Bericht über die Weiterführung des Bürgerbüros Mitte und das Herstellen der Barrierefreiheit sowie die Einrichtung einer mobilen Serviceeinheit

Vorlage: 26888
Art: Beschlussvorlage
Datum: 25.03.2011
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Hauptausschuss

    Datum: 05.04.2011

    TOP: 2

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • Weiterführung Bürgerbüro Mitte
    Extrahierter Text

    BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: 12. Sitzung Hauptausschuss Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 05.04.2011 148 2 öffentlich Dez. 2 Bericht über die Weiterführung des Bürgerbüros Mitte und das Herstellen der Barrierefrei- heit sowie die Einrichtung einer mobilen Serviceeinheit Beratungsfolge dieser Vorlage am TOP ö nö Ergebnis Hauptausschuss 05.04.2011 2 Antrag an den Hauptausschuss Die Konzepte des barrierefreien Bürgerbüros und des mobilen Bürgerbüros werden zur Kenntnis genommen. Die Weiterführung des Bürgerbüros im Rathaus am Marktplatz wird unter Realisierung der Barrierefreiheit (wie in den Konzepten dargestellt) beschlossen. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) 45000 ,- Euro brutto Haushaltsplanung 2013 keine Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Am 04. Februar 2009 eröffnete die Stadt Karlsruhe das Bürgerbüro im Rathaus am Markt- platz. Die damals vereinbarte zweijährige Erprobungsphase ist nun beendet. Als Resumée kann festgehalten werden, dass dieses Bürgerbüro gerne und gut angenommen wird. 1183 1081 1359 1909 1133 1240 1547 1036 1183 1176 1152 1419 1138 1413 1695 1499 1589 1314 1111 1374 0 500 1000 1500 2000 2500 Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember 2009 2010 Entwicklung Terminbuchung 0 200 400 600 800 1000 1200 1400 1600 1800 2000 Mai 09 Jun 09 Jul 09 Aug 09 Sep 09 Okt 09 Nov 09 Dez 09 Jan 10 Feb 10 Mrz 10 Apr 10 Mai 10 Jun 10 Jul 10 Aug 10 Sep 10 Okt 10 Nov 10 Dez 10 Termine BBMitteTermine aller Bürgerbüros Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Die Grafiken zeigen eine gute Akzeptanz mit Spitzenwerten während der Studentenkam- pagne, die trotz eines gesondert eingerichteten Studentenschalters Auswirkungen auf die anderen Bürgerbüros hat. Hinzu kommen monatlich etwa 600 Bürgerinnen und Bürger, die ihr Ausweisdokument abholen, oder im Bereich Kurzkontakte/Infotheke bedient werden. Etwa zwei Drittel der Kunden sind ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger oder Studierende. Speziell die älteren Menschen profitieren von der guten Erreichbarkeit mit dem ÖPNV. Lo- bend erwähnt wird auch immer wieder, dass keine Stufen zu überwinden sind, um das Bür- gerbüro zu erreichen. Diesen Gedanken hat eine einberufene Projektgruppe zum Thema „barrierefreier Schalter im Bürgerbüro“ aufgenommen. Fünf Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter der Son- derpädagogik untersuchten im Rahmen ihrer Abschlussarbeit an der Universität, wie ein Schalter aussehen müsste, um behinderte Mitbürgerinnen und Mitbürger zu bedienen - un- abhängig davon, welche Art der Behinderung vorliegt. Der Schalter sollte so konzipiert sein, dass sehbehinderte, hörgeschädigte und gehörlose, körperlich aber auch geistig behinderte Menschen eine Möglichkeit erhalten sollten, wie jeder nicht behinderte Mensch bedient wer- den zu können. Ein Ansatz, der bundesweit in dieser Ganzheitlichkeit einzigartig ist. Im Ergebnis sprach sich die Projektgruppe für eine Einrichtung des Schalters im Bürgerbü- ro Mitte aus, nachdem alle Bürgerbüros einzeln begutachtet waren. Die Ergebnisse wurden dem Behindertenbeirat der Stadt Karlsruhe, der bei der Erarbeitung auch eingebunden war, bereits vorgestellt. Die Umsetzung des in der Anlage beigefügten Konzeptes ist für das Jahr 2013 - nach Ab- schluss der Bautätigkeiten auf dem Marktplatz - geplant. Ein wesentlicher Bestandteil des Konzeptes „barrierefreier Schalter“ ist, durch mobilen Ein- satz des Bürgerbüros mobilitätseingeschränkten Personen die Möglichkeit zu bieten ihre Angelegenheiten im Bereich Melde- und Ausweiswesen selbst zu erledigen. Das ebenfalls in der Anlage beigefügte Konzept soll, abhängig von der Verfügbarkeit des Equipments, zeit- nah umgesetzt werden. Beschluss: Antrag an den Hauptausschuss 1. Die Konzepte des barrierefreien Bürgerbüros und des mobilen Bürgerbüros wer- den zur Kenntnis genommen. 2. Der Hauptausschuss beschließt die Weiterführung des Bürgerbüros unter Reali- sierung der Barrierefreiheit - wie in den Konzepten dargestellt - im Rathaus am Marktplatz. Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 25. März 2011

  • Anlage 1 Bürgerbüro Mitte
    Extrahierter Text

    Konzept zur interdisziplinären Gestaltung eines barrierefreien Serviceschalters im Bürgerbüro Mitte in Kooperation mit der Stadt Karlsruhe Pr ojektgruppe: Sonderschullehramtsanwärter/innen des Staatlichen Seminars für Didaktik und Lehrerbildung, Abteilung Sonderschulen Heidelberg Häfner, Jana Erich Kästner Schule für hö rgeschädigte Kinder und Jugendliche Moreau, Aurelia Erich Kästner Schule für hö rgeschädigte Kinder und Jugendliche Kilian, Dominik Ludwig Guttmann Schule Langensteinbach für Körperbehinderte Hoss, Carmen Schule am Weinweg, Schule für Sehbehinderte Zenth, Katharina Schule am Weinweg, Schule für Sehbehinderte 2 Inhaltsverzeichnis 1) Zielsetzung / Zielgruppe 3 2) Ausgangslage 3 2.1) Wahl des Bürgerbüros 3 2.2) Wahl des Schalters 4 2.3) Die Betreuung des Kunden 4 2.4) Aufrufsystem 5 3) Das Konzept 6 3.1) Sicherheit 6 3.2) Konzeptbausteine – Übersicht 6 3.3) Konzeptbausteine – Schaubild 7 3.4) Prioritäten des Konzepts – Erläuterungen 8 3 1) Zielsetzung / Zielgruppe Ziel des Projektes ist es, einen barrierefreien Serviceschalter in einem Karlsruher Bürgerbüro als Pilotprojekt zu planen. Hierfür wird ein Konzept eines Idealschalters erstellt, welcher als Vorbild für weitere barrierefreie Schalter innerhalb und außerhalb von Karlsruhe dient. Grundlage hierfür ist das Bundesgleichstellungsgesetz. Hauptsächlich bezieht sich das Konzept auf folgende Personengruppen: Menschen mit einer Seh- oder Hörschädigung, sowie Menschen mit einer Körperbehinderung. Aber auch Menschen mit sprachlichen Einschränkungen oder Lernbehinderungen, sowie Migrationshintergrund können von den Anpassungen profitieren. Zudem erleichtern die Veränderungen auch Senioren den Besuch im Bürgerbüro. 2) Ausgangslage 2.1) Wahl des Bürgerbüros Die Wahl fiel aus diversen Gründen auf das Bürgerbüro Mitte: - Zum einen liegt dieses Bürgerbüro zentral und ist mit der Straßenbahn einfach zu erreichen. - Zum anderen zeichnet sich dieses Bürgerbüro durch Einzelräume aus. Das Bürgerbüro K 8 sowie das Bürgerbüro Süd sind jeweils Großraumbüros. Eine ruhige und persönliche Atmosphäre kann durch die Einteilung der Schalter auf eigene Büros lediglich im Bürgerbüro Mitte gewährleistet werden. - Zudem gibt es nur drei Schalter, wodurch das Personal dieses Bürgerbüros überschaubar ist. Dies ist zum einen für eine Kooperation von Vorteil, zum anderen wird die Sensibilisierung des Personals auf die Bedürfnisse der Menschen mit Behinderungen leichter realisierbar. Diese Entscheidung wurde dem Behindertenbeirat zur Diskussion gegeben und bestätigt. 4 2.2) Wahl des Schalters Schalter 2 wird für alle Menschen mit Behinderungen barrierefrei gestaltet. Diese Entscheidung baut auf folgende Gründe auf: - Es handelt sich um einen Einzelraum, welcher ausreichend Platz bietet, um dort ohne Probleme mit einem Rollstuhl hinein zu fahren. - Der Raum verfügt von allen Schalterräumen über die besten akustischen Voraussetzungen. - Der Schalterraum ist im Vergleich zu Schalterraum 3 näher gelegen, im Vergleich zu Schalterraum 1 ist eine ruhige Arbeitsatmosphäre gegeben. 2.3) Die Betreuung des Kunden Um Menschen mit Behinderungen die Zuweisung zum barrierefreien Serviceschalter g arantieren zu können, musste die zentrale Frage geklärt werden, wie dem Kunden mit Unterstützungsbedarf die Bearbeitung seines Anliegens im barrierefreien Serviceschalter garantiert werden kann. Für diese Problematik konnte im Laufe der Diskussion mit dem Behindertenbeirat eine befriedigende Lösung gefunden werden: 1) Die Pforte dient als zentrale Anlaufstelle: Hier hat der Kunde die Möglichkeit, seinen speziellen Hilfsbedarf anzumelden, sodass der Pförtner dem Kunden den nächstmöglichen freien Bearbeitungsplatz in Schalterraum 2 reservieren sowie eventuell notwendige technische Unterstützungen veranlassen kann. Somit fällt der Kunde (auf eigenen Wunsch) aus dem allgemeinen Aufrufsystem heraus und erhält eine schnelle Bearbeitung im barrierefreien Schalter. Dieser Service kann auch an der Informationstheke des Bürgerbüros in Anspruch genommen werden. 2) Auf dem Weg zu Schalter 2 (bzw. bei Bedarf zum Warteraum) wird der Kunde vom Pförtner begleitet und unterstützt. Besteht Wartezeit wird der Mensch mit Behinderung zu einem separaten Wartebereich im Flur vor Schalterraum 2 begleitet und von dort aus durch den zuständigen Sachbearbeiter abgeholt. 3) Nach der Bearbeitung wird der Kunde vom jeweiligen Sachbearbeiter zur Pforte begleitet. 5 2.4) Aufrufsystem Menschen mit Behinderungen müssen die Möglichkeit haben zu wählen, ob sie den speziellen Service für sich in Anspruch nehmen möchten oder nicht. Wenn sie sich in das ganz normale System einreihen wollen, muss gewährleistet werden, dass auch diese Möglichkeit so barrierefrei wie möglich gestaltet wird. Deshalb müssen weiterhin Überlegungen angestellt werden, wie der Weg zum Bürgerbüro, das Wartemarken- und Aufrufsystem sowie das eigenständige Auffinden des zugewiesenen Schalters, verändert werden müssen, damit man den Menschen mit Behinderungen gerecht wird. Da Menschen mit Behinderungen frei wählen können, welchen Weg sie nehmen, ist es unabdingbar, dass beide Möglichkeiten gewährleistet werden und diese sind auch von ihrer Wichtigkeit, der barrierefreien Gestaltung her, gleich zu setzen. 6 Personal Technik Bürgerbüro Öffentlichkeit Raum Service Orientierung 3) Das Konzept 3.1) Sicherheit Ein Sicherheitssystem in Form eines Gefahrenalarms ist im Rathaus Mitte derzeit nicht vorhanden. Da es sich in diesem Punkt um die Sicherheit für Leib und Leben handelt, wäre es zu überdenken ein Sicherheitssystem zu installieren. Für den Bereich der Menschen mit Hörschädigung muss dabei an visuelle Alarmsignale in Form von Signalleuchten gedacht werden. Für Menschen mit einer Sehschädigung bedarf es einer akustischen Unterstützung der Signalleuchten. Insbesondere in Räumen, in denen sich Menschen alleine aufhalten (Toilette) müssen Signalleuchten gut sichtbar und hörbar angebracht werden. Es sollte gewährleistet sein, dass alle Menschen eine Gefahr durch ein Alarmsignal wahrnehmen können ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. 3.2) Konzeptbausteine – Übersicht Die fachrichtungsübergreifenden Aspekte eines barrierefreien Serviceschalters lassen sich in sechs Konzeptbausteine gliedern, die dem Schaubild zu entnehmen sind und ferner in ihren Prioritäten explizit erläutert werden. 7 3.3) Konzeptbausteine - Schaubild Orientierung Orientierung Service Service Service Raum Raum Raum Technik Technik Technik Technik Service Service Raum Raum Öffentlichkeit Öffentlichkeit Öffentlichkeit Orientierung Orientierung Orientierung Technik Technik Orientierung Personal Personal Personal Raum Raum Raum Service Service Service HÖR BSP KBP HÖR BSP KBP HÖR BSP KBP Priorität 1 Priorität 2 Priorität 3 8 3.4 ) Prioritäten des Konzepts – Erläuterungen Priorität 1 Personal Um den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen gerecht werden zu können, gehört eine ausführliche Schulung des Personals zu den primären Aufgaben auf dem Weg zu einem barrierefreien Bürgerbüro Mitte. Dabei wäre es wünschenswert neben der Schulung der Mitarbeiter des Bürgerbüros Mitte einzelne Vertreter der verbleibenden Bürgerbüros zu schulen, um auch hier Barrierefreiheit anzubahnen. Unbedingt bedacht werden sollten hierbei die folgenden Aspekte für die jeweiligen Fachbereiche. Hörgeschädigtenspezifische Aspekte Die Grundlage für ein gelingendes Gespräch zwischen Sacharbeiter und Kunde ist die Kommunikation. Wichtig für den Bereich der Menschen mit Hörschädigung sind folgende Aspekte: Verhalten: - Blickkontakt muss gehalten werden. - Gesicht und Mundbild müssen gut sichtbar sein. - Der Abstand zum Gesprächspartner darf nicht zu groß sein. - Eine gute, aber natürliche Gestik und Mimik muss beherrscht werden. - Der Sachbearbeiter darf sich nicht permanent abwenden. Sprache: - sp rechen in kurzen Sätzen - Verwendung einer einfachen Sprache - mö glichst wenige Fremdwörter - de utliches und langsames Sprechen - ke ine Überartikulation - vi suelle Unterstützung durch Schrift und Bild Um die Schwierigkeiten von Menschen mit einer Hörschädigung zu verdeutlichen, si nd kurze Informationen über Hörschädigung und Gehörlosigkeit hilfreich. Hierfür 9 sollten Hörbeispiele und Grafiken eingesetzt werden, um dem Personal das Hören mit Hörschädigung erfahrbar und anschaulich zu machen. Des Weiteren ist eine Einführung in den richtigen Umgang mit der Höranlage und dem Dolmetschersystem Telesi gn von Bedeutung. Möglich hierzu wäre auch eine ku rze Information über Gebärdensprache, um Hemmungen gegenüber gebärdenden Menschen vorzubeugen. Sehgeschädigtenspezifische Aspekte Ein wesentlicher Bestandteil der Personalschulung sollte die Sensibilisierung der Mitarbeiter für die Bedürfnisse von Menschen mit einer Sehschädigung darstellen. Als sehr eindrücklich hat sich dabei die Selbsterfahrung mittels Simulationsbrillen erwiesen, worüber ein Einblick in die Auswirkungen unterschiedlicher Seheinschränkungen gewonnen werden kann. Dabei ist es wirkungsvoll, wenn das Personal selbst in der Rolle der Kunden sämtliche Abläufe innerhalb des Bürgerbüros durchschreitet und dabei mögliche Schwierigkeiten von Menschen mit Sehschädigungen erfährt. Auf diese Weise wird das Personal eindrücklich für die Situation der Kunden und notwendige Hilfestellungen sensibilisiert. Eine begleitende schriftliche Kurzinformation über häufige Augenerkrankungen ist gleichzeitig wünschenswert. Da das Personal für die sichere Begleitung der Kunden mit einer Sehschädigung zu Schalter 2 verantwortlich ist, sollte des Weiteren eine Einführung in die zu beachtenden Techniken der sehenden Begleitung erfolgen. Generell gilt es Hemmungen im Umgang mit Menschen mit einer Sehschädigung abzubauen und möglicherweise vorherrschenden Vorurteilen durch Aufklärung entschieden entgegenzuwirken. Körperbehindertenspezifische Aspekte Auch aus körperbehindertenspezifischer Perspektive ist eine Schulung des Personals von eminenter Bedeutung. Hierbei stellt es das zentrale Ziel dar, ein Gefühl für die Realität und Wahrnehmung eines Menschen mit körperlichen Behinderungen zu erlangen, um unangenehme Begegnungen verhindern zu können. Erreichbar ist dies durch - Eigenerfahrungen: so kann beispielsweise die Erfahru ng einer Stadttour im Rollstuhl wichtige Denkanstöße bieten. 10 - Ein Einblick in verschiedene charakteristische Schädigungsbilder und die jeweiligen Unterstützungsbedürfnisse Betroffener kann nützlich sein. - Die Beschäftigung mit körperbehindertenpädagogischer Grundlagenliteratur kann dazu beitragen, ein unvoreingenommenes Menschenbild zu entwickeln und aktuelle Trends der Arbeit mit Menschen mit Körperbehinderung nachzuvollziehen. - Durch verstärkten Kontakt mit Menschen mit Körperbehinderung kann die Unsicherheit im Verhalten gesenkt und beseitigt werden. Öffentlichkeit HÖR BSP KBP Um zu gewährleisten, dass der barrierefreie Serviceschalter genutzt werden kann, muss die Information über jenen Serviceschalter in die Öffentlichkeit getragen werden. Auf verschiedenen Internetseiten, beispielsweise der Seite der Stadt Karlsruhe, aber auch spezifische Seiten, die von Menschen mit Hörschädigung, Sehschädigung, Körperbehinderung vorwiegend genutzt werden, muss die Information über jenen Serviceschalter veröffentlicht werden. Auch in anderen Medien ist dies notwendig, da nicht alle Menschen das Internet nutzen. Die Veröffentlichung sollte Folgendes enthalten: - Informationen über den Standort des Schalters inklusi ve Anfahrtsbeschreibung - Informationen über den Terminschalter - eine Kennzeichnung des barrierefreien Serviceschalters in den Stadtplänen der Stadt Karlsruhe Technik Hörgeschädigtenspezifische Aspekte Um die Kommunikation zwischen Sachbearbeiter und Kunden mit Hörschädigung zu optimieren, sind folgende technische Hilfsmittel zu installieren: IndukTiv Höranlagen: - Diese Art der Höranlage ist für öffentliche Räume wi e das Bürgerbüro am besten geeignet, da sie mit den meisten Hörgeräten und Cochleaim plantaten kompatibel ist. 11 - An der Pforte im Eingangsbereich und der Informationstheke des Bürgerbüros sollten Minihöranlagen installiert werden; am Schalter eine Raumanlage sowie zusätzliche Kopfhörer für Menschen mit leichter Hörschädigung, die keine Hörgeräte oder Cochleaim plantat tragen. Über Kopfhörer können sie die Sprache trotzdem verstärkt wahrnehmen. (Höranlagen werden von Akustikern installiert). - Die induktiven Höranlagen sollten mit einem Symbol gekennzeichnet werden. Dafür ist das internationale Symbol für induktives Hören am besten geeignet: (Quelle: http://www.schwerhoerigen-netz.de/main/news.asp?inhal t=2007-29) Dolmetschersystem: - Für gehörlose Menschen, die über Gebärdensprache kommunizieren, sollte die Möglichkeit des Dolmetschens zur Verfügung stehen. - Der Tess Relay-Dienst bietet die Möglichkeit, mit Telesign über das Internet einen Dolmetscher zu nutzen und mit diesem über einen Monitor zu kommunizieren. Der Dienst ist jederzeit erreichbar. - Um die Kommunikation mit dem Dolmetschersystem zu op timieren und jedem Mensch die Möglichkeit zu bieten die Gebärdensprache gut zu erkennen, sollte sie über eine möglichst große Darstellung (großer Monitor) erfolgen. Aufrufsystem akustisch und visuell - Das Aufrufsystem im Wartebereich sollte für Menschen mit Hörschädigung unbedingt akustisch und visuell funktionieren. Dies ist derzeit schon vorhanden und sollte weiter beibehalten werden. Zudem sollte das Aufrufsystem von jedem Sitzplatz aus gut sichtbar sein. 12 Sehgeschädigtenspezifische Aspekte Beleuchtung Falsch konzipierte Beleuchtung kann gefährliche Barrieren erzeugen, gut durchdachte Beleuchtung dagegen vorhandene Barrieren entschärfen. Menschen mit einer Sehschädigung sind auf möglichst hohe Leuchtdichtekontraste angewiesen: - Die Beleuchtungsgüte für Büroarbeiten wird mit 250 – 500 lx angegeben. - Die Leuchtdichteverteilung muss gleichmäßig und blendfrei sein, um eine Direktblendung oder eine lange Schattenbildung zu vermeiden. - Je wichtiger die Information ist, desto größer muss die Helligkeit sein. - Die Beleuchtung (vor allem an Informationstafeln) muss so angebracht sein, dass man nicht durch ein nahes Herantreten einen Schatten auf die Information wirft und dadurch die Kontraste verschlechtert werden. Wartemarkenspender Z ur eigenständigen Nutzung des Wartemarkenspenders von Menschen mit einer Sehbehinderung muss dieser entsprechend verändert werden: - Er muss sich farblich besser von der Wand abheben (im Moment grau auf weiß, besser wäre schwarz auf weiß). - Der Bedienknopf muss rot markiert werden. - Die Aufschriften sind zu vergrößern. - Er muss an einem günstigeren Ort positioniert werden (im Moment hinter den Regalen mit Informationsblättern versteckt). Aufrufsystem Da das Aufrufsystem im Moment über der Tür hängt, ist eine Annäherung, um die Zahlen besser lesen zu können, nur bedingt möglich. Ein weiteres Aufrufsystem muss auf Augenhöhe angebracht werden. Akustische Unterstützung ist bereits vorhanden und sehr wichtig. Türe zum Flur Vorhandenes Aufrufsystem Weiteres Aufrufsystem auf Augenhöhe 13 Körperbehindertenspezifische Aspekte Um Menschen mit körperlichen Einschränkungen beispielsweise die Bearbeitung von Formularen zu ermöglichen, sind besonders bei der Wahl der Arbeitstische bestimmte technische Notwendigkeiten zu beachten: - So müssen die Arbeitstische komplett unterfahrbar gestaltet sein, um einem Rollstuhlfahrer die Erreichbarkeit der Schreibflächen zu gewährleisten. - Auch müssen diese Schreibflächen sowohl vertikal, als auch horizontal verstellbar sein, um Menschen unterschiedlicher körperlicher Voraussetzung eine bestmögliche Arbeitsposition zu ermöglichen Raum Hörgeschädigtenspezifische Aspekte Menschen mit einer Hörschädigung sind verstärkt darauf angewiesen das Mundbild ihres Gesprächspartners zu sehen. Dafür sind die Lichtverhältnisse in einem Raum von Bedeutung. An Schalter 2 sollte der Sachbearbeiter daher nicht direkt vor dem Fenster sitzen, so dass das Licht von hinten kommt und der Kunde ihn schlecht sieht. Die Position der Sitzplätze sollte so ausgewählt werden, dass der Mensch mit Hörschädigung den Sachbearbeiter frontal gut sieht, kein Gegenlicht vom Fenster hat und das Mundbild des Sacharbeiters nicht durch Schatten verdeckt wird. Wichtig ist hierbei zu beachten, dass auch für Menschen im Rollstuhl noch genug Platz zum Rangieren bleibt. Denkbar sind beispielsweise folgende Sitzplatzpositionen: Variante 1: Be i dieser Sitzplatzvariante ist zu prüfen, ob ein Mensch im Rollstuhl genug Platz hat, um an den Kundensitzplatz zu fahren und zu rangieren. Fenster Tür Flur Kunde Sachbearbeit er 14 Variante 2: Bei dieser Variante können zwei Sitzplätze angeboten werden; ein Platz für Menschen mit Hörschädigung, um Gegenlicht zu vermeiden; ein weiterer Platz für Menschen im Rollstuhl, um leichtes Rangieren und einen kurzen, direkten Weg zu ermöglichen. Sachbearbeiter Fenster Kunde mit Hörschädigung Platz für Rollstuhl Tür Flur Sehgeschädigtenspezifische Aspekte Sitzordnung Schalter 2 ist momentan so ausgestattet, dass der Kunde mit Blick zum Fenster sitzt. Sehr viele Menschen mit einer Sehschädigung sind stark blendempfindlich, weshalb eine Veränderung der Sitzordnung notwendig wird. Dabei stimmen die Vorstellungen bezüglich einer veränderten Sitzordnung mit den obigen Darstellungen überein (siehe hörgeschädigtenspezifische Aspekte). Kontrastreiche Stühle Zur Erleichterung der Orientierung muss sich der Sitzplatz für Menschen mit einer Sehschädigung von dem Bodenbelag, Schreibtisch und der Wand stark abheben, damit dieser leicht und schnell aufgefunden werden kann. Von kontrastreichen Kissen ist aus hygienischen Gründen abzuraten. 15 Veränderungen am Arbeitsplatz (Schalter 2) Folgende Aspekte müssen bei der Gestaltung des Arbeitsbereiches an Schalter 2 berücksichtigt werden: - Auf dem Schreibbrett sollte eine rutschfeste Unterlagen aufgelegt werden, welche Menschen mit einer Sehschädigung das Ableisten ihrer Unterschrift erleichtert. - Aufgrund der auf den Formularen nur schlecht sichtbaren Unterschriftenfelder sollte eine Unterschriftenschablone am Schalter vorhanden sein, damit die jeweiligen Sachbearbeiter diese als Hilfe direkt auf das Feld des Formulars auflegen können. - Das am Schreibtisch befestigte Schreibbrett ragt in den Sitzbereich hinein ohne dass es besonders gekennzeichnet ist. Zur Hervorhebung empfiehlt es sich an der Kante kontrastreiche Randmarkierungen anzubringen, um der Gefahr dieses zu übersehen entgegenzuwirken. Körperbehindertenspezifische Aspekte Für Menschen mit körperlichen Einschränkungen sind spezielle räumliche A npassungen von zentraler Bedeutung, um einen uneingeschränkten Zugang zu allen Bereichen des Bürgerbüros gewährleisten zu können. Aufgrund dessen kann die Umgestaltung des Bürgerbüros zu einem körperbehindertengerechten Serviceschalters hauptsächlich durch bauliche Maßnahmen erreicht werden: - Die Infotheke im Foyer muss niedriger positioniert und ausgeschildert werden, um den Blickkontakt und die Anmeldung eventueller Bedürfnisse zu ermöglichen. - Schwellen im Bereich des Bürgerbüros sind zu beseitigen, um eine reibungslose und angenehme Fortbewegung auch für Rollstuhlfahrer zu gewährleisten. - Der Handlauf an der Eingangsrampe ist auf beiden Seiten um ca. 20 cm. zu verlängern, sodass dieser auch infolge der Steigung zu Hilfe genommen werden kann. - Im Warteraum ist freier Raum für wartende Rollstuhlfahrer zu schaffen. 16 - Einige Stühle im Wartebereich sind durch Kissen zu erhöhen, um Menschen unterschiedlicher Körpergröße trotz der relativ niedrigen Stühle eine angenehme Sitzposition zu bieten sowie das Aufstehen zu erleichtern. - Alle Stühle im Wartebereich sind mit Armlehnen zu versehen. - Alle Schalter müssen mit Halteeinrichtungen für Gehhilfen versehen werden. Service HÖR BSP KBP Menschen, die den Service durch den Erstansprechpartner an der Pforte nicht nutzen wollen, sollten dennoch die Möglichkeit haben, Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Da es für viele Menschen Überwindung kostet, um Unterstützung zu bitten, sollte dieser Hemmschwelle entgegengewirkt werden. Hierfür sollte eine Liste mit mö glichen Unterstützungsangeboten an der Pforte sowie an der Infotheke ausliegen. Jeder Kunde sollte von einem Sacharbeiter auf diese Liste hingewiesen werden. Der Kunde kann somit erwünschte Unterstützung auf der Liste ankreuzen und dies wird dann vom Sacharbeiter an der Pforte bzw. an der Information an den Sacharbeiter im Schalter weitergegeben. Auch auf der Internetseite des Bürgerbüros sollte diese Liste zu finden sein. Die Liste sollte unbedingt Folgendes enthalten: □ Ich fahre mit dem Rollstuhl und benötige Begleitung im Gebäude. □ Ich habe eine Sehschädigung und benötige Unterlagen in Großdruck. □ Ich bin gehörlos und benötige einen Dolmetscherservice für DGS □ Ich habe eine Hörschädigung und möchte über Schrift kommunizieren. □ Ich trage ein Hörgerät/CI mit T-Spule und möchte die IndukTive Höranlage nutzen. □ Ich habe eine Hörschädigung und möchte die Höranlage über Kopfhörer nutzen. E in weiterer Aspekt im Bereich Service ist ein barrierefreier Zugang zu allen Informationen der Internetseite. Dieser sollte von einem Experten für barrierefreies Internet soweit nötig optimiert werden. 17 Auf der barrierefreien Internetseite des Bürgerbüros sollte folgender Service angeboten werden: - Möglichkeit einen Termin für den Terminschalter zu vereinbaren; am besten über einen gut sichtbaren Button, der direkt dort hin führt. Die Terminvereinbarung muss über Telefon, E-Mail oder Fax möglich sein. - Zudem die Information über die Möglichkeit zusätzlich Unterstützung anzufordern, d.h. die Unterstützungsangebote des Bürgerbüros müssen hier aufgelistet werden. - Die Internetseite muss einen Hinweis darauf enthalte n, dass es einen Erstansprechpartner an der Pforte gibt, mit der Möglichkeit das Wartemarkensystem zu umgehen und mit Unterstützung zum Schalter begleitet zu werden. - Für Menschen mit einer Hörschädigung sollten Gebärdenvideos vorhanden sein. Sehgeschädigtenspezifische Aspekte Vergrößerung der Formulare D ie standardisierten Formulare des Bürgerbüros sind in einer sehr kleinen Schriftgröße geschrieben, was es Menschen mit einer Sehschädigung nahezu unmöglich macht diese zu lesen. Um ihnen dennoch die Möglichkeit zu geben vor der Tätigung ihrer Unterschrift das Formular gegenlesen zu können, sollte das Angebot bestehen, das Formular vorab auf eine DIN A3 Größe groß zu kopieren, um dadurch eine entsprechende Schriftvergrößerung zu erreichen. Weiter sollte die Möglichkeit bestehen, dieses Formular auch mit nach Hause zu nehmen, damit die Menschen sich dieses dort Da heim mit der Sprachausgabe vorlesen lassen können. Körperbehindertenspezifische Aspekte Um auch Menschen mit schwersten körperlichen Beeinträchtigungen in die Lage zu versetzen, von ihrem Wohnort aus Produkte des Bürgerbüros Karlsruhe in Anspruch nehmen zu können, ist es enorm wichtig, einen Heimservice zu bieten; dieser Service kann mithilfe eines „mobilen Bürgerbüros“ gestellt werden: - Hierzu werden einerseits diverse Geräte (Laptop, portabler Drucker usw.), - ein zur Verfügung stehendes Dienstfahrzeug, - sowie eine hierfür verantwortliche Servicekraft benötigt. 18 Orientierung Hörgeschädigtenspezifische Aspekte Um jedem Menschen zu ermöglichen ohne fremde Hilfe den Weg in das Bürgerbüro zu finden, sollte dieser gut ausgeschildert sein. Im Eingangsbereich des Rathauses sollte ein Hinweisschild in gut sichtbarer Größe und zentraler Lage angebracht werden. Auf dem Schild sollte „Bürgerbüro“ stehen und durch einen Pfeil die Richtung gewiesen werden. Bürgerbüro Sehgeschädigtenspezifische Aspekte Beschilderung Um sich selbstständig orientieren zu können, muss man auf eine ausreichende Beschilderung im ganzen Bürgerbüro zurückgreifen können. Diese fängt bereits vor dem Rathaus mit einer Vergrößerung der Hausnummer an. Zudem muss die Pforte besser gekennzeichnet werden, da diese eine zentrale Anlaufstelle für Menschen mit Behinderungen ist. Weiter gehört eine ausreichende Beschilderung der Toiletten in diesen Bereich. Bei der Beschilderung sollten folgende Aspekte beachtet werden: - Da Menschen mit einer Sehschädigung in der Regel näher an Beschilderungen herantreten müssen, um die Informationen aufzunehmen, sollten alle Schilder auf Augenhöhe positioniert sein. - Die Schilder sollten zentral positioniert sein. - Die Schrift sollte  stark kontrastierend (schwarz auf weiß),  ohne Serifen (z. B. Arial, Verdana) und  in ausreichenden Schriftgröße sein. - Ebenfalls sollten die Schilder mit Brailleschrift (Schriftgröße: 2cm; Höhe: 1 – 2mm) versehen werden. 19 Kontrastreiche Markierungen D ie Wahrnehmung von Kontrasten ist die Voraussetzung für das Sehen. Nur wenn sich ein Sehobjekt infolge einer Helligkeits- und/oder Farbdifferenz von seiner Umgebung unterscheidet, wird es überhaupt wahrnehmbar. Kontrastreiche Markierungen sind von besonderer Bedeutung, bei Treppen: - Die Markierung aller Treppenstufen und Vorderkanten ist notwendig  die ca. 4 cm breite Markierung sollte mit einem Material gezogen werden, das in der Leuchtdichte zum Stufenbelag stark kontrastiert. - Die Markierungen sollten jeweils bis zur Stufenkante reichen und über die gesamte Stufenbreite verlaufen. - Treppenantritt und –austritt sollten durch Aufmerksamkeitsfelder markiert werden. Glastüren: Stellen eine Unfallursache dar, weshalb Elemente zum Schutz aufgebracht werden müssen. Diese müssen - großflächig sein, - sowohl in Augen- als auch Kniehöhe vorhanden sein, - beim Begehen von außen nach innen und von innen nach außen starke Kontraste gegenüber dem jeweiligen Hintergrund aufweisen, - mit 2 Farben gebildet werden, die stark zueinander kontrastieren, - eine Mindestgröße von 8 cm haben. Be i Glastüren kommt es oft zu Spiegelungen, welche stark blenden und unangenehm sind, weshalb auf die Verwendung von entspiegeltem Glas zu achten ist. Bodenleitsystem D amit auch blinde Menschen die Möglichkeit haben alleine zum Bürgerbüro zu gelangen und sich dort zurechtfinden, werden Bodenleitsysteme - im Außenbereich (S-Bahn zum Eingang des Rathauses) und - vom Eingang bis zur Pforte benötigt, um hier seinen Unterstützungsbedarf anzumelden. 20 Priorität 2 Raum Hörgeschädigtenspezifische Aspekte Durch Störschall wird Menschen mit Hörschädigung die Kommunikation erschwert. Um Störgeräusche zu minimieren und die Akustik in den Räumen des Bürgerbüros zu verbessern, sollten raumakustische Maßnahmen ergriffen werden. Dafür sollten die Räume zunächst von einem Raumakustiker vermessen werden, um zu erfahren welche Maßnahmen notwendig sind. Für die Umsetzung der raumakustischen Maßnahmen sind Experten für sensorisch barrierefreies Bauen heranzuziehen. Raumakustische Maßnahmen sind: - Vorwiegend schallabsorbierende Materialien: wenig h arte Oberflächen verwenden (Polstermöbel, Vorhänge). - Schallabsorbierende Unterdecke (besonders in hohen Räumen). - Schallabsorbierende Wände. - Teppichboden. - Schallschutzfenster. Sehgeschädigtenspezifische Aspekte Schalter 1 und 3: Neben der Nutzung des barrierefreien Serviceschalters unter Begleitung eines Sachbearbeiters besteht für Menschen mit einer Sehschädigung weiterhin die Möglichkeit, den Weg über das Wartemarkensystem zu wählen und infolgedessen einem beliebigen Schalter zugeteilt zu werden. Daher sollten Schalter 1 und 3, wie bereits unter Priorität 1 (Raum) erläutert, umgestaltet werden: - Die Schreibbretter sind mit rutschfesten Unterlagen zu versehen. - Auch sollten die Schreibbretter über kontrastreiche Randmarkierungen verfügen. - Unterschriftenschablonen sollten zur Verfügung stehen. 21 Kontrastreiche Stühle (Wartebereich) Um eine bessere Orientierung im Wartebereich zu gewährleisten und um mögliche Gefahrenquellen zu beseitigen, ist die Anschaffung eines kontrastreichen Mobiliars (Stühle), welches sich sowohl farblich ausreichend von dem Bodenbelag als auch von der Wand abhebt, notwendig. Körperbehindertenspezifische Aspekte Um Menschen trotz einer Körperbehinderung eine weitgehend selbstständige I nanspruchnahme verschiedener Produkte des Bürgerbüros zu ermöglichen, sind weitere räumliche Anpassungen vonnöten: - Die Infotheke im Bürgerbüro muss niedriger positioniert werden, um dem Kunden den Blickkontakt mit dem Sachbearbeiter zu ermöglichen. - Außerdem sollte die Theke komplett unterfahrbar und mit einer vertikal und horizontal verstellbaren Schreibfläche versehen sein, um bereits an der Anmeldung Formulare u. Ä . ausfüllen zu können. - Der Wartemarkenspender ist auf einer Höhe von ca. 90 cm. anzubringen, um einem Rollstuhlfahrer ebenfalls die selbstständige Anmeldung für einen Serviceschalter zu ermöglichen. Orientierung Hörgeschädigtenspezifische Aspekte Die Toiletten und Behindertentoiletten müssen im Bürgerbüro ausreichend und gut beschildert werden. Sehgeschädigtenspezifische Aspekte Handläufe K ontrastreich hervorgehobene Handläufe können Menschen mit einer Sehschädigung auf Treppenläufe aufmerksam machen und bieten damit eine Orientierungshilfe. Des Weiteren stellen sie eine wichtige Hilfestellung bei der Treppennutzung dar. Daher ist es notwendig sowohl die Handläufe entlang der Rampen im Außenbereich als auch die Handläufe der Treppen im Innenbereich unter der Berücksichtigung der folgenden Aspekte zu erneuern bzw. zu verändern: 22 Handläufe (Außenbereich): - Die Handläufe sollten sich farblich kontrastierend von der Mauer abheben. Dies kann entweder durch eine komplette farbliche Umgestaltung des Handlaufs oder durch die Anbringung kontrastreicher Linien erreicht werden. - Am unteren Ende der Handläufe sind taktile Markierungen in Brailleschrift/ erhabener Reliefschrift (Schriftgröße: 2 cm; Höhe: 1 - 2 mm) mit dem Hinweis „Rathaus - Bürgerbüro“ anzubringen. - Die Handläufe sollten oben/ unten bis maximal zum jeweiligen Mauerende verlängert werden, um das Ende der Rampe zu signalisieren. Die Handlaufverlängerungen sollten jedoch nicht über das Mauerende hinausreichen, da sonst eine weitere Barriere geschaffen werden würde. - Die Handläufe sollten in einem ausreichenden Abstand von der Mauer befestigt sein (5 cm). - Die Befestigungskonsolen müssen sich bei einer Erneuerung weiterhin unterhalb des Handlaufs befinden. Handläufe (Innenbereich): - Die Handläufe am Treppenaufgang zu den Toiletten müssen fortlaufend an der Wand entlang bis zum Toiletteneingang weitergeführt werden, damit ein ununterbrochenes Tasten möglich ist. - Am unteren Ende der Handläufe sind taktile Markierungen in Brailleschrift/ erhabener Reliefschrift (Schriftgröße: 2 c m; Höhe: 1 - 2 mm) mit dem Hinweis au f das Stockwerk/die Toiletten anzubringen. Piktogramme (Toiletten) D ie vorhandenen Piktogramme im Toilettenbereich sollten taktil erhaben gestaltet werden, um Menschen mit einer Sehschädigung ein gegebenenfalls notwendiges taktiles Erfassen zu ermöglichen. Dabei ist es zu überlegen die vorhandenen Symbole durch ein erhabenes D (Damen) und ein erhabenes H (Herren) zu ersetzen, da dies zu einer vereinfachten eindeutigen Unterscheidung beiträgt. Um ein Ertasten zu ermöglichen sollte die Beschilderung auf der linken Seite angebracht werden. So ist gewährleistet, dass der dort künftig endende Handlauf einen direkten Zugriff auf das Piktogramm ermöglicht. 23 Körperbehindertenspezifische Aspekte Um den Kunden des Bürgerbüros die Möglichkeit zu geben, sich optimal im Rathausgebäude zurechtzufinden, ist es notwendig die Orientierungstafel im Foyer zu verändern: - So ist es notwendig, alle wichtigen Räumlichkeiten in dieser Tafel zu kennzeichnen. - Außerdem muss diese Tafel niedriger positioniert werden, sodass die Orientierung auch aus niedriger Position möglich wird. Service Hörgeschädigtenspezifische Aspekte Um den Kunden des Bürgerbüros zu ermöglichen, sich vorab über Formulare zu i nformieren, diese auszudrucken und auszufüllen, sollten diese im Internet als PDF- Dateien erhältlich sein. Dies ist derzeit schon der Fall und sollte beibehalten werden. Da die Formulare oft schwer verständliche Sprache enthalten, sollten zusätzlich Erläuterungen zum Ausfüllen der Formulare in einfacher Sprache vorhanden sein. Somit können sich die Kunden auf den Ablauf und mögliche Fragen vorbereiten. Die Broschüren über die einzelnen Produkte des Bürgerbüros sollten überarbeitet werden. Sie sollten sprachlich vereinfacht und übersichtlicher gestaltet werden. So sollten sie - einfache, kurze Sätze enthalten, - Fremdwörter vermeiden, - nicht zu viel Text enthalten, - in großer Schrift gehalten und - übersichtlich gegliedert sein. Fü r die Kommunikation zwischen Sachbearbeiter und Kunde ist es weiterhin hilfreich Übersichtskarten für die einzelnen Produkte nutzen zu können. Diese Karten sollten ein Bild oder Symbol des Produktes und eine stichwortartige Auflistung der einzelnen Arbeitsschritte bzw. Gegenstände, die benötigt werden, enthalten. Diese Karten können von den Sachbearbeitern eingesetzt werden, wenn die Kommunikation trotz anderer Hilfsmittel nur schwer möglich ist. Da nicht vorausgesetzt werden kann, dass alle Menschen Schriftsprache beherrschen, sollten zusätzlich Bilder vorhanden sein. Beispiel: Personalausweis 24 Sehgeschädigtenspezifische Aspekte Zahlenverzeichnis für die Informationsblätter Das Auffinden von einem gewünschten Informationsblatt ist sehr schwer, da diese in der Regel sehr klein gedruckt sind. Eine Möglichkeit zur Erleichterung wäre ein Zahlenverzeichnis anzubringen und die Informationsblätter jeweils mit den entsprechenden Zahlen zu beschriften. Vergrößerung der Informationsblätter U m die Informationsblätter auch für Menschen mit einer Sehschädigung zugänglich zu machen, könnten diese auf DIN-A 3 groß kopiert werden Mobiler Schalter F ür blinde oder hochgradig sehbehinderte Menschen, die keinerlei Begleitung haben und denen es nicht möglich ist, eigenständig den Weg zum Bürgerbüro zu bewältigen, ist ein mobiler Schalter, unabdingbar. Technik Sehgeschädigtenspezifische Aspekte Tischbeleuchtung Eine gute Beleuchtung stellt für Menschen mit einer Sehschädigung eine wesentliche Hilfe dar und verbessert das funktionelle Sehen oft erheblich. Daher ist es ratsam den Arbeitsplatz an Schalter 2 mit einer geeigneten Tischbeleuchtung auszustatten, um eine gute Ausleuchtung des Schriftguts zu gewährleisten. Aufrufsystem D amit für Menschen mit einer Sehschädigung ebenfalls ein weitestgehend barrierefreier Weg über das Wartemarkensystem gewährleistet wird, empfiehlt es sich das sich im Wartebereich befindende Aufrufsystem durch eine akustische Schalter- und Nummerbenennung (z.B. Schalter 1 – Nummer: 30) zu ergänzen. 25 Priorität 3 Service HÖR BSP KBP Damit Menschen mit Behinderungen bereits im Vorfeld einen barrierefreien Weg zum Schalter suchen und sich mit den Räumlichkeiten vertraut machen können, ist das Einrichten eines virtuellen Rundgangs auf der Bürgerbüro-Internetseite denkbar. Weiter kann dadurch die Hemmschwelle gesenkt werden, auch alleine dort hin zu gehen. Um Menschen mit Körperbehinderungen vor einem Besuch des Rathauses die M öglichkeit zu geben, sich über die räumlichen Voraussetzungen des Rathauses Karlsruhe Mitte zu erkundigen, besteht die Möglichkeit, auf der Internetseite diverse körperbehindertenspezifische Informationen (z.B. Breite von Türen u. Ä .) zu vermerken. Ein derartiger Service kann einem Menschen mit Körperbehinderung im Vorfeld des tatsächlichen Besuchs helfen, sich mit dem Gebäude vertraut zu machen und eventuelle Engstellen oder Probleme im Vorfeld absehen und umgehen zu können. Hörgeschädigtenspezifische Aspekte Ein mobiler Schalter ist angedacht, bei welchem der Kunde den Bürgerbüro-Service v on einem Sachbearbeiter zu Hause erhält. Dieser Aspekt bezieht sich auf mobil eingeschränkte Menschen. Körperbehindertenspezifische Aspekte Sowohl im Bereich des Bürgerbüros, als auch des Foyers liegen in Regalen verschiedene Formulare und Broschüren aus. Da die unterschiedlichen Formulare allerdings auf verschieden hohen Regalen verteilt sind, ist es einem Rollstuhlfahrer häufig nicht möglich, alle Materialien uneingeschränkt zu erreichen. Um diese Problematik zu beseitigen ist es notwendig, die Formulare und Broschüren auf allen Regalen gleichmäßig zu verteilen, sodass es möglich wird, auf allen Regalen dieselben Formulare zu erhalten. 26 Technik Hörgeschädigtenspezifische Aspekte Menschen mit einer Hörschädigung sind verstärkt darauf angewiesen, das Mundbild ihres Gesprächspartners zu sehen. Dafür sind die Lichtverhältnisse in einem Raum von Bedeutung. Demzufolge müssen die Lichtverhältnisse an der Pforte, an der Informationstheke und am Serviceschalter beachtet werden. Dazu eignet sich eine spezielle Lampenbeleuchtung, die ein diffuses Licht erzeugt. Für Menschen mit Hörschädigung, die weder Hörhilfen haben noch gebärdenkompetent sind, eignet sich eine schriftliche Kommunikation über Monitore. Das Auslegen von Papier und Stift wäre eine weitere Alternative dazu. Sehgeschädigtenspezifische Aspekte Ausreichende Darbietungszeit der eingeblendeten Informationen (Beamer) Damit die eingeblendeten Informationen auch Menschen mit einer Sehschädigung zugänglich sind, bedarf es einer ausreichenden Darbietungszeit. Weiter sollte auf Laufschrift verzichtet werden. Raum Sehgeschädigtenspezifische Aspekte Kontrastreiche Bedienelemente (Toilettenbereich) Um das Auffinden der Bedienelemente innerhalb des Toilettenbereichs (1. Stock Rathaus) zu erleichtern, ist es anzuraten diese farblich kontrastierend (z.B. schwarz) zu gestalten. Körperbehindertenspezifische Aspekte Derzeit ist der Boden des Bürgerbüros mit Teppichboden ausgelegt. Durch Reibung kann es schnell zu elektrischen Aufladungen kommen, welche sich besonders bei Rollstuhlfahrern häufig als leichte Stromstöße bemerkbar machen. Diese könnten durch das Verlegen eines antistatischen Bodenbelags verhindert werden. Da allerdings nicht feststellbar war, ob dieser antistatisch ist, muss der Boden von Experten auf diese Eigenschaften überprüft werden. Gegebenenfalls ist der derzeitige Bodenbelag durch antistatischen Teppichboden zu ersetzen. 27 Orientierung Körperbehindertenspezifische Aspekte Da die Beschilderung der Räume im gesamten Rathausgebäude ziemlich hoch angebracht ist, sind diese Kennzeichnungen speziell für Rollstuhlfahrer nur bedingt erkennbar. Aufgrund dessen ist es notwendig, eine deutlichere Kennzeichnung zumindest im Bereich des Bürgerbüros vorzunehmen: es wäre beispielsweise denkbar, zusätzlich zum Raumschild eine weitere Kennzeichnung der jeweiligen Zimmertür anzubringen.

  • Anlage 2 Bürgerbüro Mitte
    Extrahierter Text

    Anlage 2 Konzept mobiles Bürgerbüro Ausgangslage: Im Rahmen des Projektes zur interdisziplinären Gestaltung eines barriere- freien Serviceschalters im Bürgerbüro Mitte wurde die Konzeption eines barrierefreien Schalters erarbeitet. Die Projektgruppe hat dabei festge- stellt, dass es für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sinnvoll wäre, Hausbesuche anzubieten. Ziel ist es, durch mobilen Einsatz von Beschäftigten des Bürgerbüros Kun- dinnen und Kunden die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben durch ihr eigenes Handeln zu ermöglichen und damit einen Beitrag zu einer weitest- gehenden Autonomie zu leisten, ohne die Verwaltung übermäßig mit Kos- ten zu belasten. Die Einführung des neuen Personalausweises mit all seinen Informations- pflichten, aber auch mit der Möglichkeit, sich mittels eID-Funktion im In- ternet zu identifizieren, lässt dieses Projekt noch dringlicher erscheinen. Zum einen besteht die gesetzliche Verpflichtung der Ausweisbehörden, die Kundinnen und Kunden persönlich zu den neuen Funktionalitäten zu in- formieren, zum anderen darf den Kundinnen und Kunden die freiwillige Abgabe der Fingerabdrücke nicht verwehrt werden. Ferner bietet die Nut- zung der eID-Funktion eine neue Möglichkeit selbst bestimmten Lebens, insbesondere dann, wenn die Kundin oder der Kunde sich eine qualifizierte elektronische Signatur beschafft. Voraussetzungen: Die Beschaffung einer mobilen Einsatztechnik ist Grundvoraussetzung für das Anbieten von Hausbesuchen. Die Hausbesuche müssen über eine Terminierung planbar gemacht wer- den. Die Produktpalette muss so beschaffen sein, dass die Besuche für das Amt realisierbar sind, ohne Einschränkungen der anderen Kundinnen und Kunden hinnehmen zu müssen. Das Personal muss die Bereitschaft haben, im Außendienst tätig zu sein. Die eingesetzten Personen müssen in der Lage sein, mit der mobilen Technik umzugehen und mögliche kleinere technische Hürden selbst be- wältigen können. Der Außendienst muss für die Belegschaft in einem sicheren Rahmen stattfinden. - 2 - 1. Technik- und sonstige Ausstattung Das KIVBF entwickelt derzeit eine so genannte Kofferlösung, die ei- nen mobilen Einsatz ermöglichen wird. In ihr sind neben einem Lap- top auch ein Scanner, ein Drucker, sowie ein Änderungsterminal für den neuen Personalausweis enthalten. Erforderlich ist ferner eine Internetanbindung beim Kunden vor Ort. Entweder über das vorhandene System des Kunden, oder über eine Internetverbindung per Mobiltelefon. Der Gebühreneinzug sollte aus Sicherheitsgründen grundsätzlich bar- geldlos oder per Rechnung erfolgen. 2. Terminplanung Inklusive Fahrzeit und Aktivierung der Gerätschaften vor Ort ist von einem Zeitbedarf von etwa 60 Minuten pro Termin auszugehen. Um den Kundenservice während der Öffnungszeiten nicht einzu- schränken, werden die Termine außerhalb der Öffnungszeiten ge- plant. 3. Produktpalette An-/Ummeldung einer Wohnung mit Adressänderung Perso- nalausweis Die An-/Ummeldung kann vor Ort aufgenommen werden. Antrag auf Ausstellung eines Personalausweises Die Antragstellung kann beim Kunden erfolgen. Grundvoraussetzung ist, dass der Antragsteller oder die Antragstellerin ein aktuelles bio- metrisches Passbild verfügbar hat. In Karlsruhe gibt es Fotografen, die Hausbesuche anbieten. Wiedereinschalten der eID - Funktion Das Wiedereinschalten der eID - Funktion kann gesetzlich jederzeit vorgenommen werden. Während beim Ausschalten eine Stellvertre- tung möglich ist, ist durch das Erfordernis einer neuen PIN, das Wie- dereinschalten nur persönlich zulässig. Dieser Dienst kann problemlos angeboten werden. Reisepass Die Nutzung eines Reisepasses erfordert ein Mindestmaß an Mobilität. Gleichwohl kann im Ausnahmefall auch ein Reisepass vor Ort bean- tragt werden. - 3 - Polizeiliches Führungszeugnis Sollte hier Bedarf bestehen, kann der Antrag gerne mobil angeboten werden. Beglaubigungen Vorausgesetzt der Kunde hat Kopien zum Original verfügbar, kann die Übereinstimmung der Dokumente ebenfalls im mobilen Service ange- boten werden. Kfz - Angelegenheiten Der Besitz eines Kraftfahrzeuges setzt entweder eine gewisse Mobili- tät oder die Bereitschaft einer anderen Person zu Fahrdiensten vo- raus. Kann der Kunde oder die Kundin das Fahrzeug selbst bewegen, so bieten wir gerne einen Termin in dem barrierefrei ausgestatteten Bürgerbüro Mitte an. In den anderen Fällen verweisen wir auf die Stellvertretung durch den Fahrer. 4. Personal Das Projekt kann mit dem vorhandenen Personal realisiert werden. 5. Kosten Das KIVBF geht davon aus, das Equipment für ca. 8000,- Euro inkl. Mehrwertsteuer anbieten zu können. Das genaue Angebot liegt noch nicht vor.