Antrag FDP: Ausbildungsstätten für Erzieherinnen und Erzieher

Vorlage: 26727
Art: Beschlussvorlage
Datum: 07.03.2011
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 15.03.2011

    TOP: 14

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • FDP-Ausbildungsstätten für Erzieher
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Rita Fromm (FDP) Stadtrat Tom Høyem (FDP) Stadtrat Karl-Heinz Jooß (FDP) Stadtrat Thomas H. Hock (FDP) Stadtrat Thomas Kalesse (FDP) Stadtrat Heinz Golombeck (FDP) FDP-Gemeinderatsfraktion vom 28.01.2011 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 22. Plenarsitzung Gemeinderat 15.03.2011 670 14 öffentlich Ausbildungsstätten für Erzieherinnen und Erzieher Die Stadtverwaltung regt bei den Trägern der Ausbildungsstätten für Erzieher und Erzieherinnen eine Kapazitätserweiterung an. Eine weitere Fachschule für Sozialpä- dagogik soll eingerichtet werden. Begründung: Die Tageseinrichtungen für Vorschulkinder werden weiter ausgebaut werden. Dies geht nicht ohne Fachpersonal. Hierzu schreibt das Kultusministerium Baden- Württemberg: "Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen als zentrale Aufgabe der Erzieherinnen und Erzieher Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern hat einen sehr hohen gesellschaftli- chen Stellenwert. Neben der Betreuung und Erziehung von Kindern in Kindertages- einrichtungen betont der Orientierungsplan insbesondere den Bildungsauftrag: bei- spielsweise die Sprachförderung, die Förderung im musisch-ästhetischen sowie im naturwissenschaftlichen/technischen Bereich. Der Orientierungsplan betont ebenso die Beratung der Eltern, das Qualitätsmanagement im Kindergarten oder die Koope- ration mit den Grundschulen. Ziel ist eine durchgängige Bildungsbiografie der Kinder. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden und den Orientierungsplan stu- fenweise umzusetzen, wurde im November 2009 die Verbesserung des Perso- nalschlüssels in bis zu drei Stufen beschlossen. Zusätzliche Stellen in den Gruppen und Fortbildungen werden die Qualität der Kindertageseinrichtungen weiter steigern, und damit einen Beitrag zur noch besseren Förderung der Entwicklung, Bildung und der Betreuung unserer Kinder leisten. Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Baden-Württemberg benötigt zukünftig mehr Erzieherinnen und Erzieher in den Kindergärten und in anderen Tageseinrichtungen für Kinder Neben der Entscheidung, mit zusätzlichen Stellen in den Gruppen für Erzieherinnen und Erziehern die Qualität in den Einrichtungen weiter zu steigern und die bedeut- same Arbeit der Erzieherinnen und Erziehern zu unterstützen, wird durch den Aus- bau der Kleinkindbetreuung für Kinder unter drei Jahren ebenfalls in die Zukunft un- serer Kinder investiert. Bis 2013 wird die Tagesbetreuung für Kinder unter drei Jah- ren deutlich ausgebaut werden. In Baden-Württemberg sind für die Kleinkindbetreu- ung noch ca. 50.000 zusätzliche Betreuungsplätze einzurichten. Fachschulen für Sozialpädagogik erhöhen die Ausbildungskapazität! Beide Zukunftsentscheidungen (Personalaufstockung in den Gruppen und Ausbau der Kleinkindbetreuung) erzeugen einen weit höheren als den bisher berechneten Ausbildungsbedarf. Zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher werden in den nächsten Jahren dringend benötigt. Die Fachschulen für Sozialpädagogik in Baden- Württemberg können deshalb seit zwei Jahren zusätzliche Klassen eröffnen und werden ihre Ausbildungskapazität dem steigenden Bedarf weiter anpassen." unterzeichnet von: Rita Fromm Tom Høyem Karl-Heinz Jooß Thomas H. Hock Thomas Kalesse Heinz Golombeck Hauptamt 4. März 2011

  • TOP 14
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag FDP-Gemeinderatsfraktion vom: 28.01.2011 eingegangen: 28.01.2011 Gremium: 22. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 15.03.2011 670 14 öffentlich Dez. 3 Ausbildungsstätten für Erzieherinnen und Erzieher - Kurzfassung - Die bestehenden konfessionellen Fachschulen in Karlsruhe haben bereits die Kapazität an Schulplätzen angehoben. Die private Fachschule der Deutschen Angestellten-Akademie gGmbH (DAA) mit Sitz in Karlsruhe hat den Betrieb bereits aufgenommen, die Carlo- Schmid-Schule des Internationalen Bundes (IB) wird ebenfalls in Karlsruhe im Herbst 2011 mit der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern beginnen. Hinzu kommt der Studien- gang an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe 'Bachelor of Arts - Sprache und Bewe- gung'. Die Einrichtung einer weiteren Fachschule für Sozialpädagogik in Karlsruhe hält die Verwal- tung deshalb nicht für erforderlich. Finanzielle Auswirkungen des Antrages nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Die Tageseinrichtungen für Vorschulkinder und auch die Tagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren werden ständig weiter ausgebaut, Verbesserungen im Personalschlüssel wer- den angestrebt. Grundlage ist die Kindertagesstättenverordnung des Kultusministeriums (KiTaVO) vom 25.11.2010, die Träger von Kindertageseinrichtungen benötigen mehr Fach- kräfte. Folge: Eine Kapazitätserweiterung der Ausbildungsstellen ist notwendig. Die Ausbil- dungszahlen für dieses Berufsfeld müssen dem tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Hinsichtlich der Entwicklung des Personalbedarfs beziehungsweise der Schaffung neuer Stellen für Fachkräfte in städtischen Kindertagesstätten kann eine Aussage nicht getroffen werden. Gemäß § 4 Abs. 2 SGB VIII (Subsidiaritätsprinzip) haben Träger der freien Jugend- hilfe Vorrang bei der Übernahme von Betriebsträgerschaften. Somit wird das Platzangebot in den städtischen Einrichtungen wohl nicht in gleichem Maße ausgebaut wie bei den freien Trägern. Um qualifiziertes Personal für die städtischen Kindertageseinrichtungen zu gewinnen, hat die Stadtverwaltung bereits Maßnahmen eingeleitet: Für die Jahre 2009 bis 2012 wurden und werden zu den vorhandenen 28 Ausbildungsstellen stufenweise insgesamt 15 Ausbil- dungsplätze für Erzieherinnen und Erzieher im Anerkennungsjahr zusätzlich bereitgestellt. Hinzu kommen mit Beginn des Kindergartenjahres 2011/2012 zwei weitere Ausbildungsstel- len für Jugend- und Heimerzieher/-innen sowie zwei Ausbildungsplätze für die Studiengänge an Pädagogischen Hochschulen (Bachelor of Arts - frühkindliche Bildung und Erziehung). Durch diese Maßnahmen werden persönliche Bindungen an die potentielle Arbeitgeberin Stadt Karlsruhe geknüpft und das Bewerberfeld für freie Stellen vergrößert. Darüber hinaus wurde die frühere Praxis aufgegeben, Stellen auch ohne Befristungsgrund grundsätzlich nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz und damit nur befristet zu besetzen. Somit werden dauerhaft freie Stellen auch unbefristet besetzt. Hierdurch behält die Stadt Karlsruhe auf dem Arbeitsmarkt für Erziehungsfachkräfte einen Wettbewerbsvorteil, da - wie entsprechende Recherchen ergaben - diese Praxis noch nicht flächendeckend bei den freien Trägern gegriffen hat. Die bestehenden konfessionellen Fachschulen in Karlsruhe haben bereits die Kapazität an Schulplätzen angehoben. Die private Fachschule der Deutschen Angestellten-Akademie gGmbH (DAA) mit Sitz in Karlsruhe hat den Betrieb bereits aufgenommen, die Carlo- Schmid-Schule des Internationalen Bundes (IB) wird ebenfalls in Karlsruhe im Herbst 2011 mit der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern beginnen. Hinzu kommt der Studien- Ergänzende Erläuterungen Seite 3 gang an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe 'Bachelor of Arts - Sprache und Bewe- gung'. Die Einrichtung einer weiteren Fachschule für Sozialpädagogik in Karlsruhe hält die Verwal- tung deshalb nicht für erforderlich.