Einrichtung eines Ganztagsbetriebs in offener Angebotsform am Goethe-Gymnasium

Vorlage: 25902
Art: Beschlussvorlage
Datum: 08.11.2010
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Beiertheim-Bulach, Südstadt, Südweststadt

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 16.11.2010

    TOP: 4

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • GanztagsbetriebGoetheGym
    Extrahierter Text

    BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: 16. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 16.11.2010 546 4 öffentlich Dez. 3 Einrichtung eines Ganztagsbetriebs in offener Angebotsform am Goethe-Gymnasium Beratungsfolge Sitzung am TOP ö nö Ergebnis Schulbeirat 27.10.2010 3 einstimmige Zustimmung Gemeinderat 16.11.2010 4 Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Der Gemeinderat beschließt – nach Vorberatung im Schulbeirat – die Einrichtung eines Ganztagsbetriebs in offener Angebotsform am Goethe-Gymnasium (§ 30 i. V. m. § 22 Schulgesetz Baden-Württemberg) zum Schuljahr 2011/12. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) 11.500 € 4.000 € 6.500 € 6.500 € Haushaltsmittel stehen in voller Höhe zur Verfügung. Finanzposition: 1.400.21.10.06.02.98 Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Miteinander Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 1. Ausgangslage Das in der Karlsruher Südweststadt gelegene Goethe-Gymnasium blickt auf eine 100-jährige Tradition zurück und hat im laufenden Schuljahr über 800 Schülerinnen und Schüler, welche von 75 Lehrkräften unterrichtet werden. Neben dem naturwissenschaftlichen Profil bietet das Goethe-Gymnasium im sprach- lichen Profil auch Italienisch als dritte Pflichtfremdsprache an. Als einziges Karlsru- her Gymnasium hat das Goethe-Gymnasium eine englisch-bilinguale Abteilung. Die- ses Angebot nehmen rund 55 % aller Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums wahr. Die Schülerinnen und Schüler des Goethe-Gymnasiums kommen aus dem gesam- ten Karlsruher Stadtgebiet, weshalb der Bedarf an ganztägiger Betreuung über- durchschnittlich hoch ist. 2. Ganztagsschulkonzept des Landes Baden-Württemberg Ziel des Landesprogramms „Bedarfsorientierter Ausbau und Weiterentwicklung von Ganztagsschulen in Baden-Württemberg“ vom 20.02.2006 ist die Einrichtung von Ganztagsschulen an 40 % der öffentlichen allgemein bildenden Schulen bis zum Schuljahr 2014/2015. Jede Schülerin und jeder Schüler soll die Möglichkeit erhalten, bei Bedarf eine Ganztagsschule in erreichbarer Nähe besuchen zu können. Das Land unterscheidet dabei zwischen gebundenen/teilgebundenen Ganztags- schulen mit besonderer pädagogischer und sozialer Aufgabenstellung (früher Brennpunktschulen) ausschließlich für den Grund- und Hauptschulbereich und den Ganztagsschulen in offener Angebotsform, welche neben den Grund- und Haupt- schulen auch die Realschulen und Gymnasien (ohne Oberstufe) umfassen. Offene Ganztagsschulen bieten einen Ganztagsbetrieb an mindestens 4 Tagen mit 7 Zeitstunden und ein warmes Mittagessen an. Die Teilnahme ist freiwillig und bedarf zur Planungssicherheit der verbindlichen Anmeldung für ein Schuljahr. Gymnasien in offener Angebotsform erhalten zusätzlich eine Lehrerwochenstunde je Ganztagsklasse. Es soll mindestens ein Zug als Ganztagsschulangebot dauerhaft eingerichtet werden. Weitere Vorgaben des Landes sind eine Rhythmisierung des Unterrichts auf Vor- und Nachmittag, mehrere Bewegungspausen, Kooperation mit außerschulischen Partnern und ein warmes Mittagessen. Die Darstellung erfolgt in einem pädagogi- schen Konzept der Schule. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 In Karlsruhe wurde bereits zum Schuljahr 2007/2008 am Kant-Gymnasium der offe- ne Ganztagsbetrieb erfolgreich eingerichtet. 3. Konzeption des Goethe-Gymnasiums Das Goethe-Gymnasium hat ein pädagogisches Konzept erarbeitet, das den Anfor- derungen des Landeskonzepts entspricht (Anlage). Das Konzept umfasst die Klassenstufen 5 bis 10 und soll sukzessive nach der Fer- tigstellung des Erweiterungsbaus ab September 2011 umgesetzt werden. Der Unterrichtstag beginnt um 07:45 Uhr und wird durch zwei große Bewegungs- pausen und eine einstündige Mittagspause rhythmisiert. Auch am Nachmittag findet Unterricht statt. Ergänzt wird das Ganztagsangebot durch ein Mittagessensangebot, Hausaufgaben- betreuung, Freizeitbetreuung und Arbeitsgemeinschaften. Außerschulischer Koope- rationspartner für die Mittags- und Nachmittagsbetreuung ist die Kinder-Stadtkirche e. V. Das Programm der Arbeitsgemeinschaften wird mit Lehrkräften der Schule und Partnern aus dem Jugendbegleiterprogramm des Landes bestritten. Das Mittages- sen wird im Rahmen der Nachmittagsbetreuung durch die Kinder-Stadtkirche e. V. organisiert und verantwortet. Der Schultag endet um 16:35 Uhr. 4. Finanzielle Auswirkungen Nach Auffassung des Landes ist die Mittagsbetreuung Aufgabe des kommunalen Schulträgers. Bei den (teil-)gebundenen Ganztagsschulen im Hauptschulbereich trägt die Stadt die Personalkosten für eine halbe Stelle Schulsozialarbeit sowie für eine halbe Stelle Freizeitpädagogik. Das Kant-Gymnasium erhält beispielsweise für den Ganztagsbetrieb im Rahmen des Jugendbegleiterprogramms 6.000 € (Landeszuschuss 4.000 €, um 50 % aus städti- schen Mitteln aufgestockt). Zusätzlich erhält das Gymnasium von der Stadt pro Gruppe 2.600 € pro Jahr (komplementär zur Lehrerwochenstunde abzüglich der 12- wöchigen Ferienzeit) für Aufwendungen von Betreuungskräften. Das Land beteiligt sich an Gymnasien in offener Angebotsform mit einer zusätzli- chen Lehrerwochenstunde je Ganztagsklasse, was einer finanziellen Förderung von rund 3.400 € pro Jahr entspricht. Die Betreuungsangebote im Rahmen des Ganztagsbetriebs am Goethe-Gymnasium sollen, vergleichbar der am Kant-Gymnasium, finanziell in Höhe von 11.500 € geför- dert werden. Für die Betreuungsleistung am Nachmittag und das angebotene Mittagessen erhebt der außerschulische Partner ein Elternentgelt (bei einer Betreuung bis 16:00 Uhr Ergänzende Erläuterungen Seite 4 kostet der erste Betreuungstag 37 € und jeder weitere 29 €, jedoch max. 133 € pro Monat incl. Mittagessen). 5. Zeitlicher Ablauf Damit der Ganztagsbetrieb am Goethe-Gymnasium zum Schuljahr 2011/2012 einge- richtet werden kann, ist nach dem Landeskonzept ein Beschluss des kommunalen Schulträgers nach § 30 i. V. m. § 22 Schulgesetz erforderlich. Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat beschließt – nach Vorberatung im Schulbeirat – die Einrichtung eines Ganztagsbetriebs in offener Angebotsform am Goethe-Gymnasium (§ 30 i. V. m. § 22 Schulgesetz Baden-Württemberg) zum Schuljahr 2011/12. Hauptamt - Sitzungsdienste - 5. November 2010

  • AnlPaedaKonzGoetheGym
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    Pädagogisches Konzept Antrag zur Anerkennung als ‚Offene Ganztagsschule’ 01.09.2010 Seite 1 von 5 Pädagogisches Konzept 1. Die Ausgangslage a) Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler des Goethe-Gymnasiums kommen nicht nur aus der nä- heren Umgebung (Südweststadt, Beiertheim, Südstadt), sondern in nicht unerhebli- chem Umfang aus dem gesamten Karlsruher Stadtgebiet. Dies liegt unter anderem an zwei schulischen Angeboten, die es in der Karlsruher Schullandschaft nur am Goethe- Gymnasium gibt: Die englisch-bilinguale Abteilung und Italienisch als dritte Pflicht- fremdsprache. Die Schülerinnen und Schüler haben also zum Teil weite Anfahrtswege und halten sich deshalb auch über Mittag in der Schule auf, insbesondere, wenn sie Pflichtunterricht am Nachmittag haben oder die zahlreichen Betreuungs- bzw. AG- Angebote nutzen wollen. Außerdem gibt es am Goethe-Gymnasium aufgrund des bilingualen Profils, das ca. 55% aller Schülerinnen und Schüler belegen, noch häufiger Nachmittagsunterricht als üblich, da in diesem Profil bis zu zwei Wochenstunden mehr auf dem Stundenplan stehen. Unabhängig davon gibt es aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen verstärkt den Wunsch der Eltern, ein Ganztagesangebot in Anspruch zu nehmen. b) Die Kooperation mit der Kinderstadtkirche e.V. Karlsruhe Das Goethe-Gymnasium Karlsruhe pflegt bereits seit dem Schuljahr 2003/04 eine en- ge Kooperation mit der Kinderstadtkirche Karlsruhe e.V. Zum einen überzeugt das äußerst flexible und kostengünstige Angebot, das in enger Abstimmung mit der Schule den Eltern zur Wahl gestellt wird. Es reicht von einer Mittagsbetreuung (inklusive Mittagsessen) zwischen 13.05 Uhr und 14.00 Uhr an einem beliebigen Wochentag bis hin zu einer fünftägigen Nachmittagsbetreuung bis jeweils 16.00 Uhr. Im Rahmen die- ses Minimal- bzw. Maximalangebots können alle gewünschten Betreuungsvarianten ermöglicht werden. Zum anderen überzeugt die Kinderstadtkirche mit ihrem Personal. Es sind ausgebildete pädagogische Fachkräfte tätig, die auch bereit sind, die pädagogi- schen Leitlinien der Schule mit zu tragen und umzusetzen. c) Die Teilnahme am Jugendbegleiterprogramm Das Goethe-Gymnasium ist seit dem Schuljahr 2008/09 als Modellschule am Jugend- begleiterprogramm des Landes Baden-Württemberg beteiligt. Im kommenden Schul- jahr sind vier AG-Angebote über das Programm vorgesehen (vgl. Tabelle 1d). Ein kontinuierlicher Ausbau des Programms ist geplant. Aber bereits in den ersten beiden Jahren entwickelte sich das Jugendbegleiterprogramm zu einem wesentlichen Pfeiler des pädagogischen Konzepts des Gymnasiums auf dem Weg zu einer Ganztagesschu- le. Pädagogisches Konzept Antrag zur Anerkennung als ‚Offene Ganztagsschule’ 01.09.2010 Seite 2 von 5 d) Weitere Kooperationen mit außerschulischen Partnern / AG-Angebot Das Goethe-Gymnasium ist bemüht, seinen Schülerinnen und Schülern an den Nach- mittagen neben dem Pflichtunterricht auch ein attraktives Angebot in Form von Ar- beitsgemeinschaften zu machen. Dies gelingt zum einen mit Hilfe von Kooperationen mit außerschulischen Partnern bzw. im Rahmen des Jugendbegleiterprogramms der Landesstiftung. Auf dieser Grundlage werden beispielsweise im Schuljahr 2010/11 folgende Arbeitsgemeinschaften durchgeführt: Arbeitsgemeinschaft Kooperationspartner / Programm Umwelt-AG Programm der Stadt Karlsruhe „Kooperationen im Rahmen von Betreuungsangeboten zwischen Schulen und Kultur / Sport / Umwelt“ (Leiterin: Frau Dr. Holle-Poll) Volleyball-AG Programm der Stadt Karlsruhe „Kooperationen im Rahmen von Betreuungsangeboten zwischen Schulen und Kultur / Sport / Umwelt“ (Leiter: Alexander Sartisson, SVK Beiter- heim) Architektur-AG Leiter: Architekt Beier-Xanke / Jugendbegleiterprogramm Tanz-AG Leiterin: Silvia Koch (Mutter einer Schülerin) / Jugendbe- gleiterprogramm Schach-AG Leiterin: Kerstin Wodzinski (Studentin von den Karlsruher Schachfreunden) / Jugendbegleiterprogramm Schulsanitätsdienst Leiter: Ausgebildete Schüler/innen / Jugendbegleiterpro- gramm In den vergangenen Schuljahren hatten wir auch Angebote im Rahmen des städtischen Programms „Kooperation Schule und Kultur“. Außerdem wurden Arbeitsgemein- schaften in Kooperation mit der Karlsruher Jugendkirche bzw. der Evangelischen Dia- konie Karlsruhe (Jes-Projekte ‚Neue Medien – Schüler lehren Senioren’) durchgeführt. Zum anderen gibt es am Goethe-Gymnasium trotz knapper werdender Personalres- sourcen ein breites AG-Angebot, das von den Lehrerinnen und Lehrern verantwortet wird. So werden beispielsweise im kommenden Schuljahr 2010/11 18 Arbeitsgemein- schaften im musischen, künstlerischen, sportlichen sowie sprachlichen Bereich, vier Förderunterrichtsangebote und eine Hochbegabten-AG angeboten. Schließlich gehö- ren auch zu unserem Gesamtkonzept Angebote, die von Schülerinnen und Schülern verantwortet werden, zum Teil über ausgebildete Schülermentoren/innen. Neben dem bereits erwähnten Schülersanitätsdienst im Rahmen des Jugendbegleiterprogramms gibt es am Goethe-Gymnasium ein umfangreiches Nachhilfeangebot sowie die nach- mittägliche Hausaufgabenbetreuung, die ebenfalls - begleitet von Lehrerinnen und Lehrern – von Schülerinnen und Schülern verantwortet werden. Oberstufenschülerin- nen und –schüler erwerben somit wertvolle Kompetenzen, die sie in ihrem späteren Leben einsetzen können. So wird auch die Erziehung der Schülerinnen und Schüler zu Selbständigkeit und Verantwortungsbewusstsein gefördert. Pädagogisches Konzept Antrag zur Anerkennung als ‚Offene Ganztagsschule’ 01.09.2010 Seite 3 von 5 2. Das pädagogische Konzept a) Die Grundlagen Im Leitbild des Goethe-Gymnasiums, das 2003 von den Schulgremien verabschiedet worden ist, ist die Einführung einer Ganztagesschule bereits mit angedacht. Unter an- derem werden die Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler sowie deren Persönlichkeitsentwicklung hervorgehoben. In der Profilierung der Schule, die die pädagogischen Schwerpunkte konkretisieren soll und 2005 verab- schiedet wurde, stehen zwei Leitsätze im Mittelpunkt, die ebenfalls eine Grundlage für einen Ganztagesbetrieb bilden: „Wir öffnen die Schule nach innen und außen“ sowie „Wir fördern unsere Schüler/innen auch über den Unterricht hinaus“. Es besteht in der Schulgemeinschaft Konsens darüber, dass eine moderne Schule nicht nur Lern-, sondern auch Lebensraum für die Schülerinnen und Schüler sein sollte. Sowohl die Veränderung der organisatorischen Rahmenbedingungen mit Einführung des achtjährigen Gymnasiums mit zahlreichem Nachmittagsunterricht wie auch verän- derte gesellschaftliche Umstände mit berufstätigen Vätern und Müttern lassen einen solchen Paradigmenwechsel weg von der Halbtagesschule als notwendig erscheinen. Das Goethe-Gymnasium schafft deshalb ein vielfältiges Angebot, das es den Schüle- rinnen und Schülern ermöglicht, neben den hohen Belastungen durch den Pflichtunter- richt auch Angebote im AG- und Betreuungsbereich in Anspruch zu nehmen, in denen sie einen sinnvollen Ausgleich finden und weitere wichtige Kompetenzen erwerben können. b) Die konkreten Maßnahmen Um das pädagogische Konzept zu verwirklichen, wurde eine breite Palette von Ange- boten geschaffen, die den Schülerinnen und Schülern neben dem Pflichtunterricht zur Verfügung stehen (vgl. 1d). Die organisatorischen Rahmenbedingungen wurden in den letzten Jahren so verändert, dass die Schülerinnen und Schüler auch Schultage mit sieben und mehr Zeitstunden gut bewältigen können. So wurde zum einen an jedem Tag eine Doppelstundenschiene im Stundenplan verankert, die durch weitere Doppel- stunden ergänzt wird. Zum anderen wurden am Vormittag zwei längere Bewegungs- pausen eingeführt (jeweils 20 Minuten), in denen die Schülerinnen und Schüler einen Ausgleich zum Unterricht finden. Der Vormittag endet entweder mit der sechsten Stunde, woran sich nach einer längeren Mittagspause der Nachmittagsunterricht, die Arbeitsgemeinschaften bzw. die Betreuungsangebote anschließen können. Oder es gibt eine siebte Stunde im Vormittagsblock, auf die am Nachmittag grundsätzlich kein Pflichtunterricht mehr folgt. Am Mittwochnachmittag findet am Goethe-Gymnasium generell kein Pflichtunterricht statt, vielmehr besteht für alle Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, das Be- treuungs- bzw. AG-Angebot wahrzunehmen. Pädagogisches Konzept Antrag zur Anerkennung als ‚Offene Ganztagsschule’ 01.09.2010 Seite 4 von 5 3. Umsetzung ab dem Schuljahr 2011/12 Im Ganztagesangebot des Goethe-Gymnasiums wird auch in Zukunft das Betreuungs- angebot der Kinderstadtkirche e.V. (vgl. 1 b) eine wichtige Rolle spielen. Dieses An- gebot, an dem auch in den kommenden Schuljahren voraussichtlich jeweils ca. 30 Schüler/innen aus den Klassenstufen 5 und 6 teilnehmen werden, erstreckt sich auf fünf Wochentage. Die beteiligten Schülerinnen und Schüler verbringen an mindestens drei Wochentagen mindestens sieben Zeitstunden an der Schule. Dabei gestaltet sich der konkrete Ganztagesbetrieb sehr vielfältig. Die Kinder kommen beispielsweise nach der 6.Stunde zum gemeinsamen Mittagessen in die Betreuung, ehe sie um 14 Uhr wieder in den Pflichtunterricht gehen. Falls sie keinen Unterricht haben, stehen ihnen nach dem Mittagessen die zahlreichen AG- und Förderangebote der Schule offen. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, im Rahmen des Betreuungsangebots der Kinder- stadtkirche e.V. unter Aufsicht die Hausaufgaben zu machen und ein vielseitiges Frei- zeitprogramm in Anspruch zu nehmen (gemeinsames Spielen, Museumsbesuche, Aus- flüge, etc.). Das Essensangebot besteht auch dann, wenn der Vormittagsunterricht erst nach der 7.Stunde um 13.55 Uhr endet. Die Schülerinnen und Schüler können dann ebenfalls im Anschluss die eben beschriebenen Angebote wahrnehmen. Nach der Fertigstellung der Mensa im Herbst 2011 wird jedoch das Ganztagesangebot der Schule noch erheblich erweitert werden können. Auch in den Klassenstufen 7 und 8 ist dann ebenfalls je eine Gruppe von 25 bis 30 Schülerinnen und Schülern geplant, die ein Ganztagesangebot im Sinne der offenen Ganztagesschule (Angebot an vier Ta- gen mit mindestens 7 Zeitstunden) verbindlich wahrnehmen werden. Mensabesuch, Pflichtunterricht an mindestens zwei Nachmittagen sowie die bereits jetzt bestehenden zahlreichen weiteren Einzelangebote (vgl. 1c) werden in ein entsprechendes Gesamt- angebot integriert. Dazu werden dann neben der Mensa auch weitere Betreuungs-, Ar- beits- und Gruppenräume im Neubau zur Verfügung stehen. Insgesamt wird das Ganztagesangebot dann voraussichtlich von 100 – 125 Schülerin- nen und Schülern unserer Schule genutzt. Pädagogisches Konzept Antrag zur Anerkennung als ‚Offene Ganztagsschule’ 01.09.2010 Seite 5 von 5 Die Schulorganisation am Goethe-Gymnasium im Überblick Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag 1.Std.: 07.45 – 08.30 Unterricht (z.T in Doppelstunden) Unterricht (z.T in Doppelstunden) Unterricht (z.T in Doppelstunden) Unterricht (z.T in Doppelstunden) Unterricht (z.T in Doppelstunden) 2.Std.: 08.35 – 09.20 3.Std.: 09.25 – 10.10 10.10- 10.30 Bewegungspause Bewegungspause Bewegungspause Bewegungspause Bewegungspause 4./5.: 10.30 – 12.00 Uhr Unterricht (im Doppelstunden- block) Unterricht (im Doppelstunden- block Unterricht (im Doppelstunden- block Unterricht (im Doppelstunden- block Unterricht (im Doppelstunden- block Bewegungspause Bewegungspause Bewegungspause Bewegungspause Bewegungspause 6.Std.: 12.20 – 13.05 Unterricht Unterricht Unterricht Unterricht Unterricht 7.Std.: 13.10 – 13.55 Mittagspause/ Unterricht Mittagspause/ Unterricht Mittagspause/ Unterricht Mittagspause/ Unterricht Mittagspause/ Unterricht 8.Std.: 14.00 – 14.45 Betreuung/ Unterricht / AG’s Betreuung/ Unterricht / AG’s Betreuung/ AG’s Betreuung/ Unterricht / AG’s Betreuung/ Unterricht / AG’s 9.Std.: 14.50 – 15.35 10.Std.: 15.50 – 16.35