Anfrage StRn Luczak-Schwarz, StRn Wiedemann, StRn Köhler, StR Dr. Müller (CDU): Neuere Leuchtstofflampen in öffentlichen Einrichtungen
| Vorlage: | 25919 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 08.11.2010 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
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STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) Stadträtin Karin Wiedemann (CDU) Stadträtin Christa Köhler (CDU) Stadtrat Dr. Thomas Müller (CDU) CDU-Gemeinderatsfraktion vom 14.10.2010 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 16. Plenarsitzung Gemeinderat 16.11.2010 563 18 öffentlich Neuere Leuchtstofflampen in öffentlichen Einrichtungen 1. Sind in öffentlichen Einrichtungen der Stadt energiesparende Leuchtstofflam- pen nach T5 Systemen bzw. T8 mit einem T5 Adapter im Einsatz bzw. in wel- cher Größenordnung? 2. Falls solche Leuchtstofflampen im Einsatz sind: Wie sind die Erfahrungen da- mit, was Kosten, Wartung, Energieverbrauch und Lebenszyklen anbelangt? 3. Inwieweit beabsichtigt die Verwaltung, solche Leuchtstofflampen (ggf. nach einer Probephase) einzuführen bzw. die Verwendung auszuweiten? 4. Für welche Raumarten öffentlicher Einrichtungen bietet sich diese Beleuch- tung an? 5. Würde sich eine jährliche Ersparnis ergeben, wenn solche Leuchtstofflampen flächendeckend in städtischen Gebäuden eingesetzt werden würden bzw. wie hoch könnte die jährliche Ersparnis ausfallen? Sachstand/Begründung: Dem Energiebericht 2009 ist unter 3.2.1 zu entnehmen, dass sich der Stromver- brauch aller städtischen Einrichtungen auf 19.956 MWh erhöht hat und damit um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist, wobei Schulen und Schulturnhallen die größte Verbrauchs- und Kostengruppe darstellen. Ohne bereits vorgenommene stromverbrauchsenkende Maßnahmen hätte sich der Stromverbrauch gegenüber dem Vorjahr noch deutlicher erhöht. Dies zeigt, dass stromsparende Maßnahmen Wirkung zeigen. Seit einiger Zeit gibt es stark energiesparende Leuchtstofflampen mit innovativen Adaptern. So können mit einem T5 Adapter-System bestehende T8 Lichtsysteme in energieeffiziente T5 Systeme umgerüstet werden. Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Diese Systeme sollen bis zu 40 Prozent weniger Energie als herkömmliche Modelle verbrauchen, eine längere Lebensdauer besitzen und erheblich weniger CO2 emittie- ren. In vorhandene Beleuchtungsgehäuse könnten diese Leuchtmittel einfach und schnell installiert werden, Umbaumaßnahmen wären dazu nicht erforderlich. unterzeichnet von: Gabriele Luczak-Schwarz Karin Wiedemann Christa Köhler Dr. Thomas Müller Hauptamt - Sitzungsdienste - 5. November 2010
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STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadträtin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) Stadträtin Karin Wiedemann (CDU) Stadträtin Christa Köhler (CDU) Stadtrat Dr. Thomas Müller (CDU) CDU-Gemeinderatsfraktion vom: 14.10.2010 eingegangen: 14.10.2010 Gremium: 16. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 16.11.2010 563 18 öffentlich Dez. 6 Neuere Leuchtstofflampen in öffentlichen Einrichtungen 1. Sind in öffentlichen Einrichtungen der Stadt energiesparende Leuchtstofflampen nach T5-Systemen bzw. T8 mit einem T5-Adapter im Einsatz bzw. in welcher Grö- ßenordnung? Es sind in der Stadt Karlsruhe bereits Leuchten mit T5-Lampen im Einsatz. Der Einsatz von Leuchten mit T5-Leuchtmittel wird bei Neubauten und Sanierungen von HGW vorge- geben. Nach derzeitiger Einschätzung sind ca. 20 - 30 % der Leuchten mit T5-Lampen und ca. 70 - 80 % mit T8-Lampen ausgestattet. Leuchten, die für T8-Leuchtmittel konzipiert sind, sind bisher nur testweise mit T5- Adaptern ausgestattet worden. Eine flächendeckende Umrüstung in städtischen Gebäuden hat bisher nicht stattgefunden und ist auch nicht geplant. 2. Falls solche Leuchten im Einsatz sind: Wie sind die Erfahrungen damit, was Kos- ten, Wartung, Energieverbrauch und Lebenszyklen anbelangt? HGW beschäftigt sich seit ca. 2007 wiederkehrend mit dem Einsatz von T5-Lampen und den dazugehörigen Adaptern in T8-Leuchten. Grundsätzlich ist anzumerken, dass T5-Lampen bestimmungsgemäß nicht für den Einsatz in T8-Leuchten gedacht sind. In dem Zusammenhang ist im Schadensfall die Haftungsfra- ge zwischen Leuchtenhersteller, T5-Adapterhersteller und der Stadt Karlsruhe als Betrei- ber zu klären. Diese Fragen sind noch offen. T5-Lampen haben in Verbindung mit elektronischen Vorschaltgeräten einen besseren Wirkungsgrad bei gleicher Lichtausbeute (Lumen) und tragen zur Energieeinsparung bei. Die erwähnte Energieeinsparung in Höhe von bis zu 40 % lässt sich jedoch nur erreichen, indem die Lampenleistung und damit die Lichtausbeute (Lumen) reduziert werden. Dies hat zur Konsequenz, dass in der Regel die geforderten Beleuchtungsstärken dann nicht mehr erreicht werden. Seite 2 3. Inwieweit beabsichtigt die Verwaltung solche Leuchtstofflampen (ggf. nach einer Probephase) einzuführen bzw. die Verwendung auszuweiten? Die Umrüstung bestehender Leuchten mit T5-Lampen und T5-Adaptern wird derzeit aus fachtechnischer Sicht von HGW nicht befürwortet und ist demnach nicht geplant. 4. Für welche Raumarten öffentlicher Einrichtungen bietet sich diese Beleuchtung an? Aus vorgenannten Gründen bietet sich diese Lösung praktisch für keine Raumarten an. Hinzu kommt, dass ein bei HGW vorliegendes Muster eines T5-Adapters den Nachteil einer Achsverschiebung und damit einer Veränderung des Lichtaustrittscharakters hat. 5. Würde sich eine jährliche Ersparnis ergeben, wenn solche Leuchtstofflampen flä- chendeckend in städtischen Gebäuden eingesetzt werden würden bzw. wie hoch könnte die jährliche Ersparnis ausfallen? Eine Gesamtbetrachtung der Kostenersparnis bei flächendeckendem Einsatz hat bisher nicht stattgefunden, da der stadtweite Einsatz dieses Systems bisher nicht in Frage kam.