Antrag der GLG-Fraktion: Heizenergiekonzept Im Speitel, Zwischenbericht
| Vorlage: | 27600 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 19.07.2011 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Grötzingen |
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Extrahierter Text
Im Herbst vorletzten Jahres versprachen die Stadtwerke, bis zum Sommer letzten Jah- res ein Heizenergiekonzept für den Wohnpark Im Speitel zu entwickeln und vorzustel- len. Inzwischen ist ein Jahr vergangen und die Hoffnung vieler Nachtstromheizer, auch in Zukunft nachts billigen Grundlaststrom beziehen zu können, durch den Atomausstieg sehr in Frage gestellt worden. Deshalb beantragen wir: Die Stadtwerke Karlsruhe stellen dem Ortschaftsrat endlich das versprochene Energiekonzept vor. Mit freundlichen Grüßen Karl Berger Stellungnahme der Ortsverwaltung: Die Stadtwerke Karlsruhe teilen dazu mit, § 10a der novellierten Energieeinsparverord- nung (EnEV 2009) schreibt vor, dass in ausschließlich strombeheizten Wohngebäuden mit mehr als fünf Wohneinheiten elektrische Speicherheizsysteme mit unterschiedlichen Fristen ab dem Jahr 2020 stillgelegt werden müssen. Erfüllen die Gebäude den energe- tischen Mindest-Standard der Wärmeschutzverordnung 1995, gilt dieses Außerbetrieb- nahmegebot nicht. Speicherheizsysteme dürfen in diesen Gebäuden also ohne weitere Bedingung auch danach betrieben werden. Im Wohnpark Grötzingen („Im Speitel“) sind rund 260 strombeheizte Wohnungen in 18 großen Mehrfamilienhäusern betroffen. Eine Versorgung mit Erdgas oder Fern-/Nah- wärme ist nicht vorhanden. Die Stadtwerke Karlsruhe haben zugesichert, dass sie für den Speitel verschiedene alternative Heizungsmöglichkeiten untersuchen werden. In diese Untersuchungen wird externe Fachkompetenz einbezogen (sozialwissenschaft- liche Begleitung und ingenieurtechnische Unterstützung). Für das Vorhaben mit exemp- larischem Charakter für weitere Wohngebiete in Deutschland sollen Forschungsförder- mittel des Bundes beantragt werden. Nach Vorabstimmung der Arbeitsinhalte mit dem zuständigen Projektträger musste je- doch einer der beteiligten Partner, ein Bauunternehmen, seine Zusage zur Mitarbeit aus Kapazitätsgründen zurückziehen. Derzeit stehen die Stadtwerke in intensiver Abstim- mung mit einem namhaften Karlsruher Ingenieurbüro. Vorgesehen sind unter anderem exemplarische Untersuchungen einzelner technischer Optionen (z. B. Wärmedämmung, Einsatz innovativer Heizsysteme und –komponenten) an einem repräsentativen Mehr- familienhaus. Vorarbeiten und statistische Auswertungen wurden bereits erbracht. Eine nach exemp- larischer Analyse des Wärmebedarfs eines für die weitergehenden Untersuchungen in Frage kommenden Mehrfamilienhauses im Speitel schon jetzt absehbare realistische ANTRAG der GLG-Fraktion vom 10.06.2011 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: Ortschaftsrat Grötzingen 20.07.2011 145 4 öffentlich Heizenergiekonzept Im Speitel, Zwischenbericht Option ist die wärmetechnische Sanierung der Gebäude auf einen Mindest-Standard entsprechend der Wärmeschutzverordnung von 1995. Dies würde nach EnEV ein Wei- terbetreiben der Nachtspeicherheizungen bei dann reduziertem Energieverbrauch und entsprechend reduzierten Heizkosten ermöglichen. Die Wärmedämmung der betroffe- nen Mehrfamilienhäuser ist nämlich in Anbetracht des Baujahres der Gebäude ver- gleichsweise gut. Geplant ist, den Förderantrag noch vor den Sommerferien einzureichen. Eine Aufnah- me der geförderten Untersuchungen könnte dann im Herbst d. J. erfolgen