Antrag CDU: Weitere Startpunkt-Familienzentren in Karlsruhe

Vorlage: 25747
Art: Beschlussvorlage
Datum: 11.10.2010
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Beiertheim-Bulach, Daxlanden, Durlach, Mühlburg, Neureut, Nordstadt, Oberreut, Rintheim, Rüppurr, Waldstadt, Weiherfeld-Dammerstock, Weststadt

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 19.10.2010

    TOP: 16

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • CDU-Familienzentren
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) Stadträtin Bettina Meier-Augenstein (CDU) Stadträtin Christiane Staab (CDU) CDU-Gemeinderatsfraktion vom 10. September 2010 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 15. Plenarsitzung Gemeinderat 19.10.2010 524 16 öffentlich Weitere Startpunkt-Familienzentren in Karlsruhe 1. Die Stadtverwaltung möge den Ausbau weiterer Startpunkt-Familienzentren vorantreiben. 2. Die Stadtverwaltung wird beauftragt; im Mehrgenerationenhaus Brunhilde-Baur- Haus für Neureut ein Familienzentrum zu etablieren und geeignete Standorte in den südlichen Stadtteilen und den Bergdörfern zu untersuchen und eine Realisierungskonzeption vorzulegen, so dass diese noch fehlenden Familienzentren im Süden, in Neureut und in den Bergdörfern 2011 und 2012 entstehen können. In Karlsruhe hat sich der Aufbau und der Betrieb von Startpunkt-Familienzentren bewährt. 2008 wurden Familienzentren in der Innenstadt Ost, Innenstadt West und Oberreut eröffnet. 2009 kamen Familienzentren in Mühlburg und Waldstadt dazu, und 2010 wurden in Durlach drei und in Daxlanden, Weststadt, Nordstadt und Rintheim jeweils ein Familienzentrum eröffnet. Diese Standorte decken jedoch den stadtweiten Bedarf nicht ab. So sind der Süden (Beiertheim, Bulach, Weiherfeld, Dammerstock und Rüppurr) sowie die Bergdörfer und der fünftgrößte Stadtteil Neureut nicht versorgt. In Neureut wäre das Mehrgenerationenhaus Brunhilde-Baur-Haus durchaus geeignet, ein Familienzentren in die derzeitige Nutzung zu integrieren. Die bereits dort bestehenden Netzwerke könnten in ein Familienzentrum integriert werden. Für den bisher unterversorgten Süden müsste ein geeigneter Standort gesucht werden Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ und auch an zentraler Stelle in den Bergdörfern sollte eine solche Anlaufstelle für Familien eingerichtet werden. Hier läge es an der Stadtverwaltung, geeignete Plätze ausfindig zu machen und vorzuschlagen. Ziel sollte sein, die noch fehlenden Familienzentren 2011, spätestens 2012 zu realisieren. unterzeichnet von: Gabriele Luczak-Schwarz Bettina Meier-Augenstein Christiane Staab Hauptamt - Sitzungsdienste - 8. Oktober 2010

  • TOP 16
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zum Antrag CDU-Gemeinderatsfraktion vom: 10.09.2010 eingegangen: 10.09.2010 Gremium: 15. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 19.10.2010 524 16 öffentlich Dez. 3 Weitere Startpunkt-Familienzentren in Karlsruhe - Kurzfassung - Der Jugendhilfeplan Frühe Prävention mit unterschiedlichen Bausteinen wurde am 21.10.2008 im Gemeinderat beschlossen und seither kontinuierlich umgesetzt. Ein wichtiger Baustein des Jugendhilfeplans sind die Startpunkt-Familienzentren. Ziel ist, diese niedrigschwelligen Angebote für Familien flächendeckend in Karlsruhe zu schaffen. Die Stadtverwaltung empfiehlt, die Beratung der Ausweitung durch neue Startpunkt- Familienzentren an den Jugendhilfeausschuss zu verweisen. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Einleitung Ziel der Frühen Prävention in Karlsruhe ist die Schaffung einer früh ansetzenden bedarfsgerechten Unterstützung für Schwangere und Eltern mit Kindern bis drei Jah- ren, die sich durch Armut, Trennung oder andere Umstände in schwierigen Lebens- verhältnissen befinden. In Kooperation zwischen Jugendamt und Gesundheitsamt geschieht dies durch den Ausbau bereits vorhandener Strukturen und durch Vernet- zung und Weiterentwicklung der bestehenden Angebote. Der Jugendhilfeplan Frühe Prävention mit unterschiedlichen Bausteinen wurde am 21.10.2008 im Gemeinderat beschlossen und seither kontinuierlich umgesetzt. Ein wichtiger Baustein des Jugendhilfeplans sind die Startpunkt-Familienzentren. Sie arbeiten trägerübergreifend eng mit anderen Institutionen wie dem Fachteam Frühe Kindheit, der Beratungsstelle Frühe Hilfen, dem Sozialen Dienst und Einrichtungen aus dem Stadtteil zusammen. Sie organisieren und koordinieren bedarfs- und sozial- raumorientierte Angebote der Beratung, Familienbildung und Entlastung. Ziel ist, diese niedrigschwelligen Angebote für Familien flächendeckend in Karlsruhe zu schaffen. Besucherzahlen und Rückmeldungen der Familien zeigen, dass die in den Startpunkt-Familienzentren stattfindenden Elterncafés gut angenommen werden und für die Familien eine wichtige Anlaufstelle bedeuten. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 1. Die Stadtverwaltung möge den Ausbau weiterer Startpunkt-Familienzentren vorantreiben Es zeigt sich, dass sich das Konzept der Startpunkt-Familienzentren bewährt und viele Familien durch das Angebot erreicht werden. Die verlässlichen Öffnungszeiten, eine feste qualifizierte Ansprechperson als Ca- féleitung und die Niederschwelligkeit des Angebots tragen dazu bei, dass die Start- punkt-Familienzentren gut besucht werden und die Familien dort bei Bedarf umfas- sende, zielgenaue und unmittelbare Hilfe und Unterstützung nachfragen und auch bekommen. Der Unterschied zwischen den Startpunkt-Familienzentren und anderen Elterncafés besteht in bestimmten Standards, die verbindlich für alle Startpunkt-Familienzentren gelten und die den Erfolg maßgeblich bestimmen. Diese sind Folgende:  Die Startpunkt-Familienzentren erhalten regelmäßig (ein- bis dreimal jährlich) Besuch von folgenden Fachkräften: Fachteam Frühe Kindheit, Ärztinnen des Gesundheitsamtes, Mitarbeiterin der Beratungsstelle Frühe Hilfen und Famili- enhebamme.  Jedes Startpunkt-Familienzentrum hat „seine“ festen Fachleute, die die nied- rigschwelligen Besuche tätigen, sodass die Eltern Vertrauen entwickeln kön- nen und sich im Café vor Ort mit ihren Fragen an die Fachleute wenden. Oft- mals kommen Eltern gezielt zu einem Termin, an welchem z. B. eine Vertrete- rin der Beratungsstelle Frühe Hilfen ein Startpunkt-Familienzentrum besucht, um so vor Ort unverbindlich und unmittelbar Fragen und Probleme zu klären.  Der Träger eines Startpunkt-Familienzentrums verpflichtet sich, einen Kurs für Familien in besonderen Lebenslagen im Rahmen des Landesprogramms STÄRKE anzubieten. Die Besuche der Fachleute in den Startpunkt-Familienzentren tragen entscheidend zur Qualität des Angebots bei und bedeuten ein niedrigschwellig angelegtes medizi- nisches Informations- und Versorgungsangebot, vergleichbar mit früheren stadtteil- orientierten „Mütterberatungsstellen“. Ergänzende Erläuterungen Seite 4 Die Erfahrungen der letzten zwei Jahre zeigen, dass die Begleitung und Hausbesu- che durch das Fachteam Frühe Kindheit und die Beratungsstelle Frühe Hilfen stark in Anspruch genommen werden. Ein Ausbau der Startpunkt-Familienzentren bedeutet aus diesem Grund zwingend, dass gleichzeitig die Ressourcen der Fachleute verstärkt werden müssen, da bereits jetzt Engpässe sichtbar werden. Bei einem Ausbau von zwei weiteren Startpunkten wäre eine Aufstockung der Bera- tungsstelle Frühe Hilfen um 0,5 Stellen (derzeit 1,0 Stellen) sowie eine Aufstockung des Fachteams Frühe Kindheit um ebenfalls 0,5 Stellen (derzeit 2,0 Stellen) erfor- derlich, um die Qualität der neuen Startpunkt-Familienzentren zu gewährleisten. Die Ärztinnen im Gesundheitsamt bräuchten ebenfalls zusätzliche Stunden, um die wich- tige Kontinuität der Besuche zu gewährleisten. Zusätzliche Ressourcen stehen der- zeit allerdings nicht zur Verfügung. 2. Die Stadtverwaltung wird beauftragt; im Mehrgenerationenhaus Brunhilde- Baur-Haus für Neureut ein Familienzentrum zu etablieren und geeignete Standorte in den südlichen Stadtteilen und den Bergdörfern zu untersu- chen und eine Realisierungskonzeption vorzulegen, so dass diese noch fehlenden Familienzentren im Süden, in Neureut und in den Bergdörfern 2011 und 2012 entstehen können. Sollte der Ausbau der Startpunkt-Familienzentren und die damit verbundene Stel- lenerweiterung der Beratungsstelle Frühe Hilfen und des Fachteams Frühe Kindheit beschlossen werden, empfiehlt die Stadtverwaltung folgende Vorgehensweise, die sich in der Vergangenheit bei der trägerübergreifenden Umsetzung der Bausteine des Jugendhilfeplans Frühe Prävention bewährt hat und die mit den Trägern der Maßnahmen abgesprochen ist: Die Lenkungsgruppe der Frühen Prävention (bestehend aus der Koordinatorin der Frühen Prävention, dem Leiter des Sozialen Dienstes, Gesundheitsamt, Sprecher der Kinderärzte u. a.) bestimmt anhand verschiedener Kriterien (Anzahl der Familien mit Kindern unter drei Jahren, soziale Lage und Inanspruchnahme von Leistungen Ergänzende Erläuterungen Seite 5 der Jugendhilfe sowie Bevölkerungsstruktur im jeweiligen Stadtteil) diejenigen Stadt- teile, in welchen ein Bedarf für ein neues Startpunkt-Familienzentrum besteht. Nach der Standortbestimmung erfolgt eine Ausschreibung, an der sich die verschie- denen Träger beteiligen können. Bei mehreren Bewerbungen trifft die Entscheidung über die Trägerschaft die Lenkungsgruppe der Frühen Prävention. Da das bisher gewählte Verfahren zur Auswahl der Standorte und der Träger durch den CDU-Antrag verändert werden soll und für die Ausweitung keine finanziellen und personellen Ressourcen zur Verfügung stehen, empfiehlt das Bürgermeisteramt den Antrag an den Jugendhilfeausschuss zu verweisen.