Anfrage StRn Luczak-Schwarz, StRn Köhler, StR Ehlgötz, StR Hofmann, StR Weinbrecht, StR Maier (CDU): Durlacher Turmbergbad

Vorlage: 27562
Art: Beschlussvorlage
Datum: 18.07.2011
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Durlach, Rüppurr

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 26.07.2011

    TOP: 28

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • CDU- Turmbergbad
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) Statdrätin Christa Köhler (CDU) Stadtrat Thorsten Ehlgötz (CDU) Stadtrat Detlef Hofmann (CDU) Stadtrat Rainer Weinbrecht (CDU) Stadtrat Sven Maier (CDU) CDU-Gemeinderatsfraktion vom 28.06.2011 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 26. Plenarsitzung Gemeinderat 26.07.2011 812 29 öffentlich Durlacher Turmbergbad 1) Wodurch entstand die längere Bauzeitverzögerung beim Durlacher Turmbergbad? 2) Ab wann war abzusehen, dass es zu einer längeren Bauzeitverzögerung kommen würde? 3) Hätten die Baumaßnahmen bis zum Ende der Badesaison 2011 verschoben werden können, um ein geringeres Baustellenaufkommen bzw. weniger Baustellenlärm für die Badbesucher zu erreichen? 4) Um wie viel Prozent werden sich in der Badesaison 2011 die Besucherzahlen und Einnahmen des Turmbergbads schätzungsweise verringern? 5) Wurden die direkten Anwohner der Tiengener Straße von Seiten der Verwaltung angehört bzw. über die Baumaßnahmen informiert? Sachstand/Begründung: Bauzeitverzögerungen haben den Betrieb des Durlacher Turmbergbads empfindlich gestört und möglicherweise zu finanziellen Einbußen für das Bad geführt. In der Bevölkerung wurde die Frage laut, ob man mit den Baumaßnahmen nicht bis zum Ende der Badesaison 2011 hätte warten können. Unklar ist auch, inwieweit die Anwohner über die Baumaßnahmen informiert wurden. unterzeichnet von: Gabriele Luczak-Schwarz Christa Köhler Thorsten Ehlgötz Detlef Hofmann Rainer Weinbrecht Sven Maier Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 15. Juli 2011

  • TOP 29
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadträtin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) Stadträtin Christa Köhler (CDU) Stadtrat Thorsten Ehlgötz (CDU) Stadtrat Detlef Hofmann (CDU) Stadtrat Rainer Weinbrecht (CDU) Stadtrat Sven Maier (CDU) CDU-Gemeinderatsfraktion vom: 28.06.2011 eingegangen: 28.06.2011 Gremium: 26. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 26.07.2011 812 29 öffentlich Dez. 6 Turmbergbad Durlach Wodurch entstand die längere Bauzeitverzögerung beim Durlacher Turmbergbad und ab wann war abzusehen, dass es zu einer längeren Bauzeitverzögerung kom- men würde? Umkleiden und sanitäre Anlagen: Mit dem Bau des Neubaus Umkleiden und sanitäre Anlagen wurde termingerecht begon- nen: Saisonende, Anfang Oktober 2010. Der Aufwand, die bestehenden Fundamente der alten Gebäudeanlage abzubrechen, war erheblich größer als erwartet. Die Fundamente waren 3-fach größer als vorhersehbar. Bei den Abbruch- bzw. Aushubarbeiten wurde ein weiteres altes Schwimmbecken in Pfinznä- he gefunden, das mit einem gesundheitsgefährdeten Farb- und Isolieranstrich beschichtet war. Nach Untersuchung durch ein Bodengutachten musste es als kontaminierte Bo- denaushubklasse entsprechend gelagert und entsorgt werden. Im weiteren Verlauf wurden Ver- und Entsorgungstrassen im Untergrund gefunden, die nicht in den Plänen verzeichnet und zum größten Teil auch nicht mehr funktionstüchtig waren, d. h. es mussten bestehende Rohrleitungen nicht nur ergänzt, sondern auch er- neuert werden. Die Arbeiten (am Aushub) wurden zusätzlich durch schlechtes Wetter (ho- he Niederschlagsmengen) behindert. Dadurch entstand eine Verzögerung von 5 Wochen. Der folgende Wintereinbruch verzögerte den Baufortschritt auf mittlerweile 10 Wochen. Seite 2 Planschbecken: Das Becken wurde entgegen der ursprünglichen Planung (Bäderbetriebe) als Edelstahl- becken ausgeführt und erhielt ein größeres Bauvolumen. Deshalb konnte es nicht auf dem bestehenden Betonbecken aufgebaut werden. Aufgrund des hohen Gewichtes (größeres Becken), der zulässigen max. Setzung von nur 2 mm (gem. DIN und Vorschrift) und des nicht tragfähigen Bodens musste eine aufwendige Pfahlgründung vorgenommen werden. Die endgültigen Bodenproben konnten erst nach Teilabbruch des alten Beckens entnom- men werden. Der Vorwurf der unzulänglichen Planung trifft insofern nicht zu. Es ist ein übliches Verfah- ren, bei bebauten Grundstücken zunächst Proben der unmittelbaren Umgebung zu ent- nehmen und der Planung zugrunde zu legen. Der neu geplante Baubeginn musste auf Mitte Juni verlegt werden. Da sowohl Unvorhergesehenes im Untergrund als auch schlechtes Wetter nicht abzuse- hen waren, musste der Bauablaufplan aktualisiert werden. Dies fand in laufender Abstim- mung zwischen HGW und Bäderbetrieben statt. Hätten die Baumaßnahmen bis zum Ende der Badesaison 2011 verschoben werden können, um ein geringeres Baustellenaufkommen bzw. Baustellenlärm für die Bad- besucher zu erreichen? Nein, da zu jedem anstehenden Baubeginn im Herbst mit den gleichen Witterungsbedin- gungen gerechnet werden muss wie im Jahr 2010, mit der Gefahr einer ähnlichen Ent- wicklung bis tief ins Jahr 2012 hinein. Das Baustellenaufkommen hält sich für die Besucher im Rahmen, da sich der Raum nur auf den ehemaligen Eingang konzentriert, jedoch nicht auf die Parkplatzkapazität oder die Liegewiesen. Der wesentliche Baulärm ist bereits vor der Badesaison abgeschlossen worden und begrenzt sich jetzt auf den Innenausbau. Seite 3 Um wie viel Prozent werden sich in der Badesaison 2011 die Besucherzahlen und Einnahmen des Turmbergbades schätzungsweise verringern? Die Besucherzahlen des Turmbergbades sind in etwa mit den Besucherzahlen des Frei- bades Rüppurr vergleichbar. Im langjährigen Vergleich liegen die Besucherzahlen vom Turmbergbad bei 87 % bis 100 % gemessen an den Besucherzahlen des Freibades Rüppurr. Im Mai 2011 lagen sie bei 74 % und im Juni 2011 bei 83 % - vorläufige Zahl -. Der Freibadebetrieb ist extrem wetterabhängig. Eine Besucherprognose zum jetzigen Zeitpunkt wäre spekulativ. Die Einnahmen werden sich zum einen analog der Besucherzahlen verringern und zum anderen nochmals aufgrund der reduzierten 1er-Eintrittspreise. Die Eintrittspreise wurden für Erwachsene von regulär 3,80 Euro auf 3,00 Euro und bei den Ermäßigten von regulär 2,50 Euro auf 2,00 Euro wegen der Einschränkungen aufgrund der Badsanierung gesenkt. Die geringeren Erlöse des Turmbergbades wurden bei der Haushaltsplan-Aufstellung für 2011 bereits berücksichtigt (84 % von den Erlösen des Freibades Rüppurr). Wurden die direkten Anwohner der Tiengener Straße von Seiten der Verwaltung an- gehört, bzw. über die Baumaßnahmen informiert? Die direkten Anwohner werden nicht nur über die Baumaßnahme informiert, sondern mussten im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens Ihre Zustimmung erteilen. Darüber hinaus wurden sie aber auch bei anstehendem größeren Baulärm und Erschütterungen direkt informiert. Beim Baubeginn des Barfußpfades wurden die Anwohner zudem nachinformiert, weil der Bauverkehr vor der Haustür verlief.