Antrag GRÜNE: Vertikale Gärten in Karlsruhe

Vorlage: 25906
Art: Beschlussvorlage
Datum: 08.11.2010
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 16.11.2010

    TOP: 8

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • TOP 8
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zum Antrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom: 23.09.2010 eingegangen: 23.09.2010 Gremium: 16. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 16.11.2010 550 8 öffentlich Dez. 6 Vertikale Gärten in Karlsruhe - Kurzfassung - Die Möglichkeiten zur Realisierung vertikaler Gärten in Karlsruhe werden vom Gartenbau- amt und Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft geprüft. Zur weiteren Behandlung wird empfohlen, das Thema in den Bauausschuss zu verweisen. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Die Fassadenbegrünung im herkömmlichen Sinne durch Rank-, Schling- und Klet- terpflanzen ist eine auch in Karlsruhe gerne genutzte Möglichkeit, um mit vertikalem Grün das Stadtbild und das Kleinklima zu verbessern. Seit 1982 werden Fassaden- begrünungen auch im privaten Bereich im Rahmen des Förderprogramms „Grüne Höfe, Dächer und Fassaden“ finanziell unterstützt. Auf diese Weise konnte bereits an vielen Standorten ein mit den vertikalen Gärten vergleichbarer Begrünungseffekt erzielt werden. Vertikale Gärten, denen gegenwärtig eine stark zunehmende Aufmerksamkeit zuteil wird, unterscheiden sich von Fassadenbegrünungen ganz erheblich. Für eine Be- grünung dieser Art sind sehr umfangreiche konstruktive und technische Vorausset- zungen zu schaffen. Neben den vertikal angeordneten Pflanzelementen ist eine auf- wendige automatische Bewässerungsanlage erforderlich, um den erwünschten Er- folg garantieren zu können. Daher wäre eine Neubaumaßnahme, bei der die Verti- kalbegrünung ein integraler Bestandteil der Gebäudekonstruktion und -technik ist, ein denkbares Modellprojekt. Leider liegen bei den betreffenden städtischen Dienststellen (Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft, Gartenbauamt) noch keine ausreichenden Erkenntnisse und Erfahrungen vor, um hier kurzfristig ein Modellprojekt auf den Weg zu bringen. Es wird daher vorgeschlagen, dass sich beide Dienststellen zunächst eingehender über geeignete Referenzobjekte informieren und im Bauausschuss über diese Er- kenntnisse referieren. Erst auf dieser Grundlage lassen sich weitergehende Vor- schläge entwickeln, wie vertikale Gärten in Karlsruhe im öffentlichen und privaten Bereich Verbreitung finden können. Allerdings ist der ökologische Nutzen gemessen am Aufwand eher begrenzt.

  • GRÜNE-Vertikale Gärten
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) Stadträtin Anne Segor (GRÜNE) Stadträtin Tanja Kluth (GRÜNE) Stadtrat Johannes Honné (GRÜNE) GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom 23.09.2010 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 16. Plenarsitzung Gemeinderat 16.11.2010 550 8 öffentlich Vertikale Gärten in Karlsruhe In Vorbereitung auf den Stadtgeburtstag wird die Anlage von „Vertikalen Gärten“ (neuartige Begrünung an Fassaden und Brandwänden) an geeigneten Stellen im Stadtgebiet untersucht. Als erste Schritte zur Verwirklichung dieses innovativen Konzeptes mit dem Ziel einer Aufwertung der Innenstadt beantragt die GRÜNE Gemeinderatsfraktion: 1. Die Stadtverwaltung prüft Standorte, die sich für die Anlage von Vertikalen Gärten eignen. Dabei sind sowohl die Fassaden, Brandwände, u. Ä. städtischer als auch privater Gebäuden zu untersuchen. 2. Mögliche Projekte an städtischen Gebäuden, technische Voraussetzungen und Kosten werden den zuständigen städtischen Gremien zur internen Diskussion vorgestellt. 3. Die Stadtverwaltung setzt sich dafür ein, auch private Eigentümer von dem Projekt zu überzeugen. 4. Die interessierte Bevölkerung und das Fachpublikum wird in geeigneter Form (Stadtbauforum, Workshops, u. Ä.) über dieses Projekt informiert. Innerstädtische Flächen sind zum größten Teil versiegelt. Gerade in Karlsruhe - in einer der heißesten Gegenden Deutschlands gelegen - sollten vor allem in innerstädtischen Quartieren grüne Bereiche zur Verbesserung des Stadtklimas und zur Erholung der Bewohnerinnen und Bewohner angelegt werden. Bei knappen Flächen in der Innenstadt erfüllen auch grüne Wände und Dächer diesen Zweck. Eine innovative technische Entwicklung macht die Weiterentwicklung von einfachen begrünten Wänden zu „Vertikalen Gärten“ möglich. Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Aber nicht nur aus stadtökologischen Gründen ist die Anlage von Vertikalen Gärten anzustreben. Die GRÜNE-Fraktion sieht darin auch eine publikumswirksame Maßnahme, ein besonderes Projekt als Highlight für den Stadtgeburtstag. Vertikale Gärten sind nicht einfach nur Wandbegrünung mit Efeu oder Wein. Sie bestehen aus einer großen Anzahl unterschiedlichster Kletterpflanzen, Kräuter und niedriger Bäume. Daraus entsteht ein vielgestaltiger, jahreszeitlich sich verändernder Teppich von hohem ästhetischen Wert. Vertikale Gärten brauchen zunächst eine technische Grundausstattung, sind aber dann so gut wie wartungsfrei. Der für den Stadtgeburtstag festgelegte Schwerpunkt „Lebensqualität“ könnte mit einem solchen innovativen Projekt für alle Bewohnerinnen und Bewohner deutlich sichtbar und wahrnehmbar verwirklicht werden. unterzeichnet von: Bettina Lisbach Anne Segor Tanja Kluth Johannes Honné Hauptamt - Sitzungsdienste - 5. November 2010