Programm “Stärken vor Ort”
| Vorlage: | 26176 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 09.12.2010 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Innenstadt-West, Mühlburg, Oststadt |
Beratungen
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: Sozialausschuss Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 01.12.2010 3 öffentlich Dez. 3 Programm „STÄRKEN vor Ort“ Beratungsfolge Sitzung am TOP ö nö Ergebnis Sanierungsbeirat 15.11.2010 5 Sozialausschuss 01.12.2010 3 Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Der Sozialausschuss nimmt den Sachstand des Programms „STÄRKEN vor Ort“ zur Kennt- nis. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) 282.501,17 Euro (2010) 300.000,00 Euro (2010) 53.022,00 Euro s. erg. Erläuterungen Haushaltsmittel stehen in voller Höhe zur Verfügung. Ergänzende Erläuterungen: Kofinanzierungsaufwand in Form von Personalkosten: 2009 – 5.642,00 Euro, 2010 und 2011 je 53.022,00 Euro Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Seit September 2009 ist Karlsruhe Programmgebiet des Förderprogramms „STÄRKEN vor Ort“, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für die Jahre 2009 bis 2011 aufgelegt wurde. Es wird aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäi- schen Union kofinanziert. Der Kofinanzierungsanteil der Stadt Karlsruhe wird in Form der Personalkosten erbracht. Adressaten sind junge Menschen mit schlechteren Startchancen sowie Frauen, die Probleme beim Einstieg und Wiedereinstieg in das Erwerbsleben haben. Ziel ist die erfolgreiche soziale, schulische bzw. berufliche Integration von Jugendlichen und/oder Frauen. Dadurch soll ihre Chance auf Bildung und gesellschaftliche Teilhabe er- höht werden. Das Programm „STÄRKEN vor Ort“ stellt für die Stadtteile Innenstadt-West, Mühlburg und Oststadt mit Erweiterung Rintheimer Feld insgesamt 286.000,00 Euro für Mikroprojekte zur Verfügung. Die Lokale Koordinierungsstelle der SJB hat 14.000,00 Euro für Sachausgaben zur Verfügung. Ein Projekt wird mit max. 10.000,00 Euro gefördert und muss bis 31.12. ei- nes Jahres abgeschlossen sein. Der Begleitausschuss, der neben städtischen Mitarbeiterin- nen und Mitarbeitern (Sozial- und Jugendamt, Sozialer Dienst, ARGE, Amt für Stadtentwick- lung, Stadtplanungsamt, Integrationsbeauftragter und Gleichstellungsbeauftragte) aus Ver- treterinnen und Vertretern der Schulen, der Bürgervereine, der Jugendhäuser und engagier- ten Bürgerinnen und Bürgern besteht, tagte im Januar und im Juni, um die beantragten Pro- jekte auszuwählen. Im Jahr 2010 wurden insgesamt 31 Projekte umgesetzt: Stadtteil Anzahl Projekte Projekte für Jugendliche Projekte für Frauen Summe Innenstadt-West 12 1) 7 4 96.513,80 € Mühlburg 9 6 3 85.987,50 € Oststadt/ Rintheimer Feld 10 2) 6 5 85.999,87 € GESAMT 31 19 12 268.501,17 € 1) davon ein Projekt zur Vernetzung 2) davon ein Projekt für Jugendliche und Frauen In den drei Stadtteilen wurden von verschiedenen Trägern insgesamt sechs Projekte zur beruflichen Qualifizierung für Jugendliche durchgeführt. So bietet ein Träger beispielsweise eine Qualifizierung im Bereich Lichttechnik in der Innenstadt-West an. Die Jugendlichen ler- nen, wie die Veranstaltungstechnik funktioniert und erproben die neuen Kenntnisse bei sozi- alen Veranstaltungen im Stadtteil, z. B. bei Theateraufführungen von Schülerinnen und Schülern. 12 Projekte richten sich speziell an Frauen mit und ohne Migrationshintergrund, um durch rechtliche oder berufliche Beratung, Sprachförderung und Alphabetisierung die soziale und berufliche Integration zu fördern. Mit Beratungsangeboten zur Kinderbetreuung und persön- lichen Weiterentwicklung sollen die Frauen aktiviert werden, sich mit ihrer beruflichen Zu- kunft zu befassen und weitere Hilfsangebote in Karlsruhe kennen zu lernen. Dabei spielt die Vernetzung bestehender Angebote eine wichtige Rolle. Fünf Theaterprojekte in Jugendhäusern, Migrantenorganisationen und Schulen zielen darauf ab, Sprachkenntnisse und Ausdrucksweise zu verbessern und das Selbstbewusstsein, z. B. für Vorstellungsgespräche zu stärken. Darüber hinaus gibt es verschiedene Projekte, die durch gezielte Förderung das Erreichen des Schulabschlusses fördern, Bewerbungsbemühungen unterstützen oder schwer erreich- bare Jugendliche und Frauen aktivieren. Durch aufsuchende Arbeit und das Aufzeigen von bestehenden Angeboten sollen Benachteiligte motiviert werden, Hilfsangebote wahrzuneh- men und sich aktiv zu beteiligen. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Für das Jahr 2011 stehen wiederum 300.000,00 Euro für Mikroprojekte und Sachausgaben in den drei Stadtteilen zur Verfügung. Ob das Programm über das Jahr 2011 hinaus weiter Fördermittel zur Verfügung stellt, ist bis heute nicht bekannt. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat sich hierzu bislang nicht geäußert. Ergänzende Erläuterungen Seite 4 Beschluss: I. Antrag an den Sozialausschuss Der Sozialausschuss nimmt den Sachstand des Programms „STÄRKEN vor Ort“ zur Kenntnis. II. Auf die Tagesordnung der Sitzung des Sozialausschusses am 01.12.2010. III. Aufnahme ins Ratsinformationssystem und Übersendung der Vorlage an die Mitglieder des Sozialausschusses. Dez. 1 Dez. 4 Dez. 3 StKä Dir.SJB Sachbearbeiterin: Simone Fischer Tel.: 5410