Jugendhilfeplanung: Ausbau Plätze für Kinder unter 3 Jahren in Tageseinrichtungen

Vorlage: 26135
Art: Beschlussvorlage
Datum: 06.12.2010
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Beiertheim-Bulach, Durlach, Grötzingen, Grünwinkel, Hagsfeld, Knielingen, Mühlburg, Neureut, Nordstadt, Nordweststadt, Oberreut, Oststadt, Rintheim, Rüppurr, Stupferich, Südstadt, Südweststadt, Waldstadt, Weiherfeld-Dammerstock, Weststadt

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 14.12.2010

    TOP: 13

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • Jugendhilfeplanung
    Extrahierter Text

    BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: 18. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 14.12.2010 589 13 öffentlich Dez. 3 Jugendhilfeplanung: Ausbau Plätze für Kinder unter 3 Jahren in Tageseinrichtungen Beratungsfolge Sitzung am TOP ö nö Ergebnis Jugendhilfeausschuss 17.11.2010 4 Zustimmung (einstimmig) Gemeinderat 14.12.2010 13 Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Der Gemeinderat beschließt - nach Vorberatung im Jugendhilfeausschuss -, a) im Jahr 2011 durch schon genehmigte und neue Projekte 302 zusätzliche Plätze für Kinder unter 3 Jahren und 187 Plätze für Kinder über 3 Jahren zu schaffen. Für diese Plätze sind zusätzliche Investitionskosten in Höhe von 7.591.530 € und zusätzliche Betriebskosten von 2.815.609 € im Jahr 2011 notwendig. b) im Jahr 2012 durch schon genehmigte und neue Projekte 438 zusätzliche Plätze für Kinder unter 3 Jahren und 151 Plätze für Kinder über 3 Jahren zu schaffen. Für diese Plätze sind zusätzliche Investitionskosten in Höhe von 7.097.550 € und zusätzliche Betriebskosten von 3.280.437 € im Jahr 2012 notwendig. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) ErgHH 2011: 2.815.609 € ErgHH 2012 3.280.437 € FinHH 2011: 7.591.530 € FinHH 2012: 7.097.550 € städtisch KT: ErgHH 2011: 18.770 € ErgHH 2012: 57.430 € FinHH 2011: 5.000 € FinHH 2012: 0 € städtische KT Benutzungsent- gelte: ErgHH 2011: -1.340 € ErgHH 2012 - 4.010 € Folgejahre jährlich: -4.010 € ja ErgHH 2011: 2.815.609 € ErgHH 2012: 8.994.288 € (5.713.851 € für Kindertages- einrichtungen v. 2011 auf 12 Monate + 3.280.437 € für neue Kindertageseinrichtungen in 2012) städtisch KT: 58.580 € Haushaltsmittel für die Einrichtungen freier Träger müssen im Rahmen der Beschlussfassung des DHH 2011/2012 unter Produktgruppe 1.500.36.50 zur Verfügung gestellt werden. Die voraussichtlich 1,2 Planstellen für die städtischen Einrichtungen sind zusätzlich bereitzustellen. Ein entsprechender Stellenschaffungsantrag ist gestellt und wird dem Gemeinderat nach Vorberatung im Personalausschuss am 22.12.2010 im Wege der Offenlage zur Genehmigung vorgelegt. Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Miteinander Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 1. Vorbemerkung Im August 2013 tritt der im Kinderförderungsgesetz (KiföG) verankerte Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Tageseinrichtung oder Tagespflege für Kinder ab dem ersten Lebensjahr und da- runter in Kraft. Zur Sicherung dieses Rechtsanspruchs hat der Gemeinderat am 21.10.2008 be- schlossen, jährlich 280 neue Plätze für Kinder unter 3 Jahren zu schaffen, damit bis 2013 für mindestens 35 % der Kinder dieser Altersgruppe ein bedarfsgerechtes Angebot in Karlsruhe vor- handen ist. Gleichzeitig sollen der schon bestehende Rechtsanspruch für Kinder ab dem dritten Geburtstag gesichert und weitere Ganztagesplätze ausgebaut werden. Tageseinrichtungen für Kinder haben einen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag und sind Bestandteil der kommunalen Infrastruktur für Familien. Sie entlasten diese, tragen maßgeb- lich zur Familienfreundlichkeit von Karlsruhe bei und stärken gleichzeitig den Wirtschaftsstandort innerhalb der Technologieregion. Der Gemeinderat hält deshalb trotz angespannter Haushaltslage an dem Ziel des jährlichen Ausbaus auch in den nächsten Jahren fest. 2. Qualitative Aspekte der Weiterentwicklung in Kindertageseinrichtungen Neben der rein zahlenmäßigen Schaffung von neuen Plätzen treten der qualitative Aspekt der frühkindlichen Bildung und Förderung in Tageseinrichtungen und Tagespflege und die hierfür erforderlichen Rahmenbedingungen zunehmend in den öffentlichen Blick. Ein bedarfsgerechtes, gutes Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebot für Kinder im Vorschulalter ermöglicht ge- sellschaftliche Chancen der Teilhabe für Eltern und Kinder. Frühkindliche Bildung in und außer- halb der Familien, Lern- und Lebenserfahrung in der frühen Kindheit, die hier erworbenen Kom- petenzen tragen im Erwachsenenleben mit dazu bei, dass die Teilhabe aller selbstverständlicher und/oder überhaupt erst ermöglicht wird. Die Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen haben sich in den letzten Jahren inhaltlich für die Umsetzung des im Kindertagesbetreuungsgesetz (KiTaG § 9 Abs. 2) verankerten Orientierungs- plans für Bildung und Erziehung (Orientierungsplan) fortgebildet. Die neue Qualität der pädago- gischen Arbeit (wie Beobachtung, Dokumentation, regelmäßige Entwicklungsgespräche) muss durch verbesserte personelle Rahmenbedingungen gesichert werden. Die Modalitäten der ge- planten landesweiten Umsetzung stehen noch nicht fest. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Von der Integration zur Inklusion  Sprachenvielfalt und Sprachförderung Sprache ist ein wichtiger Schlüssel zum Bildungserfolg und zur Integration; in der Schule wird der Weg zum Lesen und Schreiben erleichtert. Integration beginnt im Kindergarten und gelingt, wenn Kinder unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft gemeinsam im Kindertageseinrich- tungs-Alltag förderliche Bedingungen haben. Die neue Einschulungsuntersuchung und damit auch die gezielte Sprachförderung mit Landesmitteln setzen erst zwei Jahre vor der Einschulung an. In den Kindertageseinrichtungen beginnt die Förderung der Sprache schon früher. Kinder in Kindertageseinrichtungen, die 2010 an unterschiedlichen Sprachfördermaßnahmen teilnahmen, hatten 51 unterschiedliche Muttersprachen. In 59 Einrichtungen arbeiten Erzieher/-innen mit nicht-deutscher Muttersprache. Dieses Potential einer Zweisprachigkeit kommt nur zum Tragen, wenn die Kinder noch vor der Schule die deutsche Sprache lernen. Ein Gesamtkonzept zur Sprachförderung in Kindertageseinrichtungen ist in Arbeit.  Kinder mit und ohne Behinderung gestalten ihren Kindertageseinrichtungs-Alltag zu- sammen Wenn Kinder gemeinsam aufwachsen, sich in ihrer Unterschiedlichkeit erleben, werden sich Be- rührungs- und Begegnungsängste, wie sie im gesellschaftlichen Alltag zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen leider noch immer bestehen, erst gar nicht entwickeln. Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Jugendhilfeausschuss am 27.11.2008 die konzeptionelle Weiterent- wicklung der Schulkindergärten und die Fortsetzung von Integration und Inklusion in wohnortna- hen Regeleinrichtungen beschlossen. Mit dem Ausbauprogramm an Plätzen für Kinder unter 3 Jahren werden deshalb wohnortnahe integrative Einrichtungen geschaffen. Stadtteil- Kindertageseinrichtungen für Eltern mit behinderten und nicht behinderten Kindern ermöglichen eine Berufstätigkeit aller Eltern. Familien mit behinderten Kindern leben nicht isoliert, sondern sind ganz selbstverständlich im Stadtteil eingebunden. Beispiele hierfür sind die Kindertagesein- richtungen im Lebenshilfehaus, die Kindertageseinrichtung Les Explorateurs sowie die Kinderta- geseinrichtung Villa im Zaubergarten (Verlagerung von zwei Sonderschulkindergartengruppen in neue Regel-Kindertageseinrichtung). Weitere integrative Stadtteil-Kindertageseinrichtungen fol- gen (u. a. städt. Kindertageseinrichtung Kentuckyallee/Nordstadt, Kindertageseinrichtung an der Tagweide/Hagsfeld, Kindertageseinrichtung am Wasserturm/Südstadt-Ost). Ergänzende Erläuterungen Seite 4 3. Quantitativer Ausbau an Plätzen für Kinder unter 3 Jahren Der mit der Umsetzung des Tagesbetreuungsausbaugesetzes (TAG) im Dezember 2005 gestar- tete Ausbau an Plätzen für Kinder unter 3 Jahren wurde mit Inkrafttreten des Kinderförderungs- gesetzes verstärkt. Der Ausbau erfolgt gemeinsam mit Trägern und Unternehmen. Angesichts des Fachkräfteman- gels engagieren sich zahlreiche Unternehmen im Rahmen einer familienbewussten Personalpoli- tik beim Bau von neuen Kindertageseinrichtungen. Der Beschluss des Gemeinderats, Betriebs- kindertageseinrichtungen zu fördern, kommt dieser Entwicklung entgegen. Mit der umfangreichen Projektliste des Ausbauprogramms 2009/2010 sollten jährlich mehr als 280 neue Plätze ausgebaut werden. Wenn sich in den vergangenen Jahren Projekte verzögerten oder scheiterten, wurden vom Gemeinderat weitere Projekte aus den so genannten Nachrücker- listen in die Bedarfsplanung aufgenommen. Darunter auch neue Einrichtungen bzw. Erweiterun- gen im Vorgriff auf den Bedarf 2011. Da ein Antrag auf Bundesinvestitionszuschuss vor Baube- ginn erfolgen muss, wurde mit diesem Vorgehen der weitere Ausbau für 2011 sichergestellt. Entwicklung des Platzangebots für Kinder unter 3 Jahren 1138 992 776 560 230 230 1192 1919 109 0 200 400 600 800 1000 1200 1400 1600 1800 2000 199019952000200520102004 TAG 2008 KiFÖG Ergänzende Erläuterungen Seite 5 3.1. Aktuelle Situation und Ausbaustand bis 2011 Kinder 0 bis 3 Jahre (Stand 30.06.2010)* 7.409 Kinder Kapazität in Tageseinrichtungen Anfang 2010 (01.01.2010) 1.228 Plätze Neuschaffung und Umwandlung (genehmigt vom Gemeinderat am 21.10.2008, 26.01.2010, 30.03.2010 und 27.07.2010) 1. Projekte eröffnet oder in konkreter Umsetzungsphase einschl. Umwandlungen in bestehenden Einrichtungen bis Ende 2010 (ohne Projekte Eröffnung 2011) + 378 Plätze Kapazität Ende 2010 (31.12.2010) 1.606 Plätze 2. Projekte (16) in der Bedarfsplanung Eröffnung 2011 292 Plätze 3. + Kinder in Tagespflege (Stand 30.09.2010)** + 308 Plätze Gesamtkapazität bis Ende 2011 Versorgungsquote 2.206 Plätze 29,8 % *Quelle: Bevölkerungsdaten, Amt für Stadtentwicklung ** Tagespflegeplätze zum Stichtag 30.09.2010 belegt Auswärtige Kinder 0 bis 3 Jahre - Ausgleichszahlungen 2009  91 Kinder, die in Karlsruher Kindertageseinrichtungen betreut werden, wohnen in Umland- gemeinden.  16 Kinder mit Wohnsitz in Karlsruhe besuchen Kindertageseinrichtungen in anderen Kommu- nen. Einerseits hat die Stadt Karlsruhe für die in Karlsruhe betreuten 91 auswärtigen Kinder Erstat- tungsansprüche an die Wohnsitzgemeinden von 345.011,00 €, andererseits sind für die 16 Karls- ruher Kinder, die in Umlandgemeinden betreut werden, 48.072,00 € an die Standortgemeinden zu erstatten. Grundlage hierfür ist § 8 a Kindertagesbetreuungsgesetz. Gleichzeitig muss bei einem bedarfsgerechten Ausbau berücksichtigt werden, dass mit der Schaffung von wohnort- und arbeitsplatznahen Kindertageseinrichtungen in Karlsruhe (Betriebskindertageseinrichtun- gen/Belegplätze) der Anteil der Kinder aus den Umlandgemeinden steigt. Ergänzende Erläuterungen Seite 6 3.2 Entwicklung in den letzten Jahren Ende des Jahres 2006 2007 2008 2009 2010 Kinder 0 bis 3 Jahre (3 Jg.) Stand: 01.01. d. Jahres** 7.508 7.401 7.424 7.432 7.409 Platzkapazität insgesamt 893 1.195 1.477 1.506 1.914 davon in Tageseinrichtungen 766 920 1.142 1.228 1.606 davon nur ab 2 Jahren 31,5 % 27,0 % 23,4 % 24,2 % 25,7 % in Tagespflege 127* 275 335 278 308 Versorgungsquote 11,9 % 16,1 % 19,9 % 20,3 % 25,8 % * 2006 wurden nur Tagespflegeplätze mit mindest. 20 Std. wöchentl. Betreuung gezählt. ** 2010 Bevölkerungsdaten vom 30.06. d. Jahres. 4. Plätze für Kinder von 3 Jahren bis zur Einschulung (Rechtsanspruch) Die Flexibilisierung der Arbeitszeiten berufstätiger Eltern führte in den letzten Jahren zu einer Erweiterung der Öffnungszeiten in den Einrichtungen. Mit längeren Öffnungszeiten (GT = ganz- tags (10 Stunden und mehr), VÖ = verlängerter Vormittag) sind Platzreduzierungen und ein er- höhter Personalbedarf verbunden. Halbtags- (HT) und Regelgruppen (RG = halbtags + 2 Nach- mittage pro Woche) entsprechen nicht den Anforderungen der Arbeitswelt. Entwicklung der Angebotsformen 3 - 6 0 1000 2000 3000 4000 5000 6000 7000 8000 9000 Anzahl der Plätze GT VÖ HT RG 1989200920001996 Rechtsanspruch 2004 TAG Ergänzende Erläuterungen Seite 7 4.1 Aktuelle Situation mit neuen Projekten bis Ende 2010 Kinder von 3 bis unter 6 Jahren (Stand 30.06.2010) 100 % v. 3 Jahrgängen + 5 Monaten * (95 % v. 3 Jahrgängen + 5 Monaten)* * Berechnung: Kinder, die bis 1. März des Jahres 3 Jahre alt werden 8.085 Kinder (7.681 Kinder) Kapazität in Tageseinrichtungen Anfang 2010 (01.01.2010) 7.625 Plätze Belegte Plätze am 15.03.2010: 7.494 (98 %) Neuschaffung und Umwandlung (genehmigt vom Gemeinderat am 21.10.2008, 26.01.2010, 30.03.2010 und 27.07.2010) Projekte eröffnet oder in konkreter Umsetzungsphase einschl. Umwand- lungen in bestehenden Einrichtungen bis Ende 2010 (ohne Projekte Eröffnung 2011) 188 Plätze Kapazität Stand Ende 2010 (31.12.2010) 7.813 Plätze Versorgungsquote bezogen auf 100 % (95 %) von 3 Jahrgängen + 5 Monaten 96,6 % (101,7 %) Angebot nach Öffnungszeiten Ende 2010 Verlängerter Vormittag (6 bis 7 Stunden Vormittags) pro Gruppe 22 Kinder Ganztags (8 bis 11 Stunden täglich) pro Gruppe 20 Kinder Vor- und Nachmittags mit Mittagspause (Regelplätze) pro Gruppe 25 Kinder 4.131 Plätze (52,9 %) 2.686 Plätze (34,4 %) 996 Plätze (12,7 %) Quellen: *Bevölkerungsdaten, Amt für Stadtentwicklung, Statistische Daten, Sozial- und Jugendbehörde Auswärtige Kinder 3 bis 6 Jahre - Ausgleichszahlungen 2009  164 Kinder, die in Karlsruher Kindertageseinrichtungen betreut werden, wohnen in Umland- gemeinden.  38 Kinder mit Wohnsitz in Karlsruhe besuchen Kindertageseinrichtungen in anderen Kommu- nen. Einerseits hat die Stadt Karlsruhe für die in Karlsruhe betreuten 164 auswärtigen Kinder Erstat- tungsansprüche an die Wohnsitzgemeinden von 250.060,00 €, andererseits sind für die 38 Karls- ruher Kinder, die in Umlandgemeinden betreut werden, 35.287,00 € an die Standortgemeinden zu erstatten. Grundlage hierfür ist § 8 a Kindertagesbetreuungsgesetz. Im Vergleich zur der Al- Ergänzende Erläuterungen Seite 8 tersgruppe der unter 3-Jährigen ist der Anteil der 3- bis 6-Jährigen in Karlsruher Kindertagesein- richtungen, die nicht in Karlsruhe wohnen, höher. Bedarfsberechnung für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren Eine Aussage über das zukünftige Nachfrageverhalten der Eltern und den daraus resultierenden tatsächlichen Bedarf (Belegung und Nachfrage) für die einzelnen Altersgruppen der Kinder unter 3 Jahren bis zur Einschulung kann erst erfolgen, wenn über eine elektronisch basierte Anmel- dung und Belegung gesamtstädtisch abgeglichene Daten vorliegen. Die Stadt will hierzu mit IBM eine Entwicklungspartnerschaft eingehen. Ein erster Konzeptentwurf zur Projektumsetzung im Rahmen von „Smarter City“ wurde mit IBM erarbeitet und mit den Kindertageseinrichtungs- trägern diskutiert. Unabhängig davon ist in den letzten Jahren schon folgender Trend erkennbar: Kinder werden heute früher eingeschult; gleichzeitig wollen Eltern mit dem dritten Geburtstag für ihr Kind einen Platz in einer Einrichtung. Bisher wurde gesamtstädtisch von einem Bedarfsanhalt von 95 % von drei Jahrgängen und fünf Monaten (Berechnung: Kinder, die bis 1. März des Jahres 3 Jahre alt werden) ausgegangen. Dies entspricht nicht mehr der Realität; schon im März 2010 waren 98 % der vorhandenen Plätze belegt. Nach den bisherigen Erfahrungen ist deshalb von einem gesamtstädtischen Bedarf 2010 zwischen 7.875 Plätzen (95 % von 3,5 Jahrgängen) und 8.085 Plätzen (100 % von 3 Jahr- gängen 5 Monaten) auszugehen. Zur Erfüllung des Rechtsanspruchs war und ist deshalb ein Ausbau an Plätzen für Kinder ab 3 Jahren erforderlich. 4.2 Entwicklung in den letzten Jahren (bezogen auf 3,5 Jg.) Ende des Jahres 2006 2007 2008 2009 2010 Kinder 3 bis 6 Jahre 95 % v. 3,5 Jg. Stand: 01.01. d. Jahres 7785 7839 7.842 7.863 7.875 Platzkapazität insgesamt 7.594 7.611 7.736 7.625 7.813 davon Ganztags 21,9 % 24,9 % 27,0 % 30,6 % 34,4 % Verlängerter Vormittag 50,9 % 50,1 % 50,6 % 52,5 % 52,9 % Regel/Halbtags 27,2 % 25,0 % 22,4 % 16,9 % 12,7 % Versorgungsquote 97,5 % 97,1 % 98,6 % 97,0 % 99,2 % Ergänzende Erläuterungen Seite 9 5. Kostenentwicklung und Fachkräftebedarf Mit dem Ausbau an Plätzen und der Erweiterung der Öffnungszeiten werden neue Stellen für Erzieher/-innen geschaffen. Mit der stufenweisen Umsetzung des Orientierungsplans für Bildung und Erziehung sollen die Rahmenbedingungen in Kindertageseinrichtungen verbessert und der Personalschlüssel erhöht werden. Schon jetzt spüren die zahlreichen Träger neuer und beste- hender Einrichtungen den beginnenden Fachkräftemangel in diesem Ausbaubereich. Jahre Träger Einrichtungen Gruppen Fachkraftstellen* 2000 20 142 375 666* 2005 27 151 419 968 2010 38 177 530,5 1329 *Hochrechnung bezieht sich auf Vollzeitstellen, real arbeiten viele Fachkräfte Teilzeit. Die Kommunen tragen nach wie vor die finanzielle Hauptlast des Ausbaus. Entwicklung der Zuschüsse an die freien Träger 13.426.530 € 56.004.850 € 48.605.790 € 44.120.350 € 37.830.090 € 33.451.260 € 28.672.850 € 26.327.470 € 23.428.370 € 21.902.000 € 12.789.440 € 2.000.000 € 2.000.000 € 2.000.000 € 1.000.000 € 1.022.580 € 1.750.000 € 6.369.720 € 3.231.680 € 7.591.530 € 7.097.550 € 1.750.000 € 13.812.020 € 14.426.530 € 23.902.000 € 25.428.370 € 28.327.470 € 30.422.850 € 35.201.260 € 44.199.810 € 47.352.030 € 56.197.320 € 63.102.400 € - € 10.000.000 € 20.000.000 € 30.000.000 € 40.000.000 € 50.000.000 € 60.000.000 € 20022003200420052006200720082009201020112012 Betriebskosten Investitionskosten Gesamtkosten Mit dem Ausbau an Einrichtungen und der Erhöhung der Platzkapazität haben sich auch der Ar- beitsaufwand und die -belastungen (im Bereich Planung und Finanzen) innerhalb der Verwaltung erhöht. Diese Aufgabe muss ohne personelle Verstärkung in den verschiedenen mit dem Ausbau befassten Verwaltungsbereichen bewältigt werden. Ergänzende Erläuterungen Seite 10 6. Weiterer Ausbaubedarf Zur Fortführung des Ausbauprogramms wird für den kommenden Doppelhaushalt eine weitere Projektliste (siehe Anlage) aufgelegt. Gemeinderatsbeschluss vom 21. Oktober 2008 Bestand Ende 2007: 1.195 schrittweiser Ausbau von jährlich + 280 neuen Plätzen Kapazitätsziel 2013: 2.595 (35 % v. 3 Jg.) Kapazitätsziel 2015: 2.959 (40 % v. 3 Jg.) Kriterien für die Aufnahme in die Bedarfsplanung Für den Ausbau in den nächsten zwei Jahren wurden die in der Anlage aufgeführten neuen Pro- jekte für den Doppelhaushalt 2011/2012 angemeldet. Hierzu zählen auch Betriebskindergärten. Nicht alle Projekte entsprechen den Kriterien (siehe Anlage Seite 1) zur Aufnahme in die Bedarf- splanung. Neben neuen Einrichtungen und Standorten ist es notwendig, bestehende Einrichtungen be- darfsgerecht umzubauen und wann immer möglich auch zu erweitern. Einrichtungen müssen sich gleichzeitig darauf einstellen, dass die Nachfrage nach Ganztagesplätzen und flexiblen An- gebotsformen weiter zunehmen wird. Bestehende Einrichtungen sind deshalb zukunftsfähig um- und auszubauen, damit sie den Bedarfsanforderungen gerecht werden. Dies erfordert vielfältige Investitionen in den Bestand, um Standorte nachhaltig zu sichern. Durch die Erweiterung von kleinen Einrichtungen auf 3 Gruppen ist ein hohes Maß an Flexibilität bei den Angebotsformen möglich. Ab 2013 ist deshalb nicht mehr der Bau von neuen Kindertageseinrichtungen das The- ma, sondern die Zukunftsfähigkeit bestehender Einrichtungen durch Umwandlung, Sanierung und Erweiterung. Bei gleich bleibender Kapazität an Tagespflegeplätzen (Stand März 2008) ergibt sich nach Um- setzung der in der Anlage aufgeführten Planungsprojekte in den nächsten Jahren folgender Aus- baustand: Ergänzende Erläuterungen Seite 11 Ausbau durch genehmigte Planungsprojekte bis Ende 2012 Plätze 0 bis 3 Jahre 2008 Plätze 2009 Plätze 2010 Plätze 2011 Plätze 2012 Plätze Bestand Anfang des Jahres 1.195 1.477 1.506 1.914 2.216 Zuwachs* mit genehmigten Projekten mit noch nicht genehmigten Projekten + 282 + 29 + 408 +292 + 10 + 101 + 337 Bestand zum Ende des Jahres 1.477 1.506 1.914 2.216 2.654 davon in Einrichtungen 1.142 1.228 1.606 1.908 2.346 in Tagespflege 335 278 308 308 308 * Neue Kindertageseinrichtungs-Projekte und Veränderungen in der Tagespflege. Der Gemeinderat hat eine jährliche Erhöhung der Kapazität um 280 Plätze - ausgehend vom Bestand Ende des Jahres 2007 - beschlossen. Dieses Ausbauziel ist für die Jahre 2009 und 2010 nicht erreicht worden. Mit den schon genehmigten Ausbauprojekten und den in der Anlage aufgeführten weiteren Projekten kann das angestrebte Ziel erreicht werden. Plätze 0 bis 3 Jahre 2008 Plätze 2009 Plätze 2010 Plätze 2011 Plätze 2012 Plätze Bestand zum Ende des Jahres 1.477 1.506 1.914 2.216 2.654 angestrebtes Ziel (Kapazität bei einem jährlichem Zuwachs von 280 Plätzen) 1.475 1.755 2.035 2.315 2.595 Differenz zum angestrebten Ziel + 2 - 249 - 121 - 99 +59 Mit der Aufnahme der weiteren Projekte in die Bedarfsplanung wird einerseits das angestrebte Ziel um 59 Plätze überschritten. Andererseits wird durch den wohn- und arbeitsplatznahen Aus- bau die Anzahl der Kinder aus dem Umland in Karlsruher Einrichtungen (91 belegte Plätze 2010) steigen. Der Rechtsanspruch auf einen Platz für Kinder unter drei Jahren ab August 2013 richtet sich an die Wohnortkommune, also Karlsruhe. Es ist deshalb angemessen, die in der Anlage vorgeschlagenen Projekte in die Bedarfsplanung aufzunehmen. Die nachfolgende Übersicht macht deutlich, dass es erforderlich ist und war, mit den neuen Pro- jekten auch Plätze für Kinder im Kindergartenalter (3- bis 6-Jährige) auszubauen. Ergänzende Erläuterungen Seite 12 Ausbau durch genehmigte Planungsprojekte bis Ende 2012 Plätze 3 bis 6 Jahre 2010 Plätze 2011 Plätze 2012 Plätze Bestand Anfang des Jahres 7.625 7.813 8.000 Erweiterungen mit genehmigten Projekten mit noch nicht genehmigten Projekten + 188 + 187 + 71 + 80 Bestand Ende des Jahres 7.813 8.000 8.151 Bedarfsanhalt (100 % v. 3 Jg./5 Mon.) 8.085 8.160 8.331 Versorgungsquote 96,6% 98,0% 97,8% Der Gemeinderat und der Jugendhilfeausschuss werden deshalb um Zustimmung zur Aufnahme der weiteren Kindertageseinrichtungen in die Bedarfsplanung gebeten. Beschluss: Antrag an den Gemeinderat: Der Gemeinderat beschließt - nach Vorberatung im Jugendhilfeausschuss -, a) im Jahr 2011 durch schon genehmigte und neue Projekte 302 zusätzliche Plätze für Kin- der unter 3 Jahren und 187 Plätze für Kinder über 3 Jahren zu schaffen. Für diese Plätze sind zusätzliche Investitionskosten in Höhe von 7.591.530 € und zusätzliche Betriebskos- ten von 2.815.609 € im Jahr 2011 notwendig. b) im Jahr 2012 durch schon genehmigte und neue Projekte 438 zusätzliche Plätze für Kin- der unter 3 Jahren und 151 Plätze für Kinder über 3 Jahren zu schaffen. Für diese Plätze sind zusätzliche Investitionskosten in Höhe von 7.097.550 € und zusätzliche Betriebskos- ten von 3.280.437 € im Jahr 2012 notwendig. Hauptamt - Sitzungsdienste - 3. Dezember 2010

  • Jugendhilfeplanung-Anlage
    Extrahierter Text

    Anlage In der nachfolgenden Liste sind Projekte aufgeführt, die schon in die Bedarfsplanung aufgenommen wurden, sowie neue Vorhaben. Aufgrund der Vielzahl der neuen angemeldeten Projekte konnten Vorhaben nicht berücksichtigt werden, bei denen noch eine weitere Prüfung erforderlich ist oder eine Bedarfsbestätigung für die nächsten 5 Jahre nicht möglich ist. Um entscheiden zu können, welche der verbleibenden Projekte in die Umset- zungsliste aufgenommen werden, erfolgte eine Bewertung nach folgenden Kriterien: (1) Stadtteilbedarf (2) Betriebs-Kindertageseinrichtungen/Belegplätze (3) Gesamtstädtisches Einzugsgebiet Bei allen Projekten wurde quer dazu die Frage der Wirtschaftlichkeit/Nachhaltigkeit geprüft. Die Zukunftsfähigkeit bestehender Einrichtungen hängt davon ab, ob sie durch Erweiterungen Ganztagesplätze auch für unter 3-Jährige anbieten können. I. Projekte, für die Mittel im Doppelhaushalt 2011/2012 vorzusehen sind 1. Eröffnung 2011 1.1 Projekte 2011 - schon in Bedarfsplanung aufgenommen (Projekte aus Ausbauprogramm 2009/2010, und aus so genannten Ergänzungslisten) Nr./ Anzahl Stadtteil Träger/Standort/ Projekt Sachstand Geplante Eröffnung Gruppen Plätze 0 bis 3 Plätze 3 bis 6 Auf- nahme Bedarfs- planung 1.1 Weiherfeld Kindertageseinrichtung an der Albschule, Scheibenhardter Weg Kindertageseinrichtung (Stadt) zusammen mit Ersatzneubau Sonderschulkindergarten im Bau. Träger noch offen. 11/2010 neu 10/2011 1 KK 1 AM 1 GT 10 6 2 9 16 2010 1.2 Südweststadt SKF/St.-Vincentius- Kliniken gAG, Kinderta- geseinrichtung „Vincen- to“, Römhildtstraße 3 6-gruppige Betriebs-Kinder- tageseinrichtung, davon 3 Gruppen öffentlich zugäng- lich ist im Bau. 03/2010 neu 01/2011 4 AM 2 KK 24 20 36 2010 1.3 Weststadt/ Nordstadt Kath. Kindergarten Herz Jesu, Grenadierstraße 17 Erweiterungsneubau + Um- nutzung von Gemeinderäu- men bald bezugsfertig. neu 01/2011 1,5 KK 15 2010 1.4 Rintheim/ Oststadt Kath. Kindergarten St. Martin, Mannheimer Str. 3 Raumergänzung und Erweite- rung durch Umnutzung von Räumen der Kirchengemein- de. Planung und Kostenbe- rechnung für große Umbau- planung mit Erweiterung lie- gen vor. 11/2009 09/2011 2 KK 20 2009 2 Nr./ Anzahl Stadtteil Träger/Standort/ Projekt Sachstand Geplante Eröffnung Gruppen Plätze 0 bis 3 Plätze 3 bis 6 Auf- nahme Bedarfs- planung 1.5 Waldstadt Kath. Kirchengemeinde St. Albert, Elbinger Straße 14 Umbau mit Erweiterung in bestehender Kindertagesein- richtung. Zuschussbescheid inzwischen erteilt 09/2010 neu 11/2011 1 KK 10 2010 1.6 Stupferich Kath. Kirchengemeinde, Kindergarten St. Cyri- akus, Gänsbergstraße 3 Planung für Anpassung Raumprogramm und Erweite- rung durch Umbau und Nut- zung zusätzlicher Räume mit Kostenberechnung liegt vor. 09/2010 neu 10/2011 1 KK 10 2010 1.7 Knielingen/ Gesamtstadt Elterninitiative Zwergen(t)raum e. V./ Musikkindertagesstätte, Egon-Eiermann-Allee 5 Musik-Kindertageseinrichtung (3 Gruppen) in Kooperation mit Bad. Konservatorium, Schirmherr Achim Thorwald durch VOWO ist im Bau. 09/2010 neu 06/2011 3 AM 18 27 2010 1.8 Knielingen Evang. Stadtkirchenamt, Neubau Sudetenstraße 43 Ersatzneubau mit Erweiterung des Kindergarten Herwegh- straße 44 durch Investor auf städtischem Grundstück. An- mietung neuer Kindertagesein- richtung durch Kirchenge- meinde. 09/2011 2 KK + Ersatz bisherige Gruppen 20 2010 Knielingen Evang., Herweghstr. 5 a Kindergarten Herweghstr. 44 und Herweghstr. 5 a bis En- de des Jahres nur noch eine Belegung von 3 Gruppen. Schließung einer Gruppe dient als Übergangsquartier für Gruppe aus Kindertagesein- richtung Herweghstr. 44 wäh- rend der Bauzeit. 01.01.2011 - 1 VÖ - 22 1.9 Neureut Evang. Kirchengemeinde Neureut-Heide, „Kinder- garten Schmetterlinge“, Flughafenstr. 2 Umwandlung und Reduzie- rung bestehender Gruppen, dadurch Angebotserweiterung (GT) möglich. 09/2011 GT/VÖ - 0,5 VÖ 5 -12 -11 1.10 Oststadt/ Betriebs-Kinder- tageseinrichtung Netzwerk Mensch gGmbH, Betriebs- Kindertageseinrichtung BGV-Areal, Durlacher Allee 56 Kindertageseinrichtungs-Neu- bau/Betriebs-Kindertagesein- richtung mit Belegplätzen für verschiedene Firmen und Instituionen ist im Bau. 10/2010 neu 06/2011 1 KK 3 AM 10 18 27 2010 3 Nr./ Anzahl Stadtteil Träger/Standort/ Projekt Sachstand Geplante Eröffnung Gruppen Plätze 0 bis 3 Plätze 3 bis 6 Auf- nahme Bedarfs- planung 1.11 Durlach AWO, Außengruppen von AWO-Kindertages- einrichtung, Seboldstraße 3 Investor baut Räume für Kindertageseinrichtungs- Außengruppen um, Anmietung durch Träger. 04/2011 2 AM GT/VÖ 12 18 2010 1.12 Beiertheim-Bulach/ Südweststadt Kath. Kindergarten St. Alfonsus, Marie- Alexandra-Straße 58 Erweiterung durch Umnutzung vorhandener Räume. Entwurfsplanung liegt vor. 11/2011 1 KK 10 2010 1.13 Südweststadt Kindertageseinrichtungen im „Baden-Carree“, Ecke Ritterstraße/ Hermann-Billing-Straße Neubau durch Investor, Ent- wurfsplanung ist abgestimmt, Mietverhandlungen mit Stadt laufen. 11/2011 2 AM GT/VÖ 12 18 2010 1.14 Neureut Kath. Kirchengemeinde, Kindertageseinrichtung St. Heinrich und Kuni- gunde, Moldaustraße 16 Erweiterung der bestehenden Kindertageseinrichtung (An- bau) für erhöhten Bedarf im Konversionsgebiet. Planungs- abstimmung läuft. 11/ 2011 1 GT/VÖ 4 12 2010 1.15 Hagsfeld/ Waldstadt (Belegplätze Fraun- hofer-Institut für Sys- tem- und Innovations- forschung ISI) Evang. Stadtkirchenamt, Kirchengemeinde Hags- feld, Neubau am Stand- ort „An der Tagweide“ Neubau mit 6 Gruppen. Ver- trag über 10 Belegplätze mit dem Fraunhofer Institut wird abgeschlossen. Integrative Kindertageseinrichtung (min- dest. 2 Gruppen) 11/2011 3 KK 2 GT/VÖ 1 AM 30 4 6 32 9 2010 1.16 Neureut Standort Neureut- Kirchfeld, Konversions- gebiet Standort für Neubau durch VOWO in temporärer Bauwei- se ist geklärt. Anmietung durch Stadt oder Träger. An- gebot von VOWO für Mietver- handlungen mit Stadt liegt bis Mitte 10/2010 vor. Bedarf Neu- reut-Kirchfeld Mitte 2012 neu 10/2011 2 KK 2 GT/VÖ 20 6 28 2010 16 Gesamt Projekte 2011 realisierbar neue Plätze 2011 38 292 187 4 1.2 Neue Projekte 2011 Nr./ Anzahl Stadtteil Träger/Standort/ Projekt Sachstand Geplante Eröffnung Gruppen Plätze 0 bis 3 Plätze 3 bis 6 Auf- nahme Bedarfs- planung 1.17 Nordstadt Städt. Kindertageseinrich- tung Kentuckyallee, Kentuckyallee 120 Kindertageseinrichtung ist integrative Einrichtung des Stadtteils und hat ab 2011 2 integrative Gruppen mit mindest. 4 behinderten Kin- dern. Erforderliche Personal- erhöhung pro Gruppe 0,2 Stellen, insgesamt 0,4 Stellen. 03/2011 2 IN Gruppen Personal- erhöhung 0 neu 1.18 Grünwinkel KinderSpielhaus e. V., Kindertageseinrichtung Kreuzelburg, Kreuzelbergstr. 74 Erweiterung durch Nutzung schon vorhandener Räume im bestehenden Kindertagesein- richtungs-Gebäude möglich. Ende 2011 1 KK 10 neu 2 weitere Projekte 2011 realisierbar neue Plätze 2011 1 10 5 2. Eröffnung 2012 2.1 Projekte 2012 - schon in Bedarfsplanung aufgenommen (Projekte aus Ausbauprogramm 2009/2010 und so genannten Ergänzungslisten) Nr./ Anzahl Stadtteil Träger/Standort/ Projekt Sachstand Geplante Eröffnung Gruppen Plätze 0 bis 3 Plätze 3 bis 6 Bedarfs- planung 2.1 Neureut Elterninitiative Kinder- haus Heidesee e. V., (ehem. Eislaufhalle) Kindertageseinrichtung Heidesee, Weißdornweg 16 Kindertageseinrichtung zieht in- nerhalb des Servicegebäudes vom OG in das EG. Raumergän- zung und Erweiterung durch Um- bau des Eigentümers (GebaKa).. 11/2010 neu 01/2012 0,5 KK 5 2010 2.2 Waldstadt/ Gesamtstadt (Belegplätze EnBW) Kind und Beruf e. V. Sport- und Bewegungs- Kindertageseinrichtung in Kooperation mit SSC, Gelände des Fächerbads Neubau in Kooperation mit SSC (der Sporthalle für gemeinsame Nutzung baut). Einzugsgebiet wohnortnah und stadtteilübergrei- fend. Eröffnung 01/2011 neu 01/2012 3,5 KK 1,5 GT 35 30 2010 2.3 Südstadt – östlicher Teil „Kindertageseinrichtung am Wasserturm“, Hedwig-Kettler-Straße, „Citypark“ Neubau einer 6-gruppigen Kin- dertageseinrichtung mit 2 integra- tiven Gruppen, integriert in Wohngebäude. Kauf durch Stadt. 07/2012 3 KK 1 GT 1 VÖ 1 AM 30 3 2 6 14 18 9 03/2010 2.4 Dammerstock/ Rüppurr Kath. Kindergarten St. Fidelis, Speyerer Str. 26 Raumergänzung und Erweiterung bestehender Kindertageseinrich- tung (Umnutzung Wohnungen + Anbau). Antrag mit Planung für 6 Gruppen (Bestand 5 Gruppen). Bedarfsbestätigung erfolgt unter der Voraussetzung, dass der Träger sich verpflichtet - ohne Ausgleichszahlung - eine Bestandsgruppe in Gemeinde- räume zu verlagern, solange hierfür Bedarf besteht. 09/2012 2 KK 20 10/2009 4 Gesamt Projekte 2012 realisierbar neue Plätze 2012 13,5 101 71 6 2.2 Neue Projekte 2012 Nr./ Anzahl Stadtteil Träger/Standort/ Projekt Sachstand Geplante Eröffnung Gruppen Plätze 0 bis 3 Plätze 3 bis 6 Bedarfs- planung 2.5 Neureut/ stadtteilübergrei- fend AWO/Standort Linken- heimer Landstraße 11 (Villa Bauer, Lorbeer- weg) Bauvoranfrage des Investors für den Umbau des Gebäudes läuft, Genehmigung ist möglich. Anmietung durch AWO 02/2012 2 KK 1 GT 20 20 neu 2.6 Nordstadt PSD, Kinderhaus Schlossstrahl, Kanalweg 92 Umwandlung vorhandener Grup- pen, Aufnahme von Kindern ab dem 1. Lebensjahr. Erweiterung um 1 KK, sobald städtische Hort- räume im OG (Umzug in Räume der Marylandschule wird geprüft) frei werden. 03/2012 1 AM 1 KK 6 10 - 11 neu Südstadt Kath. Kindergarten Canisiushaus, Augartenstr. 51 Sanierungsumbau und Anpas- sung an das städt. Raumpro- gramm, bisher vorliegende Pläne wurden überarbeitet, liegen noch nicht vor. 09/2012 neu 2.7 Südstadt Evang. Kirche in Karls- ruhe, Augartenstr. 59 Verlagerung Kindertageseinrich- tung, da Grundstück mit sanie- rungsbedürftigem Kindertages- einrichtungs-Gebäude verkauft wurde. Anmietung Kindertages- einrichtung von Investor Ende 2012 1,5 KK + Ersatz 3 Gruppen 15 neu 2.8 Grötzingen Evang. Kirche in Karls- ruhe, Kirchengemeinde Grötzingen, Fröbelstr. 7 Sanierung und Umbau des be- stehenden Kindergartens und Anbau für Erweiterung. Abge- stimmte Planung und Kosten- schätzung liegen vor. 03/2012 1 KK 10 neu 2.9 Südweststadt Evang. Kirche in Karls- ruhe, Kindergarten Leibnizstr. 6 a Erweiterung der bestehenden Kindertageseinrichtung durch Aufstockung. Pläne und Kosten- schätzung liegen vor. 05/2012 2 KK 20 neu 2.10 Rintheim Evang. Kirche in Karls- ruhe, Rintheimer Hauptstr. 67 Ersatz- und Erweiterungsbau für sanierungsbedürftigen Kindergar- tenaltbau auf Grundstück der Kirchengemeinde, Planentwurf und Kostenberechnung von SPC liegen vor. 09/2012 1 KK Ersatz 2 RG in 1VÖ/RG 1GT/VÖ 10 3 - 6 neu 7 Nr./ Anzahl Stadtteil Träger/Standort/ Projekt Sachstand Geplante Eröffnung Gruppen Plätze 0 bis 3 Plätze 3 bis 6 Bedarfs- planung 2.11 Rüppurr Evang. Kirche in Karls- ruhe, Kirchengemeinde Rüppurr, Reinhold- Schneider-Str. 75 Erweiterungs- und Ersatzneubau (Sanierung 2-gruppiger Kinder- garten unwirtschaftlich), Pläne und Kostenschätzung für 3 Grup- pen liegen vor. Bauvoranfrage läuft. 11/2012 2 KK 1 GT Ersatz 2 GT/VÖ 20 3 6 14 30 neu 2.12 Rüppurr Kath. Kirchengemein- de, „Kindergarten Christkönig“, Göhrenstr. 2 Sanierung und Erweiterung der bestehenden Kindertageseinrich- tung durch Umnutzung von Wohnräumen (Umbau). Konkrete Planung und Kostenberechnung liegen vor. 09/2012 2 KK Ersatz 3 VÖ neu GT/VÖ 20 neu 2.13 Grünwinkel Kath. Kirchengemeinde „St. Josef“, Kinderta- geseinrichtung Alb- grün, Zeppelinstr. 56 a Erweiterung der Kindertagesein- richtung durch Anmietung von Räumen der VOWO (Neubau Mehrgenerationenwohnen Alb- grün) 05/2012 1 AM 1 KK 6 10 9 neu 2.14 Oberreut Kath. Kirchengemein- de, Kindertageseinrich- tung Eugen-Geck-Str. 2 Erweiterung der bestehenden Einrichtung (Hausmeisterwoh- nung) - entsprechend städt. Raumprogramm - dadurch Ganz- tagesangebot möglich. (Der zwei- te kath. Kindergarten ist ange- mietet in VOWO-Wohnungen) 12/2012 1 KK 10 neu 2.15 Oberreut Städt. Kindertagesein- richtung Bonhoeffer Straße Umwandlung einer Kindergarten- gruppe in eine Krippengruppe. Personalmehrbedarf 0,8 Stellen. 09/2012 1 KK - 1 VÖ 10 - 22 2.16 Grötzin- gen/Durlach Hang- gebiet Kath. Kirchengemeinde Grötzingen, „Luisenhof“ Am Grollenberg 6 Erweiterung der bestehenden Kindertageseinrichtung durch Umnutzung von Gemeinderäu- men. Entwurfsplanung liegt vor. 10/2012 2 KK 20 neu 2.17 Beiertheim-Bulach/ Südweststadt Kath. Kirchengemeinde Karlsruhe Alb-Südwest, Standort Grundschule Bulach Kindertageseinrichtungs-Neubau am Standort Grundschule Bu- lach. Ersatz für Kindertagesein- richtung Litzenhardtstr. 109 (die- se bleibt mit 2 Gruppen als Au- ßengruppe in Betrieb). Planent- wurf liegt vor, Bauvoranfrage ist genehmigt. 10/2012 3 KK Ersatz 2 VÖ neu GT/ VÖ 30 neu 8 Nr./ Anzahl Stadtteil Träger/Standort/ Projekt Sachstand Geplante Eröffnung Gruppen Plätze 0 bis 3 Plätze 3 bis 6 Bedarfs- planung 2.18 Waldstadt Evang. Kirche in Karls- ruhe/städt. Gebäude, Kösliner Straße 102 Erweiterung bestehender Kinder- tageseinrichtung, Anbau (städti- sches Gebäude). 12/ 2012 1 KK 10 neu 2.19 Ost- stadt/Universität KIT „KinderUni- Versum“, Karl-Wilhelm-Straße 1 Aktuelle Entwurfsplanung mit Kostenberechnung liegt noch nicht vor. 12/2012 6 KK 2 GT 60 40 neu 2.20 Nordweststadt/ Mühlburg Kath. Kirchengemein- de, Kindertageseinrich- tung St. Konrad, Hertzstr. 16 b Erweiterungsanbau an beste- hende 2-gruppige Kindertages- einrichtung 09/2012 1 KK 10 neu 2.21 Waldstadt Kath. Kirchengemein- de, Königsberger Str. 9 Erweiterung des bestehenden Kindergartens „St. Hedwig“ von 2 auf 3 Gruppen (Umnutzung Hausmeisterwohnung.) 09/2012 1 KK 10 neu 2.22 Betriebs- Kindertagesein- richtung Standort Südwest- stadt Netzwerk Mensch gGmbH, Holtzstraße, Flurgrundstück Nr. 7079 Alternativ: Standort Weststadt Betriebsnahe Kindertageseinrich- tung (Gewerbegebiet Südwest- stadt hinter ZKM), bisher 3 Un- ternehmen interessiert, weitere Akquise läuft. Städt. Grundstück ist zurzeit noch an eine Gärtnerei verpachtet. Entwurfsplanung (3-gruppige Kindertageseinrich- tung integriert in fünfgeschossi- ges Gebäudes) mit Kostenschät- zung liegt vor. Öffentlicher Bedarf im Stadtteil Weststadt ist sehr hoch. Träger ist bereit, im Bereich Weststadt zu bauen. Mindest. 1 Gruppe öffentlicher Bedarf. Prüfung noch nicht abge- schlossen 3 AM + 1 AM 18 6 27 9 neu 18 weitere Projekte - mit Holtzstraße - 2012 realisierbar neue Plätze 2012/2013 38,5 337 80 9 II. Anmeldungen für Haushalt 2011/2012 nicht berücksichtigt Für die nachfolgenden drei Projekte ist eine Bedarfsbestätigung (gesicherte kontinuierliche mittelfristige Belegung) für die nächsten 5 Jahre, wie sie für die Beantragung von Bundesinvestitionsmitteln erforderlich ist, nicht möglich. Nr./ Anzahl Stadtteil Träger/Standort/ Projekt Sachstand Geplante Eröffnung Gruppen Plätze 0 bis 3 Plätze 3 bis 6 Aufnahme Bedarfs- planung 3.1 Knielingen KinderSpielhaus e. V. Saarlandstraße Knielingen Umbau eines bestehenden Gebäudes für 4 Gruppen, ohne die erforderliche Außen- spielfläche. Der Stadtteilbedarf in Knielingen ist aus jetziger Sicht auch zukünftig ge- deckt. ab 01.09.2011 2 KK 2 AM 20 12 18 neu 3.2 Stadtteilübergreifend Karlsruher Verein zur Förderung junger Men- schen e. V. (Parzival), Parzivalstraße 1 Planung für einen Ersatz- und Erweiterungsneubau für 2 bestehende und 2 neue integ- rative Gruppen zusammen mit einem Ersatzneubau für die bestehenden Sonderschulkin- dergartengruppen liegt vor. Der Neubau würde eine Höchstförderung erhalten. Die jetzigen Räume sind noch relativ neu und die befristete Standgenehmi- gung kann laut Bauord- nungsamt verlängert wer- den. Ein weiterer stadtteilüber- greifender Bedarf - vor al- lem für Kinder ab 3 Jahren - ist zurzeit nicht erkennbar. - Belegung Kindertagesein- richtung Parzival (März 2010): KK: 11 Kd., davon 2 Kinder aus dem Landkreis.. ab 01.01.2011 1 KK 1 IN-GT Ersatz 1 KK 1 IN-GT 10 20 neu 10 IN-GT ab 3 Jahren: 6 Kinder, davon 3 Kinder aus dem Landkreis; Aufnahme von 2 behinderten Kindern aus Karlsruhe im September 2010. Weiterer Ausbau an integrati- ven Kindertageseinrichtungen (INE) erfolgt wohnortnaher, entsprechend dem Beschluss des JHA zur Inklusion. 3.3 Rüppurr KinderSpielhaus e. V., Gebäude Frauenalber Straße Träger will umgebautes Ge- bäude vom Investor anmieten. Geplant sind 2 Krippen- Gruppen. Durch eine Koope- ration mit den umliegenden Kindertageseinrichtungen (evang. 1-gruppig, kath. 2-gruppig) soll der Übergang ab 3 Jahren gewährleistet werden. Beide Träger haben eigene Planungsüberlegun- gen. Es liegt deshalb keine Kooperationsvereinbarung mit umliegenden Kinderta- geseinrichtungen vor. 09/2012 Anmietung 2 KK 20 neu 3 Projekte 8 62 38