Antrag GRÜNE: Berichterstattung durch die TechnologieRegion Karlsruhe (TRK)

Vorlage: 26957
Art: Beschlussvorlage
Datum: 11.04.2011
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 19.04.2011

    TOP: 11

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • GRÜNE-Berichterstattung TRK
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) Stadträtin Dr. Ute Leidig (GRÜNE) Stadträtin Uta van Hoffs (GRÜNE) Stadtrat Manfred Schubnell (GRÜNE) Stadtrat Alexander Geiger (GRÜNE) GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom 04.03.2011 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 23. Plenarsitzung Gemeinderat 19.04.2011 703 11 öffentlich Berichterstattung durch die TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) 1. Die Verwaltung erstellt einen Bericht über Organisation, Tätigkeiten, Projekte und Konzepte der TechnologieRegion Karlsruhe. Dieser geht auf folgende Aspekte ein und stellt sie rückblickend auf die letzten fünf Jahre sowie vorausblickend für die nächsten drei Jahre dar: a. Organisation  Organisationsform und -entwicklung seit der Neuordnung in 2001  Arbeitsgruppen  Regelung der Entscheidungsprozesse b. Finanzielle und personelle Ausstattung und Einsatzbereiche  Entwicklung der finanziellen Mittel und personellen Ausstattung der TRK seit der Neuordnung in 2001 bis heute inkl. Aufstellung der Anteile der be- teiligten Institutionen sowie von Fördermitteln aus öffentlicher Hand, der Wirtschaft und von Einzelpersonen  Verwendung der finanziellen Mittel  Auflistung der für die TRK tätigen Personen nach Körperschaft, bei der sie angestellt sind, und den Tätigkeitsschwerpunkten der Personen c. Zielsetzungen und Aufgaben  übergeordnete und konkrete Ziele der TRK  übergeordnete und konkrete Ziele der von der TRK initiierten, geförderten oder begleiteten Arbeitsgruppen  Darstellung, in welcher Weise die Zielsetzungen der TRK durch politische Gremienentscheidungen der Mitgliedsgemeinden beeinflusst werden, ins- besondere in welcher Weise die Zielsetzungen des Karlsruher Gemeinde- rates bei der Arbeit der TRK berücksichtigt und gefördert werden d. Projekte  Schwerpunkte und Zielsetzungen der Projekte Seite 2 __________________________________________________________________________________________ e. Kooperation  Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Stadtverwaltung Karlsruhe und der Verwaltungen anderer Kommunen: Art der Zusammenarbeit, Abgrenzun- gen der Verantwortlichkeitsbereiche, strukturelle Überschneidungen  Zusammenarbeit mit außerstädtischen Einrichtungen, Verbänden und Or- ganisationen unter Nennung der Kooperationspartner f. Evaluation  Evaluationstätigkeiten der TRK  Ergebnisse von Evaluationen hinsichtlich Bewertung der TRK durch öffent- liche Einrichtungen, Verbände, Wirtschaft und Bürger/-innen 2. Die Berichterstattung über die TRK erfolgt in 2011 und anschließend regelmäßig vor Einbringung des Doppelhaushalts der Stadt Karlsruhe. Die Stadt Karlsruhe übernimmt einen erheblichen Teil der Finanzierung der Techno- logieRegion Karlsruhe. Informationen über Konzepte, Projekte und Planungen der TRK werden jedoch vor- wiegend sehr allgemein über Newsletter und Broschüren verbreitet. Seit einer Anfra- ge der GRÜNEN in 2003 sowie der Vorlage eines Tätigkeitsberichtes 2002/2003 im Gemeinderat Anfang 2004 fand keine direkte und konkrete Information der Karlsru- her Gemeinderäte und Gemeinderätinnen statt. Der damals in der Antwort der Ver- waltung auf die Anfrage zugesicherte regelmäßige Bericht ist ausgeblieben. Der finanzielle und personelle Beitrag der Stadt Karlsruhe für die TRK beträgt im DHH 2011/2012 pro Jahr 422.000 €. Hinzu kommen seit 2007 zusätzliche Personal- kosten für eine ganze Stelle für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die im Presse- und Informationsamt angesiedelt ist. Die selbstgewählten Aufgabengebiete der TRK überschneiden sich zum Teil mit Auf- gaben der Stadt Karlsruhe bzw. beeinflussen diese. Der Gemeinderat ist daher über Art, Umfang und Qualität des Angebots und damit des Einsatzes der städtischen Mit- tel zu informieren. unterzeichnet von: Bettina Lisbach Dr. Ute Leidig Uta van Hoffs Manfred Schubnell Alexander Geiger Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 08.04.2011 Sachverhalt/Begründung:

  • TOP 11
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom: 04.03.2011 eingegangen: 04.03.2011 Gremium: 23. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 19.04.2011 703 11 öffentlich Dez. 1 Berichterstattung durch die TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) - Kurzfassung - 15 Gebietskörperschaften bilden die TechnologieRegion Karlsruhe GbR. Ziel der freiwillig, interdisziplinär und projektbezogen arbeitenden Kooperationsgemeinschaft ist die Stärkung des Wirtschaftsraumes Karlsruhe und seine innere Vernetzung. Die Stadt Karlsruhe übernimmt personell und finanziell Motoren- und Impulsfunktion für die Region. Entsprechend werden die strategisch-politischen Vorgaben der Stadt auch auf regi- onaler Ebene mit Unterstützung der TechnologieRegion Karlsruhe umgesetzt. Insbesondere betrifft dies die Bereiche Marketing und Verkehr und künftig Energie. Die TechnologieRegion Karlsruhe arbeitet mit der Stadt Karlsruhe und zahlreichen weiteren Partnern in vielfältiger Form zusammen. Die Stadt Karlsruhe profitiert dadurch in erheblichem Maße von den Aktivi- täten der TechnologieRegion Karlsruhe. Die TechnologieRegion Karlsruhe gewährleistet ihren Mitgliedern zudem maximale Hand- lungsfreiheit in ihren kommunalen Verantwortlichkeiten bei gleichzeitig hoher Flexibilität und Wirkungsmöglichkeiten in regionalen Angelegenheiten. Finanzielle Auswirkungen des Antrages nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Regionale/Überregionale Kooperation Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 1. Die Verwaltung erstellt einen Bericht über Organisation, Tätigkeiten, Projekte und Konzepte der TechnologieRegion Karlsruhe. Dieser geht auf folgende Aspekte ein und stellt sie rückblickend auf die letzten fünf Jahre sowie vorausblickend auf die nächsten drei Jahre dar. a. Organisation  Organisationsform und -entwicklung seit der Neuordnung in 2001 Die Städte Baden-Baden, Bretten, Bruchsal, Bühl, Ettlingen, Gaggenau, Karlsruhe, Rastatt, Rheinstetten (seit 2005) und Stutensee (seit 2001), die Landkreise Germersheim (seit 2006), Karlsruhe, Rastatt und Südliche Weinstraße (seit 2009) sowie der Regionalverband Mittlerer Oberrhein (seit 2001) bilden die Technologie- Region Karlsruhe (TRK) in der Rechtsform einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts. Die Zahl der Mitglieder ist seit der Gründung der Gesellschaft im Jahr 1987 von 7 bzw. von 10 im Jahr 2001 auf heute 15 gewachsen.  Arbeitsgruppen (siehe c.)  Regelung der Entscheidungsprozesse Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Vorstand und die Regionalkonferenz. Die Gesellschafter werden von ihren gesetzlichen Vertretern, also den Oberbürger- meistern und Landräten der Region vertreten. Jeder Gesellschafter hat eine Stimme. Sie lassen sich dabei von den Grundsätzen einer engen und vertrauensvollen Zu- sammenarbeit, Freiwilligkeit, Interdisziplinarität und aufgabenbezogener Orga- nisation leiten. Bestehende kommunale Zuständigkeiten bleiben unberührt. Die Geschäftsführung wird wahrgenommen von der IHK (u. a. regionales Standortmarketing, Darstellung des regionalen Gewerbeflächenangebots, Unterstüt- zung der Gesellschafter bei der Gewerbeflächenvermarktung), dem RVMO (u. a. Raumordnung, Infrastrukturentwicklung, Kultur) und der dem Vorsitzenden zugeord- nete Geschäftsführungsbereich (Koordinierungsstelle für europäische und regionale Beziehungen der Stadt Karlsruhe - EURegKA - u. a. Gesamtsteuerung, Haushalt, strategische Partnerschaften, grenzüberschreitende Angelegenheiten). b. Finanzielle und personelle Ausstattung und Einsatzbereiche  Entwicklung der finanziellen Mittel und personellen Ausstattung der TRK seit der Neuordnung in 2001 bis heute inkl. Aufstellung der Anteile der beteiligten Institutionen sowie von Fördermitteln aus öffentlicher Hand, der Wirtschaft und von Einzelpersonen Der Finanzbedarf der Gesellschaft zur Erfüllung ihrer Aufgaben wird durch Beiträge der Gesellschafter gedeckt und durch Zuschüsse und Förderbeiträge ergänzt. Die Umlage beträgt seit 2003 unverändert 0,75 Euro pro Einwohner. Die Landkreise und der RVMO entrichten einen jährlichen Mindestbeitrag in Höhe von 10.000 Euro. Zwischenzeitlich stehen der TRK ca. 530.000 Euro über die Beitragsumlage der Gesellschafter zur Verfügung (davon 218.000 Euro durch Stadt Karlsruhe). Ergänzt wird dieser weitgehend fixe Sockel durch (europäische) Fördermittel und Unter- stützung von Unternehmen und Institutionen. Dieser Beitrag konnte ab 2002 von 0 auf heute 160.000 Euro sukzessive gesteigert werden. Die Gesamtmittel wurden seit 2001 nahezu verdoppelt.  Verwendung der finanziellen Mittel Umfangreichste Position ist über die vergangenen 10 Jahre das „Standortmarke- ting“ (2011: 265.000 Euro). Unter „Europa und Internationale Beziehungen“ sind Ergänzende Erläuterungen Seite 3 ausschließlich die Mittel (50.000 Euro) aufgeführt, die für die europäischen Projekte benötigt werden. Regionale Partnerschaften im Bereich der neuen Aktionsfelder be- inhalten Maßnahmen wie beispielsweise fly-baden.com mit jährlich 11.000 Euro und die Kontaktstelle Frau und Beruf mit jährlich 20.000 Euro. Weitere Themenfelder sind Beteiligungen/Preise mit 60.000 Euro sowie Kultur und konzeptionelle Leis- tungen/Beratung mit je 30.000 Euro. Sach- inklusive der Organisationsaufwendun- gen machen lediglich 4 % des Haushaltes aus.  Auflistung der für die TRK tätigen Personen nach Körperschaft, bei der sie an- gestellt sind und den Tätigkeitsschwerpunkten der Personen Die Gesellschafter der TRK greifen zur Erfüllung der Aufgaben projekt- und vorha- benbezogen auf das Personal und Kompetenzen ihrer Mitglieder zurück. Für die TRK sind mit unterschiedlichen Anteilen an ihren Tätigkeiten in den Stammhäusern insge- samt 10 Personen tätig (ohne Leiter der Arbeitsgruppen). Das Gros stellt mit 5 Per- sonen die Stadt Karlsruhe (EURegKA: Herr Ehlgötz, Frau Zechnall, Herr Ismaier; PIA: Herr Wnuck, Frau Völz). Die IHK (Herr Professor Mengele, Herr Dr. Götschel) und der RVMO (Herr Dr. Hager, Herr Dr. Baumgärtner) stellen je 2 Personen, das Landratsamt Rastatt (Herr Haberecht) bringt sich seit 2009 in nennenswertem Maße mit 1 Person ein. c. Zielsetzungen und Aufgaben  übergeordnete und konkrete Ziele der TRK Übergeordnetes Ziel der TRK ist es, den Wirtschaftsraum Karlsruhe in seiner Entwicklung zu unterstützen und die regionale Zusammenarbeit nach Kräften zu fördern. Es soll darauf hingewirkt werden, dass für regional bedeutsame Auf- gaben gemeinsame Lösungen erarbeitet und umgesetzt werden. Der grenzüber- schreitenden Zusammenarbeit am Oberrhein ist dabei besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Hieraus sind als konkrete Ziele und regional bedeutsame Aufgaben u. a. abgeleitet: Regionalmarketing, Verbesserung Infrastruktur, Wirtschaftsförderung, Kultur, Messe- und Touristikwesen.  übergeordnete und konkrete Ziele der von der TRK initiierten, geförderten oder begleiteten Arbeitsgruppen Übergeordnetes Ziel der derzeit 15 Arbeitsgruppen ist es, den Informations- und Er- fahrungsaustausch zu fördern, Vertrauen zu schaffen und die innere Vernetzung der Region voranzutreiben. Darüber hinaus entwickeln insbesondere die Arbeits- kreise strategische und operative Konzepte und Initiativen für die Positionierung der TRK gegenüber Land, Bund und Europa. Schließlich sind die Projektgruppen für die Initiierung und Realisierung von Projekten verantwortlich.  Darstellung, in welcher Weise die Zielsetzungen der TRK durch politische Gremienentscheidungen der Mitgliedsgemeinden beeinflusst werden, insbe- sondere in welcher Weise die Zielsetzungen des Karlsruher Gemeinderates bei der Arbeit der TRK berücksichtigt und gefördert werden Die wechselseitige Rückkopplung zwischen den Zielvorstellungen der politischen Gremien der Gesellschafter und den Gremien der TRK obliegt jedem Gesellschaf- ter selbst. Für die Stadt Karlsruhe lässt sich festhalten: Die strategischen Vorgaben der Stadt, die im Rahmen des Masterplans als Leitprojekte definiert wurden, sind, soweit sie eine regionale Dimension haben, in die TRK eingebracht worden. Sie werden dort derzeit operativ umgesetzt oder sind in ihren Zielstellungen bereits (teilweise) er- reicht. Hierzu zählen Ergänzende Erläuterungen Seite 4 o Leitprojekt „Überregionale Zusammenarbeit am Oberrhein/Metropolregion Oberrhein“ Die Gründung der Trinationalen Metropolregion Oberrhein erfolgte 2010. Der Kooperationsvertrag zwischen der Metropolregion Rhein-Neckar und der TRK wurde 2008 unterzeichnet. o Leitprojekt „Karlsruhe als Geothermiezentrum“ Die TRK ist Gründungsmitglied (2009) und neben dem Karlsruher Institut für Technologie und den Stadtwerken Karlsruhe Vorstandsmitglied des Geother- miezentrums e. V. Wichtigster Erfolg bisher: Ansiedlung des „Landesfor- schungszentrums Geothermie Baden-Württemberg“ am KIT im Jahr 2010. o Leitprojekt „Transeuropäische Netze/Magistrale für Europa“ (siehe d.) o Leitprojekt „Ausbau der Verbindung Karlsruhe - Baden-Airpark (Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden)“ (siehe d.) o Leitprojekt „Innovationspreis“ Als regionales Projekt 2010 wurde der „NEO - Der Innovationspreis der Tech- nologieRegion Karlsruhe“ realisiert. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wurde 2010 für die Entwicklung der ökonomischen und ökologischen Verbesserung von Kleinwasserkraftwerken vergeben. Er wird künftig jährlich vergeben. o Leitprojekt „Verkehrsverbindungen über den Rhein“ Die Position der Mehrheit des Gemeinderates der Stadt Karlsruhe zur zweiten Rheinbrücke ist den Partnern in der Region bekannt. Sie stellt aber in den Ent- scheidungsgremien der TRK ein isoliertes Minderheitsvotum dar. Für die Stadt Karlsruhe lässt sich weiter festhalten: Anregungen und Vorgaben mit regionaler Dimension aus dem Gemeinderat werden in die Gremien der TRK einge- bracht, durch regionales Engagement verstärkt und umgesetzt. Beispielhaft seien die Einführung des Handwerkerparkausweises der TRK oder die verstärkte europäi- sche und internationale Ausrichtung von Stadt und Region genannt. d. Projekte  Schwerpunkte und Zielsetzungen der Projekte Gemäß den strategischen Vorgaben der Gesellschafter konzentriert sich die TRK seit 2009 - nachdem bis dahin die Etablierung der Marke „TechnologieRegion Karlsruhe“ nach innen und der Vertrauensaufbau unter den Partnern im Focus stand - auf die o nationale und internationale Positionierung/Standort- und Regionalmarke- ting Ziel des Marketings ist es, nachhaltig wirkende und identitätsstiftende Pro- jekte zu realisieren und den Standort TRK im (inter)nationalen Wettbewerb zu positionieren. Exemplarisch steht hierfür der „Regionaltag der TechnologieRegion Karlsru- he“, der seit 2003 jährlich als „Schaufenster der Region“ den Menschen the- menspezifisch die Stärken der Region darstellt und bis zu 100 Unternehmen, Institutionen, Organisationen und Vereine unter dem Dach der TRK vereint. Als weitere wichtige Projekte im (inter)nationalen Kontext, in denen die TRK fe- derführend oder als Projektpartner agiert, sind u. a. zu nennen: ∙ EXPO REAL - Gemeinschaftsstand der TRK (Federführung Wirtschaftsförde- rung Karlsruhe). ∙ CeBIT - Kooperationsprojekt mit Unternehmen aus der TRK. ∙ nanoValley.eu - Bündelung der nanotechnologischen Kompetenzen der Met- ropolregion Rhein-Neckar und der TRK am KIT. Ergänzende Erläuterungen Seite 5 ∙ BioValley - Stärkung des Oberrheins als Biotech-Region. Positionierung der medizintechnologischen Kompetenzen der TRK am Oberrhein. ∙ Baden-Badener Unternehmergespräche - Vernetzung mit einem der führen- den Unternehmer-Netzwerke in Deutschland. ∙ Tourismus am Oberrhein - Positionierung des Oberrheins als Tourismusregi- on auf überseeischen Märkten. ∙ „Die ZEIT“ - Anzeigenserie der KulturRegion gemeinsam mit den führenden Kultureinrichtungen der TRK. o Stärkung der Verkehrsinfrastrukturen Leistungsfähige Verkehrsinfrastrukturen, die die Anbindung der Region an das überregionale Verkehrsnetz zuverlässig gewährleisten, sind für Wirtschafts- und Wissenschaftsregionen wie der TRK von entscheidender Bedeutung und si- chern ihre Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit. ∙ CODE24 - Transeuropäische Initiative zur Stärkung der Nord-Süd-Transversale Rotterdam-Genua mit Schlüsselprojekt Rastatter Tunnel gemeinsam mit 14 europäischen Partnern. Erhebliche Synergieeffekte durch personelle und fach- liche Überschneidung mit der „Magistrale für Europa“. Ziel: Karlsruhe als un- verzichtbaren Verkehrs- und Logistikknoten im europäischen Infrastruk- turnetz festigen. Know how-Transfer in die TRK erfolgt über „Regionale Runde Tische“ unter Einbindung der Verkehrsakteure der Region. ∙ Erschließung Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden, Baden Airpark - Reali- sierung einer ÖPNV-Anbindung und eines Anschlusses an BAB 5 (Federfüh- rung Landratsamt Rastatt). ∙ Regionalbedeutsame Verkehrsinfrastrukturprojekte - Ermittlung der in der Region bedeutenden Infrastrukturprojekte im Bereich ÖPNV und Individualver- kehr incl. der Verbindungen ins Elsass. Vorbereitung Positionierung für den Bundesverkehrswegeplan 2016 (Federführung Landratsamt Karlsruhe). ∙ Verkehrsmanagement für die TRK - Ausdehnung der Verkehrsmanagement- zentrale der Stadt Karlsruhe auf die TRK und grenzüberschreitend ins Elsass (Federführung Tiefbauamt der Stadt Karlsruhe) ∙ Befreiung des grenzüberschreitenden ÖPNV von der französischen Roll- materialsteuer - Kostenersparnisse in Höhe von 500.000 Euro jährlich für deutsche ÖPNV-Träger (Federführung Landkreis Südliche Weinstraße über EURODISTRICT REGIO PAMINA). o Weitere Projekte Interkommunaler Kostenausgleich nach § 8 a Kindertagesbetreuungsge- setz in der TRK - 2010 Einführung einer regionsweiten Regelung zur Bei- tragsabrechung von Kosten „externer“ Kinder in Betreuungseinrichtungen über Pauschalbeiträge. Erhebliche Vereinfachung des bis dahin großen Verwal- tungsaufwands. o Ausblick Schwerpunkte der mittelfristigen Projektplanung sind neben der Internationali- sierung, insbesondere im Bereich Fachkräftemangel und Energie, zu sehen. So wird sich die TechnologieRegion Karlsruhe künftig als „Modellregion Ener- gie“ positionieren. e. Kooperation  Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Stadtverwaltung Karlsruhe und den Verwaltungen anderer Kommunen: Art der Zusammenarbeit, Abgrenzungen der Verantwortlichkeitsbereiche, strukturelle Überschneidungen Ergänzende Erläuterungen Seite 6 Die TRK kooperiert über EURegKA in hohem Maße mit den Dezernaten, Dienststel- len, Fachämtern und Gesellschaften der Stadt sowie mit den Verwaltungen der kommunalen Partner. Die Zusammenarbeit reicht dabei vom Informationsaustausch bis hin zur Planung und Umsetzung sowie Finanzierung von Kooperationsprojekten. Grundkonsens ist, dass im internationalen Wettbewerb von Städten und Regio- nen, über die Bündelung der städtischen und regionalen Potenziale ein Mehr- wert für beide Seiten zu erzielen ist. Daher übernimmt die Stadt Karlsruhe oftmals Impuls- und Motorenfunktion und nutzt zugleich die Stärken und Kompetenzen der Region für ihre Ziele. Ämter, Dienststellen und städtische Gesellschaften mit denen regelmäßig und eng zusammen gearbeitet wird sind: o Presse- und Informationsamt Die Personalunion Pressesprecher Stadt Karlsruhe/Pressesprecher TRK führt zu erheblichen Synergien. o Wirtschaftsförderung Karlsruhe Die Wirtschaftsförderung Karlsruhe und TRK stehen aufgrund ähnlicher Zielstel- lungen in engem und zielführendem Austausch. Strategische Zielstellungen und Projekte werden soweit abgestimmt, dass Verantwortlichkeiten klar definiert und von einander abgegrenzt sind. Die Aktivitäten ergänzen sich entweder komplementär und/oder werden gebündelt. o Stadtmarketing Karlsruhe GmbH Auf Grund der Vermarktungsaufgaben beider Institutionen stehen Stadtmarke- ting Karlsruhe und TRK in engem Kontakt. Marketing- und Projektaktivitäten werden abgestimmt. o Karlsruher Messe- und Kongress GmbH Die KMK und die TRK sind über einen Kooperationsvertrag eng miteinander verbunden. Die TRK unterstützt monetär und ideell Neuentwicklungen im Messe- und Kongressportfolio, wie beispielsweise die IT-TRANS. Die TRK steht darüber hinaus mit zahlreichen weiteren städtischen Dienststellen, Ämtern und Gesellschaften projekt- und vorhabenbezogen in Kontakt. EURegKA ar- beitet zudem eng mit den Verwaltungen der Gesellschafter zusammen.  Zusammenarbeit mit außerstädtischen Einrichtungen, Verbänden und Organi- sationen unter Nennung der Kooperationspartner Eine Zusammenarbeit mit den Partnern in der Region aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Kultur, Politik und Verwaltung und weiteren Partnern findet in großem Um- fang statt. Kooperationen sind - vor dem Hintergrund der Finanzausstattung der TRK - der Schlüssel, um mit möglichst geringem Aufwand Entscheider und Multi- plikatoren für ein regionales Engagement zu gewinnen. Seit 2010 engagieren sich zwischenzeitlich 40 Unternehmen in dem von der IHK fe- derführend betreuten Förderverein „W!R“ für die TRK. Kooperationspartner der TRK sind u. a.: o Wirtschaft: Baden-Badener Unternehmergespräche, Cyberforum e. V., Flugha- fen Karlsruhe/Baden-Baden, Handwerkskammer Karlsruhe. o Bildung/Forschung/Wissenschaft: Duale Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe, Europäische Schule Karlsruhe, Institut für Transurane (ITU), Karlsru- her Institut für Technologie. o Kultur: Badisches Staatstheater, Staatliche Kunsthalle, ZKM. Ergänzende Erläuterungen Seite 7 o Politik und Verwaltung: EURODISTRICT REGIO PAMINA, Europabüro der baden-württembergischen Kommunen in Brüssel, Europäische Kommission, Landesvertretung Baden-Württemberg in Brüssel, Metropolregion Rhein-Neckar/ Verband Region Rhein-Neckar, Trinationale Metropolregion Oberrhein, Wirt- schaftsministerium Baden-Württemberg. o Weitere: Baden Racing GmbH, BG Karlsruhe. f. Evaluation  Evaluationstätigkeiten der TRK  Ergebnisse von Evaluationen hinsichtlich Bewertung der TRK durch öffentliche Einrichtungen, Verbände, Wirtschaft und Bürger/-innen o Evaluierung Dachmarkenstrategie und Kommunikationskampagne Die TRK hat sich in den Jahren 2005 - 2009 im Rahmen ihres Regionalmarke- tingauftrags auf die Implementierung und Partnergewinnung im Zuge der erst- mals für die Region auf den Weg gebrachten Dachmarkenkampagne konzen- triert. In Vorbereitung dazu wurde im Jahre 2004 bei Bevölkerung und Wirt- schaft der "Status Quo" des regionalen Images in- und außerhalb der Regi- on erhoben. Im Herbst 2009 wurden durch eine Vergleichsstudie zwischenzeit- liche Veränderungen im regionalen Image erfasst. o Ergebnis Insgesamt konnte im Vergleich zu 2004 in 2009 eine zum Teil deutliche Ver- besserung bei fast allen regionalen Imagezielgrößen festgestellt werden. Die Bekanntheit der TRK hat sich insbesondere innerhalb der Region sowie im näheren Umfeld verbessert. Lediglich in der bundesweiten Bekanntheit wurde keine Verbesserung erzielt (was auf Grund des Focus` auf das Binnenmarketing zu erwarten war). Die insgesamt positive Diagnose gilt auch für die Zielgruppe Fach- und Füh- rungskräfte. Trotz der (2009 aktuell wirkenden) Wirtschaftskrise, beurteilen die regionalen Unternehmen die Region sogar meist etwas besser als in 2004. o Wertung und Empfehlungen (Auswahl) ∙ Die TRK ist grundsätzlich auf dem richtigen Weg. Diesen gilt es fortzuführen und zu intensivieren. ∙ Die Kampagne wird insgesamt als sehr seriös und glaubwürdig wahrge- nommen. Gleichzeitig sollte die Kommunikation jedoch origineller, anspre- chender und interessanter für die Zielgruppen werden. ∙ Die Kommunikation gilt es weiter zu optimieren. Dazu gehört sowohl die Erhö- hung des Kommunikationsdrucks durch eine Steigerung des Kommunika- tionsbudgets als auch eine Erhöhung der Kommunikationseffizienz. ∙ Außerhalb der Region ist die Kommunikation zu intensivieren. 2. Die Berichterstattung über die TRK erfolgt in 2011 und anschließend regelmäßig vor Einbringung des Doppelhaushalts der Stadt Karlsruhe. Vor der Einbringung der Doppelhaushalte soll - wie beantragt - dem Hauptausschuss jeweils ein Sachstandsbericht vorgelegt werden.