Antrag GRÜNE, SPD: Weiterführung Verkehrsversuch Herrenalber Straße

Vorlage: 26146
Art: Beschlussvorlage
Datum: 06.12.2010
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Rüppurr, Weiherfeld-Dammerstock

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 14.12.2010

    TOP: 23

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • INTER-Herrenalber Straße
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister INTERFRAKTIONELLER ANTRAG Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) Stadträtin Anne Segor (GRÜNE) GRÜNE-Gemeinderatsfraktion Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadtrat Michael Zeh (SPD) SPD-Gemeinderatsfraktion vom 10.11.2010 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 18. Plenarsitzung Gemeinderat 14.12.2010 599 22 öffentlich Weiterführung Verkehrsversuch Herrenalber Straße Die Stadtverwaltung wird beauftragt, den Verkehrsversuch auf der Herrenalber Straße weiterzuführen. Dazu wird stadteinwärts eine Richtungsfahrbahn mit Aufweitungen an den Knoten vorgesehen. Zusätzlich werden die Signalanlagen so geschaltet, dass zu den Hauptver- kehrszeiten flüssiger Verkehr gewährleistet ist („Grüne Welle“). Darüber hinaus sollen die Auswirkungen des Verkehrsversuchs nicht nur auf der Herrenalber Straße, sondern auch auf den Verkehr umliegender Stadtteile sowie die L 605 überprüft und in der Auswertung dargestellt werden. Sachverhalt/Begründung: Der bisherige Verkehrsversuch hat ergeben, dass Dreispurigkeit mit zwei stadteinwärts führenden Richtungsfahrbahnen zu keinerlei Verkehrsbeeinträchtigung führt. In den Nachmittagsstunden müssen durch den momentan laufenden Verkehrs- versuch die Autofahrer/-innen stadtauswärts mit einer Verlängerung ihrer Fahrzeit zwischen Rüppurrer Schloss und Autobahn um lediglich 5 Sekunden rechnen. Weitere Vorteile sind die Einführung des Fahrradwegs sowie die Gefahrenreduktion an der Haltestelle Ostendorfplatz bzw. an dem davor liegenden Übergang über die Herrenalber Straße. Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Schleichverkehr in den Anliegerstraßen konnte nicht festgestellt werden. Dennoch gibt es nach wie vor Kritikpunkte:  Die Trennwirkung der Straße in Rüppurr ist durch die Dreispurigkeit nur unwesentlich gemildert worden.  Die gefahrene Geschwindigkeit auf den stadteinwärts führenden Rich- tungsfahrbahnen ist hauptsächlich durch Überholvorgänge weiter hoch.  Der stadtauswärts führende Fahrradweg wird vor allem von älteren Bürgerinnen und Bürgern wegen der mangelnden Abtrennung zur Kfz-Fahrspur als zu gefährlich eingeschätzt.  Der Stadteingang kann unter Beibehaltung der jetzigen drei Richtungsfahr- bahnen nicht als durchgehende Allee ausgebildet werden. In der Antwort der Verwaltung auf verschiedene Anträge wurde ein Rückbau auf zwei Richtungsfahrbahnen mit Aufweitung an den Knoten verkehrstechnisch für grundsätzlich möglich gehalten. Diese Frage, vor allem die Leistungsfähigkeit der Knoten betreffend, könnte vor der Durchführung eines Verkehrsversuchs in einer vertiefenden Untersuchung geklärt werden. Für weitere Bebauungen im Bereich der Herrenalber Straße ließe sich durch den Rückbau auf zwei Spuren, längerfristig ergänzt durch Verwendung von Flüsterasphalt und Temporeduzierungen auf 50 km/h, die Lärmbelastung deutlich reduzieren. Nach Berechnungen der Verwaltung wären dann Abschirmungen zu Wohngebieten direkt an der Straße lediglich in einer Höhe von ca. drei Metern nötig. Ebenso wäre eine Ergänzung der bisher in Teilen vorhandenen Baumallee problemlos möglich. Mit dem ersten Schritt - Rückbau auf zwei Richtungsfahrbahnen und Aufweitungen an den Knoten - ist auf jeden Fall eine Beruhigung des Verkehrsflusses zu erwarten. Seite 3 __________________________________________________________________________________________ Der Verkehr stadtauswärts läuft nachweislich störungsfrei. Die Frage, ob der Verkehr stadteinwärts ebenfalls auf einer Richtungsfahrbahn störungsfrei abgewickelt werden kann, ist nur durch einen Verkehrsversuch mit Sicherheit zu beweisen oder zu widerlegen. unterzeichnet von: Bettina Lisbach Anne Segor Doris Baitinger Michael Zeh Hauptamt - Sitzungsdienste - 3. Dezember 2010

  • TOP 22
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zum interfraktionellen Antrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion SPD-Gemeinderatsfraktion vom: 10.11.2010 eingegangen: 11.11.2010 Gremium: 18. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 14.12.2010 599 22 öffentlich Dez. 6 Weiterführung Verkehrsversuch Herrenalber Straße - Kurzfassung - Bevor über einen weiterführenden Verkehrsversuch auf der Herrenalber Straße im Sinne der Antragstellung nachgedacht werden kann, sind zunächst die verkehrlichen und städtebaulichen Möglichkeiten vertiefend zu untersuchen. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Zunächst sind keine Mittel erforderlich. Kosten für ein Büro können entstehen, es liegen noch kei- ne Angebote vor. Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Bevor über einen weiteren Verkehrsversuch nachgedacht werden kann, müssen verschiedene technische und stadtplanerische Fragen geklärt werden:  Die Leistungsfähigkeit des Streckenabschnitts muss in einem ersten Schritt er- neut unter Berücksichtigung der veränderten Randbedingungen überprüft und aktualisiert werden.  Kritisch zu hinterfragen ist dabei unter anderem, ob auf Grund der wiederholten Aufweitungen und Zusammenführungen der Fahrbahn an den Knotenpunkten evtl. neue Gefährdungspotenziale entstehen können.  Im Detail zu prüfen und mit der AVG zu klären ist weiterhin die Möglichkeit zu- sätzlicher Querungsangebote für Fußgänger, welche die oft bemängelte Trenn- wirkung der Herrenalber Straße spürbar reduzieren könnten. Die Verwaltung wird im Rahmen ihrer personellen und finanziellen Möglichkeiten, ggf. unter Beauftragung eines externen Büros, die technischen und planerischen Spielräume ausloten, in einer Gesamtplanung zusammenfassen und dann über die Ergebnisse im Planungsausschuss informieren. Für den Fall eines tatsächlich anstehenden weiterführenden Versuchs müssten Ver- kehrszählungen auf der Herrenalber Straße selbst sowie im näheren Umfeld (z. B. Weiherfeld/Dammerstock) vorgenommen werden, um Verlagerungen dokumentie- ren zu können. Eine Begleituntersuchung in vergleichbarem Umfang wie beim aktu- ell durchgeführten Verkehrsversuch erscheint weder erforderlich noch angemessen.