Anfrage StRn Luczak-Schwarz, StRn Staab, StR Ehlgötz, StR Dr. Käuflein (CDU): Lärmschutzmaßnahmen im Bereich der Vogesenschule und der Hardtschule
| Vorlage: | 25916 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 08.11.2010 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Beiertheim-Bulach, Knielingen |
Beratungen
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Gabriele Luczack-Schwarz (CDU) Stadträtin Christiane Staab (CDU) Stadtrat Thorsten Ehlgötz (CDU) Stadtrat Dr. Albert Käuflein (CDU) CDU-Gemeinderatsfraktion vom 05.10.2010 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 16. Plenarsitzung Gemeinderat 16.11.2010 560 15 öffentlich Lärmschutzmaßnahmen im Bereich der Vogesenschule und der Hardtschule 1. Sind die Auswirkungen der Lärmschutzwand in Mittellage der Südtangente auf den Lärmpegel auf Seiten der Vogesenschule und der Hardtschule ermittelt worden? 2. Welche Lärmwerte sind vor und nach der Errichtung der Lärmschutzwand an welchen Stellen ermittelt worden? 3. An welchen Tagen mit Schulbetrieb und zu welchen Uhrzeiten wurden die Lärmwerte ermittelt? 4. Wie lässt sich der Eindruck einiger Betroffener erklären, dass die Lärmschutzwand den Lärm nicht mindere, sondern eher noch verstärke? Sachstand/Begründung: Die Lärmschutzwand in Mittellage der Südtangente wurde errichtet, um die Lärmbelastung im Bereich der Vogesenschule und der Hardtschule deutlich zu senken. Um den Erfolg dieser Maßnahme einschätzen zu können, sind die ermittelten Lärmwerte von Bedeutung – gerade im Vergleich der Zeiten vor und nach dem Bau der Schutzwand. So könnte auch beurteilt werden, ob künftig ähnliche Lärmschutzwände in Frage kommen. Betroffene im Bereich der beiden Schulen haben ausgesagt, dass nach ihrem Empfinden die Schutzwand den Lärm verstärke. Es stellt sich die Frage, ob dies ein rein subjektiver Eindruck ist oder objektive Faktoren dafür sprechen, dass der Lärm zugenommen hat. unterzeichnet von: Gabriele Luczak-Schwarz Christiane Staab Thorsten Ehlgötz Dr. Albert Käuflein Hauptamt - Sitzungsdienste - 5. November 2010
-
Extrahierter Text
STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadträtin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) Stadträtin Christiane Staab (CDU) Stadtrat Thorsten Ehlgötz (CDU) Stadtrat Dr. Albert Käuflein (CDU) CDU-Gemeinderatsfraktion vom: 05.10.2010 eingegangen: 05.10.2010 Gremium: 16. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 16.11.2010 560 15 öffentlich Dez. 6 Lärmschutzmaßnahmen im Bereich der Vogesenschule und der Hardtschule 1. Sind die Auswirkungen der Lärmschutzwand in Mittellage der Südtangente auf den Lärmpegel auf Seiten der Vogesenschule und der Hardtschule ermittelt worden? Die Auswirkungen des Lärmschutzes (Wand in Straßenmitte und Wand auf der Vogesenbrü- cke) sind für beide Schulen, die Hardtstraße und Am Entenfang im Rahmen der Lärmaktions- planung untersucht worden. 2. Welche Lärmwerte sind vor und nach der Errichtung der Lärmschutzwand an welchen Stellen ermittelt worden? Vor Errichtung der Lärmschutzmaßnahmen liegt die Erdgeschossebene beider Schulen im Be- lastungsbereich größer 70 dB(A) (24-h-Mittelwert). Durch die Lärmschutzmaßnahmen werden Entlastungen im Bereich der Hardtschule von ca. 3 dB(A) und im Bereich der Vogesenschule von ca. 4 dB(A) erwartet. 3. An welchen Tagen mit Schulbetrieb und zu welchen Uhrzeiten wurden die Lärmwerte ermittelt? Die EU-Umgebungslärmrichtlinie bzw. die Umsetzung in nationales Recht (34. BlmSchV) führ- te neue Beurteilungszeiträume/Lärmindizes ein. Danach gilt der Lärmindex L den für den 24-h- Mittelwert und der Lärmindex L n für den 8-h-Mittelwert, nachts. Weitere Differenzierungen z. B. innerhalb des Schulbetriebs sind nicht vorgesehen. Unabhängig davon wurden im Rahmen des Monitoring und der Erfolgskontrolle vormittags ört- liche „Vorher-Schallpegelmessungen“ in der Hardtstraße 1/Vogesenschule und Am Entenfang 16 durchgeführt. Nach Fertigstellung der Lärmschutzmaßnahmen (Mittelwand und Wand auf der Vogesenbrücke) ist als Wirkungsnachweis eine „Nachher-Schallpegelmessung“ vorgese- hen. Grundsätzlich sollten zwar theoretisch ermittelte Lärmbelastungswerte nach Pkt. 1 bis Pkt. 3 nicht mit Messwerten verglichen werden aber Vorher-Nachher-Messwerte objektivieren subjek- tive Eindrücke und dokumentieren relative Pegelminderungen. Seite 2 4. Wie lässt sich der Eindruck einiger Betroffener erklären, dass die Lärmschutzwand den Lärm nicht mindere, sondern eher noch verstärke? Auch in der Vergangenheit gab es aus vorher teilabgeschirmten und anschließend lärmtech- nisch nachgerüsteten Bereichen (Knielingen, Bulach-Beiertheim) ähnliche einzelne Meinungs- äußerungen. Fakt ist, dass die Lärmschutzwand in Mittellage der Südtangente eine Richtungs- fahrbahn „akustisch eliminiert“ bzw. so wirkt wie die Halbierung der Verkehrsmenge. Vermut- lich richtet sich der Fokus einiger Betroffener besonders dann aufmerksam auf die Lärmbelas- tung, wenn eine Lärmschutzmaßnahme umgesetzt und eine hohe Erwartungshaltung nicht er- füllt ist. Die Lärmschutzwand in Mittellage hat - ergänzend angemerkt - den Vorteil, sehr nah an der Quelle und damit effizient zu sein. Sie wirkt auf beiden Seiten der Südtangente und übernimmt darüber hinaus auch eine Teilabschirmung des dortigen Schienenverkehrslärms. Der Vergleich aus „Vorher- und Nachhermessung“ nach Abschluss der Bauarbeiten wird die Wirkung der neuen Lärmschutzwand objektiv zeigen.