Prioritätenliste Jugendtreffs

Vorlage: 25935
Art: Beschlussvorlage
Datum: 11.11.2010
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Durlach, Grötzingen, Neureut, Nordweststadt, Rintheim, Rüppurr, Südstadt, Südweststadt, Waldstadt, Weststadt

Beratungen

  • Jugendhilfeausschuss

    Datum: 17.11.2010

    TOP: 8

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • TOP 8 20101109 Prioritätenliste Jugendtreffs 2010
    Extrahierter Text

    BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: Jugendhilfeausschuss Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 17.11.2010 8 öffentlich Dez. 3 Prioritätenliste Jugendtreffs Beratungsfolge Sitzung am TOP ö nö Ergebnis Jugendhilfeausschuss 17.11.2010 8 Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Der Jugendhilfeausschuss nimmt die vorgeschlagene Prioritätenliste zustimmend zur Kenntnis und empfiehlt die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) 59.026 € 35.416 € 23.610 € 23.610 € Ergänzende Erläuterungen: Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 1. Ausgangslage Seit 1988 wird der "Sozialentwicklungsplan - offene Freizeitangebote und Jugend- freizeitstätten" regelmäßig fortgeschrieben. In ihm sind die Grundsätze der Jugend- arbeit und Jugendverbandsarbeit sowie die Prioritätenliste der Kinder- und Jugend- einrichtungen in Karlsruhe dargestellt. Die letzte Neufestlegung der Prioritätenliste erfolgte im Jugendhilfeausschuss am 14.10.2004. Hier wurden u.a. die bisherigen Grundthesen bestätigt:  keine flächendeckende, sondern bedarfsorientierte Angebotsstruktur  Ableitung der Bedarfsorientierung aus den konkreten Lebenslagen der Jugendli- chen vor Ort  dezentrale, flexible, z. T. befristete Angebote. 2. Entwicklungen seit 2001 Folgende Einrichtungen konnten seit 2001 an die Jugend übergeben werden: 2001: Südstadt-Ost, Henriette-Obermüller-Str. 10, Jugendraum im Keller des Südwerkes 2001: Weststadt, Schillerstraße 20, Schülercafé Westside Paradise 2002: Geroldsäcker, Hallesche Allee 1, Ersatzbau "Blaue Hütte" 2005: Durlach, Weiherstr. 1, sog. Ringtausch als Ersatz für Weiherhof 2006: Nordweststadt, Neubau auf dem Gelände der Werner-von-Siemens-Schule 2006: Fanprojekt, Ersatzräume für Anne-Frank, Mainestr. 8 2008: Waldstadt, Neisser Str. 8, 2009: Grötzingen, Eisenbahnstr. 34 2010: Rintheim, Heilbronner Str. 28 e Aus der Prioritätenliste von 2004 sind im Sinne des bedarfsgerechten Ausbaus fol- gende Stadtteile zurückgestellt: a) Rüppurr: In einer Jugendbefragung war der Bedarf in Rüppurr untersucht worden. Dabei wurden flexible oder vernetzte Lösungen offener Kinder- und Jugendarbeit in Kooperation mit der evangelischen Kirche favorisiert, die nach wie vor weitgehend den Bedarf abdecken. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 b) Lohn Lissen (2004 Platz 4): Hier besteht Konsens, dass der Status quo in den Räumen der katholischen Kirchengemeinde ausreicht, solange der bestehen- de Kooperationsvertrag Gültigkeit hat. c) Der Aktivspielplatz Ost-Aue-Park (2004 Platz 5) soll im zweiten Bauabschnitt realisiert werden. Nach Auskunft des Gartenbauamtes ist eine Bebauung die- ses Abschnitts nicht vor 2018 zu erwarten. d) Neureut –Kirchfeld (2004 Platz 6): Hier wurde mit Unterstützung des Sicher- heitsbeirates Neureut eine dezentrale Betreuung durch den Jugendtreff Neu- reut in einem Container installiert, der bis auf Weiteres ausreichend scheint. Damit steht als letzter Auftrag aus 2004 derzeit noch die Realisierung eines Kinder- und Jugendtreffs in der Südweststadt (2004 Platz 3) offen. In umfangreichen Betei- ligungsprozessen im Rahmen mehrerer Jugendforen wurde ein Standort bei der Heinrich-Hertz-Schule gefunden und vom Jugendhilfeausschuss am 04.10.2006 be- fürwortet. Inzwischen liegen haushaltsreife Planungen vor. 3. Aktuelle Situation 2010 Im Stadtteil Rintheim hat sich eine aktuelle Bedarfssituation ergeben. Die Sozialdaten für das Rintheimer Feld sind im Wesentlichen doppelt so hoch be- lastet wie im Karlsruher Durchschnitt. Jugendliche fallen dadurch auf, dass sie übermäßig Alkohol und Drogen konsumieren und Anwohner belästigen. Schlechte schulische Zeugnisse, z.T. fehlende Schulabschlüsse und geringe berufliche Per- spektiven sind kennzeichnend für diese Jugendliche. Hieraus hat sich eine Situation ergeben, in der sich die Anwohnerschaft hilfesuchend an die Volkswohnung gewendet hat. Nach übereinstimmender fachlicher Einschät- zung in Stadtteilkonferenzen und anderen Fachgremien, brauchen diese Jugendli- chen unbedingt eine verlässliche Anlaufstelle. Daraufhin hat sich die Volkswohnung dazu entschieden, den ehemaligen Polizeiposten Rintheim zu erwerben und in einen Jugendtreff umzunutzen. Der Umbau wurde von Jugendlichen unter Anleitung und Aufsicht von fünf Handwerksbetrieben selbst vorgenommen. Er steht vor dem erfolg- reichen Abschluss und wurde am 29.10.2010 eröffnet. Ergänzende Erläuterungen Seite 4 Für die verlässliche Betreuung ist vom Stadtjugendausscchuss e.V. ein Antrag auf Schaffung einer 75% Personalstelle gestellt worden. Die Entscheidung hierüber wird im nächsten Personalausschuss am 21.12.2010 erwartet. Beim Wirtschaftsministerium wurde zur Entlastung des städtischen Haushaltes ein Zuschussantrag aus dem Programm „Modellprojekte“ gestellt. Dies würde bedeuten, dass in den ersten drei Jahren ein Zuschuss in Höhe von 60% der Gesamtkosten i.H.v. 59.026 € (d.h. 35.416 € Zuschuss p.a.) gewährt wird. Die Kosten für die Stadt könnten so auf 23.610 € p.a. reduziert werden. 4. Prioritätenliste 2010 Aufgrund des extensiven Ausbaus der Kinder- und Jugendarbeit in den letzten zehn Jahren kann davon ausgegangen werden, dass die Prioritätenliste 2010 in absehba- rer Zeit keine Ergänzung benötigt. 1. Jugendtreff Rintheim (Schaffung einer Personalstelle) 2. Jugendtreff Südweststadt (Neubau bei der Heinrich-Hertz-Schule) 3. Aktivspielplatz Ostaue (für 2018 vorzuplanen) Ergänzende Erläuterungen Seite 5 Beschluss: I. Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Der Jugendhilfeausschuss nimmt die vorgeschlagene Prioritätenliste zustim- mend zur Kenntnis und empfiehlt die Umsetzung der vorgeschlagenen Maß- nahmen. II. Auf die Tagesordnung der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 17.11.2010. III. Aufnahme ins Ratsinformationssystem und Übersendung der Vorlage an die Mitglieder des Gemeinderates/Ausschusses. Dez.1: Dez.2: Dez.3: Dez.4: Dez.6: HGW: POA: Dir SJB: StJA e.V. Sachbearbeiter: Herr Pistorius Tel.: R 5600 AZ: (nur für interne Bearbeitung)