Anfrage StRn Baitinger, StRn Müllerschön, StRn Fischer, StR Marin (SPD): Anteil von R-Strom bei der Stadt Karlsruhe und ihren Gesellschaften
| Vorlage: | 27118 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 16.05.2011 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Ute Müllerschön (SPD) Stadträtin Gisela Fischer (SPD) Stadtrat Jürgen Marin (SPD) vom 11.04.2011 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 24. Plenarsitzung Gemeinderat 24.05.2011 734 14 öffentlich Anteil von R-Strom bei der Stadt Karlsruhe und ihren Gesellschaften 1. In welchem Umfang beziehen die Stadt und ihre Gesellschaften R-Strom? 2. Mit welchen Maßnahmen kann der Stromverbrauch im Konzern Stadt sofort reduziert werden und wie kann mittelfristig ein geringerer Stromverbrauch er- zielt werden? 3. Wie hoch wäre die Einsparung an Kohlendioxid, wenn die Stadt zu 100 Pro- zent R-Strom beziehen würde? Angesichts der verheerenden atomaren Katastrophe in Japan ist der Ausstieg aus der Atomenergie nunmehr unumstritten. Die Abschaltung von deutschen Kernkraftwerken ist aber nur ein erster Schritt. Dar- über hinaus muss alles dafür getan werden, dass die wegfallenden Strommengen aus deutschen Atomkraftwerken nicht durch den Import ausländischen Atomstroms ersetzt werden. Dem ist mit dem Bezug von R-Strom und weiteren Anstrengungen beim Stromsparen entgegenzuwirken. Im Übrigen werden beim „R plus Tarif“ der Karlsruher Stadtwerke die Mehrkosten von 4 Cent pro Kilowattstunde in regenerative Energien investiert. unterzeichnet von: Doris Baitinger Ute Müllerschön Gisela Fischer Jürgen Marin Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 12. Mai 2011 Sachverhalt/Begründung:
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Extrahierter Text
STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Ute Müllerschön (SPD) Stadträtin Gisela Fischer (SPD) Stadtrat Jürgen Marin (SPD) vom: 11.04.2011 eingegangen: 12.04.2011 Gremium: 24. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 24.05.2011 734 14 öffentlich Dez. 4 Anteil von R-Strom bei der Stadt Karlsruhe und ihren Gesellschaften 1. In welchem Umfang beziehen die Stadt und ihre Gesellschaften R-Strom? Die Stadt und ihre 100%igen Tochtergesellschaften sind alle Kunden der Stadtwerke Karls- ruhe GmbH und beziehen den jeweiligen Stromverbrauch daher nach dem von den Stadt- werken veröffentlichten Strommix: 51,8 % fossile Energieträger und Sonstige 25,2 % Erneuerbare Energieträger 23,0 % Nukleare Energieträger. Sie beziehen also über den in Karlsruhe vorhandenen Strommix der Stadtwerke Karlsruhe GmbH 25,2 % Strom aus erneuerbaren Energieträgern. Der im Mix eingekaufte Strom kann umgetauscht werden gegen regenerativen zertifizierten Strom (rechnerische Um- wandlung). Die Kosten betragen je nach Zertifizierung zwischen 0,1 ct/kWh (RECS- Zertifikate) bis zu 0,5 ct/kWh (Zertifizierung durch den TÜV-Süd). Alternativ zur Zertifizierung kann auch der Ausbau der Anlagen zur Erzeugung von regene- rativer Energie in der Region Karlsruhe, also vor Ort, unterstützt werden. Hierfür bieten die Stadtwerke für Tarifkunden den NatuRplus-Stromtarif an: der Tarifkunde bezieht Strom zu 100 % regenerativen NatuR-Strom und bezahlt einen Aufschlag von 4,0 ct/kWh (brutto), der von den Stadtwerken in den Aufbau bzw. die Erweiterung regenerativer Anlagen in Karlsruhe und der Region investiert wird. Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH selbst und die Stadtwerke Karlsruhe Netze GmbH haben ihren Eigenverbrauch an Strom durch den Kauf von RECS-Zertifikaten in 100 % regenera- tiven Strom umgetauscht. 2. Mit welchen Maßnahmen kann der Stromverbrauch im Konzern Stadt sofort reduziert werden und wie kann mittelfristig ein geringerer Stromverbrauch erzielt werden? Möglichkeiten für eine sofortige Reduzierung des Stromverbrauchs innerhalb des Konzerns Stadt Karlsruhe bestehen in: - nutzungsgerechtem Verhalten innerhalb von öffentlichen Gebäuden - bedarfsgerechtem Einschalten von Verbrauchern (z. B. Beleuchtung und Geräte) - konsequentem Ausschalten von Geräten nach Dienstschluss - Vermeidung von Stand-By-Betrieb Mittelfristige und mit Investitionen verbundene Maßnahmen, die zur Reduzierung des Stromverbrauchs führen, sind: - Erfassung und Austausch ineffizienter Verbraucher - Einsatz energieeffizienter Geräte und Aggregate bei Neubauten und Sanierungen - Einhaltung der städtischen Leitlinien Seite 2 Die Kundenberatung der Stadtwerke und die Stabsstelle Umweltschutz arbeiten darüber hinaus bei Bedarf eng mit den jeweils fachlich verantwortlichen Ämtern der Stadt zusam- men, wie z. B. dem Tiefbauamt und dem Schul- und Sportamt. In der Regel wird eine ge- zielte Beratung zum Thema Stromeinsparung anhand eines konkreten Einzelfalles bzw. Gebäudes angefragt. 3. Wie hoch wäre die Einsparung an Kohlendioxid, wenn die Stadt zu 100 Prozent R-Strom beziehen würde? Die CO 2 -Emissionen des von den Stadtwerken veröffentlichten Strommix betragen 418 g/kWh. Der Konzern Stadt einschließlich der städt. Gesellschaften wie z. B. Klärwerk, KVVH GmbH, Städt. Klinikum, KMK bezieht rd. 170 Mio. kWh Strom pro Jahr. Wenn dieser Strombedarf zu 100 % mit regenerativer Energie gedeckt wird, werden demnach 71.060 t CO 2 eingespart.