Bericht über das Projekt "Tu (Dir) was Gutes"

Vorlage: 26849
Art: Beschlussvorlage
Datum: 18.03.2011
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Jugendhilfeausschuss

    Datum: 16.02.2011

    TOP: 3

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • TOP 3 JHA 16.02. Tu Dir was Gutes 20110128
    Extrahierter Text

    BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: Jugendhilfeausschuss Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 16.02.2011 3 öffentlich Dez. 3 Bericht über das Projekt "Tu Dir was Gutes" Beratungsfolge Sitzung am TOP ö nö Ergebnis Jugendhilfeausschuss 16.02.2011 3 Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Der Jugendhilfeausschuss nimmt den Bericht über das Projekt „Tu Dir was Gutes“ zur Kenntnis. Das Bürgermeisteramt empfiehlt, die Förderung zum 31.12.2010 auslaufen zu lassen. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Ausgangslage In den Haushaltsberatungen im Gemeinderat am 21.04.2009 (Anträge Nr. 185 bis Nr. 187) wurden für die Aktion "Tu Dir was Gutes" für die Jahre 2009 und 2010 jeweils 10.500 Euro eingestellt. Der Gemeinderat hat keine Dauerförderung beschlossen, sondern die Verwal- tung beauftragt, im Jahr 2010 dem Jugendhilfeausschuss über das Projekt zu berichten. Projektbeschreibung Das Aktionsbüro „Tu (Dir) was Gutes!“ wurde im Juli 2005 im Hardtwaldzentrum Karlsruhe mit dem Ziel eröffnet, dem demographischen Wandel Rechnung zu tragen und Freiwilligen- dienste für alle Altersgruppen zu öffnen, eine breite Angebotsstruktur aufzubauen und Insti- tutionen für die Zusammenarbeit zu gewinnen. Es stellt eine Koordinierungs- und Anlaufstel- le für Freiwillige dar. Von 2005 - 2008 wurde das Projekt durch den Paritätischen Baden- Württemberg finanziert. Aktionsbüro Aufgabe des Aktionsbüros ist die Gewinnung neuer motivierter Menschen aller Altersgrup- pen für ein ehrenamtliches Engagement. Als zentrale Anlaufstelle für Beteiligte informiert die Koordinatorin Interessierte, nimmt sich Zeit für die Einführung Freiwilliger und vermittelt Ein- satzstellen innerhalb der Projekte. Die Stelle organisiert Schulungen und Erfahrungsaus- tausch sowie Praxisbegleitung. Das Engagement wird durch Veranstaltungen für die Ehren- amtlichen gewürdigt und es wird eine breite Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Das Aktionsbüro pflegt Kontakte zum Netzwerk (Aktivbüro, Kinderbüro, Seniorenbüro, Wohlfahrtsverbände, Selbsthilfebüro, Sponsoren). Die Einbindung des Aktionsbüros ins Hardtwaldzentrum ge- währleistet verlässliche Erreichbarkeit. Einsatzstellen Das Aktionsbüro sucht Einsatzstellen innerhalb der verschiedenen internen Projekte oder entwickelt eigene Projekte mit Freiwilligen. Im Hardtwaldzentrum werden Freiwillige in ver- schiedenen hauptamtlich geleiteten Projekten eingesetzt (Projektbeginn in Klammern): 1. Kinder und Familien mit Rat und Tat begleiten: Wellcome (07/2009) - leistet prakti- sche Hilfe für Familien nach der Geburt eines Kindes. 2. Aktives Miteinander der Generationen: Alt & Jung - Hand in Hand (10/2008) - Senio- ren betreuen Kinder bis zum dritten Lebensjahr und entlasten Eltern. 3. Begleitung von Menschen mit Benachteiligung: In-Gang-Setzer® (12/2009) - Freiwil- lige unterstützen Selbsthilfegruppen bei der Gruppengründung und in schwierigen Phasen. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 4. Unterstützung älterer Menschen: Wohnpartnerschaften (10/2008) - Studierende hel- fen Älteren im Alltag, sparen einen Teil der Miete und gewinnen Familienanschluss. 5. Mitarbeit in Initiativen und sozialen Einrichtungen: Tu Dir was Gutes (07/2005) - Freiwillige engagieren sich z. B. in Kindertagesstätten, Schulen, Stadtteilzentren, Pflegeheimen. 6. Zusammenarbeit von Freiwilligen und Hauptamtlichen: Begleitet zu Hause leben (10/2008) - Freiwillige entlasten Angehörige bei der Betreuung Pflegebedürftiger und fördern soziale Kontakte. Die folgende Übersicht zeigt die von der Stadt Karlsruhe geförderten Projekte mit Stellenan- teilen, sowie die vermittelten Freiwilligen und Einsatzstellen im Jahr 2009. Projekt Fachpersonal Gesamtzahl der Freiwilli- gen Einsatzstellen Zuwendungen der Stadt Karlsruhe Tu Dir was Gutes 0,43 15 7 10.500 € Begleitet zu Hau- se leben 0,39 10 12 10.600 € Wellcome (Start Juli 2009) 0,5 30 28 18.000 € Wohnpartner- schaften 0,53 38 (Woh- nungssu- chende) 29 (vermittelte Wohnungen) 23.000 € Fazit Innerhalb des Projekts „Tu Dir was Gutes“ werden Freiwillige angeworben und über mögli- che Einsatzstellen informiert. Der Kontakt zwischen den Freiwilligen und vorwiegend den verschiedenen Projekten innerhalb der Paritätischen Sozialdienste gGmbH wird hergestellt. Aus fachlicher Sicht trug das Projekt „Tu Dir was Gutes“ stark zur Entwicklung der anderen Projekte mit Ehrenamtlichen bei. Mittlerweile überschneiden sich allerdings sowohl personell als auch fachlich die einzelnen Projekte im Hardtwaldzentrum mit dem Projekt „Tu Dir was Gutes“. Dies gilt insbesondere hinsichtlich des Projekts „Begleitet zu Hause leben“. Darüber hinaus stellt das Aktionsbüro, welches im Rahmen des Projekts „Tu Dir was Gutes“ betrie- ben wird, eine ähnliche Struktur dar wie das städtische Aktivbüro. Das Bürgermeisteramt empfiehlt deshalb, die Förderung zum 31.12.2010 auslaufen zu lassen.