die buchhalterische Integration sowie die Anpassungen von Organisati- onsabläufen der Bäder an das IT-Konzept in der KVVH-Gruppe weitgehend abge- schlossen. Diese Umsetzungsbausteine wären zum tatsächlichen Umsetzungszeit- raum naturgemäß zu aktualisieren. Der Aufsichtsrat der KVVH GmbH wurde in seiner Sitzung am 14.10.2008 informiert. Auch der Gesamtpersonalrat, die Arbeitnehmervertreter der KVVH und die Mitarbei- terinnen und Mitarbeiter der Bäderbetriebe wurden in 2008 über die Folgen der Bä- derintegration unterrichtet. Auf Fachebene stand einzig die steuerliche Abstimmung mit der Finanzverwaltung aus, insbesondere Fragen zur Verpachtung der Bäder als Betrieb gewerblicher Art, zur Verrechnung auf Ebene der KVVH zwischen der Unterdeckung der Bäder mit den Gewinnen der Stadtwerke Karlsruhe (Querverbundsfähigkeit und Mitschleppt- heorie) sowie zur umsatzsteuerlichen Behandlung von Betriebskostenzuschüssen. Um die verschiedenen noch nicht gelösten steuerrechtlichen Fragestellungen zu klä- ren, fanden in der ersten Jahreshälfte 2010 mehrere Abstimmungsgespräche mit den Finanzbehörden statt. Vor dem Hintergrund einer Gleichbehandlung gleicharti- ger Konstruktionen hat sich die örtlich zuständige Finanzbehörde mit der Oberfi- nanzdirektion und dem Finanzministerium abgestimmt. Mit Schreiben vom 30.05.2011 hat sich die örtliche Finanzbehörde nunmehr geäußert, wobei allerdings nur in Teilen eine Klärung herbeigeführt werden konnte. Noch offen ist, inwieweit eine Verrechnung auf der Ebene der Muttergesellschaft KVVH zwischen der Unter- deckung der (dann in die KBG mbH integrierten) Bäder mit den Gewinnen der Stadtwerke Karlsruhe GmbH erfolgen kann. Grundsätzlich ist hierfür eine wirtschaft- liche, technische und organisatorische Verflechtung notwendig. Die Verflechtung wäre wie beim Europabad über den Fernwärmeverbund oder durch Installation von Blockheizkraftwerken zu erreichen. Ergänzende Erläuterungen Seite 9 Allerdings erhärten sich die Hinweise, dass eine Integration voraussichtlich zu einer steuerlichen Mehrbelastung führt bzw. die Vorsteuerabzugsfähigkeit entfallen könn- te. In der Summe könnte dies zu jährlichen Mehrbelastungen bis zu einem sieben- stelligen Betrag führen. Dies würde zu einem Anstieg des Gesamtzuschusses, der für alle Bäder (Europa-, Fächer- und Oberwaldbad sowie städtische Bäder) in den vergangenen Jahren operativ jährlich bei rd. 6,2 Mio. Euro und einschließlich Kapi- talkosten bei rd. 11 Mio. Euro (2008, 2009) lag, führen. Mit der Finanzbehörde sollen in den kommenden Monaten abschließende Gesprä- che geführt werden. Sollte diese im Ergebnis eine Integration der städtischen Bäder in die Karlsruher Bäder GmbH verhindern, wird der Status quo mit verschiedenen städtischen Badbetreibern (Karlsruher Bäder GmbH, Bäderbetriebe, Fächerbad GmbH, Adolf-Ehrmann-Bad/Ortsverwaltung Neureut) beibehalten. Die Integration des Europabades in die Bäderbetriebe ist aus steuerlichen Gründen derzeit nicht möglich. 6. Investitionen - Doppelhaushalt 2013/2014 Von überregionaler Bedeutung in der Karlsruher Bäderlandschaft sind neben den Schwerpunktbädern Europabad und Fächerbad insbesondere - das Rheinstrandbad Rappenwört und - das Vierordtbad. Aufgrund ihrer Bedeutung für die Bevölkerung und hinsichtlich ihrer Größe, insbe- sondere auch wegen der Wirtschaftlichkeit sind in diesen vier Bädern über die re- gelmäßige Bauunterhaltung hinaus, vordringlich besonders Modernisierungsmaß- nahmen und Maßnahmen zur Erhaltung und Steigerung der Attraktivität und des Kostendeckungsgrades notwendig. Im Bäderkonzept sind Baumaßnahmen in drei Kategorien unterteilt: x1-Maßnahmen, sie bewegen sich außerhalb des Investitionsbereiches, sie stellen den nicht aktivierungspflichtigen Aufwand für Bauunterhaltung dar und sind in den jährlichen Betriebskosten enthalten. x2-Maßnahmen sind in der Regel aktivierungspflichtige Instandhaltungs-, Bauunter- haltungs- bzw. Modernisierungsmaßnahmen. x3-Maßnahmen sind über den vorhandenen Bestand hinausgehende Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität. Generell haben x2-Maßnahmen Vorrang gegenüber x3-Maßnahmen; jedoch haben in den vier vorgenannten Bädern x3-Maßnahmen Vorrang gegenüber x2- Maßnahmen in den übrigen reinen Versorgungsbädern. Nach dem Bäderkonzept 2010 ist in den Jahren 2011 bis 2020 für die städtischen Bäder, für das Europabad und für das Fächerbad eine Investitionssumme für x2 und x3 Maßnahmen in Höhe von rd. 51 Mio. Euro vorgesehen. Ergänzende Erläuterungen Seite 10 Für die vier genannten Bäder sind im Zeitraum von 2013 bis 2014 folgende Investiti- onssummen vorgesehen: JahrBadx2/x3geplante Investitionsmaßnahmen in 2013 und 2014 2013RAx2Restaurant Rappenwört, Generalsanierung (grober Schätzwert)4,000 Mio.€ 2014RAx2Verlagerung der Werkstatt und Ersatzbau für Kiosk0,400 Mio.€ 2013VBx2Dampfbad0,070 Mio.€ 2013VBx2Dacheindeckung Flure, Kopfbau West und Ost, und "absoluter Ruheraum"0,250 Mio.€ 2013VBx2Einbau Lüftungsanlage Umkleiden0,250 Mio.€ 2013VBx2 Sanierung und Neugestaltung Innenhof West inkl. Saunen und Außenbecken, Neugestaltung der Liege- und Bewegungsflächen 0,700 Mio.€ 2014VBx2Umrüstung Kassenanlage auf Chip-Coin0,200 Mio.€ 2013EPx3Außenbereich Sauna0,250 Mio.€ 2014EPx3Erdsauna0,300 Mio.€ 2013FÄx2Austausch restlicher Zinkleitungen Sanitär0,024 Mio.€ 2013FÄx2Unvorhergesehenes0,040 Mio.€ 2013FÄx3Genehmigungs- und Ausführungsplanung Kombibad0,200 Mio.€ 2014FÄx2Erneuerung Heizgruppen Badewassererwärmung0,022 Mio.€ 2014FÄx2Erneuerung Blockhaussauna0,048 Mio.€ 2014FÄx2Unvorhergesehenes0,050 Mio.€ 2014FÄx2Komplettsanierung Fassade (Asbest) 1. Teil Südterrassen0,052 Mio.€ 2014FÄx2 Erneuerung Filtertechnik Schwimmhalle inkl. Pumpen und Steuerung (Badschließung bis zu 8 Wochen erforderlich) 0,174 Mio.€ 2014FÄx3Erweiterung zum Kombibad (Baubeginn 2/2014)3,800 Mio.€ Summe10,830 Mio.€10,830 Mio.€ RA =Rappenwört VB =Vierordtbad EP =Europabad FÄ =Fächerbad 4,400 Mio.€ 1,470 Mio.€ Kosten € 4,410 Mio.€ 0,550 Mio.€ Die Investitionsmaßnahmen des Europabades und des Fächerbades sind hier ledig- lich nachrichtlich mit aufgeführt. Sie sind nicht Bestandteil des städtischen Haus- haltsplanes. Entsprechende Investitionen werden durch die jeweiligen Aufsichtsräte genehmigt. Das Restaurant im Rheinstrandbad Rappenwört ist seit Jahren marode und sanie- rungsbedürftig. Aufgrund der Bedeutung dieses Freibades ist die Sanierung des Restaurants als vordringliche Maßnahme einzustufen. Eine erste grobe Kosten- schätzung liegt bei 3 Mio. € - 4 Mio. € für die "große Lösung" (einschließlich 1. OG) und 1 Mio. € - 1,5 Mio. € für die "kleine Lösung" (nur EG und Terrasse). In der Kos- tenschätzung sind die Kosten für den Denkmalschutz, für die Einrichtung von zwei unterschiedlichen Gastronomien im Erdgeschoss für Badegäste und im Oberge- schoss für Laufkundschaft außerhalb des Bades, für Baumaßnahmen bezüglich Standsicherheit des Gebäudes im Retentionsfall (Rappenwört ist als Polder vorge- sehen) sowie für die Außenanlagen berücksichtigt. Da die Rückabwicklung des ehemaligen Pachtverhältnisses noch nicht endgültig geklärt ist, kann noch keine exakte Planung mit Kostenschätzung erfolgen. Die Werkstatt im Rheinstrandbad Rappenwört liegt im Gästebereich der Männerum- kleide und soll daher dringend in den südlicheren Teil des Badgeländes verlagert werden. Damit sollen Störungen im Gästebereich vermieden werden. Ergänzende Erläuterungen Seite 11 Für die strategische Gesamtentwicklung von Rappenwört sind mittel- und langfristig weitere Investitions- und Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerungen vorgesehen. Das Vierordtbad soll als Thermalbad der Extraklasse positioniert werden. Dafür sind entsprechende nachhaltige Änderungen vorzunehmen. Für die Jahre 2013 und 2014 sind die Erneuerung des Dampfbades, die Sanierung und Neugestaltung des Innen- hofes West inklusive des Ersatzes der veralteten Außensaunen und die Neugestal- tung der Liege- und Bewegungsflächen geplant. Hinzu kommen noch Bausubstanz erhaltende sowie lüftungstechnische Arbeiten in den Umkleiden und die Modifikation des Kassensystems (Umrüstung auf Chip-Coin). Beschluss: a) Der Gemeinderat beschließt im Sinne der ergänzenden Erläuterungen nach Vor- beratungen im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen und im Hauptausschuss das Bäderkonzept 2010 - 1. Fortschreibung des Bäderkonzepts 2000 (Anlage). b) Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung, die Planungen und die Kostenbe- rechnungen für die in der 1. Fortschreibung des Bäderkonzepts 2000 für 2013/2014 aufgeführten Baumaßnahmen im Rheinstrandbad Rappenwört und im Vierordtbad in die Wege zu leiten. Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 9. September 2011

  • Anlage Bäderkonzept 2010
    Extrahierter Text

    B B ä ä d d e e r r k k o o n n z z e e p p t t 2 2 0 0 1 1 0 0 - - 1 1 . . F F o o r r t t s s c c h h r r e e i i b b u u n n g g d d e e s s B B ä ä d d e e r r k k o o n n z z e e p p t t s s 2 2 0 0 0 0 0 0 - - V50 2 Inhaltsverzeichnis Seite 1. Einleitung 4 2. Umsetzung des Bäderkonzepts 2000 5 2.1 Maßnahmen des Bäderkonzepts 2000 ....................................................................................... 5 2.2 Organisation der Karlsruher Bäder ............................................................................................. 7 3. Mit Karlsruhe vergleichbare Bäderlandschaften 8 3.1 Bädervergleich ............................................................................................................................ 8 3.2 Wettbewerbsmatrix: Bäder.......................................................................................................... 9 4. Besucherzahlen 11 4.1 Städtische Freibäder ................................................................................................................. 11 4.2 Städtische Hallenbäder ............................................................................................................. 12 4.3 Europabad................................................................................................................................. 12 4.4 Fächerbad ................................................................................................................................. 13 4.5 Summe der Besucher städtische Hallenbäder, Europabad und Fächerbad ............................ 14 5. Betriebskostenzuschuss, Investitionsbedarf 15 5.1 Betriebskostenzuschuss ........................................................................................................... 15 5.2 Investitionsbedarf ...................................................................................................................... 15 6. Entwicklung der Bäderzuschüsse 22 6.1 Städtische Freibäder ................................................................................................................. 22 6.2 Städtische Hallenbäder ............................................................................................................. 23 6.3 Karlsruher Bäder GmbH/Europabad......................................................................................... 24 6.4 Fächerbad Karlsruhe GmbH/Fächerbad................................................................................... 27 7. Positionierung der Bäder 28 7.1 Zielgruppenanalyse und Positionierung der Bäder................................................................... 28 8. Freibäder 31 8.1 Rheinstrandbad Rappenwört .................................................................................................... 31 8.2 Sonnenbad................................................................................................................................ 34 8.3 Freibad Rüppurr ........................................................................................................................ 37 8.4 Turmbergbad............................................................................................................................. 40 8.5 Freibad Wolfartsweier ............................................................................................................... 43 9. Hallenbäder 44 9.1 Weiherhofbad............................................................................................................................ 44 9.2 Adolf-Ehrmann-Bad .................................................................................................................. 47 9.3 Hallenbad Grötzingen ............................................................................................................... 50 9.4 Therme Vierordtbad .................................................................................................................. 53 9.5 Europabad Karlsruhe ................................................................................................................ 56 V50 3 9.6 Fächerbad ................................................................................................................................. 59 9.7 Albschule Therapiebecken........................................................................................................ 63 9.8 Oberwaldbad............................................................................................................................. 64 9.9 Universitätsbad KIT................................................................................................................... 65 9.10 Hallenbad Schöneck ............................................................................................................... 66 10. Schul- und Vereinsschwimmen 67 10.1 Schulschwimmen .................................................................................................................... 67 10.2 Vereinsschwimmen ................................................................................................................. 69 11. Karlsruher Bädergesellschaft 70 12. Fächerbad Karlsruhe GmbH 71 13. Kennzahlen-Vergleich 72 13.1 Kosten operativ ....................................................................................................................... 72 13.2 Zuschuss operativ ................................................................................................................... 72 13.3 Zuschuss inkl. AfA und kalkulatorischem Zins........................................................................ 73 13.4 Zuschuss/Gast operativ .......................................................................................................... 73 13.5 Zuschuss/Gast inkl. AfA und kalkulatorischem Zins ............................................................... 74 13.6 Kostendeckungsgrad operativ ................................................................................................74 13.7 Kostendeckungsgrad inkl. AfA und kalkulatorischem Zins ..................................................... 75 14. Tarife/Eintrittspreise 76 15. Szenarien 78 15.1 Szenario 1 ............................................................................................................................... 78 15.2 Szenario 2 ............................................................................................................................... 80 15.3 Szenario 3 ............................................................................................................................... 81 15.4 Szenario 4 ............................................................................................................................... 82 16. Fazit 83 Anlage 1: Kennzahlen - badspezifisch 86 1.1 Rheinstrandbad Rappenwört .................................................................................................... 86 1.2 Sonnenbad................................................................................................................................ 87 1.3 Freibad Rüppurr ........................................................................................................................ 88 1.4 Turmbergbad............................................................................................................................. 89 1.5 Weiherhofbad............................................................................................................................ 90 1.6 Adolf-Ehrmann-Bad .................................................................................................................. 91 1.7 Hallenbad Grötzingen ............................................................................................................... 92 1.8 Therme Vierordtbad .................................................................................................................. 93 1.9 Europabad................................................................................................................................. 94 1.10 Fächerbad ............................................................................................................................... 95 Anlage 2: Bäderkonzept 2000 96 V50 4 1. Einleitung Die 1. Fortschreibung des Bäderkonzepts stellt als Plattform Daten und Informationen in ganzheit- licher Schau zur Verfügung. Die Bäderlandschaft in Karlsruhe wird von einer Vielzahl öffentlicher und privater Bäder geprägt, die von unterschiedlichen Trägern betrieben werden: - Stadt Karlsruhe -- Rheinstrandbad Rappenwört Freibad -- Sonnenbad Freibad mit "Frühlings- und Herbstbetrieb" -- Freibad Rüppurr Freibad -- Turmbergbad Freibad -- Weiherhofbad Hallenbad -- Adolf-Ehrmann-Bad Hallenbad -- Hallenbad Grötzingen Hallenbad (Gruppenbad mit öffentlichem Badebetrieb) -- Therme Vierordtbad Großsauna mit Badehaus -- Albschule Lehrschwimmbecken (für Albschule und Kindergarten ohne öffentlichen Badebetrieb) - Förderverein Freibad Wolfartsweier e.V. -- Freibad Wolfartsweier überlassenes Freibad im Eigentum der Stadt Karlsruhe - Karlsruher Bäder GmbH -- Europabad Erlebnisbad - Fächerbad Karlsruhe GmbH -- Fächerbad Sport- und Familienbad - Post Südstadt Karlsruhe e.V. -- Oberwaldbad Hallenbad (für Wohnstift/Vereine und öffentlicher Badebetrieb) - Universität (KIT) -- Universitätsbad Hallenbad (für Studierende/Beschäftigte KIT) - Sportschule Schöneck -- Hallenbad Schöneck Hallenbad (Trainingsbad ohne öffentlichen Badebetrieb) Der Gemeinderat der Stadt Karlsruhe beschloss am 27.03.2001 das Bäderkonzept 2000. Die hier vorgelegte erste Fortschreibung des Bäderkonzepts 2000 hat das Ziel, alle Bäder in Karlsruhe in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Trägern zielgruppenorientiert auszurichten. Hierzu werden alle Karlsruher Bäder, insbesondere die städtischen Bäder, das Europabad sowie das Fächerbad trä- gerübergreifend unter der Dachmarke "Karlsruher Bäder" zusammengefasst und mit verstärkten Marketingmaßnahmen nachhaltiger in das Bewusstsein der Bevölkerung gebracht. Als Erken- nungsmerkmal wurde ein einheitliches Logo geschaffen: Logo der Dachmarke Karlsruher Bäder => Die Grafik symbolisiert die blaue Fliesenwand eines Schwimmbeckens unter Wasser, wie sie ein Betrachter außerhalb der Wasseroberfläche sieht. V50 5 2. Umsetzung des Bäderkonzepts 2000 2.1 Maßnahmen des Bäderkonzepts 2000 Das Bäderkonzept 2000 verfolgte als Ziel, ein Erlebnisbad (Europabad) als „Magnet“ zu positionie- ren. In diesem Sinne wurde das Ende der "Philosophie der stadtteilnahen Bäder für die jeweilige Bevölkerung und die dortigen Schwimmsportvereine" proklamiert. Die Ziele des Bäderkonzepts 2000 wurden bisher wie folgt umgesetzt: Rheinstrandbad Rappenwört Umbau Mehrzweckbecken 1 in ein Erlebnisbecken mit drei Rutschen und Sprungbecken im Jahr 2007/2008 Sonnenbad Errichtung Blockhaussauna; Mitfinanzierung durch Freundes- kreis Sonnenbad e.V. im Jahr 2009 Freibad Rüppurr Bäderkonzept 2000 sah keine Änderungen vor Turmbergbad Sanierung des Umkleide- und Sanitärbereiches, Neugestal- tung des Planschbeckens, Errichtung Barfußpfad im Jahr 2010/2011 Freibad Wolfartsweier Übernahme durch Förderverein im Jahre 2002; ohne Zuschuss der Stadt seit 2009 Tullabad Schließung in 2008 und Gebäudeübergabe an den Zoo Weiherhofbad Errichtung einer Blockhaussauna im Jahr 2001 Adolf-Ehrmann-Bad Freibecken nicht umgesetzt Hallenbad Grötzingen Umwandlung in Gruppenbad im Jahr 2008 erfolgt Hallenbad Wettersbach Schließung im Jahre 2008 erfolgt Therme Vierordtbad Sanierung und Umbau zum Wellnesszentrum in den Jahren 2002 bis 2004 Albschule Bäderkonzept 2000 sah keine Änderungen vor Europabad Neubau, Eröffnung März 2008 Fächerbad Seit 01.01.2009 ist die Stadt Karlsruhe mit 60% an der Fächerbad Karlsruhe GmbH beteiligt. In der Partner- schaftsvereinbarung ist im Grundsatz auch die Erweiterung zum Kombibad beschlossen worden. Oberwaldbad Bäderkonzept 2000 sah keine Änderungen vor Universitätsbad Bäderkonzept 2000 sah keine Änderungen vor Sportschule Schöneck Bäderkonzept 2000 sah keine Änderungen vor V50 6 Somit wurde lediglich im Adolf-Ehrmann-Bad das Bäderkonzept 2000 nicht umgesetzt. Im Adolf- Ehrmann-Bad war im Bäderkonzept 2000 als Angebotserweiterung der Bau eines Freibeckens und einer Blockhaussauna angedacht. Der Gemeinderat hat im Zusammenhang mit dem Grundsatzbeschluss zum "Neuen Freizeitbad" am 18. Mai 2004 beschlossen, dass das Freibad Wolfartsweier mit Eröffnung des Europabades geschlossen oder durch den Förderverein zuschussfrei übernommen wird. Der Förderverein be- treibt das Bad seit 2002. Die Stadt Karlsruhe hat an den Förderverein von 2002 bis 2007 einen jährlichen Zuschuss von 138.000 € und letztmals im Jahre 2008 einen Zuschuss von 60.000 € zu den Betriebskosten gezahlt. Die „visionäre Bäderlandschaft“ des Bäderkonzepts 2000 wurde Realität. Abb. 1 V50 7 2.2 Organisation der Karlsruher Bäder V50 8 3. Mit Karlsruhe vergleichbare Bäderlandschaften 3.1 Bädervergleich Die Strukturen von Bäderlandschaften in Deutschland sind überwiegend historisch begründet. Ländliche und städtische Regionen unterscheiden sich wie auch die Schwimm- und Badetraditio- nen. Nur wenige Städte oder Regionen haben bisher über eine Bäderkonzeption gewachsene Strukturen nachhaltig verändert. Eine fundierte Regionaluntersuchung aller Bäder und deren Wechselwirkung ist nur aus dem Ruhrgebiet bekannt. Die folgende Abbildung (Stand 2009) orientiert sich in der Gegenüberstellung an der Vergleichbar- keit der Einwohnerzahl, ohne das unterschiedliche Umland mit seinen Einrichtungen oder Bade- möglichkeiten in Seen berücksichtigen zu können. Abb. 2 BraunschweigKarlsruheMannheimBonnBielefeld Einwohnerzahl246.000291.000311.342317.949324.000 Anzahl der Bäder56564 Wasserfläche gesamt 2.965 m²4.629 m²2.319 m²3.534 m²2.700 m² davon mit 50m-Becken 11010 davon mit Sauna 56123 Besucherzahl Hallenbäder 648.8731.061.696305.686788.520823.780 Wasserfläche je Tsd. Einwohner 12,1 m²15,9 m²7,4 m²11,1 m²8,3 m² Besuche pro Einwohner 2,63,61,02,52,5 Anzahl der Bäder35468 Wasserfläche gesamt 3.026 m²10.867 m²10.646 m²12.261 m²12.600 m² davon mit 50m-Becken 34245 Besucherzahl Freibäder 125.726490.407313.491349.670395.596 Wasserfläche je Tsd. Einwohner 12,3 m²37,3 m²34,2 m²38,6 m²38,9 m² Besuche pro Einwohner 0,51,71,01,11,2 Freibäder Hallenbäder Gemessen am langjährigen Wert (von 1990 bis 2007) von 2,6 bis 3,0 Besuche im Jahr pro Ein- wohner zeigt Karlsruhe auch unter Berücksichtigung der Wasserfläche eine überdurchschnittliche Besucherfrequenz bei den Hallenbädern. Mit Eröffnung des Europabades im März 2008 stieg die Besucherfrequenz auf 3,3 im Jahre 2008 und auf 3,6 Besuche im Jahre 2009 je Einwohner an. Die Höhe des Anteils der Besucher/innen aus der Region kann nicht beziffert werden. Bei den Freibä- dern liegt Karlsruhe mit 1,7 Besuchen im Jahr pro Einwohner ebenfalls über den Vergleichsbädern. V50 9 3.2 Wettbewerbsmatrix: Bäder Die folgende Wettbewerbsmatrix der Bäder in Karlsruhe und Umgebung zeigt, in welcher Form an Wettbewerb die Bäder untereinander stehen. Die aufgeführten Bäder werden bestimmten Kategorien bzw. Angebotsausrichtungen im Bereich Bad sowie Sauna zugeordnet. Darüber hinaus werden die Bäder entsprechend ihrer Qualitäts- standards klassifiziert. Um die Funktionsweise des Schaubilds darzustellen, wird folgend die Nr. 13, also das Hallenbad Grötzingen, näher erklärt. Das Grötzinger Hallenbad steht oben links im Schaubild und ist somit ein Bad in der Kategorie „1a“, d.h. „Sport“ und „keine Sauna“. Auch ist die Nr. 13 rot gekennzeichnet. Das Hallenbad Gröt- zingen ist somit ein eher im unteren Qualitätssegment der Bäderlandschaft anzusiedelndes Bad, das über keine Sauna verfügt und eher für den sportlichen Bereich (hier: Kurse, Schulschwimmen, Vereine) als für einen attraktiven, öffentlichen Badebetrieb geeignet ist. Einige Felder bleiben auch frei wie z.B. die Kombination „Spaß“ und „keine Sauna“ oder „Sport + Spaß + Gesundheit“ und „Funktionssauna“. Hier konnte somit keines der aufgezählten Bäder ein- geordnet werden. Nicht jedes Bad kann vollständig einer Kategorie zugeordnet werden. So gibt es auch Bäder wie das Europabad Karlsruhe (Abb. 4, 1a), die die Buchstaben „C“ und „D“, also Erlebnis- und Well- nesssauna, gleichermaßen erfüllen. Das Vierordtbad ist mit anderen Wellnesseinrichtungen im Feld „3d“ vergleichbar, jedoch fehlt hier bisher ein Wellnesszuschlag von ca. 1-2 €, da die Positionierung des Vierordtbades als Therme noch aussteht. Die zweite Tabelle zeigt den Zeitaufwand, in Bezug auf die Erreichbarkeit mit dem Kraftfahrzeug, ab Karlsruhe Mitte (Marktplatz), also die zeitliche Entfernung von den einzelnen Bädern bis zur Stadtmitte Karlsruhe. Die Tabelle ist in 5 Zonen aufgeteilt von „A“ bis „E“, die die einzelnen Anfahrtszeiten in Minuten darstellen. So liegen die Bäder Therme Vierordtbad, Europabad Karlsruhe, Freibad Rüppurr und das Oberwaldbad im Radius von 0 bis 10 Minuten Entfernung zur Stadtmitte. Hieraus lässt sich ebenfalls erkennen, dass der größte Teil der Bäder, gerechnet von der Stadtmit- te Karlsruhe, in den Zonen „B“ und „C“ liegt, also im Fahrzeitbereich von 10 Minuten bis 30 Minu- ten. V50 10 Abb. 3 1234567 SportSpaßGesundheitSport + Spaß Sport + Gesundheit Spaß + Gesundheit Sport + Spaß + Gesundheit a Keine Sauna b Funktionssauna c Erlebnissauna d Wellnesssauna Angebotsausrichtung des Bades Angebotsausrichtung der Sauna Hoch = Premium Durchschnitt = Medium Niedrig = Budget 18 19 35 10 11 41 42 4 43 48 20 44 45 21 22 23 37 24 38 3940 46 49 2 3 6 12 7 8 9 13 14 15 161725 26 27 28 2930 31 32 33 34 1 5 3647 1a Abb. 4 Zone A (<10 Min.)Zone C (20 Min. - 30 Min.)Zone D (30Min. - 40 Min.) 1 Therme Vierordtbad, Karlsruhe18 Thermarium, Bad Schönborn 36 FZB Aquadrom, Hockenheim 1a Europabad Karlsruhe19 Sigel Gesundheitszentrum, Bad Schönborn 37 Siebentäler Therme, Bad Herrenalb 2 Freibad Rüppurr, Karlsruhe20 Freizeitzentrum Moby Dick, Rülzheim 38 Caracalla Therme, Baden-Baden 3 Oberwaldbad, Karlsruhe21 Rotherma, Gaggenau39 Friedrichsbad, Baden-Baden Zone B (10 Min. - 20 Min.) 22 Emma-Jäger-Bad, Pforzheim 40 Südpfalz-Therme, Bad Bergzabern (38min) 4 Albtherme, Waldbronn23 Alohra, Rastatt Zone E (>40 Min.) 5 Hallenbad Eggenstein-Leopoldshafen 24 La Ola, Landau41 Rappsodie, Bad Rappenau 6 Adolf-Ehrmann-Bad, Karlsruhe25 Freibad Graben-Neudorf42 Aquabella, Mutterstadt 7 Waldschwimmbad, Kandel26 Stutensee Bad, Stutensee43 Miramar, Weinheim 8 Sonnenbad, Karlsruhe27 Cuppamare (Hallenfreibad), Kuppenheim 44 Soleo, Heilbronn 9 Rheinstrandbad Rappenwört, Karlsruhe 28 Wartbergfreibad, Pforzheim 45 Salinarium, Bad Dürkheim 10 Fächerbad, Karlsruhe29 Freibad Pforzheim 46 Palais Thermal, Bad Wildbad 11 Albgaubad, Ettlingen30 Waldbad Freibad, Schöllbronn 47 Vital Therme, Bad Wildbad 12 Hallenbad Forchheim31 Freibad Malsch48 Badepark Haßloch 13 Hallenbad Grötzingen32 Waldseebad, Gaggenau49 FZB AQUAtoll, Neckarsulm 14 Weiherhofbad, Karlsruhe33 Murgana Hallenbad, Gaggenau 15 Turmbergbad, Karlsruhe34 Freibad Karlsbad 16 Freibad Wolfartsweier, Karlsruhe35 SaSch!, Bruchsal 17 Freibad Waldbronn Legende V50 11 4. Besucherzahlen Die Besucherzahlen der Karlsruher Bäder lassen sich über Jahre hinweg nur bedingt vergleichen. Bei den Freibädern spielen insbesondere die Wetterbedingungen eine große Rolle. Konkurrieren- de Freizeitangebote und bädereigene große Sonderveranstaltungen haben Einfluss auf das Besu- cherverhalten. Länger andauernde Schließungen von Bädern aufgrund von Sanierungsmaßnah- men und Durchführung von baulichen Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität tragen zu Schwankungen in den Besucherzahlen sowohl nach unten als auch nach oben bei. Die Schlie- ßung bzw. Neuerrichtung von Bädern hat gleichsam Einfluss auf die Besucherzahlen. An einen Besucherzahlenvergleich über Jahre zurück ist daher ein grober Maßstab anzulegen. 4.1 Städtische Freibäder Tendenziell lässt sich während der vergangenen 20 Jahre ein Besucherrückgang verzeichnen. Seit über 100 Jahren werden die Besucherzahlen der Karlsruher Bäder erfasst. Interessant ist dabei, dass sich die 10 schlechtesten Freibadesaisons mit weniger als 500.000 Besuchern innerhalb der letzten 17 Jahre befinden. Dem lässt sich also ein genereller Besucherrückgang ableiten. Einzelne Spitzen wie der heiße Sommer 2003 bestätigen diese Regel. Für das Freibad Wolfartsweier liegen letztmals für das Jahr 2007 Besucherzahlen vor. Diese sind in der untenstehenden Abbildung mit enthalten. Die jährliche Besucherzahl im Freibad Wolfartsweier lag zuletzt zwischen rd. 23.200 und 31.800 Besuchern. Im Jahre 2003 waren es aufgrund der guten Witterung knapp 45.000 Besu- cher. Abb. 5 städtische Freibäder 869.006 1.066.015 827.909 1.169.058 911.755 1.030.443 1.123.633 658.876 673.023 650.797 501.703 622.916 734.159 976.192 583.171 589.071 706.912 507.593 595.174 576.648 692.365 790.205 707.914 461.249 655.979 575.999 424.530 582.781 470.373 504.163 469.943 589.586 427.246 793.788 449.585 474.734 528.653 357.959 412.678 465.311 0 200.000 400.000 600.000 800.000 1.000.000 1.200.000 1.400.000 1970197119721973197419751976197719781979198019811982198319841985198619871988198919901991199219931994199519961997199819992000200120022003200420052006200720082009 Jahr Besucher Die 10 schlechtesten Besucherjahre sind in gelb gekennzeichnet. V50 12 4.2 Städtische Hallenbäder Bei den städtischen Hallenbädern - ohne Europa- und Fächerbad - ist der tendenzielle Besucher- rückgang auf ein geändertes Freizeitverhalten der Bevölkerung und auf die organisatorischen Än- derungen in der Bäderlandschaft Karlsruhe zurückzuführen. Mit dem Fächerbad seit 1982 und dem Europabad seit 2008 werden die mit Abstand beiden größten Hallenbäder nicht unmittelbar als städtische Bäder, sondern in der privaten Rechtsform als GmbH geführt. Ursache für das Absinken der Besucherzahlen in den Jahren 2003 und 2004 und deren Wiederan- stieg ab dem Jahr 2005 ist die sanierungsbedingte Schließung des Vierordtbades und dessen Wiedereröffnung im Dezember 2004. Die sinkende Besucherzahl ab dem Jahr 2008 hängt mit der Schließung des Tullabades und des Hallenbades Wettersbach sowie der Umwandlung des Hal- lenbades Grötzingen in ein Gruppenbad zusammen. Abb. 6 städtische Hallenbäder 855.995 756.796 751.711 738.210 723.577 823.212 751.776 727.815 707.210 673.826 679.006 633.653 565.133 537.504 498.870 506.478 535.790 548.065 510.351 498.457 468.021 462.223 461.437 444.094 421.177 385.659 358.723 366.709 377.208 376.227 408.883 395.016 398.657 363.510 341.947 399.799 414.392 445.660 352.453 321.569 0 100.000 200.000 300.000 400.000 500.000 600.000 700.000 800.000 900.000 1970197119721973197419751976197719781979198019811982198319841985198619871988198919901991199219931994199519961997199819992000200120022003200420052006200720082009 Jahr Besucher 4.3 Europabad Das Europabad wurde im März 2008 eröffnet. Eine grafische Darstellung der Besucherzahlen ist nicht sinnvoll, da nur für zwei Jahre Zahlen vorliegen. Im Jahr 2008 besuchten 266.963 Badegäste und im Jahr 2009 412.675 Badegäste das Europabad. V50 13 4.4 Fächerbad Das Fächerbad wurde 1982 im Mai eröffnet. Die Besucherzahlen bewegen sich seither in einer Bandbreite von rd. 320.000 bis 420.000 Besuchern jährlich. Seit 1984 liegt der monatliche Tagesschnitt in einem Korridor zwischen 1.300 Besuchern im Janu- ar, dann fallend bis August mit 1.000, einem Wiederanstieg bis November auf 1.200 und Rückgang im Dezember auf 1.050. Die Schwankungsbreite liegt bei ± 200 Besuchern. Eine „Sommerspitze“ gab es nur dreimal, 1983 im Juli, sowie 1984 und 1987 jeweils im August. Der Rückgang der Besucher am Wochenende beträgt gegenüber früheren Jahren rund 150 täg- lich. Dieser setzte bereits vor Eröffnung des Europabades ein, bedingt durch ein verändertes Frei- zeitverhalten der Bevölkerung. Das Europabad hat diesen Trend nun auch auf typische Badbe- suchstage (Schulferien und Feiertage) ausgedehnt. Ab 1990 wurden die Jahreszahlen durch die Vergrößerung der Saunaanlage gesteigert. Einfluss auf die Jahreszahlen hatten zeitweise Badschließungen im Einzugsgebiet (z.B. 2000/2001 Alb- gaubad Ettlingen) sowie mehr als 10 Tagen notwendiger Jahresschließung für Instandhaltungen. Seit 2008 liegt der Tagesdurchschnitt um 150 unterhalb der langjährigen Durchschnittswerte. Abb. 7 Fächerbad 167.622 322.650 372.687 351.804 333.946 360.560 350.861 347.462 363.447 360.237 360.714 346.130 354.877 349.426 358.962 368.803 388.564 407.924 420.527 421.010 384.573 375.050 383.807 357.390 348.361 349.066 349.236 327.452 0 50.000 100.000 150.000 200.000 250.000 300.000 350.000 400.000 450.000 1970197119721973197419751976197719781979198019811982198319841985198619871988198919901991199219931994199519961997199819992000200120022003200420052006200720082009 Jahr Besucher V50 14 4.5 Summe der Besucher städtische Hallenbäder, Europabad und Fä- cherbad Nachstehende Tabelle zeigt das gesamte Besucheraufkommen - der städtischen Hallenbäder seit 1970, - des Europabades seit 2008, - des Fächerbades seit 1982. Die Grafik veranschaulicht, dass die Besucherzahlen der städtischen Hallenbäder kontinuierlich sinken. Der starke Abfall der Jahresbesucher ab dem Jahre 2008 ist auf die Schließung des Tulla- bades und des Hallenbades Wettersbach zurückzuführen. Diese beiden Bäder hatten im letzten vollen Betriebsjahr 2007 rd. 89.000 (Tullabad) und rd. 31.000 (Hallenbad Wettersbach) Besucher. Gleichzeitig hatte die Therme Vierordtbad nach deren Sanierung einen Besucherzuwachs, der aber die wegfallenden Besucher des Tullabades und des Hallenbades Wettersbach nicht voll kom- pensierte. Im Gegensatz hierzu ist beim Fächerbad innerhalb einer Bandbreite von ca. 320.000 bis ca. 420.000 jährlichen Besuchern eine gewisse Konstanz ohne Trend erkennbar. Die Eröffnung des Europabades im März 2008 führte zu einer Steigerung der Gesamtbesucher- zahl. 2009 lag die Gesamtbesucherzahl der Karlsruher Hallenbäder ohne Oberwaldbad und Uni- versitätsbad bei 1,06 Millionen Besuchern. Jedoch ist aus der Grafik ablesbar, dass neben neu hinzugewonnen Badegästen, insbesondere aus dem größeren Einzugsbereich Baden, Pfalz und Elsass, auch eine geringe Wanderbewegung von den vorhandenen städtischen Bädern und dem Fächerbad zum Europabad stattgefunden hat. Abb. 8 Summe der Karlsruher Hallenbäder 855.995 756.796 751.711 738.210 723.577 823.212 751.776 727.815 707.210 673.826 679.006 633.653 565.133 537.504 498.870 506.478 535.790 548.065 510.351 498.457 468.021 462.223461.437 444.094 421.177 385.659 358.723 366.709 377.208376.227 408.883 395.016 398.657 363.510 341.947 399.799 414.392 445.660 352.453 321.569 167.622 322.650 372.687 351.804 333.946 360.560 350.861 347.462 363.447 360.237 360.714 346.130 354.877 349.426 358.962 368.803 388.564 407.924 420.527 421.010 384.573 375.050 383.807 357.390 348.361 349.066 349.236 327.452 266.963 412.675 0 200.000 400.000 600.000 800.000 1.000.000 1.200.000 1970197119721973197419751976197719781979198019811982198319841985198619871988198919901991199219931994199519961997199819992000200120022003200420052006200720082009 Jahr Besucher städt. HallenbäderFächerbadEuropabad V50 15 5. Betriebskostenzuschuss, Investitionsbedarf 5.1 Betriebskostenzuschuss Die bestehenden Frei- und Hallenbäder haben einen jährlichen - Zuschussbedarf zur Mitabdeckung der laufenden Betriebskosten sowie einen - Investitionsbedarf für bauliche und notwendige attraktivitätssteigernde Maßnahmen. Die jährlichen Betriebskosten bestehen überwiegend aus besucherunabhängigen Fixkosten (Per- sonalvorhaltung, Bauunterhaltung, Energiekosten, Abschreibungen und kalkulatorischem Zins), die die Etats der Badbetreiber nicht nur in Zeiten einer angespannten Haushaltslage spürbar belasten. Die nicht durch bädereigene Erlöse gedeckten Betriebskosten müssen durch Zuschüsse aufgefan- gen werden. So gleicht die Stadt Karlsruhe den Fehlbetrag der eigenen Bäder durch Ausweisung im Haushalts- plan aus. Die Fehlbeträge für das Europabad bzw. für Fächerbad und Oberwaldbad werden durch Transferleistungen aus dem städtischen Haushalt ausgeglichen. 5.2 Investitionsbedarf Der Investitionsbedarf unterscheidet sich in so genannte - x2-Maßnahmen, das sind in der Regel aktivierungspflichtige Instandhaltungs-, Bauunterhal- tungs- bzw. Modernisierungsmaßnahmen und - x3-Maßnahmen, das sind über den vorhandenen Bestand hinausgehende Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität. Die x1-Maßnahmen bewegen sich außerhalb des Investitionsbereiches, sie stellen den nicht akti- vierungspflichtigen Aufwand für Bauunterhaltung dar und sind in den jährlichen Betriebskosten enthalten. Die Finanzierung der Investitionsmaßnahmen für die städtischen Bäder erfolgt über die Veran- schlagung im Investitionshaushalt der Stadt Karlsruhe (Gesamtdeckungsprinzip). Neuinvestitionen im Europabad werden über den jährlich vom Aufsichtsrat festzusetzenden Inves- titionsplan abgewickelt. Die Finanzierung erfolgt dabei ausschließlich aus Mitteln der Abschreibun- gen. Das Fächerbad wurde mit 60% Zuschüssen von Stadt, Land und Bund finanziert, zu 40% über Bankdarlehen. Die Abschreibung erstreckt sich damit nur auf 40% der Investitionssumme. Der GmbH wurde zunächst im Rahmen des Betriebskostenzuschusses nur der Anteil der Abschrei- bung ersetzt, der zum Erhalt der Liquidität für die Tilgung benötigt wurde. Nachfolgende Investitio- V50 16 nen oder größere Ersatzinvestitionen wurden durch kurzfristige (Kontokorrent) und neue langfristi- ge Darlehen finanziert, soweit sie nicht durch das Betriebsergebnis ermöglicht wurden. Die Höhe des Betriebskostenzuschusses für das Fächerbad hat sich nicht am jährlichen Ergebnis im Sinne einer Verlustabdeckung orientiert, sondern am Defizit eines Bezirkshallenbades (Weiherhofbad) mit Berücksichtigung eines Mehraufwandes für das 50m-Schwimmbecken. Die demzufolge über viele Jahre -insbesondere bis 1995- entstandenen jährlichen Defizite haben zu einem negativen Eigenkapital geführt, das ab 2009 bis 2018 durch jährliche fixe Zahlungen der Stadt Karlsruhe und der KVVH abgebaut werden soll (nachträgliche Verlustabdeckung). Mit einem Planungshorizont von 10 Jahren wurden 2007 Gutachten zu Gebäude und Technik für anstehende x2-Maßnahmen im Fächerbad erstellt. Für deren Umsetzung leistet die Stadt einen Investitionskostenzuschuss von 70%. Gleichzeitig wurde ein Entwicklungskonzept für x3-Maßnahmen erstellt, deren Finanzierung über neue Darlehen erfolgen soll. Das Bäderkonzept verfolgt das Ziel, ein insgesamt verbessertes wirtschaftliches Gesamter- gebnis zu erzielen. Der in diesem Kontext zu entwickelnde Maßnahmen- und Prioritätenka- talog soll dazu dienen, nachhaltig einen Anstieg der Defizite kurzfristig zu verhindern. Bei dieser Betrachtung werden die Freibäder - Rheinstrandbad Rappenwört, - Sonnenbad, - Freibad Rüppurr, - Turmbergbad, die Hallenbäder - Weiherhofbad, - Adolf-Ehrmann-Bad, - Hallenbad Grötzingen, - Therme Vierordtbad sowie das - Europabad und das - Fächerbad Bestandteil der Untersuchung sein. Die anderen Bäder - Freibad Wolfartsweier, - Albschule, - Oberwaldbad, - Universitätsbad KIT und das - Hallenbad in der Sportschule Schöneck werden der Vollständigkeit wegen lediglich mit deren Eckdaten dargestellt. V50 17 Die Stand 2010 bekannten Investitionsmaßnahmen beruhen mit ihrem Mittelbedarf auf Schätzun- gen, welche sich an aktuell marktüblichen Preisen orientieren, jedoch nach oben oder unten ab- weichen können. Eine bessere Kostenabschätzung ist erst nach einer zeitnahen, detaillierten Planung möglich. Die Zeiträume, in denen Investitionsbedarfe notwendig sind: kurz (bis 3 Jahre) Priorität A mittel (bis 7 Jahre) Priorität B lang (bis 10 Jahre) Priorität C Abb. 9 x2 und x3 Investitionsvolumen nach Priorität A, B, C K'her-Bäder 2011 bis 2020 18,608 Mio.€ 30,035 Mio.€ 2,214 Mio.€ 0 Mio.€ 5 Mio.€ 10 Mio.€ 15 Mio.€ 20 Mio.€ 25 Mio.€ 30 Mio.€ 35 Mio.€ Priorität APriorität BPriorität C Euro Priorität APriorität BPriorität C In der - Priorität A ist ein zusätzlicher Investitionsbedarf von 18,61 Mio. €, in der - Priorität B von 30,04 Mio. € und in der - Priorität C von 2,21 Mio. € notwendig. Insgesamt sind Investitionen von knapp 50,86 Mio. € innerhalb der nächsten 10 Jahre notwendig, um die Karlsruher Bäder ordentlich, den öffentlichen Auflagen entsprechend und wettbewerbsfähig betreiben zu können. Die jährlich notwendigen Bau- unterhaltungskosten sind hierbei nicht berücksichtigt. V50 18 Abb. 10 x2 Investitionsvolumen K'her-Bäder 2011 bis 2020 4,520 Mio.€ 0,120 Mio.€0,120 Mio.€ 0,300 Mio.€ 1,420 Mio.€ 0,120 Mio.€ 0,250 Mio.€ 1,020 Mio.€ 0,000 Mio.€ 1,578 Mio.€ 3,950 Mio.€ 8,140 Mio.€ 0,290 Mio.€ 1,090 Mio.€ 1,150 Mio.€ 2,150 Mio.€ 3,750 Mio.€ 0,500 Mio.€ 0,000 Mio.€ 2,935 Mio.€ 0,000 Mio.€0,000 Mio.€ 0,300 Mio.€ 0,000 Mio.€ 0,100 Mio.€ 0,000 Mio.€0,000 Mio.€ 0,050 Mio.€ 0,000 Mio.€ 0,864 Mio.€ 0 Mio.€ 1 Mio.€ 2 Mio.€ 3 Mio.€ 4 Mio.€ 5 Mio.€ 6 Mio.€ 7 Mio.€ 8 Mio.€ 9 Mio.€ RappenwörtSonnenbadFreibad Rüppurr Turmbergbad WeiherhofbadAdolf- Ehrmann-Bad Hallenbad Grötzingen VierordtbadEuropabadFächerbad Euro Priorität APriorität BPriorität C Abb. 11 x3 Investitionsvolumen K'her-Bäder 2011 bis 2020 0,000 Mio.€0,000 Mio.€0,000 Mio.€0,000 Mio.€0,000 Mio.€0,000 Mio.€0,000 Mio.€0,000 Mio.€ 0,800 Mio.€ 8,360 Mio.€ 0,000 Mio.€0,000 Mio.€ 0,200 Mio.€ 0,000 Mio.€0,000 Mio.€0,000 Mio.€0,000 Mio.€ 2,680 Mio.€ 3,100 Mio.€ 0,100 Mio.€ 0,000 Mio.€0,000 Mio.€0,000 Mio.€0,000 Mio.€0,000 Mio.€0,000 Mio.€0,000 Mio.€0,000 Mio.€0,000 Mio.€ 0,900 Mio.€ 0 Mio.€ 1 Mio.€ 2 Mio.€ 3 Mio.€ 4 Mio.€ 5 Mio.€ 6 Mio.€ 7 Mio.€ 8 Mio.€ 9 Mio.€ RappenwörtSonnenbadFreibad Rüppurr Turmbergbad WeiherhofbadAdolf- Ehrmann-Bad Hallenbad Grötzingen VierordtbadEuropabadFächerbad Euro Priorität APriorität BPriorität C V50 19 Abb. 12 x2 und x3 Investitionsvolumen K'her-Bäder 2011 bis 2020 4,520 Mio.€ 0,120 Mio.€0,120 Mio.€ 0,300 Mio.€ 1,420 Mio.€ 0,120 Mio.€ 0,250 Mio.€ 1,020 Mio.€ 0,800 Mio.€ 9,938 Mio.€ 3,950 Mio.€ 8,140 Mio.€ 0,490 Mio.€ 1,090 Mio.€ 1,150 Mio.€ 2,150 Mio.€ 3,750 Mio.€ 3,180 Mio.€ 3,100 Mio.€ 3,035 Mio.€ 0,000 Mio.€0,000 Mio.€ 0,300 Mio.€ 0,000 Mio.€ 0,100 Mio.€ 0,000 Mio.€0,000 Mio.€ 0,050 Mio.€ 0,000 Mio.€ 1,764 Mio.€ 0 Mio.€ 2 Mio.€ 4 Mio.€ 6 Mio.€ 8 Mio.€ 10 Mio.€ 12 Mio.€ RappenwörtSonnenbadFreibad Rüppurr Turmbergbad WeiherhofbadAdolf- Ehrmann-Bad Hallenbad Grötzingen VierordtbadEuropabadFächerbad Euro Priorität APriorität BPriorität C V50 20 Abb. 13 Aufzählung der Einzelmaßnahmen x2 mit geschätzten Kosten. Die Abkürzungen der Badnamen sind aus den folgenden Summenzusammenfassungen ersichtlich. Priorität APriorität BPriorität C Jahr eingeplant Badgeplante Investitionsmaßnahmen von 2011 bis 2020 2011-20132014-20172018-2020 Einzelne Maßnahmen x2 20112011 RA Errichtung einer Kassenanlage0,120 Mio.€0,120 Mio.€ 2013 RA Restaurant Rappenwört, Generalsanierung (grober Schätzwert)4,000 Mio.€4,000 Mio.€ 2014 RA Verlagerung der Werkstatt und Ersatzbau für Kiosk0,400 Mio.€0,400 Mio.€ 2015 RA Sanierung und Attraktivierung Planschbecken (mit Technik + Schwallwasserbehälter), Schätzkosten 2,000 Mio.€2,000 Mio.€ 2015 RA Umkleidegebäude beim WB / Herrenseite: Sanierung Solaranlage, Duschwasservorwärmung, Einbau Zentralheizung in Büro, Personalraum, DRK-Raum, Sanierung der Sanitär- und Duschräume 0,600 Mio.€0,600 Mio.€ 2015 RA Milchhäusle (Sanierung ca. 200.000 € oder Abriss ca. 50.000 € ?)0,200 Mio.€0,200 Mio.€ 2015 RA Instandsetzung Ein- und Auslassbauwerk beim Naturbecken mit Reaktivierung des Naturbeckens 0,950 Mio.€0,950 Mio.€ 2015 RA Herrichten Anschlussgelände MZB 2 (derzeit Grüngutlagerung) Erneuerung / Erweiterung Spielplatz 0,200 Mio.€0,200 Mio.€ 20112011 SO Erneuerung der Kassenanlage0,120 Mio.€0,120 Mio.€ 2015 SO Generalsanierung Schwimmer-/Nichtschwimmer-/Planschbecken Beckendurchströmung über Überlaufrinne Beckenkopf (Wasserverlust täglich rd. 17 m³) Errichtung unterirdischer Schwallwasserbehälter Erneuerung der gesamten Wasseraufbereitungsanlage Erneuerung Sanitär-/Heizungs-/Lüftungsanlage im Umkleidebereich Neugestaltung gesamter Umkleidebereich Schaffung Aufenthaltsraum für Herbst-/Frühjahrsbetrieb Neuorganisation Eingangsbereich -behindertengerecht- 8,000 Mio.€8,000 Mio.€ 2015 SO Herrichten der Zaunanlage0,060 Mio.€0,060 Mio.€ 2015 SO Attraktivierung Spielangebote0,050 Mio.€0,050 Mio.€ 2015 SO Erneuerung der Schwimmbadabdeckung0,030 Mio.€0,030 Mio.€ 20112011 RÜ Errichtung einer Kassenanlage0,120 Mio.€0,120 Mio.€ 2015 RÜ Dach- und Innensanierung Kiosk / Pavillonbau0,150 Mio.€0,150 Mio.€ 2015 RÜ Ersatzbeschaffung Großrutsche0,140 Mio.€0,140 Mio.€ 2019 RÜ Sanierung Solarabsorbermatte + Dach0,300 Mio.€0,300 Mio.€ 20112011 TM Errichtung einer Kassenanlage0,120 Mio.€0,120 Mio.€ 20112011 TM Sanierung Spielplatz0,100 Mio.€0,100 Mio.€ 2013 TM Bockrutsche Nichtschwimmerbecken erneuern0,080 Mio.€0,080 Mio.€ 2015 TM Parkplatzsanierung0,600 Mio.€0,600 Mio.€ 2015 TM Filtergebäude: Sanierung der öffentlichen Umkleide und Sanitätsräume, Dachdämmung, Einbau neuer Dachflächenfenster 0,250 Mio.€0,250 Mio.€ 2015 TM Ersatzbeschaffung Großrutsche0,140 Mio.€0,140 Mio.€ 2015 TM Betriebshof0,100 Mio.€0,100 Mio.€ 20112011 WH Erneuerung der Kassenanlage0,120 Mio.€0,120 Mio.€ 2013 WH Generalsanierung: komplette Sanitärinstallation, elektrische Anlagen, Lüftung Umkleidebereich barrierefreie Umkleiden 1,300 Mio.€1,300 Mio.€ 2015 WH Heizungsanlage und Warmwasserbereitung erneuern0,350 Mio.€0,350 Mio.€ 2015 WH Badewasseraufbereitungsanlage0,300 Mio.€0,300 Mio.€ 2015 WH Beckenumgang abdichten und neu fließen0,200 Mio.€0,200 Mio.€ 2015 WH Mess- und Regeltechnik erneuern0,100 Mio.€0,100 Mio.€ 2015 WH Attraktivierung Außensauna0,100 Mio.€0,100 Mio.€ 2015 WH Betonsanierung0,100 Mio.€0,100 Mio.€ 2019 WH Kinderbeckensanierung-/Attraktivierung0,100 Mio.€0,100 Mio.€ 20112011 NT Erneuerung der Kassenanlage0,120 Mio.€0,120 Mio.€ 2015 NT Lüftungsanlage, Heizung, Elektro0,600 Mio.€0,600 Mio.€ 2015 NT Fassadenenergiesanierung0,500 Mio.€0,500 Mio.€ 2015 NT Sanierung Saunabereich0,500 Mio.€0,500 Mio.€ 2015 NT Komplette Mess- und Regeltechnik für Heizung und Warmwasserbereitung 0,450 Mio.€0,450 Mio.€ 2015 NT Barrierefreier Umbau0,100 Mio.€0,100 Mio.€ 2013 GR Sanierung Beckenkopf + Beckenumgang0,250 Mio.€0,250 Mio.€ 2015 GR Erneuerung Technik, Wasser-, Heizungs-, Sanitärtechnik, Lüftung3,000 Mio.€3,000 Mio.€ 2015 GR Fassadensanierung - energetisch verbessern0,500 Mio.€0,500 Mio.€ 2015 GR Barrierefreier Umbau0,250 Mio.€0,250 Mio.€ 2011 VB Dampfbad0,070 Mio.€0,070 Mio.€ 2013 VB Sanierung und Neugestaltung Innenhof West inkl. Saunen und Außenbecken, Neugestaltung der Liege- und Bewegungsflächen 0,700 Mio.€0,700 Mio.€ 2013 VB Einbau Lüftungsanlage Umkleiden0,250 Mio.€0,250 Mio.€ 2015 VB Dacheindeckung Flure, Kopfbau West und Ost, und "absoluter Ruheraum"0,250 Mio.€0,250 Mio.€ 2015 VB Sanierung und Neugestaltung Innenhof Ost "Kneippbecken"0,250 Mio.€0,250 Mio.€ 2018 VB Warmwasserbereitung / Warmwasserspeicher0,050 Mio.€0,050 Mio.€ 20112011 FÄ Maßnahmen der Priorität A0,318 Mio.€0,318 Mio.€ 20122012 FÄ Maßnahmen der Priorität A0,323 Mio.€0,323 Mio.€ 20132013 FÄ Maßnahmen der Priorität A0,937 Mio.€0,937 Mio.€ 20142014 FÄ Maßnahmen der Priorität B0,186 Mio.€0,186 Mio.€ 20152015 FÄ Maßnahmen der Priorität B1,525 Mio.€1,525 Mio.€ 20162016 FÄ Maßnahmen der Priorität B0,948 Mio.€0,948 Mio.€ 20172017 FÄ Maßnahmen der Priorität B0,276 Mio.€0,276 Mio.€ 20182018 FÄ Maßnahmen der Priorität C0,864 Mio.€0,864 Mio.€ 9,448 Mio.€23,955 Mio.€1,314 Mio.€ 34,717 Mio.€ Quersumme V50 21 Abb. 14 Summe der Maßnahmen x2 Summe der Maßnahmen x2 Priorität APriorität BPriorität CQuersumme RA Rappenwört 4,520 Mio.€3,950 Mio.€8,470 Mio.€ SO Sonnenbad 0,120 Mio.€8,140 Mio.€8,260 Mio.€ RÜ Freibad Rüppurr 0,120 Mio.€0,290 Mio.€0,300 Mio.€0,710 Mio.€ TM Turmbergbad 0,300 Mio.€1,090 Mio.€1,390 Mio.€ WH Weiherhofbad 1,420 Mio.€1,150 Mio.€0,100 Mio.€2,670 Mio.€ NT Adolf-Ehrmann-Bad 0,120 Mio.€2,150 Mio.€2,270 Mio.€ GR Hallenbad Grötzingen 0,250 Mio.€3,750 Mio.€4,000 Mio.€ VB Vierordtbad 1,020 Mio.€0,500 Mio.€0,050 Mio.€1,570 Mio.€ EP Europabad FÄ Fächerbad 1,578 Mio.€2,935 Mio.€0,864 Mio.€5,377 Mio.€ 9,448 Mio.€23,955 Mio.€1,314 Mio.€ 34,717 Mio.€ Abb. 15 Aufzählung der Einzelmaßnahmen x3 mit geschätzten Kosten Priorität APriorität BPriorität C Jahr eingeplant Badgeplante Investitionsmaßnahmen von 2011 bis 2020 2011-20132014-20172018-2020 Einzelne Maßnahmen x3 Priorität APriorität BPriorität CQuersumme 2015 RÜ Flussbadestelle an der Alb0,200 Mio.€0,200 Mio.€ 2015 VB Thermalwassererschließung1,500 Mio.€1,500 Mio.€ 2015 VB Erweiterung Saunaangebot (Schnee- und/oder Salzkabine)0,300 Mio.€0,300 Mio.€ 2015 VB Ausbau Kopfbau West für Medical Wellness0,400 Mio.€0,400 Mio.€ 2015 VB Fitnesscenter Gartenhalle, bauliche Vorbereitung0,300 Mio.€0,300 Mio.€ 2015 VB Umnutzung Lichthof Böhlerbau / Gartenhalle z.B. Gradierwerk0,150 Mio.€0,150 Mio.€ 2015 VB Kaminzimmer (Ruheraum)0,030 Mio.€0,030 Mio.€ 2011 EP Außensaunen + Ruhehaus0,500 Mio.€0,500 Mio.€ 20122012 EP Raketenrutsche0,300 Mio.€0,300 Mio.€ 20142014 EP Erdsauna0,300 Mio.€0,300 Mio.€ 2015 EP Black-Hole-Röhrenrutsche0,400 Mio.€0,400 Mio.€ 2015 EP Tauchbecken außen, Kneippbecken0,250 Mio.€0,250 Mio.€ 2015 EP Hängebrücke0,150 Mio.€0,150 Mio.€ 20162016 EP Solebecken im Außenbereich 2,000 Mio.€2,000 Mio.€ 20112011 FÄ Vorplanung Kombibad0,110 Mio.€0,110 Mio.€ 20122012 FÄ Wettbewerb und Entwurfsplanung Kombibad0,250 Mio.€0,250 Mio.€ 20132013 FÄ Erweiterung zum Kombibad (Baubeginn 10/2012)4,000 Mio.€4,000 Mio.€ 20142014 FÄ Erweiterung zum Kombibad (Fertigstellung 5/2014)4,000 Mio.€4,000 Mio.€ 20172017 FÄ Neuanlage Saunagarten mit Erdsauna0,100 Mio.€0,100 Mio.€ 20192019 FÄ Badeteich im Saunagarten mit Saunahaus0,900 Mio.€0,900 Mio.€ 9,160 Mio.€6,080 Mio.€0,900 Mio.€ 16,140 Mio.€ Quersumme Abb. 16 Summe der Maßnahmen x3 Summe der Maßnahmen x3 Priorität APriorität BPriorität CQuersumme RA Rappenwört SO Sonnenbad RÜ Freibad Rüppurr 0,200 Mio.€0,200 Mio.€ TM Turmbergbad WH Weiherhofbad NT Adolf-Ehrmann-Bad GR Hallenbad Grötzingen VB Vierordtbad 2,680 Mio.€2,680 Mio.€ EP Europabad 0,800 Mio.€3,100 Mio.€3,900 Mio.€ FÄ Fächerbad 8,360 Mio.€0,100 Mio.€0,900 Mio.€9,360 Mio.€ 9,160 Mio.€6,080 Mio.€0,900 Mio.€ 16,140 Mio.€ Abb. 17 Summe der Maßnahmen x2 und x3 Summe der Maßnahmen x2 und x3 Priorität APriorität BPriorität CQuersumme RA Rappenwört 4,520 Mio.€3,950 Mio.€8,470 Mio.€ SO Sonnenbad 0,120 Mio.€8,140 Mio.€8,260 Mio.€ RÜ Freibad Rüppurr 0,120 Mio.€0,490 Mio.€0,300 Mio.€0,910 Mio.€ TM Turmbergbad 0,300 Mio.€1,090 Mio.€1,390 Mio.€ WH Weiherhofbad 1,420 Mio.€1,150 Mio.€0,100 Mio.€2,670 Mio.€ NT Adolf-Ehrmann-Bad 0,120 Mio.€2,150 Mio.€2,270 Mio.€ GR Hallenbad Grötzingen 0,250 Mio.€3,750 Mio.€4,000 Mio.€ VB Vierordtbad 1,020 Mio.€3,180 Mio.€0,050 Mio.€4,250 Mio.€ EP Europabad 0,800 Mio.€3,100 Mio.€3,900 Mio.€ FÄ Fächerbad 9,938 Mio.€3,035 Mio.€1,764 Mio.€ 14,737 Mio.€ 18,608 Mio.€30,035 Mio.€2,214 Mio.€ 50,857 Mio.€ V50 22 6. Entwicklung der Bäderzuschüsse Die Entwicklung der Zuschüsse wird auf der Basis vergangener Jahre prognostiziert. 6.1 Städtische Freibäder Die Schätzung der Zuschüsse von 2010 bis 2020 wurde auf der Basis tatsächlich angefallener Kosten und Erlöse der Jahre 1990 bis 2009 linear vorgenommen. Gleichzeitig sind die Besucher- zahlen für die kommenden Jahre 2010 bis 2020 aus den Besucherzahlen der Jahre 1990 bis 2009 linear geschätzt. Nicht beeinflussbare Kostenentwicklungen, das Freizeitverhalten der Bevölkerung sowie die abso- lut wetterabhängige Besucherfrequenz der Freibäder können schwerlich vorhergesagt werden. Der Trend beim Zuschuss zeigt einen stetigen, leicht steigenden Verlauf, während die Besucherzahlen eindeutig abwärts gerichtet sind. Die erkennbaren Spitzen sowohl beim Zuschussbedarf -nach unten- als auch bei den Besucherzahlen -nach oben- sind auf den Jahrhundertsommer im Jahr 2003 zurückzuführen. Für die Vorausberechnung des Zuschusses wurde der Mittelwert der Jahre 1990 bis 2009 für das Jahr 2010 angenommen und danach mit einem Faktor von 1,03 pa. bis zum Jahr 2020 hochgerechnet. Abb. 18 Städtische Freibäder 0 500.000 1.000.000 1.500.000 2.000.000 2.500.000 3.000.000 3.500.000 4.000.000 4.500.000 5.000.000 5.500.000 6.000.000 90919293949596979899000102030405060708091011121314151617181920 Jahr Euro 0 200.000 400.000 600.000 800.000 Besucher Zuschuss Besucher Trend Besucher V50 23 6.2 Städtische Hallenbäder Ein linearer Trend für die Schätzung des zukünftigen Zuschussbedarfs der städtischen Hallenbä- der für die kommenden Jahre würde ein falsches Bild geben (fallender Trend). Die Senke beim Zuschuss von 2002 bis 2004 ist auf die Schließung der Therme Vierordtbad zurückzuführen. Der ab 2005 folgende Anstieg ist auf die Wiedereröffnung der Therme Vierordtbad im Dezember 2004 mit den dann für die Therme Vierordtbad höher anfallenden laufenden Kosten inkl. AfA und kalku- latorischem Zins zurückzuführen. Der steile Abfall ab dem Jahr 2008 ist die positive Folge der Schließung des Tullabades und des Hallenbades Wettersbach sowie die Umwandlung des Hallen- bades Grötzingen in ein Gruppenbad. Als Trend für die kommenden Jahre ist ab 2010 wieder ein Anstieg des Zuschussbedarfs entspre- chend der allgemeinen Kostensteigerung anzunehmen. Hier wird wie im Europabad mit einem jährlichen Steigerungsfaktor von 1,03 p.a. gerechnet. Aus den gleichen Gründen (Sanierung Therme Vierordtbad, Schließung Tullabad und Hallenbad Wettersbach) verlief die zurückliegende Entwicklung der Besucherzahlen analog zu der Zuschuss- entwicklung. Künftig wird die Besucherzahl der städtischen Hallenbäder dem langjährigen, stetig sinkenden Trend folgen. Vergleiche hierzu auch das Schaubild bei Ziffer 4.2./Abb. 6. Zur Zuschussberechnung (Kosten minus Erlöse) wurden die Erlöse sowie die Kosten ab dem Jahr 2010 mit dem Faktor 1,03 p.a. hochgerechnet. Abb. 19 Städtische Hallenbäder 0 500.000 1.000.000 1.500.000 2.000.000 2.500.000 3.000.000 3.500.000 4.000.000 4.500.000 5.000.000 5.500.000 6.000.000 90919293949596979899000102030405060708091011121314151617181920 Jahr Euro 0 100.000 200.000 300.000 400.000 500.000 600.000 700.000 800.000 Besucher Zuschuss Besucher Trend Besucher V50 24 6.3 Karlsruher Bäder GmbH/Europabad Die Zuschüsse für die Jahre 2008 (Rumpfjahr März bis Dezember) und 2009 entsprechen den Jahresabschlüssen. Für 2010 stammen die Zahlen aus der Ergebnisvorschau. Die Zuschüsse für 2011 bis 2015 sind der Wirtschaftsplanung entnommen. Ab dem Jahr 2016 sind die Zuschüsse mit dem Faktor 1,03 hochgerechnet. Der Trend bei den Zuschüssen bis 2015 zeigt einen fallenden und ab 2016 aufgrund der Hochrechnung mit dem Faktor 1,03 einen leicht steigenden Verlauf. In der Gemeinderatsvorlage zum Grundsatzbeschluss "Neues Freizeitbad" vom 18.05.2004 war ausgeführt, dass bei Eröffnung des Neuen Freizeitbades und Schließung des Tullabades, des Hal- lenbades Wettersbach, des Freibades Wolfartsweier und Umwandlung des Hallenbades Grötzin- gen in ein Gruppenbad der städtische Zuschuss für die Bäder um rund 51.000 € reduziert wird. Dies ist nicht eingetreten. Basis waren die Jahresergebnisse dieser Bäder des Jahres 2002. Berechnung für den Grundsatzbeschluss vom 18.05.2004 In 2004 berechneter wegfallender Zuschuss ohne AfA/Zins - 1.319.311 € verbleibender Zuschuss -Bauunterhaltungskosten- + 4.220 € Saldo = wegfallender Zuschuss - 1.315.091 € in 2004 berechneter Zuschussbedarf Neues Freizeitbad -inkl. AfA/Zins- + 1.263.841 € Saldo -in 2004 berechneter Minderzuschuss- - 51.250 € Berechnung nach den Ergebnissen 2009 Zuschuss ohne AfA/Zins im Jahr 2002 für Tullab./Wettersb./Wolfartsw./Grötz. - 1.441.631 € Zuschuss 2009 für Tullabad/Wettersbach/Wolfartsweier/Grötzingen + 233.442 € (hiervon 222.470 € Zuschuss für Grötzingen als Gruppenbad) Saldo = tatsächlich weggefallener Zuschuss - 1.208.189 € Zuschussbedarf Europabad für 2009 -inklusive AfA/Zins- + 3.625.680 € Saldo -Mehrzuschuss- + 2.417.491 € Bei der Kalkulation des künftigen Betriebskostenzuschusses für das "Neue Freizeitbad" gab es keine Erfahrungswerte. Daher wurden die Kostenstruktur und eine Kostengröße mit Faktor 5 an- genommen, die einem Bezirkshallenbad entsprachen. Grundlage war das Ergebnis des Weiher- hofbades von 2002, dessen Betriebskosten mit dem fünffachen Wert angenommen wurden. Die Personalkosten wurden nach einer Stellenplanung und nach den damaligen Entgeltgruppen be- rechnet. AfA und Zins orientierten sich an einer Investitionssumme von 25,8 Mio. €, den unter- schiedlichen Abschreibungszeiträumen und einem angenommenen kalkulatorischem Zinssatz von 6 %. V50 25 Gegenüberstellung der in 2004 berechneten und der tatsächlichen Kosten des Jahres 2009: berechnet in Ergebnis Saldo 2004 2009 2009 ./. 2004 Summe Erlöse 3.244.340 € 3.021.419 € -222.921 € Personalkosten 1.212.439 € 1.534.134 € 321.695 € Heizung 159.435 € 363.669 € 204.234 € Strom 212.945 € 412.124 € 199.179 € Wasser/Abwasser 157.360 € 257.373 € 100.013 € Übrige Kosten 460.740 € 1.550.447 € 1.089.707 € AfA/Zinsen 2.305.262 € 2.529.352 € 224.090 € Summe Kosten 4.508.181 € 6.647.099 € 2.138.918 € Zuschussbedarf 1.263.841 € 3.625.680 € 2.361.839 € Die Personalkosten von rd. 1,534 Mio. € beinhalten rd. 0,523 Mio. € Erstattungen an die Stadt Karlsruhe für das an das Europabad ausgeliehene Personal der städtischen Bäder. Die Bauunterhaltung mit über 200.000 € war in der Vorausberechnung mit 100.000 € veranschlagt. Durch Nachbesserungen am Gebäude und in der Technik war ein Mehraufwand erforderlich. Die Kosten für Heizung, Strom, Wasser und Abwasser 2009 betrugen rd. 1,033 Mio. € gegenüber veranschlagten rd. 0,530 Mio. €. Für die Kosten für Werbemaßnahmen waren analog dem Weiherhofbad nur geringe Beträge in- nerhalb der übrigen Kosten veranschlagt. Der Werbeaufwand für das Europabad betrug im Jahr 2009 rund 411.000 €. Aufgrund der Anlaufschwierigkeiten des Europabades waren zusätzliche Maßnahmen erforderlich die sich auf die Personalkosten und auf den Werbeaufwand auswirkten. Zur Einsparung der Ener- giekosten werden die Verbrauchswerte inzwischen selektiver und in kürzeren Zeitintervallen er- fasst und ausgewertet und wo machbar, der Verbrauch gezielt gesteuert. In kaufmännischer Voraussicht werden die jährlichen Kosten im Wirtschaftsplan mit steigender Tendenz angesetzt. Gleichfalls werden auch die Erlöse mit steigender Tendenz veranschlagt. Per Saldo ergibt sich daraus bis 2015 ein sinkender Zuschuss, der in der Prognose ab 2016 jedoch ansteigt. Siehe hierzu die Abbildung 20. Aussagen über die Besucherentwicklung können aufgrund der geringen Erfahrungswerte nur schwer getroffen werden. Festzustellen ist derzeit eine steigende Tendenz insbesondere auch durch den steigenden Bekanntheitsgrad des Europabades und den stetigen Abbau des ursprüng- lich schlechten Images aufgrund der Probleme mit der Eröffnung und der damit verbundenen ne- gativen Presseberichterstattung. V50 26 Erfahrungsgemäß steigen die Besucherzahlen eines neuen Bades in den ersten drei bis fünf Be- triebsjahren kontinuierlich an und sinken dann wieder, wenn der "Reiz des Neuen" verblasst ist. Im Jahr 2010 werden rund 430.000 Besucher erwartet. Diese Besucherzahl wird voraussichtlich noch bis 2013 erreicht werden. Danach wäre bei einer unveränderten Angebotspalette wieder mit sin- kenden Besucherzahlen zu rechnen. Um dem entgegen zu wirken ist vorgesehen, kontinuierlich in attraktivitätssteigernde Maßnahmen (so genannte x3-Maßnahmen) zu investieren, damit die Besu- cherzahlen zumindest konstant bei 430.000 bleiben (siehe Ziffer 5.2) Die Besucherzahlen beinhalten auch das Schul- und Vereinsschwimmen. Abb. 20 Europabad 0 500.000 1.000.000 1.500.000 2.000.000 2.500.000 3.000.000 3.500.000 4.000.000 4.500.000 5.000.000 5.500.000 6.000.000 2008200920102011201220132014201520162017201820192020 Jahr Euro 0 100.000 200.000 300.000 400.000 500.000 600.000 700.000 800.000 Besucher Zuschuss Besucher Trend Besucher V50 27 6.4 Fächerbad Karlsruhe GmbH/Fächerbad Das Fächerbad zeigt über die Jahre eine relativ konstante Besuchszahl. Aufgrund der Besuchs- struktur kann von einer Fortsetzung ausgegangen werden, wobei die Rückgänge seit 2008 bei Familien und Saunabesuchern aus dem Bestand nicht kompensiert werden können. Für zusätzli- che Sportangebote fehlen entsprechende Wasserflächen. Im Zuge der Instandhaltung stehen Maßnahmen an, die eine längere Schließzeit erfordern. Die Planung sieht vor, diese erst im Zuge bzw. nach einer Baderweiterung zum Kombibad durchzuführen. Hierdurch kann die Zeit einer Komplettschließung verkürzt werden. Die damit verbundenen Besuchsrückgänge, sowie ein Besu- cheranstieg aufgrund der Investitionsmaßnahmen, sind in den Jahren 2014 bis 2020 berücksich- tigt. Bis 2008 wurden Instandhaltungsmaßnahmen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und nicht aktiviert. Die anstehenden Instandhaltungen lassen insbesondere im Energiebereich eine deutliche Verbesserung erwarten. Dies, wie die anfallenden Kapitalkosten bei einer Darlehensfi- nanzierung, wurde in die Vorschau einberechnet. Der Anstieg des Zuschussbedarfs begründet sich weitgehend aus den Kapitalkosten. Mit der geplanten Erweiterung des Sauna-Gartenbereichs ab 2017 kann die wirtschaftliche Lage durch zusätzliche Erträge weiter verbessert werden. Abb. 21 Fächerbad 0 500.000 1.000.000 1.500.000 2.000.000 2.500.000 3.000.000 3.500.000 4.000.000 4.500.000 5.000.000 5.500.000 6.000.000 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 Jahr Euro 0 100.000 200.000 300.000 400.000 500.000 600.000 700.000 800.000 Besucher Zuschuss Besucher Trend BesucherTrend Zuschuss V50 28 7. Positionierung der Bäder 7.1 Zielgruppenanalyse und Positionierung der Bäder Für eine große Stadt wie Karlsruhe ist eine strukturierte Bäderlandschaft für unterschiedliche Be- dürfnisse, Zielgruppen und Wetterbedingungen vorzuhalten, um der Bevölkerung ein abgestimm- tes und nachhaltiges Freizeit- und Badeangebot bieten zu können. Die unterschiedliche Angebotsstruktur der einzelnen Frei- und Hallenbäder spricht unterschiedliche Zielgruppen an. In den folgenden Darstellungen werden die Karlsruher Bäder einzelnen oder meh- reren Zielgruppen zugeordnet. Diese Unterscheidung kann im Einzelfall differieren, orientiert sich aber an den bisher gemachten Betriebserfahrungen. Es ist dringend notwendig, dass die einzelnen Bäder und Bädertypen unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Hierbei geht es nicht um eine Maximierung der Besucherzahl in einem einzelnen Bad, sondern um die klare Positionierungen jedes Bades. Dadurch wird der Wettbewerb unter den Bädern reduziert und ein Kannibalisierungs- effekt vermieden. Mit der abgestimmten Bäderlandschaft, in der nicht jedes Bad alles anbietet, sondern sich auf weniger Angebote fokussiert, wird insgesamt ein größeres Angebotsspektrum erreicht. Dadurch verbreitet sich auch die Kundenstruktur. So sollte im gesamten Bäderspektrum der Karlsruher Bäder für jeden badeinteressierten Gast „et- was dabei sein". Die Motivation der Gäste zum Besuch eines Bades ist durchaus unterschiedlich. Steht bei der einen Familie das Angebot für Kleinkinder im Mittelpunkt, so kann dies bei einer an- deren Familie durchaus die Versorgung durch die Gastronomie oder die Höhe der Eintrittspreise sein. Für Sportschwimmer und so genannte "Bahnenzieher" ist eine relativ kurze Badezeit von 1,5 Stunden bis 2 Stunden bei geringem Preis attraktiv. Actionbegeisterte Jugendliche bevorzugen den Nervenkitzel und suchen dem entsprechend mit modernem "Wassergerät" ausgestattete Bä- der anstatt klassische "Badeanstalten". Auch die Fahrzeit zum Bad, ausgehend vom Wohn- oder Arbeitsort, kann u.U. ein wichtiges Entscheidungskriterium zum Besuch sein. Rheinstrandbad Rappenwört Positionierung Familien- und Urlaubsfreibad Zielgruppe Familien, alle Bevölkerungsschichten und Altersklassen Alleinstellungsmerkmal Wellenbecken, Sprungbecken, parkähnliches großes Gelände am Rhein Sonnenbad Positionierung Allwetterfreibad von März bis 1. Advent Zielgruppe Sport-, Freizeit- und Gesundheitsschwimmer/-innen sowie Fa- milien im Sommer Alleinstellungsmerkmal längste Freibadöffnungszeiten in Deutschland, teilüberdachtes Schwimmerbecken, late-night-Schwimmen Saunen zwei Saunen, eine mit automatischem Aufguss Freibad Rüppurr Positionierung Freibad für Rüppurr und Südstadt/Südweststadt Zielgruppe Freizeitschwimmer/-innen, Familien und Jugendliche Alleinstellungsmerkmal kein besonderes Alleinstellungsmerkmal V50 29 Turmbergbad Positionierung Freibad für Durlach, angrenzende Höhenstadtteile und Um- landgemeinden Zielgruppe Sport- und Freizeitschwimmer/-innen sowie Familien Alleinstellungsmerkmal ab dem Jahre 2011 Barfußpfad, Frühschwimmen im Freibad Weiherhofbad Positionierung Bezirkshallenbad im Herzen von Durlach Zielgruppe Familien, alle Bevölkerungsschichten und Altersklassen, Sport- und Freizeitschwimmer/-innen Alleinstellungsmerkmal Blockhaussauna mit großem Ruhehaus Saunen Bio- und Familiensauna, Textildampfkabine Adolf-Ehrmann-Bad Positionierung Bezirkshallenbad Zielgruppe örtliche Bevölkerung, Familien, Kleinkinder, Sportschwimmer/-innen Alleinstellungsmerkmal große Freiliegefläche Saunen kleine Sauna (gemischt, Damen- und Herrenzeiten) Hallenbad Grötzingen Positionierung Bezirkshallenbad/Gruppenbad Zielgruppe Vereine, Schulen, Kurse Alleinstellungsmerkmal Gruppenbad Therme Vierordtbad Positionierung Wellness der Extraklasse Zielgruppe Ruhe- und Erholungsuchende Alleinstellungsmerkmal gute Kombination aus Wellness, Kosmetik und Massage; Badehaus mit textilfreiem Schwimmen Saunen mehrere Innen- und Außensaunen Albschule Positionierung Therapiebecken Zielgruppe Albschule und dazugehörender Kindergarten Alleinstellungsmerkmal Therapiebecken mit Hubboden für behinderte Kinder Freibad Wolfartsweier Positionierung Freibad Zielgruppe Familien, insbesondere mit Kleinkindern, Freizeitschwimmer/-innen Alleinstellungsmerkmal kein besonderes Alleinstellungsmerkmal V50 30 Europabad Positionierung Erlebnisbad für Karlsruhe und die Region, Schwerpunktbad Zielgruppe sowohl Erlebnis- als auch Ruhesuchende, alle Altersklassen Alleinstellungsmerkmal Wildwasserfluss, Aquacross Saunen Schwyzhuus, Arena-Sauna, Finnische Sauna, Irische Sauna, Römerbad, Dampfbad (textil) Fächerbad Positionierung Sport- und Familienbad, Schwerpunktbad Zielgruppe Sport- und Freizeitschwimmer/-innen sowie Familien Alleinstellungsmerkmal 50m-Becken, Sprunganlage, großer Saunagarten Saunen Aufgusssauna, Blockhaussauna, Trockensauna, Kräutersauna, Tepidarium, Rötharium, Dampfbad Oberwaldbad Positionierung Ergänzungs-Hallenbad im Stadtteil Rüppurr Zielgruppe Senioren, Reha, Kursteilnehmer/-innen, Wohnstiftbewohner/-innen (Residenz Rüppurr) Alleinstellungsmerkmal Hubboden Saunen kleine Aufgusssauna Universitätsbad KIT Positionierung Hallenbad bei des KIT Campus Süd Zielgruppe Karlsruher Studierende, Beschäftigte der Hochschulen Alleinstellungsmerkmal kein öffentlicher Badebetrieb Hallenbad Schöneck Positionierung Hallenbad auf dem Turmberg Zielgruppe Sportler/-innen, Badischer Fußballverband Alleinstellungsmerkmal kein öffentlicher Badebetrieb V50 31 8. Freibäder 8.1 Rheinstrandbad Rappenwört Positionierung Familien- und Urlaubsfreibad Allgemeines Lage: Stadtteil Daxlanden – Hermann-Schneider-Allee 50-54 Erbaut: 1929 denkmalgeschützt, Freifläche 16 ha 1968 Betrieb im Naturbecken eingestellt 1964 Neubau Wellenbecken und Mehrzweckbecken 1 1974 Neubau Planschbecken 1979 Neubau Mehrzweckbecken 2 1995 Sanierung Wellenbecken Umbau Mehrzwecken 1 zum Erlebnisbecken und Sprungbe- cken von Oktober 2006 bis April 2008 Einzugsgebiet: 30 Min. Fahrzeit, teilweise über 1 Stunde, das Bad ist weit über die Region bekannt Endhaltestelle: Rappenwört Parkmöglichkeit: 1.600 Parkplätze Zielgruppe Familien, alle Bevölkerungsschichten und Altersklassen Besonderheiten Die riesige Freifläche steht außerhalb der Saison im Herbst, Winter und Früh- ling den Spaziergänger/-innen als Park am Rhein zur Verfügung. Zustand Umkleide- und Sanitärbereiche, Restaurant und Planschbecken haben einen hohen Sanierungsstau, die übrigen Becken sind im guten bis sehr guten Zu- stand. Ausstattung Tab. 1 Wassertiefe Wasserfläche Wellenbecken (unbeheizt) 0,10 m – 2,00 m trapezförmig 1.217 m² Erlebnisbecken (beheizt) 0,60 m – 1,25 m freie Form 690 m² Sprungbecken (beheizbar) 3,80 m – 3,85 m 11,7 m x11,1 m 130 m² Mehrzweckbecken 2 (solar beheizt) 0,80 m – 1,60 m 6 Bahnen, 50x25m 1.250 m² Planschbecken (solar beheizt) 0,10 m – 0,56 m 19 m x 13 m 230 m² Gesamt 3.517 m² Wasserattraktionen 2 Riesenrutschen (87m und 56m) und eine Breitrutsche 5m Sprungturm, 1m und 3m Sprungbretter Strömungskanal Sprudelliegen und Massagedüsen Freizeit- und Freifläche 16 ha Sportmöglichkeiten Panoramaweg rund ums Naturbecken und am Rhein Grillplatz Kinderspielplatz Minigolf (18 Loch) Mehrzweckfeld (11 Plätze), Tischtennis (6 Platten) je ein Volleyball-, Basketball- und Fußballplatz Gastronomie/ Restaurant mit großer Terrasse und Balkon Badeshop Kiosk-Grill Milchhäusle Eiskiosk Kiosk für Badeartikel V50 32 Investitionen Rheinstrandbad Rappenwört Tab. 2 Prioritätx2 / x3Investitionen RappenwörtKosten € A x2 Errichtung einer Kassenanlage0,120 Mio.€ A x2 Restaurant Rappenwört, Generalsanierung (grober Schätzwert)4,000 Mio.€ A x2 Verlagerung der Werkstatt und Ersatzbau für Kiosk0,400 Mio.€ B x2 Sanierung und Attraktivierung Planschbecken (mit Technik + Schwallwasserbehälter), Schätzwert 2,000 Mio.€ B x2 Umkleidegebäude beim Wellenbecken/Herrenseite: Sanierung Solaranlage, Duschwasservorwärmung, Einbau Zentralheizung in Büro, Personalraum, DRK-Raum, Sanierung der Sanitär- und Duschräume 0,600 Mio.€ B x2 Milchhäusle, Sanierung ca. 200.000 € (oder Abriss ca. 50.000 € ?)0,200 Mio.€ B x2 Instandsetzung Ein- und Auslassbauwerk beim Naturbecken mit Reaktivierung des Naturbeckens 0,950 Mio.€ B x2 Herrichten Anschlussgelände Mehrzeckbecken 2 (derzeit Grüngutlagerung), Erneuerung / Erweiterung Spielplatz 0,200 Mio.€ Summe:8,470 Mio.€ Operativer Zuschuss und Besucherzahlen Rheinstrandbad Rappenwört Abb. 22 Rappenwört 625.217 €645.111 €972.936 €965.234 €1.127.904 €903.891 €826.689 €963.690 €1.010.860 €1.063.543 € 0 € 200.000 € 400.000 € 600.000 € 800.000 € 1.000.000 € 1.200.000 € 20002001200220032004200520062007200820092010 Euro 0 50.000 100.000 150.000 200.000 250.000 300.000 Besucher Zuschüsse operativBesucher V50 33 Rheinstrandbad Rappenwört Das Rheinstrandbad Rappenwört ist weit über die Grenzen Karlsruhes bekannt und hat ein für ein Freibad außergewöhnlich großes Einzugsgebiet von über 40 Min. Fahrzeit. Das Badeangebot ist hochattraktiv, die Infrastruktur von Umkleiden, Gastronomie etc. lassen trotz hohen Erhaltungsaufwandes zu wünschen übrig. Erhebliche Investitionen sind notwendig, um ein modernes Freibad mit entsprechenden hygienischen Parametern zu schaffen. Der operative Zuschuss ist ungewöhnlich hoch, allerdings ist auch ein entsprechender Personalaufwand ganzjährig aufgrund der Lage, Fläche und der öffentlichen Nutzung des Geländes im Winter notwendig. Für Jugendliche ist das Bad sehr attraktiv, Rutschen, Sprung- und Wellenbecken bleiben für die junge Generation Entscheidungskriterium zur Nutzung. Das Bad stellt an Schönwettertagen eine echte, vor allem eine kostengünstige Alternative zum Europabad dar. Die hohen Besucherzahlen im Jahr 2003 sind auf den Jahrhundertsommer zurückzuführen. Der Umbau des Mehrzweckbeckens 1 zum Erlebnisbecken und Sprungbecken erfolgte von Oktober 2006 bis April 2008, daher sanken die Besucherzahlen. Lediglich das Wellenbecken und das Mehrzweckbecken 2 waren in dieser Zeit geöffnet. Zudem war im Jahr 2007 wegen der schlechten Witterung die schlechteste Freibadsaison der vergangen 40 Jahre (vergleiche auch die Abbildung bei Ziffer 4.1) zu verzeichnen. Nach Eröffnung der umgebauten Becken im Jahr 2008 sind die Be- sucherzahlen wie erwartet wieder angestiegen. Das Bad hat durch die Attraktivierung wieder un- angefochten seine traditionelle Spitzenstellung innerhalb der Freibäder in der Region eingenom- men. Betrug sein Anteil an allen Freibadbesuchen 2006 noch 28,9 % so stieg er 2010 auf 33,1 %. Das Restaurant steht unter Denkmalschutz und ist stark sanierungsbedürftig, wodurch seit Jahren ein ordentlicher Betrieb nicht möglich ist. Eine Grundsatzentscheidung zur weiteren Entwicklung des Restaurants steht an. Aufgrund der hohen Investitionssummen ist es nicht möglich, einen privaten Investor zu finden. Hier muss sich die Stadt entscheiden, ob das Restaurant leer stehen soll und verfällt, oder ob erheblich Mittel investiert werden. Grundsätzlich bedarf es eines Masterplanes bezüglich der Gastronomie (welches Angebot an welchem Platz?), sowie der Sanierung der sanitären Anlagen und Umkleiden. Das Milchhäusle ist hygienisch bedenklich. Die Werkstatt befindet sich momentan mitten im Gästebereich, eine Verlagerung ist notwendig. Der Freibereich wird im Winter auch als Naherholungsgebiet genutzt, die Pflege bzw. der Unterhalt während dieser Zeit wird momentan durch die Bäderbetriebe gewährleistet; entsprechende Kosten für Material und Personal fallen an. Sinnvoll wäre es, diese in die Verantwortung des Gartenbauamtes zu überführen oder einen entsprechenden Kostenersatz für die Unterhaltung des Naherholungsgebietes an die Bäderbetriebe einzuführen. Die Ein- und Auslassbauwerke sind mit den Jahren marode geworden. Eine Instandsetzung dieser Bauwerke beim Naturbecken und die Reaktivierung des Naturbeckens sollte geprüft und ggf. umgesetzt werden. Prognose Das Rheinstrandbad Rappenwört wird das attraktivste Freibad in Karlsruhe und der Region bleiben. Das Bad hat eine wichtige überregionale Bedeutung. Im Zuge der geplanten Polderlösung werden Hochwasserschutzmaßnahmen für das Bad notwendig (Finanzierung durch Landesmittel/ Landesmaßnahme). Umfangreiche Investitions- und Sanierungsbeträge sind notwendig und müssen bereitgestellt werden. V50 34 8.2 Sonnenbad Positionierung Allwetterfreibad von März bis 1. Advent Allgemeines Lage: Stadtteil Mühlburg – Am Sonnenbad 3, erreichbar über die Honsellstraße/Rheinhafenstraße/Südliche Uferstraße oder über die Carl-Metz-Straße/Pfannkuchstraße. Die Zufahrt di- rekt über die Honsellstraße ist nicht mehr möglich. Erbaut: 1915 1970 generalsaniert 2009 Errichtung einer Blockhaussauna mit zwei Schwitz- räumen Einzugsgebiet: 30 Min. Fahrzeit, teilweise über 1 Stunde, das Bad ist weit über die Region bekannt als das Freibad mit der längsten Saison Haltestelle: “Rheinhafen“, unbefriedigende Parkplatzsituation Zielgruppe Sport-, Freizeit- und Gesundheitsschwimmer/-innen, sowie Familien im Sommer Besonderheiten Der Freundeskreis Sonnenbad mit 570 Mitgliedern zahlt 50% der Betriebskos- ten in den Monaten März und November und 10% in den Monaten April und Oktober, derzeit 37.000 € jährlich Teilüberdachtes Allwetterfreibad, Saison von März bis November; dienstags und donnerstags “late-night“ bis 22.00 Uhr Kinderbetreuung Dienstag bis Freitag 11:00 Uhr bis 12:30 Uhr Das 12- Stunden Schwimmen im Oktober ist die größte regelmäßige integrative Sportveranstaltung in Südwestdeutschland. Zustand Dachsaunabereich in sehr gutem Zustand, Umkleidebereich, Sanitär- und Wassertechnik und Schwimmerbecken sind umfassend zu sanieren. Ausstattung Tab. 3 Wassertiefe Fläche Schwimmbecken (beheizt) 1,40 m – 2,00 m 6 Bahnen, 50 m x 15 m 750 m² Nichtschwimmbecken (beheizt) 0,60 m – 1,25 m 3 Bahnen, 30 m x 17 m 510 m² Planschbecken (beheizt) 0,10 m – 0,40 m 12 m x 7,8 m 96 m² Gesamt 1.356 m² Tab. 4 Saunen Kapazität in Pers.Temperaturen Luftfeuchtigkeit Heublumensauna 12 60 °C 15 % Finnische Sauna 15 – 20 90 °C Automat. Aufguss Wasserattraktionen je eine Kinderrutsche im Nichtschwimmer- und im Planschbecken großer Massagepilz (28°C) Freizeit- und Freifläche 1,2 ha Sportmöglichkeiten Kinderspielplatz Tischtennis (2 Platten) und 2 Volleyballfelder Dachsaunagarten Gastronomie Kiosk mit Terrasse V50 35 Investitionen Sonnenbad Tab. 5 Prioritätx2 / x3Investitionen SonnenbadKosten € A x2 Erneuerung der Kassenanlage0,120 Mio.€ B x2 Generalsanierung Schwimmer-/Nichtschwimmer-/Planschbecken Beckendurchströmung über Überlaufrinne Beckenkopf (Wasserverlust täglich rd. 17 m³) Errichtung unterirdischer Schwallwasserbehälter Erneuerung der gesamten Wasseraufbereitungsanlage Erneuerung Sanitär-/Heizungs-/Lüftungsanlage im Umkleidebereich Neugestaltung gesamter Umkleidebereich Schaffung Aufenthaltsraum für Herbst-/Frühjahrsbetrieb Neuorganisation Eingangsbereich -behindertengerecht- 8,000 Mio.€ B x2 Herrichten der Zaunanlage0,060 Mio.€ B x2 Attraktivierung Spielangebote0,050 Mio.€ B x2 Erneuerung der Schwimmbadabdeckung0,030 Mio.€ Summe:8,260 Mio.€ Operativer Zuschuss und Besucherzahlen Sonnenbad Abb. 23 Sonnenbad 386.126 €370.919 €458.186 €376.919 €413.067 €333.856 €395.516 €431.492 €548.261 €559.145 € 0 € 100.000 € 200.000 € 300.000 € 400.000 € 500.000 € 600.000 € 20002001200220032004200520062007200820092010 Euro 0 20.000 40.000 60.000 80.000 100.000 120.000 140.000 160.000 Besucher Zuschüsse operativBesucher Die Besucherzahlen 2010 sind geschätzt, da das Bad bis zum 28.11.2010 (1. Advent) geöffnet ist. V50 36 Sonnenbad Das Sonnenbad ist eine Institution in Karlsruhe und in der Region. Der Verein „ Freundeskreis Sonnenbad e.V.“ beteiligt sich anteilig am Defizit mit derzeit über 37.000 € jährlich. Es ist sehr außergewöhnlich, dass eine Bürgerinitiative ein Vorhaben dauerhaft bezuschusst. Der Erfolg des Sonnenbades beruht sehr stark auf dem ehrenamtlichen Engagement und den freiwilligen Dienstleistungen der Mitglieder des Freundeskreises. Das Sonnenbad ist in ganz Deutschland als das Freibad mit den längsten Saisonöffnungszeiten bekannt. Unter den Freibädern ist es das Bad mit dem geringsten operativen Pro-Kopf–Zuschuss (4,35 €) in 2009. Allerdings besteht ein erheblicher Sanierungsstau. Seit über 40 Jahren gab es keine größeren Baumaßnahmen. Die Sanitär- und die Wasseraufbereitungstechnik sind stark sanierungsbedürftig. Das Bad verfügt nur über zwei Duschen pro Geschlecht und der Umkleidebereich ist unzeitgemäß. Das Sonnenbad ist das einzige Freibad mit einer Saunaanlage. Eine Verlegung des Eingangsbereiches wäre automatisch eine behindertengerechte Lösung. Die derzeitige Situation mit den Treppen würde hierdurch entfallen. Das ganze Bad würde sich auch nach Südosten ausrichten und somit mehr Richtung Stadt. Ein großes Manko des Sonnenbades ist die schlechte Parkplatzsituation. Die direkt am Bad liegenden Parkplätze sind nicht markiert und für besucherstarke Tage nicht ausreichend. Aufgrund fehlender Markierungen sowie ungeschickten Parkens der Besucher/-innen, wird die vorhandene Kapazität der Plätze nicht ausgenutzt. Die Parkplätze an der Endhaltestelle der Straßenbahn werden schlecht angenommen. Ein Grund ist die zu große Entfernung zum Bad. Das Besucherverhalten ist in den letzten Jahren fast konstant geblieben. Gründe hierfür liegen zum einen in den garantierten Öffnungszeiten und zum anderen in dem beheizten und teilüberdachten Becken. Auch die längeren Öffnungszeiten vor und nach der regulären Freibadesaison ziehen viele Freiluftschwimmer/-innen an. Der Anstieg des operativen Zuschusses in den Jahren 2008 und 2009 gegenüber den Vorjahren ist auf höhere Bauunterhaltungskosten und auf gestiegene Personalkosten zurückzuführen. Die Bauunterhaltungskosten beinhalten von der Stadt zu tragende Baukosten für die in 2009 eröffnete Außensauna. Die Außensauna selbst wurde vom Freundeskreis Sonnenbad e.V. finanziert. Das gesundheitlich nur noch bedingt einsatzfähige Personal der Bäderbetriebe wurde teilweise zusätzlich dem Sonnenbad zugewiesen. Aus diesem Grunde besteht dort zahlenmäßig ein Personalüberhang welcher nur eingeschränkt dem täglichen Routinebetrieb zur Verfügung steht. Der Kassenautomat im Sonnenbad ist sehr störungsanfällig, so dass die Kasse nahezu über die ganze Saison mit Personal besetzt werden muss. Prognose Ein Komplettausfall der Technik mit daraus resultierenden längeren Schließzeiten ist nicht auszuschließen. Die Besucherzahlen bleiben stabil, der operative Gesamtzuschuss wird allerdings weiter ansteigen, da immer mehr Reparaturen an der alten Technik bzw. auch an den alten Rohrleitungen (Rohrbrüche) anstehen. Das Engagement des „Freundeskreises Sonnenbad e.V.“ trägt weiter wesentlich zum Erfolg des Bades bei. V50 37 8.3 Freibad Rüppurr Positionierung Freibad für Rüppurr und Südstadt/Südweststadt Allgemeines Lage: Stadtteil Rüppurr – Heidelberger Straße 1 Erbaut: 1953 1989/90 generalsaniert 1997/98 Sanierung der Sanitätsräume Einzugsgebiet: über 20 Min. Fahrzeit Haltestelle: Schloss Rüppurr Parkmöglichkeit: bei Hochbetrieb insbesondere an Wochenenden nicht ausreichend Zielgruppe Freizeitschwimmer/-innen, Familien und Jugendliche Besonderheiten das Bad wird als Insel von der Alb und dem Reiherbach umflossen Zustand allgemein gut Ausstattung Tab. 6 Wassertiefe Fläche Schwimmbecken (solar beheizt) 1,30 m – 2,00 m 6 Bahnen, 50 m x 19,4 m 968 m² Nichtschwimmbecken (Doppelbockrutsche) (solar beheizt) 0,40 m – 1,30 m 61,2 m x 19,3 m 510 m² Planschbecken (solar beheizt) 0,10 m – 0,30 m 14,9 m x 9,6 m 96 m² Gesamt 1.574 m² Wasserattraktionen Riesenrutsche (79m) Freizeit- und Freifläche 4,5 ha Sportmöglichkeiten Grillplatz Kinderspielplatz Beachvolleyballfeld (2 Felder) Mehrzweckfeld (3 Plätze) Fußballkleinfeld Tischtennis (6 Platten) Gastronomie 2 Kioske (verpachtet) V50 38 Investitionen Freibad Rüppurr Tab. 7 Prioritätx2 / x3Investitionen Freibad RüppurrKosten € A x2 Errichtung einer Kassenanlage0,120 Mio.€ B x2 Dach- und Innensanierung Kiosk / Pavillonbau0,150 Mio.€ B x2 Ersatzbeschaffung Großrutsche0,140 Mio.€ B x3 Flussbadestelle an der Alb0,200 Mio.€ C x2 Sanierung Solarabsorbermatte + Dach0,300 Mio.€ Summe:0,910 Mio.€ Operativer Zuschuss und Besucherzahlen Rüppurr Abb. 24 Rüppurr 628.886 €238.830 €444.249 €365.792 €419.948 €287.890 €542.033 €384.297 €361.112 €323.766 € 0 € 100.000 € 200.000 € 300.000 € 400.000 € 500.000 € 600.000 € 700.000 € 20002001200220032004200520062007200820092010 Euro 0 20.000 40.000 60.000 80.000 100.000 120.000 140.000 160.000 180.000 200.000 Besucher Zuschüsse operativBesucher Die Spitze beim operativem Zuschuss im Jahre 2006 ist auf umfangreiche Bauunterhaltungskosten für das Planschbecken im Freibad Rüppurr zurückzuführen. Ab dem Jahr 2007 bewegt sich die Bauunterhaltung wieder im normalen Rahmen. V50 39 Freibad Rüppurr Das Bad ist in einem guten Erhaltungszustand, und Mehrkosten für Technik o.ä. sind aus der momentanen Sicht nicht erkennbar. Das Bad ist für Familien mit kleinen Kindern attraktiv. Viele Jugendliche empfinden dagegen das Angebot als eher langweilig und nutzen das Angebot im Rheinstrandbad Rappenwört oder Albgaubad. Ein höherer Migrantenanteil im Verhältnis zu anderen Karlsruher Bädern ist hier zu beobachten, und das Konfliktpotential ist relativ hoch. Die Kanu-Bootstouren auf der Alb zwischen Rüppurr und dem Sonnenbad erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Der gegenüber 2007 und 2008 gesunkene Zuschuss in 2009 ist auf eine Auflösung von Rückstellungen mit rd. 31.000 €, sowie auf höhere Erlöse aufgrund gestiegener Besucherzahlen zurückzuführen. Ein Teil dieser Mehreinnahmen wurde durch höhere Kosten wieder kompensiert. Prognose Leicht abnehmende Besucherzahlen analog der geänderten Entwicklung des Freizeitverhaltens. Das Albgaubad in Ettlingen ist aufgrund seines Angebotes und der Nähe attraktiv und wird weiterhin Gäste abziehen. V50 40 8.4 Turmbergbad Positionierung Freibad für Durlach angrenzende Höhenstadtteile und Umlandgemeinden Allgemeines Lage: Stadtteil Durlach – Alte Weingartener Straße 40 Erbaut: 1907 1955 Umbau Schwimmerbecken, Nichtschwimmerbecken, Planschbecken und Technik 1978 Sanierung 1985 Sanierung 2010/2011 Umbau Planschbecken, Errichtung Barfußpfad Einzugsgebiet: über 30 Min. Fahrzeit Endhaltestelle: Durlach Turmberg Parkmöglichkeit: unbefriedigend, bei Hochbetrieb insbesondere an Wochen- enden deutlich zu wenig Zielgruppe Sport- und Freizeitschwimmer/-innen, Familien Besonderheiten mobile Massage, Frühschwimmen Ausstattung Tab. 8 Wassertiefe Fläche Schwimmbecken (beheizt) 1,60 m – 1,90 m 8 Bahnen, 50 m x 21 m 1.050 m² Nichtschwimmbecken (beheizt) 0,55 m – 1,30 m 52 m x 25 m 1.000 m² Babyplanschbecken (beheizt) 0 m – 0,40 m oval 88 m² Kinderplanschbecken (beheizt) 0,40 m – 0,80 m oval 155 m² Gesamt 2.293 m² Wasserattraktionen Riesenrutsche (65m) Kinderrutsche Massagepilz Massagedüsen Spaßfontäne Brustduschen Freizeit- und Freifläche 5 ha Sportmöglichkeiten Boule (2011) Barfußpfad (2011) Kinderspielplatz Fußballkleinfeld Tischtennis (5 Platten) Beachvolleyball (2 Felder) Gastronomie Milchhäusle (verpachtet) Kiosk (verpachtet) V50 41 Investitionen Turmbergbad Tab. 9 Prioritätx2 / x3Investitionen TurmbergbadKosten € A x2 Errichtung einer Kassenanlage0,120 Mio.€ A x2 Bockrutsche Nichtschwimmerbecken erneuern0,080 Mio.€ B x2 Parkplatzsanierung0,600 Mio.€ B x2 Filtergebäude: Sanierung der öffentlichen Umkleide und Sanitätsräume, Dachdämmung, Einbau neuer Dachflächenfenster 0,250 Mio.€ B x2 Ersatzbeschaffung Großrutsche0,140 Mio.€ B x2 Betriebshof0,100 Mio.€ B x2 Sanierung Spielplatz0,100 Mio.€ Summe:1,390 Mio.€ Operativer Zuschuss und Besucherzahlen Turmbergbad Abb. 25 Turmbergbad 342.830 €368.017 €484.847 €310.352 €460.832 €361.559 €385.946 €451.976 €454.902 €464.300 € 0 € 100.000 € 200.000 € 300.000 € 400.000 € 500.000 € 600.000 € 20002001200220032004200520062007200820092010 Euro 0 20.000 40.000 60.000 80.000 100.000 120.000 140.000 160.000 Besucher Zuschüsse operativBesucher V50 42 Turmbergbad Das Turmbergbad ist ein Familienbad, welches im Sommer auch an Schlechtwettertagen gerne von den Gästen, insbesondere Schwimmern, aufgrund der konventionell beheizten Becken genutzt wird. Zur Saison 2011 werden der Eingangsbereich, die Umkleiden, Planschbecken sowie der Kinderspielbereich erneuert. Das Bad gewinnt damit insgesamt an Attraktivität. Der Barfußpfad und die Geländeerweiterung sind zusätzliche Attraktionen zur Abrundung des Angebotes. Die örtliche DLRG unterstützt die Bäderbetriebe in hohem Maße und unterhält auch ein Haus mit Schulungsraum auf dem Gelände des Turmbergbades. Die Parksituation ist schlecht, nur wenige Parkplätze sind vorhanden. Gegenüber Falschparkern sollte hier seitens des Ordnungsamtes feinfühliger reagiert werden. Prognose Die Besucherzahlen werden sich aufgrund der Steigerung der Attraktivität positiv entwickeln. Die Zuschüsse werden sich aufgrund der Abschreibungen für die Neuinvestitionen erhöhen. Ein Alleinstellungsmerkmal wird der in der Saison 2011 fertig gestellte Barfußpfad sein. Dieser kann während der Freibadesaison von den Badegästen genutzt werden und ist im Eintrittspreis inkludiert. Eine Nutzung des Pfades außerhalb der Saison ist momentan nicht vorgesehen. V50 43 8.5 Freibad Wolfartsweier Positionierung Freibad Allgemeines Lage: Stadtteil Wolfartsweier – Schloßbergstr. 12 Erbaut: 1935 1992 Generalsanierung Einzugsgebiet: über 10 Min. Fahrzeit Haltestelle: Bus: Wolfartsweier Mitte Parkmöglichkeit: gut Zielgruppe Familien insbesondere mit Kleinkindern, Freizeitschwimmern/-innen Besonderheiten seit 2002 hat die Stadt Karlsruhe das Familienfreibad an den Förderverein Freibad Wolfartsweier e.V. verpachtet Ausstattung Tab. 10 Wassertiefe Fläche Mehrzweckbecken (solar beheizt) 1,20 m – 2,00 m 25 m x 16 m 450 m² Planschbecken 0,00 m – 0,40 m unregelmäßig 138 m² Gesamt 588 m² Wasserattraktionen Schwallduschen Planschbecken mit Wasserspielen Freizeit- und Freifläche 1,2 ha Sportmöglichkeiten Spielplatz Boule-Bahn Tischtennis (2 Platten) Gastronomie Kiosk Freibad Wolfartsweier Das Freibad Wolfartsweier erhält seit der Saison 2009 keinen Zuschuss mehr von der Stadt Karls- ruhe (vorher 138 T€ pro Jahr, letztmals in 2008 60 T€). Das Bad wird momentan vom Förderverein geführt, welcher auch alle anfallenden Kosten trägt. Zwischen den Bäderbetrieben und dem För- derverein besteht ein Überlassungsvertrag, welcher dem Förderverein gestattet, die Infrastruktur kostenneutral zu nutzen. Die genauen Besucherzahlen sind nicht bekannt, belaufen sich aber auf ca. 25.000 Besucher pro Saison. Prognose Aufgrund der Nähe zum Albgaubad Ettlingen und zum modernisierten Turmbergbad ist ein Anstieg der Besucherzahlen unwahrscheinlich. V50 44 9. Hallenbäder 9.1 Weiherhofbad Positionierung Bezirkshallenbad im Herzen von Durlach Allgemeines Lage: Stadtteil Durlach - Weiherhof 13 Erbaut: 1975 2001 Blockhaussauna Einzugsgebiet: über 20 Min. Fahrzeit Haltestelle: Schlossplatz Parkmöglichkeit: kostenpflichtige Parkmöglichkeiten im Einkaufszentrum (für Badegäste = 2h kostenfrei) Zielgruppe Familien, alle Bevölkerungsschichten und Altersklassen, Sport- und Freizeit- schwimmer/-innen Besonderheiten Bio-Sauna-Tag 65°C: Freitag (11-16 Uhr) Familien-Sauna-Tag 85°C: Donnerstag (auch Textilsauna möglich) Damensauna: Montag Dampfkabine Zustand stark sanierungsbedürftig (siehe Investitionsplan, Fassade neu) Ausstattung Tab. 11 Wassertiefe Fläche Schwimmbecken 1,40 m – 1,80 m 5 Bahnen, 25 m x 12,5 m 313 m² Nichtschwimmbecken 0,70 m – 1,35 m 12,5 m x 8 m 100 m² Planschbecken 0 m – 0,3 m 3,3 m x 3 m 10 m² Gesamt 423 m² Tab. 12 Saunen Kapazität in Pers.Temperaturen Luftfeuchtigkeit Blockhaussauna 30 90 °C Aufgüsse Dampfkabine 7 45 °C 100 % Tab. 13 Ruhebereich Liegen Ruhehaus 15-20 Ruhebereich im Saunahaus 6-10 Saunagarten 10 Freizeit-, Wohlfühl- Massagen und Solarien Sportmöglichkeiten Kurse (Schwimm- und Aquafitnesskurse) Schiffchenkanal (Wasserspieltisch) Gastronomie Biergarten auf dem Vorplatz des Bades (in Planung) V50 45 Investitionen Weiherhofbad Tab. 14 Prioritätx2 / x3Investitionen WeiherhofbadKosten € A x2 Erneuerung der Kassenanlage0,120 Mio.€ A x2 Generalsanierung: komplette Sanitärinstallation, elektrische Anlagen, Lüftung Umkleidebereich, barrierefreie Umkleiden 1,300 Mio.€ B x2 Heizungsanlage und Warmwasserbereitung erneuern0,350 Mio.€ B x2 Badewasseraufbereitungsanlage0,300 Mio.€ B x2 Beckenumgang abdichten und neu fließen0,200 Mio.€ B x2 Mess- und Regeltechnik erneuern0,100 Mio.€ B x2 Attraktivierung Außensauna0,100 Mio.€ B x2 Betonsanierung0,100 Mio.€ C x2 Kinderbeckensanierung/-attraktivierung0,100 Mio.€ Summe:2,670 Mio.€ Operativer Zuschuss und Besucherzahlen Weiherhofbad Abb. 26 Weiherhofbad 316.115 €409.546 €521.703 €530.453 €482.611 €403.864 €447.614 €618.816 €546.437 €555.605 € 0 € 100.000 € 200.000 € 300.000 € 400.000 € 500.000 € 600.000 € 700.000 € 20002001200220032004200520062007200820092010 Euro 0 20.000 40.000 60.000 80.000 100.000 120.000 Besucher Zuschüsse operativBesucher V50 46 Weiherhofbad Das Weiherhofbad ist ein „liebenswertes Stadtteilbad“ im Herzen von Durlach. Die Besucherzahlen konnten während der letzten 10 Jahre durch viele Maßnahmen im Betrieb deutlich gesteigert werden. Mit rd. 95.000 Besuchern ist nahezu ein Maximum erreicht. Eine weitere deutliche Steigerung ist nicht möglich. Die derzeitigen Besucher gilt es zu halten und an das Bad zu binden. Die kleine und feine Saunaanlage lädt zum Verweilen ein, das Bad wird sehr gut durch Schulen und Vereine, vor allem durch die DLRG sowie der Schwimmregion (für Schwimm- und Aqua- Fitness-Kurse) genutzt. Die Saunabesucher bewegen sich in der Zeit von 2005 bis 2009 zwischen ca. 5.200 und ca. 5.800 Besuchern p.a. Die Außensauna mit Ruheraum und Sanitärbereich wurde von einem privaten Investor, der Firma Dorena, 2001 erstellt. Die Einnahmen für die Saunanutzung werden anteilig mit 70 % an die Firma Dorena gezahlt, 30 % der Einnahmen erhält die Stadt Karlsruhe. Das Bad ist nicht barrierefrei gestaltet (Außenanlagen und Sanitärbereich). Im Zuge einer umfassenden Sanierung würde dies behoben werden. Prognose Die Besucherzahlen liegen auf einem sehr hohen Niveau. Das Weiherhofbad wird in verschiedenen Abschnitten während des Betriebes saniert. Längere Schließzeiten werden weitestgehend vermieden. Die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen werden zum großen Teil während der offiziellen Sommerschließ- und Revisionszeiten stattfinden. Die Bauunterhaltungskosten werden allerdings bei Nichtsanierung ansteigen. Für das Bad und weitere Gebäude im Weiherhofareal soll 2011 ein Nahwärmenetz mit Blockheizkraftwerk aufgebaut werden. Es ist geplant, auf dem Gelände vor dem Weiherhofbad einen Biergarten zu errichten. Dieser soll dann die gastronomische Versorgung im Außen- und Innenbereich des Bades übernehmen. V50 47 9.2 Adolf-Ehrmann-Bad Positionierung Bezirkshallenbad Allgemeines Lage: Stadtteil Neureut - Unterfeldstraße 46 Erbaut: 1964 1985 generalsaniert Einzugsgebiet: max. 20 Min. Fahrzeit Haltestelle: Adolf-Ehrmann-Bad Parkmöglichkeit: gut, kostenfrei (14 dem Bad zugeordnet, 28 freie Parkplätze davon 2 Behindertenparkplätze, sowie ca. 50 Plätze auf dem Festplatz) Zielgruppe örtliche Bevölkerung, Familien, Kleinkinder, Sportschwimmer/-innen Besonderheiten nur 3 Bahnen Therapiebecken Damensauna: Mi (14-21 Uhr), Do (7-12 Uhr), Fr (14-22 Uhr) Herrensauna: Montag (16-21 Uhr), Donnerstag (14-21 Uhr) gemischt: Dienstag (14-22 Uhr), Samstag (8-18 Uhr), Sonntag (8-13 Uhr) Zustand komplette Technik ist sanierungsbedürftig (siehe Investitionsplan), Stil der 80er Jahre. Ausstattung Tab. 15 Wassertiefe Fläche Schwimmbecken 0,90 m – 3,50 m 3 Bahnen, 25 m x 8 m 200 m² Therapiebecken 1,40 m achteckig 18 m² Mutter- und Kindbecken 0,50 m achteckig 22 m² Tauchbecken (Sauna) 1,30 m 1 m² Gesamt 241 m² Tab. 16 Saunen Kapazität in Pers.Temperaturen Luftfeuchtigkeit Sauna 25 90 °C Aufgüsse Tab. 17 Ruhebereich Liegen Ruheraum 6 Freiliegefläche 10 Freizeit-, Wohlfühl- Massagen und Solarien Sportmöglichkeiten große Liegewiese Sprungturm 1-3 m Gastronomie Cafeteria (verpachtet) V50 48 Investitionen Adolf-Ehrmann-Bad Tab. 18 Prioritätx2 / x3Investitionen Adolf-Ehrmann-BadKosten € A x2 Erneuerung der Kassenanlage0,120 Mio.€ B x2 Lüftungsanlage, Heizung, Elektro0,600 Mio.€ B x2 Fassadenenergiesanierung0,500 Mio.€ B x2 Sanierung Saunabereich0,500 Mio.€ B x2 Komplette Mess- und Regeltechnik für Heizung und Warmwasserbereitung 0,450 Mio.€ B x2 Barrierefreier Umbau0,100 Mio.€ Summe:2,270 Mio.€ Operativer Zuschuss und Besucherzahlen Adolf-Ehrmann-Bad Abb. 27 Adolf-Ehrmann-Bad 418.466 €380.511 €470.302 €393.304 €451.163 €389.737 €456.588 €460.259 €485.754 €468.935 € 0 € 100.000 € 200.000 € 300.000 € 400.000 € 500.000 € 600.000 € 20002001200220032004200520062007200820092010 Euro 0 10.000 20.000 30.000 40.000 50.000 60.000 70.000 Besucher Zuschüsse operativBesucher V50 49 Adolf-Ehrmann-Bad Das Adolf-Ehrmann-Bad ist ein „in die Jahre gekommenes Bad“ mit Sanierungsbedarf, welches über einen treuen Besucherkreis aus dem nahen Umfeld verfügt. Das Besucheraufkommen ist seit 2001 mit Besucherzahlen zwischen 58.000 und 62.000 nahezu konstant geblieben. Das Bad weist das höchste operative Pro-Kopf Defizit in 2009 aller Bäder aus (10,03 €). Da es lediglich über 3 Bahnen verfügt, ist die gleichzeitige Nutzung durch den öffentlichen Badebetrieb sowie durch Schulen, Vereine und Kurse sehr schwierig. Die Saunaanlage ist sehr klein und renovierungsbe- dürftig, dennoch sind hier die Besucherzahlen während der letzten Jahre auf gleichem Niveau geblieben (ca. 18 Besucher/Tag). Die Umstellung auf Fernwärme ist möglich, der wirtschaftliche Nutzen allerdings gering. Der Kostendeckungsgrad ist der niedrigste in Karlsruhe. Die Sommerschließzeit des Adolf-Ehrmann-Bades liegt am Ende der bzw. nach den Sommerfe- rien. Dies ist auf die große Liegefläche zurückzuführen, welche von den Badegästen und Sonnen- liebhabern gerne als Freibadersatz in Anspruch genommen wird. Prognose Der Bau eines Freibeckens mit einem Kleinkinderbereich für den Ganzjahresbetrieb und die damit verbundene Entwicklung zum Kombibad (Hallen- und Freibad) würde das Angebot deutlich verbes- sern, da die vorhandene Wasserfläche zu gering ist. Positiv auswirken würde sich ebenfalls eine Erweiterung der Sauna. Die Besucherzahlen könnten aufgrund des Umbaus des Hallenbades in Eggenstein und dessen Nähe möglicherweise zurückgehen, sollten die attraktivitätssteigernden Maßnahmen nicht mittel- fristig umgesetzt werden. Der Kostendeckungsgrad würde weiter sinken und das Pro-Kopf-Defizit steigen. Bei einer Reduzierung der Öffnungszeiten und einem einhergehenden gleichzeitigen Ausbau von Kursangeboten und von Vereinsschwimmen analog dem Hallenbad Grötzingen, könnte der Zu- schussbedarf reduziert werden. Hierfür würde auch das vorhandene Therapiebecken sprechen, das in einem Gruppenbad besser genutzt werden könnte. Allerdings ist ein Vergleich mit Grötzingen nur bedingt möglich, da die Sauna im Adolf-Ehrmann-Bad auch weiterhin bewirtschaf- tet werden muss und das Neureuter Bad im Bereich des gesamten Nordwestens von Karlsruhe die einzige Einrichtung dieser Art ist. V50 50 9.3 Hallenbad Grötzingen Positionierung Bezirkshallenbad; Gruppenbad Allgemeines Lage: Stadtteil Grötzingen - Kirchstraße 13 Erbaut: 1974 Einzugsgebiet: ca. 20 Min. Fahrzeit Haltestelle: Oberausstraße oder Bahnhof Grötzingen Parkmöglichkeit: begrenzt, nur auf der Straße/Umgebung Zielgruppe Vereine, Schule, Kurse Besonderheiten Gruppenbad mit lediglich 7 Stunden öffentlichem Badebetrieb Zustand umfassende Sanierung erforderlich Ausstattung Tab. 19 Wassertiefe Fläche Becken mit Teilhubboden 0,30 m – 3,40 m 5 Bahnen, 25 m x 12,5 m 313 m² Hubboden 12,5 m x 10 m Gesamt 313 m² V50 51 Investitionen Hallenbad Grötzingen Tab. 20 Prioritätx2 / x3Investitionen Hallenbad GrötzingenKosten € A x2 Sanierung Beckenkopf + Beckenumgang0,250 Mio.€ B x2 Erneuerung Technik, Wasser-, Heizungs-, Sanitärtechnik, Lüftung3,000 Mio.€ B x2 Fassadensanierung - energetisch verbessern0,500 Mio.€ B x2 Barrierefreier Umbau0,250 Mio.€ Summe:4,000 Mio.€ Operativer Zuschuss und Besucherzahlen Hallenbad Grötzingen Abb. 28 Hallenbad Grötzingen 278.899 €327.037 €335.942 €440.829 €396.638 €341.668 €334.987 €384.726 €197.694 €222.470 € 0 € 50.000 € 100.000 € 150.000 € 200.000 € 250.000 € 300.000 € 350.000 € 400.000 € 450.000 € 500.000 € 20002001200220032004200520062007200820092010 Euro 0 5.000 10.000 15.000 20.000 25.000 30.000 35.000 40.000 45.000 50.000 Besucher Zuschüsse operativBesucher V50 52 Hallenbad Grötzingen Das Hallenbad Grötzingen ist stark sanierungsbedürftig. Der operative Zuschussbetrag konnte seit 2008 um 30% gesenkt werden. Primär handelt es sich hierbei um Personalkosten. Die Besucherzahlen sind trotz der reduzierten Öffnungszeiten um ca. 10% angestiegen. Der geringe Einbruch der Besuchszahlen im Jahr 2008 ist auf die Umstellung zum Gruppenbad zurückzufüh- ren. Das Konzept Gruppenbad ist ein Erfolg. Der öffentliche Badebetrieb beträgt nur 7 Stunden pro Woche zzgl. der Stunden des öffentlichen Badebetriebs durch die DLRG Durlach. Vor der Erweiterung zum Gruppenbad umfasste der öffentliche Badebetrieb 38 Stunden pro Woche. Durch die starke Nachfrage konnten das Schulschwimmen und inbesondere der Vereinssport sowie das Kursprogramm deutlich ausgeweitet werden. Die reduzierten Zahlen des öffentlichen Badeeintritts wurden durch steigende Nutzungszahlen von Vereinen, Schulen und Kursen überkompensiert. In 2009 konnten die höchsten Besucherzahlen der letzten 10 Jahre erzielt werden, obwohl es nur sehr eingeschränkte Öffnungszeiten für die Öffentlichkeit gibt. Das Hallenbad Grötzingen ist das einzige Bad in Karlsruhe, das eine Frauenbadezeit anbietet. Die Eintritte zur Frauenbadezeit (montags, 14 - 15 Uhr) betrugen für die Monate Januar bis Juli 2010 ca. 21,5 % des öffentlichen Badebetriebes. Es finden im Bad viele Kurse der Schwimm-Region statt, so auch innovative Kurse, wie z.B. Aqua- Nordic-Walking oder Aquacircle-BBP (Bauch-Beine-Po). Der Förderverein Schwimm-Region bietet in den Bädern Europabad, Therme-Vierordtbad, Weiherhofbad, Adolf-Ehrmann-Bad, Hallenbad Grötzingen, Sonnenbad sowie im Stutenseebad Blankenloch ein umfangreiches Schwimmkurs- und Aqua-Fit-Programm an. Im Jahr 2009 wurden insgesamt 494 Kurse, angefangen mit Aqua-Fitness für Schwangere, über Babykurse, Kinderschwimmen, Erwachsene Anfänger, Schwimmstil-Optimierungskurse und verschiedene Kurse im Aqua-Fitness-Bereich angeboten. Zu diesen Kursen hatten sich 3.994 Personen angemeldet. Die gesamte Technik im Hallenbad Grötzingen ist mit ca. 35 Jahren so alt wie das Bad. Damit ent- spricht die Technik weder in ihrer Funktion noch bezüglich der Energieeffizienz dem heutigen Stand. Außerdem ist die Technik in allen Bereichen stark verschlissen. Häufig kommt es zu Funkti- onsstörungen mit entsprechenden Reparaturkosten. Ein erhöhter Aufwand – sowohl Arbeitszeit als auch Energie – ist wegen der veralteten Technik im Bereich der Warmwasserverteilung zur Legio- nellenprävention notwendig. Die DLRG führt das Bad an Sonntagen eigenständig, was Personalkosteneinsparungen zur Folge hat. Prognose Als Gruppenbad ist das Bad weiterhin notwendig und zur Sicherstellung des Schul- und Vereinssports im Osten der Stadt wichtig. Es besteht die Gefahr, dass das Bad aufgrund von Havarien kurzfristig geschlossen werden muss und nur durch entsprechende (nicht zu beziffernde) Sofortinvestitionen wieder geöffnet werden kann. Die derzeitigen Besucherzahlen werden aller Voraussicht nach auf dem jetzigen Niveau bleiben. V50 53 9.4 Therme Vierordtbad Positionierung Wellness der Extraklasse, exklusive Therme im Herzen der Stadt Allgemeines Lage: Innenstadt - Ettlinger Straße 4 Erbaut: 1873 Kurbad 1900 Badehaus (denkmalgeschützt) 2002 – 2004 Umbau Einzugsgebiet: bis zu 40 Min. Fahrzeit Haltestelle: Kongreßzentrum Parkmöglichkeit: gut, im Kongreßzentrum sowie Best-Western-Hotel (Tiefgarage mit Rabatt; 6 h/2 €) Zielgruppe Ruhe- und Erholungsuchende Besonderheiten gute Kombination aus Wellness, Kosmetik und Massage; Badehaus mit textilfreiem Schwimmen Damensauna (mittwochs) Zustand allgemein gut, Technik neu, Außensaunen stark sanierungsbedürftig, Dampf- bad zu klein, Innenhöfe sind sanierungsbedürftig, Einbau Lüftungsanlage im Umkleidebereich (dringend erforderlich), bauliche und energetische Sanierung der Rotunde notwendig, Fassaden- und Dachsanierung kommt Ausstattung Tab. 21 Wassertiefe Fläche Schwimmbecken 1,40 m – 1,88 m 20 m x 10 m 169 m² Bewegungsbecken 0,90 m – 1,35 m 7,6 m x 10 m 76 m² Warmwasserbecken 1,20 m 4,8 m x 3,8 m 18 m² Whirlpool 0,80 m achteckig 10 m² Tauchbecken 1,20 m 2,8 m x 3,8 m 4 m² Gesamt 277 m² Tab. 22 Saunen Kapazität in Pers.Temperaturen Luftfeuchtigkeit Große Sauna 60 90 °C Aufgüsse Kleine Sauna 40 85 °C Aufgüsse Dampfbad 8 45 °C 100 % Tepidarium (Außensauna) 14 50 °C 65 % Vitarium (Außensauna) 16 55 °C 50 % Finnische Sauna (Außen) 15 95 °C 20 % Tab. 23 Ruhebereich Liegen Rotunde keine Liegebereiche Ost/Mitte/West je 15 Warmluftraum 7 Absoluter Ruheraum 10 Saunahof West 10 Innenhof Ost 22 Badehaus 13 V50 54 Freizeit-, Wohlfühl- Innenhöfe West und Ost und Vitalraum für Shiatsu und Klangschalenmassage sowie Qi-Gong Sportmöglichkeiten Massagepraxis (verpachtet) Kosmetik (verpachtet) Gastronomie Bistro (verpachtet) Investitionen Therme Vierordtbad Tab. 24 Prioritätx2 / x3Investitionen VierordtbadKosten € A x2 Dampfbad0,070 Mio.€ A x2 Sanierung und Neugestaltung Innenhof West inkl. Saunen und Außenbecken, Neugestaltung der Liege- und Bewegungsflächen 0,700 Mio.€ A x2 Einbau Lüftungsanlage Umkleiden0,250 Mio.€ B x2 Dacheindeckung Flure, Kopfbau West und Ost und "absoluter Ruheraum"0,250 Mio.€ B x2 Sanierung und Neugestaltung Innenhof Ost "Kneippbecken"0,250 Mio.€ B x3 Thermalwassererschließung1,500 Mio.€ B x3 Erweiterung Saunaangebot (Schnee- und/oder Salzkabine)0,300 Mio.€ B x3 Ausbau Kopfbau West für Medical Wellness0,400 Mio.€ B x3 Fitnesscenter Gartenhalle, bauliche Vorbereitung0,300 Mio.€ B x3 Umnutzung Lichthof Böhlerbau / Gartenhalle z.B. Gradierwerk0,150 Mio.€ B x3 Kaminzimmer (Ruheraum)0,030 Mio.€ C x2 Warmwasserbereitung / Warmwasserspeicher0,050 Mio.€ Summe:4,250 Mio.€ Operativer Zuschuss und Besucherzahlen Vierordtbad Abb. 29 Vierordtbad 603.707 €983.159 €819.521 €462.777 €649.247 €933.826 €545.847 €481.466 €393.618 €581.379 € 0 € 200.000 € 400.000 € 600.000 € 800.000 € 1.000.000 € 1.200.000 € 20002001200220032004200520062007200820092010 Euro 0 20.000 40.000 60.000 80.000 100.000 120.000 140.000 Besucher Zuschüsse operativBesucher V50 55 Therme Vierordtbad Die Therme Vierordtbad ist eine „Perle“ im Herzen der Stadt Karlsruhe. Die Besucherzahlen konnten nach dem Umbau in 2004 stark gesteigert werden. Die Besucherkurve zeigt einen bädertypischen Verlauf, Nachattraktivierungen sind nötig, um wieder eine höhere Nachfrage zu generieren. Im stark wachsenden Markt der wellness- und gesundheitsbegeisterten Nachfrager ist hier eine noch eindeutigere Positionierung notwendig. Hier können aufgrund des hochwertigen Ambientes und nach einer Re-Attraktivierung der Außensaunaanlage deutlich bessere Umsätze generiert werden. Die Therme Vierordtbad wird zum Thermalbad der Extraklasse ausgebaut und auch mit einer entsprechenden Tarifstruktur ausgestattet, welche sich nicht an dem kommunalen Preisgefüge orientieren darf. Thermalwasser wird ein Alleinstellungsmerkmal sein, welches durch das Publikum auch entsprechend honoriert wird, höhere Eintrittspreise können generiert werden. Weiterhin bietet eine eigene Thermalquelle deutliche Einsparungen im Energiebereich und beim Wasserverbrauch. Wohlfühlpakete werden zunehmend angeboten und nachgefragt. Die Therme Vierordtbad lädt zum Tagesurlaub in Wohnortnähe ein. Der Bädermarkt in Karlsruhe braucht und verträgt ein Thermalbad, welches sich konsequent an der Zielgruppe der ruhe-, erholungsuchenden und älter werdenden Gäste ausrichtet. Für Kinder ist die Therme Vierordtbad wenig interessant, entsprechende Ermäßigungen sind daher nicht vorgesehen. Nachdem der Begriff „Therme“ kein geschützter Begriff ist und lediglich die Anwendung/Nutzung von warmem Wasser impliziert, ist es wichtig, das Thema Wohlfühlen entsprechend umzusetzen. Der Anwendungsbereich (Massage und Kosmetik) ist verpachtet. Angeboten werden vielerlei Massagen und Anwendungen sowie kosmetische Behandlungen, die Akzeptanz der Besucher ist gut. Schulen und Sportvereine nutzen das Bad aufgrund der Positionierung und des für Schwimmunterricht zu warmen Wassers nicht. Im Badehaus führen die Rheuma – Liga und andere Anbieter ihre Gesundheitsanwendungen durch. Aufgrund der Beckengeometrie und der Möglichkeit, ab 15 Uhr textilfrei zu baden, ist die Therme Vierordtbad nicht für das Schulschwimmen geeignet. Prognose In den nächsten Jahren wird die Therme Vierordtbad ihre Stellung innerhalb der Bäderlandschaft Karlsruhe festigen und weiter ausbauen können. Unabdingbar sind entsprechende Ersatz- und Neuinvestitionen, welche dem Grundkonzept „Medical Wellness“ folgen und der immer älter werdenden Bevölkerung sowie dem zukünftig zu erwartenden Nachfrageverhalten Rechnung tragen. Das Thema „Gesundheit“ steht im Vordergrund. Eine Konkurrenzsituation mit dem Europabad und dem Fächerbad ist bedingt vorhanden, kann aber durch unterschiedliche Positionierung der Saunen reduziert werden. Die drei großen Saunaanlagen decken den Karlsruher Bedarf ab. Die Umnutzung der Gartenhalle zum Fitnesscenter im Rahmen eines PPP- Projektes würde hier eine Bereicherung für die Therme Vierordtbad bedeuten und wäre so auch ein Alleinstellungsmerkmal, das positive Auswirkungen auf die Therme Vierordtbad hätte. Ziel sollte es sein, die jetzige Zahl der Badegäste zu halten. Ein dauerhafter Anstieg der Besucherzahlen über 110.000 Besucher pro Jahr, würde dem Sinn der Anlage, Ruhe und Erholung zu bieten, widersprechen. Die Besuchersteuerung könnte auch über den Eintrittspreis erfolgen, d.h. dass bei einem Preisanstieg zwar weniger Badegäste kommen, dem aber ein besseres Ergebnis aufgrund des höheren Pro-Kopf-Umsatzes entgegen stehen würde. V50 56 9.5 Europabad Karlsruhe Positionierung Erlebnisbad für Karlsruhe und die Region, Schwerpunktbad Allgemeines Lage: Stadtteil Südweststadt Hermann-Veit-Str. 5 Erbaut: 2007/2008 Einzugsgebiet: über 40 Min. Fahrzeit und mehr Haltestelle: Europahalle/Europabad Parkmöglichkeit: Parkdeck (2 € für Badnutzer), Parkplätze vor Ort (teils frei, teils kostenpflichtig – 2 € für Badnutzer) Zielgruppe Erlebnis- und Ruhesuchende (Sauna), alle Altersklassen Besonderheiten anspruchsvoller Wildwasserfluss, Aquacross Zustand gut, Maßnahmen zur Attraktivität alle 2 Jahre notwendig Ausstattung Tab. 25 Wassertiefe Fläche Schwimmbecken 1,40 m – 1,80 m 6 Bahnen, 25 m x 15 m 389 m² Nichtschwimmbecken 0,70 m – 1,20 m unregelmäßig 112 m² Erlebnisbecken 1,35 m 437 m² Außenbecken 1,35 m 154 m² Kinderbecken 0 m – 0,60 m 60 m² Planschbecken 0 m – 0,25 m 46 m² Schiffchenkanal - 46 m² Wildwasserfluss - 246 m² Geysirbecken 1,30 m 54 m² Tauchbecken 1,30 m 10 m² Gesamt 1.554 m² Tab. 26 Saunen Kapazität in Pers.Temperaturen Luftfeuchtigkeit Finnische Sauna 25 85 °C Aufgüsse Schwyzhuus 80 90 °C Aufgüsse Irische Sauna 18 50 °C 50 % Römerbad 14 40 °C 100 % Arena Sauna 35 100 °C Aufgüsse Dampfbad (textil) 35 50 °C 100 % Tab. 27 Ruhebereich Liegen Wintergarten 20 Saunagarten 50 Sonnenterrasse 20 Raum der Stille 15 V50 57 Wasserattraktionen Riesenrutsche (170m) Wildwasserfluss (100m) Familienbreitrutsche Massagedüsen Strömungskanal Aquacross Freizeit-, Wohlfühl- Massage & Kosmetik (verpachtet) und Solarien Sportmöglichkeiten Kurse Gastronomie Sauna- und Badbistro (beide verpachtet) Investitionen Europabad Karlsruhe Tab. 28 Prioritätx2 / x3Investitionen EuropabadKosten € A x3 Außensaunen + Ruhehaus0,500 Mio.€ A x3 Raketenrutsche0,300 Mio.€ B x3 Solebecken im Außenbereich 2,000 Mio.€ B x3 Black-Hole-Röhrenrutsche0,400 Mio.€ B x3 Erdsauna0,300 Mio.€ B x3 Tauchbecken außen, Kneippbecken0,250 Mio.€ B x3 Hängebrücke0,150 Mio.€ Summe:3,900 Mio.€ Operativer Zuschuss und Besucherzahlen Europabad Abb. 30 Europabad 1.197.567 €1.096.327 € 0 € 100.000 € 200.000 € 300.000 € 400.000 € 500.000 € 600.000 € 700.000 € 800.000 € 900.000 € 1.000.000 € 1.100.000 € 1.200.000 € 1.300.000 € 1.400.000 € 1.500.000 € 20002001200220032004200520062007200820092010 Euro 0 50.000 100.000 150.000 200.000 250.000 300.000 350.000 400.000 450.000 500.000 Besucher Zuschüsse operativBesucher V50 58 Europabad Das Europabad ist eines von zwei Schwerpunktbädern in der Karlsruher Bäderlandschaft. Die Ta- rifbereiche für Bad und Sauna sind hochattraktiv. Das Einzugsgebiet geht weit über die Stadtregi- on von Karlsruhe hinaus. Die Region Karlsruhe umfasst rd. 1,6 Millionen Einwohner und erstreckt sich auf einer Fläche von 5.916 km² zwischen Germersheim und Bühl sowie zwischen Sulzfeld und Wissembourg. Auch von der französischen Bevölkerung im grenznahen Elsass wird das Europa- bad stark genutzt. In einem modernen Freizeitbad ist es unabdingbar, in kürzeren Zeitabständen durch Neuinvestitio- nen oder Modernisierungen stets die Attraktivität zu erhöhen. Im Badebereich sind bereits die Vor- aussetzungen für die Installation von zwei weiteren Großrutschen vorhanden. Der Saunabereich soll mit weiteren Außensaunen und einem Ruhehaus ausgestattet werden. Der Bereich Anwen- dungen und Kosmetik muss im Hinblick auf eine komplette Angebotspalette ebenfalls ausgebaut werden. Eine Abgrenzung zur Therme Vierordtbad bleibt dabei wegen der dort gegebenen besse- ren räumlichen Voraussetzungen und des komplexeren Gesamtangebots gewahrt. Durch eine große Angebotsvielfalt im Bade- und Saunabereich werden eine höhere Verweildauer der Gäste und damit auch ein höherer Gesamtumsatz erzielt. Insbesondere der Saunabereich ist von hoher wirtschaftlicher Bedeutung. Im Gegensatz zum Badebetrieb ist eine Sauna weniger per- sonalintensiv und verbraucht weniger Energie. Es ist daher elementar und strategisch wichtig, durch ausgewogene Saunaangebote die Gäste an die Einrichtung zu binden und sie zur Nutzung der Angebote und der damit verbundenen Umsatzsteigerung anzuregen. Das Europabad steht außer an Wochenenden täglich auch für das Schulschwimmen zur Verfü- gung. Dabei nutzen die Schulen teilweise auch über die vorbehaltenen Schulschwimmzeiten von sieben bis zehn Uhr das Bad. Es ist aber gewährleistet, dass immer mindestens drei Bahnen für den öffentlichen Badebetrieb und die zahlenden Gäste vorgehalten werden. Das Frühschwimmen (dienstags und donnerstags) wird mit jeweils ca. 30 Teilnehmern nur mäßig angenommen und ist wirtschaftlich nicht darstellbar. Prognose Das Europabad hat sich mittlerweile als Freizeit- und Erlebnisbad auf dem Markt gut etabliert. Es ist ein Magnet für die Region. Als bedingt vergleichbare Einrichtungen im größeren Umkreis von Karlsruhe können lediglich das Aqua-Toll in Neckarsulm oder das Miramar in Weinheim genannt werden. Die Besucherzahlen können noch weiter gesteigert werden, wodurch sich der Kostendeckungs- grad weiter verbessern wird. Durch zusätzliche Angebote (z.B. Sonderveranstaltungen wie Mitter- nachtssauna, Erweiterung des Shop-Angebots oder auch neue Anwendungen und Massagen) sollen eine höhere Kundenbindung und damit auch mehr Stammgäste erreicht werden. Einen besonderen Schwerpunkt stellt der Ausbau des Saunabereichs zu einer absoluten Premi- umsauna dar. Mit der vorgesehenen Errichtung einer original russischen Banja-Sauna erhält das Europabad ein absolutes Alleinstellungsmerkmal im gesamten süddeutschen Raum, das mit Si- cherheit auch Saunagäste aus weiter entfernten Regionen anziehen wird. Das Europabad wird sich weiter auf dem Markt behaupten und seine Vormachtstellung als Schwerpunktbad noch mehr herausstellen. Durch eine ausgewogene Angebotspalette und weitere kundenfreundliche Serviceleistungen sollte es in Verbindung mit einer ausgewogenen Tarifpolitik gelingen, in ca. drei bis fünf Jahren die gesamten Betriebskosten zu erwirtschaften und ohne dies- bezügliche Zuschüsse auszukommen. V50 59 9.6 Fächerbad Positionierung Sport- und Familienbad/Kombibad, Schwerpunktbad Allgemeines Lage: Stadtteil Waldstadt/Hagsfeld, Am Sportpark 1 Erbaut: 1982 Einzugsgebiet: ca. 30 Min. Fahrzeit Haltestelle: Fächerbad, Hagsfeld Süd Parkmöglichkeit: gut, kostenfrei Zielgruppe Sport- und Freizeitschwimmer/-innen, Familien Besonderheit 50m-Becken mit Zuschauertribüne abgeteilte Bahn für Rückenschwimmer/-innen Zustand Gebäude: dem Alter entsprechend befriedigend Haus- und Badewassertechnik: Heizung, Lüftung, Sanitär gut bis auf das Lei- tungsnetz; Badewasseraufbereitung noch ausreichend Elektrotechnik: dem Alter entsprechend befriedigend mit teilweise veralteter Technik Einrichtungen: guter Zustand bis auf die Umkleidekabinen Ausstattung Tab. 29 Wassertiefe Fläche Sportbecken 1,83 m 8 Bahnen, 50 m x 21 m 1.050 m² Springerbecken 3,90 m 10,6 m x 12,5 m 134 m² Mehrzweckbecken 0,60 m - 1,40 m 4 Bahnen, 16,6 m x 14 m 233 m² Planschbecken 0,30 m 4,3 m x 4,3 m 18,5 m² Außen-Attraktionsbecken 1,35 m Durchmesser 9m 78,5 m² Aufwärmbecken 0,60 m 2,5 m x 1,5 m 4 m² Sauna-Außenbecken 1,30 m 10 m x 3,8 m 38 m² Sauna-Whirlpool 0,80 m 2 m x 2 m 4 m² Sauna-Tauchbecken 1,20 m 2,5 m x 1,5 m 4 m² Gesamt 1.564 m² Tab. 30 Saunen Kapazität in Pers.Temperaturen Luftfeuchtigkeit Aufguss-Sauna 25 90 °C Aufgüsse Blockhaus-Sauna 18 95 °C Aufgüsse Trockensauna 10 90 °C 15 % Kräutersauna 12 80 °C 30 % Tepidarium (Dampf, Duft) 20 60 °C 40 % Rötharium (Duft) 10 55 °C 45 % Dampfbad 14 50 °C 100 % Tab. 31 Ruhebereich Liegen Ruheraum UG 12 Schlafraum 10 Ruheraum Saunahaus 14 Leseraum Saunahaus 21 V50 60 Wasserattraktionen Sprungbretter 1m und 3m Kinderrutsche Freizeit-, Wohlfühl- Massagen und Solarien Sportmöglichkeiten Tribüne Spielstube Kinderspielplatz Beachvolleyball (3 Felder) Gastronomie Cafeteria Bistro Investitionen Fächerbad Tab. 32 Prioritätx2 / x3Investitionen FächerbadKosten € A x2 Maßnahmen der Priorität A0,318 Mio.€ A x2 Maßnahmen der Priorität A0,323 Mio.€ A x2 Maßnahmen der Priorität A0,937 Mio.€ A x3 Vorplanung Kombibad0,110 Mio.€ A x3 Wettbewerb und Entwurfsplanung Kombibad0,250 Mio.€ A x3 Erweiterung zum Kombibad (Baubeginn 10/2012)4,000 Mio.€ A x3 Erweiterung zum Kombibad (Fertigstellung 5/2014)4,000 Mio.€ B x2 Maßnahmen der Priorität B0,186 Mio.€ B x2 Maßnahmen der Priorität B0,276 Mio.€ B x2 Maßnahmen der Priorität B0,948 Mio.€ B x2 Maßnahmen der Priorität B1,525 Mio.€ B x3 Neuanlage Saunagarten mit Erdsauna0,100 Mio.€ C x2 Maßnahmen der Priorität C0,864 Mio.€ C x3 Badeteich im Saunagarten mit Saunahaus0,900 Mio.€ Summe:14,737 Mio.€ Operativer Zuschuss und Besucherzahlen Fächerbad Abb. 31 Fächerbad 867.661 €224.414 €509.472 €347.078 €290.764 €504.158 €560.624 €558.102 €613.043 €790.061 € 0 € 100.000 € 200.000 € 300.000 € 400.000 € 500.000 € 600.000 € 700.000 € 800.000 € 900.000 € 1.000.000 € 1.100.000 € 1.200.000 € 20002001200220032004200520062007200820092010 Euro 0 100.000 200.000 300.000 400.000 500.000 600.000 Besucher Zuschüsse operativBesucher V50 61 Fächerbad Das Fächerbad erfüllt seit knapp 30 Jahren die Aufgabe als Schwerpunktbad für Familien und Sport mit hohen jährlichen Besuchszahlen. Der Einzugsbereich sind das Stadtgebiet und das nördliche und östliche Umland von Karlsruhe. Ein differenziertes Preissystem unterstützt die tägliche Auslastung und berücksichtigt verschiedenste Nutzerinteressen trotz des Verzichts auf Tageszeitbegrenzungen. Nur dadurch kann der Ausgang unkontrolliert erfolgen. Hierbei spielen die verschiedenen Zeitkarten eine große Rolle. Die Nutzung durch den öffentlichen Badebetrieb, die Schulen und Vereine, sowie die Saunabesucher erfolgt weitgehend gleichzeitig sowohl zeitlich wie räumlich. Eine große Nachfrage besteht beim Frühschwimmen ab 6 Uhr, wie auch in den Abendstunden. Hier ist durch die parallele Vereinsnutzung im Leistungs- und Breitensport Schwimmen, durch weitere Wassersportarten und durch die Kurse der öffentliche Schwimmbereich für die Nachfrage nicht ausreichend. Die Verlängerung der Schulzeit in den Nachmittag hat dieses Defizit noch verstärkt. Eine Reihe von organisierten Sportangeboten kann nur im Springerbecken durchgeführt werden, was die Möglichkeit zum Wasserspringen auf das Wochenende beschränkt. Auch an Sommerbadetagen ist der Tagesbesuch trotz der großen Außenanlagen mit Spielflächen nicht stärker als sonst. Das Bad wird ohne unbedachte Schwimmmöglichkeit in der Bevölkerung nicht als Freibad angesehen. Seit 1982 hat das Bad mit dem Ausbau einer Saunalandschaft 1989 nur eine wesentliche Innovation erhalten. Die dadurch erzielte Verbesserung der Wirtschaftlichkeit ist nach dem Bau weiterer Großsaunen in Karlsruhe (Therme Vierordtbad, Europabad) und im Umland (Ettlingen, Bruchsal, Landau) teilweise wieder verloren gegangen. Umfangreiche anstehende Sanierungen wurden 2009 am Gebäude und bei der Haustechnik begonnen, ermöglicht durch einen zusätzlichen Investitionskostenzuschuss der Stadt. Prognose Mit der Konzeption des Europabades als zweites Schwerpunktbad ist die schwimmsportliche Ausrichtung des Fächerbades die zu stärkende Betriebsaufgabe geworden. Mit dem Errichten zusätzlicher Wasserflächen können weitere Besucher insbesondere für organisierte Sportangebote gewonnen werden. Die erweiterte Infrastruktur ermöglicht in der Folge auch ohne größere Verluste das notwendige Durchführen von Instandhaltungsmaßnahmen mit Betriebseinschränkungen. Mit dem Ausbau des Fächerbades zum Kombibad (Frei- und Hallenbad) wird die Stellung als Schwerpunktbad mit regionaler Ausrichtung als Sport- und Familienbad über das ganze Jahr dokumentiert. In einem weiteren Schritt wird die Erweiterung der Sauna im Freigelände in Verbindung mit einem (chlorfreien) Badesee neue Besucher gewinnen lassen und die Wirtschaftlichkeit verbessern. Ziel ist, den operativen Zuschuss auf Dauer bei unter 2 € pro Besucher zu senken und zu halten. V50 62 Partnerschaftsvertrag Das Fächerbad wurde bis 2008 von der Sportpark Karlsruhe-Nordost GmbH betrieben. Die GmbH von vier Gesellschaftervereinen (SSC Karlsruhe als Mehrheitsgesellschafter, Bürgerverein Wald- stadt, Polizeisportverein Karlsruhe, KSV Rintheim-Waldstadt) arbeitete auf gemeinnütziger Basis mit Unterstützung eines ehrenamtlichen Beirats, in dem sich ein bürgerschaftliches Engagement erhalten hat, nachdem der Bau des Bades und die konzeptionelle Gestaltung gleichfalls ehrenamt- lich initiiert und begleitet wurden. Ziel der Partnerschaftsvereinbarung zwischen den Gesellschaftervereinen, der Stadt Karlsruhe, der Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs-, und Hafen GmbH und der Karlsruher Bädergesellschaft mbH, die 2008 im Hinblick auf den zum 01.01.2009 erfolgten Eintritt der KVVH in den Gesellschaf- terkreis mit einem Gesellschaftsanteil von 60% abgeschlossen wurde, ist der Erhalt dieses das Fächerbad charakterisierenden Elements. In fünf Anlagen wurde der Rahmen der künftig als Fächerbad Karlsruhe GmbH firmierenden Ge- sellschaft zum Betrieb des Fächerbades mit einer Gültigkeit von 20 Jahren beschrieben: Anlage 1 : Bäderkonzept und evtl. zukünftige vom Gemeinderat beschlossene Fortschreibungen Anlage 2 : Gesellschaftsvertrag der Fächerbad Karlsruhe GmbH Anlage 3 : Grundsätze zur Aufteilung des Finanzvolumens im Bäderetat Hierin wird der Bäderetat in drei Bereiche x1, x2 und x3 strukturiert. Für betriebsnotwendige Unter- haltungsinvestitionen (x1) und Investitionsmittel für eine nachhaltige Entwicklung (x2) sind die Mit- tel im jeweiligen Haushalt der Stadt bereitzustellen. Die Höhe der Finanzmittel für Ausbau und Att- raktivitätssteigerungen (x3), sowie die Aufteilung unter den Bädern soll nach jeweils festzulegen- den Prioritäten nach dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit erfolgen. Anlage 4 : Auflistung bestehender Verträge Anlage 5 : Entwicklungskonzeption für das Fächerbad Im Rahmen der Moderation durch Prof. Ulmer (früherer Geschäftsführer der KVVH) wurde dieses abgestimmte Konzept von den Gesellschaftern und der Geschäftsführung der Sportpark Karlsruhe- Nordost GmbH zusammen mit der Karlsruher Bädergesellschaft mbH erstellt. Beteiligt an den Gesprächsrunden waren ferner das Bäderdezernat und die Kämmerei der Stadt. Der Verabschiedung der Konzeption vorausgegangen war ein Gutachten der Internationalen Aka- demie für Sport-, Bäder- und Freizeitbauten (IAB). V50 63 9.7 Albschule Therapiebecken Positionierung Therapiebecken Allgemeines Lage: Stadtteil Rüppurr - Scheibenhardter Weg 23 Erbaut: 1983 Einzugsgebiet: entfällt Haltestelle: Belchenplatz (Bus) Parkmöglichkeit: mäßig Zielgruppe Albschule und der dazugehörige Kindergarten Besonderheiten Therapiebecken für behinderte Kinder. Sanierungen finden durch das Amt für Hochbau- und Gebäudewirtschaft statt. Die Betreuung der Badewassertechnik wird durch das Personal des Freibades Rüppurr mit erledigt. Zustand ordentlicher Zustand Ausstattung Tab. 33 Wassertiefe Fläche Therapiebecken 0 m - 1,60 m 6 m x 10 m 60 m² Hubboden 6m x 10 m 0 m - 1,60 m Gesamt 60 m² Das Therapiebecken der Albschule ist ein Miniatur-Hallenbad für einen geschlossen Nutzerkreis (Albschule und Kindergarten). Es findet weder öffentlicher Badebetrieb noch Schul- und Vereins- schwimmen statt. Prognose Das Therapiebecken erfüllt eine Spezialfunktion. Es wird durch die Veränderungen der Bäderlandschaft nach diesem Konzept nicht berührt. V50 64 9.8 Oberwaldbad Positionierung Ergänzungs-Hallenbad im Stadtteil Rüppurr Allgemeines Lage: Stadtteil Rüppurr - Erlenweg 2 Erbaut: 1970 Einzugsgebiet: ca. 10 Min. Fahrzeit Haltestelle: Schloss Rüppurr Parkmöglichkeit: gut Zielgruppe Senioren, Reha, Kursteilnehmer und Bewohner/-innen des Wohnstifts Residenz Rüppurr Besonderheiten Das Oberwaldbad wird jährlich mit 100.060 € von der Stadt Karlsruhe bezuschusst Zustand guter Erhaltungszustand Ausstattung Tab. 34 Wassertiefe Fläche Lehrschwimmbecken 0,3 m – 3,40 m 3 Bahnen, 16,6 m x 8 m 133 m² Hubboden bis 3,40 m Gesamt 133 m² Tab. 35 Saunen Kapazität in Pers.Temperaturen Luftfeuchtigkeit Sauna 10 85 Aufgüsse Tab. 36 Ruhebereich Liegen Terrasse 10 Das Oberwaldbad ist ein kleines Hallenbad, das auch für den öffentlichen Badebetrieb geöffnet ist. Einen großen Anteil der Nutzer bilden die Bewohner/-innen der Residenz Rüppurr. Es finden viele Kurse und Gesundheitsanwendungen statt, und auch 5 Schulen nutzen das Bad für den Schul- schwimmsport. Die Stadt zahlt für das Oberwaldbad seit 2007 einen Betriebskostenzuschuss von 100.060 € p.a. Zuvor bewegte sich der Zuschuss zwischen rd. 92.000 € und 102.260 €. Prognose Das kleine Oberwaldbad erfüllt eine Nischenfunktion (Residenzbewohner/-innen, Senioren/-innen, Gesundheitssport, z.B. Osteoporose), die durch die anderen Bäder nicht gefährdet ist bzw. in Zu- kunft nicht gefährdet wird. Veränderungen der Bäderlandschaft nach diesem Konzept werden das Oberwaldbad nicht oder kaum tangieren. Der öffentliche Badebetrieb wird auch künftig nur eine geringe Rolle spielen. Die Besucherzahlen liegen seit den letzten 5 Jahren zwischen 45.000 und 50.000 und werden sich auch in Zukunft nicht signifikant verändern. V50 65 9.9 Universitätsbad KIT Positionierung Hallenbad beim KIT Campus Süd Allgemeines Lage: Stadtmitte - Engler-Bunte-Ring 15 Erbaut: 1980 Einzugsgebiet: Karlsruhe Haltestelle: - Parkmöglichkeit: mäßig Zielgruppe Studierende, Beschäftigte der Hochschulen Besonderheiten Betreiber: KIT Kein öffentlicher Badebetrieb Zustand guter baulicher Zustand Ausstattung Sauna Tab. 37 Wassertiefe Fläche Schwimmbecken 3,80 m 5 Bahnen, 25 m x 12,5 m 313 m² Teilhubboden 0 m - 1,80 m Gesamt 313 m² Erklärung Das Bad steht allen Karlsruher Studierenden (KIT, BA, FH, PH, usw.) sowie den Beschäftigten aller Hochschulen offen. Zusätzlich wird das Bad noch durch den Universitätssport, den Dienstsport der Landespolizei, durch 1 Schule (Kant-Gymnasium) sowie 1 Verein (DLRG-Stadtgruppe) genutzt. Die Belegungsgrenze ist erreicht. Der Jahresdurchschnitt der Besucher (Studierende, Beschäftigte usw.) liegt bei ca. 40.000 Perso- nen. Die fortlaufende Instandhaltung erfolgt über das Universitätsbauamt bzw. das staatliche Vermö- gens- und Hochbauamt. Das Universitätsbad ist nur für einen geschlossenen Personenkreis zugänglich, es ist als reines Sportbad gebaut und wird so genutzt. Maßnahmen im Rahmen dieses Bäderkonzepts sind nicht möglich und nicht erforderlich. Prognose Das Universitätsbad ist durch den Eigenbedarf der Universität voll ausgelastet und wird durch das neue Bäderkonzept nicht berührt. V50 66 9.10 Hallenbad Schöneck Positionierung Spezial-Hallenbad Allgemeines Lage: Stadtteil Durlach - Sportschule Schöneck Erbaut: 1969 1988 Sanierung Einzugsgebiet: Karlsruhe Endhaltestelle: Durlach/Turmberg Parkmöglichkeit: mäßig, ca. 30 Parkplätze Zielgruppe Sportler/-innen Nutzer: Badischer Fußballverband, DLRG, Tauchclubs, Unterwasserrugby Besonderheiten kein öffentlicher Badebetrieb Zustand guter baulicher Zustand Ausstattung Tab. 38 Wassertiefe Fläche Schwimmbecken 3,40 m 5 kleine Bahnen, 16,6 m x 8 m 133 m² Hubboden bis 3,40 m Gesamt 133 m² Das Hallenbad in der Sportschule Schöneck umfasst 1 Becken und dient den Sportlern/-innen und z.B. auch den Kursteilnehmern/-innen der Sportschule zum Schwimmen und Üben. Es spielt für die Karlsruher Bäderlandschaft eher eine untergeordnete Rolle. Prognose Da in der Sportschule Schöneck kein öffentlicher Badebetrieb stattfindet, wird das Hallenbad auch durch Veränderungen im Bäderkonzept nicht berührt. V50 67 10. Schul- und Vereinsschwimmen 10.1 Schulschwimmen Das Schulschwimmen ist nicht im Schulgesetz sondern in den Bildungsplänen der einzelnen Schularten verankert. Siehe hierzu: http://www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Bildungsplaene Grundschule: Der Schwimmunterricht ist im Fächerverbund BSS „Bewegung, Sport und Spiel“ integriert. Dieser Fächerverbund ist im Lehrplan als verpflichtendes Element aufgeführt. (Bildungsplan 2004, S. 112-115, Punkt 2.4) Hauptschule/Werkrealschule: Für die Klassen 5 und 6 (Bildungsplan S. 140) ist die Zielsetzung, dass Kinder an 2 Schwimmarten herangeführt werden. Die einzelnen Themen ergeben sich aus schulorganisatorischen und oft auch aus personellen Gegebenheiten vor Ort. Realschule: S. 140 Klasse 5 und 6 Grundformen der Bewegung, 2 Schwimmarten in Grobform, schnell schwimmen und sich ausdau- ernd im Wasser bewegen; tauchen, gleiten, schweben, springen. S. 141 Klasse 7 und 8 Grundformen der Bewegung, (Akrobatik-Tanz)/Schwimmen, nach einem Sprung vom Beckenrand sich 10 Minuten im tiefen Wasser bewegen, sich in mindestens 3 Schwimmarten fortbewegen, eine Strecke von mindestens 6 Metern tauchend zurücklegen. Gymnasium: S. 303 Klasse 6 2 Schwimmarten in Grobform, schnell schwimmen und sich ausdauernd im Wasser bewegen; tauchen, gleiten, schweben, springen. S. 304 Klasse 8 in 2 Schwimmarten fortbewegen und eine weitere Schwimmart kennen lernen, eine längere Stre- cke ohne Pause schwimmen. Nach einer Auflistung der Schüler- und Klassenzahlen der Karlsruher Grundschulen sowie einer Prognose zur Entwicklung deren Größen bis zum Schuljahr 2025/2026 lassen sich folgende Ten- denzen erkennen: Die Anzahl der Schüler/innen und somit auch der Klassen der Grundschulen wird sich in den nächsten 15 Jahren nicht signifikant verändern. Aufgrund dieser Tendenz werden in den nächsten 10 – 15 Jahren nicht mehr bzw. nicht weniger Zeiten/Bahnstunden für das Schulschwimmen in den Karlsruher Bädern benötigt. Dies bedeutet weiter, dass die derzeitigen Schulschwimmzeiten ausreichen und auch weiterhin ausreichen werden. V50 68 Die momentane Situation des Schulschwimmens im Bereich der Karlsruher Bäder stellt sich im Einzelnen wie folgt dar: Weiherhofbad Insgesamt 10 Schulen führen das Schulschwimmen im Weiherhofbad durch. Hierfür stehen 4 Bahnen und das Lehrschwimmbecken zur Verfügung. Schulschwimmen wird hier auch in den Nachmittagsstunden parallel zum öffentlichen Badebetrieb auf 1 Bahn angeboten. Lediglich der Montagvormittag ist wegen Grundreinigung für Schulen nicht belegbar. Da nur 2 Sammelumklei- den vorhanden sind, können auch nur max. 2 Schulklassen gemeinsam ins Bad. Eine Benutzung der Familienumkleiden wäre hier zu prüfen. Neureut Das Adolf-Ehrmann-Bad Neureut hat nur 3 Bahnen. Deshalb kann nur außerhalb des öffentlichen Badebetriebs Schulschwimmen angeboten werden. Eine Schule belegt i.d.R. komplett alle 3 Bah- nen auf einmal. Derzeit sind 8 Schulen in Neureut untergebracht. Eine Abtrennung und somit eine Belegung nach Bahnen, wie im Weiherhofbad, sollte geprüft werden. Dadurch wären eine Gleich- behandlung mit den anderen Bädern und Mehreinnahmen gewährleistet. Hier ist jedoch auch die Umkleidesituation zu beachten. Grötzingen Insgesamt belegen 6 Schulen aus Karlsruhe und 4 aus dem Umland das Bad. Den Schulen steht von 7:45 Uhr bis 13:00 Uhr das komplette Bad mit seinen 5 Bahnen zur Verfügung. Nur dienstags ist die Belegungszeit wegen der Grundreinigung eingeschränkt. Europabad Die Anzahl der Schulen, die Schulschwimmen im Europabad durchführen, ist relativ konstant und liegt derzeit bei 31 Schulen aus der Stadt Karlsruhe und 1 Schule aus dem Umland (Durmersheim). Den Schulen stehen von 7:45 Uhr bis 10:00 Uhr 6 Bahnen zur Verfügung. Dienstags und donners- tags und an den anderen Tagen ab 10:00 Uhr können wegen des öffentlichen Badebetriebs nur 3 Bahnen zur Verfügung gestellt werden. Fächerbad Das Fächerbad bietet Montag von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr insgesamt 8 Bahnen für das Schul- schwimmen an. Von Dienstag bis Freitag sind es 3 Bahnen in der o. g. Zeit. Die Auslastung der für das Schulschwimmen bereitgestellten Zeit liegt im Moment bei ca. 67%. Zurzeit üben 27 Schulen im Fächerbad das Schulschwimmen aus. Oberwaldbad Das Oberwaldbad mit seinem kleinen Becken wird bei Anmietungen durch Kurse, Schulen, usw. immer komplett gemietet. Die Wasserzeiten sind durch viele Kurse, die Residenz Rüppurr und 5 Schulen bereits stark ausgelastet. Die Nebeniusschule führt einmal pro Woche für eine Stunde Schwimmen für muslimische Mädchen durch. Schulen: 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr Tab. 39 Bahnstunden (= 60 Min./Bahn) Bad zur Verfügung stehend Belegt Frei Europabad 143,0086,50 56,50 Weiherhofbad 90,0045,75 44,25 Neureut 52,0047,00 5,00 Grötzingen 125,5036,00 89,50 Fächerbad 162,00108,00 54,00 Oberwaldbad 15,754,25 11,50 V50 69 10.2 Vereinsschwimmen Die Hauptzeit des Vereinsschwimmens liegt nach 17.00 Uhr. Teilweise sind die Vereine bis zum Badeschluss im Bad. Dies gilt allerdings nur für das Erwachsenentraining. Die weitaus größere Gruppe der Kinder und Jugendlichen trainieren bis maximal 21.00 Uhr. Deshalb haben die freien Belegungszeiten des Weiherhof- und Europabades, die hauptsächlich ab 21.30 Uhr vorhanden sind, für die Vereine nur eine geringe Relevanz. Vereinsbelegung Tab. 40 Bahnstunden (=60 Min/Bahn) Bad Zur Verfügung stehend Belegt Frei Europabad 71,5027,00 44,50 Weiherhofbad 66,0033,75 32,25 Neureut 30,7530,75 0,00 Grötzingen 97,0081,75 15,25 Fächerbad 125,00163,00 *) - 38,00 Oberwaldbad 25,0022,50 2,50 *) Die Mehrfachbelegungen entstehen wie folgt: Es werden Bahnen zusätzlich belegt, die den öffentlichen Betrieb einschränken (bis zu 5 Bahnen mit Sport und nur 3 Bahnen für Öffentlichkeit). 3 Bahnen des Schul- und Vereinssports sind so durch Leinen getrennt, dass vier schmälere Bahnen zur besseren Gruppendifferenzierung entstehen. Im üblichen 2-spurigen Trai- ning kann auf 2 m Breite der Bahn nur suboptimal trainiert werden, Nachteile entstehen insbesondere in den Lagen Brust- und Delphinschwimmen. Das Fächerbad als Schwerpunktbad ist das Heimatbad für den Leistungsschwimmsport und den SSC Karlsruhe als dessen wesentlichsten Trägerverein. Im Leistungssport, der in der Schwimm- gemeinschaft Region Karlsruhe organisiert ist, stehen den beiden Leistungsgruppen LG 1 und LG 2 (55 Aktive) 50 % der Flächenkapazität Vereinssport zur Verfügung. Zusätzlich wird über das Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) ein Frühtraining organisiert. Nachteilig wirkt sich aus, dass derzeit nur wenige Aktive Schüler des OHG sind. Hierdurch kann das Angebot des Sportgymnasiums nicht ausreichend genutzt werden. Ursächlich ist auch die fehlende Wasser- fläche für Kinder, so dass auswärtige Talente nicht bereits nach der 4. Klasse zum OHG wechseln. Voraussetzung für Kinder dieses Alters wäre ein 25m Becken. Eine intensive Zusammenarbeit mit dem OHG ist aber der entscheidende Weg zum dauerhaften Erfolg im Leistungsschwimmsport, da mit dem dortigen Kraftraum und der Mittagsverpflegung die erforderlichen Rahmenbedingungen vorhanden sind. In der Vorstufe zum Leistungsschwimmen trainieren die Jüngsten in 8 Teams auf der nicht wett- kampfgerechten 16 2/3 m Bahn (Wassertiefe 1,40 m) des Mehrzweckbeckens, 2 - 4 mal in der Woche. Mehrmals in der Woche wird auf das Grötzinger Bad ausgewichen. Der Erwachsenen- wettkampfsport gliedert sich in zwei Altersgruppen, wobei die ältere Gruppe aus Platzgründen zwi- schenzeitlich auch vormittags trainiert. Auch im Synchronschwimmen und Wasserspringen wird Nachwuchsausbildung und Leistungs- sport betrieben. Unter der Woche ist das Springerbecken durch Training Synchronschwimmen 11 Stunden belegt. Hinzu kommen noch die Sparten Triathlon (12 Bahnenstunden), Unterwasser- Rugby (1,5 Stunden) und Tauchen (6 Stunden). Die Anzahl der Wettkämpfe ist trotz Tribüne und großer Nachfrage auf 2-3 pro Jahr beschränkt, da hierfür ein kompletter Ausfall des Badebetriebs am Wochenende notwendig ist. Das geplante, zu- sätzliche Becken würde hier größtenteils Abhilfe schaffen. V50 70 11. Karlsruher Bädergesellschaft Das vom Gemeinderat am 27.03.2001 beschlossene Bäderkonzept hatte zum Ziel, die Karlsruher Bäderlandschaft in ihren Angeboten zu stärken und einer einheitlichen Steuerung zuzuführen. Bei der Beschlussfassung zur Gründung der KBG - Karlsruher Bädergesellschaft mbH wurde als Ziel formuliert, nach Inbetriebnahme des Europabades mittelfristig auch die städtischen Hallen- und Freibäder, die im Kämmereibereich im steuerlichen Sinne als „Betrieb gewerblicher Art“ ge- führt werden, in die KBG einzubringen. Die damit zusammenhängenden steuerrechtlichen, perso- nalrechtlichen, organisatorischen und finanziellen Fragen wurden in einer Arbeitsgruppe im Jahr 2008 erarbeitet. Ursprünglich sollte entsprechend dem Referentenentwurf im Jahressteuergesetz 2009 eine steuer- liche Verrechnung der Bäderverluste mit den Energiegewinnen auch ohne einen technisch- wirtschaftlichen Verbund möglich sein. Dieser Vorschlag wurde im Jahressteuergesetz 2009 je- doch nicht umgesetzt. Somit ist eine steuerliche Verrechnung der Bäderverluste mit den Energie- gewinnen weiterhin nur möglich, wenn eine enge wechselseitige technisch-wirtschaftliche Verflech- tung von einigem Gewicht besteht. Dies ist beispielsweise durch die Errichtung eines Blockheiz- kraftwerkes im Bad möglich. Dies ist aber nicht in allen städtischen Bädern technisch möglich (ins- besondere Rheinstrandbad Rappenwört, Turmbergbad). Um die verschiedenen noch nicht gelösten steuerrechtlichen Fragen zu klären, fanden in der ers- ten Jahreshälfte 2010 mehrere Abstimmungsgespräche mit dem Finanzamt Karlsruhe-Stadt statt. Abstimmungsinhalte waren folgende drei Themenbereiche: - Zuschüsse der Stadt Karlsruhe aus umsatzsteuerlicher Sicht Der Ausgleich der vollständigen Unterdeckung aus dem Badebetrieb durch die Stadt Karlsruhe könnte als Leistungsaustausch interpretiert werden, wonach der gesamte Ausgleichsbetrag zu- sätzlich umsatzsteuerpflichtig würde. - Anwendung der Mitschlepptheorie Grundsätzlich ist eine wirtschaftliche, technische und organisatorische Verflechtung notwendig, um die Unterdeckung der Bäder steuerlich mit den Gewinnen der KVVH verrechnen zu können. Die technische Verflechtung im Querverbund der KVVH ist durch den Bau von Blockheizkraft- werken (BHKW) zu erreichen. Hierauf kann bei einzelnen Bädern mit untergeordneter Bedeutung im Rahmen der Mitschlepptheorie verzichtet werden. - Verpachtung der Bäder als „Betrieb gewerblicher Art“ Die Verpachtung an die KBG führt zu einer „Betriebsaufspaltung“. Der verpachtende Betrieb ge- werblicher Art wird aufgrund des Pachtentgelts voraussichtlich mit Gewinnen abschließen, die mit den festgestellten Verlustvorträgen aufgerechnet werden können. Dies ist von Seiten der Finanz- behörden noch zu bestätigen. Das Finanzamt Karlsruhe-Stadt beabsichtigt nun, die Integration der Hallen- und Freibäder der Bäderbetriebe in die KBG mit der Oberfinanzdirektion Karlsruhe zu besprechen. Eine Nachricht wird frühestens Ende des Jahres 2010 zu erwarten sein. Trotz intensiver Bemühungen der KVVH und der Stadtkämmerei zur Umsetzung des Bäderkon- zepts können noch keine Voraussagen über evtl. Ergebnisse seitens der Finanzverwaltung getrof- fen werden. V50 71 12. Fächerbad Karlsruhe GmbH Mit der Gründung der ‚Sportpark Karlsruhe-Nordost gemeinnützige Baugesellschaft‘ 1975 durch die Vereine SSC Waldstadt e.V. und Bürgerverein Waldstadt e.V. sollte ein für Karlsruhe neues Modell im Bäderbau und -betrieb realisiert werden. Vorbild war das Vereinsbad des SV Würzburg e.V. Getragen von den Beschlüssen des Gemeinderats und mit Unterstützung der Stadtverwaltung wurde das Modell 1982 realisiert und bis 2008 fortgeführt. In diesen Jahren hat die gemeinnützig für den Sport tätige GmbH jährlich einen Betriebskostenzuschuss durch die Stadt erhalten. Die Zuschusshöhe war so bemessen, dass die GmbH ihren Satzungszweck: Bau und Betrieb von Sportstätten insbesondere für das Schwimmen, verwirklichen konnte. Der Betriebskostende- ckungsgrad war mit 70 – 80 % für ein öffentliches Schwimmbad außergewöhnlich hoch. Hierzu trug eine schlanke, an Vereinsführungen orientierte Verwaltung in der Zusammenarbeit mit dem ehrenamtlichen Engagement der zuletzt vier Gesellschaftervereine bei. Die Verpflichtungen aus dem Kapitaldienst der Bankdarlehen zur Finanzierung von ca. 50 % der Investitionssumme haben die GmbH über den Betriebsverlust hinaus zusätzlich belastet. Der mit den Jahren fortschreitende Werteverzehr der GmbH bedurfte aufgrund der bestehenden Darlehensverpflichtungen und des durch nicht erwirtschafteten oder nicht durch Zuschuss ausge- glichenen Verlustvortrags einer finanziellen Neuregelung. Dies ist 2008 mit Wirksamkeit zum 01.01.2009 durch den Eintritt der KVVH GmbH als Mehrheitsgesellschafter mit 60 % Gesell- schaftsanteil erfolgt. Der Gemeinderat hat am 19.02.2008 die Ergebnisse der Arbeitsgruppen aus Stadt Karlsruhe und den Altgesellschaftern durch den Beschluss zur Satzungsneufassung und einer Partnerschaftsver- einbarung mit zahlreichen Anlagen zwischen den künftigen Gesellschaftern, der Stadt und der Karlsruher Bädergesellschaft, sowie mehreren Beilagen genehmigt. Damit wurde ein „Schwester- modell“ zwischen der KBG und der künftig „Fächerbad Karlsruhe GmbH“ bezeichneten GmbH ge- schaffen, indem die Aufsichtsräte teilweise personenidentisch sind. Der Vorsitz liegt in beiden Fäl- len aufgrund der Delegation des Oberbürgermeisters beim Bäderdezernenten. Die Partnerschaftsvereinbarung ist auf 20 Jahre abgeschlossen. Für die Altgesellschafter wurden in Würdigung ihrer bisherigen Tätigkeit Minderheitsrechte geschaffen. Für die auf ein gemeinnütziges Handeln ausgerichtete Fächerbad Karlsruhe GmbH besteht keine Möglichkeit zum Abschluss eines Gewinn- und Verlustabführungsvertrags mit der Konzernmutter KVVH GmbH. Die KVVH GmbH hat mit der Stadt Karlsruhe eine Vereinbarung getroffen, in der der jährliche Betriebskostenzuschuss, die Rückführung des Verlustvortrags über 10 Jahre und die Be- zuschussung von in zwei Gutachten belegten notwenigen Instandhaltungsmaßnahmen geregelt sind. V50 72 13. Kennzahlen-Vergleich 13.1 Kosten operativ Kosten operativ (2007 - 2009) 1.129.024 € 713.738 € 543.860 € 609.169 € 912.323 € 608.932 € 479.616 € 1.576.656 € 1.853.096 € 1.353.216 € 840.517 € 512.877 € 640.925 € 799.953 € 629.067 € 313.119 € 1.548.936 € 3.124.000 € 1.901.082 € 1.460.799 € 888.048 € 559.399 € 675.788 € 846.776 € 599.766 € 347.534 € 1.624.620 € 4.118.000 € 2.531.208 € 0 € 500.000 € 1.000.000 € 1.500.000 € 2.000.000 € 2.500.000 € 3.000.000 € 3.500.000 € 4.000.000 € 4.500.000 € RappenwörtSonnenbadRüppurrTurmbergbadWeiherhofbadNeureutGrötzingenVierordtbadEuropabadFächerbad Jahr 2007Jahr 2008Jahr 2009 13.2 Zuschuss operativ Zuschuss operativ (2007 - 2009) 963.690 € 431.492 € 384.297 € 451.976 € 618.816 € 460.259 € 384.726 € 481.466 € 558.102 € 1.010.860 € 548.261 € 361.112 € 454.902 € 546.437 € 485.754 € 197.694 € 393.618 € 1.197.000 € 613.043 € 1.063.543 € 559.145 € 323.766 € 464.300 € 555.605 € 468.935 € 222.470 € 581.379 € 1.097.000 € 790.061 € 0 € 200.000 € 400.000 € 600.000 € 800.000 € 1.000.000 € 1.200.000 € 1.400.000 € RappenwörtSonnenbadRüppurrTurmbergbadWeiherhofbadNeureutGrötzingenVierordtbadEuropabadFächerbad Jahr 2007Jahr 2008Jahr 2009 V50 73 13.3 Zuschuss inkl. AfA und kalkulatorischem Zins Zuschuss inkl. AfA und kalk. Zins 1.257.161 € 477.540 € 552.864 € 570.004 € 715.927 € 580.041 € 461.382 € 1.018.265 € 799.407 € 1.485.201 € 591.203 € 529.261 € 569.517 € 639.782 € 602.517 € 273.814 € 925.293 € 3.481.000 € 831.405 € 1.668.349 € 612.617 € 487.586 € 575.960 € 647.634 € 584.192 € 293.030 € 1.122.070 € 3.626.000 € 921.969 € 0 € 500.000 € 1.000.000 € 1.500.000 € 2.000.000 € 2.500.000 € 3.000.000 € 3.500.000 € 4.000.000 € RappenwörtSonnenbadRüppurrTurmbergbadWeiherhofbadNeureutGrötzingenVierordtbadEuropabadFächerbad Jahr 2007Jahr2008Jahr 2009 13.4 Zuschuss/Gast operativ Zuschuss / Gast operativ 12,54 € 3,62 € 5,21 € 6,96 € 6,62 € 7,74 € 9,17 € 3,70 € 1,60 € 5,94 € 4,93 € 5,30 € 7,21 € 5,77 € 7,86 € 4,88 € 2,97 € 4,48 € 1,76 € 6,26 € 4,33 € 3,77 € 5,77 € 5,80 € 8,05 € 4,96 € 4,74 € 2,64 € 2,41 € 0,00 € 2,00 € 4,00 € 6,00 € 8,00 € 10,00 € 12,00 € 14,00 € RappenwörtSonnenbadRüppurrTurmbergbadWeiherhofbadNeureutGrötzingenVierordtbadEuropabadFächerbad Jahr 2007Jahr 2008Jahr 2009 V50 74 13.5 Zuschuss/Gast inkl. AfA und kalkulatorischem Zins Zuschuss / Gast inkl. AfA und kalk. Zins 16,36 € 4,01 € 7,50 € 8,77 € 7,66 € 9,76 € 11,00 € 7,82 € 2,29 € 8,72 € 5,32 € 7,76 € 9,03 € 6,76 € 9,75 € 6,76 € 6,98 € 13,04 € 2,38 € 9,82 € 4,75 € 5,67 € 7,16 € 6,76 € 10,03 € 6,54 € 9,14 € 8,73 € 2,82 € 0,00 € 2,00 € 4,00 € 6,00 € 8,00 € 10,00 € 12,00 € 14,00 € 16,00 € 18,00 € RappenwörtSonnenbadRüppurrTurmbergbadWeiherhofbadNeureutGrötzingenVierordtbadEuropabadFächerbad Jahr 2007Jahr 2008Jahr 2009 13.6 Kostendeckungsgrad operativ Kostendeckungsgrad operativ 14,64 % 39,54 % 29,34 % 25,80 % 32,17 % 24,42 % 19,78 % 69,46 % 69,88 % 25,30 % 34,77 % 29,59 % 29,02 % 31,69 % 22,78 % 36,86 % 74,59 % 61,68 % 67,75 % 27,19 % 37,04 % 42,12 % 31,30 % 34,39 % 21,81 % 35,99 % 64,21 % 73,36 % 68,79 % 0,00 % 10,00 % 20,00 % 30,00 % 40,00 % 50,00 % 60,00 % 70,00 % 80,00 % RappenwörtSonnenbadRüppurrTurmbergbadWeiherhofbadNeureutGrötzingenVierordtbadEuropabadFächerbad Jahr 2007Jahr 2008Jahr 2009 V50 75 13.7 Kostendeckungsgrad inkl. AfA und kalkulatorischem Zins Kostendeckungsgrad inkl. AfA und kalk. Zins 11,62 % 37,15 % 22,40 % 21,62 % 29,08 % 20,40 % 17,06 % 51,82 % 61,83 % 18,73 % 33,08 % 22,28 % 24,62 % 28,38 % 19,22 % 29,65 % 55,53 % 35,63 % 60,77 % 19,23 % 34,93 % 32,58 % 26,86 % 31,02 % 18,30 % 29,91 % 48,18 % 45,45 % 65,38 % 0,00 % 10,00 % 20,00 % 30,00 % 40,00 % 50,00 % 60,00 % 70,00 % RappenwörtSonnenbadRüppurrTurmbergbadWeiherhofbadNeureutGrötzingenVierordtbadEuropabadFächerbad Jahr 2007Jahr 2008Jahr 2009 V50 76 14. Tarife/Eintrittspreise In den städtischen Hallen- und Freibädern existiert eine einheitliche und durchgängige Preisstruk- tur. Mehrfachkarten sind in jedem der Bäder gültig. Es handelt sich durchweg um Tageskarten. Für die Therme Vierordtbad als Großsauna und das Europabad als Erlebnisbad gelten aufgrund des größeren und exklusiveren Angebotes besondere Tarife, die nach Zeitdauer (2 Stunden-, 4 Stunden- und Tageskarten) gestaffelt sind. Im Fächerbad als Sport- und Familienbad mit Saunalandschaft gelten eigenständige Eintrittspreise mit und ohne Sauna. Alle Preise werden als Tageskarte angeboten, da der Ausgang nicht kontrol- liert wird. Der Sommerbetrieb würde eine eigenständige Ausgangskontrolle erfordern, die ange- sichts der Nutzerzahlen in Verbindung mit der Geometrie des Gebäudes und der Außenanlagen keine sinnvolle Kosten-Nutzen-Relation hat. Im Weiherhofbad, Adolf-Ehrmann-Bad und im Sonnenbad wird neben dem regulären Schwimmen auch Saunieren angeboten. Der Saunazuschlag beträgt einheitlich 6,00 € und ist zusätzlich zum Eintrittspreis zu zahlen. Damit kostet der Bad- und Saunaeintritt 9,50 € für Erwachsene und 8,20 € für Ermäßigte. Da die Saunen im Weiherhofbad und im Adolf-Ehrmann-Bad in ihrem Ambiente mit den Saunen in der Therme Vierordtbad bzw. im Europabad nicht vergleichbar sind, wurde im Wei- herhofbad eine dauerhafte Rabattaktion (6,00 € für Badeintritt und Sauna) eingeführt, und im A- dolf-Ehrmann-Bad werden zeitweise Sonderaktionen mit reduzierten Saunapreisen durchgeführt. Auszug aus der Tarifstruktur (Erwachsene 1er-Eintrittskarte und Ermäßigte 1er-Eintrittskarte): ohne Sauna Hallen-/Freibäder Vierordtbad Europabad Fächerbad Erw./Erm. Erw. Erw./Erm. Erw./Erm. 2 Std. -,-- -,-- 9,00 € 6,50 € 5,30 € 4 Std. -,-- -,-- 12,00 € 10,50 € 8,50 € Tag 3,50 € 2,20 € 14,00 € 14,00 € 12,00 € 5,00 € 3,40 € mit Sauna Hallen-/Freibäder Vierordtbad Europabad Fächerbad Erw./Erm. Erw. Erw./Erm. Erw./Erm. 2 Std. -,-- -,-- 9,00 € 8,50 € 8,50 € 4 Std. -,-- -,-- 12,00 € 12,50 € 12,50 € Tag 9,50 € 8,20 € 14,00 € 16,00 € 16,00 € 12,00 € 8,40 € Stand: 11/2010 Im Europabad gibt es zusätzlich eine Familienkarte, sie kostet für 4 Stunden 26 € und für den gan- zen Tag 31 €. Durchschnittlich wird die Familienkarte für 4,7 Personen gelöst. Im Fächerbad gibt es zusätzlich nach Personenzahl gestaffelte Familienkarten ab einer Person mit Kind zum Preis von 7,50 € bis 16 €, mit Sauna für jede Personenzahl 25 € am Vormittag und am Wochenende. Für regelmäßige Sportnutzer und für Besuche in definierten Zeiträumen werden Zeitkarten angeboten, die bei entsprechender Nutzungszahl den Eintrittspreis pro Besuch deutlich reduzieren. Im Bereich Bad ohne Sauna werden 10er Karten für Erwachsene und Ermäßigungsbe- rechtigte angeboten mit einem Rabatt von 10 % auf die Tageskarte, für Ermäßigungsberechtigte über 14 Jahre mit 39 %. Alle Tageskarten können mit Bonuskarten bezahlt werden, die einen Ra- batt von 10 % bzw. 15 % ermöglichen. V50 77 Aufgrund von zahlreichen Rabatten und Vergünstigungen wurden im Jahr 2009 sehr niedrige Durchschnittserlöse -ohne Pachten, Mieten etc.- je Besuchereintritt erwirtschaftet: - Freibäder von 2,10 € bis 2,36 € (Durchschnitt = 2,23 €) - Hallenbäder von 2,04 € bis 2,80 € (Durchschnitt = 2,53 €) - Therme Vierordtbad 7,68 € - Europabad 6,97 € - Fächerbad 4,06 € ohne Schule und Verein Ohne Rabattierung, lediglich mit 1er-Eintrittskarten und aufgrund der Besucherverteilung Erwach- sene/Ermäßigte in 2009 wären folgende Durchschnittserlöse erzielbar: Freibäder 2,99 € je Besucher (mit Rabattierung 2,23 €) Hallenbäder -ohne VB- 2,98 € je Besucher (mit Rabattierung 2,53 €) Auf der Basis der Besucherzahlen in 2009 wären ohne Rabattierung, lediglich durch Verkauf von 1er-Eintrittskarten folgende Mehreinahmen möglich: Freibäder 465.311 Besucher x (2,99 € - 2,23 €) = rd. 350.000 € Hallenbäder -ohne VB- 198.836 Besucher x (2,98 € - 2,53 €) = rd. 90.000 € zusammen rd. 440.000 € Durch die Rabattierung bei 25er-Karten sinkt der Erlös bei Erwachsenen von 3,50 € auf 3,00 € und bei den Ermäßigten von 2,20 € auf 1,86 € je Einzeleintritt. Bei einem Anteil von 20,8 % (Jahr 2009) der Mehrfachkarteneintritte am öffentlichen Badebetrieb drückt dies den Durchschnittserlös je Be- sucher nach unten. Ebenso drückt die Familienkarte der städtischen Bäder zum Preis von 9,20 € den Durchschnittser- lös bei 7.257 verkauften Karten in 2009 und bei 34.951 Eintritten auf 1,91 € je Familienkarten- Besucher. Der Karlsruher Kinderpass wird analog der 25er-Karte mit 15% von den Bädern rabattiert. Im Jahre 2009 wurden dem Stadtjugendausschuss 2.400 Stück 5er-Blöcke für Erwachsene und 3.600 Stück 5er-Blöcke für Ermäßigte verkauft. Der Einzeleintrittserlös beträgt dabei für Erwachsene 3,00 € und für Ermäßigte 1,86 €. Die Vergünstigungen durch den Karlsruher Pass reduzierten zwar nicht den Durchschnittserlös, verursachten aber per Saldo ein Defizit durch die Belastung des städtischen Sozialetats. Zahlen hierzu liegen noch nicht vor, da diese Vergünstigung in den Freibädern erst ab der Sommersaison 2010 greift. Hier gilt es im Spannungsfeld zwischen Wirtschaftlichkeit und Familienfreundlichkeit zu entschei- den, ob eine Tarifstruktur zur Minderung des Defizits sowie die Anhebung von Deckungsbeiträgen gewünscht, oder ob eine familienfreundliche (dann auch entsprechend zu definierende) Bäderpoli- tik angestrebt wird. Durch die Eröffnung des Europabades mit einem eigenen Tarif, die Einbeziehung des Fächerba- des mit einem eigenen Preissystem seit 1982 in den Verbund der Karlsruher Bäder ab 2009, die Schließung von Tullabad und Hallenbad Wettersbach und die Herausnahme der Schwimmhalle in der Therme Vierordtbad aus dem Tarifverbund ist die traditionell einheitliche Preisstruktur bereits heute nicht mehr existent. Es wäre zu prüfen, ob nicht auch das Rheinstrandbad Rappenwört aus dem Tarifverbund herausgenommen werden sollte. Dieses Bad ist aufgrund seiner Größe und sei- ner zahlreichen Attraktionen nur wenig mit den anderen Bädern wie z.B. dem Adolf-Ehrmann-Bad oder dem Freibad Rüppurr zu vergleichen. Ein eigener Tarif wäre eine Möglichkeit, das Bad wirt- schaftlicher zu betreiben. Das Schaffen eines einheitlichen Kassensystems in allen Bädern würde den Verkauf von Geld- wertkarten ermöglichen, mit denen die jeweiligen Eintrittspreise bezahlt werden können. V50 78 15. Szenarien 15.1 Szenario 1 Status Quo + Fortschreibung Über 1,5 Mio. Menschen besuchen die Karlsruher Bäder jährlich. Die Karlsruher Bäder (städtische Bäder + Europabad + Fächerbad u. a.) sind Arbeitgeber von über 200 Beschäftigten während der Hauptsaison. Die Beschäftigtenanzahl wird sich durch sich ändernde Rahmenbedingungen, z.B. Servicequalität, Angebotstiefe zukünftig leicht erhöhen. Wegen der Überalterung der meisten Bäderanlagen wird der operative Zuschuss für die Stadt Karlsruhe zunehmen, der Erhaltungsaufwand und das Risiko von Schließungen aufgrund von Ha- varien werden steigen. Die Stadt Karlsruhe schiebt einen immensen Investitionsstau bei den kom- munalen Hallen- und Freibädern vor sich her. In den meisten Bädern wurden seit deren Eröffnung nur Bauunterhaltungsmaßnahmen aber keine Ersatzinvestitionen getätigt. Die Bäder sind somit technisch und baulich veraltet. Schwimmen ist zwar immer noch Freizeitbeschäftigung Nummer 1 in Deutschland, allerdings geht die Anzahl der regelmäßigen Badbesuche aufgrund eines gerade bei der jüngeren Generation geänderten Freizeitverhaltens tendenziell im deutschlandweiten, lang- fristigen Vergleich zurück. Die Karlsruher Bäder sind momentan nicht von diesem Trend betroffen, und durch die Diversifikation der Bäderlandschaft (hauptsächlich durch Inbetriebnahme des Fä- cherbades und Europabades) konnten sogar steigende Gesamtbesucherzahlen verzeichnet wer- den. Um die Kostensteigerungen abzufedern, ist es notwendig, die Eintrittspreise in regelmäßigen Abständen (z.B. alle 2 bis 3 Jahre 5 - 10%) anzupassen. Zurzeit erreichen alle Karlsruher Bäder (Rappenwört, Sonnenbad, Rüppurr, Turmbergbad, Weiherhofbad, Neureut, Grötzingen, Therme Vierordtbad, Europabad, Fächerbad) ein negatives Betriebsergebnis. Allein bei den städtischen Bädern beträgt dieses negative Betriebsergebnis ca. 6 Mio. € pro Jahr. Dem Gesamtumsatz der städtischen Bäder von ca. 2,8 Mio. € stehen die direkten operativen Kosten (d.h. dem tatsächli- chen Betrieb zurechenbare Kosten für Personal, Betriebsbedarf und Bauunterhaltung ohne Ab- schreibungen und Kapitaldienst) von ca. 7,1 Mio. € gegenüber. Diese Kosten werden zukünftig, der allgemeinen Preisstruktur entsprechend, steigen. Ein neu gebautes Bad wie das Europabad kann nicht seine jährlichen Abschreibungen und den Kapitaldienst von 2,6 Mio. € erwirtschaften. Ein Hallenbad wie Neureut oder Grötzingen hat dieses bilanzielle Defizit nicht, aufgrund des Alters der Anlagen gehen die Abschreibungen sowie die Aufwendungen für den Kapitaldienst gegen Null, lediglich Ersatzinvestitionen sind entsprechend abzuschreiben. Deckungsbeiträge sind nur aus dem Sauna- und Anwendungsbereich erzielbar. Ein gezielter kon- sequenter Ausbau und die Anpassung der bestehenden Anlagen sind anzustreben. Da Freibäder eine extreme Wetterabhängigkeit aufweisen, sind sie immer ein Zuschussbetrieb. Entsprechende Vorhaltungen von Material und Personal sind unabdingbar, dem hohen Anspruch der Gäste, immer ein funktionierendes und geöffnetes Bad bereitzustellen, ist Rechnung zu tragen. Auch funktionale Hallenbäder lassen sich aufgrund der oft nicht ausreichenden Kapazitäten, der zum Teil mangelnden Attraktivität sowie der nicht deckungsbeitragsorientierten, sondern sozialver- träglich orientierten Tarifstruktur nur als Zuschussbetrieb darstellen. V50 79 Das Angebot der Badanlagen ist der demografischen Entwicklung entsprechend anzupassen und durch Alleinstellungsmerkmale überregional auszurichten. Die Wellness- oder Freizeitbäder (siehe Therme Vierordtbad und Europabad) sprechen den Zeitgeist sowie die künftigen Generationen an. Die Mehrheit der älter werdenden Gesamtbevölkerung ist sich bewusst, dass Gesundheitspräven- tion nicht mehr von den Krankenkassen bezuschusst und somit privat finanziert werden muss. Ei- ne Ausrichtung der Bäder im Bereich Kurse (hier hat Karlsruhe mit über 500 Kursen ein vergleich- bares Angebot wie Berlin), Medical Wellness und Gesundheit ist demzufolge richtig und anzustre- ben. Schwimmen ist eine der wenigen Sportarten, welche selbst im hohen Alter noch ausgeführt werden können. V50 80 15.2 Szenario 2 Status Quo + Ausbau Fächerbad zum Kombibad Der vom Gemeinderat 1980 beschlossene und noch heute gültige Bebauungsplan „Traugott- Bender-Sportpark“ sieht neben dem 1982 realisierten Fächerbadgebäude ein Freibad mit analo- gem Beckenangebot im Freien vor. Dieser Ansatz wurde nur durch die Einbeziehung des großen Freigeländes als Aufenthalts- und Sportfläche realisiert. In der Konzeption Zukunftsentwicklung Fächerbad, die Teil der Partnerschaftsvereinbarung ist, wurde die ursprüngliche Idee aufgegriffen und unter Berücksichtigung des veränderten Freizeitverhaltens weiter entwickelt. Geplant ist ein Sport- und Kursbecken mit Dach und /oder Seitenwände zum Öffnen. Die Überlastung der Schwimmbecken durch den Sport, insbesondere durch den Leistungssport, den Kursen und dem öffentlichen Badebetrieb ist unverändert hoch und hat sich in den vergange- nen Jahren weiter verschärft. Eine zunehmende Bedeutung haben die stark nachgefragten, ge- sundheitsfördernden Kurse erlangt. Im Zeitfenster zwischen 17 Uhr und 22 Uhr konkurrieren damit drei große Nutzergruppen um die Wasserfläche. Durch Ganztagsschulen und G12 hat der Druck auf dieses Zeitfenster weiter zugenommen. Alle drei Becken stehen deshalb nur noch einge- schränkt der Öffentlichkeit zur Verfügung. Trotz der Reduzierung des öffentlichen Badebetriebs ist aber ein optimales Trainingspensum nicht möglich. Eine weitere Reduzierung des öffentlichen Ba- debetriebs würde allerdings zu gravierenden Besucher- und Einnahmeverluste führen. Die 2008 auf Grundlage eines externen Gutachtens von der Karlsruher Bädergesellschaft, der Stadt und der Sportpark GmbH erarbeiteten und vom Gemeinderat beschlossen Zukunftsentwick- lung sieht die Ergänzung um ein 25 m Becken (6 Bahnen; 2,50 m Wassertiefe), das zur Liegewie- se hin und im Dachbereich zu öffnen ist, erfüllt zusammen mit einem eigenständigen Kurs- und Lehrschwimmbecken (20 m x 6 m) und einem zweiten Umkleide- und Sanitärbereich die Voraus- setzungen, die bestehenden Nutzungsprobleme zu lösen. Zusätzliche Erträge lassen sich generie- ren: Deutlich verstärkter Sommerbetrieb; geeignet für Kiga, Kita und Grundschulen; bei Sportwett- kämpfen kann der öffentliche Badebetrieb weitergeführt, zusätzliche (Sport)-Veranstaltungen or- ganisiert, das Training im Kinder- und Jugendbereich optimiert werden. Die Zahl an Kursen kann gesteigert und ein kostendeckender Preis erzielt werden. Im Vergleich zu einem eigenständigen Bad reduzieren sich durch die Anbindung an die bestehende Infrastruktur die Betriebskosten für Personal und Technik. Die jährliche Schließzeit für Wartungen reduziert sich. In zwei Realisierungsgutachten und durch eine positiv beschiedene Bauvoranfrage wurde die Rea- lisierungsmöglichkeit festgestellt. Eine erste Wirtschaftlichkeitsberechnung geht von 90.000 zu- sätzlichen Jahresbesuchen und einem erhöhten Betriebskostendefizit von unter 50 T€ aus. Für die Betriebsführung von Sportbädern kann generell keine Kostendeckung erreicht werden. Die Ange- botsergänzung ist aber geeignet den Betriebskostendeckungsgrad wieder auf über 70 % zu stei- gern. Aufgrund des zur Verfügung stehenden Geländes und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten hat die Entwicklung des Saunagartens die höchste Priorität. Die Anlage eines Badeteiches mit natürli- cher Wasseraufbereitung, d.h. chlorfrei, ist eine attraktive Neuheit für die Region Karlsruhe. Die Nutzung und Qualität des großen Saunagartens wird deutlich verstärkt. Dadurch verteilen sich die Besucher zukünftig gleichmäßiger in der Anlage. Die Aufenthaltsqualität insgesamt wird sich damit weiter verbessern. V50 81 15.3 Szenario 3 Status Quo + Ausbau Rheinstrandbad Rappenwört Das Rheinstrandbad Rappenwört wird zu einem Freibad der Extraklasse ausgebaut. Aufgrund seiner Attraktivität und seines großen Einzugsgebietes wird es das am meisten besuchte Freibad in der Region sein. Die hohen Investitionen bestehen primär aus dem Erhalt und Ausbau des Re- staurants. Geschätzte 4 Mio. € werden benötigt, um das denkmalgeschützte Haus zu sanieren und einer entsprechenden Nutzung zuzuführen. An das Erwirtschaften einer Rendite kann hier nicht gedacht werden. Der Erhalt des Milchhäusle als Karlsruher Institution ist wichtig, allerdings nur mit einem entsprechenden Kostenaufwand innerhalb des Überflutungsgebietes möglich. Die Gastro- nomiebewirtschaftung muss aus einer Hand erfolgen. Beim Wellenbecken und Rutschenbereich ist ein Kiosk mit einem Angebot zur kulinarischen Grundversorgung (Würstchen, Brötchen, Getränke, Eis etc.) notwendig. Alle Speisen und Getränke können zum Platz mitgenommen werden, Sitzplät- ze sind nicht vorgesehen. Ein Eiskiosk mit einem ausschließlichen Angebot von Speiseeis befindet sich in der Nähe des Eingangsbereiches. Im Restaurant gibt es innerhalb der Räume einen Free- Flow Bereich (wie in Autobahnraststätten bekannt) mit einem höherwertigen Speisen- und Geträn- keangebot und Sitzmöglichkeiten im Außenbereich. Ein weiterer Kiosk im Eingangsbereich für Dinge des täglichen Bedarfs wie Zeitungen, Schwimmartikel etc. rundet das Angebot ab. Der Kassenbereich wird komplett überplant und mit zeitgemäßer Technik ausgestattet. Das Bezah- len mit einer Karte für alle Karlsruher Bäder ist dann möglich. Das Planschbecken wird für ca. 2 Mio. EUR neu errichtet, entspricht wieder den technischen Normen in der Wasseraufbereitung und wird ein Highlight für Kleinkinder. Die Umkleide- und Funktionsräume werden komplett überplant und modernem Standard und Komfort angepasst. Die Maßnahmen müssen nicht gemeinsam durchgeführt werden, eine zeitliche Abfolge in Form eines Masterplanes ist möglich und sinnvoll. Die Reaktivierung des Naturbeckens ist zu untersuchen und eine Nutzung als Schwimmteich als Alleinstellungsmerkmal ggf. umzusetzen. Eine weitere Möglichkeit wäre die Errichtung einer Was- serskianlage im Bereich des Naturbeckens. Aufgrund der hohen Attraktivität würden Besucher von bestehenden Freibädern aus Karlsruhe und der Region abgezogen. Die Anzahl zur Verfügung stehender Freibäder in Karlsruhe wäre zu prü- fen. Der Zuschussbedarf für den operativen Bereich würde aufgrund der höheren Nachfrage sin- ken, der Kostendeckungsgrad verbessert sich, allerdings würde sich das bilanzielle Defizit auf- grund der Abschreibungen und des Kapitaldienstes erhöhen. Bei einer Nicht-Investition in den zukünftigen Ausbau würden die Besucher tendenziell stärker ab- nehmen und der Zuschussbedarf im operativen Bereich ansteigen. Die Gastronomie muss unter allen Umständen modernisiert werden. Bei einer Schließung aufgrund der baulichen Umstände wären Besucherrückgänge und ein massiver Imageschaden für die Stadt Karlsruhe zu befürchten. Da zur geplanten Polderlösung umfangreiche Zuschüsse aus Landesmitteln zur Verfügung gestellt werden, gilt es, das Rheinstrandbad Rappenwört nicht nur singulär als Freibad, sondern als Nah- erholungsgebiet zu betrachten. Außerhalb der Saison des Freibades kann das Gelände von der Öffentlichkeit genutzt werden. Hier könnten Herbst-, Winter-, Frühjahrveranstaltungen wie Eislau- fen, Biathlon, Inlineskating etc. stattfinden um den Standort zu stärken. Entsprechende Konzepte gilt es zu entwickeln. V50 82 15.4 Szenario 4 Umstrukturierung der Karlsruher Bäder 2020 Die Struktur der Karlsruher Bäderlandschaft ist überwiegend historisch gewachsen und geprägt, z.B. durch Eingemeindungen. Eine betriebswirtschaftlich optimale Bäderlandschaft ist nur durch eine gravierende Umstrukturierung zu erreichen. Prämissen - Das Stadtgebiet von Karlsruhe soll flächendeckend über wohnortnahe Bäder verfügen - Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sind größere Badeinheiten zu bevorzugen - Für den Ganzjahresbetrieb sind Kombibäder bestehend aus Hallenbad und Freibad für den flexiblen Sommerbetrieb bei rückläufiger Freibadnutzung eine optimale Lösung - Die Lage von Bädern im Stadtgebiet richtet sich nach Einwohnerkonzentrationen und der Erreichbarkeit mit dem ÖPNV und für Pkw mit entsprechendem Parkraum Bäderlandschaft 2020 -eine Vision- k(eine) Alternative Die Stadt wird über 4 Kombibäder für den öffentlichen Badebetrieb, das Schul- und Vereins- schwimmen und ergänzende Einrichtungen, wie Sauna, versorgt. Daneben bestehen als Erholungseinrichtungen: Therme Vierordtbad, Rheinstandbad Rappenwört (Sommer). Als Kombibäder sind im Bestand das Fächerbad (Nordost) und das Europabad (Südwest). Bei Letzterem kompensieren umfangreiche Freizeitattraktivitäten in der Halle, wie vielfältige Rutschen, den kleineren Außenbereich. Neu zu konzipieren wären zwei Kombibäder (Nordwest und Südost). Das Nordwestbad wäre zwi- schen Neureut, der Nordweststadt und Knielingen anzusiedeln, das Südostbad zwischen Wol- fartsweier und Durlach-Aue, alternativ auf dem Gelände des Turmbergbades. Neubaugebiete lie- gen in den Konversionsflächen des Nordwesten, Südoststadt und in den Höhenstadtteilen im Süd- osten. Aufgegeben werden folgende Bäder: Adolf-Ehrmann-Bad, Weiherhofbad und Hallenbad Grötzingen, die Freibäder Rüppurr, Wolfarts- weier und Sonnenbad, gegebenenfalls Turmbergbad. Die Flächen könnten für Wohnbebauung, Gewerbefläche oder als Bürgerpark genutzt werden. Die aktuelle Wohnbevölkerung Karlsruhes im Umkreis der 4 Bäder beträgt: Fächerbad – 55 Tsd. Anschlussgebiete: Pfinztal und Stutensee Europabad – 112 Tsd. Anschlussgebiete: Rheinstetten und Ettlingen-West Nordwestbad – 61 Tsd. (wachsend), Anschlussgebiet: Eggenstein-Leopoldshafen Südostbad/Ostbad – 52 Tsd. (wachsend), Anschlussgebiete: Ettlingen-Nord, Waldbronn, Weingarten Überregionale Bedeutung haben: Fächerbad als Sportbad und für Saunabesucher, das Europabad als Erlebnisbad und für Saunabesucher sowie die Therme Vierordtbad. V50 83 16. Fazit Das Bäderkonzept von 2000 mit dem Ziel, ein neues Freizeit- und Erlebnisbad zu positionieren wurde nahezu vollständig umgesetzt. Lediglich in Neureut wurde die Angebotserweiterung in Form eines Freibeckens und einer Blockhaussauna nicht realisiert. Die visionäre Bäderlandschaft des Bäderkonzepts 2000 wurde größtenteils Realität. Die Anzahl der Bäderbesuche für Hallen- und Freibäder pro Einwohner ist in Karlsruhe im Verhält- nis zu vergleichbaren Kommunen überdurchschnittlich ausgeprägt. Nachdem das Europabad er- öffnet wurde, stieg die Besucherfrequenz pro Einwohner von 3,3 Besuchen im Jahr 2008 sogar auf 3,6 Besuchen im Jahr 2009 an. Tendenziell lässt sich ein Gesamtbesucherrückgang bei den Freibädern während der letzten 20 Jahre verzeichnen. Bemerkenswert ist, dass sich die 10 schlechtesten Freibadesaisons innerhalb der letzten 17 Jahre befinden. Bei den Gesamtbesucherzahlen der Hallenbäder der letzten Jahre lässt sich erkennen, dass das Fächerbad seine Besucherzahlen annähernd halten konnte, die Stadtteilbäder Besucher verloren haben und das Europabad dazu beigetragen hat, dass mehr Gäste denn je die Karlsruher Bäder besuchen. Trotz eines Besucherrückgangs in den städtischen Frei- und Hallenbädern werden sich die jährli- chen operativen Kosten zur Aufrechterhaltung des Betriebes bei gleichen Rahmenbedingungen weiterhin leicht erhöhen. Das Europabad wird aufgrund steigender Besucherzahlen und angepass- te Attraktivierungsmaßnahmen das jährliche operative Defizit weiter minimieren, um perspektivisch im operativen Bereich kostendeckend zu arbeiten. Das Fächerbad wird aufgrund des Betriebskos- tenzuschusses der Stadt leichte Überschüsse erzielen, um die Entschuldung voranzutreiben. Die operativen Kosten in 2009 (also die tatsächlichen Kosten aus dem laufenden Geschäftsbe- trieb) sind beim Europabad mit über 4 Mio. € pro Jahr am höchsten, im Hallenbad Grötzingen mit ca. 350 TEUR pro Jahr am niedrigsten. Dem höchsten operativen Zuschuss von über 1 Mio. € pro Bad in 2009 für das Europabad und dem Rheinstrandbad Rappenwört, stand der niedrigste operative Zuschuss von 220 TEUR für das Hallenbad Grötzingen gegenüber. Inklusive Abschreibungen und Kapitaldienst von 3,6 Mio. € war das Europabad in 2009 alleiniges Schlusslicht. Im Verhältnis dazu betrug der geringste Zuschuss für das Hallenbad Grötzingen 293 TEUR, da nahezu keine Abschreibungen und kein Kapitaldienst mehr vorhanden sind. Aus dem operativen Betrieb heraus war der höchste Zuschuss pro Gast in 2009 im Adolf- Ehrmann-Bad zu verzeichnen. Dort wurde jeder Gast mit 8,05 € bezuschusst. Den niedrigsten Zu- schuss beanspruchte das Europabad mit 2,64 € pro Gast. Bei einer Betrachtung inklusive der Abschreibungen und dem Kapitaldienst war der Zuschuss pro Gast im Adolf-Ehrmann-Bad mit 10,03 € am höchsten und im Fächerbad mit 2,82 € pro Gast am niedrigsten. Aus dem operativen Geschäft heraus wurde der höchste Deckungsbeitrag 2009 mit 73,36% im Europabad und der niedrigste mit 21,81% im Adolf-Ehrmann-Bad erzielt. Inklusive der Abschrei- bungen und Kapitaldienst schnitt das Fächerbad mit 64,38% als „bestes“ und wiederum das Adolf- Ehrmann-Bad mit 18,30% als „schlechtestes“ Bad ab. Um eine reizvolle Bäderlandschaft zu erhalten und diese weiter zu differenzieren, sind umfangrei- che Investitionen für Instandhaltungs-, Bauunterhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen sowie Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung notwendig. Während der nächsten 3 Jahre (Priorität A) V50 84 werden 17,79 Mio. € in die städtischen Bäder investiert, bis in 7 Jahren (Priorität B) 30,33 Mio. € und bis in 10 Jahren (Priorität C) 2,82 Mio. €, also insgesamt über 50,94 Mio. €. Das Rheinstrandbad Rappenwört wird als überregional bekanntes und beliebtes Familien- und Urlaubsfreibad umfangreiche Investitions- und Sanierungsbeträge benötigen (ca. 8,5 Mio. €). Auf- grund der Größe der parkähnlichen Anlage ist das Rheinstrandbad Rappenwört die kosteninten- sivste Anlage der Karlsruher Bäderbetriebe mit über 1 Mio. € operativem Defizit jährlich. Die Besu- cherzahlen sind hier im innerbetrieblichen Freibadvergleich am höchsten. Das Sonnenbad, mit seinen langen Saisonöffnungszeiten von Anfang März bis Ende November, benötigt aufgrund eines Sanierungsstaus (die letzte Sanierung liegt 40 Jahre zurück) eine Gene- ralsanierung mit geschätzten Kosten von über 8 Mio. €. Auch aufgrund der engagierten Mitarbeit sowie der finanziellen Unterstützung des „Freundeskreises Sonnenbad e.V.“ hat das Sonnenbad den geringsten Pro-Kopf Zuschuss der Karlsruher Freibäder (4,35 €). Das Freibad Rüppurr ist in gutem Zustand, und größere Investitionen für Technik oder Bauunter- haltung sind aus jetziger Sicht nicht erkennbar. Die Besucherzahlen nehmen leicht ab. Das Turmbergbad wird durch die Erneuerung des Eingangs- und Umkleidebereiches sowie einem neuen Barfußpfad und einem neuen Kinderplanschbecken zur Saison 2011 steigende Besucher- zahlen verzeichnen können. Die Zuschüsse werden sich aufgrund der genannten Investitionen erhöhen. Das Freibad Wolfartsweier wird momentan vom Förderverein geführt und erhält seit der Saison 2009 seitens der Stadt Karlsruhe keinerlei Zuschüsse mehr. Das Weiherhofbad hat mit ca. 95.000 Besuchern pro Jahr ein für Stadtteilhallenbäder ungewöhn- lich hohes Niveau erreicht. Um diese Besucherzahlen weiterhin zu halten wird es notwendig sein, in den nächsten Jahren infrastrukturelle Umbau- und Sanierungsmaßnahmen mit einem Aufwand in Höhe von ca. 2,7 Mio. € durchzuführen. Im Adolf-Ehrmann-Bad sind die Besucherzahlen der letzten Jahre nahezu konstant geblieben. Das Bad weist das höchste Pro-Kopf Defizit (10,03 €) inkl. AfA und kalk. Zinsen aller Bäder auf. Der Kostendeckungsgrad ist hier am niedrigsten. Für Umbau- und Sanierungsmaßnahmen werden Mittel in Höhe von ca. 2,3 Mio. € notwendig sein. Das Hallenbad Grötzingen wird seit 2008 als Gruppenbad geführt, der Zuschussbetrag konnte seitdem um 30% gesenkt werden. Die Besucherzahlen sind trotz der stark reduzierten Öffnungs- zeiten für das öffentliche Schwimmen um 10% gestiegen. Das Bad ist stark sanierungsbedürftig. 4 Mio. € müssen zukünftig für Gebäude und Technik inves- tiert werden. Die Therme Vierordtbad bietet Wellness der Extraklasse im Herzen der Stadt, und der Zustand ist nach seiner Sanierung von 2002 bis 2004 im Allgemeinen gut. Ein Ausbau Richtung Medical- Wellness bietet sich an und ist hinsichtlich der Differenzierung bestehender Anlagen notwendig. Die erforderlichen Gesamtinvestitionen von ca. 4,3 Mio. € können aufgrund des exklusiven Ange- botes in Verbindung mit der Einführung adäquater Eintrittspreise schneller amortisiert werden. Die Besucherzahlen zeigen einen bädertypischen Verlauf und sind aufgrund seither nicht mehr getätig- ter Investitionen leicht fallend. V50 85 Das Europabad als eines von 2 Schwerpunktbädern befindet sich nach anfänglichen Startschwie- rigkeiten auf einem guten Kurs. Die Besucherzahlen konnten auf 420.000 Besuche pro Jahr erhöht werden, Tendenz weiter steigend. Das operative Defizit sinkt (von über 1 Mio. € in 2009 auf ca. 0,650 Mio. € in 2010), Tendenz weiter fallend. Als überregionaler Besuchermagnet (gerade auch für Frankreich) gilt es, in den nächsten Jahren weiter sukzessiv in Neuerungen und Attraktionen zu investieren. Das Fächerbad hat als zweites Schwerpunktbad stagnierende, nahezu gleich bleibende Besu- cherzahlen. Umfangreiche Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen mit einem Aufwand in Höhe von ca. 6,5 Mio. € sind notwendig. Die Neuinvestitionen für ein Kombibad belaufen sich auf ca. 8,4 Mio. €. Der operative Zuschuss betrug 2009 0,790 Mio. €. Das Therapiebecken der Albschule erfüllt eine Spezialfunktion und wird durch das Bäderkonzept nicht berührt. Das Oberwaldbad erfüllt eine Nischenfunktion und ist auch für den öffentlichen Badebetrieb geöff- net. Das Bäderkonzept wird das Oberwaldbad kaum tangieren. Das Universitätsbad KIT ist durch den Eigenbedarf der Universität voll ausgelastet und berührt das Bäderkonzept nicht. Das Hallenbad der Sportschule Schöneck ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich und wird durch den Badischen Fußballbund betrieben und auch hauptsächlich genutzt. Das Schulschwimmen spielt für die Stadt Karlsruhe eine wichtige gesellschaftliche Rolle. Für eine Bereitstellung von Schwimmflächen zum Erlernen des Schwimmens und der Prävention zur Ver- meidung von Badeunfällen ist die Kommune verantwortlich. Die Anzahl der Schüler und Schülerin- nen wird sich in den nächsten 15 Jahren schulübergreifend nicht signifikant ändern. Die Schul- schwimmzeiten sind momentan ausreichend und werden auch zukünftig ausreichend sein. Für die Schwimmsportvereine stehen bis auf das Fächerbad ausreichend Bahnenzeiten zur Verfü- gung. Durch die Überlastung des Sportbeckens im Fächerbad, stehen insbesondere den Leis- tungsschwimmsport zu wenig Trainingszeiten zur Verfügung. Bei den Tarifen gilt es eindeutig herauszuarbeiten, dass unterschiedliche Bäder mit unterschiedli- chen Angeboten auch unterschiedliche Preisstrukturen haben. Ein Stadtteilhallenbad kann nicht mit dem Europabad verglichen werden, da im Stadtteilbad das Schwimmen an sich im Vorder- grund steht und im Verhältnis dazu im Europabad eine wesentlich umfangreichere Bade- Infrastruktur angeboten wird und auch bezahlt werden muss. Ein höherwertiges Angebot zieht au- tomatisch auch einen höheren Preis nach. Hierbei spielt auch das Spannungsfeld zwischen Wirt- schaftlichkeit und Familienfreundlichkeit eine wichtige Rolle. Dieser Gegensatz kann wegen der bereits bestehenden Diversifikationen der Bäder in Karlsruhe, in den Tarifstrukturen der Bäder unterschiedlich aufgelöst werden. Die verschiedenen Szenarien tragen zur Entscheidungsfindung bei. Weitere Szenarien können entsprechend den Beratungen entwickelt oder bestehende angepasst werden. Tatsache ist, dass die öffentlichen Karlsruher Bäder den kommunalen Haushalt auch zukünftig belasten werden. Hier gilt es, die Kosten nur langsam ansteigen zu lassen und perspektivisch eine nachhaltige und zukunftsorientierte Bäderlandschaft für Karlsruhe und deren Bürger und Bürgerin- nen zu entwickeln. Einzelne Investitionen für Attraktivierungsmaßnahmen sind zwingend notwen- dig, um die Ertragsseite zu stärken. V50 86 RA 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 Besucherentwicklung 138.818 193.704 138.775 275.696 134.278 137.289 152.506 76.863 170.270 169.907 Umsatz Netto 219.020 € 308.811 € 234.488 € 478.135 € 243.652 € 264.922 € 315.356 € 165.334 € 342.355 € 397.256 € Umsatz pro Gast 1,58 € 1,59 € 1,69 € 1,73 € 1,81 € 1,93 € 2,07 € 2,15 € 2,01 € 2,34 € Kosten operativ 844.237 € 953.922 € 1.207.423 € 1.443.368 € 1.371.556 € 1.168.813 € 1.142.045 € 1.129.024 € 1.353.216 € 1.460.799 € AfA 243.137 € 237.921 € 235.551 € 231.135 € 229.686 € 192.734 € 192.698 € 200.006 € 271.582 € 326.573 € kalkulatorischer Zins 185.154 € 174.184 € 158.830 € 145.398 € 134.200 € 119.480 € 110.295 € 93.464 € 202.759 € 278.233 € Summe 1.272.528 € 1.366.027 € 1.601.804 € 1.819.901 € 1.735.442 € 1.481.027 € 1.445.038 € 1.422.495 € 1.827.557 € 2.065.605 € Zuschuss operativ 625.217 € 645.111 € 972.936 € 965.234 € 1.127.904 € 903.891 € 826.689 € 963.690 € 1.010.860 € 1.063.543 € Zuschuss inkl. AfA/kalk. Zins 1.053.508 € 1.057.216 € 1.367.317 € 1.341.766 € 1.491.790 € 1.216.105 € 1.129.683 € 1.257.161 € 1.485.201 € 1.668.349 € Zuschuss/Gast operativ 4,50 € 3,33 € 7,01 € 3,50 € 8,40 € 6,58 € 5,42 € 12,54 € 5,94 € 6,26 € Zuschuss/Gast inkl. AfA/kalk. Zins 7,59 € 5,46 € 9,85 € 4,87 € 11,11 € 8,86 € 7,41 € 16,36 € 8,72 € 9,82 € Kostendeckungsgrad operativ 25,94 % 32,37 % 19,42 % 33,13 % 17,76 % 22,67 % 27,61 % 14,64 % 25,30 % 27,19 % Kostendeckungsgrad inkl. AfA/kalk. Zins 17,21 % 22,61 % 14,64 % 26,27 % 14,04 % 17,89 % 21,82 % 11,62 % 18,73 % 19,23 % Anlage 1: Kennzahlen - badspezifisch 1.1 Rheinstrandbad Rappenwört V50 87 SO 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 Besucherentwicklung 117.430 113.868 93.618 146.024 110.798 115.875 124.722 119.183 111.111 128.996 Umsatz Netto 209.646 € 243.010 € 217.096 € 315.299 € 234.301 € 284.252 € 289.975 € 282.245 € 292.256 € 328.903 € Umsatz pro Gast 1,79 € 2,13 € 2,32 € 2,16 € 2,11 € 2,45 € 2,32 € 2,37 € 2,63 € 2,55 € Kosten operativ 595.772 € 613.929 € 675.282 € 692.218 € 647.369 € 618.107 € 685.491 € 713.738 € 840.517 € 888.048 € AfA 50.198 € 51.652 € 51.798 € 51.508 € 54.505 € 54.681 € 55.419 € 28.503 € 25.743 € 33.444 € kalkulatorischer Zins 48.135 € 46.131 € 41.188 € 41.439 € 43.116 € 46.355 € 44.232 € 17.545 € 17.199 € 20.027 € Summe 694.105 € 711.712 € 768.268 € 785.166 € 744.990 € 719.143 € 785.142 € 759.786 € 883.459 € 941.520 € Zuschuss operativ 386.126 € 370.919 € 458.186 € 376.919 € 413.067 € 333.856 € 395.516 € 431.492 € 548.261 € 559.145 € Zuschuss inkl. AfA/kalk. Zins 484.459 € 468.702 € 551.172 € 469.866 € 510.688 € 434.892 € 495.167 € 477.540 € 591.203 € 612.617 € Zuschuss/Gast operativ 3,29 € 3,26 € 4,89 € 2,58 € 3,73 € 2,88 € 3,17 € 3,62 € 4,93 € 4,33 € Zuschuss/Gast inkl. AfA/kalk. Zins 4,13 € 4,12 € 5,89 € 3,22 € 4,61 € 3,75 € 3,97 € 4,01 € 5,32 € 4,75 € Kostendeckungsgrad operativ 35,19 % 39,58 % 32,15 % 45,55 % 36,19 % 45,99 % 42,30 % 39,54 % 34,77 % 37,04 % Kostendeckungsgrad inkl. AfA/kalk. Zins 30,20 % 34,14 % 28,26 % 40,16 % 31,45 % 39,53 % 36,93 % 37,15 % 33,08 % 34,93 % 1.2 Sonnenbad V50 88 RU 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 Besucherentwicklung 96.076 131.079 90.922 175.046 95.239 104.066 116.742 73.753 68.193 85.993 Umsatz Netto 141.903 € 242.481 € 178.711 € 350.130 € 187.574 € 208.608 € 243.978 € 159.563 € 151.765 € 235.632 € Umsatz pro Gast 1,48 € 1,85 € 1,97 € 2,00 € 1,97 € 2,00 € 2,09 € 2,16 € 2,23 € 2,74 € Kosten operativ 770.789 € 481.311 € 622.960 € 715.922 € 607.522 € 496.498 € 786.012 € 543.860 € 512.877 € 559.399 € AfA 150.533 € 150.207 € 149.542 € 147.605 € 145.278 € 138.381 € 130.893 € 121.340 € 120.963 € 121.637 € kalkulatorischer Zins 94.955 € 87.867 € 76.222 € 68.692 € 62.725 € 54.115 € 47.564 € 47.227 € 47.187 € 42.183 € Summe 1.016.277 € 719.385 € 848.724 € 932.219 € 815.524 € 688.994 € 964.468 € 712.426 € 681.026 € 723.219 € Zuschuss operativ 628.886 € 238.830 € 444.249 € 365.792 € 419.948 € 287.890 € 542.033 € 384.297 € 361.112 € 323.766 € Zuschuss inkl. AfA/kalk. Zins 874.374 € 476.904 € 670.013 € 582.089 € 627.951 € 480.387 € 720.490 € 552.864 € 529.261 € 487.586 € Zuschuss/Gast operativ 6,55 € 1,82 € 4,89 € 2,09 € 4,41 € 2,77 € 4,64 € 5,21 € 5,30 € 3,77 € Zuschuss/Gast inkl. AfA/kalk. Zins 9,10 € 3,64 € 7,37 € 3,33 € 6,59 € 4,62 € 6,17 € 7,50 € 7,76 € 5,67 € Kostendeckungsgrad operativ 18,41 % 50,38 % 28,69 % 48,91 % 30,88 % 42,02 % 31,04 % 29,34 % 29,59 % 42,12 % Kostendeckungsgrad inkl. AfA/kalk. Zins 13,96 % 33,71 % 21,06 % 37,56 % 23,00 % 30,28 % 25,30 % 22,40 % 22,28 % 32,58 % 1.3 Freibad Rüppurr V50 89 TM 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 Besucherentwicklung 96.108 123.276 79.399 152.077 84.717 95.141 102.868 64.961 63.104 80.415 Umsatz Netto 145.048 € 227.128 € 170.053 € 315.391 € 179.717 € 199.663 € 222.477 € 157.193 € 186.023 € 211.489 € Umsatz pro Gast 1,51 € 1,84 € 2,14 € 2,07 € 2,12 € 2,10 € 2,16 € 2,42 € 2,95 € 2,63 € Kosten operativ 487.878 € 595.145 € 654.900 € 625.743 € 640.549 € 561.222 € 608.422 € 609.169 € 640.925 € 675.788 € AfA 122.577 € 123.656 € 105.196 € 101.625 € 93.536 € 72.551 € 73.707 € 66.858 € 66.177 € 66.137 € kalkulatorischer Zins 93.124 € 87.403 € 77.988 € 72.064 € 67.216 € 63.600 € 60.685 € 51.171 € 48.438 € 45.523 € Summe 703.579 € 806.204 € 838.084 € 799.432 € 801.301 € 697.373 € 742.815 € 727.197 € 755.540 € 787.449 € Zuschuss operativ 342.830 € 368.017 € 484.847 € 310.352 € 460.832 € 361.559 € 385.946 € 451.976 € 454.902 € 464.300 € Zuschuss inkl. AfA/kalk. Zins 558.531 € 579.076 € 668.031 € 484.042 € 621.584 € 497.710 € 520.338 € 570.004 € 569.517 € 575.960 € Zuschuss/Gast operativ 3,57 € 2,99 € 6,11 € 2,04 € 5,44 € 3,80 € 3,75 € 6,96 € 7,21 € 5,77 € Zuschuss/Gast inkl. AfA/kalk. Zins 5,81 € 4,70 € 8,41 € 3,18 € 7,34 € 5,23 € 5,06 € 8,77 € 9,03 € 7,16 € Kostendeckungsgrad operativ 29,73 % 38,16 % 25,97 % 50,40 % 28,06 % 35,58 % 36,57 % 25,80 % 29,02 % 31,30 % Kostendeckungsgrad inkl. AfA/kalk. Zins 20,62 % 28,17 % 20,29 % 39,45 % 22,43 % 28,63 % 29,95 % 21,62 % 24,62 % 26,86 % 1.4 Turmbergbad V50 90 WH 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 Besucherentwicklung 71.208 72.340 72.683 83.203 85.217 85.214 87.118 93.467 94.669 95.746 Umsatz Netto 148.847 € 167.345 € 178.489 € 202.629 € 215.247 € 236.696 € 224.222 € 293.507 € 253.517 € 291.170 € Umsatz pro Gast 2,09 € 2,31 € 2,46 € 2,44 € 2,53 € 2,78 € 2,57 € 3,14 € 2,68 € 3,04 € Kosten operativ 464.962 € 576.891 € 700.192 € 733.082 € 697.858 € 640.559 € 671.836 € 912.323 € 799.953 € 846.776 € AfA 65.636 € 60.223 € 60.555 € 58.309 € 57.533 € 57.170 € 57.992 € 55.773 € 52.970 € 53.432 € kalkulatorischer Zins 66.100 € 64.341 € 65.108 € 55.594 € 53.175 € 49.122 € 46.880 € 41.339 € 40.375 € 38.597 € Summe 596.698 € 701.455 € 825.855 € 846.985 € 808.566 € 746.851 € 776.708 € 1.009.435 € 893.298 € 938.804 € Zuschuss operativ 316.115 € 409.546 € 521.703 € 530.453 € 482.611 € 403.864 € 447.614 € 618.816 € 546.437 € 555.605 € Zuschuss inkl. AfA/kalk. Zins 447.851 € 534.110 € 647.366 € 644.356 € 593.319 € 510.156 € 552.485 € 715.927 € 639.782 € 647.634 € Zuschuss/Gast operativ 4,44 € 5,66 € 7,18 € 6,38 € 5,66 € 4,74 € 5,14 € 6,62 € 5,77 € 5,80 € Zuschuss/Gast inkl. AfA/kalk. Zins 6,29 € 7,38 € 8,91 € 7,74 € 6,96 € 5,99 € 6,34 € 7,66 € 6,76 € 6,76 € Kostendeckungsgrad operativ 32,01 % 29,01 % 25,49 % 27,64 % 30,84 % 36,95 % 33,37 % 32,17 % 31,69 % 34,39 % Kostendeckungsgrad inkl. AfA/kalk. Zins 24,95 % 23,86 % 21,61 % 23,92 % 26,62 % 31,69 % 28,87 % 29,08 % 28,38 % 31,02 % 1.5 Weiherhofbad V50 91 NT 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 Besucherentwicklung 63.102 59.418 60.772 59.783 58.151 58.992 60.116 59.445 61.781 58.254 Umsatz Netto 138.901 € 152.013 € 120.817 € 120.465 € 134.491 € 146.605 € 139.551 € 148.673 € 143.313 € 130.831 € Umsatz pro Gast 2,20 € 2,56 € 1,99 € 2,02 € 2,31 € 2,49 € 2,32 € 2,50 € 2,32 € 2,25 € Kosten operativ 557.367 € 532.524 € 591.119 € 513.769 € 585.655 € 536.342 € 596.139 € 608.932 € 629.067 € 599.766 € AfA 80.421 € 80.628 € 80.752 € 78.154 € 77.836 € 77.235 € 61.915 € 63.999 € 63.352 € 63.944 € kalkulatorischer Zins 87.407 € 85.257 € 82.207 € 74.397 € 70.805 € 67.257 € 64.313 € 55.782 € 53.411 € 51.312 € Summe 725.195 € 698.409 € 754.077 € 666.320 € 734.296 € 680.834 € 722.367 € 728.714 € 745.830 € 715.023 € Zuschuss operativ 418.466 € 380.511 € 470.302 € 393.304 € 451.163 € 389.737 € 456.588 € 460.259 € 485.754 € 468.935 € Zuschuss inkl. AfA/kalk. Zins 586.294 € 546.396 € 633.260 € 545.855 € 599.804 € 534.229 € 582.816 € 580.041 € 602.517 € 584.192 € Zuschuss/Gast operativ 6,63 € 6,40 € 7,74 € 6,58 € 7,76 € 6,61 € 7,60 € 7,74 € 7,86 € 8,05 € Zuschuss/Gast inkl. AfA/kalk. Zins 9,29 € 9,20 € 10,42 € 9,13 € 10,31 € 9,06 € 9,69 € 9,76 € 9,75 € 10,03 € Kostendeckungsgrad operativ 24,92 % 28,55 % 20,44 % 23,45 % 22,96 % 27,33 % 23,41 % 24,42 % 22,78 % 21,81 % Kostendeckungsgrad inkl. AfA/kalk. Zins 19,15 % 21,77 % 16,02 % 18,08 % 18,32 % 21,53 % 19,32 % 20,40 % 19,22 % 18,30 % 1.6 Adolf-Ehrmann-Bad V50 92 GR 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 Besucherentwicklung 40.632 40.306 41.575 39.454 43.413 41.410 42.599 41.937 40.534 44.836 Umsatz Netto 79.747 € 76.633 € 77.388 € 74.419 € 76.407 € 87.207 € 84.670 € 94.890 € 115.425 € 125.064 € Umsatz pro Gast 1,96 € 1,90 € 1,86 € 1,89 € 1,76 € 2,11 € 1,99 € 2,26 € 2,85 € 2,79 € Kosten operativ 358.646 € 403.670 € 413.330 € 515.248 € 473.045 € 428.874 € 419.657 € 479.616 € 313.119 € 347.534 € AfA 49.811 € 49.861 € 50.053 € 48.682 € 48.526 € 48.534 € 48.411 € 47.994 € 49.054 € 45.311 € kalkulatorischer Zins 49.329 € 47.392 € 48.912 € 40.786 € 38.700 € 35.894 € 33.824 € 28.662 € 27.066 € 25.248 € Summe 457.786 € 500.923 € 512.295 € 604.716 € 560.271 € 513.302 € 501.892 € 556.272 € 389.239 € 418.093 € Zuschuss operativ 278.899 € 327.037 € 335.942 € 440.829 € 396.638 € 341.668 € 334.987 € 384.726 € 197.694 € 222.470 € Zuschuss inkl. AfA/kalk. Zins 378.039 € 424.290 € 434.907 € 530.297 € 483.864 € 426.096 € 417.222 € 461.382 € 273.814 € 293.030 € Zuschuss/Gast operativ 6,86 € 8,11 € 8,08 € 11,17 € 9,14 € 8,25 € 7,86 € 9,17 € 4,88 € 4,96 € Zuschuss/Gast inkl. AfA/kalk. Zins 9,30 € 10,53 € 10,46 € 13,44 € 11,15 € 10,29 € 9,79 € 11,00 € 6,76 € 6,54 € Kostendeckungsgrad operativ 22,24 % 18,98 % 18,72 % 14,44 % 16,15 % 20,33 % 20,18 % 19,78 % 36,86 % 35,99 % Kostendeckungsgrad inkl. AfA/kalk. Zins 17,42 % 15,30 % 15,11 % 12,31 % 13,64 % 16,99 % 16,87 % 17,06 % 29,65 % 29,91 % 1.7 Hallenbad Grötzingen V50 93 VB 2000 2001 2002 *) 2003 *) 2004 *) 2005 2006 2007 2008 2009 Besucherentwicklung 118.496 115.509 90.842 48.913 24.302 88.202 115.412 130.282 132.500 122.733 Umsatz Netto 725.898 € 707.432 € 575.955 € 471.134 € 208.434 € 699.122 € 903.844 € 1.095.190 € 1.155.318 € 1.043.242 € Umsatz pro Gast 6,13 € 6,12 € 6,34 € 9,63 € 8,58 € 7,93 € 7,83 € 8,41 € 8,72 € 8,50 € Kosten operativ 1.329.605 € 1.690.590 € 1.395.475 € 933.911 € 857.681 € 1.632.948 € 1.449.691 € 1.576.656 € 1.548.936 € 1.624.620 € AfA 145.757 € 150.994 € 151.615 € 144.854 € 155.416 € 299.426 € 351.914 € 260.613 € 253.597 € 263.928 € kalkulatorischer Zins 118.907 € 113.494 € 103.078 € 93.525 € 106.878 € 266.835 € 321.266 € 276.187 € 278.078 € 276.764 € Summe 1.594.269 € 1.955.078 € 1.650.168 € 1.172.290 € 1.119.975 € 2.199.210 € 2.122.871 € 2.113.455 € 2.080.611 € 2.165.312 € Zuschuss operativ 603.707 € 983.159 € 819.521 € 462.777 € 649.247 € 933.826 € 545.847 € 481.466 € 393.618 € 581.379 € Zuschuss inkl. AfA/kalk. Zins 868.371 € 1.247.647 € 1.074.214 € 701.156 € 911.541 € 1.500.088 € 1.219.028 € 1.018.265 € 925.293 € 1.122.0 70 € Zuschuss/Gast operativ 5,09 € 8,51 € 9,02 € 9,46 € 26,72 € 10,59 € 4,73 € 3,70 € 2,97 € 4,74 € Zuschuss/Gast inkl. AfA/kalk. Zins 7,33 € 10,80 € 11,83 € 14,33 € 37,51 € 17,01 € 10,56 € 7,82 € 6,98 € 9,14 € Kostendeckungsgrad operativ 54,60 % 41,85 % 41,27 % 50,45 % 24,30 % 42,81 % 62,35 % 69,46 % 74,59 % 64,21 % Kostendeckungsgrad inkl. AfA/kalk. Zins 45,53 % 36,18 % 34,90 % 40,19 % 18,61 % 31,79 % 42,58 % 51,82 % 55,53 % 48,18 % 1.8 Therme Vierordtbad *) Umbau Schwimmhalle und Anwendungsbereich Sauna In den Jahren 2002 bis 2004 V50 94 Europabad 2008 2009 Besucherentwicklung 266.963 415.586 Umsatz Netto 1.927.571 € 3.021.419 € Umsatz pro Gast 7,22 € 7,27 € Kosten operativ 3.125.138 € 4.117.747 € AfA 1.263.592 € 1.582.557 € kalkulatorischer Zins 1.019.694 € 946.795 € Summe 5.408.424 € 6.647.099 € Zuschuss operativ 1.197.567 € 1.096.328 € Zuschuss inkl. AfA/kalk. Zins 3.480.853 € 3.625.680 € Zuschuss/Gast operativ 4,49 € 2,64 € Zuschuss/Gast inkl. AfA/kalk. Zins 13,04 € 8,72 € Kostendeckungsgrad operativ 61,68 % 73,38 % Kostendeckungsgrad inkl. AfA/kalk. Zins 35,64 % 45,45 % 1.9 Europabad V50 95 Fächerbad 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 Besucherentwicklung 420.527 421.010 384.573 375.050 383.807 357.390 348.361 349.066 349.236 327.452 Umsatz Netto 1.360.513 € 1.479.014 € 1.377.334 € 1.388.204 € 1.478.354 € 1.323.932 € 1.255.452 € 1.294.994 € 1.288.039 € 1.741.147 € Umsatz pro Gast 3,24 € 3,51 € 3,58 € 3,70 € 3,85 € 3,70 € 3,60 € 3,71 € 3,69 € 5,32 € Kosten operativ 2.228.174 € 1.703.428 € 1.886.806 € 1.735.282 € 1.769.118 € 1.828.090 € 1.816.076 € 1.853.096 € 1.901.082 € 2.531.208 € Kosten inkl. AfA/kalkulatorischer Zins 2.614.845 € 2.091.222 € 2.252.089 € 2.080.817 € 2.098.077 € 2.119.733 € 2.086.293 € 2.094.401 € 2 .119.444 € 2.663.116 € Zuschuss operativ 867.661 € 224.414 € 509.472 € 347.078 € 290.764 € 504.158 € 560.624 € 558.102 € 613.043 € 790.061 € Zuschuss inkl. AfA/kalk. Zins 1.254.332 € 612.208 € 874.755 € 692.613 € 619.723 € 795.801 € 830.841 € 799.407 € 831.405 € 921.969 € Zuschuss/Gast operativ 2,06 € 0,53 € 1,32 € 0,93 € 0,76 € 1,41 € 1,61 € 1,60 € 1,76 € 2,41 € Zuschuss/Gast inkl. AfA/kalk. Zins 2,98 € 1,45 € 2,27 € 1,85 € 1,61 € 2,23 € 2,39 € 2,29 € 2,38 € 2,82 € Kostendeckungsgrad operativ 61,06 % 86,83 % 73,00 % 80,00 % 83,56 % 72,42 % 69,13 % 69,88 % 67,75 % 68,79 % Kostendeckungsgrad inkl. AfA/kalk. Zins 52,03 % 70,72 % 61,16 % 66,71 % 70,46 % 62,46 % 60,18 % 61,83 % 60,77 % 65,38 % 1.10 Fächerbad V50 96 Anlage 2: Bäderkonzept 2000 Bäderkonzept2000 Inhaltsverzeichnis I. Vorbemerkungen..............................................................1 II. Vorstellung der Bäder Hallenbäder...............................................................2 Freibäder.................................................................13 III. Profil des Neuen Freizeitbades.....................................18 IV. Zielgruppenanalyse und Positionierung der Bäder....19 V. Schulschwimmen...........................................................22 VI. Vereinssport...................................................................25 VII. Wirtschaftlichkeit...........................................................27 VIII. Prioritäten zur Weiterentwicklung................................33 IX. Zusammenfassung.........................................................34 X. Visionäre Bäderlandschaft 2007...................................35 Aufgrund der Nachfrage wurde ein Nachdruck erforderlich. Hierbei wurde die Gelegenheit genutzt und die Zahlen in den Kapiteln Schulschwimmen und Vereinssport wurden aktualisiert und auf den Stand 2002 gebracht. Da die Zahlen sich nur geringfügig verändert haben, bleiben die Aussagen zu den Verlagerungsmöglichkeiten für das Schulschwimmen und den Vereinssport unverändert bestehen. Bäderkonzept2000 - 1 - Vorbemerkungen Das Bäderkonzept2000 ist die Fortschreibung der Bäderkonzepte von 1987 und 1998. Es soll kurz und übersichtlich die Situation der Bäder dargestellt werden. Nach dem Standortbeschluss zum Neubau eines modernen Freizeitbades in Karlsruhe will es der Verwaltungsführung und dem Gemeinderat mit Daten und Fakten aufzeigen, wie die Bäderlandschaft in Karlsruhe nach Eröffnung des Neuen Freizeitbades aussehen sollte. Das Konzept beinhaltet Aussagen von notwendigen Baumaß- nahmen, über Entwicklungsmöglichkeiten bis zu Prognosen für das jeweilige Bad. Berücksichtigt wurde auch die notwendige Versorgung von Schulen und Vereinen sowie die bundesweit erkennbare, stark veränderte Erwartungshaltung der Bevöl- kerung an moderne Freizeit- und Erholungseinrichtungen. Die vorhandenen Bäder bieten teilweise keine Möglichkeiten zu einer umfassenden Neugestaltung. Sie sollten aber, soweit sie erhaltenswert erscheinen, im Angebot und Service so verbessert werden, dass die Besucherzahlen gehalten oder gar gesteigert werden können. Die Magnetwirkung des Neuen Freizeitbades darf aller- dings nicht übersehen werden. Mit nüchternen, angebotsarmen, nicht erweiterbaren Bezirkshallenbädern, die trotz aller kostenmäßigen Konsolidierung immer noch hohe Defizite verursachen, ist den modernen Ansprüchen nicht gerecht zu werden. Dies bedeutet, wie sich aus den bundesweiten Bäderschließungen zeigt, auch das Ende der Philosophie der stadtteil- nahen Bäder für die jeweilige Bevölkerung und die dortigen Schwimmsportvereine. Angebotsverbesserungen sind genauso für die Freibäder von Bedeutung. Die Sonne ist zwar ein wichtiger Besucherfaktor, aber sie allein garantiert keine vollen Bäder mehr. So müssen selbst im traditionellen und schön gelegenen Freibad Rappenwört aufgrund fehlender Wasserattraktionen Besucherrückgänge verzeichnet werden. Auch bei den Freibädern gilt die permanente Fortentwicklung an die sich wandelnden Freizeit- und Erholungsbedürfnisse der Bevölkerung. Nicht ohne Auswirkungen auf das Besucherverhalten sind schlechte Rahmenbe- dingungen. Trotz eines sehr guten öffentlichen Personennahverkehrs in Karlsruhe spielt eine ausreichende Anzahl von unentgeltlichen Parkplätzen eine wesentliche Rolle für das Besucheraufkommen des Bades, mehr noch bei angebotsarmen Bädern als bei großen Freizeitbädern mit gutem Wasser- und Gastronomieangebot. Hallen- und Freibäder sind durch ihre komplexe technische Ausrüstung, des hohen Reinheits- und Hygieneaufwands und der gebotenen, sorgfältigen Wasseraufsicht von Natur aus Betriebe mit hohen Fixkosten. Deshalb ist das Besucheraufkommen für die Wirtschaftlichkeit von besonderer Bedeutung. Gute Besucherzahlen sind die vorrangige Zielsetzung und zeigen die Akzeptanz der Bäder in der Bevölkerung und damit letztendlich ihre Bestandsberechtigung. Wie die Umfrage der Stadt “Nachfrage nach Freizeit- und Sportangeboten“ zeigt, wird Baden von 46% der KarlsruherInnen vor dem Radfahren als beliebteste Freizeit- beschäftigung außer Haus genannt. Bäderkonzept2000 - 2 - Adolf-Ehrmann-Bad Allgemeines  Bezirkshallenbad, ganzjährig bis auf 1 Woche im September geöffnet  Lage: Stadtteil Neure ut – Unterfeldstr. 46  erbaut 1964, generalsaniert 1985  ÖPNV An bindung, gute Parkmöglichkeiten Ausstattung  Schwimmbecken 25x8m Wassertiefe 0,90 – 3,50m  Therapiebecken (32° )  Kinderplanschbecken  Freiliegefläche  1und 3m Sprungbrett  Massagedüsen, Sola rien, Sauna (Aufpreis)  Cafeteria = 200qm = 18qm = 3.800qm Besucherentwicklung Öffentl. Badebetrieb Vereine Schulen Gesamt  1985 52.240 17.414 6.057 75.711  1990 55.703 14.779 6.397 76.879  1998 43.464 12.235 7.031 62.730  1999 43.718 12.491 7.205 63.414  bisherige Tendenz: konstant auf niedrigem Niveau Hauptnutzer Zustand  Die Bevöl kerung aller Altersstufen aus Neureut, der Nordstadt und der benachbarten Hardtgemeinden  Das Stadtteilbad ist in einem guten baulichen Zustand Instandhaltung - kurzfristig  - - mittelfristig  Optimierung der Wärmerückgewinnung Weiterentwicklung/ Angebotserweiterung Der beabsichtigte Bau e ines Freibeckens inklusive eines Kleinkinderbe- reichs für den Ganzjahresbetrieb wird das Angebot deutlich verbes- sern, da die vorhandene Wasserfläche zu gering ist. Positiv auswirken wird sich auch der gep lante Bau einer Blockhaus- sauna. Prognose nach Inbetriebnahme des Neuen Freizeitbades Aufgrund der guten Akzeptanz in der örtlichen Bevölkerung und den ge- planten attr aktivitätssteigernden Maßnahmen sollte die Anzahl der Bad- besuche trotz der Attraktivität des Neuen Freizeitbades zu halten sein. Gesamtstädtisch gesehen wird das Adolf-Ehrmann-Bad ein Nisc hen- und Ergänzungsbad zu den beiden großen Hallenbädern sein, jedoch unverzichtbar für Schulen und Vereine und die örtliche Bevölkerung. Entwicklung der Zuschusssituation 1999 Prognose 2007  Zuschussbedarf: 1.102 Mio. DM 1.443 Mio. DM  Kostendeckungsgrad: 19,04 % 16,91%  Zuschuss je Besucher : 17,38 DM 22,90 DM Bäderkonzept2000 - 3 - Hallenbad Grötzingen Allgemeines  Bezirkshallenbad, ganzjährig bis auf 1 Monat Sommerschließzeit geöffnet  Lage: Stadtteil Grötzingen – Kirchstr. 13  Erbaut 1974  Begrenzte Parkmöglichkeiten Ausstattung  Schwimmerbecken bis 3,40m tief, 25x12,5m = 313qm  Teilhubbo den 12,5x10,0m, 0,30-1,80m tief  1m Sprun gbrett  Solarien Besucherentwicklung Öffentl. Badebetrieb Vereine Schulen Gesamt  1985 28.672 2.030 22.234 52.936  1990 33.817 3.310 16.333 53.460  1998 19.227 5.739 13.819 38.785  1999 18.291 6.409 13.927 38.627  bisherige Tendenz: rückläufig Hauptnutzer Zustand  Örtliche Bevölkerung, 3 Schulen, 4 Vereine  Das einfache Bezirkshallenbad ist in einem ordentlichen b aulichen Zustand Instandhaltung - kurzfristig  Dacheindeckung 80.000,- DM  Erneuerung Lüftung 2 00.000,- DM - mittelfristig  Wärmerückgewinnung 150.000,- DM Weiterentwicklung/ Angebotserweiterung Das nüchterne einfache Bezirkshallenbad lässt aufgrund der baulichen Vorga ben und der Lage keine Möglichkeiten zu einer Angebotserwei- terung zu. Empfehlung nach Inbetriebnahme des Neuen Freizeitbades Nach Fertigstellung des Neuen Freizeitbades wird das Hallenbad Gröt- zingen weit er Badegäste verlieren und sollte zu einem Gruppenbad für Schulen und Vereine umgewidmet werden. Im Rahmen der Möglichkei- ten können Kurse und öffentlicher Badebetrieb angeboten werden. Entwicklung der Zuschusssituation 1999 Prognose 2007  Zuschussbedarf: 0.916 Mio. DM 0.724 Mio. DM  Kostendeckungsgrad: 8,28 % 9,51%  Zuschuss je Besucher : 23,70 DM 24,15 DM Bäderkonzept2000 - 4 - Tullabad Allgemeines  Hallenbad, ganzjährig bis auf 4 Wochen Sommerschließzeit geöffnet  Lage: Innenstadt – Et tlinger Straße 4  Erbaut 1955, denkmalgeschützt  ÖPNV An bindung, kostenpflichtige Parkmöglichkeiten  Schwimmerbecken 25x15m Wassertiefe 2,00-4,50m  Nichtsch wimmerbecken 8x15m Wassertiefe 0,80-1,25m  Freiliegefläche zum Stadtgarten = 375qm = 120qm = 560qm Ausstattung  1und 3m Sprungbrett, Sprungturm wegen Sicherheitsmängel gesperrt  Solarien, Tribüne, au ßenliegende Cafeteria Besucherentwicklung Öffentl. Badebetrieb Vereine Schulen Gesamt  1985 101.587 15.349 34.000 150.936  1990 74.330 10.640 26.083 111.053  1998 39.104 18.597 28.246 85.947  1999 34.482 19.169 27.074 80.725  bisherige Tendenz: stark rückläufig Durch umfangreiche Schul- und Vereinsnutzung ist der öffentliche Badebetrieb stark eingeschränkt Hauptnutzer Zustand  Sport- und Frühschwimmer, 25 Schulen, 6 Ve reine  Veranstaltungen (Vereins- und V erbandsschwimmwettkämpfe, Wasserballspiele)  Unattraktiv, wegen des sehr begrenzten Angebotes  Korrodierende Bäder- und Heizun gstechnik, hoher Wärmeverlust  Hohe Unt erhaltungskosten Instandhaltung - kurzfristig  Jährliche Instandhaltung ca. 150.000,- DM - mittelfristig  Generalsanierung ca. 13 Millionen DM Weiterentwicklung/ Angebotserweiterung Das Tullabad hat wegen der mangelnden Attraktivität und der für die Öf- fentlichkeit eingeschränkten Öffnungszeit einen starken Besucherrück- gang zu verzeichnen (1970: 429.702 Besucher). Aufgrund der baulichen Gegebenheiten, der geringen Grundstücksfläche und den fehlenden Parkplätzen ist eine Entwicklung zu einem modernen Hallenbad nicht möglich. Die in den kommenden Jahren anstehende Generalsanierung sollte nicht durchgeführt werden, da sie den Charakter des Bades nicht wesentlich verändern könnte um zu einer deutlich besseren Besucherre- sonanz zu führen. Empfehlung nach Inbetriebnahme des Neuen Freizeitbades Nach der Inbetriebnahme des Neuen Freizeitbades ist das Tullabad au s finanzwirtschaftlichen Gründen zu schließen. Weitere Diskussionen zur Nutzung als Gruppenbad für Schulen und Vereine sind in Anbetracht der erheblichen Sanierungsaufwendungen unrealistisch. Entwicklung der Zuschusssituation 1999 Prognose 2007  Zuschussbedarf: 1.658 Mio. DM --- DM  Kostendeckungsgrad: 13,57 % --- %  Zuschuss je Besucher : 20,53 DM --- DM Bäderkonzept2000 - 5 - Vierordtbad-Schwimmhalle Allgemeines  Hallenbad, ganzjährig bis auf 2 Wochen Sommerschließzeit geöffnet  Lage: Innenstadt – Fe stplatz 1  Erbaut 1900, denkmalgeschützt  ÖPNV An bindung, kostenpflichtige Parkmöglichkeiten  Kein Gastronomieangebot Ausstattung  Schwimmbecken 28x11m = 308qm Wassertiefe 0,80 – 2,80m  Massagedüsen, Sch wallduschen, Warmbadetage  Solarien  Behindertengerecht Besucherentwicklung öffentl. Badebetrieb Vereine Schulen Gesamt  1985 99.217 4.218 - 103.435  1990 62.849 4.585 - 67.434  1998 42.988 4.243 72 47.303  1999 50.291 4.113 197 54.601  bisherige Tendenz: stabiles leicht steigendes Besucheraufkommen Hauptnutzer Zustand  Senioren, Behinderte, Frauen, Saunagänger  Vereine (DLRG und Versehrtensportgruppe)  Teilnehmer von 15 Schwimm- und Aquafitnesskursen  Jugendstilbad in schlechtem baulichen Zustand. Die Standsicherheit des Gebäudes weist erhebliche Mängel auf, die den Badebetrieb gefährden. Statische Stützkonstruktionen waren bereits erforderlich.  Veraltete Bäder- und Heizungstechnik Instandhaltung  Planungen für eine Generalsanierung der Schwimmhalle einschließ- lich der Bädertechnik werden zur Zeit erarbeitet und dem Gemeinde- rat für den Doppelhaushalt 2001/02 vorgestellt. Weiterentwicklung/ Angebotserweiterung Nach der Generalsanierung und der Neugestaltung des Beckens mit weiteren wohltuenden wassertechnischen Angeboten wird das Vierordt- bad ein Wellness-Zentrum. Insbesondere Entspannungs- und Ruhesuchende werden die im An- gebot einem Thermalbad ähnliche Schwimmhalle besuchen. Prognose nach Inbetriebnahme des Neuen Freizeitbades Die Besucherzahlen der Vierordtbad-Schwimmhalle werden aufgrund der ruhigen, erholsamen Atmosphäre von der Inbetriebnahme des Freizeitbades kaum berührt werden. Die Schließung des benachbarten Tullabades wird zur Stabilität der Besucherzahlen beitragen. Entwicklung der Zuschusssituation 1999 Prognose 2007  Zuschussbedarf: 1.408 Mio. DM 2,076 Mio. DM  Kostendeckungsgrad: 14,31 % 11,51 %  Zuschuss je Besucher: 25,78 DM 37,74 DM Bäderkonzept2000 - 6 - Vierordtbad-Sauna Allgemeines  Lage: Innenstadt – Festplatz 1  Erbaut 1873, 1996 Innenbereich und Ostflügel erneuert, denkmalgeschützt  ÖPNV Anbindung, kostenpflichtige Parkmöglichkeiten Ausstattung  Fünf verschiedene Saunen: mit und ohne Aufguß, mit unterschiedlicher Luftfeuchtigkeit und Temperatur, im Innen- und Außenbereich, teilweise mit akustischen Effekten bzw. Farblichttherapie  Kristalldampfbad, Warm- und Heißluftraum  Massage und Solarien  Bistro und Freiluftareal  Mitnutzung der Schwimmhalle Besucherentwicklung Gesamt  1985 30.958  1990 37.313  1998 52.664  1999 54.659  bisherige Tendenz: steigend Hauptnutzer Zustand  Erwachsene aller Altersstufen, vor allem mittlere Jahrgänge und Senioren  Die Fassade, vor allem die Natursteinbereiche bedürfen einer Sanierung  Guter baulicher und attraktiver Gebäudezustand im Innern  Moderne Anwendungseinrichtungen Instandhaltung - kurzfristig  Sanierung des unbenutzten Westflügels bzw. des Böhlerbaus  Neue Eindeckung des Daches - mittelfristig  Modernisierung des Innenhofs Ost Weiterentwicklung/ Angebotserweiterung Die attraktive Sauna stößt mit ihrem großen Besucherzuspruch in den Winter- monaten an die Kapazitätsgrenze. Mit der Hinzunahme des Westflügels und des Böhlerbaus wird dem entgegengewirkt. Die Ruhezonen werden vergrö- ßert. Mit einem Whirlpool wird die Angebotspalette erweitert. Die Massage- praxis wird zusätzlich ein Rasulbad anbieten. Ziel ist die Profilierung des gesamten Vierordtbad-Komplexes als das Well- nesszentrum in der City. Prognose nach Inbetriebnahme des Neuen Freizeitbades Die Sauna im Freizeitbad wird insbesondere die jüngere Generation anspre- chen und damit einen anderen Zielgruppenschwerpunkt aufweisen als die Vierordtbad-Sauna. Aufgrund der noch immer wachsenden Nachfrage im Sau- nabereich ist mit einem weiteren Anstieg der Besucherzahlen zu rechnen. Das Kongresshotel wird der Vierordtbad-Sauna weitere Gäste bescheren. Mit einer stabilen Besucherzahl um 60.000 ist zu rechnen. Entwicklung der Zuschusssituation 1999 Prognose 2007  Zuschussbedarf: 0.355 Mio. DM 0.172 Mio. DM  Kostendeckungsgrad: 75,48 % 88,76 %  Zuschuss je Besucher: 6,49 DM 2,87 DM Bäderkonzept2000 - 7 - Weiherhofbad Allgemeines  Bezirkshallenbad, ganzjährig bis auf 3 Wochen Sommerschließzeit geöffnet  Lage: Stadtteil Durlach – Weiherhof 13  erbaut 1975  kostenpflichtige Parkmöglichkeiten Ausstattung  Schwimmerbecken 25x12,5m Wassertiefe 1,40-1,80m  Nichtschwimmerbecken 8x15m Wassertiefe 0,70-1,35m  Kinderplanschbecken  Freiliegefläche  Solarien, Kräuterdampfkabine, Wassermassagebett  Massagedüsen, Schwallduschen, Warmbadetage  Behindertengerecht = 313qm = 120qm = 10qm = 480qm Besucherentwicklung Öffentl. Badebetrieb Vereine Schulen Gesamt  1985 52.117 6.223 16.456 74.796  1990 53.292 8.839 20.552 82.683  1998 40.776 6.833 13.760 61.369  1999 40.307 7.032 13.491 60.830  bisherige Tendenz: rückläufig Hauptnutzer Zustand  Sport- und Frühschwimmer, 16 Schulen, 3 Vereine  Teilnehmer von 24 Schwimm- und Aquafitnesskursen  Das Bezirkshallenbad ist in einem ordentlichen baulichen Zustand  Der Umkleidetrakt wurde 1999 erneuert  Zunehmende Korrosion der wassertechnischen Anlagen Instandhaltung - kurzfristig  Sanierung Dach 320.000,- DM - mittelfristig  Erneuerung Lüftungsanlage 350.000,- DM  Austausch der Fliesen 200.000,- DM Weiterentwicklung/ Angebotserweiterung Der bevorstehende Bau einer Blockhaussauna auf der Freifläche wird zu einer Attraktivitätssteigerung führen. Die Beibehaltung des vergünstigten Parkens in der Tiefgarage ist zu sichern. Der Wegfall der Parkplätze wegen der Bebauung des Weiher- hofareals wirkte sich negativ aus. Prognose nach Inbetriebnahme des Neuen Freizeitbades Das Weiherhofbad wird trotz der Erweiterung um eine Blockhaussauna nach der Öffnung des Freizeitbades rückläufige Besucherzahlen aus- weisen. Es wird zukünftig in der Karlsruher Bäderlandschaft ein Ergän- zungsbad zum Fächerbad und dem Freizeitbad sein. Für Schul- und Vereinsschwimmen insbesondere bei Schließung des Wettersbacher Hallenbades ist das Weiherhofbad von großer Bedeutung. Entwicklung der Zuschusssituation 1999 Prognose 2007  Zuschussbedarf: 0.984 Mio. DM 1.022 Mio. DM  Kostendeckungsgrad: 19,09 % 20,28 %  Zuschuss je Besucher: 16,17 DM 17,04 DM Bäderkonzept2000 - 8 - Hallenbad Wettersbach Allgemeines  Bezirkshallenbad, geöffnet von Mitte September – Ende Mai  Lage: Stadtteil Grünwettersbach – Thüringer Str. 11  Erbaut 1975  Gute Parkmöglichkeiten Ausstattung  Schwimmerbecken 2,00m tief 25x10m  Teilhubboden 8,30x10m, 0,40-2,00m tief  Freiliegefläche  Solarien  Sauna im Untergeschoss verpachtet = 250qm = 720qm Besucherentwicklung Öffentl. Badebetrieb Vereine Schulen Gesamt  1985 22.234 1.201 14.984 38.419  1990 19.485 2.551 14.814 36.850  1998 9.511 3.475 9.059 22.045  1999 9.553 5.083 8.735 23.371  bisherige Tendenz: Stagnation auf äußerst niedrigem Niveau, trotz großer Anstrengungen des früheren Fördervereins. Hauptnutzer Zustand  Örtliche Bevölkerung, 12 Schulen, 4 Vereine und Kursteilnehmer (rd. 13% vom öffentlichen Badebetrieb sind Kursteilnehmer)  das unattraktive Bezirkshallenbad ist in einem sanierungswürdigen Zustand, Mittelanmeldung der Ortsverwaltung über 360.000,- DM für den Haushalt 2001/02 Instandhaltung  Leckage an der Überlaufrinne, Wasser gelangt in den Baukörper  Erneuerung des Schwallwasserbehälters  Betoninstandsetzung Weiterentwicklung/ Angebotserweiterung Aufgrund der geringen Besucherzahlen (öffentl. Badebetrieb: 8.298 ohne Kurse), sowie der Lage des Bades ist keine sinnvolle Weiterent- wicklung möglich. Instandsetzungen sollten unterbleiben. Empfehlung nach Inbetriebnahme des Neuen Freizeitbades Das Wettersbacher Hallenbad sollte mit Ende des Schuljahres 2000/01 wegen der geringen Besucherzahlen geschlossen werden. Das erneuerte Albgaubad in Ettlingen wird 2001 in Betrieb gehen und die Besucherzahlen weiter sinken lassen. Die Karlsruher Schulen können ins Weiherhofbad und nach Grötzingen verlagert werden. Das Gebäude sollte einer anderen Nutzung zugeführt werden. Entwicklung der Zuschusssituation 1999 Prognose 2007  Zuschussbedarf: 0.500 Mio. DM --- DM  Kostendeckungsgrad: 18,54 % --- %  Zuschuss je Besucher: 21,40 DM --- DM Bäderkonzept2000 - 9 - Fächerbad Allgemeines  Hallenbad mit Außenbecken  Betreiber: Sportpark Karlsruhe-Nordost GmbH  Lage: Waldstadt – Am Sportpark 1  Erbaut 1982  ÖPNV Anbindung, gute Parkmöglichkeiten Ausstattung  Becken mit Teilhubboden 50x21m  Teilhubboden 21x12,5m, 0,20-1,80m tief  Springerbecken (1 und 3m ) 12,4x10,6m  Nichtschwimmerbecken 16,6x11,7m  Außenbecken  Planschbecken  Solarien, Sauna  Cafeteria, Tribüne  Freiliegefläche  Spiel- und Sportangebote: u.a. 3 Beachvolleyballfelder = 1.050qm = 131qm = 194qm = 63qm = 3.000qm Besucherentwicklung öffentl. Badebetrieb Vereine/Schulen Sauna Gesamt  1985 307.374 44.430 - 351.687  1990 245.853 69.657 47.937 363.447  1998 217.784 86.958 83.822 388.564  1999 235.062 94.716 78.146 407.924  bisherige Tendenz: steigend Hauptnutzer Zustand  Sportschwimmer, Familien, Schulen, Vereine  Saunagänger  Modernes großzügiges Sport- und Freizeitbad in ordentlichem baulichen Zustand  Neuer Fernwärmeanschluss, Erneuerung des Lüftungssystems (städtischer Zuschuß: 400.000,- DM)  Saunaerneuerung im Untergeschoss Weiterentwicklung/ Angebotserweiterung Der Bedarf eines weiteren Außenbeckens sollte geprüft werden. Nützlicher könnten bauliche Ergänzungen sein, um ein zusätzliches, erlebnisorientiertes Wasserangebot aufnehmen zu können. Das Fächerbad erscheint bei der derzeitigen Besucherzahl an seiner Ka- pazitätsgrenze zu sein. Prognose nach Inbetriebnahme des Neuen Freizeitbades Das Fächerbad hat wegen seines guten Gesamtangebotes und mangeln- den Alternativen in den letzten Jahren einen spürbaren Besucherzuwachs zu verzeichnen. Diese Anziehungskraft wird nach Inbetriebnahme des Neuen Freizeitbades zurückgehen. Das Fächerbad wird vermutlich Badegäste verlieren. Zuschusssituation 1999  Zuschuss der Stadt: 1.490 Mio. DM mit steigender Tendenz  Jahresüberschuss: 0.138 Mio. DM  Bildung einer Rückstellung von 300.000,- DM  Zuschuss je Besucher: 3,65 DM (4,52 DM ohne Saunabesucher) Bäderkonzept2000 - 10 - Oberwaldbad Allgemeines  Kleines Hallenbad  Betreiber: Postsportverein  Lage: Stadtteil Rüppurr – Erlenweg 2  Erbaut 1974  Gute Parkmöglichkeiten Ausstattung  Schwimmbecken 16,7x8,3 = 139qm  Sauna, Solarien  Medizinische Bäder, Massage  Sonnenterrasse Besucherentwicklung öffentl. Badebetrieb Schulen Vereine Gesamt  1985 15.042 6.545 2.247 23.834  1989 15.658 3.624 1.996 21.278  1998 20.511 3.735 1.123 28.822  bisherige Tendenz: konstant Hauptnutzer Zustand  Wohnstiftbewohner (1/3 des öffentl. Badebetriebs)  Saunagänger (1998: 3.453)  6 Schulen, 2 Vereine  das Bad ist in einem ordentlichen baulichen und technischen Zustand Instandhaltung - kurzfristig  Die Installationen im Sanitär-, Sauna- und Massagebereich werden voraussichtlich 2001 erneuert - mittelfristig  Keine Maßnahmen geplant Weiterentwicklung/ Angebotserweiterung Erhalt und Sicherung des bestehenden Angebots. Prognose nach Inbetriebnahme des Neuen Freizeitbades Das kleine Oberwaldbad mit seinem Nischenangebot wird durch das Neue Freizeitbad kaum tangiert werden. Zuschusssituation 1999  Zuschuss der Stadt : 0.200 Mio. DM  Zuschuss je Besucher: 6,94 DM (9,08 DM ohne Wohnstiftbewohner) Bäderkonzept2000 - 11 - Universitätsbad Allgemeines  Hallenbad  Betreiber: Universität, Institut für Sport und Sportwissenschaft  Lage: Campus Universität, Sportinstitut – Engler-Bunte-Ring 15  Erbaut 1980 Ausstattung  Schwimmbecken bis 3,80m tief, 25x12,5 = 313qm  Teilhubboden 12,5x12,5m, 0-1,80m tief  1 und 3m Sprungbrett  1 Saunakabine Babebetrieb  Im Universitätsbad findet kein öffentlicher Badebetrieb statt  Das Bad steht allen Karlsruher Studenten und Hochschulangestellten offen (ca. 25.000) Hauptnutzer Zustand  Sportstudierende, Hochschulsport  Studenten aller Hochschulen (BA, FH, PH, HfG, Musik- und Kunst- hochschule, Führungsakademie Ba.-Wü.)  Angestellte aller Hochschulen  4 Schulen, 3 Vereine  Dienstsport der Bundeswehr und Landespolizei  Das Bad ist in einem guten baulichen Zustand Instandhaltung  Fortlaufende Instandhaltung über Universitätsbauamt bzw. staatliches Vermögens- und Hochbauamt Weiterentwicklung/ Angebotserweiterung Verstärkte Nutzung für Schul- und Vereinssport und für Veranstaltun- gen am Wochenende, z.B. Schwimmwettkämpfe, Wasserballspiele. Prognose nach Inbetriebnahme des Neuen Freizeitbades Die Besucherentwicklung des Universitätsbades wird durch die Inbe- triebnahme des Neuen Freizeitbades nicht betroffen sein. Bäderkonzept2000 - 12 - Sonstige Hallenbäder in Karlsruhe Die nachfolgend vor allem der Vollständigkeit wegen aufgezählten Bäder sind als Ergänzungsangebot an ihre jeweiligen Institution angeschlossen und spielen im Rahmen der Gesamtversorgung eine untergeordnete Rolle. Eine gewisse Bedeutung kommt diesen Bäder in der Bereitstellung von Belegungs- zeiten für Schulen und Vereine zu. Pädagogische Hochschule Allgemeines: Das 1964 erbaute Bad wird vom Land betrieben. Ausstattung: 1 Lehrschwimmbecken 12,5x6m = 75qm Hauptnutzer: kein öffentlicher Badebetrieb Studenten, Schulen Sportschule Schöneck Allgemeines: Das 1972 auf dem Turmberg erbaute Bad wird vom Badischen Fuß- ballverband betrieben. Ausstattung: 1 Schwimmbecken 16,3x8m = 130qm, Hubboden max. 3,40m tief Hauptnutzer: kein öffentlicher Badebetrieb Lehrgangsteilnehmer, Tauchsportvereine Albschule Allgemeines: Betreiber des Schwimmbads der Albschule (Schule für Geistigbehin- derte) im Stadtteil Weiherfeld ist die Stadt Karlsruhe als Schulträger. Ausstattung: 1 Lehrschwimmbecken 9,60x6m = 58qm, Hubboden max. 1,60m tief Hauptnutzer: kein öffentlicher Badebetrieb Schüler der Albschule und des angeschlossenen Kindergartens, Schüler der Grundschule Weiherwald Hallenbäder in benachbarten Kommunen In den Hallenbädern von Eggenstein-Leopoldshafen, Rheinstetten, Stutensee und Weingarten sind keine freien Kapazitäten vorhanden. Eine Ausnahme bildet das neu ausgebaute Albgaubad in Ettlingen. Nach Absprache könnten dort vormittags Karlsruher Schulen Belegungszeiten bekommen. Bäderkonzept2000 - 13 - Rheinstrandbad Rappenwört Allgemeines  Freibad von Mitte Mai bis Mitte September geöffnet, im Herbst und Winter für Spaziergänger zugänglich  Lage: Stadtteil Daxlanden – Hermann-Schneider-Allee 50-54  Erbaut 1929, denkmalgeschützt  ÖPNV Anbindung, gute Parkmöglichkeiten Ausstattung  Schwimmbecken unbeheizt (MZB I) 50x25m Wassertiefe 0,60-2,00m  Schwimmbecken solar beheizt (MZB II) 50x25m Wassertiefe 0,80-1,60m  Wellenbecken 0-2,50m tief  Planschbecken 20x15m Wassertiefe 0,10-0,60m  Freifläche  Viele Spiel- und Sportmöglichkeiten: u.a. Minigolf, Ringtennis, Basketball und Fußball  Grillplatz, Milchhaus, Restaurant = 1.250qm = 1.250qm = 1.220qm = 300qm = 16ha Besucherentwicklung  1985 219.372  1990 253.912  1998 160.605  1999 157.390  bisherige Tendenz: stark witterungsabhängig aber insg. rückläufig Hauptnutzer Zustand  Alle Bevölkerungsschichten insbesondere Familien  Attraktives landschaftlich sehr schön gelegenes Freibad  Wellen- und solarbeheiztes Schwimmbecken in gutem baulichen und technischen Zustand  Das unbeheizte Schwimmbecken und das Planschbecken sind in einem schlechten baulichen Zustand, laufende Korrosionsschäden Instandhaltung - kurzfristig  Renovierung des Umkleidegebäudes Frauen - mittelfristig  Erneuerung der Drehkreuze und der Zaunanlage Weiterentwicklung/ Angebotserweiterung Die Neugestaltung des Mehrzweckbeckens I ist in Planung. Entstehen soll ein 25m Schwimmbecken und ein Erlebnisbecken mit Wasserat- traktionen und zwei Rutschen. Ebenfalls in Planung befindet sich die Umgestaltung des Kinderplanschbeckens mit übersichtlicher Gelän- degestaltung. Prognose nach Inbetriebnahme des Neuen Freizeitbades Das Neue Freizeitbad ohne großes Außenbecken wird auf ein moderni- siertes Rheinstrandbad mit verbesserten Angeboten keine Auswirkun- gen auf die Besucherzahlen haben. In den Sommermonaten bei gutem Wetter werden die Badegäste bevorzugt gute Freibäder nutzen, an- statt ein Hallenbad zu besuchen. Diese Tendenz wird vermutlich auch mit dem Neuen Freizeitbad so bleiben. Entwicklung der Zuschusssituation 1999 Prognose 2007  Zuschussbedarf: 2.436 Mio. DM 2.880 Mio. DM  Kostendeckungsgrad: 16,36 % 16,71 %  Zuschuss je Besucher: 15,48 DM 16,00 DM Bäderkonzept2000 - 14 - Rheinhafenbad Allgemeines  Freibad, von März bis November geöffnet  Lage: Rheinhafen – Honsellstr. 39  Erbaut 1915 (1970 generalsaniert)  ÖPNV Anbindung, unbefriedigende Parkmöglichkeiten Ausstattung  Schwimmbecken beheizt, teilüberdacht 50x15m Wassertiefe 1,40-2,00m  Nichtschwimmerbecken mit Bockrutsche Wassertiefe 0,60-1,25m  Planschbecken 12x8m Wassertiefe 0,10-0,40m  Massagepilz, Sauna, Solarien  Freifläche  Spiel- und Sportangebote  Kiosk = 750qm = 600qm = 96qm = 1,2ha Besucherentwicklung  1985 138.738  1990 129.935  1998 90.898  1999 100.270  bisherige Tendenz: witterungsabhängig aber insg. leicht steigend Hauptnutzer Zustand  Alle Bevölkerungsschichten insbesondere Sport- und Feierabend- schwimmer  Das teilüberdachte Freibad ist sanierungswürdig Instandhaltung  Neugestaltung des Umkleidetrakts und Erweiterung der sanitären Anlagen. Die Planung hierfür liegt bereits vor. Weiterentwicklung/ Angebotserweiterung Mit dem geplanten Umbau des Sanitär- und Umkleidetraktes und der Errichtung einer Blockhaussauna wird sich das Rheinhafenbad noch besser als sportliches Allwetterfreibad profilieren können und weitere Stammbadegäste gewinnen. Die zusätzlichen Öffnungszeiten in den Monaten März und November, die vom Freundeskreis und der Stadt gemeinsam mit je 30.000.- DM finanziert werden und die verlängerten Öffnungszeiten in den Abend- stunden, wirken sich positiv auf die Besucherzahlen aus. Prognose nach Inbetriebnahme des Neuen Freizeitbades Das Rheinhafenbad wird verstärkt Besucher ansprechen bei denen das sportliche Schwimmen im Vordergrund steht. Der Besucherrückgang durch das Neue Freizeitbad mit seinen vielen Wassererlebnis- und Freizeitangeboten dürfte sich daher in Grenzen halten. Entwicklung der Zuschusssituation 1999 Prognose 2007  Zuschussbedarf: 0.889 Mio. DM 1.110 Mio. DM  Kostendeckungsgrad: 27,96 % 24,81 %  Zuschuss je Besucher: 8,86 DM 11,69 DM Bäderkonzept2000 - 15 - Freibad Rüppurr Allgemeines  von Mitte Mai bis Mitte September geöffnet  Lage: Stadtteil Rüppurr  Erbaut 1953, Sanierung 1989/90  ÖPNV Anbindung, gute Parkmöglichkeiten Ausstattung  Schwimmbecken solar beheizt 50x21m Wassertiefe 1,30-2,00m  Nichtschwimmerbecken mit Bockrutsche 60x22m Wassertiefe 0,40-1,30m  Planschbecken 12x8m Wassertiefe 0,10-0,30m  Schwallbrausen, Wasserfälle  Großwasserrutsche  Freifläche  Spiel- und Sportangebote: u.a. 2 Beachvolleyballfelder  Grillplatz, Kiosk = 1.050qm = 1.320qm = 96qm = ca. 4,5ha Besucherentwicklung  1985 100.372  1990 160.906  1998 99.430  1999 117.598  bisherige Tendenz: stark witterungsabh. aber insg. leicht steigend Hauptnutzer Zustand  alle Bevölkerungsschichten insbesondere Familien  das attraktive Freibad mit dem seit diesem Jahr modernisierten Sani- tärtrakt ist in einem guten baulichen und technischen Zustand. Instandhaltung  es stehen keine größeren Maßnahmen an Weiterentwicklung/ Angebotserweiterung Das Freibad Rüppurr erfreut sich eines guten Besucherzuspruchs. Nach Abschluss des Umbaus des Sanitärtrakts sind keine weiteren größeren Maßnahmen geplant. Prognose nach Inbetriebnahme des Neuen Freizeitbades Das Freibad Rüppurr wird durch das Neue Freizeitbad vermutlich keinen Besucherrückgang zu verzeichnen haben. Bei gutem Wetter gilt für das Freibad Rüpurr die gleiche Prognose ent- sprechend dem Rheinstrandbad Rappenwört. Entwicklung der Zuschusssituation 1999 Prognose 2007  Zuschussbedarf: 1.035 Mio. DM 0.977 Mio. DM  Kostendeckungsgrad: 26,96 % 30,63 %  Zuschuss je Besucher: 8,80 DM 8,50 DM Bäderkonzept2000 - 16 - Turmbergbad Allgemeines  Freibad, von Mitte Mai bis Mitte September geöffnet  Lage: Stadtteil Durlach – Alte Weingartener Str. 40  Erbaut 1955  Mäßige Parkmöglichkeiten Ausstattung  Schwimmbecken beheizt 50x21m Wassertiefe 1,60-1,90m  Nichtschwimmerbecken mit Bockrutsche Wassertiefe 0,55-1,30m  Planschbecken mit Rutsche Wassertiefe 0,25-0,45m  Massagedüsen, Schwallduschen  Großwasserrutsche  Freifläche  Spiel- und Sportangebote  Kiosk, Milchhaus = 1.050qm = 1.000qm = 200qm = ca. 4ha Besucherentwicklung  1985 107.965  1990 112.827  1998 95.756  1999 104.802  bisherige Tendenz: stark witterungsabhängig aber insg. konstant Hauptnutzer Zustand  Alle Bevölkerungsschichten insbesondere Familien  Der Sanitär- und Umkleidebereich ist nicht mehr zeitgemäß und wird in Verbindung mit dem geplanten Saunapark zu erneuern sein Instandhaltung  Erst mit der endgültigen Entscheidung über den Bau des Saunaparks können größere Maßnahmen im Baubereich begonnen werden. Weiterentwicklung/ Angebotserweiterung Nach der endgültigen Entscheidung über den geplanten privaten Sauna- park kann die dringend notwendige Erneuerung des Kiosk und des Umkleide- und Sanitärbereiches angegangen werden. Ferner ist die Erweiterung der Liegefläche in Richtung Norden und ei- ne Neugestaltung des Planschbeckens geplant. Das Gelände hierfür steht zur Verfügung. Prognose nach Inbetriebnahme des Neuen Freizeitbades Es ist keine wesentliche Veränderung der Besucherzahlen zu erwarten. Entwicklung der Zuschusssituation 1999 Prognose 2007  Zuschussbedarf: 1.017 Mio. DM 1.120 Mio. DM  Kostendeckungsgrad: 24,27 % 25,83 %  Zuschuss je Besucher: 9,70 DM 9,74 DM Bäderkonzept2000 - 17 - Freibad Wolfartsweier Allgemeines  Von Juni bis Mitte September geöffnet  Lage: Stadtteil Wolfartsweier – Schloßbergstraße  Erbaut 1935, generalsaniert 1992  Mäßige Parkmöglichkeiten Ausstattung  Schwimmbecken mit Nichtschwimmerteil Wassertiefe 1,20-2,00m  Planschbecken mit Wasserigel, Wasserschirm und Schiffchenkanal Wassertiefe 0-0,40m  Schwallduschen  Freifläche  Spielplatz  Kiosk = 447qm = 138qm = ca. 1ha Besucherentwicklung  1985 22.624  1990 34.785  1998 23.684  1999 24.103  bisherige Tendenz: konstant auf niedrigem Niveau Hauptnutzer Zustand  Örtliche Bevölkerung und Familien mit Kleinkindern  Das Freibad ist in einem ordentlichen baulichen und technischen Zu- stand Instandhaltung  Es stehen keine größeren Maßnahmen an Weiterentwicklung/ Angebotserweiterung Trotz einer umfangreichen Modernisierung der Wasserlandschaft 1992 blieben die Besucherzahlen konstant auf niedrigem Niveau. Auf-grund der Standortnachteile (unmittelbare Nähe Autobahn, geringe Grundstücksgröße, Stadtrandlage, geringe Einwohnerzahl Wolfarts- weier) ist eine Angebotserweiterung nicht sinnvoll und eine positive Weiterentwicklung nicht möglich. Prognose nach Inbetriebnahme des Neuen Freizeitbades Mit dem Betriebsbeginn des Neuen Freizeitbades mit seinem um- fangreichen Angebot auch für Familien mit Kleinkinder sollte das Freibad Wolfartsweier geschlossen werden. Als Alternative stehen neben dem Neuen Freizeitbad, dem Albgaubad in Ettlingen, die nahegelegenen Freibäder Turmbergbad und das Rüppurrer Freibad zur Verfügung. In der Zeit bis zur Öffnung des Neuen Freizeitbades hat der Förderverein des Freibades die Chance mit seiner Arbeit einen Anstieg der Besucherzahlen zu erreichen und die Möglichkeit einer Übernahme des Freibadbetriebs. Zuschusssituation 1999  Zuschussbedarf: 0.626 Mio. DM  Kostendeckungsgrad: 9,57 %  Zuschuss je Besucher: 25,96 DM Der Kostendeckungsgrad ist durch die hohen kalkulatorischen Kosten sehr belastet. Bäderkonzept2000 - 18 - Profil des Neuen Freizeitbades Allgemeines  Lage: Südlich der Europahalle  Voraussichtliche Inbetriebnahme 2005  ÖPNV Anbindung, 400 Tiefgaragenstellplätze Ausstattung Geplant  Sportbecken für Sportschwimmer, Schulen und Vereine  Lehrschwimmbecken  Wasserspielgarten mit Kleinkinderbereich  Kinderbecken mit kleiner Bockrutsche  Variobecken, Wasserlandschaft für Spiel und Spaß  2 Großwasserrutschen  Wellenbecken  Außenbecken mit Schwimmkanal  Wasserfläche insgesamt ca. 1600m²  Saunalandschaft ca. 1200m²  Gastronomie mit Innen- und Außenbereich  Freifläche von einer mäandernden Alb umrahmt Besucherentwicklung  Es wird mit durchschnittlich 1000 Tagesbesuchern gerechnet Hauptnutzer Zustand  Gesamtbevölkerung, regionale Ausstrahlung  Schulen vormittags  Vereine abends, in den Badebetrieb integriert  Ökologische Bauweise, Aufwertung der Albaue durch Renaturierung  Modernste Bäder- und Heizungstechnik mit Wärmerückgewinnung und Fernwärmeanschluss Bewertung Mit dem Neuen Freizeitbad wird die in der Karlsruher Bäderland- schaft bestehende Angebotslücke im Spiel- und Spaßbereich ge- schlossen. Die Stadt Karlsruhe wird damit eine komplette und attraktive Bäderlandschaft präsentieren können. Mit den vielfältigen Angeboten an Sport-, Spiel- und Spaßmöglich- keiten, einer Saunalandschaft und einem Gastronomiebereich mit Ruhe- und Kommunikationszonen wird ein modernes Bad entstehen, das jedem, insbesondere Familien mit Kindern, etwas zu bieten hat. Zuschusssituation  Die Betriebskosten sollen erwirtschaftet werden  Die Kapitalkosten müssen unabhängig vom Betreiber bezuschusst werden. Bei einem Investitionsvolumen von rund 35 Mio. DM wird der jährliche Zuschuss ca. 2,5 Mio. DM betragen. Bäderkonzept2000 - 19 - Zielgruppenanalyse und Positionierung der Bäder Ziel des Bäderkonzepts ist die Umgestaltung der Bäderlandschaft in Karlsruhe. Mit dem Neubau eines Bades im Westen der Stadt wird eine Standortlücke geschlossen und die geographische Verteilung der Bäder, mit der Achse Neues Freizeitbad im Westen und Fächerbad im Osten optimiert, wie es auch Prof. Machens beim Bäder- symposium vorgeschlagen hat. Mit dem Badneubau wird die seit langem bestehende Angebotslücke im Bäderbereich geschlossen. Eine besondere Schwierigkeit ergibt die Situation, dass die 14 Bäder in Karlsruhe, die ganz oder teilweise der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen von 4 verschiedenen Trägern betrieben werden. Sollte das Neue Freizeitbad einem privaten Betreiber überlassen werden, würde dies nicht ohne Auswirkung auf die Umsetzung des Bäderkonzepts bleiben. Die Umsetzung des Bäderkonzepts 2000, in denen die ein- zelnen Bäder stärker nach ihren Zielgruppen ausgerichtet werden, wird auch von einer guten Zusammenarbeit der Betreiber abhängen. Es soll erreicht werden, dass die Karlsruher Bäder ein in sich abgestimmtes moder- nes Wasserangebot präsentieren, das den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger gerecht wird und für die Stadt finanzierbar bleibt. Deshalb sollten einige Bäder geschlossen oder umgewidmet werden. Hallenbad Grötzingen Das Bez irkshallenbad sollte aufgrund der niedrigen Besucherzahlen und der fehlenden Perspektiven zu einem Gruppenbad für Schulen und Vereine umgewidmet werden. Ein ortsnahes Angebot für die Bevölkerung ist durch das Weiherhofbad vorhanden. Tullabad Mit der Inbetriebnahm e des Neuen Bades muß das Tullabad geschlossen werden. Die starken Besucherrückgänge spiegeln die mangelnde Attraktivität wider. Eine Sanierung für 13 Mio. DM ist nicht vertretbar. Die Bedarfsabdeckung würde durch das Fächerbad, das Weiherhofbad, das Rheinhafenbad, das Neue Freizeitbad und für die Vereine auch durch das Universitätsbad erfolgen. Hallenbad Wettersbach Wegen der schlechten Wirtschaftlichkeit und den äuß erst geringen Besucherzahlen (1999: 9.553) sollte das Hallenbad mit Ende des Schuljahres 2000/01 stillgelegt werden. Die Bedarfsabdeckung erfolgt durch das Weiherhofbad und das 2001 wieder geöffnete, für 23 Mio. DM erweiterte und modernisierte Albgaubad. Freibad Wolfartsweier Die Schließung s ollte nach Eröffnung des Neuen Bades erfolgen. Die Bedarfsab- deckung erfolgt durch das Neue Freizeitbad, das Albgaubad und die Freibäder Rüppurr und Turmbergbad. Trotz der Reduzierung der Anzahl der Bäder mit öffentlichem Badebetrieb von 13 auf 10 und den Wanderungsverlusten hin zum Neuen Freizeitbad, wird die Gesamt- besucherzahl stark ansteigen. Bäderkonzept2000 - 20 - Zielgruppen Status Adolf-Ehrmann-Bad Die örtliche Bevölkerung aus Neureut, Nord- und Nordweststadt, insbesondere: Familien, Kinder und Senioren Ergänzungsbad Fächerbad Alle Bevölkerungsschichten, insbesondere: Sportlich Interessierte, Saunagänger aus Stadt und nördliches Umland Schwerpunktbad Neues Freizeitbad Alle Bevölkerungsschichten, besonders Freizeit- und Spaßorientierte und Familien aus Stadt und Region Schwerpunktbad Hallenbad Grötzingen Schulen, Vereine und Kursteilnehmer Gruppenbad Oberwaldbad Wohnstiftbewohner, Gruppen, Kurse privates Nischenbad Vierordtbad Ruhe- und Erholungssuchende insbesondere Senioren und Frauen aus Stadt und Umland Wellnesszentrum Weiherhofbad Die örtliche Bevölkerung aus Durlach und umliegenden Stadtteilen Ergänzungsbad Universitätsbad Studenten und Universitätsangestellte Schulen und Vereine Sport- und Ausbildungsbad des Landes Rheinstrandbad Rappenwört Sport-, Freizeit- und Erholungssuchende aus Stadt und Umland Schwerpunktfreibad Rheinhafenbad Freiluftschwimmer und im Sommer für Familien aus der näheren Umgebung Allwetterfreibad Freibad Rüppurr Sport-, Freizeit- und Erholungssuchende aus der Innenstadt und südlichen Teil der Stadt insbesondere Rüppurr Freibad Turmbergbad Freibad für Sport-, Freizeit- und Erholungssuchende aus Durlach und dem östlichen Teil der Stadt und des Umlandes Freibad Fächerbad Das Fächerbad hat eine umfangreiche Ausarbeitung über seine Geschichte, Be- triebserfahrung und Betriebsergebnisse, sowie seine zukünftige Positionierung mit verschiedenen Modellen zur eigenen Erweiterung vorgelegt. Interessierten wird auf Anfrage gerne ein Exemplar zur Verfügung gestellt. Bäderkonzept2000 Wanderungsbewegungen Neues Freizeitbad Fächerbad La Ola - Landau Neue Badbesucher Karlsruher Bäder Tullabad Wettersbach Grötzingen Albtherme Waldbronn Albgaubad Ettlingen sonstige Bäder im Umland - 21 - Bäderkonzept2000 - 22 - Schulschwimmen Dem Schulschwimmen kommt eine besondere Bedeutung zu. Es gehört zu den Pflichtaufgaben der Stadt und ist ab der 3. Klasse im Lehrplan vorgesehen. Die Schülerzahlen werden nach den Ermittlungen des Amtes für Stadtentwicklung im Jahre 2007 etwa den heutigen entsprechen. Mit der vorgeschlagenen Schließung der beiden Hallenbäder Tullabad und Wettersbach müssen die betroffenen Schulen verlagert werden. Tullabad Die Anzahl der Schulen, die Schulschwimmen im Tullabad durchführen ist relativ konstant, sie liegt bei derzeit bei 25 und schwankte in den vergangenen vier Jahren nur unwesentlich. 20 Schulen kommen aus dem West- und Innenstadtbereich, sowie eine Schule aus dem Umland. Die Schulen belegen derzeit 52 Bahnschulstunden (=45min./Bahn) vormittags und nachmittags 23 Bahnschulstunden im Tullabad. Planung Die Planung sieht eine Verlagerung ins Neue Freizeitbad vor. Dort stehen vormittags auf 3 Bahnen von Dienstag bis Freitag 72 Bahnstunden zur Verfügung. Der Montagvormittag sollte der Grundreinigung vorbehalten bleiben. Als Ergänzung steht das Universitätsbad mit rund 15 Bahnschulstunden zur Verfügung. Nachmittags stehen den Schulen auf einer Bahn von Montag bis Freitag 25 Bahnschulstunden zur Verfügung. Insgesamt stehen somit im Neuen Freizeitbad 97 Bahnschulstunden zur Verfügung. Dem steht eine derzeitige Belegung im Tullabad von insgesamt 75 Bahnschulstunden 52 vormittags und 23 nachmittags gegenüber. Fazit Mit dem Bau des Freizeitbades entstehen für das Schulschwimmen neue Perspek- tiven. Die Verlagerung des Schulschwimmens vom Tullabad ins neue Bad ist problemlos zu vollziehen. Es steht mit den 72 Bahnschulstunden zuzüglich der 15 Bahnstunden des Universitätsbades vormittags und 25 Bahnschulstunden nachmittags eine ausreichende Kapazität zur Verfügung. Aufgrund der Standort- änderung werden sich die Fahrtzeiten zum Bad eher verkürzen. Wettersbach In den vergangenen Jahren belegten konstant 7 Schulen aus Karlsruhe mit derzeit 27 Einheiten und 6 Schulen aus dem Umland mit 26 Einheiten das Hallenbad Wettersbach. Von den städtischen Schulen benötigen 4 Schulen einen Schulbus und 3 Schulen erreichen das Bad zu Fuß. Planung Die Karlsruher Schulen können ins Weiherhofbad und ins Grötzinger Bad verlegt werden. Im Weiherhofbad stehen vormittags zur Zeit noch 36 Bahnschulstunden und im Hallenbad Grötzingen noch 26 Bahnschulstunden zur Verfügung. Fazit Eine Auslagerung des Schulschwimmens aus dem Hallenbad Wettersbach ist ohne weiteres regelbar. Es stehen das Weiherhofbad und das Hallenbad Grötzingen und eventuell auch das Albgaubad in Ettlingen zur Verfügung. Die Verlagerung ist auf den folgenden zwei Seiten graphisch dargestellt. Bäderkonzept2000 Erreichbarkeit/La g e des neuen Bades für die Schulen aus dem Tullabad Mitte 2 Schulen Mühlburg 2 Schulen Südwest/West 10 Schulen Knielingen 1 Schule Nordwest 1 Schule Neues Freizeitbad 97 Bahnstunden Tullabad 25 Schulen mit 75 Bahnstunden 1 Schule aus dem Umland Rüppurr 1 Schule Süd 3 Schulen Daxlanden/Oberreut Grünwinkel 4 Schulen Westen Osten - 23 - Bäderkonzept2000 - 24 - Grötzinger Bad 26 Bahnstunden sind vormittags noch frei Weiherhofbad 36 Bahnstunden sind vormittags noch frei Ersatzbäder für die Schulen aus Wettersbach Wettersbach Verlagerung von 7 Schu len aus Karlsruhe mit 27 Bahnschulstunden Bäderkonzept2000 - 25 - Vereinssport Das neue Bad wird als Freizeitbad für die Bevölkerung konzipiert. Deshalb kann es nur begrenzt für den Vereinssport genutzt werden, da deren Belegungswünsche vornehmlich in den Abendstunden liegen und gleichzeitig die Besucherzahl nach dem Feierabend im neuen Bad erwartungsgemäß am größten ist. Mit der beabsichtigten Schließung des Tullabades und des Hallenbades Wettersbach sind die betroffenen Vereine weitgehend in andere Bäder zu verlagern. Vor einer endgültigen Entscheidung darüber, müssen die aktuellen und zukünftigen Belegungen der Vereine analysiert werden. Dabei spielen Faktoren wie Belegungs- stärke, Freizeit- bzw. Leistungssport, technische Anforderungen (z. B. Beckengröße) Vereinsabende und Sportentwicklungsfragen die entscheidende Rolle. Am 06.07.2001 wurde mit dem Schwimmsport vereinbart, dass dieser Kriterien für ein Belegungskonzept erarbeitet. Bisher haben die Vereine der Stadt keine Kriterien vorgelegt. Die zukünftige Belegung der Bäder bedarf einer abgestimmten Vergabe, die alle Schwimmsportvereine  beteiligt und sämtliche Bäder in Karlsruhe einschließt. Das Belegungskonzept wird auch die Veranstaltungen (Wettkämpfe, Wasserball- spiele, Meisterschaften) beinhalten. Bestand 6 Vereine mit 103,5 Bahnstunden (= 60min./Bahn) belegen derzeit pro Woche das Tullabad. Von den 103,5 Bahnstunden sind 8 Belegungsstunden im Lehrschwimm- becken. Im Hallenbad Wettersbach führen zur Zeit 2 ortsansässige Sportvereine Wassergymnastik mit 8 Bahnstunden durch und es trainieren die DLRG Ortsgruppe Wettersbach mit 14 Bahnstunden und 2 auswärtige DLRG Ortsgruppen. Planung Folgende freie Bahnstunden stehen für eine Verlagerung zur Verfügung: Adolf-Ehrmann-Bad ohne Änderung Öffnungszeiten: 9 Fächerbad, Reserve und auswärtiger Verein: ca. 4 Neues Freizeitbad mit zwei Bahnen von 17.00 – 22.00 Uhr: 50 Hallenbad Grötzingen freie Belegungszeiten als Gruppenbad: 102 Rheinhafenbad teilweise nutzbar (März – Nov.): 25 Universitätsbad, wochentags: ca. 11 ____ freie Bahnstunden: 201 Das Universitätsbad verfügt über freie Kapazitäten und zeigt Kooperationsbereit- schaft, insbesondere an Wochenenden für Veranstaltungen. Im übrigen werden in allen Bädern Wassergymnastik bzw. Aqua-Fitness angeboten, so dass eine Vereinsverlagerung der Wettersbacher Vereine nicht zwingend notwendig erscheint. Fazit Eine Verlagerung der Sportvereine aus dem Tullabad und dem Hallenbad Wetters- bach ist unter Beachtung der Anforderungen der einzelnen Sportarten möglich. 125,5 benötigten Bahnstunden stehen 201 freie Bahnstunden zur Verfügung. Für die Verlagerung ist die Einsicht und Kooperationsbereitschaft der Vereine notwendig. Dem Fächerbad kommt im Leistungssportbereich aufgrund seiner Ausstattung (50m Becken und Sprunganlage) eine besondere Bedeutung zu.  1.285 aktive und passive Mitglieder, Quelle: BSB, Stand: 2002 Bäderkonzept2000 Ersatzbäder für die Sportvereine aus dem Tullabad und aus Wettersbach Grötzinger Bad 102 freie Bahnstunden Rheinhafenbad 25 freie Bahnstunden Unibad ca. 11 freie Bahnstunden Fächerbad ca. 4 freie Bahnstunden Adolf- Ehrmann-Bad 9 freie Bahnstunden punktuelle Belegungen Weitere Bäder • Oberwaldbad • Sportschule Schöneck Neues Freizeitbad 50 freie Bahnstunden Tullabad, 6 Vereine mit 103,5 Bahnstunden Hallenbad Wettersbach, 3 Vereine mit 22 Bahnstunden - 26 - Bäderkonzept2000 - 27 - Wirtschaftlichkeit Angesichts knapper öffentlicher Kassen wird die Forderung nach größerer Wirtschaft- lichkeit der öffentlichen Einrichtungen zunehmend stärker. Dies gilt im kommunalen Bereich auch für die Bäder. Bäder können generell aufgrund des hohen Investitionsaufwands bei verträglichen Eintrittspreisen nicht kostendeckend betrieben werden, auch nicht von privaten Be- treibern. Durch eine Vielfalt von Maßnahmen und Straffungen zur Optimierung des Bäderbetriebes gelang es, den Zuschuss für die städtischen Bäder von mehr als 15 Mio. im Jahr 1996 auf unter 13 Mio. DM im Jahr 1999 zu senken. Eine weitere Ausgabenreduzierung insbesondere im Hinblick auf die steigenden Energiekosten ist nicht möglich. Die Karlsruher Bäder haben momentan als Regiebetrieb ein Maximum an Wirtschaft- lichkeit erreicht. Ein Vergleich mit der Privatwirtschaft ist in dieser Organisationsform nicht ziehbar, da die Rahmenbedingungen völlig unterschiedlich sind und somit keine Chancengleichheit vorhanden ist. Auch wirkt sich eine umfangreiche Belegung mit Schul- und Vereinssport, die zu Einschränkungen des öffentlichen Badebetriebs führt, wirtschaftlich negativ aus. Zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit gehört neben der Eingrenzung der Kosten auch die Anpassung der Eintrittspreise. Diese sind in Karlsruhe seit dem 01.04.1993 unverändert gültig. Eine an der allgemeinen Einkommensentwicklung orientierte Bäderpreiserhöhung wird für dringend erforderlich gehalten. Nach der Konsolidierung der Ausgaben lässt sich ein höheres Defizit nur durch Stärkung der Einnahmeseite verhindern. Weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit sind attraktivitäts- steigernde und angebotsverbessernde Ausstattungen der Bäder. Nur dadurch gelingt es Badegäste zu erhalten bzw. neue zu gewinnen. Wichtige Vorschläge hierzu sind in diesem Bäderkonzept enthalten. Die Reduzierung der Bäderanzahl durch die vorgeschlagenen Schließungen wird trotz der Investitionen in die Ausstattung der verbleibenden Bäder und in den Badneubau den städtischen Zuschussbedarf stabilisieren. Nachfolgend wird das Rechnungsergebnis der städtischen Hallen- und Freibäder in den Jahren 1996 und 1999 dargelegt. Daneben wird eine Ergebnisrechnung unter Einbeziehung des neuen Freizeitbades und der vorgeschlagenen Verbesserungen unter Berücksichtigung eintretender Wanderungsbewegungen und der Neugewin- nung von Badegästen prognostiziert. Ferner wird die vermeintliche Besucherent- wicklung sowie die Entwicklung der Einnahmen, Ausgaben und des Zuschusses graphisch dargestellt. Unter Berücksichtigung allgemein eintretender Preisstei- gerungen von 1999 bis 2007 werden im Ergebnis wesentlich mehr Badegäste bei einem in etwa gleichbleibenden Zuschuss zukünftig die Karlsruher Bäder besuchen. Bäderkonzept2000 - 28 - Neues Freizeitbad in privater Trägerschaft – mögliche Auswirkungen Bei einer Entscheidung, das Neue Freizeitbad einem privaten Betreiber zu überlassen, sollten mögliche negative Auswirkungen nicht übersehen werden. Diese treten ein, wenn das Neue Freizeitbad insbesondere in den ersten Jahren einen wesentlich höheren Besucherzuspruch erfährt als angenommen. Der private Betreiber erhält seinen vertraglich festgelegten Zuschuss und erzielt zusätzlich hohe Überschüsse aus dem Bäderbetrieb. Die übrigen Bäder, werden in diesem Fall mehr Badegäste an das Neue Freizeitbad verlieren als angenommen. Dadurch wird der städtische Zuschuss steigen und die Gewinne des privaten Betreibers durch einen überhöhten Zuschuss öffentlich subventioniert. Ein betriebsinterner Finanzausgleich zwischen dem Neuen Freizeitbad und den übrigen städtischen Bädern ist bei unterschiedlichen Betreibern nicht möglich. Der Gesamtaufwand der Stadt steigt dadurch an. Im umgekehrten Fall gibt es keine wirtschaftlich gesicherte private Betriebsführung. Sind die kalkulierten Besucherzahlen nach einer Anfangseuphorie nicht oder nicht mehr erreichbar, werden Zusatzforderungen aufkommen, die nicht zu ignorieren sind, wenn der private Betreiber vor einer Insolvenz geschützt werden soll. Bei mehreren Badbetreibern in Karlsruhe gehen Synergieeffekte (z.B. Personalpool, einheitliches Management, Bädermarketing) verloren, eine insgesamt abgestimmte interessengerechte Bäderkonzeption ist sehr schwierig und wird wirtschaftlich immer zu einer höheren Belastung der Kommune führen. Bäderkonzept2000 - 29 - Besucherzahlen Hallenbäder, Freibäder, neues Freizeitbadv on 1990 bis 1999 und Freibäder 2000 echte Werte v on 2000 bis 2007 Pr ognosewerte ab 2005 mit neuem Freitzeibad ohne Tullabad/HB-Wettersbach/Freibad Wolfartsweier 1.160.386 1.252.428 1.169.351 905.343 1.077.156 961.658 783.253 949.490 847.581 880.390 844.513 880.000 881.000 882.000 912.000 773.000 773.000 773.000 350.000 350.000 350.000 0 200.000400.000600.000800.000 1.000.0001.200.0001.400.000 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 Besucher Jahr ab Jahr 2000 Pr ognosewerte Neues Freizeitbad v on 1990 bis 1999 echte Werte Bäderkonzept2000 - 30 - Hallenbäder, Freibäder, neues Freizeitbad 0 DM 5.000.000 DM 10.000.000 DM15.000.000 DM20.000.000 DM25.000.000 DM30.000.000 DM 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 00 01 02 03 04 05 06 07 Jahr DM 0250.000500.000750.0001.000.0001.250.0001.500.000 Besucher EinnahmenAusgaben Besucher Prognosebereich ab 2005 neues Freizeitbad Zuschuss Zahlen bis 1999 laut HH-Rechnung Zahlen ab 2000 prognotiziert ab 2005 mit neuem Freizeitbad, ohne Tu llabad, HB-Wett., Freibad Wolfartsw . Bäderkonzept2000 - 31 - 1996 1999 2007 Prognose Eintritte 220.779215.601 250.969 Übrige Einn. 16.90419.561 19.000 Summe Einnahmen 237.683235.162 269.969 Personalkosten 738.000875.000 980.200 Sachkosten 518.297504.825 565.400 AfA/Zinsen 210.108263.023 800.208 Summe Ausgaben 1.466.4051.642.848 2.345.808 Vierordtbad Schwimmhalle Zuschuss 1.228.7221.407.686 2.075.839 Eintritte 253.044239.024 Übrige Einn. 28.05521.298 Summe Einnahmen 281.099260.322 Personalkosten 660.000692.000 Sachkosten 1.119.513832.442 AfA/Zinsen 481.153393.565 Summe Ausgaben 2.260.6661.918.007 Tullabad Zuschuss 1.979.5671.657.685 Eintritte 196.132205.319 234.029 Übrige Einn. 29.97726.771 26.000 Summe Einnahmen 226.109232.090 260.029 Personalkosten 593.000474.000 531.200 Sachkosten 457.893487.664 546.400 AfA/Zinsen 266.276254.190 204.631 Summe Ausgaben 1.317.1691.215.854 1.282.231 Weiherhofbad Zuschuss 1.091.060983.764 1.022.202 Eintritte 233.838233.104 267.616 Übrige Einn. 22.79826.199 26.000 Summe Einnahmen 256.636259.303 293.616 Personalkosten 650.000620.000 694.700 Sachkosten 451.228418.062 468.300 AfA/Zinsen 397.107323.634 573.330 Summe Ausgaben 1.498.3351.361.696 1.736.330 Hallenbad Neureut Zuschuss 1.241.6991.102.393 1.442.714 Eintritte 94.59763.640 57.117 Übrige Einn. 20.71519.035 19.000 Summe Einnahmen 115.31282.675 76.117 Personalkosten 528.000454.000 251.500 Sachkosten 413.703352.677 395.100 AfA/Zinsen 218.780191.615 153.896 Summe Ausgaben 1.160.483998.292 800.496 Hallenbad Grötzingen Zuschuss 1.045.171915.617 724.379 Eintritte 69.08390.749 Übrige Einn. 55.85449.561 Summe Einnahmen 124.937140.310 Personalkosten 320.000244.000 Sachkosten 311.079249.619 AfA/Zinsen 170.531140.831 Summe Ausgaben 801.610634.450 Hallenbad Wettersbach Zuschuss 676.673494.140 Eintritte 383.681999.603 1.268.016 Übrige Einn. 74.26092.103 92.000 Summe Einnahmen 457.9411.091.706 1.360.016 Personalkosten 720.278663.373 743.200 Sachkosten 1.045.093519.858 582.400 AfA/Zinsen 210.108263.034 206.619 Summe Ausgaben 1.975.4791.446.265 1.532.219 Vierordt- Gesundheitsbad Zuschuss 1.517.538354.559 172.203 Eintritte 1.451.1542.047.040 2.077.748 Übrige Einn. 248.563254.528 182.000 Summe Einnahmen 1.699.7172.301.568 2.259.748 Personalkosten 4.209.2784.022.373 3.200.800 Sachkosten 4.316.8063.365.147 2.557.600 AfA/Zinsen 1.954.0631.829.892 1.938.684 Summe Ausgaben 10.480.1479.217.412 7.697.084 Summe Hallenbäder Zuschuss 8.780.4306.915.844 5.437.336 Bäderkonzept2000 - 32 - 1996 1999 2007 Prognose Eintritte 417.230422.775 558.743 Übrige Einn. 41.65453.818 19.000 Summe Einnahmen 458.884476.593 577.743 Personalkosten 1.148.0001.147.000 1.285.000 Sachkosten 655.485844.341 945.800 AfA/Zinsen 1.250.656921.326 1.227.413 Summe Ausgaben 3.054.1412.912.667 3.458.213 Rheinstrandbad Rappenwört Zuschuss 2.595.2572.436.074 2.880.470 Eintritte 182.681317.146 347.232 Übrige Einn. 20.82227.726 19.000 Summe Einnahmen 203.503344.872 366.232 Personalkosten 478.000653.000 731.500 Sachkosten 444.204392.139 439.300 AfA/Zinsen 230.533188.388 305.507 Summe Ausgaben 1.152.7371.233.527 1.476.307 Rheinhafenbad Zuschuss 949.234888.655 1.110.075 Eintritte 285.139364.916 412.381 Übrige Einn. 19.38217.174 19.000 Summe Einnahmen 304.521382.090 431.381 Personalkosten 557.000559.000 626.200 Sachkosten 450.462358.757 402.000 AfA/Zinsen 637.318499.443 380.111 Summe Ausgaben 1.644.7801.417.200 1.408.311 Freibad Rüppurr Zuschuss 1.340.2591.035.110 976.930 Eintritte 274.256292.780 371.259 Übrige Einn. 29.61732.908 19.000 Summe Einnahmen 303.873325.688 390.259 Personalkosten 507.000522.000 584.800 Sachkosten 367.835386.689 433.200 AfA/Zinsen 582.096433.522 492.588 Summe Ausgaben 1.456.9311.342.211 1.510.588 Turmbergbad Zuschuss 1.153.0581.016.523 1.120.329 Eintritte 50.25858.900 Übrige Einn. 7.5247.346 Summe Einnahmen 57.78266.246 Personalkosten 213.000218.000 Sachkosten 122.854122.312 AfA/Zinsen 453.319351.746 Summe Ausgaben 789.173692.058 Freibad Wolfartsweier Zuschuss 731.391625.812 Eintritte 1.209.5641.456.517 1.689.615 Übrige Einn. 118.999138.972 76.000 Summe Einnahmen 1.328.5631.595.489 1.765.615 Personalkosten 2.903.0003.099.000 3.227.500 Sachkosten 2.040.8402.104.238 2.220.300 AfA/Zinsen 3.153.9222.394.425 2.405.619 Summe Ausgaben 8.097.7627.597.663 7.853.419 Summe Freibäder Zuschuss 6.769.1996.002.174 6.087.804 Eintritte 3.500.000 Übrige Einn. 280.000 Summe Einnahmen 3.780.000 Personalkosten 2.000.000 Sachkosten 1.575.100 AfA/Zinsen 2.704.900 Summe Ausgaben 6.280.000 Neues Freizeitbad Zuschuss 2.500.000 Eintritte 2.660.7183.503.557 7.267.363 Übrige Einn. 367.562393.500 538.000 Summe Einnahmen 3.028.2803.897.057 7.805.363 Personalkosten 7.112.2787.121.373 8.428.300 Sachkosten 6.357.6465.469.385 6.353.000 AfA/Zinsen 5.107.9854.224.317 7.049.203 Summe Ausgaben 18.577.90916.815.075 21.830.503 Summe Hallenbäder Freibäder Neues Freizeitbad Zuschuss 15.549.62912.918.018 14.025.140 Bäderkonzept2000 - 33 - Prioritäten zur Weiterentwicklung In der nachfolgenden Tabelle werden die bei der Vorstellung der Bäder empfohlenen baulichen Maßnahmen näher dargestellt. Die zur Weiterentwicklung des jeweiligen Bades bzw. zur Instandhaltung notwendigen Maßnahmen besitzen unterschiedliche Dringlichkeiten und Prioritäten. Die angegebenen Kosten sind, soweit nicht für den HHPl. 2001/02 vorgesehen geschätzt, um die Größenordnung aufzuzeigen. Priorität A: höchste Dringlichkeit bzw. rasche Umsetzung erforderlich Priorität B: hohe Dringlichkeit, in Planung Priorität C: Umsetzung mittelfristig Bad/ Maßnahme Kosten in DMPrioritätBemerkungen Vierordtbad Generalsanierung mit Wassertechnik 8 Mio. A Standsicherheit stark beeinträch- tigt, im HHPl. 2001/02 vorgesehen Sanierung Westflügel und des Böhlerbaus 1 Mio. A Mittel im HHPl. 2000 vorhanden Dacherneuerung 160.000 A Dach undicht, im HHPl. 2002 vor- gesehen Weiherhofbad Sanierung Dach 200.000 A Dach undicht, im HHPl. 2001 vor- gesehen Lüftungsanlage erneuern 350.000 C Energieoptimierung Adolf-Ehrmann-Bad Außenbecken Kinderbecken 4 Mio. B Entwicklung zum Kombibad Blockhaussauna 50.000 C Erweiterung Hallenbad Grötzingen Dacheindeckung 80.000 A Verschleiß, im HHPl. 2001 vorge- sehen Erneuerung Lüftung 200.000 A Energieoptimierung, im HHPl. 2002 vorgesehen Rheinstrandbad Rappenwört Neugestaltung MZB I 7 Mio. A MZB I stark schadhaft, aus bautechnischen Gründen ist die alsbaldige Sanierung erforderlich Renovierung Umkleidebereich Frauen 200.000 C Bausubstanz schlecht Neugestaltung Planschbecken 2 Mio. C Modernisierung und Attraktivitäts- steigerung Rheinhafenbad Neugestaltung Sanitär-und Umkleidebereichs Blockhaussauna 2 Mio. B Planungsreife für Beschlußfas- sung zur HHPl.-einstellung liegt vor Turmbergbad Erneuerung Sanitär- und Umkleidebereich 500.000 B In Verbindung mit privaten Sauna- park Neugestaltung Planschbecken 2 Mio. B Modernisierung und Attraktivitäts- steigerung Erweiterung Liegefläche 200.000 B Ausgleich für Geländeabgabe Saunapark Bäderkonzept2000 - 34 - Zusammenfassung Das Neue Freizeitbad wird die Karlsruher Bäderlandschaft wesentlich verändern. Aufgrund der anzustrebenden attraktiven Ausstattung werden wieder mehr Karlsruher Bürgerinnen und Bürger zum Schwimmen und Baden zurückfinden. Es wird auch eine Wanderungsbewegung von den anderen Bädern in das neue Bad eintreten. Diese Anziehungskraft, die zur Zeit das Fächerbad besitzt, werden fast alle Bäder spüren, auch das Fächerbad. Durch eine stärkere Zielgruppenabgrenzung der einzelnen Bäder sollte sich der Besucherrückgang in Grenzen halten. Insgesamt wird die Gesamtbesucherzahl der Badegäste wesentlich steigen. Bäder sind wegen der hohen Anforderungen in punkto Wasserqualität, Hygiene und Wasseraufsicht sehr teure Sportstätten, deren Angebote an die sich ändernden Bedürfnisse und Erwartungen in der Bevölkerung anzupassen sind. Es gleicht einer finanziellen Überforderung für die Kommune, diese Sportstätten in allen Stadtteilen wohnortnah anzubieten. Untersuchungen und Umfragen zeigen, dass die Bevöl- kerung eher bereit ist, weiter entfernte, moderne, attraktive Bäder zu besuchen, während gleichzeitig die wohnortnahen Bäder mit einfacher Ausstattung und geringem Angebot nicht angenommen werden. Das Bäderkonzept2000 versucht diese Erkenntnis umzusetzen. Die Verlagerung des Schulschwimmens ist möglich. Die Inanspruchnahme öffentlicher Verkehrsmittel ist für die meisten heute und auch zukünftig erforderlich. Insbesondere diejenigen, die ins neue Bad verlegt werden, erhalten neue Perspektiven. Mit der Aufgabe des Tullabades werden sich für den Schwimmsport Änderungen ergeben. Die Versorgung wird gewährleistet. Die Verlagerung der Vereine wird in Zusammenarbeit mit dem Schwimmbezirk erfolgen. Ein Interessenausgleich unter den Sportvereinen aber auch zum öffentlichen Badebetrieb wird angestrebt. Die Umsetzung des Bäderkonzepts ist aufwendig und wird Jahre in Anspruch nehmen. Aber es entsteht ein Angebot für alle Gruppen und Bereiche. Eine zeitge- mäße Bäderlandschaft in Karlsruhe wird nicht nur über eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung verfügen, sondern auch in einem nicht unerheblichen Ausmaß positiv zum Image der Stadt beitragen. ANLAGE Universitätsbad Allgemeines: Das 1980 auf dem Campus erbaute Bad wird vom Land betrieben. Ausstattung: 1 Schwimmbecken 25x12,5m = 313qm, 1 Saunakabine Hauptnutzer: Das Bad steht Universitätsangestellten und Studenten aller Hoch- schulen in Karlsruhe 4 Stunden täglich von Mo-Fr offen. Sportstudenten, Hochschulsport, Schulen, Vereine, Landespolizei, Bundeswehr, Vereine Schulschwimmen Dem Schulschwimmen kommt eine besondere Bedeutung zu. Es gehört zu den Pflichtaufgaben der Stadt. In allen städtischen Bädern, dem Fächerbad, dem Oberwaldbad, dem Universitäts- bad und in dem Lehrschwimmbecken der pädagogischen Hochschule findet Schul- schwimmen statt. Der durch die Schließung des Tullabades entstehende Bedarf wird durch das neue Bad mit abgedeckt. Von der Schließung des Hallenbades Wettersbach sind zu einem großen Teil auswärtige Schulen betroffen. Die städtischen Schulen können auf das Weiher- hofbad und insbesondere auf das Hallenbad Grötzingen ausweichen. Das Hallenbad hat vormittags noch freie Zeiten. Mit der Umwidmung zu einem Gruppenbad würden die freien Zeiten insbesondere nachmittags deutlich zunehmen. Vereinsschwimmen Von der Schließung des Tullabades wäre auch der Vereinssport betroffen. Voraus- sichtlich könnte nur ein kleiner Teil in das neue Bad ausweichen, das primär dem öffentlichen Badebetrieb zur Verfügung stehen sollte. Die Umstrukturierung der Vereinsbelegungszeiten erfolgt in Kooperation mit dem Schwimmverband und den Vereinen. Es ist beabsichtigt eine Arbeitsgruppe einzurichten, die alle Belegungszeiten erfasst und die Belegungskriterien festlegt. Danach werden die Schwimmzeiten neu verteilt. Ziel ist eine bedarfsgerechte Vereinsbelegung unter der maßgeblichen Berücksichtigung des öffentlichen Badebetriebs. Mit der Umwidmung des Hallenbades Grötzingen zu einem Gruppenbad für Schulen und Vereine könnte ein großer Teil der Vereine nach Grötzingen ausweichen. Auch eine teilweise Verlagerung zum Fächerbad, insbesondere des SSC als Mitbesitzer des Bades und ins Rheinhafenbad sollte erwogen werden. Das Rheinhafenbad wäre allerdings wegen der langen Schließzeit im Winter wahrscheinlich nur für Sonder- und Spitzentrainingszeiten einsetzbar.