Anfrage StR Honné, StR Schubnell (GRÜNE): Einsatzmöglichkeiten für Elektro-Fahrräder
| Vorlage: | 27340 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 14.06.2011 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadtrat Johannes Honné (GRÜNE) Stadtrat Manfred Schubnell (GRÜNE) vom 20.04.2011 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 25. Plenarsitzung Gemeinderat 28.06.2011 771 25 öffentlich Einsatzmöglichkeiten für Elektro-Fahrräder 1. Gibt es in der Verwaltung Einsatzmöglichkeiten für Elektro-Fahrräder (Pedelecs) als Ersatz für Kfz? 2. Wäre es sinnvoll, dass die Stadtwerke mehr Werbung für ihre Strom-Gutschrift beim Kauf von Elektrofahrrädern für natuR-Tarif-Kunden betreiben? 3. Was hält die Stadtverwaltung von dem Projekt in Bremen, bei dem die Stadt 20 Pedelecs angeschafft hat, die sie in den nächsten Monaten für jeweils zwei Wochen bei einem Unternehmen parkt? 4. Sieht die Verwaltung weitere Möglichkeiten, um den Einsatz von Pedelecs zu för- dern? Pedelecs sind inzwischen technisch ausgereift und zu akzeptablem Preis zu erhal- ten. Sie erhöhen die Fahrgeschwindigkeit und damit die Reichweite von Fahrrädern deutlich. Dadurch können mehr Pkw-Fahrten durch umweltfreundliche Verkehrsmittel ersetzt werden, als es bei Fahrrädern ohne Hilfsantrieb der Fall ist. Es ist zu erwar- ten, dass die Akzeptanz für die Fahrradbenutzung bei einem Hightech-Gefährt ge- genüber "normalen" Fahrrädern deutlich steigt. Zeitunkritische Erledigungen wären damit gut machbar. Wenn einige Dienst-Kfz durch Pedelecs ersetzt werden könnten, würde damit nicht nur ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet, sondern die Verwaltung wäre auch ein Vorbild für private Nachahmung. Die Stadtwerke Karlsruhe geben eine Gutschrift zwischen 100 und 300 kWh/Jahr beim Kauf eines Pedelecs an natuR-Tarif-Kunden, siehe http://www.stadtwerke- Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ karlsruhe.de/swka-de/inhalte/service/foerderprogramme/elektro-zweiraeder.php. Damit wird sowohl die Zahl der Ökostrom-Nutzenden erhöht als auch der Umsatz mit Pedelecs angekurbelt – auch zum Nutzen der Fahrradhändler. Aber selbst drei exemplarisch angefragte Karlsruher Fahrrad-Händler mit größerem Pedelec-Umsatz wussten davon nichts. Bei dem Projekt in Bremen (siehe www.pedelec-bremen.de) geht es im Rahmen des EU-Projekts "PRESTO – Radfahren im Alltag" darum, bei den Beschäftigten ver- schiedener Firmen für eine Anfahrt per Pedelec zu werben. Bei einem ähnlichen Pro- jekt in Rotterdam wollten zum Abschluss 150 der 1.500 Teilnehmenden zukünftig auf Pedelecs umsteigen. unterzeichnet von: Johannes Honné Manfred Schubnell Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 10. Juni 2011
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadtrat Johannes Honné (GRÜNE) Stadtrat Manfred Schubnell (GRÜNE) vom: 20.04.2011 eingegangen: 20.04.2011 Gremium: 26. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 28.06.2011 771 25 öffentlich Dezernat 5 Einsatzmöglichkeiten für Elektro-Fahrräder 1. Gibt es in der Verwaltung Einsatzmöglichkeiten für Elektro-Fahrräder (Pedelecs) als Ersatz für Kfz? Aus umweltfachlicher Sicht sind alle Maßnahmen zu begrüßen, die Energieeinsparungen zur Folge haben, insbesondere wenn sie gleichzeitig geeignet sind, die Betriebskosten der Stadtverwaltung zu senken. Gegenwärtig ist die Stadtverwaltung bestrebt, die Anforderungen von fahrradfreundlichen Arbeitgebern zu erfüllen. Die Förderung des Radverkehrs in der Stadtverwaltung beinhaltet vielfältige Aspekte, z. B.: Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs Förderung der Gesundheit städtischer Mitarbeiter Reduzierung von Energieverbrauch Reduzierung der städtischen PKW-Kosten Zeitersparnis bei Ortsterminen im inneren Stadtbereich All diese Aspekte können mit einem nichtmotorisierten Fahrrad - das auch erheblich billi- ger ist - in den meisten Fällen berücksichtigt werden. Grundsätzlich begrüßt die Verwaltung auch den Einsatz von Elektro-Fahrrädern für Dienstfahrten und für den Weg zur Arbeit. Dabei wäre jedoch zu bedenken, dass sie eine größere ökologische Fußspur hinterlassen als normale Fahrräder (Akku, Strom). Seite 2 Deshalb machen sie nur dann Sinn, wenn dadurch Fahrten mit dem Auto ersetzt werden können und sie mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Für normale Kurzstreckendienstfahrten ist nach wie vor dem normalen Fahrrad der Vorzug zu geben und für dessen Akzeptanz zu werben. Elektrofahrräder sollten nur für längere Strecken zum Einsatz kommen, für die sonst keine Fahrrad-Akzeptanz zu generieren ist oder für Mitarbeiterkreise (gehandicapt, ältere Per- sonen), die ein normales Rad anstatt eines PKW sonst nicht nutzen würden. Eine pilothafte Erprobung von Elektrofahrrädern bei der Stadt ist denkbar. Dafür könnten gezielt Dienststellen ausgesucht werden, bei denen mehrere Kilometer lange Dienstfahr- ten ohne Materialtransport anfallen bzw. Fahrten in die Höhenstadtteile erfolgen und wo Stromversorgung und Wartung gewährleistet sind. Vor einer breiteren Einführung von Elektrofahrrädern ist allerdings eine umfassende Be- darfs- und Nutzenanalyse erforderlich. 2. Wäre es sinnvoll, dass die Stadtwerke mehr Werbung für ihre Strom- Gutschrift beim Kauf von Elektrofahrrädern für natuR-Tarif-Kunden betrei- ben? Das Jahr 2011 steht in Karlsruhe unter dem Motto „125 Jahre Automobil“. Deshalb finden zahlreiche Veranstaltungen im Zeichen der Mobilität und Bewegung statt, an denen auch die Stadtwerke Karlsruhe teilnehmen werden. Damit rückt auch die E-Mobilität und das angesprochene Förderprogramm dieses Jahr aus werblicher Sicht stärker in den Forder- grund. So veranstalten die Stadtwerke im Rahmen des Stadtgeburtstages sogar einen eigenen Event zum Thema E-Mobility, bei dem auch Partner wie Orange Bike oder So- larmobil Karlsruhe in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken die verschiedensten E- Modelle zeigen und von den Besuchern Probe fahren lassen. Auch beim Regionaltag „MobilitätsReich – was uns bewegt“ im September wird die E-Mobilität kommunikativ im Vordergrund stehen. Daneben wird das Förderprogramm für Elektro-Zweiräder bereits bei jedem Event bewor- ben, bei dem die Stadtwerke mit einem Infostand teilnehmen, wie bei den Durlacher Ener- Seite 3 giespartagen, dem Tag der Erneuerbaren Energien, dem Energietag oder auf der Offerta. Deshalb sind die für 2011 geplanten Werbemaßnahmen zur E-Mobility durchaus ange- messen, aber auch ausreichend, um dem Trend für Elektro-Fahrräder nachzukommen. Förderprogramm der Stadtwerke Karlsruhe für Elektro-Zweiräder Wer Abnehmer des Stromproduktes NatuR ist, kann beim Kauf eines Elektro-Zweirades bis zu 300 kWh pro Jahr - zwei volle Jahre lang - sparen. Förderung beim Kauf eines E-Fahrrades, eines E-Rollers oder eines E-Bikes von Elmoto: bis zu 300 kWh (entsprechen rund 70 €) Gutschrift pro Jahr. 3. Was hält die Stadtverwaltung von dem Projekt in Bremen, bei dem die Stadt 20 Pedelecs angeschafft hat, die sie in den nächsten Monaten für je- weils zwei Wochen bei einem Unternehmen parkt? Ein derartiges Programm ist mit Sicht auf die Haushaltslage nicht vorgesehen. 4. Sieht die Verwaltung weitere Möglichkeiten, um den Einsatz von Pedelecs zu fördern? Die Förderung des Radverkehrs im Rahmen des 20-Punkte-Programms beinhaltet gleich- zeitig auch eine Förderung für Pedelecs. Ansonsten sind Pedelecs im Fahrradhandel top- aktuell und werden stark nachgefragt. Zusätzliche Maßnahmen der Stadtverwaltung er- scheinen daher gegenwärtig nicht notwendig.