Anfrage StRn Baitinger, StRn Ernemann, StR Marin, StR Pfalzgraf (SPD): AirClean-Pflasterstein (umweltfreundlicher Pflasterstein)

Vorlage: 27349
Art: Beschlussvorlage
Datum: 14.06.2011
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 28.06.2011

    TOP: 33

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • SPD-AirClean
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Elke Ernemann (SPD) Stadtrat Jürgen Marin (SPD) Stadtrat Hans Pfalzgraf (SPD) vom 30.05.2011 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 25. Plenarsitzung Gemeinderat 28.06.2011 780 33 öffentlich AirClean-Pflasterstein (umweltfreundlicher Pflasterstein) 1. Ist der Stadtverwaltung bekannt, dass es einen neu entwickelten umweltfreundlichen Pflasterstein gibt, der die Stickoxid-Belastung um rund 25 Prozent senkt? Dieser wurde beispielsweise in Fulda und Erfurt auf Gehwegen verlegt. 2. Gibt es in Karlsruhe die Möglichkeit, bei zukünftigen Pflasterarbeiten des Tiefbauamtes den oben genannten Pflasterstein zu verwenden? Gute Ideen sind der Motor jeder Gesellschaft. Ohne Mut zu Neuem gibt es keinen Fortschritt und keine Entwicklung. Die Luftverschmutzung durch Abgase verschiedener Art belastet unsere Umwelt. Eine ungewöhnliche und sehr interessante Möglichkeit, diese schädlichen Abgase zu reduzieren, ist die Reinigung der Luft durch spezielle Pflastersteine. Diese Pflastersteine gibt es bereits in einigen südlichen Ländern, wie beispielsweise in Italien. Dort wurden mit den „AirClean“-Pflastersteinen sehr positive Erfahrungen gemacht. Die Funktionsweise beruht auf der katalytischen Wirkung des Stoffes Titanoxid, der den Steinen beigefügt wird. In Verbindung mit ausreichendem Sonnenlicht wandelt Titanoxid die hochgiftigen Stickoxide in harmloses Nitrat um, das dann vom Regenwasser weggespült werden kann. Obwohl die umweltfreundlichen Pflastersteine im großen Ausmaß bisher nur in sonnigen Ländern verwendet werden, ist das Prinzip in optimierter Form auch für mitteleuropäische Länder interessant. In jahrelanger Entwicklungsarbeit ist es nämlich gelungen, die Titanoxid-Pflastersteine durch einen abgeänderten Mischvorgang derart zu modifizieren, dass sie auch mit wenig Sonnenlicht effektiv Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ arbeiten. So wurden diese Steine beispielsweise in Fulda und Erfurt auf Gehwegen verlegt. Der luftreinigende Effekt wurde wissenschaftlich untersucht und nachgewiesen. Nach Messungen des Fraunhofer Instituts für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie lassen sich mit den AirClean-Steinen Stickstoffdioxide aus Abgasen um rund 25 Prozent vermindern. Bei Windstille und an besonders sonnigen Tagen sind sogar Verbesserungen bis zu 70 Prozent möglich. unterzeichnet von: Doris Baitinger Elke Ernemann Jürgen Marin Hans Pfalzgraf Hauptamt - Ratsangelegenheiten 10. Juni 2011

  • TOP 33
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Elke Ernemann (SPD) Stadtrat Jürgen Marin (SPD) Stadtrat Hans Pfalzgraf (SPD) vom: 30.05.2011 eingegangen: 30.05.2011 Gremium: 25. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 28.06.2011 780 33 öffentlich Dez. 6 AirClean-Pflasterstein (umweltfreundlicher Pflasterstein) Der Hersteller dieser Steine wandte sich bereits vor einiger Zeit an die Stadt Karlsruhe bzw. das Tiefbauamt und stellte sein Produkt vor. Das Tiefbauamt suchte daraufhin geeignete Flächen für den Einsatz dieser Betonsteine, um versuchsweise die Wirksamkeit zu testen und erste Erfahrun- gen für eventuell weitere Einsatzmöglichkeiten zu sammeln. Folgende Voraussetzungen waren hierfür zu erfüllen:  Aus wirtschaftlichen Gründen wurde eine Belagsfläche gesucht, die zur Erneuerung an- stand. Damit fielen für diesen Versuch lediglich die Mehrkosten im Vergleich zu dem so- wieso anstehenden Belagsaustausch an.  Die Fläche sollte sich entlang oder auf einer hoch frequentierten Straße in einer Häuser- schlucht mit geringem Luftaustausch befinden. Bei wenig Verkehr bzw. gutem Luftaus- tausch wären die zu erwartenden positiven Effekte zu gering gewesen.  Die vorgestellte Versuchsstrecke in Italien war eine hoch belastete Ortsdurchfahrt mit einer dichten seitlichen Bebauung. Der gesamte Fahrbahnbelag wurde in Pflaster hergestellt. Ei- ne vergleichbare Straße gibt es nicht in Karlsruhe, da bei hoch belasteten Straßen die As- phaltbauweise dauerhafter und wirtschaftlicher ist. Auch gibt es in Karlsruhe keine ver- gleichbare Durchgangsstraße mit einer dichten Bebauung und einem hohen Lkw-Anteil als Hauptverursacher der Stickstoffdioxide. Das Tiefbauamt prüft unter Beachtung dieser Kriterien die westliche Kriegsstraße zwischen Kühlem Krug und Weinbrennerplatz als möglichen Einsatzort. Hier liegen die relativ besten Vo- raussetzungen für die Durchführung dieses Versuches mit begleitenden Messungen vor. Bei der anstehenden Erneuerung dieses Straßenabschnittes würden dann auch Teilbereiche des Gehweges mit diesem Pflaster ausgelegt werden.